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Computergestützte Förderung bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten

Title: Computergestützte Förderung bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten

Examination Thesis , 2009 , 99 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Isabell Leckel (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Vorwort
Die Reihe „Sprachförderung und Sprachtherapie in der Sonderpädagogik – neue Perspektiven“ zeigt diagnostische und methodisch-didaktische Aspekte und Ziele in der schulischen und außerschulischen Sprachförderung und Sprachtherapie auf. Anschaulich und pragmatisch, theoretisch und innovativ sollen Ideen und Anregungen für die Praxis in Schule und Therapiepraxis geliefert werden. Die einzelnen Arbeiten entstanden in Kooperation zwischen Studierenden und Forschern der Sonderpädagogik im Rahmen von kleineren und mittleren Projekten, in denen Konzepte, Methoden und Verfahren für die Sprachförderung und -therapie elaboriert oder evaluiert wurden. Diese Projekte wurden von den Herausgebern der Reihe begleitet oder betreut. Die Reihe soll Studierenden und Absolventen der Sonderpädagogik, die ihre Schwerpunkte in den Bereichen der Sprachentwicklung, Sprachförderung und Sprachtherapie setzen, die Möglichkeit geben, ihre Arbeiten und Ergebnisse anderen Fachkolleginnen und Fachkollegen sowie Studierenden bekannt zu machen, um mit interessanten und innovativen Perspektiven neue Denkrichtungen und Arbeitsweisen anzustoßen oder bewährten zu stützen.

Dr. Jörg Mußmann
Institut für Heil- und Sonderpädagogik
- Sprachheilpädagogik -
Justus-Liebig-Universität Gießen

1. Einleitung

Im Rahmen dieser Arbeit wurde sich dem Thema der Lese-Rechtschreibstörung und damit verbunden der Wirksamkeit herkömmlicher und computergestützter Förderprogramme für Kinder mit LRS gewidmet. An der Thematik wecken vor allem das Phänomen der LRS, die Vielfalt an Förderprogrammen für Schüler und der enge Zusammenhang mit dem Beruf als Förderschullehrerin u.a. im Fach Deutsch Interesse.

LRS als umschriebene Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten ist eine in der Praxis alltäglich anzutreffende Erscheinung, die systematischer Prävention und Förderung bedarf.
Hierfür hält der Markt für Fördermaterialien eine unübersichtliche Anzahl an Programmen bereit, die es zu analysieren, kategorisieren und bewerten gilt.
Für den konkreten Einsatz bei Kindern mit kombinierter Beeinträchtigung des Leseprozesses und des Rechtschreibens ist es im Anschluss daran von Bedeutung, das jeweilige Konzept an ihre Bedürfnisse und individuellen Probleme anzupassen und zu ergänzen.
Besonders im Zeitalter neuer Medien tritt die Verwendung von Lernsoftware in den Fokus der Aufmerksamkeit. Diesbezüglich sind allerdings Chancen und Grenzen solcher Programme klar abzuwägen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schriftspracherwerb

