This study is an investigation of Tom Tykwers film adaption “Das Parfum” based on the homonymous novel by Patrick Süskind. The aim of the investigation is to explicate how the depiction of the olfactory sense operates although or just because of the specific means of the “non-smelling” medium “movie”.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Intersensualität - eine Begriffseingrenzung
- Geschichte des Duftkinos
- Das Parfum
- Der Roman
- Der Spielfilm
- Untersuchung der Übersetzungsformen
- Übersetzung als Prozess der Intermedialität: Literaturverfilmung
- Übersetzung als Prozess der Intersensualität: Sinn-Versinnbildlichung
- Erste Szene
- Zweite Szene
- Dritte Szene
- Vierte Szene
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit untersucht die filmische Übersetzung des Geruchssinns anhand von Tom Tykwers „Das Parfum“ und beleuchtet die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich im Übersetzungsprozess von der sinnlich wahrnehmbaren Realität in die filmische Codierungssprache ergeben. Insbesondere wird die „intersensuale“ Darstellung des Geruchs im Film im Vergleich zur literarischen Vorlage von Patrick Süskind analysiert.
- Intersensualität im Film
- Übersetzungsformen von Literatur zu Film
- Die filmische Darstellung des Geruchssinns
- Die Bedeutung des „Duftkinos“ in der Filmgeschichte
- Sinn-Versinnbildlichung und „intersensuale“ Einschreibungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet den Aspekt der filmischen Immersion und den Stellenwert des Geruchssinns in der Sinneswahrnehmung und im menschlichen Gedächtnis. Das zweite Kapitel erklärt den neu eingeführten Begriff der „Intersensualität“ als simulierte Darstellung eines nicht-intrinsischen Sinnes im Film und grenzt diesen anhand verschiedener Kategorien ein.
Das dritte Kapitel gibt einen Überblick über die Geschichte des „Duftkinos“ und die verschiedenen Stadien der Geruchsdarstellung in der Filmgeschichte.
Im vierten Kapitel wird der Roman „Das Parfum“ von Patrick Süskind und dessen filmische Adaption von Tom Tykwer vorgestellt.
Das fünfte Kapitel untersucht die Übersetzung des Geruchs in die filmische Sprache. Es analysiert die Übersetzung als Prozess der Intermedialität und der Intersensualität und befasst sich mit verschiedenen Szenen aus dem Film, die die „intersensuale“ Darstellung des Geruchssinns exemplarisch veranschaulichen.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen „Intersensualität“, „Sinn-Versinnbildlichung“, „Duftkino“, „Literaturverfilmung“, „Übersetzung“ und „Riechen“. Sie analysiert die filmische Adaption des Romans „Das Parfum“ von Patrick Süskind und untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der „intersensualen“ Darstellung des Geruchs im Film.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ein Film Gerüche darstellen?
Da Filme „nicht-riechend“ sind, nutzt Tom Tykwer die sogenannte Intersensualität – eine visuelle und auditive Versinnbildlichung, die beim Zuschauer olfaktorische Assoziationen weckt.
Was bedeutet der Begriff „Intersensualität“ im Film?
Es beschreibt die simulierte Darstellung eines Sinnes (hier Riechen) durch einen anderen (Sehen/Hören), um eine sinnliche Immersion zu erzeugen.
Gab es in der Filmgeschichte echtes „Duftkino“?
Die Arbeit gibt einen Überblick über Versuche, echte Gerüche im Kino zu verbreiten, und warum sich letztlich die rein filmische Codierung durchgesetzt hat.
Wie unterscheidet sich die Darstellung des Geruchs im Roman und im Film?
Während Süskind im Roman Sprache nutzt, um Düfte zu beschreiben, muss Tykwer den Prozess der Intermedialität nutzen, um den Geruchssinn in Bilder und Töne zu übersetzen.
Welche Rolle spielt das Gedächtnis bei der Wahrnehmung von Filmdüften?
Der Film aktiviert durch spezifische Szenen das olfaktorische Gedächtnis der Zuschauer, sodass diese den Eindruck haben, den Duft förmlich wahrzunehmen.
- Citation du texte
- Kristin Hellinger (Auteur), 2010, Warum „Das Parfum“ duftet ohne zu riechen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164498