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Die Vereeinigde Oostindische Compagnie - Zwischen Handel, Expansion und Diplomatie auf dem asiatischen Markt

Title: Die Vereeinigde Oostindische Compagnie -  Zwischen Handel, Expansion und Diplomatie auf dem asiatischen Markt

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Verena Illing (Author)

Law - Philosophy, History and Sociology of Law
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Summary Excerpt Details

Der bereits seit dem Mittelalter bestehende Ostindienhandel- man denke auch an Marco Polo- war stets ein Abenteuer woran sich auch in der frühen Neuzeit nichts änderte. Die Innovation der Ostindien-Kompanien bestand gerade darin, das Abenteuerliche an diesem Fernhandel zu reduzieren, wenngleich es im vorindustriellen Zeitalter nicht gänzlich zu beseitigen war.
1602 wurden in den Niederlanden mehrere kleinere Handelsgesellschaften zur Niederländischen Ostindien Kompanie , der VOC, zusammengeführt, die in den sich anschließenden beiden Jahrhunderten im Malaiischen Archipel, auf Ceylon und dem indischen Subkontinent, im Persischen Golf , auf der Arabischen Halbinsel, auf Taiwan, am Kap der Guten Hoffnung und in den Häfen von Kanton und Nagasaki Handel betrieb. 1799 wurde sie nach jahrelanger Krise zahlungsunfähig und wurde schließlich aufgelöst.
Gegenstand dieser Arbeit sollen die Handelsbeziehungen der Vereinigten Ostindischen Kompanie sein. Im Folgenden soll der Frage nach deren Handelsstützpunkte nachgegangen werden, sowie inwieweit und auf welche Art und Weise Handel in den einzelnen Gebieten zustande kam.
Anhand dieser Fragestellung möchte ich zuerst auf die Gründung der VOC und deren Handelseintritt in Asien, auf deren Organisation und Verwaltung in Asien und in den Niederlanden (In- und Ausland) eingehen und die bestehenden Handelsbeziehungen zu dieser Zeit sowie die Vorkompanien näher betrachten. Auch die „Aktiengesellschaft VOC“ soll Teil der Argumentation sein. Des Weiteren werde ich gezielt auf die Handelsstützpunkte der VOC eingehen. Wo wurde Handel getrieben, welche Güter waren von Interesse und wie kam die jeweilige Handelsbeziehung zustande?

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG:

2. BESTEHENDE HANDELSBEZIEHUNGEN UND VORKOMPANIEN:

2. 1. BESTEHENDE HANDELSBEZIEHUNGEN:

2.2. VORKOMPANIEN:

3. GRÜNDUNG DER VOC:

3.1. OKTROI UND PRIVILEGIEN:

3.2. VERWALTUNG DER VOC IM IN- UND AUSLAND:

3.3. AKTIENGESELLSCHAFT VOC:

4. DIE VOC UND DER ASIATISCHE MARKT:

4.1. HANDELSSTÜTZPUNKTE DER VOC:

4.1.1 Der Malaiische Archipel:

4.1.2. China:

4.1.3. Japan:

4.1.4. Der indische Subkontinent:

4.1.5. Ceylon:

4.2. ZWISCHEN MILITÄRISCHER DURCHSETZUNG UND DIPLOMATISCHEM GESCHICK:

4.3. MARKTMONOPOL:

4.4. EUROPÄISCHE PRÄSENZ:

4.5. SCHUTZ DER HANDELSBEZIEHUNGEN:

5. FAZIT:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Handelsbeziehungen der Vereinigten Ostindischen Kompanie (VOC). Ziel ist es, deren Handelsstützpunkte zu analysieren sowie aufzuzeigen, wie und in welcher Weise der Handel in den verschiedenen asiatischen Regionen zustande kam und durch welche Strategien die VOC ihre ökonomischen Interessen durchsetzte.

  • Gründung und Organisation der VOC als erste moderne Aktiengesellschaft
  • Strukturen der Handelsverwaltung im In- und Ausland
  • Regionale Handelsstützpunkte und ökonomische Strategien in Asien
  • Spannungsfeld zwischen militärischer Machtausübung und diplomatischer Kompentenz
  • Die Entwicklung des Handelsmonopols und der europäischen Präsenz

Auszug aus dem Buch

4.2. Zwischen militärischer Durchsetzung und diplomatischem Geschick:

„Es ist ein allgemeines und in gewissem Sinne wahres Wort, dass die Niederländische Ostindische Kompanie nicht nur eine Handelsgesellschaft, sondern auch eine Kompanie der Herrschaftsausübung ist“, wie Coenraad von Beuningen, Direktor der Kammer Amsterdam, etwa 1684 feststellte.73 Dennoch darf dieses Zitat nicht zu der Annahme führen, dass die VOC ihre Herrschaft in sämtlichen Gebieten mit Gewalt durchsetzte. Häufig waren es nicht Kanonen und Musketen, die zum Ziel führten, sondern diplomatisches Geschick und interkulturelle Kompetenz der „men on the spot“. Zutreffend ist hier auch die Bezeichnung einer symbiotischen Verknüpfung von Fernhandel, militärischer Macht und Politik.74

Die asiatische Handelswelt, auf die die Kompanie stieß, zeichnete sich durch langfristig gewachsene Strukturen und etablierte Institutionen mit Einfluss und Kontrolle, aber auch durch Dynamik aus. Die VOC trat also in ein bestehendes Handelssystem ein und bildete, so wie die anderen Ostindienkompanien, einen enormen Einschnitt in den gewohnten Lauf der Dinge.

