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Emo. Stil und Bedeutung einer Jugendszene

Title: Emo. Stil und Bedeutung einer Jugendszene

Term Paper , 2009 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations
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Ich werde mich in der vorliegenden Arbeit mit der Emo-Jugendszene auseinandersetzen. Vor allem werde ich dabei die Entwicklung der letzen ca. 9 Jahre betrachten. In dieser Zeit wurde die Emo-Bewegung zu einem Massenphänomen unter Jugendlichen, dessen Wachstum bis heute ungebrochen anhält. Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für das Herkunftsland USA und alle internationalen Industrieländer. Dies bestätigt die Youtube-Suche nach Videos in den Sprachen arabisch, chinesisch, türkisch und koreanisch, die zahlreiche Videos liefert.

Meine Internet-Community – Recherche beschränkt sich auf deutsch- und englischsprachige Websites, wohingegen die Literatur zur Emoszene hauptsächlich aus dem Amerikanischen stammt. Das Internet bietet sich als Informationsquelle deshalb an, weil die Emoszene dort sehr aktiv ist.

Es geht mir in dieser Arbeit vorwiegend um die, oftmals als „Emo Kids“ betitelte Gruppe von Emos. Die Abgrenzung zwischen „Emo Independents“ und „Emo Kids“ (auch „Emo Mainstreams“) werde ich in Kapitel 3.3 näher erläutern. Ich orientiere mich bei der Analyse dieser Jugendszene hauptsächlich an Theorien der Cultural Studies. Diese werden in Kapitel 2.1 eingeführt. Grundlage sind hierbei Dick Hebdiges Analysen von Subkulturen der 70er Jahre (Kapitel 2.2.).

Ich werde versuchen seinen Ansatz auf die Emo Jugendszene anzuwenden. Dadurch soll zunächst die Popularität der, in der Emo-Jugendszene vorherrschenden Kultur, erklärt werden, aber auch die starke Polarisierung die von der Emoszene ausgeht. Anhand der Semiotik, die vor allem durch Roland Barthes Einzug in die Cultural Studies erhielt, sollen die Bedeutungen, die hinter der Musik und dem Stil der Emoszene stecken analysiert werden. Außerdem werde ich versuchen die Emoszene in einen größeren popkulturellen Zusammenhang zu setzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 AUFBAU UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1. CULTURAL STUDIES

2.2. SEMIOTIK -ZEICHEN UND MYTHEN

3 ANALYSE DER EMO-JUGENDSZENE

3.1. AUSWAHL DES UNTERSUCHUNGSOBJEKTS

3.2. POPULÄRKULTURELLE EINORDNUNG

3.3. GRUNDLEGENDES ZUR EMO-JUGENDSZENE

3.4. STIL UND CODES DER EMO-JUGENDSZENE

3.4.1. Stil und Bricolage

3.4.2. Bedeutung des Stils

3.5. SUBKULTUREN UND HERRSCHENDE KULTUR

3.6. DIE EMO-KIDS UND DIE HARTE TÜR DES POP

3.7. KULTUR UND MASSENMEDIEN

3.8. KONSUM UND INTERNET

4 ZUSAMMENFASSUNG UND WEITERFÜHRENDE FRAGESTELLUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Emo-Jugendszene aus soziologischer Perspektive, um zu verstehen, wie sich diese Gruppe durch populärkulturelle Konsumgüter und spezifische Codes in der Gesellschaft positioniert und von anderen Szenen abgrenzt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Bedeutung von Stil und Semiotik als Ausdrucksformen adoleszenter Identitätssuche.

  • Analyse der Emo-Jugendszene mittels Theorien der Cultural Studies
  • Die Rolle der Bricolage bei der Konstruktion des Emo-Stils
  • Transformation von Populärkultur durch Internet und Massenmedien
  • Identitätsbildung und Abgrenzungsmechanismen innerhalb der Szene
  • Das Spannungsfeld zwischen Authentizitätsanspruch und kommerzieller Vermarktung

