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Vor welche Herausforderungen stellt die aufkommende Nanotechnologie den Arbeitsschutz in Österreich und der Europäischen Union?

Titre: Vor welche Herausforderungen stellt die aufkommende Nanotechnologie den Arbeitsschutz in Österreich und der Europäischen Union?

Mémoire (de fin d'études) , 2010 , 88 Pages

Autor:in: Maximilian Angelo Turrini (Auteur)

Droit - Droit civil / Droit du travail
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Résumé Extrait Résumé des informations

Es ist der Wunsch eines jeden Menschen, nach Größerem zu streben. Die Wissenschaft jedoch löste sich bereits zu einer Zeit von dieser Vorstellung.

Mehr als 2000 Jahre nach Demokrit, dem Erfinder des Wortes Atomos fand man heraus, dass auch der Mikrokosmos riesig ist im Vergleich zu jenen Teilchen, welche den Mikrokosmos formen.
Im Rahmen der Nanowissenschaften versucht man, jene winzigen Teilchen im Nanometerbereich industriell zu verwerten. Spätestens mit dem Zeitpunkt, in dem erkannt wurde, dass Nanoteilchen ein anderes physikalisches und chemisches Verhalten darbieten als in „großer“ Form (auch hier sprechen wir von Mikrometern), wurde jene zunächst noch mystisch anmutende Wissenschaft schlagartig interessant, obgleich sie in ihrer öffentlichen Rezeption den Status des Rätselhaften noch nicht ablegen konnte.
Jede neue Technologie braucht Kontrolle, die Nanotechnologie begegnet uns sowohl in der industriellen Produktion, als auch im Haushalt oder im Krankenhaus. Im Zuge von Risikobewertungen und Technikfolgenabschätzungen werden in dieser Arbeit gesetzliche Regelungen vorgeschlagen, welche die Handhabung von Nanomaterialien in einen rechtlichen Rahmen bringen.

Gerade im Rahmen des ArbeitnehmerInnenschutzes ist es in höchstem Maße von Relevanz, die gesundheitlichen Risiken von Nanomaterialien genau zu analysieren und auf dieser Basis arbeitsrechtliche Bestimmungen zu konstruieren.
Derartige Forschungen laufen sowohl auf innerstaatlicher, als auch auf europäischer Ebene sowohl im Bereich des Chemikalienrechts, als auch im Medizinrecht, Konsumentenschutz und Arbeitsrecht.
In dieser Arbeit wird zunächst ein Einblick in die naturwissenschaftliche Dimension der Nanowissenschaften gegeben, um in einem weiteren Schritt auf die bereits bestehende österreichische und europäische Rechtslage einzugehen, wobei auch Rechtsvergleiche zu Deutschland und der Schweiz angestellt werden. Zudem werden unter Zuhilfenahme neuerer Risikoeinschätzungen eventuelle Schwachpunkte im Arbeitsschutz aufgezeigt und insgesamt der Regelungsbedarf analysiert.

Mit dieser Arbeit möchte ich den bisherigen Forschungs- und Regelungsstand sammeln und auf eventuelle Lücken und deren Schließung eingehen. Es soll eine Sensibilisierung für die Mechanismen des Arbeitsschutzes und dessen Begleitforschung geschaffen werden und gleichsam in eine Welt vorgedrungen werden, die mit menschlichen Dimensionen nicht mehr begreifbar ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Charakterisierung

