Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Théologie - Théologie systématique

Trinitarischer Symbolismus bei Paul Tillich

Titre: Trinitarischer Symbolismus bei Paul Tillich

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 30 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Christine Weltin (Auteur)

Théologie - Théologie systématique
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Tillich möchte in seiner Systematischen Theologie aufzeigen, welchen „Gefahren“ wir in der Kirchengeschichte durch das Dogma der Trinität entkommen sind. Es konnte der monistische Glaube, mit seinem absoluten Gottesbild, der einen Gott schuf, der uns nichts mehr angeht, sowie der polytheistische Gottesglaube, der Gott so sehr verdinglicht, dass er schließlich mehr Mensch als Gott wurde, abgewehrt werden. Durch den trinitarischen Glauben kann das Christentum die Absolutheit und Konkretheit Gottes aussagen. Und aus diesem Grund ist es Tillich außerordentlich wichtig die Trinität auch in unserer aktuellen Situation verstehbar zu machen.
Mithilfe seiner korrelativen Methode, die zwischen unserer Situation und der Botschaft vermittelt, möchte Tillich die trinitarischen Symbole aus der aktuellen geschichtlichen Situation heraus gewinnen. Die altkirchlichen Begriffe, die mithilfe der damaligen griechischen Philosophie gebildet wurden, sieht er als überkommen an, da sie von den Menschen heute nicht mehr verstanden werden. Für Tillich ist das Trinitätsdogma nicht für ewig „in Stein geschlagen“, sondern muss als Zeugnis und Symbol des lebendigen Gottes auf die aktuelle Situation hin fruchtbar gemacht werden.
In dieser Arbeit soll das systematisch-theologische Denken Tillichs anhand der Trinitätsproblematik dargestellt werden. Hierzu wenden wir uns zunächst der Christologie, dem Zentrum und der Voraussetzung für das trinitarische Problem, zu. In diesem Punkt wird nachgezeichnet, wie Tillich die Entstehung des Trinitätsdogmas einschätzt, um schließlich auf seine christologischen Neubestimmungen eingehen zu können. Im dritten Punkt der Arbeit soll dann Tillichs trinitarischer Symbolismus im Fokus der Betrachtung stehen. Hierzu ist es notwendig zunächst das methodische Vorgehen Tillichs zu klären und die theologische Notwendigkeit seines Vorgehens zu besprechen, bevor die drei „Manifestationsweisen“ Gottes nähere Beachtung finden werden. Bei der Bearbeitung der einzelnen trinitarischen Symbole wird das mystische Gottesverständnis von einem „Gott über Gott“ und die Möglichkeit einer Quaternität auftauchen, dem kurz im vierten Punkt nachgegangen wird. In einem vorletzten Abschnitt sollen die Wirkungen von Tillichs „Trinitätslehre“ und mögliche Chancen für heutige Theologie diskutiert werden, um schließlich mit einem Resümee die Arbeit abzuschließen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Christologie als Zentrum der Trinitätslehre

2.1 Entstehung des Trinitätsdogmas

2.2 Tillichs christologische Neubestimmungen

3 Die trinitarischen Symbole

3.1 Die korrelative Methode und der Symbolbegriff bei Tillich:

3.2 Notwendigkeit einer trinitarischen Neuerschließung

3.3 Vater oder Grund des Seins

3.4 Sohn oder logos

3.5 Göttlicher Geist

4 Gott und die trinitarischen Symbole

4.1 „Gott über Gott“

4.2 Trinität oder Quaternität

5 Resonanz der Trinitätslehre Tillichs und Chancen für heutige Theologie

6 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das systematisch-theologische Denken von Paul Tillich im Kontext der Trinitätsproblematik. Dabei wird das Ziel verfolgt aufzuzeigen, wie Tillich mithilfe seiner korrelativen Methode die trinitarischen Symbole als Antwort auf existentielle Fragen der heutigen Situation fruchtbar machen kann, wobei die Christologie das Zentrum und die Voraussetzung bildet.

  • Die christologischen Neubestimmungen und die Bedeutung der "Manifestation der Gott-Mensch-Einheit"
  • Die korrelative Methode als grundlegendes theologisches Vorgehen bei Tillich
  • Die Untersuchung der einzelnen trinitarischen Symbole (Grund des Seins, Logos, Göttlicher Geist)
  • Die Diskussion um den "Gott über Gott" und die Frage nach einer möglichen Quaternität
  • Die Relevanz von Tillichs Ansatz für die feministische Theologie und den interreligiösen Dialog

Auszug aus dem Buch

2.1 Entstehung des Trinitätsdogmas

Als Ausgangspunkt der Entstehung des Trinitätsdogmas kann folgendes Problem angesehen werden: Nach Tillichs Definition ist Gott das „was den Menschen unbedingt angeht“. Dieses konkrete Interesse ist es, das den Menschen zwingt die göttlichen Mächte zu personifizieren. Denn den Menschen geht radikal nur das an, dem er auf gleicher Ebene begegnen kann, weswegen die „Ich-Du-Beziehung“ als grundlegend für religiöse Erfahrungen angesehen werden muss. In dieser Konkretheit, wird Gott, der nach Tillichs Bestimmung das „Sein selbst“ ist, leicht zu einem Seienden. Der „exklusive Monotheismus“ vertritt dagegen den Anspruch des Gottes Israels, nämlich einziger Gott zu sein. Das Prinzip der Gerechtigkeit, „das Unbedingtheit und Universalität in sich schließt“ bewahrt Gott davor, als imperialistischer Herrscher zu erscheinen. Allerdings neigt seine Unbedingtheit und Universalität dazu, seinen Charakter als lebendiger Gott zu verschlingen. Das konkrete, lebendige Element Gottes kommt hingegen im trinitarischen Monotheismus zur Geltung.

Tillich sieht hierin den „Versuch vom lebendigen Gott zu reden, in dem das Unbedingte und das Konkrete geeint sind.“ Und genau diese Verbindung von Unbedingtheit und Konkretheit wurde laut Tillich in den christologischen Konzilien verteidigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in Tillichs Vermutung ein, dass trinitarische Symbole verkümmert seien, und stellt seine Absicht dar, diese durch die korrelative Methode in der heutigen Situation wieder verstehbar zu machen.

2 Christologie als Zentrum der Trinitätslehre: Dieses Kapitel erläutert, warum für Tillich die christologische Aussage die notwendige Voraussetzung für jede Diskussion über das Trinitätsdogma darstellt.

2.1 Entstehung des Trinitätsdogmas: Der Abschnitt analysiert das Problem der Entstehung des Dogmas ausgehend von der Notwendigkeit, Unbedingtheit und Konkretheit in der Gottesvorstellung zu einen.

2.2 Tillichs christologische Neubestimmungen: Hier werden Tillichs Kritik am Begriff der "Natur" in der Zweinaturenlehre und sein Vorschlag der "Manifestation der Gott-Mensch-Einheit" behandelt.

3 Die trinitarischen Symbole: Dieses Kapitel steht im Fokus der Betrachtung von Tillichs trinitarischem Symbolismus, nachdem die christologische Grundlage geklärt wurde.

3.1 Die korrelative Methode und der Symbolbegriff bei Tillich:: Es wird dargelegt, wie die Korrelation zwischen menschlicher Existenz und Offenbarung das Verständnis von Symbolen bei Tillich prägt.

3.2 Notwendigkeit einer trinitarischen Neuerschließung: Hier wird erläutert, warum das Dogma funktionslos wurde und warum eine Neuerschließung für das Verständnis des göttlichen Abgrundes notwendig ist.

3.3 Vater oder Grund des Seins: Dieser Abschnitt thematisiert die Kritik am Vaterbegriff und die Einführung von "Grund des Seins" zur Integration des femininen Elements.

3.4 Sohn oder logos: Es wird untersucht, wie Tillich das Symbol "Logos" nutzt, um die universale Bedeutung Jesu Christi zu erfassen und personalistische Fehlprojektionen zu vermeiden.

3.5 Göttlicher Geist: Dieses Kapitel zeigt auf, wie der Geist die Elemente Macht und Sinn vereinigt und die Lebendigkeit Gottes in der menschlichen Erfahrung aktualisiert.

4 Gott und die trinitarischen Symbole: Dieser Teil befasst sich mit dem Verhältnis der Trinität zum mystischen Verständnis eines "Gott über Gott".