Auszug aus dem Buch

3.4.1. Stil und Bricolage

Die „Emo Kids“ bedienen sich beim Stil ihrer Kleidung aus verschiedensten Jugendkulturen und verbinden sie zu einem neuen Stil. Hebdige nennt diesen Vorgang, in Bezugnahme auf Claude Levi-Strauss, Bricolage. Auch Punk bediente sich nicht nur der bürgerlichen Kultur, sondern auch anderer Subkulturen, somit ist Emo wohl am ehesten mit Punk zu vergleichen. Doch wo bei den Punks noch bürgerliches wie Krawatten und Anzüge umgedeutet wurden, sieht man bei Emos nichts mehr Bürgerliches. Der typische Emo-Stil zeichnet sich durch folgende Merkmale aus, wobei es zwischen weiblichen und männlichen Anhängern wenig unterschiede gibt. Die Haare werden meist Schwarz gefärbt, bei Mädchen etwas länger und „strubbliger“ und mit einem Pony getragen, der oftmals über die Augen weit ins Gesicht hängt. Als Vorbild werden auch die „Romulaner“ aus der Science-Fiction Serie „Star Trek“ genannt. Ende der Neunziger wurde dieser Stil als „Spock Rock“ bezeichnet. Die Augen werden mit schwarzem Kajal auffällig umrahmt und das Gesicht oftmals etwas heller geschminkt. Dadurch ergibt sich die Ähnlichkeit zu den Gothics. Die Unterlippe wird meist mit einem Piercing verziert. Schwarz ist auch die dominierende Farbe der Kleidung. Dies wird oft mit rot oder rosa kombiniert. Außerdem auch mit „Hello Kitty“ Produkten. Aus der Indie-Szene werden gelegentlich große, schwarze Hornbrillen entliehen. Diese gehören aber nicht explizit zum typischen Emo-Stil. Charakteristisch sind weiterhin enge Röhrenjeans, enge T-Shirts, oftmals in Pink oder gestreift, was an Punk und Rockabilly erinnert. Dem Rockabilly sind auch Accessoires wie Würfel oder Kirschen entnommen. Diese sind oftmals auch auf Buttons abgebildet. Vom Ska wurde das gern, auf Schweißbändern und Schuhen getragene, schwarz-weiße Karomuster entliehen. Vom Punk stammen die Nietengürtel und Converse Chucks. Aus der Skaterszene Turnschuhe wie Vans. Selbstverletzungen wie „Ritzen“ sind ebenfalls auffällig. Dies kann als ein Stilelement angesehen werden, denn für viele Emos stellt es so etwas wie eine Tätowierung oder ein Piercing dar. Dies soll hier zunächst nur eine grobe Darstellung des Emo-Stils sein. Es gibt mittlerweile differenzierte, Szene-interne Einteilungen von Emo-Stilen auf die ich später noch zu sprechen komme.

Zusammenfassung der Kapitel

1 AUFBAU UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT: Einführung in das Thema der Emo-Jugendszene und die theoretische Orientierung an den Cultural Studies zur Untersuchung dieser wachsenden Subkultur.

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Erläuterung der zentralen Konzepte der Cultural Studies sowie der semiotischen Ansätze von Roland Barthes und Dick Hebdige als Analysewerkzeuge.

3 ANALYSE DER EMO-JUGENDSZENE: Untersuchung der spezifischen Symbole, Stile und Codes der Emo-Szene sowie deren Einordnung in den popkulturellen und gesellschaftlichen Kontext.

4 ZUSAMMENFASSUNG UND WEITERFÜHRENDE FRAGESTELLUNG: Reflektion der Ergebnisse zur Bedeutung des Stils und Ausblick auf die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen hinsichtlich der Identitätsbildung Jugendlicher.

Schlüsselwörter

Emo, Jugendszene, Populärkultur, Cultural Studies, Bricolage, Semiotik, Identität, Stil, Internet, Subkultur, Roland Barthes, Dick Hebdige, Konsum, Adoleszenz, Codes.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Emo-Jugendszene, deren Entstehung, ihrem spezifischen Stil und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung als popkulturelles Phänomen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Symbolik und die Codes der Szene, die Rolle von Musik und Mode sowie die Identitätskonstruktion durch die sogenannte Bricolage.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Emo-Jugendszene theoretisch zu erfassen und zu erklären, warum diese Kultur eine so starke Polarisierung in der Gesellschaft hervorruft.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden Ansätze der Cultural Studies verwendet, insbesondere semiotische Analysen nach Roland Barthes und das Konzept der Subkultur-Analyse von Dick Hebdige.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Untersuchungsobjekt, definiert den Emo-Stil, untersucht die Funktion von Medien und Internet für die Szene und beleuchtet die Abgrenzung zur herrschenden Kultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Begriff "Emo" prägen Begriffe wie Cultural Studies, Semiotik, Identität, Bricolage und Popkultur die theoretische Ausrichtung der Arbeit.

Wie unterscheidet der Autor zwischen „Emo Independents“ und „Emo Kids“?

Die "Emo Independents" distanzieren sich von der Musikindustrie und dem Mainstream, während die "Emo Kids" die massenmedial vermittelten Symbole und Produkte der Szene aktiv konsumieren und integrieren.

Warum ist das Internet für die Emo-Szene von so zentraler Bedeutung?

Das Internet dient als primäre Plattform für Identitätsbildung, den Austausch von Codes und die Demokratisierung des Zugangs zu Szene-Wissen, was die Szene trotz Distinktionsbedürfnis sehr offen für neue Mitglieder macht.

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Details

Title
Emo. Stil und Bedeutung einer Jugendszene
College
LMU Munich  (Institut für Soziologie)
Course
Forschungswerkstatt Populärkultur
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V164530
ISBN (eBook)
9783640795680
ISBN (Book)
9783640894338
Language
German
Tags
Stil Bedeutung Jugendszene Emo Emos Punk Style Pop Populärkultur Strukturalismus Semiotik Kultursoziologie Medien Mediensoziologie Poststrukturalismus Cultural Studies Subkultur The Meaning of Style Roland Barthes Dick Hebdige
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2009, Emo. Stil und Bedeutung einer Jugendszene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164530
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