2.1. Die Problematik der Definition

2.2. Forschungsfelder

3. Die Geschichte der Nanoforschung

3.1 Die griechische Antike und der Nanokosmos

3.2 Von Isaac Newton zu Richard Feynman

3.2.1 „Gott schuf harte Materie“6

3.2.2. Magische Mikroskope

3.2.3. Der 29.Dezember 1959 – Ein naturwissenschaftlicher Feiertag

3.3. Der Beginn des Kohlenstoffzeitalters10

3.3.1. Nanotechnologie am „Fußballfeld“

3.3.2. Das Fortschreiten der Nanoarchitektur

4. Anwendungsbereiche der Nano-Technologie

4.1. Nanokristalle und Designer-Moleküle

4.2. Beschichtungen und Inhaltsstoffe aus Nanomaterialien

4.2.1. Oberflächenbeschichtungen

4.2.2. Titandioxid – Schreckgespenst und Hoffnungsträger

4.3. Weitere Anwendungsgebiete der Nanotechnologie – Eine exemplarische Aufzählung mit Hinweisen auf die Relevanz im ArbeitnehmerInnenschutz

5. Ein Blick in die Zukunft

6. Nanotechnologie am Arbeitsplatz

6.1. Tätigkeitsbereiche

6.2. Derzeitiger Stand der Evaluierung

7. Die herrschende Rechtslage in Österreich

7.1. Ein Überblick über das österreichische Chemikalienrecht

7.2. Überblick über den ArbeitnehmerInnenschutz

7.3. Nanotechnologie und gefährliche Materialien am Arbeitsplatz

7.3.1. Definition „gefährliche Materialien“

7.3.2 Kontrollmechanismen

7.3.3. Schutzbestimmungen für ArbeitnehmerInnen

7.3.3.1. Kennzeichnung

7.3.3.2. Sublimierung

7.3.3.3. Maßnahmen zur Gefahrenverhütung

7.3.3.4. Messungen

7.3.3.5. Persönliche Schutzausrüstung

7.3.3.6. Untersuchungen

7.3.4. Pflichten der ArbeitnehmerInnen

7.3.5. Das Leistungsverweigerungsrecht des § 8 AVRAG 42

8. Die Rechtslage in der Europäischen Union

8.1. Die REACH Verordnung – Das Kernstück des Chemikalienrechts der EU43

8.1.1. Allgemeines Registrierungsverfahren

8.1.2. Besonderes Registrierungsverfahren – Stoffsicherheitsbericht

8.1.3. Nach der Registrierung

8.1.4. Informationen in der Lieferkette – Sicherheitsdatenblatt

8.1.5. Zulassungsverfahren

8.2. ArbeitnehmerInnenschutz im europäischen Recht

8.3. Die Rechtslage in Nicht-EU-Ländern am Beispiel der Schweiz

9. Risikobewertung als Instrument zur Rechtsanpassung

9.1. Aufgaben der Risikobewertung

9.2.Prozesse und Methoden der Risikobewertung

9.2.1. Institutioneller Rahmen

9.2.3. Methoden der Risikobewertung

9.2.3.1. Die FMEA-Methode

9.2.4. Messmethoden für Nanopartikel

9.2.4.2. Kondensationskeimzähler (CPC)

9.2.4.3. Nano-Differenzieller Mobilitätsanalysator (Nano-DMA)

9.2.4.4. Nano-Aerosol-Sampler (NAS)

9.2.4.5. Fazit

9.3. Derzeitiger Forschungsstand hinsichtlich gesundheitlicher Folgen

9.3.1. Toxikologische Untersuchungen von Kohlenstoffnanoröhrchen

9.3.2. Amorphe Kieselsäure

9.3.3. Titandioxid

9.3.4. Fazit

9.4. Nanotechnologie als internationale Herausforderung

10. Adaptions- und Veränderungsbedarf des nationalen und europäischen Rechtsrahmens

10.1. Adaptions- und Veränderungsbedarf im Stoffrecht

10.1.1. Allgemein verbindliche Definition

10.1.2. Anmeldung von Neustoffen

10.1.3. Nanomaterialien als Altstoff

10.1.3.1. Ablehnung des Altstoff-Begriffs für Nanomaterialien

10.1.3.2. Überarbeitung der Aktualisierungspflicht

10.1.3.3. Kennzeichnung und Nomenklatur

10.1.4. Fazit

10.2. Adaptions- und Veränderungsbedarf im ArbeitnehmerInnenschutzrecht

10.2.1. Festlegung von Grenzwerten