4.1 „Gott über Gott“: Es wird die Bedeutung dieses mystischen Gottesverständnisses im Kontext der Rechtfertigung des Zweifels und der Transzendierung des theistischen Gottes diskutiert.

4.2 Trinität oder Quaternität: Hier wird die wissenschaftliche Diskussion darüber erörtert, ob Tillichs System konsequent in eine Quaternität mündet oder ob dies ein Missverständnis ist.

5 Resonanz der Trinitätslehre Tillichs und Chancen für heutige Theologie: Der Abschnitt diskutiert die Aufnahme von Tillichs Gedanken durch die feministische Theologie und seinen Beitrag zum interreligiösen Dialog.

6 Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einer Reflexion über die Stärken und Schwächen von Tillichs Ansatz.

Schlüsselwörter

Paul Tillich, Trinität, Christologie, Korrelation, Symbolbegriff, Gott-Mensch-Einheit, Grund des Seins, Logos, Göttlicher Geist, Gott über Gott, Pneumatologie, Feministische Theologie, Interreligiöser Dialog, Existenz, Essenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem systematisch-theologischen Denken von Paul Tillich und dessen Entwurf einer Trinitätslehre, wobei der Fokus auf dem trinitarischen Symbolismus liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Christologie als Fundament der Trinitätslehre, Tillichs Methode der Korrelation, die Neuinterpretation trinitarischer Symbole und deren Relevanz für moderne theologische Fragestellungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Tillich die trinitarischen Symbole aus ihrer Verkrustung lösen und als lebendige Antworten auf die existentiellen Nöte des modernen Menschen in der heutigen Zeit interpretierbar machen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird von Tillich verwendet?

Tillich verwendet die "korrelative Methode", die zwischen der menschlichen Existenz (der Frage) und der Offenbarung (der Antwort) vermittelt, um eine sinnvolle Rede von Gott zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die christologischen Voraussetzungen, die methodischen Grundlagen von Tillichs Symboltheorie, die drei Manifestationsweisen Gottes (Grund des Seins, Logos, Geist) sowie die Diskussion um den "Gott über Gott" und eine mögliche Quaternität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Tillich, Trinität, Symbol, Korrelation, Christologie, Gott-Mensch-Einheit und der göttliche Geist.

Wie unterscheidet Tillich zwischen "Zeichen" und "Symbol" im Kontext der Trinitätslehre?

Für Tillich partizipiert ein Symbol an der Wirklichkeit, die es beschreibt, während ein Zeichen lediglich darauf hinweist. Wenn Symbole als Antwort auf existentielle Fragen nicht mehr verstanden werden, drohen sie zu bloßen Zeichen zu verkümmern.

Warum schlägt Tillich den Begriff "Grund des Seins" als Ersatz oder Ergänzung für "Gott Vater" vor?

Tillich möchte damit das einseitig maskuline Gottesbild überwinden und feminine Aspekte wie das mütterliche "Leben geben und schützen" stärker in das Gottesbild integrieren, ohne dabei die biblische Anrede verbieten zu wollen.

Welche Rolle spielt das "Kreuz" in Tillichs Ansatz für den interreligiösen Dialog?

Lai sieht das Kreuz als Kriterium der Selbst-Verneinung, welches hilft, die exklusiven historischen Partikularitäten des Christusereignisses zu überwinden und somit eine offene Haltung gegenüber anderen Religionen zu ermöglichen.

Inwieweit wird Tillichs Trinitätslehre kritisch hinterfragt?

Die Arbeit kritisiert, dass durch Tillichs Abstraktion (insbesondere beim Logos) das konkrete Element in Jesus Christus zu kurz kommen könnte und dass die Unterscheidung der trinitarischen Prinzipien in seinem System aufgrund der ökonomischen Sichtweise oft schwerfällt.

Fin de l'extrait de 30 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Trinitarischer Symbolismus bei Paul Tillich
Université
University of Tubingen
Note
1,5
Auteur
Christine Weltin (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
30
N° de catalogue
V164256
ISBN (ebook)
9783640798933
ISBN (Livre)
9783640799251
Langue
allemand
mots-clé
Trinitarischer Symbolismus Paul Tillich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christine Weltin (Auteur), 2009, Trinitarischer Symbolismus bei Paul Tillich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164256
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  30  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint