Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Ciencias sociales (General)

Illegale Sucht im Alter - wenn Junkies in die Jahre kommen

Welches sind die Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit in Bezug auf alternde Drogenabhängige?

Título: Illegale Sucht im Alter - wenn Junkies in die Jahre kommen

Tesis (Bachelor) , 2010 , 107 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Bettina Purcell-Riederer (Autor)

Ciencias sociales (General)
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Alter und Sucht werden in der Sozialen Arbeit in vielerlei Hinsicht erforscht und bearbeitet. Das Thema alternde Drogensüchtige jedoch scheint, ein junges und kaum bearbeitetes Problem darzustellen.
Die Arbeit befasst sich mit den zunehmenden, mehrdimensionalen Problematiken alternder Drogenabhängige und fragt nach Möglichkeiten und Grenzen für die Soziale Arbeit.
Diese Arbeit, soll aufzeigen, welche Bedürfnisse Drogenabhängige haben welche Ressourcen genutzt werden können, aber auch welche Angebote für alternde Süchtige vorhanden sind. Die Bedürfnisse werden anhand qualitativer Interviews mit alternden Drogenabhängigen sowie Fachleuten aus den Bereichen Medizin und Suchthilfe ermittelt und ausgewertet. Unter Berücksichtigung von Theorien soll aufgezeigt werden, wo die Soziale Arbeit mit dem neuen Phänomen alternder Drogenabhängiger Ansätze für eine gelingende Arbeit findet. Auf der Ebene der Sozialpolitik wird kritisch hinterfragt, weshalb dieses neue Problem noch nicht konkret bearbeitet und behandelt wurde und wo und weshalb Handlungsbedarf besteht. Abschliessend werden verschiedene Projekte vorstellt, die sich bereits intensiver mit der Problematik von alternden Drogenabhängigen befasst haben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Drogen und Sucht

