In dieser Arbeit geht es darum den Text von Plinius Secundus zu übersetzen und ihn unter den Kriterien der Textualität zu analysieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Text und Übersetzung: Plinius, Naturalis historia VII 1, 1-5
1.1 Text
1.2 Übersetzung
2. Textualität und Kohäsion
2.1 Die sieben Kriterien der Textualität nach Beaugrande/Dressler
2.2 Mittel zur Stiftung von Kohäsion
3. Kohäsion im Plinius-Text
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Kriterium der Kohäsion als zentralen Bestandteil der Textualität anhand eines Textausschnitts aus Plinius' „Naturalis historia“. Das Ziel besteht darin, die theoretischen Konzepte von Beaugrande und Dressler auf den antiken Quelltext anzuwenden, um die sprachlichen Mechanismen zu identifizieren, die den inhaltlichen Zusammenhalt des Textes konstituieren.
- Definition und Grundlagen der Textlinguistik
- Die sieben Kriterien der Textualität nach Beaugrande/Dressler
- Spezifische Mechanismen der Kohäsionsstiftung (Rekurrenz, Pro-Formen, Ellipsen)
- Analyse transphrastischer Elemente im Originaltext von Plinius
- Zusammenwirken von grammatischen und semantischen Strukturen
Auszug aus dem Buch
2.2 Mittel zur Stiftung von Kohäsion
Das erste Mittel zur Stiftung von Kohäsion ist die Rekurrenz, definierbar als „Wiederholung derselben Wörter oder Ausdrücke“. Dabei kann es sich entweder um vollständige Rekurrenzen handeln, wenn das gleiche Wort in der gleichen Form wiederholt wird, oder um partielle, d.h. teilweise, Rekurrenz, bei dem Wörter nur teilweise miteinander übereinstimmen. Es ist darauf hinzuweisen, dass Homonyme, also Wörter, die nur zufällig gleich geschrieben werden, aber eine unterschiedliche Etymologie haben, dabei keine Berücksichtigung finden. Ein anderes Mittel, einen kohäsiven Text zu erzeugen, stellt die Verwendung von Pro-Formen, vor allem Pronomen, dar: „ökonomische, kurze Wörter ohne besonderen Inhalt, die für determinierte, inhaltsaktivierende Ausdrücke an der Oberfläche des Textes einstehen können“ und die auf Ausdruck, auf den sie sich beziehen, koreferieren. Hierbei ist danach zu unterscheiden, ob die betreffende Pro-Form vor oder nach dem von ihr ersetzten Begriff steht: „Den Gebrauch einer Pro-Form nach dem koreferenten Ausdruck“ bezeichnet man als „Anaphora“; der Gebrauch der Pro-Form vor dem koreferenten Ausdruck wird Kataphora genannt. Desweiteren zählen Junktoren zu den Mitteln, die zur Stiftung von Kohäsion dienen: junktive Ausdrücke verbinden am lateinischen „jüngere ,verbinden‘“ erkennbar ist, einzelne Phrasen additiv oder logisch miteinander, schaffen eine Verknüpfung; oft handelt es sich dabei um Konjunktionen und Subjunktionen. Bei einer Differenzierung nach verschiedenen Sinnrichtungen läßt sich etwa eine Unterscheidung treffen zwischen Junktoren, die bloße Aneinanderreihung ohne besondere Sinnrichtung bewirken, sogenannten kopulativen Junktoren, daneben gibt es temporale, kausale, konzessive und ähnliche Junktoren, die ein logisches Verhältnis zwischen den beiden verknüpften Phrasen schaffen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Text und Übersetzung: Plinius, Naturalis historia VII 1, 1-5: Dieses Kapitel präsentiert den lateinischen Originaltext und die dazugehörige deutsche Übersetzung als Grundlage für die anschließende linguistische Analyse.
2. Textualität und Kohäsion: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Textlinguistik erörtert, insbesondere die sieben Kriterien der Textualität nach Beaugrande und Dressler sowie die Mechanismen zur Erzeugung von Kohäsion.
3. Kohäsion im Plinius-Text: In diesem Hauptteil wird der zuvor vorgestellte Text detailliert auf seine kohäsiven Elemente wie Rekurrenzen, Pro-Formen und Junktoren untersucht.
Schlüsselwörter
Textlinguistik, Kohäsion, Textualität, Beaugrande, Dressler, Plinius, Naturalis historia, Rekurrenz, Anaphora, Kataphora, Junktoren, transphrastische Elemente, Textkonstitution, Ellipse, Koreferenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die sprachliche Kohäsion eines Textabschnitts aus Plinius' „Naturalis historia“ unter Anwendung textlinguistischer Theorien.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Textlinguistik, die Kriterien der Textualität und die Anwendung dieser Konzepte auf antike lateinische Texte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, nachzuweisen, durch welche konkreten sprachlichen Mittel – wie etwa Rekurrenzen oder Pro-Formen – Plinius seinen Text kohäsiv gestaltet.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine linguistische Textanalyse durchgeführt, die sich primär auf das Modell der sieben Textualitätskriterien von Beaugrande und Dressler stützt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung des Plinius-Textes, wobei spezifische grammatische Verknüpfungen und wiederkehrende sprachliche Elemente analysiert werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kohäsion, Textualität, Rekurrenz, Anaphora und transphrastische Elemente definiert.
Welche Rolle spielen Pro-Formen in der Analyse?
Pro-Formen werden als ökonomische Mittel identifiziert, die durch Anaphora oder Kataphora den inhaltlichen Bezug zwischen verschiedenen Satzteilen und Sätzen herstellen.
Wie unterscheidet sich laut dem Autor die Funktion von Junktoren?
Junktoren dienen als Verbindungselemente, wobei zwischen solchen unterschieden wird, die lediglich eine Aneinanderreihung bewirken, und solchen, die komplexe logische Verhältnisse zwischen Phrasen schaffen.
- Quote paper
- Mark Möst (Author), 2002, Plinius Secundus "Naturalis historia" : Kohäsion als Kriterium der Textualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164039