10.2.2. Kontroll- und Messverfahren

10.2.3. Schutzmaßnahmen im Einzelnen

10.2.3.1. § 41 ASchG

10.2.3.2. § 42 ASchG

10.2.3.3. § 43 ASchG

10.2.3.5. Informationen

10.2.4. Arbeitsmedizinische Aspekte

11. Resümee und Prognose

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die durch die aufkommende Nanotechnologie für den ArbeitnehmerInnenschutz in Österreich und der Europäischen Union entstehen, mit dem Ziel, gesetzliche Regelungsbedarfe zu identifizieren und Schutzkonzepte zu evaluieren.

  • Grundlagen der Nanotechnologie und deren historische Entwicklung
  • Analyse der bestehenden Rechtslage in Österreich und der EU (insb. REACH)
  • Risikobewertung als zentrales Instrument für den Arbeitsschutz
  • Überprüfung der Anwendbarkeit geltender Grenzwerte und Messmethoden
  • Vorschläge zur Anpassung des nationalen und europäischen Rechtsrahmens

Auszug aus dem Buch

3.2.3. Der 29.Dezember 1959 – Ein naturwissenschaftlicher Feiertag

Am 29. Dezember 1959, ein Tag welcher in der Nanowissenschaft beinahe den Charakter eines Feiertags besitzt, hielt der amerikanische Physiker Richard Feynman einen Vortrag vor den renommiertesten Physikern der Vereinigten Staaten, welcher für Aufsehen sorgte. In seinem Vortrag sprach Feynman von der Manipulation von kleinsten Teilchen.

Zwar konnte man zu dieser Zeit kleinste Teilchen mittels Elektronenrastermikroskope sichten, von einer Manipulation war jedoch mangels eines adäquaten Werkzeugs einerseits und wegen der noch immer nicht zufriedenstellenden Auflösung des Elektronentransmissions Mikroskops andererseits noch nicht die Rede. Feynman hatte jedoch zumindest hinsichtlich des Werkzeugs bereits eine Idee parat. Er griff die Funktionsweise von elektrischen Greifarmen auf, welche ja bereits in Kernkraftwerken oder in der Forschung mit giftigen und nuklearen Materialien verwendet wurden und bekundete seinen Willen, diese bis auf atomare Ebene zu verkleinern. So sollten Nano-Greifarme entstehen, welche die Materie umzugestalten in der Lage sind.9

Der erste Schritt zur Verwirklichung von Feymans Ausführungen gelang 1989 in einem Labor von IBM. Der Physiker Don Eigler erkannte, dass sich Xenonatome auf einer Platinoberfläche verformten, wenn er mit der Spitze seines Rastermikroskopes nah an die Oberfläche heranging. Schließlich gelang es ihm, unter Erhöhung des Tunnelstroms (=Elektronenstroms) das Atom herauszuziehen und an einer anderen Stelle zu platzieren. Aus 35 Xenonatomen formte Eigler schließlich den Schriftzug „IBM“ auf einer Platinoberfläche und bewies somit, dass auch ein Werkzeug in dieser Größenordnung nicht mehr unrealistisch war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Nanotechnologie und deren rechtliche Relevanz im ArbeitnehmerInnenschutz.

2. Definition und Charakterisierung: Erläuterung des Nanobegriffs und der interdisziplinären Forschungsfelder.

3. Die Geschichte der Nanoforschung: Historische Entwicklung von der Antike bis hin zum Beginn des Kohlenstoffzeitalters.

4. Anwendungsbereiche der Nano-Technologie: Überblick über aktuelle Anwendungen wie Nanotubes und Beschichtungen.

5. Ein Blick in die Zukunft: Prognosen über zukünftige Einsatzmöglichkeiten und ökologische sowie gesundheitliche Chancen.

