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Die erotischen Konnotationen in Frauenlobs Marienleich

Title: Die erotischen Konnotationen in Frauenlobs Marienleich

Essay , 2010 , 14 Pages

Autor:in: Martin Kramer (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Die erotischen Konnotationen in Frauenlobs Marienleich
Essays zu Frauenlob
1.Motive für die erotischen Konnotationen in Frauenlobs Marienleich
Viele Metaphern und Bilder in Frauenlobs Marienleich sind so augenfällig sexuell konnotiert, dass man von einer Konnotation im eigentlichen Sinne gar nicht mehr sprechen kann. Es stellt sich nur die Frage nach der Intention, geht man einmal nicht von Ludwig Pfannmüller aus, der Frauenlob reinen Selbstzweck unterstellt.
Die Frage stellt sich insbesondere, da die Kirche im Mittelalter einer solchen erotischen Schilderung kritisch gegenüberstand, der – zugegebenermaßen sehr strenge – Zisterzienserorden verbrannte in Frankreich um 1200 sogar Übersetzungen des kanonischen Hohelieds, das ja immerhin die Hauptquelle Frauenlobs für seinen Marienleich war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Motive für die erotischen Konnotationen in Frauenlobs Marienleich

2. Alanus von Lilles Einfluss auf Frauenlobs Minneleich

2.1. Alanus ab Insula (Alanus von Lille)

2.2. Heinrich von Meissen Frauenlob

3. Selbstverlust durch Liebe - Die Rolle der personifizierten Minne in Frauenlobs Lied

4. Das Ritterideal bei Heinrich von Meissen Frauenlob

4.1. Der Ritter und die höfischen Ideale – ein historischer Abriss

4.2. Das ritterliche Ideal in Frauenlobs Würgendrüssel

5. Minnegefangenschaft, Minnebrand und Minnekrankheit

5.1. Heinrich Frauenlob

5.2. Heinrich von Morungen

6. Frauenlobs Minneleich: Allegorie von Frau und Natur

6.1. Zusammenfassung des Leichs:

6.2. „Vrouwe ist ein boum“

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbindung zwischen erotischer Metaphorik und geistlicher Dichtung im Werk des mittelalterlichen Dichters Heinrich von Meissen, genannt Frauenlob, insbesondere im Kontext seines Marienleichs und Minneleichs.

  • Analyse der erotischen Konnotationen in religiösen Texten als Mittel zur Visualisierung von Hingabe.
  • Untersuchung des Einflusses von Alanus von Lille auf die Naturallegorik bei Frauenlob.
  • Psychologische Deutung des Selbstverlusts durch die personifizierte Minne im lyrischen Ich.
  • Darstellung des ritterlichen Werteideals in Frauenlobs Texten unter Berücksichtigung historischer Kontexte.
  • Erörterung der Allegorie von Frau und Natur als Mittel der Idealisierung.

Auszug aus dem Buch

4.2. Das ritterliche Ideal in Frauenlobs Würgendrüssel

Aus Frauenlobs Würgendrüssel eine Art Werteindex eines Ritters zu extrapolieren, ist aufgrund seines dunklen Stils nicht immer einfach, nichtsdestotrotz finden sich aber besonders in Strophe 6 einige der oben angeführten Ideale:

So hält Frauenlob die „herren, ritter, knechte“ an, „nach dem alten rechte“ zu handeln, also sich auf die Ideale der Ritterschaft zu besinnen und sich danach zu richten. Als guter Minnedichter stellt Heinrich die Dame und ihre Verehrung als Spenderin von Mut in jedweder Situation dar, womit er natürlich auch die Minne impliziert. In dem Passus „ein man menlichen tut“ klingen einige Ideale an, vor allem die Stärke im Kampf und natürlich wieder der Mut, aber auch Aufrichtigkeit und Treue. Diese ist auch der Zeile 21 immanent, denn der Erwerb „reiner frouwen gunst“ wird hier als Grundlage aller Erfolge dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Motive für die erotischen Konnotationen in Frauenlobs Marienleich: Untersucht die Absicht hinter der Verwendung explizit sexueller Bildsprache in religiösen Texten des Mittelalters und vergleicht dies mit zeitgenössischer Liturgie.

2. Alanus von Lilles Einfluss auf Frauenlobs Minneleich: Analysiert, wie Frauenlob die Naturallegorien von Alanus von Lille rezipiert und in sein eigenes Werk integriert.

3. Selbstverlust durch Liebe - Die Rolle der personifizierten Minne in Frauenlobs Lied: Beschreibt die Funktion der Minne als personifizierte Instanz, die das lyrische Ich in einen inneren Konflikt und Identitätsverlust treibt.

4. Das Ritterideal bei Heinrich von Meissen Frauenlob: Beleuchtet den historischen Hintergrund des Rittertums und wie Frauenlob ritterliche Tugenden in seinem Werk verarbeitet.

5. Minnegefangenschaft, Minnebrand und Minnekrankheit: Erörtert das literarische Topos der Minne-Leiden und vergleicht Frauenlobs spezifische Gestaltung mit der von Heinrich von Morungen.

6. Frauenlobs Minneleich: Allegorie von Frau und Natur: Führt in die Struktur des Minneleichs ein und analysiert die komplexe Natur- und Frauenallegorie, in der die Frau als Verkörperung der heilbringenden Natur erscheint.

Schlüsselwörter

Frauenlob, Marienleich, Minneleich, Mittelalter, erotische Konnotation, Naturallegorie, Alanus von Lille, Minne, Ritterideal, personifizierte Minne, Literaturwissenschaft, geistliche Dichtung, Heinrich von Morungen, Allegorie, Symbolik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Analyse der Texte von Heinrich von Meissen (Frauenlob) und fokussiert sich auf die Verbindung von erotischen Bildern mit religiösen sowie minnedichterischen Inhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die erotische Metaphorik, der Einfluss von Alanus von Lille, die personifizierte Minne, ritterliche Ideale und die Natur-Allegorese.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu ergründen, warum und mit welcher Absicht Frauenlob sexuell konnotierte Bilder in einem geistlichen Kontext verwendete und wie er diese formal umsetzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die philologische Textauslegung, motivgeschichtliche Vergleiche und die Einbettung in den historischen Kontext des Mittelalters nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Lieder Frauenlobs, vergleicht sie mit zeitgenössischen Autoren wie Heinrich von Morungen und erläutert die theoretischen Grundlagen wie die Naturallegorese.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Frauenlob, Minne, Marienleich, Naturallegorie, Erotik und Ritterideal.

Wie unterscheidet sich Frauenlobs Darstellung der Minne von anderen Dichtern?

Im Gegensatz zu anderen Dichtern nutzt Frauenlob seine Naturphilosophie, um die Minne-Leiden komplexer zu verschleiern und das lyrische Ich in einen stärkeren, fast schizophren anmutenden Konflikt zu führen.

Welche Rolle spielt die Frau in der Naturallegorese bei Frauenlob?

Die Frau wird von Frauenlob an die Spitze der Rangordnung gesetzt und als Verkörperung der heilbringenden Natur sowie als Mutter der Schöpfung symbolisch erhöht.

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Details

Title
Die erotischen Konnotationen in Frauenlobs Marienleich
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Ältere deutsche Sprachwissenschaft)
Course
Frauenlob
Author
Martin Kramer (Author)
Publication Year
2010
Pages
14
Catalog Number
V164458
ISBN (eBook)
9783640794621
ISBN (Book)
9783640794881
Language
German
Tags
Frauenlobs Marienleich Maria Minnesang Minne Hieros Gamos Hohelied Mediavistik Germanistik Deutsch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Kramer (Author), 2010, Die erotischen Konnotationen in Frauenlobs Marienleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164458
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