2.1 Schriftsystem der deutschen Sprache

2.2 Erwerbsmodell

2.3 Routenmodell des Lesens und des Schreibens

2.4 Vorläuferfähigkeiten des Schriftspracherwerbs

2.5 Gründe für Lernerfolg und Lernversagen beim Schriftspracherwerb

3. Lese-Rechtschreibstörung

3.1 Definition

3.2 Verbreitung von LRS

3.3 Ursachen

3.3.1 Genetische Ursachen

3.3.2 Auditive Wahrnehmung als Ursache

3.3.3 Visuelle Wahrnehmung als Ursache

3.3.4 Gedächtnis als Ursache

3.3.5 Beeinflussende Faktoren

3.4 Erkennungsmerkmale und Begleitsymptome

3.5 Verlauf

3.5.1. Besonderheiten in der Sekundarstufe 1

3.6 Diagnostik

3.7 Förderung

3.8 Prävention

3.9 Rechtliche, schulische und finanzielle Hintergründe

4. Herkömmliche und computergestützte Förderprogramme

4.1 Herkömmliche Förderprogramme

4.1.1 Lautgetreue Rechtschreibförderung, Reuter-Liehr

4.1.2 Systematische Unterrichtung nach Kossow

4.1.3 Marburger Rechtschreibtraining, Schulte-Körne und Mathwig

4.1.4 Kieler Lese-Rechtschreibaufbau, Dummer-Schmoch und Hackethal

4.1.5 Strategisches Lernen nach Mannhaupt

4.2 Computergestützte Förderprogramme

4.2.1 Uniwort – Universelles Worttraining, Treager

4.2.2 ULK – Rettung für den Zeitreisenden, Cornelsen

4.2.3 Fast forWord Language v2, Scientific Learning

4.2.4 Gut 1, Computer und Lernen

4.2.5 Alfons Lernwelt - Deutsch 1-2, Schroedel

5. Eine Auswahl computergestützter Förderprogramme sowie deren Beurteilung

5.1 Cesar Schreiben 1.0, CES-Verlag

5.1.1 Bedienung des Programms

5.1.2 Inhalt des Programms

5.1.3 Bewertung und Wirksamkeit

5.2 Schreib- und Leselabor 2.0, Medienwerkstatt

5.2.1 Bedienung des Programms

5.2.2 Inhalt des Programms

5.2.3 Bewertung und Wirksamkeit

5.3 Der neue Karolus 4.0, Veris-Verlag

5.3.1 Bedienung des Programms

5.3.2 Inhalt des Programms

5.3.3 Bewertung und Wirksamkeit

6. Eine Erprobung des „Karolus“ in einer Gruppe von Kindern mit Förderbedarf im Lesen und Rechtschreiben

6.1 Beschreibung der Fördergruppe

6.2 Erprobung des „Karolus“

7. Ergebnisse und Interpretation der Erprobung

7.1 Allgemeiner Umgang mit dem Programm

7.2 Ergebnisse der Schüler in den einzelnen Aufgaben

7.2.1 Ergebnisse in der Kategorie „Lesen“

7.2.2 Ergebnisse in der Kategorie „Schreiben“

7.3 Auswertung des Fragebogens

7.4 Interpretation der Ergebnisse

7.5 Eignung und Wirksamkeit des Programms

8. Sinn und Unsinn solcher Programme, Vorschläge zur Förderung

8.1 Sinn und Unsinn herkömmlicher und computergestützter Förderprogramme für Kinder mit LRS

8.2 Fördervorschläge

9. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Lese-Rechtschreibstörung (LRS) und analysiert kritisch die Wirksamkeit sowohl herkömmlicher als auch computergestützter Förderprogramme. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Anforderungen an eine effektive Förderung zu entwickeln und den praktischen Einsatz sowie die Grenzen aktueller Lernsoftware zu bewerten.

  • Theoretische Grundlagen des Schriftspracherwerbs und Ursachen von LRS
  • Analyse herkömmlicher Förderansätze im Vergleich zu digitalen Lernmedien
  • Praktische Erprobung und Evaluation des Programms „Der neue Karolus 4.0“
  • Eignung und Wirksamkeit von Lernsoftware für die individuelle Förderung
  • Ableitung von Fördervorschlägen und Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis

Auszug aus dem Buch

2.2 Erwerbsmodell

Die symptomspezifischen Trainings in der LRS-Therapie lassen sich, wie bereits oben erwähnt, verschiedenen Entwicklungsstufen des Schriftspracherwerbs zuordnen.

Hierzu kann das Modell von Uta Frith aus dem Jahre 1985 herangezogen werden, welches durch eine Reihe von empirischen Studien in seinen Grundannahmen bestätigt worden ist (vgl. Schulte-Körne 2004, S. 76) und auch international viel Beachtung findet.

Im Modell werden die kindlichen Strategien des Schriftsprachzugangs berücksichtigt. Dabei handelt es sich um eine Dreiteilung der Entwicklung, und zwar in eine logographische, eine alphabetische und eine orthographische Stufe.

Die logographische Stufe ist in Bezug auf das Lesen durch das Erkennen herausragender Merkmale eines Wortes gekennzeichnet.

Beim Schreiben auf dieser ersten Entwicklungsstufe kann vielmehr von Zeichnungen gesprochen werden. Bekannte Schriftzüge, wie z.B. McDonalds oder Namen, werden abgemalt und anhand ihrer graphischen Besonderheiten wiedererkannt. Kinder haben in dieser vorschulischen Entwicklungsstufe bereits Vorstellungen davon, dass Laute in Zeichen ausgedrückt werden können, aber die Buchstaben-Laut-Beziehungen sind ihnen noch unbekannt.

In der sich anschließenden alphabetischen Stufe sind die Kinder nun dazu in der Lage, die Struktur der bisher bekannten Schriftbilder zu erfassen. Sie können folglich Wörter als Aneinanderreihungen einzelner Buchstaben wahrnehmen und sie mit ihrer lautlichen Repräsentation in Verbindung setzen. Somit findet ein qualitativ neuer Entwicklungsschritt statt, der die Einsicht in das phonetisch-phonologische Prinzip der Verschriftlichung unserer Sprache ermöglicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema LRS, die Relevanz der Förderprogramme und die Fragestellungen der Arbeit.