1.1 Sucht oder Abhängigkeit

1.2 Was genau sind Drogen?

1.2.1 ICD Klassifikation

1.2.2 Abgrenzung zwischen harten und weichen Drogen

1.3 Abhängigkeit harter Drogen am Beispiel von Heroin, Kokain und Politoxikomanie

1.3.1 Heroin: Geschichte, Konsum und Wirkung

1.3.2 Gefahren und Schädigungen von Heroin

1.3.3 Kokain: Geschichte, Konsum und Wirkung

1.3.4 Gefahren und Schädigung von Kokain

1.3.5 Politoxikomanie

1.4 Substitution in der Schweiz

1.4.1 Methadon / Buprenorphin (Subutex) mit den Vor- und Nachteilen

1.4.2 HeGeBe, Heroin gestützte Behandlung und rechtliche Grundlagen

1.4.3 Therapeutische Zielsetzungen und Ergebnisse

1.4.4 Allgemeine Therapieangebote

2. Alter / alte Menschen

2.1 Wandlungsprozess und demographische Veränderung des Alters

2.2 Dimensionen des Alterungsprozesses

2.2.1 Kalendarisches Altern

2.2.2 Biologisches Altern

2.2.3 Psychologisches Altern

2.2.4 Soziales Altern

2.3 „Erfolgreiches Altern“ – Ansätze zur Beschreibung positiver Altersgestaltung

2.2.5 Disengagement

2.2.6 Aktivitätsansatz

2.2.7 Kognitive Alterstheorie

2.2.8 Selektive Optimierung durch Kompensation – SOK Modell

2.2.9 Kontinuitätsthese

3. Alter und Sucht

3.1 Biologisches Altern mit einer Drogenabhängigkeit

3.2 Psychologisches Altern mit einer Drogenabhängigkeit

3.3 Soziales Altern mit einer Drogenabhängigkeit

3.4 Zusammenfassung der Problematik alternder Abhängiger

3.5 „Erfolgreiches altern mit einer Drogenabhängigkeit

4. Netzwerke und Ressourcen anhand der Salutogenese nutzbar machen

4.1 Soziale Ressource

4.1.1 Vorhandene Netzwerke von alternden Drogenabhängigen

4.1.2 Ressource von „Reactors“

4.2 Personale Ressourcen

4.2.1 Persönliche und Soziale Identität

4.2.2 Bildung und Beruf

4.3 Organisationale Ressource

4.3.1 Gesundheitliche Sicherungssysteme

4.4 Materielle Ressource; Finanzen und Wohnen

5. Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit

5.1 Ressourcen nutzbar machen

5.2 Personelle Ressourcen: Wissen und Erfahrungen nutzbar machen

5.3 Verschiedene Wohnformen für alternden Drogenabhängige

5.4 Möglichkeiten auf sozialpolitischer Ebene

6. Illegale Sucht und Alter Entwicklung die Schweiz im Vergleich

6.1 EU-Projekt „Senior Drug Dependents and Care Structures“

6.2 Projekt „Ältere Drogenabhängige in Deutschland“

6.3 Projekt voor de oudere Verslaafde” (Projekt für ältere Drogenabhängige), Niederlanden

6.4 „Betreutes Wohnen City“, Zürich, Schweiz

7. Fazit

7.1 Persönliche Bilanz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen Lebensumstände und Bedürfnisse alternder Drogenabhängiger und analysiert, welche Möglichkeiten und Grenzen sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben. Ziel ist es, theoretische Ansätze zur Unterstützung dieser spezifischen Subpopulation zu identifizieren und aufzuzeigen, wie vorhandene Ressourcen und Netzwerke im Sinne der Salutogenese zur Stabilisierung und Lebensgestaltung genutzt werden können.

  • Lebenssituation und Bedürfnisse von Drogenabhängigen über 45 Jahren
  • Rolle von Netzwerken und Ressourcen im Alterungsprozess
  • Anwendung des Salutogenese-Modells in der Suchthilfe
  • Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit in der Betreuung alternder Suchtkranker
  • Vergleich von Ansätzen und Projekten in der Schweiz und im Ausland

Auszug aus dem Buch

1.1 Sucht oder Abhängigkeit

Das Wort Sucht ist auf den Begriff „siechen“ (= krank) zurückzuführen und nicht verwandt mit dem Begriff „suchen“ (vgl. Leu, 1984, S. 17). Der Begriff Sucht ist umfassend zu verstehen. Sucht beinhaltet physische, psychische wie auch soziale Abhängigkeit. Sucht ist nicht mit Gewohnheit, der natürlichen Abhängigkeit von Nahrungsmitteln, Kleidung und/oder mit Problemverhaltensweisen, die der willentlichen Kontrolle des Subjekts unterliegen, gleichzusetzen. Von Sucht wird dann gesprochen, wenn sich das zugrunde liegende Problemverhalten eigendynamisch und zwanghaft entwickelt, das sich selbst organisiert hat und sich rückhaltlos beständig zu verwirklichen sucht.

Süchtiges Verhalten ist immer eine Interaktion zwischen Persönlichkeit, Umwelt und Suchtmittel. Suchtverhalten ist mit dem Zwang verbunden, ein Verhalten zu wiederholen, eine Menge zu steigern sowie die Angst, das süchtige Verhalten aufzugeben. Als Suchtmittel gelten all jene legalen und illegalen, natürlichen oder synthetischen Stoffe, deren Missbrauch oder dauerhafter Gebrauch zu psychischer und/oder körperlicher Abhängigkeit führen. Neben substanzgebundenen Suchtformen existieren auch substanzungebundene Suchtformen wie Magersucht oder Spielsucht etc. (vgl. Konrad, 2010).

Sucht ist nicht nur eine Folge individuellen Verhaltens, sondern auch eine Folge äusserer Einflüsse. Prägend wirken die familiären, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Verhältnisse, die geltenden Werte und Normen, beispielsweise die Rollenbilder, die ausgeprägte Tendenz zur Vereinzelung, die schwindende Solidarität, aber auch die unterschiedliche gesellschaftliche Akzeptanz von Suchtmitteln. Sucht ist somit auch ein gesellschaftliches Thema. Von Sucht wird nur dann gesprochen, wenn sich der gesamte Lebensinhalt und Lebenssinn um den Konsum von Suchtmitteln geht. Obschon in der Fachliteratur Sucht und Abhängigkeit oft synonym gebraucht wird, stellen sie nicht zwangsläufig dasselbe dar. Menschen sind von vornherein von vielen Dingen abhängig: von Nahrung, Atemluft, Liebe, Freunden etc. Abhängigkeit muss nicht etwas Krankhaftes oder Negatives sein. Nicht jede oder jeder Abhängige ist süchtig. Abhängig sein heisst: nicht ohne das Mittel oder das Verhalten leben zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Drogen und Sucht: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Sucht und Abhängigkeit, erläutert die verschiedenen Drogenformen und stellt die aktuelle Substitutionspraxis in der Schweiz dar.

