Die vorliegende Diplomarbeit entstand aus einer Initiative des LandesSport-Bundes Nordrhein Westfalen. Herr Thomas Michalak, Student der Ruhr-Universität Bochum, wurde beauftragt, innerhalb sechs Monaten, im Rahmen eines Projekts, konkrete Daten zur Kooperation von Breitensportvereinen und Unternehmen im Bereich Sponsoring zu erfassen. Ziel der Arbeit ist es, die Verbreitung und das Management von Sponsoringengagements aus Sicht der Vereine näher zu beleuchten. Unter Berücksichtigung der empiri-schen Ergebnisse und ausgehend von den Besonderheiten und Rahmenbe-dingungen der Breitensportvereine wird des Weiteren versucht, praxisorien-tierte Handlungsempfehlungen für ein Sponsoringmanagement der Gespon-serten abzuleiten. Damit ist nicht die Absicht verbunden, eine allgemein gültige Rezeptur zum Sponsoringmanagement von Breitensportvereinen zu geben. Vielmehr, sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse eine Hilfestellung, Empfehlung und Orientierung für die Entscheidungsträger in der Sponsoringpraxis darstellen, um gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen im Sponsoring systematisch und konzeptionell zu begegnen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Relevanz und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Strukturierung der Arbeit
1.3 Forschungsstand
2 Theoretische Grundlagen zum Sponsoring in Breitensportvereinen in NRW
2.1 Grundlagen des (Sport)Sponsorings
2.1.1 Der Begriff des Sponsorings und Abgrenzungen
2.1.2 Einordnung des Sponsorings in die Kommunikationspolitik
2.1.3 Erscheinungsformen des Sponsorings
2.2 Sponsoring aus Sicht der Breitensportvereine
2.2.1 Gründe für ein Sponsoringengagement im Breitensport
2.2.2 Der Planungsprozess des Sponsoring
2.2.3 Akquisition von Sponsoren
2.3 Die Untersuchungsobjekte: Breitensportvereine in NRW als Gesponserte
2.3.1 Begriffsbestimmung „Breitensportverein“
2.3.2 Die Situation der Breitensportvereine in NRW
2.4 Vereinssport in NRW
2.4.1 Das Bundesland Nordrhein Westfalen: Eine Kurzbesprechung
2.4.2 Der LandesSportBund NRW
3 Methodik
3.1 Zielsetzung der Untersuchung
3.2 Hypothesen
3.3 Methodische Vorgehensweise
3.3.1 Wahl des Untersuchungsinstrumentes
3.3.2 Konstruktion und Inhalt des Erhebungsinstrumentes
3.3.3 Stichprobe
3.4 Untersuchungsdurchführung
3.4.1 Ablauf und Rücklauf der Befragung
3.4.2 Untersuchungsauswertung
4 Darstellung der Ergebnisse
4.1 Ergebnisse zum Fragekomplex I: Allgemeine Angaben zur Klassifizierung der Vereine
4.2 Ergebnisse zum Fragekomplex II: Allgemeine Fragen zum Sponsoring im Verein
4.3 Ergebnisse zum Fragekomplex III: Anbahnung von Sponsoringbeziehungen
4.4 Ergebnisse zum Fragekomplex IV: Sponsoring-Leistungen
4.5 Ergebnisse zum Fragekomplex V: Organisation der Zusammenarbeit
4.6 Ergebnisse zum Fragekomplex VI: Probleme beim Sponsoring
4.7 Ergebnisse zum Fragekomplex VII: Einschätzung des Breitensport-Sponsoring
5 Zusammenfassung
6 Handlungsempfehlungen für die Praxis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Sponsoringmanagement in Breitensportvereinen in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, die Verbreitung und das Management von Sponsoringengagements aus Vereinssicht zu beleuchten und auf Basis der gewonnenen empirischen Daten praxisorientierte Handlungsempfehlungen für die Vereine abzuleiten.
- Analyse des Sponsoringverhaltens und der Managementstrukturen in Breitensportvereinen.
- Untersuchung von Erfolgsfaktoren bei der Sponsorenakquise.
- Erforschung von Barrieren und Problemen, die Vereine bei der Sponsorensuche und -betreuung erleben.
- Bewertung der Rolle des LandesSportBundes NRW bei der Unterstützung von Vereinen.
