Der ständige und rasante Wandel des Steuerrechts wirft nicht nur immer wieder komplexe Fragestellungen auf, sondern erschwert auch den Zugang zur Unternehmensbesteuerung. Wer sich mit der Besteuerung von Unternehmen beschäftigt, wird bald erkennen, dass die Schwierigkeit der Unternehmensbesteuerung vor allem darin besteht, steuerliche Sachverhalte zu erkennen und die Bedeutung einzelner Einflussfaktoren richtig einzuschätzen. Deshalb ist ein fundiertes Wissen über die grundlegenden Strukturen der Unternehmenssteuern auch so wichtig, um deren ökonomische Wirkungen zu verstehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Abgrenzung der Arbeit
2 Unternehmensbesteuerung in Österreich
2.1 Rechtsformen
2.1.1 Einzelunternehmen (öEU)
2.1.2 Personengesellschaften
2.1.2.1 Gesellschaft bürgerlichen Rechts (öGesbR)
2.1.2.2 Offene Gesellschaft (öOG)
2.1.2.3 Kommanditgesellschaft (öKG)
Exkurs: Sonderform der öKG - öGmbH & Co KG
2.1.2.4 Stille Gesellschaft
2.1.3 Kapitalgesellschaften
2.1.3.1 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (öGmbH)
2.1.3.2 Aktiengesellschaft (öAG)
2.2 Laufende Besteuerung einzelner Rechtsformen
2.2.1 Formen der Ertragsbesteuerung
2.2.1.1 Einkommensteuer (öESt)
2.2.1.2 Körperschaftsteuer (öKSt)
2.2.1.3 Kapitalertragsteuer (öKESt)
2.2.2 Einzelunternehmen
2.2.3 Personengesellschaften
2.2.4 Kapitalgesellschaften
3 Unternehmensbesteuerung in Slowenien
3.1 Rechtsformen
3.1.1 Einzelunternehmen (sEU)
3.1.2 Personengesellschaften
3.1.2.1 Gesellschaft bürgerlichen Rechts (sGesbR)
3.1.2.2 Offene Handelsgesellschaft (sOHG)
3.1.2.3 Kommanditgesellschaft (sKG)
Exkurs: Sonderform der sKG - Kapital & Co
3.1.2.4 Stille Gesellschaft
3.1.3 Kapitalgesellschaften
3.1.3.1 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (sGmbH)
3.1.3.2 Aktiengesellschaft (sAG)
3.2 Laufende Besteuerung einzelner Rechtsformen
3.2.1 Formen der Ertragsbesteuerung
3.2.1.1 Einkommensteuer (sESt)
3.2.1.2 Körperschaftsteuer (sKSt)
3.2.1.3 Kapitalertragsteuer (sKESt)
3.2.2 Einzelunternehmen
3.2.3 Personen- und Kapitalgesellschaften
4 Unternehmensbesteuerung in Italien
4.1 Rechtsformen
4.1.1 Einzelunternehmen (iEU)
4.1.2 Personengesellschaften
4.1.2.1 Einfache Gesellschaft
4.1.2.2 Offene Handelsgesellschaft (iOHG)
4.1.2.3 Kommanditgesellschaft (iKG)
4.1.2.4 Stille Gesellschaft
4.1.3 Kapitalgesellschaften
4.1.3.1 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (iGmbH)
4.1.3.2 Aktiengesellschaft (iAG)
Exkurs: Sonderform der iAG - Kommanditgesellschaft auf Aktien (iKGaA)
4.2 Laufende Besteuerung einzelner Rechtsformen
4.2.1 Formen der Ertragsbesteuerung
4.2.1.1 Einkommensteuer (IRPEF)
4.2.1.2 Körperschaftsteuer (IRES)
4.2.1.3 Kapitalertragsteuer (iKESt)
4.2.1.4 Exkurs: IRAP Wertschöpfungsteuer
4.2.2 Einzelunternehmen
4.2.3 Personengesellschaften
4.2.4 Kapitalgesellschaften
5 Wesentliche Unterschiede im Alpe-Adria-Vergleich
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen strukturierten Vergleich der Steuerbelastung von Unternehmen in Österreich, Slowenien und Italien zu erstellen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der laufenden Ertragsbesteuerung und den Unterschieden in den rechtlichen Rahmenbedingungen der Unternehmensformen in den drei untersuchten Ländern.
- Vergleich der Besteuerungssysteme von KMU in Österreich, Slowenien und Italien.