6. Nanotechnologie am Arbeitsplatz: Problematiken der Evaluierung in verschiedenen Industriebereichen.

7. Die herrschende Rechtslage in Österreich: Analyse des Chemikalienrechts und des ASchG im Kontext der Nanotechnologie.

8. Die Rechtslage in der Europäischen Union: Bewertung der REACH-Verordnung und europäischer Arbeitsschutzrichtlinien.

9. Risikobewertung als Instrument zur Rechtsanpassung: Untersuchung von FMEA und CENARIOS als Risikomanagementsysteme.

10. Adaptions- und Veränderungsbedarf des nationalen und europäischen Rechtsrahmens: Detaillierte Vorschläge zur Gesetzesänderung im Stoffrecht und Arbeitsschutz.

11. Resümee und Prognose: Zusammenfassendes Fazit über Lücken im aktuellen Rechtsrahmen und zukünftige Anforderungen.

Schlüsselwörter

Nanotechnologie, ArbeitnehmerInnenschutz, REACH, Risikobewertung, Chemikaliengesetz, ASchG, Arbeitssicherheit, Toxikologie, Nanomaterialien, FMEA, CENARIOS, Rechtsanpassung, Nanopartikel, Arbeitsschutz, Gefahrenverhütung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche rechtlichen Herausforderungen die aufkommende Nanotechnologie für den Arbeitnehmerschutz in Österreich und der EU mit sich bringt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Einordnung von Nanomaterialien, der Risikobewertung am Arbeitsplatz und der Notwendigkeit einer Anpassung bestehender Sicherheitsnormen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es, den bisherigen Forschungs- und Regelungsstand aufzuarbeiten, Lücken im aktuellen Arbeitsschutzrecht aufzuzeigen und konkrete Vorschläge zur rechtlichen Anpassung zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Analyse, die naturwissenschaftliche Dimensionen mit arbeits- und stoffrechtlichen Aspekten sowie Risikoanalyse-Methoden (wie FMEA) verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen, Anwendungsbereiche, die spezifische Rechtslage in Österreich und der EU (REACH) sowie Methoden zur Risikobewertung von Nanomaterialien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Nanotechnologie, ArbeitnehmerInnenschutz, Risikobewertung, Chemikaliengesetz, REACH-Verordnung und Arbeitssicherheit.

Warum ist das bisherige Chemikalienrecht für Nanomaterialien problematisch?

Das aktuelle Recht stützt sich oft auf Stoffmengen und "Bulk-Eigenschaften", während Nanomaterialien aufgrund ihrer geringen Größe und veränderten physikalisch-chemischen Eigenschaften völlig andere Risiken bergen können, die bisher nicht ausreichend erfasst sind.

Was ist die FMEA-Methode im Kontext der Nanotechnologie?

Die FMEA (Failure Mode and Effects Analysis) ist ein präventives Risikomanagementsystem, das dazu dient, potenzielle Fehlerquellen und Gefahren bei der Verarbeitung von Nanomaterialien systematisch zu bewerten.

Welchen Stellenwert nimmt die Risikobewertung in der Arbeit ein?

Sie gilt als das zentrale Instrument zur Identifizierung von Gefahren am Arbeitsplatz und dient als Grundlage für die notwendige Anpassung von Schutzmaßnahmen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

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Résumé des informations

Titre
Vor welche Herausforderungen stellt die aufkommende Nanotechnologie den Arbeitsschutz in Österreich und der Europäischen Union?
Université
University of Linz
Auteur
Maximilian Angelo Turrini (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
88
N° de catalogue
V164143
ISBN (ebook)
9783640787937
ISBN (Livre)
9783640788033
Langue
allemand
mots-clé
ArbeitnehmerInnenschutz Arbeitsrecht Arbeitsschutz technischer Arbeitsschutz Nanotechnologie Chemikalienrecht Europäisches Arbeitsrecht Risikobewertung Technikrecht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maximilian Angelo Turrini (Auteur), 2010, Vor welche Herausforderungen stellt die aufkommende Nanotechnologie den Arbeitsschutz in Österreich und der Europäischen Union?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164143
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