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Grundsätzliche Überlegungen zum Pflegeassessment in einer psychosomatischen Abteilung

Titre: Grundsätzliche Überlegungen zum Pflegeassessment in einer psychosomatischen Abteilung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 25 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Katja Damm (Auteur)

Sciences infirmières - Gestion des soins infirmiers
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Die Psychosomatische Medizin (PSM) ist eine Richtung der Medizin, die sich explizit mit den Wechselbeziehungen zwischen geistig-psychischen und biologisch-körperlichen Vorgängen beschäftigt. Eine stationäre psychotherapeutische Behandlung versucht gemeinsam mit dem Patienten ein Krankheitsverständnis und eine sich daraus ergebende Behandlungsmöglichkeit zu entwickeln, damit er auf dem Weg der Selbstreflektion mehr von seiner Krankheit verstehen kann.
Das Tätigkeitsfeld des Pflegepersonals in der PSM unterscheidet sich in erheblichem Maße von dem der klassischen Krankenpflege. Eine wesentliche Differenz liegt darin begründet, dass die Patienten sog. „Aufstehpatienten“ sind und in der Regel keiner grundpflegerischen Maßnahmen bedürfen. Die emotionale Zuwendung ist bei der Pflege in der PSM eine professionelle Schlüsselqualifikation, die einen hohen Anteil der Arbeit ausmacht. Aufgrund der Andersartigkeit von Störung, Liegedauer und Behandlung im Vergleich zu einer rein somatischen Station muss auch das Pflegeassessment einen anderen Schwerpunkt haben.

Ziel dieser Arbeit sind grundsätzliche Überlegungen zum Pflegeassessment in einer PSM, die als Grundlage für die praktische Umsetzung des Pflegeassessments im Rahmen der Einführung einer EPA dienen können. Die pflegetheoretische Grundlage der praktischen Gestaltung der Leitfäden für das Pflegeassessment sollten jedoch grundsätzlich die jeweiligen Pflegeleitbilder und die ihnen zugrunde liegenden Pflegetheorien bilden, da das Vorgehen in der Praxis je nach zugrundeliegender Theorie sehr unterschiedlich sein kann.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zunächst mit den pflegerischen Basiskompetenzen für eine professionelle Gesprächsführung, der vertrauensbildenden Grundhaltung dem Patienten gegenüber und einer differenzierten Wahrnehmung als Grundlage für ein strukturiertes Pflegeassessment. Nach den Begriffsklärungen steht das pflegerische Erstgespräch, als wesentlicher Bestandteil der Informationsgewinnung, neben der Risikoeinschätzung und spezifischen Assessments zur Erstellung der strukturierten Zusammenfassung des Pflegeassessments, im Mittelpunkt. Grundsätze der Dokumentation des Pflegeassessments allgemein und mittels EDV, sowie Überlegungen zur Dokumentation während des Gesprächs mit dem Patienten runden das Thema ab. Zuletzt werden die wichtigsten Erkenntnisse mit einem Ausblick auf mögliche Handlungsoptionen in der pflegerischen Praxis der PSM zusammengefasst.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Basiskompetenzen für professionelle Gespräche

2.1 Vertrauensbildende Grundhaltung

2.2 Kommunikative Fähigkeiten

2.3 Aktives Zuhören

2.4 Ganzheitliche Wahrnehmung

3 Grundlagen für ein strukturiertes Pflegeassessment

3.1 Die Bedeutung der verwendeten Begriffe

3.2 Das erste Gespräch zur Informationsgewinnung

3.3 Die Erfassung von Risiken und spezifische Assessments

3.4 Die strukturierte Zusammenfassung des Pflegeassessments

4 Voraussetzungen für eine effektive Dokumentation

4.1 Grundsätze der Dokumentation

4.2 Dokumentation des Pflegeassessments mittels EDV

4.3 Dokumentation während des Pflegeassessments

5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie ein strukturiertes Pflegeassessment in einer psychosomatischen Abteilung vor dem Hintergrund der Einführung einer elektronischen Patientenakte (EPA) sinnvoll umgesetzt werden kann, wobei die Besonderheiten dieser Fachabteilung und die pflegerische Gesprächsführung im Zentrum stehen.

  • Professionelle pflegerische Basiskompetenzen für die Gesprächsführung
  • Methoden zur Durchführung eines strukturierten Pflegeassessments
  • Strategien zur Dokumentation psychosomatischer Pflegeinhalte
  • Anforderungen an den Einsatz elektronischer Dokumentationssysteme
  • Die Bedeutung der patientenorientierten Beziehungsgestaltung

Auszug aus dem Buch

2.1 Vertrauensbildende Grundhaltung

Beim Pflegeassessment ist der Kontakt zum Patienten und der Aufbau einer professionellen Beziehung wesentlich. Haltung und Einstellung der Pflegekraft entscheiden dabei, ob der Patient Vertrauen fassen kann (vgl. Blöchlinger 2005: 22). Ein Beziehungsangebot der Pflegeperson an den Patienten, auf das er sich verlassen kann, ist die Basis, die die Beobachtung, Informationsgewinnung und Behandlung eines Patienten überhaupt erst ermöglicht (vgl. Rave-Schwank u. Winter-v. Lersner 1990: 42). Es ist „einer der professionellsten Anteile der Pflegetätigkeit“ (Ahrens u. Bauer 1998: 69), dass die Pflegekraft aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz eine „pendelnde“ Bewegung zwischen sich und dem Patienten in Gang setzen muss (ebd.). Als Grundlage hierfür eignen sich die Grundvariablen der klientenzentrierten Gesprächsführung von Carl Ransom Rogers: Empathie, Echtheit und Akzeptanz.