- Analyse der verschiedenen Rechtsformen und ihrer steuerlichen Behandlung.
- Detaillierte Betrachtung der Ertragssteuern (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Kapitalertragsteuer).
- Untersuchung von Durchgriffs- und Trennungsprinzip im internationalen Kontext.
- Herausarbeitung wesentlicher Standortunterschiede und steuerlicher Besonderheiten.
Auszug aus dem Buch
1.1 Abgrenzung der Arbeit
Der Bereich „Unternehmensbesteuerung“ wird in drei verschiedene Phasen unterteilt. Es wird zwischen den Phasen der Unternehmensgründung, der laufenden unternehmerischen Tätigkeit und des Letzteren zwischen der Phase der Unternehmensbeendigung unterschieden.
Betrachtet man die Steuerbelastung eines Unternehmens als Entscheidungskriterium für die Wahl der Rechtsform, so ist vor allem die laufende Besteuerung des Unternehmensgewinns ein bedeutender Faktor.
Die Untersuchung vorliegender Arbeit konzentriert sich vor allem auf die Phase der laufenden Unternehmenstätigkeit im Rahmen der Einkommen- und Körperschaftsteuer. Es wird versucht den Lesern einen umfassenden Überblick dieser Thematik zu vermitteln und den komplexen Sachverhalt verständlich darzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vermittelt einen strukturierten Einblick in die Thematik der Unternehmensbesteuerung und definiert die Zielsetzung des Ländervergleichs mit Fokus auf der Ertragsbesteuerung.
2 Unternehmensbesteuerung in Österreich: Bietet einen Überblick über die österreichischen Rechtsformen sowie eine detaillierte Erläuterung der laufenden Ertragsbesteuerung und der maßgeblichen Besteuerungsprinzipien.
3 Unternehmensbesteuerung in Slowenien: Analysiert die slowenischen Rechtsformen und erläutert die Besonderheiten des dortigen Steuersystems, wobei insbesondere das slowenische Ertragsteuerrecht betrachtet wird.
4 Unternehmensbesteuerung in Italien: Untersucht die italienischen Rechtsformen und die steuerlichen Regelungen, inklusive der speziellen Wertschöpfungsteuer IRAP und der Transparenzbesteuerung.
5 Wesentliche Unterschiede im Alpe-Adria-Vergleich: Fasst die gravierenden Unterschiede zwischen den drei Ländern zusammen, insbesondere in Bezug auf Haftungsfragen, Kapitalanforderungen und die Systematik der Unternehmensbesteuerung.
Schlüsselwörter
Unternehmensbesteuerung, Österreich, Slowenien, Italien, Ertragsbesteuerung, Rechtsform, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Kapitalertragsteuer, Durchgriffsprinzip, Trennungsprinzip, Standortwettbewerb, Steuerbelastung, Mitunternehmerschaft, Kapitalgesellschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Unternehmensbesteuerung von KMU und vergleicht dabei die steuerlichen Rahmenbedingungen in Österreich, Slowenien und Italien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die verschiedenen Rechtsformen von Unternehmen, die laufende Ertragsbesteuerung (Einkommen-, Körperschaft- und Kapitalertragsteuer) sowie die Unterschiede im Alpe-Adria-Vergleich.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen konkreten Vergleich der Steuerbelastung zwischen den drei genannten Ländern herzustellen, um die Vorteilhaftigkeit der jeweiligen Steuerstandorte zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und rechtlichen Gegenüberstellung der steuerlichen Bestimmungen und Rechtsformen in den drei Ländern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Unternehmensbesteuerung für jedes der drei Länder, wobei jeweils Rechtsformen und die laufende Besteuerung einzelner Rechtsformen beleuchtet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Unternehmensbesteuerung, Rechtsformwahl, Ertragsteuern, Durchgriffsprinzip, Trennungsprinzip und Standortvergleich.
Worin liegt ein wesentlicher Unterschied bei slowenischen Personengesellschaften?
Ein signifikanter Unterschied besteht darin, dass slowenische Personengesellschaften mit der Eintragung in das Gerichtsregister den Status einer juristischen Person erlangen und somit unter das Trennungsprinzip fallen.
Welche steuerliche Besonderheit weist Italien auf?
Italien erhebt eine zusätzliche Wertschöpfungsteuer namens IRAP, die von allen Unternehmen unabhängig von deren Rechtsform zu leisten ist.
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- Mag. Kerstin Jakobitsch (Author), 2010, Unternehmensbesteuerung im Alpe-Adria-Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164461