2. Schriftspracherwerb: Darstellung der Prozesse des Schriftspracherwerbs, der relevanten Erwerbsmodelle sowie der nötigen Vorläuferfähigkeiten.

3. Lese-Rechtschreibstörung: Umfassende Definition, Ursachen, Symptomatik, Diagnostik und rechtliche Aspekte der Lese-Rechtschreibstörung.

4. Herkömmliche und computergestützte Förderprogramme: Vorstellung verschiedener Ansätze, von traditionellen Trainings bis hin zu spezifischer Lernsoftware.

5. Eine Auswahl computergestützter Förderprogramme sowie deren Beurteilung: Detaillierte Analyse und Bewertung ausgewählter Softwarelösungen anhand eines Kriterienkatalogs.

6. Eine Erprobung des „Karolus“ in einer Gruppe von Kindern mit Förderbedarf im Lesen und Rechtschreiben: Beschreibung des praktischen Vorgehens bei der Erprobung der Lernsoftware in einer Gruppe.

7. Ergebnisse und Interpretation der Erprobung: Darstellung der gesammelten Daten, Fehleranalysen und Auswertung der Schülerbefragung zur Nutzung der Software.

8. Sinn und Unsinn solcher Programme, Vorschläge zur Förderung: Kritische Reflexion über den Einsatz digitaler Medien und Entwicklung konkreter Fördervorschläge für die Praxis.

9. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung, Fazit der Untersuchungen und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Lese-Rechtschreibstörung, LRS, Schriftspracherwerb, Förderprogramme, Lernsoftware, phonologische Bewusstheit, Lesefertigkeit, Rechtschreibfertigkeit, Diagnostik, Pädagogische Förderung, Grundschule, Sekundarstufe, Erwerbsmodell, Interventionsstudie, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit widmet sich der Untersuchung der Lese-Rechtschreibstörung (LRS) und analysiert, wie herkömmliche und computergestützte Förderprogramme effektiv zur Unterstützung betroffener Kinder eingesetzt werden können.

Welche Themenfelder werden in der Arbeit primär behandelt?

Das Spektrum reicht von den theoretischen Grundlagen des Schriftspracherwerbs und den Ursachen der LRS über eine Bestandsaufnahme aktueller Förderprogramme bis hin zu einer praktischen Erprobung und deren kritischer Auswertung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, Anforderungen an Förderprogramme zu definieren und zu prüfen, welche digitalen Ansätze tatsächlich einen Mehrwert bieten und wie diese in die bestehende schulpädagogische Praxis integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Neben einer theoretischen Literaturanalyse zur Untermauerung der Konzepte führt die Autorin eine explorative Evaluation in Form einer praktischen Erprobung der Software „Der neue Karolus 4.0“ mit einer Gruppe von Schülern durch.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil der Arbeit gesetzt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Vorstellung und Bewertung verschiedener Lernsoftware-Programme sowie eine detaillierte Auswertung einer praktischen Erprobungsphase, inklusive Fehleranalysen und Fragebogenauswertungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Publikation?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie LRS, Förderdiagnostik, phonologische Bewusstheit, Lernsoftware-Evaluation und schulpädagogische Unterstützung definiert.

Was zeichnet die Lernsoftware „Der neue Karolus 4.0“ besonders aus?

Das Programm wird als ein auf dem „Kieler Lese- und Rechtschreibaufbau“ basierendes, strukturiertes Übungssystem beschrieben, das insbesondere durch spielerische Elemente und ein Maskottchen die kindliche Motivation fördern soll.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich computergestützter Förderung?

Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass Lernsoftware eine sinnvolle Bereicherung sein kann, jedoch den direkten Förderunterricht und die pädagogische Beziehung nicht ersetzen darf und immer in ein breiteres Fördernetzwerk eingebettet sein sollte.

Warum wird in der Arbeit eine kritische Haltung zu „Edutainment“ eingenommen?

Programme, die sich primär auf Unterhaltung und Belustigung konzentrieren, vernachlässigen oft die notwendige didaktische Tiefe, die für Kinder mit tatsächlicher Lese-Rechtschreibstörung zur Überwindung ihrer spezifischen Defizite erforderlich ist.

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Details

Title
Computergestützte Förderung bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Heil- und Sonderpädagogik (Sprachheilpädagogik))
Grade
1,0
Author
Isabell Leckel (Author)
Publication Year
2009
Pages
99
Catalog Number
V164516
ISBN (eBook)
9783640797585
ISBN (Book)
9783640797646
Language
German
Tags
Computergestützte Förderung Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabell Leckel (Author), 2009, Computergestützte Förderung bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164516
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