Fundamentalismus in der russischen Orthodoxie


Hausarbeit (Hauptseminar), 1999

27 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

Gliederung

I. Aufgabenstellung und Vorgehensweise

II. Die Situation der russischen Orthodoxie nach der Perestrojka
1. Der politische und gesellschaftliche Rahmen
Ende repressiver Religionspolitik in der Perestrojka und neue religiöse Freiheit
Entwicklung zu einer Sonderstellung für die ROK in der Russischen Föderation
„Nationaer Konsens“: Nationale und religiöse Tradition für das „neue Russland“
2. Die innerkirchliche Situation
Die Spaltung der russischen Orthodoxie in ROK und ROA
Das Moskauer Patriarchat zwischen „Erneuerern“ und „Fundamentalisten“

III. Die Fundamentalisten in der russischen Orthodoxie
1. Das Erscheinungsbild des russisch-orthodoxen Fundamentalismus
Personen, Organisationen, Medien
Auftreten von Fundamentalisten in der Öffentlichkeit
2. Die Ideologie des russisch-orthodoxen Fundamentalismus
Literalismus: Heilige Schrift und patristische Texte
Traditionalismus: Kalenderumstellung und Kirchensprache
Die „Pan-Häresie“ Ökumene als Beginn der säkularisierten „neuen Weltära“
Dualismus: Jüdisch-zionistisch-freimaurerische Weltverschwörung und russischer Messianismus
Sittenverfall und Kosovo-Krieg im Sinne der Verschwörungstheorie
Orthodoxe Monarchie als politisches Zukunftskonzept

IV. Auswertung im Sinne einer Fundamentalismustheorie
1. Fundamentalismus und russisch-orthodoxer Fundamentalismus
Das „Fundamentalistische“ am Fundamentalismus in der russischen Orthodoxie
Merkmale fundamentalistischer Bewegungen und russisch-orthodoxer Fundamentalismus
Typologische Einordnung nach Riesebrodt
2. Mobilisierung zum Fundamentalismus im Fall Russland
Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung in der Perestrojka
Benachteiligung des traditionalistischen Lagers durch Missachtung von Werten
Legitimitätsverlust der staatlichen Ordnung
Überfremdung in Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion, Medien
Die liberale Haltung der ROK- Führung
Die Anhängerschaft: traditionalistische Priester und neubekehrte Patrioten

V. Zusammenfassung und Ausblick

I. Aufgabenstellung und Vorgehensweise

Mit dem Schlagwort „Fundamentalismus“ wird allgemeinhin die moderne Erscheinung gesellschaftlich-politisch mobilisierter radikal-traditionalistischer Tendenzen innerhalb der sogenannten Weltreligionen belegt. Seit Beginn der 90er Jahre taucht diese Bezeichnung auch in Bezug auf Strömungen innerhalb der russischen Orthodoxie auf: sie wird hier vor allem mit Konservativismus, Antidemokratismus und Antisemitismus verbunden[1]. Seitdem hat der Fundamentalismus insbesondere als Ideologie in Kirche und Gesellschaft an Einfluss gewonnen. Sinkendes Vertrauen in westliche Staats- und Wirtschaftsmodelle und die am Westen orientierte Regierungspolitik, wachsende Angst vor einem „Ausverkauf“ Russlands und der Gedanke an die verlorene Großmachtstellung hat einer Rückbesinnung auf traditionelle russisch-nationale Werte Aufschwung gegeben, als deren Wahrer sich die russisch-orthodoxe Kirche (und besonders ihr konservativer Flügel) in der Gesellschaft verstanden weiß. Die meisten politischen Parteien haben dementsprechend auf einen national-orientierten Kurs eingeschwenkt, der auch konservative - wenn nicht fundamentalistische - orthodoxe Vorstellungen aufgreift. Im religiösen Bereich sind zudem die lauter werdenden Rufe nach einem Austritt der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats (im folgenden kurz ROK) aus dem ökumenischen Weltrat der Kirchen zu nennen, die auf fundamentalistische Kreise zurückgehen.