Empathie, als einfühlendes Verstehen, ist der Versuch sich in den Gesprächspartner hineinzuversetzen. Durch das Fehlen von Belehrungen und Kritik kann der Patient angstfrei über seine Gefühle und Konflikte sprechen, sie abwägen und sich um eine Klärung bemühen (vgl. Wieninger 2000: 50). Eine empathische Grundhaltung, in Kombination mit aktivem Zuhören, ermöglicht dem Patienten, seine Schwierigkeiten selbst zu verbalisieren und seine Gefühle gemeinsam mit der Pflegekraft herauszuarbeiten (vgl. Fuchs 2007: 4).

Echtheit, bzw. Kongruenz, entstehen durch das Handeln der Pflegekraft als reale Person, mit eigenen Überzeugungen, Gefühlen und Meinungen, die sie dem Patienten mitteilen kann (vgl. Wieninger 2000: 50). Die Forderung als Pflegekraft kongruent zu sein, stellt eine anzustrebende Zielvorstellung dar, deren Verwirklichung immer vom Beziehungsprozess abhängig ist. Echtheit ist nichts Statisches, sondern ein mehr oder weniger erfolgreiches Bemühen um Wahrnehmung, Offensein und Klärung der eigenen Gefühle, die der Patient in der Pflegekraft auslöst (vgl. Weinberger 1994: 43).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderung, die EDV-gestützte Pflegedokumentation unter Berücksichtigung der psychosomatischen Besonderheiten sinnvoll in den Stationsalltag zu integrieren.

2 Basiskompetenzen für professionelle Gespräche: Dieses Kapitel erläutert, dass eine vertrauensbildende Grundhaltung, basierend auf Empathie, Echtheit und Akzeptanz, die unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Informationsgewinnung ist.

3 Grundlagen für ein strukturiertes Pflegeassessment: Der Abschnitt definiert den Pflegeprozess sowie das Assessment als Instrument und verdeutlicht die Notwendigkeit von Gesprächsleitfäden und spezifischen Einschätzungsmodellen für psychosomatische Patienten.

4 Voraussetzungen für eine effektive Dokumentation: Das Kapitel analysiert die Anforderungen an die Pflegedokumentation, die Vor- und Nachteile der EDV-Nutzung am Krankenbett sowie die Bedeutung einer nachträglichen, strukturierten Dokumentation.

5 Ausblick: Der Ausblick unterstreicht, dass trotz technischer Neuerungen die patientenorientierte Kommunikation und das professionelle pflegerische Handeln auch in Zukunft den Rahmen der Versorgung bilden müssen.

Schlüsselwörter

Pflegeassessment, Psychosomatische Medizin, Pflegedokumentation, Elektronische Patientenakte, Gesprächsführung, Empathie, Pflegeanamnese, professionelle Beziehung, Klientenzentrierte Gesprächsführung, Pflegediagnostik, EDV-gestützte Dokumentation, psychosoziale Bewältigung, Patientenorientierung, Pflegeprozess, psychosomatische Störungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Durchführung und Dokumentation von Pflegeassessments in einer psychosomatischen Abteilung vor dem Hintergrund der Einführung einer elektronischen Patientenakte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die pflegerische Beziehungsgestaltung, die Methoden der Gesprächsführung, das systematische Sammeln von pflegerelevanten Informationen sowie die EDV-gestützte Pflegedokumentation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, grundsätzliche Überlegungen zum Pflegeassessment in der Psychosomatik anzustellen, die als theoretische Basis für die praktische Umsetzung im Stationsalltag dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zum Thema Pflegeassessment, Kommunikationspsychologie und Pflegewissenschaft, die auf die spezifischen Erfordernisse der psychosomatischen Pflege übertragen wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung notwendiger Basiskompetenzen, die Grundlagen strukturierter Assessments und die Voraussetzungen für eine effektive, EDV-unterstützte Dokumentation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Pflegeassessment, Psychosomatik, Pflegedokumentation, Elektronische Patientenakte, Gesprächsführung und Beziehungsaufbau stehen im Fokus.

Warum ist das Assessment in der Psychosomatik anders als in der Somatik?

Da psychosomatische Patienten häufig keine klassische Grundpflege benötigen, liegt der Schwerpunkt auf der emotionalen Zuwendung und der Auseinandersetzung mit biografischen oder psychosozialen Konflikten, was die Gesprächsführung besonders wichtig macht.

Warum wird die Dokumentation per Notebook am Patientenbett kritisch hinterfragt?

Die Autorin weist darauf hin, dass ein Notebook eine Barriere zwischen Pflegekraft und Patient bilden und die ungeteilte Aufmerksamkeit stören kann, weshalb eine nachträgliche Dokumentation in manchen Situationen sinnvoller ist.

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Résumé des informations

Titre
Grundsätzliche Überlegungen zum Pflegeassessment in einer psychosomatischen Abteilung
Université
University of Applied Sciences Osnabrück  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Cours
Theoretische Grundlagen der Pflegepraxis
Note
1,0
Auteur
Katja Damm (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
25
N° de catalogue
V163991
ISBN (ebook)
9783640787807
Langue
allemand
mots-clé
Psychosomatik Pflege Aufnahme Krankenhaus Assessment
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katja Damm (Auteur), 2007, Grundsätzliche Überlegungen zum Pflegeassessment in einer psychosomatischen Abteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163991
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Extrait de  25  pages
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