- Ableitung von Strategien für ein professionelleres Sponsoringmanagement.
Auszug aus dem Buch
2.2.3 Akquisition von Sponsoren
Sponsorensuche und –akquisation ist eine arbeitsintensive und aufwendige Tätigkeit, besonders dann, wenn langfristige und damit für beide Parteien (Sponsoren wie Sponsoren-Sucher) lohnende Beziehungen aufgebaut werden sollen. Die folgende Abbildung zeigt wie ein erfolgreicher Sponsoring Akquisitionsprozess aussehen kann (vgl. Abb. 9).
Der Kreislauf in Abbildung drei zeigt den Ablauf eines Sponsoringprozesses. Um Erfolg beim Akquirieren zu haben ist es besonders wichtig einen Pool von mindestens 30 potenziellen Sponsoren zu haben. Je höher die Anzahl potenzieller Sponsoren steigt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg. Zu wenige Sponsoren bedeuten, dass man wie bei der Nadel im Heuhaufen auf einen „Zufallstreffer“ hoffen muss. Hat man sich die potenziellen Sponsoren herausgesucht erfolgt eine gezielte Vorbereitung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beleuchtung des Forschungsstands, der Relevanz des Themas Sponsoring für Breitensportvereine sowie Darlegung der Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen zum Sponsoring in Breitensportvereinen in NRW: Erläuterung der Sponsoring-Begrifflichkeiten, des Planungsprozesses und der besonderen Situation von Breitensportvereinen im Kontext der Finanzierung.
3 Methodik: Vorstellung des Forschungsdesigns, der Stichprobenauswahl, der Konstruktion des Fragebogens sowie des Ablaufs der Online-Befragung.
4 Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der empirischen Daten zu Struktur, Sponsoringpraxis, Akquise, Organisation und Problemen in den Vereinen sowie Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
5 Zusammenfassung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Reflexion der zentralen Forschungsergebnisse.
6 Handlungsempfehlungen für die Praxis: Entwicklung konkreter Tipps und Ansätze für Vereine zur Professionalisierung ihres Sponsoringmanagements.
Schlüsselwörter
Sportsponsoring, Breitensportverein, Nordrhein-Westfalen, Sponsoringmanagement, Sponsorenakquise, Finanzierung, Marketing-Mix, Vereinsentwicklung, Online-Befragung, LandesSportBund NRW, Sponsorenvertrag, Professionalisierung, Gemeinnützigkeit, Sponsoringkonzept, Sportorganisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, wie Breitensportvereine in NRW das Instrument Sponsoring nutzen und organisieren.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Themen sind unter anderem die Bedeutung von Sponsoring für die Vereinsfinanzierung, die Planung von Sponsoringaktivitäten, die Vorgehensweise bei der Sponsorensuche und der Einfluss von Vereinsgröße und -alter auf den Erfolg.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, den Ist-Zustand des Sponsoringmanagements aus Sicht der Vereine zu erfassen und praxisorientierte Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Sponsoringerfolge zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine standardisierte, empirische Online-Befragung bei 950 Sportvereinen in NRW durchgeführt, deren Daten deskriptiv und mittels bivariater Korrelationsrechnungen ausgewertet wurden.
Was behandelt der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise sowie eine detaillierte Darstellung und Diskussion der Ergebnisse aus der Befragung.
Welche Schlüsselbegriffe sind zentral?
Zentrale Begriffe sind Sportsponsoring, Breitensportvereine, Sponsorenakquise, Sponsoring-Konzept und Beschaffungspolitik.
Wie wirken sich Größe und Alter auf den Erfolg aus?
Die Ergebnisse zeigen, dass die Anzahl der Sponsoringpartner stark von der Größe des Vereins abhängt. Das Alter korreliert tendenziell mit dem Erfolg, wobei der Zusammenhang zwischen Vereinsgröße und dem Erfolg deutlicher messbar ist.
Welche Rolle spielt die Professionalisierung bei der Sponsorensuche?
Die Arbeit belegt, dass Vereine, die ein schriftlich fixiertes Sponsoring-Konzept nutzen, tendenziell bessere Chancen auf Sponsoringerfolge und werbliche Darstellungsmöglichkeiten haben.
- Citation du texte
- Diplom Sportwissenschaftler Thomas Michalak (Auteur), 2008, Sponsoring in Breitensportvereinen in NRW, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164320