Das primäre Ziel der Kompanie war die Etablierung auf dem asiatischen Handelsmarkt und so gewinnbringend wie möglich Handel zu treiben, um das der Gesellschaft von den Teilhabern anvertraute Geld zu deren größten Vorteil einzusetzen.75 Dass eine Vormachtstellung, die über regionale Marktgrenzen hinausging, nicht dauerhaft mit militärischen Mitteln zu halten war wurde der Kompanie bereits durch erste Kontakte mit der neuen Handelswelt klar. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass vor allem in den ersten Jahrzehnten im Malaiischen Archipel nacheinander Banda, Batavia, Malakka, Makassar und Banten und schließlich Ambon, Ternate und Tidore militärisch erobert wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der historischen Rahmenbedingungen des Ostindienhandels und Formulierung der zentralen Fragestellung bezüglich der Handelsstützpunkte und -methoden der VOC.

2. BESTEHENDE HANDELSBEZIEHUNGEN UND VORKOMPANIEN: Analyse des portugiesischen Handelssystems sowie der Entwicklung niederländischer Vorkompanien als Basis für die VOC-Gründung.

3. GRÜNDUNG DER VOC: Erläuterung der oktroyierten Privilegien, der administrativen Struktur in den Niederlanden und Asien sowie der Entwicklung der VOC als Aktiengesellschaft.

4. DIE VOC UND DER ASIATISCHE MARKT: Detaillierte Untersuchung der Handelsstützpunkte in verschiedenen asiatischen Regionen, der angewandten Expansionsstrategien sowie des Marktmonopols.

5. FAZIT: Zusammenfassende Einordnung der VOC als „doppelgesichtige Erscheinung“ zwischen Handelsinteressen und militärischer Machtausübung sowie Reflexion ihres Niedergangs.

Schlüsselwörter

VOC, Vereinigte Ostindische Kompanie, Fernhandel, Ostindienhandel, Aktiengesellschaft, Handelsstützpunkte, Gewürzmonopol, Kolonialherrschaft, Diplomatie, Asien, Niederländische Expansion, Banten, Batavia, Malaiischer Archipel, Handelsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Handelsbeziehungen, Expansionsstrategien und Verwaltungsstrukturen der Vereinigten Ostindischen Kompanie (VOC) in Asien zwischen 1602 und dem Ende des 18. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Schwerpunkte sind die Gründung der VOC als Aktiengesellschaft, ihre administrativen Strukturen, die Etablierung von Handelsstützpunkten in unterschiedlichen Regionen Asiens sowie das Spannungsverhältnis zwischen Diplomatie und militärischer Gewalt.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wo die VOC Handel trieb, welche Güter von Interesse waren, welche Handelsstützpunkte genutzt wurden und auf welche Weise Handelsbeziehungen zu den lokalen Akteuren in Asien zustande kamen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur sowie zeitgenössischen Berichten zur europäischen Expansion und Handelsgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Gründungsgeschichte und Organisation der VOC (inklusive ihrer Struktur als Aktiengesellschaft) und eine detaillierte regionale Analyse der asiatischen Handelszentren, etwa im Malaiischen Archipel, China, Japan und Indien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind VOC, Fernhandel, Aktiengesellschaft, Handelsmonopol, Kolonialgeschichte und das spezifische Verhältnis zwischen asiatischen Märkten und europäischer Expansion.

Welche Rolle spielte die Diplomatie im Vergleich zur militärischen Gewalt für die VOC?

Die Arbeit zeigt, dass die VOC keineswegs nur auf Gewalt setzte; vielmehr war ein geschickter Balanceakt zwischen interkultureller Diplomatie und militärischer Intervention notwendig, da die Kompanie oft von der Kooperation lokaler Herrscher abhängig war.

Warum wird die VOC als „Aktiengesellschaft“ bezeichnet?

Die Arbeit erläutert, dass die VOC als eine der ersten Wirtschaftsgesellschaften die Zusammenführung von privatem Kapital, eine dauerhafte Investitionsstruktur und eine frühe Form der Risiko- sowie Gewinnverteilung implementierte.

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Details

Title
Die Vereeinigde Oostindische Compagnie - Zwischen Handel, Expansion und Diplomatie auf dem asiatischen Markt
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,3
Author
Verena Illing (Author)
Publication Year
2010
Pages
23
Catalog Number
V164551
ISBN (eBook)
9783640798803
ISBN (Book)
9783640798674
Language
German
Tags
Vereeinigde Oostindische Compagnie Zwischen Handel Expansion Diplomatie Markt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Illing (Author), 2010, Die Vereeinigde Oostindische Compagnie - Zwischen Handel, Expansion und Diplomatie auf dem asiatischen Markt , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164551
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