2. Alter / alte Menschen: Hier werden der Wandlungsprozess des Alterns sowie verschiedene biologische, psychologische und soziale Dimensionen des Älterwerdens theoretisch beleuchtet.

3. Alter und Sucht: Die Zusammenführung der beiden Themenbereiche zeigt die spezifischen Belastungen und Lebenssituationen alternder Drogenabhängiger auf.

4. Netzwerke und Ressourcen anhand der Salutogenese nutzbar machen: Das Kapitel überträgt das Konzept der Salutogenese auf die Zielgruppe und kategorisiert verschiedene soziale, personale und organisationale Ressourcen.

5. Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit: Hier werden konkrete Handlungsfelder für Fachpersonen diskutiert, insbesondere im Hinblick auf Beratung, Unterstützung und soziale Rahmenbedingungen.

6. Illegale Sucht und Alter Entwicklung die Schweiz im Vergleich: Ein Überblick über laufende Projekte und Ansätze im In- und Ausland dient als Transfer in die Praxis.

7. Fazit: Die Autorin zieht eine Bilanz aus den theoretischen Erkenntnissen und den durchgeführten Interviews zur Arbeit mit dieser wachsenden Personengruppe.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Sozialpolitik, Drogen, Alter, alternde Drogenabhängige, Sucht im Alter, Substitution, Heroin, Salutogenese, Ressourcen, soziale Netzwerke, Lebensgestaltung, Suchthilfe, Altersstruktur, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der wachsenden Problematik alternder Drogenabhängiger und den Herausforderungen, die diese Personengruppe an die Soziale Arbeit stellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die Definition von Sucht im Alter, die biologischen und sozialen Auswirkungen des Alterns bei Drogenkonsum, die Ressourcennutzung sowie aktuelle drogenpolitische Strukturen in der Schweiz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit alternde Drogenabhängige unterstützen kann, welche Rolle Ressourcen spielen und wo die Grenzen der bestehenden professionellen Angebote liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie qualitativen Interviews mit alternden Drogenabhängigen und Fachleuten aus der Medizin und der Suchthilfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Alterungsprozesse, Suchtkonzepte), die Anwendung der Salutogenese auf diese Gruppe sowie eine Diskussion über sozialpolitische Rahmenbedingungen und Projekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Soziale Arbeit, Sucht im Alter, Drogenabhängigkeit, Salutogenese, Ressourcen, Substitution und Lebensbiografie.

Wie unterscheidet sich die Lebenswelt alternder Drogenabhängiger von jüngeren Konsumenten?

Ältere Abhängige haben oft eine längere Geschichte in der Drogenszene und leiden unter einer hohen körperlichen Multimorbidität, während ihr soziales Umfeld oft von Einsamkeit, aber auch von teils stabilen, familiären Bindungen geprägt ist.

Welche Bedeutung hat das Salutogenese-Modell für diese Arbeit?

Das Modell wird genutzt, um nicht nur pathologische Aspekte (Krankheit/Sucht) zu sehen, sondern gezielt nach Ressourcen und Schutzfaktoren zu suchen, die den Klienten trotz ihrer Sucht ein gelingendes Leben ermöglichen können.

Final del extracto de 107 páginas  - subir

Detalles

Título
Illegale Sucht im Alter - wenn Junkies in die Jahre kommen
Subtítulo
Welches sind die Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit in Bezug auf alternde Drogenabhängige?
Universidad
University of Applied Sciences St. Gallen
Calificación
1,5
Autor
Bettina Purcell-Riederer (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
107
No. de catálogo
V164088
ISBN (Ebook)
9783640788316
ISBN (Libro)
9783640788248
Idioma
Alemán
Etiqueta
Illegale Sucht Alter Junkies Jahre Welches Möglichkeiten Grenzen Sozialen Arbeit Bezug Drogenabhängige
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bettina Purcell-Riederer (Autor), 2010, Illegale Sucht im Alter - wenn Junkies in die Jahre kommen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164088
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  107  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint