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Qualifikations und Organisationskonzepte

Aufgabenintegration und Reprofessionalisierung des Arbeitspersonals nach Kern und Schumann

Titel: Qualifikations und Organisationskonzepte

Essay , 2007 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nikolai Schön (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Was man für die modernisierte Fertigung brauche, sei der geschickte, diagnosefähige, verhaltens-souveräne Arbeiter.“ Ein solches Zitat hätte auf Henry Ford wahrscheinlich eher altmodisch gewirkt. Doch es spiegelt - zwar auf indirekte Weise - den zentralen Gedanken des 1984 erschienen Werkes „Das Ende der Arbeitsteilung“ wider. In ihrer schon fast visionären Arbeit, prophezeien die Autoren Kern und Schumann einen Strukturwandel im Produktionsprozess. Besonders im Bereich der Automobilindustrie erkennen sie dabei einen Trend, der durch eine wachsende Aufgaben-integration sowie eine Reprofessionalisierung des Arbeitspersonals gekennzeichnet ist.

Ziel dieses Essays soll es nun sein, zunächst die zentralen Thesen sowie Art der Argumention und Ebenen der Analyse herauszuarbeiten. Mit dem so geschaffenen Überblick kann im Anschluss ein Vergleich zur tatsächlichen Entwicklung der Organisationskonzepte gewagt werden. Dabei findet die Philosophie der schlanken Produktion und das damit verbundene Bild des Arbeiters besondere Aufmerksamkeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Zentrale Thesen

Argumentation und Ebenen der Analyse

Entwicklung der Organisationskonzepte

Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Ziel dieses Essays ist es, die zentralen Thesen, die Argumentationsweise sowie die Analyseebenen des Werkes „Das Ende der Arbeitsteilung“ von Kern und Schumann herauszuarbeiten und diese mit der tatsächlichen Entwicklung moderner Organisationskonzepte, insbesondere der Lean Production, zu vergleichen.

  • Strukturwandel im Produktionsprozess
  • Aufgabenintegration und Reprofessionalisierung des Arbeitspersonals
  • Abkehr vom Taylorismus hin zu teamfähigen Strukturen
  • Vergleich zwischen theoretischen Prognosen und praktischer Unternehmensentwicklung
  • Philosophie der schlanken Produktion und das Bild des Arbeiters

Auszug aus dem Buch

Argumentation und Ebenen der Analyse

Am Beispiel des Straßenführers in der Automobilbranche erklären die Autoren auf anschauliche Weise ein Element der Strukturentwicklung. Da gerade beim Straßenführer diverse Möglichkeiten der Aufgabenintegration vorhanden sind, findet dessen Position eine besondere Aufmerksamkeit bei der Argumentation. Zu den tendenziell integrierbaren Bereichen gehören dabei Korrekturen an den Steuerungsprogrammen, die Inbetriebnahme der Anlagen, die Sicherung der Versorgung, die Überwachung des Produktionsprozesses sowie Routinewartungs- und Reparaturarbeiten. Teilarbeiten dieser Bereiche werden zwar schon immer Bestandteil des Berufsbildes gewesen sein, allerdings geht man davon aus, dass durch die Übertragung weitreichenderer Kompetenzen und die entsprechende Qualifikation des Arbeiters, weitere Vorteile für das Unternehmen entstehen könnten. Die berufliche Weiterentwicklung soll dabei in zwei Richtungen gehen:

„einerseits hinsichtlich einer Einsatzfähigkeit in möglichst vielen Straßenabschnitten (horizontale Flexibilität), andererseits ein weiteres Vordringen in Instandhaltungsfunktionen (fachübergreifende Flexibilität).“

Die radikalste Form der Integration wäre die Bündelung aller Funktionen in einer Person.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel stellt die zentrale Fragestellung sowie die Prognosen von Kern und Schumann bezüglich eines Strukturwandels im Produktionsprozess vor.

Zentrale Thesen: Hier werden die Abkehr vom Taylorismus und der steigende Bedarf an qualifizierten Arbeitern als Folge zunehmender Automatisierung erläutert.

Argumentation und Ebenen der Analyse: In diesem Abschnitt wird anhand des Beispiels des Straßenführers diskutiert, wie Aufgabenintegration und Flexibilisierung in der Praxis umgesetzt werden könnten.

Entwicklung der Organisationskonzepte: Dieses Kapitel vergleicht die frühen Prognosen mit der späteren Etablierung neuer Managementansätze wie der schlanken Produktion.

Fazit: Das Fazit resümiert die hohe Übereinstimmung zwischen der Theorie von Kern und Schumann und der tatsächlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte.

Schlüsselwörter

Arbeitsteilung, Aufgabenintegration, Reprofessionalisierung, Taylorismus, Automatisierung, Straßenführer, Lean Production, Organisationskonzepte, Qualifikation, Teamarbeit, Strukturwandel, Produktionsprozess, industrielle Soziologie, Flexibilität, Arbeitsgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das 1984 erschienene Werk „Das Ende der Arbeitsteilung“ von Kern und Schumann und untersucht, inwieweit deren Prognosen zum Strukturwandel in der Industrie eingetreten sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Qualifikations- und Organisationskonzepten, der Aufgabenintegration sowie dem sich wandelnden Bild des Arbeiters im Produktionsprozess.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel besteht darin, die Thesen von Kern und Schumann zu identifizieren und diese kritisch mit der tatsächlichen historischen Entwicklung der Unternehmensorganisation, speziell unter dem Aspekt der schlanken Produktion, abzugleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in diesem Essay verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die das Primärwerk interpretiert und durch den Vergleich mit weiteren industriesoziologischen Analysen sowie empirischen Daten untermauert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der zentralen Thesen, die Analyse von Fallbeispielen zur Aufgabenintegration sowie einen Vergleich mit modernen Konzepten der schlanken Produktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Aufgabenintegration, Reprofessionalisierung, Taylorismus, Lean Production und Strukturwandel.

Wie unterscheiden Kern und Schumann zwischen offensiver und defensiver Aufgabenintegration?

Die offensive Variante zeichnet sich durch ein hohes Facharbeiterniveau und eine dominierende Rolle des Arbeiters aus, während die defensive Variante einen qualifizierten Angestellten beschreibt, der bei komplexen Problemen weiterhin auf Experten angewiesen bleibt.

Welche Rolle spielt die „schlanke Produktion“ im Vergleich zur Theorie von Kern und Schumann?

Die schlanke Produktion übernimmt zwar Aspekte der Aufgabenintegration, betrachtet den Mitarbeiter jedoch stärker aus einer rein ökonomischen, funktionalen Perspektive, wobei das Wohl des Unternehmens stets vor dem des Mitarbeiters rangiert.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Qualifikations und Organisationskonzepte
Untertitel
Aufgabenintegration und Reprofessionalisierung des Arbeitspersonals nach Kern und Schumann
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Einführung in die Arbeits- und Industriesoziologie
Note
1,0
Autor
Nikolai Schön (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
10
Katalognummer
V164123
ISBN (eBook)
9783640794126
ISBN (Buch)
9783640794225
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziologie arbeit beruf organisation aufgabenintegration professionalisierung kern schumann organisationskonzepte qualifikationen arbeitsmarkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nikolai Schön (Autor:in), 2007, Qualifikations und Organisationskonzepte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164123
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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