In dieser Arbeit soll der Fundamentalismus in der russischen Orthodoxie (d.h. in der ROK und in der Russischen Orthodoxen Auslandskirche, im folgenden kurz ROA) unter besonderer Berücksichtigung seiner Ideologie dargestellt und untersucht werden. Dabei muss im nun folgenden Teil zunächst auf die religionspolitische und kirchliche Ausgangssituation in Russland nach der Perestrojka eingegangen werden. Anschließend sollen im dritten Teil dem Fundamentalismus zuzurechnende Einzelpersonen, Gruppierungen und deren Medien genannt werden, sowie konkrete Ereignisse, bei denen sie sich in den Jahren 1991-99 besonders hervortaten. Im vierten Teil versuche ich, das Beschriebene in eine allgemeine Fundamentalismustheorie einzuordnen. Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung, nach der ein Ausblick auf die weitere Entwicklung versucht werden soll.

II. Die Situation der russischen Orthodoxie nach der Perestrojka

1. Der politische und gesellschaftliche Rahmen

Ende repressiver Religionspolitik in der Perestrojka und neue religiöse Freiheit

Sowjetische Religionspolitik hatte darauf abgezielt, jegliche Macht und Einflussnahme von Religionen und deren Institutionen[2] in Staat und Gesellschaft auf ein Minimum zu beschränken. Als größte Glaubensgemeinschaft in der UdSSR war besonders die ROK regelrechten Verfolgungen ausgesetzt gewesen. Das Leben in den Gemeinden, deren Zahl noch zwischen 1961 und 1986 von 20.000 auf 6.800 sank[3], hatte sich auf den Vollzug der Liturgie beschränken müssen. Erst die Perestrojka bringt auch in der Religionspolitik der UdSSR eine radikale Wende. Bei einem Treffen mit Patriarch Pimen am 29.4.1988 kündigt Gorbačev eine Liberalisierung der Religionsgesetzgebung und das Ende der Diskriminierung religiöser Gemeinschaften an. Im selben Jahr wird die Tausendjahrfeier der „Taufe der Rus´“, 1989 die Vierhundertjahrfeier des Moskauer Patriarchats in einer Weise begangen, wie sie kurz vorher undenkbar gewesen wäre[4]. Auch wird enteigneter Kirchenbesitz zurückgegeben und noch 1990 in der UdSSR und 1991 auch in der Russischen Sowjetrepublik ein liberales Religionsgesetz verabschiedet. In dieser Zeit des religionspolitischen Umbruchs und großzügigen Liberalismus´[5] wächst das allgemeine Interesse an Religion in starkem Maße und wird insbesondere durch Gruppen befriedigt, die ihre (geistigen und/oder finanziellen) Wurzeln im Ausland haben[6]. Eine Festlegung auf einen bestimmten Glauben ist aber selten. Insbesondere die Orthodoxie büßt 1990/91 an Sympathien ein und hofft auf staatliche Hilfe gegen ausländische Missionare[7].

Entwicklung zu einer Sonderstellung für die ROK in der Russischen Föderation (RF)

In der Folgezeit gerät die offensive Missionspraxis verschiedener religiöser Gemeinschaften („Weiße Bruderschaft“, „Zentrum der Gottesmutter“) in die öffentliche Kritik, die sich bald auf alle in Russland „nicht-traditionelle“ und speziell „ausländische“ Religionen überträgt[8]: hiervon wiederum profitieren „traditionelle“ Religionsgemeinschaften, insbesondere die ROK. Höhepunkte der religiös-xenophoben Stimmung sind die Jahre 1993 und 1996, bei denen die Diskussion um Änderung der Religionsgesetzgebung von Medien-Kampagnen nationaler und orthodoxer Gruppen gegen „die totalitären ausländischen Sekten“ begleitet werden. Erst im Oktober 1997 tritt nach langem Tauziehen zwischen dem kommunistisch-nationalen Block auf der einen und liberalen Kräften und dem Präsidenten auf der anderen Seite und trotz ausländischen (speziell US-amerikanischen) Protests ein neues Gesetz „Über die Gewissensfreiheit und religiöse Gemeinschaften“ in Kraft. Es bevorzugt als „traditionelle“ Konfessionen solche, die länger als 50 Jahre auf dem Boden der heutigen RF existieren[9]. Dies sind neben der ROK vor allem Religionen ethnischer Minderheiten (Islam, Buddhismus), so dass die ROK eine Art Monopolstellung als Religion der Russen einnimmt[10]. Der besondere Status der ROK zeigt sich zudem in ihrer engen Zusammenarbeit mit staatlichen Organen[11], wenn sich Patriarchat und Bischofsversammlung auch wiederholt gegen eine Politisierung der Kirche aussprechen.

„Nationaler Konsens“: Nationale und religiöse Tradition für das „neue Russland“

Das abrupte Ende der Sowjetunion hatte ein ideologisches Vakuum zur Folge, welches Demokratie und Pluralismus nur ansatzweise füllen konnten. Schon bald rückt deshalb die Frage nach einer neuen nationalen Identität in den Mittelpunkt, die mit einer Rückbesinnung auf „russische“ Werte und Traditionen beantwortet wird („nationaler Konsens“). Als deren Wahrerin, wenn nicht gar Verkörperung, gilt allgemeinhin die orthodoxe Kirche: so wird das nationale Wiedererwachen gedanklich und praktisch mit einer Wiederbelebung der orthodoxen Tradition verbunden, deren religiöser Charakter aber häufig nebensächlich bleibt[12]. Die symbolträchtige Wiedererrichtung der Erlöserkathedrale in Moskau ist ein besonders eindrückliches Beispiel für die Verknüpfung religiöser und nationaler Modelle bei der Suche nach einer neuen „russischen“ Identität[13].

2. Die innerkirchliche Situation

Die Spaltung der russischen Orthodoxie in ROK und ROA

Nach der Oktoberrevolution hatten viele Russen (besonders Zarenanhänger) ihre Heimat verlassen. Im Exil gründen sie die Russische Orthodoxe Auslandskirche (ROA), die sich als freien Teil der russischen Orthodoxie versteht und insbesondere die Kirchenverfolgungen in der UdSSR anprangert. Zum Bruch mit der ROK kommt es nach der Loyalitätserklärung des Metropoliten Sergij an das Sowjetregime. Die Auslandskirche wiederum untermauert ihre anti-kommunistischen und z.T. monarchistischen Positionen mit der Kanonisierung von Opfern des Kommunismus als „Neumärtyrer“[14]. Der Beitritt der ROK und weiterer Ostkirchen zum Weltkirchenrat schließlich isoliert die ROA in der christlichen Welt. Auch die Perestrojka bringt keine Entspannung: 1990 kommt es v.a. aus Protest gegen die ungesühnten Verbindungen von ROK und kommunistischem Regime zur Abspaltung und Neugründung von Gemeinden, die sich dann der ROA unterstellen. Teile der sogenannten Katakombenkirchen, die nach der Revolution in den Untergrund gegangen waren, treten ebenfalls zeitweilig der kommunistisch unbelasteten ROA bei[15]. Die Rückkehr der ROA nach Russland[16] macht sie zu einer Ernst zu nehmenden Konkurrentin der ROK. Mit ihrer ablehnenden Haltung zu Ökumene und Erneuerungsbewegung und ihrer Verehrung Nikolajs II. als „Neumärtyrer“ steht die konservative Auslandskirche den fundamentalistischen Kreisen der ROK nahe[17]. Deshalb bestimmt gerade die Möglichkeit einer tieferen Spaltung der Inlandskirche durch weitere Übertritte die Politik des Moskauer Patriarchats im Umgang mit dem Fundamentalismus[18].

Das Moskauer Patriarchat zwischen „Erneuerern“ und „Fundamentalisten“

Zum Nachfolger des Patriarchen Pimen wird 1990 Aleksij II. (Ridiger) gewählt, der als Befürworter der Ökumene gilt[19]. Unter ihm beschließt die Bischofsversammlung noch 1994 die Wiederaufnahme der vor der Revolution begonnenen Überarbeitung der Gottesdienstpraxis, um diese den Menschen zugänglicher zu gestalten[20]. Dies entspricht der Erneuerungsbewegung, deren Vertreter z.T. die Übersetzung der Liturgie ins Russische befürworten und praktizieren[21]. Doch gewinnen traditionalistisch-fundamentalistische Kreise im Zuge der Schaffung eines „nationalen Konsenses“ für Russland auch in der ROK immer mehr an Einfluss. Wohl um keine Spaltung zu riskieren, gibt das Patriarchat in steigendem Maße dieser Entwicklung nach.

III. Die Fundamentalisten in der russischen Orthodoxie

Das folgende Kapitel soll das Bild vom Fundamentalismus in der russischen Orthodoxie konkretisieren. Es liefert eine kurze Übersicht über bekannte Vertreter des Fundamentalismus in der russischen Orthodoxie, über Organisationsformen der Fundamentalisten sowie ihre Publikationsmedien, ohne allerdings Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Zudem soll dargestellt werden, bei welchen Ereignissen und in welcher Weise Fundamentalisten in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten sind. In einem zweiten Teil soll insbesondere anhand von Publikationen der Fundamentalisten auf die speziellen Züge ihrer Ideologie eingegangen werden.

1. Das Erscheinungsbild des russisch-orthodoxen Fundamentalismus

Personen, Organisationen, Medien

Leitfigur des Antisemitismus in der ROK war seit Beginn seiner radikal-nationalistischen Publikationen 1992 bis zu seinem Tode 1995 Metropolit Ioann (Snyčev) von St. Petersburg und Ladoga. Trotz seiner ideologischen Nähe zur ROA wendet sich Metropolit Ioann 1993 entschieden gegen deren Arbeit auf dem Gebiet des Moskauer Patriarchats und tritt für eine Einheit der russischen Kirche ein[22]. Nach dem vom Patriarchen 1993 erlassenen Verbot, seine Artikel in der Kirchenpresse zu drucken, publiziert er in nationalistischen Zeitungen und gibt insbesondere vierzehntägig unter dem Titel „Rus´ Pravoslavnaja“ eine Beilage zur kommunistisch-nationalistischen Zeitung „Sovetskaja Rossija“ heraus, in deren Redaktionsstab u.a. Metropolit Gedeon (Dokunin) von Stavropol und Vladikavkaz geführt wird[23]. Konstantin Dušenov, langjähriger Sekretär für Presseangelegenheiten, Co-Autor und Chefredakteur der „Rus´ Pravoslavnaja“, führt die Arbeit nach dem Tod des Metropoliten fort. Dabei stellt er sich in immer größere Opposition zum Patriarchat, welches 1997 mit einem scharfen Verweis reagiert, dem aber keine Taten folgen. Dušenov ist als Vorsitzender der St. Petersburger Bruderschaften auch in deren Dachverband „Bund orthodoxer Bruderschaften“ tätig.

[...]


[1] Verchovskij, S.65. Auf eine engere Definition möchte ich an dieser Stelle verzichten: die Zugehörigkeit der hier untersuchten Strömung in der russischen Orthodoxie zum Phänomen Fundamentalismus soll in den Kapiteln III. und IV. zur Sprache kommen.

[2] Diese zusammenfassende Darstellung stützt sich auf Hauptmann 1991 und 1996, Bercken 1995 und 1997/98, Verchovskij, S.60-69, Diedrich, S.23-34, Stricker 1993, S.98-114.

[3] Angaben nach Stricker 1993, S.98.

[4] Vgl. zur Jahrtausendfeier besonders Diedrich, S.28; zur Vierhundertjahrfeier besonders Hauptmann 1991, S.130-133.

[5] Im April 1990 empfing Gorbačev den Führer der Vereinigungskirche San Myung Mun: Verchovskij, S.62.

[6] Während 1989 sich nur 29% der Bevölkerung als „gläubig“ bezeichnen sind es 1992 schon 57%, 1993 wiederum 66% (Verchovskij, S.68).

[7] Der Anteil der Orthodoxie-Sympathisanten in Moskau ging von 43% (1990) auf 25% (1991) zurück, obwohl sich hier der Anteil der Gläubigen im selben Zeitraum um nur 3% auf 24% verringerte. Noch wachsendes Interesse an Religion ist 1990/91 in den Provinzstädten festzustellen (G2W 5/1993, S.9f).

[8] So wird neben Billy Grahams Auftritten in Russland auch die Entscheidung Johannes Paul II. kritisiert, auf dem Gebiet der ROK zwei Bischofsitze einzurichten.

