Ein kooperativer Wettbewerb zur Erstellung eines humoristischen Textes im Rahmen der Vergabe des Nachwuchspreises der „GutsMuths-Gag-Gesellschaft 2010“ zum Thema „Schule und Unterricht“
Unterrichtsentwurf zur 1. benoteten Lehrprobe im Fach Deutsch
(gemäß § 13 (4) der Thüringer Verordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für die Lehrämter (ThürAZStPLVO) vom 3. September 2002, zuletzt geändert durch die Verordnung vom 13. Juli 2009)
Die profunde Tiefgründigkeit und Ausführlichkeit des Entwurfes wurden im anschließenden Auswertungsgespräch besonders hervorgehoben. Die Arbeit enthält darüber hinaus zahlreiches, selbst entworfenes Material im Anhang, der wiederum für den unmittelbaren Einsatz im Unterricht aufbereitet ist. Ferner inkludiert die Arbeit einen kompletten und in der Praxis erprobten Vorschlag (= Stoffverteilungsplan) für die Unterrichtsreihe zum Thema "Ironie, Humor, Satire".
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse
1.1 Lerngruppe
1.2 Lehrer-Schüler-Verhältnis
1.3 Äußere Bedingungen
1.4 Schlussfolgerungen für die Unterrichtsgestaltung
2. Didaktisch-methodische Überlegungen und Begründungen
2.1 Stellung der Stunde in der Stoffeinheit
2.2 Sachanalyse sowie Auswahl und Begründung der Inhalte
2.3 Auswahl und Begründung der Lernziele
2.4 Begründung der didaktischen Stufung des Unterrichts und des gewählten Methodenkonzeptes
2.5 Aussagen zu Schülerleistungen
3. Verlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit besteht in der Konzeption und didaktischen Begründung einer Lehrprobenstunde, in der Schüler der 9. Klasse in einem kooperativen Wettbewerb einen humoristischen Text zum Thema „Schule und Unterricht“ erstellen und präsentieren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirksamkeit handlungs- und produktionsorientierter Lernarrangements zur Steigerung der aktiven Lernzeit und der Sozialkompetenz.
- Didaktische Analyse von kooperativen Lernformen im Fach Deutsch
- Integration von Humor und Satire als literarische Textsorten
- Förderung der Schüleraktivität durch kreative Gruppenprozesse
- Methodische Stufung des Unterrichts nach H. Meyer
- Evaluation von Schülerleistungen durch kriterienorientierte Bewertungsbögen
Auszug aus dem Buch
1.1 Lerngruppe
In der Klasse 9 lernen derzeit 19 SuS. Aufgrund des Schulprofils weist die Schülerklientel ein weitläufiges Einzugsgebiet (Thüringen, Hessen, Bayern) und Sportartenrepertoire auf: So setzt sich die Gruppe aus Fußballern (5m/2w), Fechtern (3m/2w), Triathleten (2m/2w), 1 Badmintonspieler (m) und 2 Bogenschützen (m) zusammen. Sowohl die Bandbreite des Sportartenkanons als auch das charakterlich ausgewogene Verhältnis der Jungen und Mädchen (zahlenmäßige 13:6-Relation) sind für das ausgesprochen angenehme und teils produktive Arbeitsklima in der Klasse maßgeblich verantwortlich. Die SuS sind aufgrund ihrer spezialsportlichen Profilierung von Natur aus damit vertraut, innerhalb einer Gruppe miteinander zu interagieren, sich selbst dabei als wertvollen, wesentlichen und mit Verantwortung versehenen Teil einer Gemeinschaft zu begreifen und insofern auch wetteifernd um Siege zu kämpfen. Der überwiegende Teil der Klasse präsentiert sich in seiner Lernbereitschaft in dieser Hinsicht auch recht aufgeweckt und arbeitswillig.
Das Leistungsvermögen der Klasse 9 ist als durchaus heterogen zu bewerten – besonders leistungsstark treten dabei die SuS xxx in Erscheinung, die ihren Voraussetzungen gemäß das Leistungsniveau anheben und über gute bis sehr gute sprachliche Fähigkeiten in Wort und Schrift verfügen. In puncto „Mitarbeit“ zeichnen sich ebenso deutliche Unterschiede ab: Während sich die SuS xxx eher bedeckt halten, sind es wiederum bei den Jungen vorallem xxx, bei den Mädchen insbesondere xxx, die sich durch aktive Mitarbeit im Unterricht auszeichnen sowie mittels ihrer Wortmeldungen das Unterrichtsgeschehen konstruktiv beleben und bereichern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturelle Zusammensetzung der Lerngruppe und die räumlichen Rahmenbedingungen, die für die Unterrichtsgestaltung maßgeblich sind.
2. Didaktisch-methodische Überlegungen und Begründungen: Hier werden die inhaltlichen Schwerpunkte zum Thema „Ironie/Humor/Satire“ hergeleitet sowie die Entscheidung für kooperative Lernmethoden theoretisch fundiert.
3. Verlaufsplanung: Dieses Kapitel skizziert den zeitlichen Ablauf der Unterrichtseinheit inklusive der eingesetzten Sozialformen und Medien in einer übersichtlichen Tabelle.
Schlüsselwörter
Kooperatives Lernen, Satire, Humor, Deutschunterricht, Leistungsgesellschaft, Gruppenpuzzle, Platzdeckchen-Methode, Schüleraktivität, Kompetenzentwicklung, Kreatives Schreiben, Unterrichtsentwurf, Wettbewerb, Sozialkompetenz, Methodentraining, Aktive Lernzeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für eine benotete Lehrprobe im Fach Deutsch in der 9. Jahrgangsstufe vor.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Der Fokus liegt auf dem Stoffkomplex „Ironie, Humor und Satire“ sowie der Anwendung kooperativer Lernformen zur Textproduktion.
Welches primäre Ziel verfolgt die Lehrprobe?
Ziel ist es, dass die Schüler in einem kreativen Wettbewerb einen humoristischen Text zum Thema „Schule und Unterricht“ kooperativ verfassen und vor dem Kurs präsentieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf handlungs- und produktionsorientierte Ansätze, insbesondere nach H. Meyer, um die aktive Lernzeit und Eigenverantwortung zu maximieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der methodischen Begründung, der Stufung des Unterrichtsgeschehens und der detaillierten Planung der Gruppenarbeitsphasen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie kooperatives Lernen, Textproduktion, Satire-Analyse und schülerorientierter Unterricht zusammenfassen.
Warum wurde das Thema „Schule und Unterricht“ gewählt?
Das Thema knüpft direkt an die Lebenswelt der Schüler an und bietet durch die Distanznahme und humoristische Überzeichnung einen sicheren Raum für kritische Auseinandersetzung.
Wie gehen die Schüler mit den Anforderungen an die Satire um?
Durch die Bereitstellung von unterstützenden Materialien („Tipps für das Schreiben von Satiren“) und klarer Aufgabenverteilung wird die Textsortenspezifik methodisch erschlossen.
Welche Rolle spielt die Evaluation?
Die Evaluation erfolgt durch einen gemeinsam erarbeiteten Bewertungsbogen, der die Urteilskraft der Schüler schult und über eine rein subjektive Bewertung hinausgeht.
Wie wird das Arbeitsklima für den Wettbewerb genutzt?
Da die Schüler Sportler sind und wetteiferndes Arbeiten gewohnt sind, wird der Wettbewerbscharakter als motivierender Faktor für die kooperative Gruppenarbeit eingesetzt.
- Arbeit zitieren
- Annabelle Senff (Autor:in), 2010, Ironie, Humor, Satire. Kooperativer Wettbewerb zur Erstellung eines humoristischen Textes im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164108