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Die USA und die Umwelt

Ein Rückblick zu den Anfängen

Titel: Die USA und die Umwelt

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 26 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Amerikanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Insbesondere Europa hat in den vergangenen Jahren die USA hinsichtlich ihrer Klimapolitik und des rücksichtslosen Benehmens gegenüber der Umwelt scharf kritisiert. Offensichtlich existieren in der Neuen und der Alten Welt unterschiedliche Auffassungen zum Thema Natur. Eine der Aufgaben des folgenden Textes ist es, die heutige Haltung der USA gegenüber der Umwelt aus historischer Perspektive zu beleuchten. Dabei wird vorwiegend auf die Anfänge der US-amerikanischen Umweltgeschichte eingegangen, welche dann mit einem knappen Blick bis zur Mitte des 20. Jahrhundert abgerundet wird. Dabei muss bemerkt werden, dass die Arbeit nur einen Abriss der amerikanischen Umweltgeschichte darstellt, eine ausführliche Behandlung des Themas würden den Rahmen mehr als sprengen.

Im ersten Gliederungspunkt wird allgemein auf das Naturverständnis der Menschen eingegangen, wobei hier dem anthropozentrischen Wert und der christlichen Auffassung ein Hauptaugemerk geschenkt wird. In einem zweiten Punkt wird dann das Verhältnis der ersten US-Amerikaner zu ihrer Umwelt unter die Lupe genommen, um dann die Unterschiede der Einstellung zur Natur von Europäern und US-Amerikanern näher zu beleuchten. Daran schließt sich eine knappe Analyse des Bezuges zur Umwelt bis Ende der 60er Jahre des neunzehnten Jahrhunderts an. Dabei wird der Aufstieg der USA zu einer wirtschaftlichen Macht und dessen Folgen für die Natur betont, aber auch Stimmen und Einrichtung, die sich für den Umweltschutz einsetzten, erfasst. In einem abschließenden Punkt erlaubt sich die Autorin aufgrund persönlicher Erfahrungen, einen kritischen Blick auf die Verhaltensweisen von Amerikanern in Sachen Natur und Umwelt zu werfen. Die wissenschaftliche Basis dieser Arbeit bilden unter anderem Benjamin Klines 2007 erschienener Überblick über die Umweltbewegung in den USA mit dem Titel „First Along the River. A Brief History of the U.S. Environmental Movement“, sowie Roderick Nashs Monographie „Wilderness and the American Mind“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Natur und ihr anthropozentrischer Wert

3. Europäer in der Neuen Welt

4. Die USA und Europa

5. Aufblühen des Landes auf Kosten der Natur

6. Anfänge eines Umweltbewusstseins

7. Der weitere Verlauf bis Ende der 1960er

8. Eigene Erfahrungen

9. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das historische Verhältnis der USA zur Natur und beleuchtet die Ursprünge der amerikanischen Umweltgeschichte. Das primäre Ziel ist es, die heutige umweltpolitische Haltung der Vereinigten Staaten durch einen Rückblick auf die kolonialen Anfänge sowie die Expansion nach Westen zu erklären und dabei die Unterschiede zur europäischen Perspektive zu verdeutlichen.

  • Das anthropozentrische Naturverständnis und christlich-theologische Einflüsse
  • Die Auswirkungen der Westexpansion auf die nordamerikanische Natur
  • Kulturelle Unterschiede im Umweltbewusstsein zwischen Europa und den USA
  • Die Rolle der industriellen Entwicklung und deren Folgen für die Umwelt
  • Die Entwicklung der amerikanischen Umweltgesetzgebung und -bewegung

Auszug aus dem Buch

3. Europäer in der Neuen Welt

Die ersten englischen Siedler, die nach der Gründung Jamestowns, 1607, in der Neuen Welt 1620 Fuß zu fassen versuchten, waren vornehmlich Pilgrims, die ihren Glauben in England als Opposition der anglikanischen Staatskirche nicht ungestört ausleben konnten. Mit der Vorstellung, auf ein zweites Eden zu treffen, bestiegen im September 1620 insgesamt 102 Personen die Mayflower. Bei ihrer Ankunft wurden sie dann aber eines Besseren belehrt, denn sie trafen auf eine „wilderness“, auf deren Beschaffenheit und Ausmaß sie nicht vorbereitet waren. Der Europäer verstand unter „wilderness“ ein überschaubares Stück unkultiviertes Land, Gebirgsketten oder höchsten eine unbewohnte Insel, die nur einen kleinen Flecken auf der sonst dicht besiedelten Landkarte Europas ausmachte. In den heutigen USA jedoch war diese „wilderness“ unmöglich mehr zu überschauen oder zu begreifen. Ein Siedler fasste das Gefühl, das die Menschen nach der Ankunft ergriff, prägnant zusammen: ‚Instead of a garden I found a wilderness’, und in dieser mussten die ersten Siedler zunächst einmal um ihr Leben bangen. Im täglichen Überlebenskampf entwickelte sich schnell eine starke Antipathie gegenüber der Natur, die bald in ein feindschaftliches Gefühl umschlug. Mit der christlichen Haltung gegenüber der Natur und den neuen technischen Möglichkeiten im Gepäck, nahmen die Siedler den Kampf gegen den Feind Natur auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik ein, indem sie die aktuelle Klimadebatte und die Sonderrolle der USA beleuchtet und den historischen Untersuchungsrahmen absteckt.

2. Die Natur und ihr anthropozentrischer Wert: Dieses Kapitel analysiert das grundlegende Naturverständnis und den Einfluss christlicher Lehren auf die anthropozentrische Haltung zur Natur.

3. Europäer in der Neuen Welt: Hier wird der erste Kontakt der europäischen Siedler mit der amerikanischen Wildnis und die daraus resultierende feindselige Haltung gegenüber der Natur beschrieben.

4. Die USA und Europa: Das Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Ansätze von USA und Europa beim Umgang mit Landbesitz und Ressourcen aus einer historischen Perspektive.

5. Aufblühen des Landes auf Kosten der Natur: Fokus auf die rasche Westexpansion, das Manifest Destiny und die damit verbundene rücksichtslose Ausbeutung der natürlichen Ressourcen.

6. Anfänge eines Umweltbewusstseins: Die Untersuchung der ersten Ansätze eines ökologischen Bewusstseins im 19. Jahrhundert und der Rolle von frühen Vordenkern.

7. Der weitere Verlauf bis Ende der 1960er: Behandlung der staatlichen Maßnahmen, der Katastrophen wie dem "Dust Bowl" und der Etablierung erster Umweltschutzgesetze bis in die 1960er Jahre.

8. Eigene Erfahrungen: Die Autorin reflektiert persönliche Beobachtungen zur Einstellung moderner US-Amerikaner gegenüber Umweltfragen und Nachhaltigkeit.

9. Schluss: Zusammenfassung der wesentlichen historischen Faktoren, die das aktuelle Verhältnis der USA zur Umwelt bis heute prägen.

Schlüsselwörter

Umweltgeschichte, USA, Westexpansion, Naturverständnis, anthropozentrisch, Umweltbewusstsein, Klimapolitik, Frontier, Industrialisierung, Nachhaltigkeit, christliche Ethik, Ressourcen, Umweltschutz, Wildnis, Landnutzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das historische Verhältnis der US-Amerikaner zur Natur und erklärt, warum die heutige umweltpolitische Haltung der USA stark von historischen Erfahrungen und einer spezifischen Expansion geprägt ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind das anthropozentrische Naturverständnis, die Folgen der Westexpansion, die Rolle der Religion für den Umgang mit der Umwelt sowie der historische Vergleich zwischen europäischen und amerikanischen Einstellungen zur Natur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aus einer historischen Perspektive die Unterschiede in der Einstellung zur Natur zwischen den USA und Europa zu beleuchten und aufzuzeigen, wie die Geschichte der Besiedlung und wirtschaftlichen Nutzung das heutige Umweltbewusstsein in den USA formt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin verwendet eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung von Sekundärliteratur zur US-amerikanischen Umweltgeschichte sowie einer Reflexion persönlicher Erfahrungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Analyse, beginnend bei den frühchristlichen Vorstellungen über die Kolonialzeit, die Westexpansion im 19. Jahrhundert, die Industrialisierung und mündet in der Darstellung moderner umweltpolitischer Entwicklungen bis in die 1960er Jahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Umweltgeschichte, Westexpansion, Frontier, anthropozentrisches Naturverständnis und das Verhältnis zwischen wirtschaftlichem Aufstieg und ökologischer Verantwortung.

Welchen Einfluss hatte der "Dust Bowl" auf das amerikanische Umweltbewusstsein?

Der Dust Bowl wird als traumatisches Ereignis beschrieben, das die US-Öffentlichkeit und Politik erstmals dazu zwang, die zerstörerischen Folgen der rücksichtslosen Bodennutzung anzuerkennen und gesetzliche Regulierungen einzuführen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des christlichen Glaubens für den Umweltschutz in den USA?

Die Autorin argumentiert, dass christliche Vorstellungen einer Herrschaft über die Natur historisch als Legitimation für die Ausbeutung dienten und auch heute ein Hindernis für ein kollektives ökologisches Handeln darstellen können, da der Fokus stärker auf dem individuellen Erfolg und dem Jenseits liegt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die USA und die Umwelt
Untertitel
Ein Rückblick zu den Anfängen
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
26
Katalognummer
V164289
ISBN (eBook)
9783640791033
ISBN (Buch)
9783640790883
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umwelt Rückblick Anfängen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2008, Die USA und die Umwelt , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164289
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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