[9] „Nicht-traditionelle“ Gemeinschaften (zu denen z.B. auch die katholische Kirche und amerikanische Freikirchen zählen) müssen dagegen vor ihrer endgültigen Registrierung im Laufe von 15 Jahren ihre Übereinstimmung mit der Verfassung unter Beweis stellen.

[10] Verchovskij, S.83.

[11] Als Beispiele für diese Entwicklung sind die Erhebung des orthodoxen Weihnachtsfestes zum nationalen Feiertag, die Segnung des Präsidenten durch Aleksij II., dessen Einzug in den Kreml, gemeinsame Erklärungen von Patriarchat und Regierungsvertretern, sowie die Einrichtung kirchlich betreuter Armeeeinheiten zu nennen: Verchovskij, S.70f. und 89f.

[12] So empfinden 1997 bei einer Umfrage im Gebiet Ivanovo 83% der Befragten das Wiederaufleben religiöser Traditionen in Russland als gut und nur 4% als schlecht, obwohl sich nur 71% als „gläubig“ oder „mehr oder weniger gläubig“ bezeichnen (Metafrasis 6-7 (73-74) 1997, S.35). Im Sinne nationaler Traditionsbelebung gewinnen auch orthodoxe Feste wieder an Beachtung: so geben 1998 in Moskau 52,3% der Befragten an, Ostern als Feiertag zu begehen, wobei für 34,4% das Feiern religiös motiviert ist, für 15,7% aber ein Ausdruck nationaler Tradition (NG-Religii vom 15.4.1998, S.1). Bezeichnend ist auch, dass sich 1998 fast 60% der Bevölkerung der RF „orthodox“ nennt, aber nur 2,5-3% am kirchlichen Leben aktiv teilnehmen (NG-Religii vom 18.2.1998, S.2).

[13] Keghel.

[14] Vgl. besonders Diedrich, S.35-37.

[15] Diedrich, S.45f.

[16] Auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion nennt sich die ROA offiziell „Russische Orthodoxe Freie Kirche“.

[17] Verchovskij, S.67: „Die ROA verkörpert in Russland eine äußerst konservative Variante der russischen Orthodoxie“.

[18] Verchovskij, S.67.

[19] Diedrich, S.32f.; zum Werdegang Aeksijs s. Hauptmann 1991, S.139.

[20] Balašov, S.247f., Hauptmann 1997/98, S.207.

[21] Zu den „Erneuerern“ („obnovlenci“) - bzw. „Neo-Erneuerern“ („neoobnovlenci“ in Abgrenzung zur vom Kommunismus beeinflussten Erneuerer-Bewegung Anfang des 20.Jahrhunderts) - gehören insbesondere die „Nikodim-Anhänger“ („Nikodimovci“ nach dem liberalen Metropoliten Nikodim, dessen Schüler u.a. auch Patriarch Aleksij II. war) und „Men´-Anhänger“ („Menevci“ nach dem bekannten liberalen Priester Aleksandr Men´, der 1990 ermordet wurde). Ihre bekanntesten Vertreter sind: Metropolit Vladimir (Kotljarov) von St.Petersburg und Ladoga (seit 1995 im Amt), der Ikonenmaler Archimandrit Zinon (Vladimir Teodor, seit 1996 Verbot, die Liturgie zu halten), sowie die Priester Georgij Kočetkov (seit 1997 ebenfalls Gottesdienstverbot) und Gleb Jakunin (1992 der Priesterwürde entledigt, 1997 exkommuniziert).

[22] G2W 11/1993, S.18-22.

[23] Verchovskij, S.64, 66, 72, 76.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Fundamentalismus in der russischen Orthodoxie
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Religionswissenschaft)
Veranstaltung
Fundamentalismus
Note
1.0
Autor
Jahr
1999
Seiten
27
Katalognummer
V16461
ISBN (eBook)
9783638213158
ISBN (Buch)
9783638684033
Dateigröße
572 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit beschreibt fundamentalistische Gruppierungen in der russischen Orthodoxie vorwiegend auf Grundlage des Fundamentalismus-Konzeptes Riesebrodts.
Schlagworte
Orthodoxie, Russland, Fundamentalismus, Religionswissenschaft
Arbeit zitieren
Christopher Selbach (Autor), 1999, Fundamentalismus in der russischen Orthodoxie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16461

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