Zwischen der Ernährung und der Leber besteht eine ebenso enge wie komplexe Beziehung. Durch ihre Lokalisation zwischen dem Antransport von nährstoffreichem, sauerstoffarmem Blut über die Pfortader (Portalkreislauf) und sauerstoffreichem Blut über die Leberarterie (A. hepatica) sowie dem Abtransport über das Blut, Lymphe und Galle, stellt die Leber das wichtigste Stoffwechsel- und Speicherorgan des Körpers dar. [...]
Inhaltsverzeichnis
I.) Einleitung
1.0 Die Leberzirrhose
1.1 Mangelernährung
1.2 Patienten
1.2.1 Komplikationen bei Leberzirrhose: Die Aszites
1.2.2 Komplikationen bei Leberzirrhose: Die portale Hypertension
1.2.3 Komplikationen bei Leberzirrhose: die hepatische Enzephalopathie
1.2.4 Komplikationen bei Leberzirrhose: das Hyperbilirubin Syndrom
1.3 Fragestellung
II.) Methoden
2.1 Wiegen und Messen
2.2 Die bioelektrische Impedanzanalyse
2.2.1 Durchführung der Messung
2.3 Handkraftmessung mit einem Jamar Dynometer
2.4 Hautfaltendickemessung
2.5 Fragebogen
III.) Ergebnisse
3.1 Ernährungszustand
3.1.1 Körpergewicht und BMI
3.1.2 Fettfreie Masse (FFM)
3.1.3 Phasenwinkel und Körperzellmasse (BCM)
3.1.4 Extra Cellular Mass (ECM)
3.1.5 BCM/ECM Index
3.1.6 Messung der Hautfaltendicke
3.1.7 Aszites Erkrankung bei den Patienten
3.1.8 Genese der Leberzirrhose
3.2 Fragen zum Allgemeinzustand
3.3 Handkraftmessung der Patienten
3.4 Mnestische Störungen
3.5 Klinische Chemie
3.5.1 Leberintegrität
3.5.2 Syntheseleistung der Leber
3.5.3 Harnstoffzyklus
3.5.4 Wasserlösliche Vitamine im Serum
IV.) Diskussion
4.1 Body-Mass-Index
4.2 Körperzellmasse
4.3 Extrazellulär-Masse
4.4 Phasenwinkel
4.5 Messung der Hautfaltendicke
4.6 Handkraftmessung
4.7 Die klinische Chemie
4.8 Ernährungszustand und PEM
4.9 Zusammenhang zwischen Fettgehalt und Ernährungszustand
4.10 Bestimmung der Leberintegrität
4.11 Bestimmung der Lebersyntheseleistung
4.12 Die Cobalamin- und Folsäure-Versorgung
4.12 Albumin
4.13 Oberbauchschmerzen
4.14 Hepatische Enzephalopathie
4.15 Mangelernährung bei Leberzirrhose
V.) Der Ausblick
VI.) Zusammenfassung
VII.) Conclusion
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Bachelorarbeit untersucht den Ernährungszustand von Patienten mit Leberzirrhose. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie sich die Leberzirrhose auf den Ernährungsstatus auswirkt und ob bei den untersuchten Patienten eine Mangelernährung vorliegt. Hierbei werden anthropometrische Daten, Körperzusammensetzung (mittels BIA), Handkraftmessungen sowie klinisch-chemische Parameter analysiert, um eine fundierte Bewertung des Ernährungszustandes vorzunehmen.
- Erfassung der Körperzusammensetzung mittels bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA)
- Messung der Handkraft zur Beurteilung des Allgemeinzustandes
- Klinische Bewertung der Leberintegrität und Lebersyntheseleistung
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Aszites, Mangelernährung und Leberfunktion
Auszug aus dem Buch
1.2.3 Komplikationen bei Leberzirrhose: die hepatische Enzephalopathie
Bei der hepatischen Enzephalopathie (HE) oder portosystemischen Enzephalopathie besteht eine Störung neurologischer Funktionen bedingt durch eine Störung der Leberfunktion. Es handelt sich um ein reversibles Syndrom, welches zu einer gestörten Hirnfunktion bei Patienten mit fortgeschrittenem Leberversagen führen kann. Die HE kommt oftmals bei Patienten mit portaler Hypertension und Shunting des Blutes an der Leber vorbei vor. Bei chronischer Lebererkrankung schreitet die HE schnell voran und zeichnet sich durch Gedächtnisstörungen, Persönlichkeitsveränderungen, Konzentrationsschwäche und Reaktionsverlangsamung aus. Frühzeitige Manifestationen sind klinisch kaum, häufig nur retrospektiv, erkenn- und nachweisbar. Die latente Enzephalopathie kann klinisch relevant werden. Jedoch ist die eindeutige Entstehung noch immer nicht geklärt. Postuliert wird, dass Ammoniak eine Schlüsselrolle spielt [18]. Weitere Thesen gehen davon aus, dass eine Hemmung der Neurotransmission durch GABA-Rezeptoren im ZNS, sowie Störungen der zentralen Neurotransmitter und zirkulierender Aminosäuren stattfinden [19]. Die therapeutischen Ansätze basieren genau auf diesen Hypothesen. Bei der Behandlung der Patienten mit HE ist darauf zu achten, dass auslösende Faktoren der HE erkannt und beseitigt oder vermindert werden. Im Vordergrund der Therapie steht häufig eine Verminderung der Ammoniakkonzentration [20].
Zusammenfassung der Kapitel
I.) Einleitung: Beschreibt die enge Beziehung zwischen Leber und Ernährung sowie die schwerwiegenden Folgen einer Leberzirrhose.
1.0 Die Leberzirrhose: Definiert die Leberzirrhose als Endstadium chronischer Lebererkrankungen und benennt häufige Komplikationen.
1.1 Mangelernährung: Erläutert verschiedene Formen der Mangelernährung (Kwashiorkor, Marasmus) und deren Relevanz bei Leberzirrhose.
1.2 Patienten: Stellt die Charakteristika der untersuchten Gruppe von dreizehn stationären Patienten dar.
1.2.1 Komplikationen bei Leberzirrhose: Die Aszites: Erörtert die Pathophysiologie der Aszitesentstehung und die Bedeutung von Natrium- und Flüssigkeitsrestriktionen.
1.2.2 Komplikationen bei Leberzirrhose: Die portale Hypertension: Erklärt die Entstehung von Pfortaderhochdruck und die Bildung von Kollateralkreisläufen wie Varizen.
1.2.3 Komplikationen bei Leberzirrhose: die hepatische Enzephalopathie: Diskutiert neurologische Störungen, die durch Leberfunktionsstörungen und erhöhte Ammoniakspiegel ausgelöst werden.
1.2.4 Komplikationen bei Leberzirrhose: das Hyperbilirubin Syndrom: Beschreibt die Ursachen des Ikterus und die Störungen im Bilirubinstoffwechsel.
1.3 Fragestellung: Formuliert das Ziel der Arbeit: Die Untersuchung des Ernährungszustandes bei Leberzirrhose-Patienten.
II.) Methoden: Detaillierte Darstellung der anthropometrischen und klinischen Erhebungsmethoden.
III.) Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten zu Körperzusammensetzung, klinischer Chemie und Allgemeinzustand.
IV.) Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf den Ernährungszustand und die Protein-Energie-Malnutrition.
V.) Der Ausblick: Fazit zur Notwendigkeit präventiver Diagnoseansätze und möglicher Ernährungstherapien.
VI.) Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Querschnittstudie und deren Bedeutung für die klinische Praxis zusammen.
VII.) Conclusion: Englische Zusammenfassung der Arbeit.
Schlüsselwörter
Leberzirrhose, Mangelernährung, Bioelektrische Impedanzanalyse, BIA, Körperzellmasse, BCM, Aszites, Hepatische Enzephalopathie, Ernährungstherapie, Anthropometrie, Handkraftmessung, Protein-Energie-Malnutrition, klinische Chemie, Ammoniak, Albumin.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Ernährungszustand von Patienten mit einer Leberzirrhose und der damit häufig assoziierten Mangelernährung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentral sind die Themen Körperzusammensetzung (mittels BIA), klinische Laborwerte, die Pathophysiologie von Leberzirrhose-Komplikationen sowie Methoden zur Erfassung des Ernährungszustandes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, mittels verschiedener diagnostischer Methoden festzustellen, ob bei den untersuchten Patienten mit Leberzirrhose eine Mangelernährung vorliegt.
Welche wissenschaftlichen Methoden wurden verwendet?
Es wurden anthropometrische Messungen, die bioelektrische Impedanzanalyse (BIA), Handkraftmessungen, Fragebögen sowie eine Analyse klinisch-chemischer Blutparameter durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung, die Darstellung der Ergebnisse (wie Körpergewicht, BCM, Laborwerte) und die anschließende kritische Diskussion dieser Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Leberzirrhose, Mangelernährung, BIA-Messung, Körperzellmasse, Aszites und klinische Chemie.
Warum ist der BMI zur Bewertung des Ernährungszustandes bei Leberzirrhose ungeeignet?
Der BMI berücksichtigt nicht die krankheitsbedingte Wassereinlagerung (Aszites), wodurch das Körpergewicht verfälscht wird und der BMI bei Patienten mit PEM normal oder erhöht erscheinen kann.
Welche Rolle spielt der Phasenwinkel bei der BIA-Messung?
Der Phasenwinkel gilt als Indikator für die Zelldichte und Membranintegrität und dient als Maß für den Ernährungszustand; niedrige Werte deuten auf eine schlechte gesundheitliche Verfassung hin.
Warum ist das Ammoniak-Level für die Beurteilung der hepatischen Enzephalopathie relevant?
Ein hoher Ammoniakspiegel im Blut gilt als entscheidender Faktor bei der Entstehung der hepatischen Enzephalopathie, da Ammoniak als Neurotoxin die Hirnfunktion beeinträchtigen kann.
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- Bsc Björn Wollthan (Autor), 2010, Ernährungszustand bei Leberzirrhose, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164685