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Das "Gesetz vom 29. Juli 1881 über die Freiheit der Presse"

Frankreichs Pressefreiheit auf dem Rückmarsch?

Title: Das "Gesetz vom 29. Juli 1881 über die Freiheit der Presse"

Essay , 2010 , 4 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anna Wengel (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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„Es gibt in Frankreich keine Pressefreiheit. Keine jedenfalls, wie sie einer modernen Demokratie gebührt.“ Mit diesen kritischen Worten beschreibt die Journalistin Isabelle Bourgeois die Situation der Presse in Frankreich im Jahr 1999. Aktuell ist das Thema Pressefreiheit in dem westeuropäischen Staat beherrscht von Vorwürfen
gegenüber Staatspräsident Nicolas Sarkozy und dessen Einwirkung auf die Presse.
Seine Einflussnahme auf die französischen Medien offenbart sich an dem scheinbaren Interesse der französischen Medienmacher (welches diese aus unterschiedlichen privaten wie auch beruflichen Gründen zu haben scheinen), den Präsidenten in das rechte Licht zu rücken. Dieser Einfluss, den Sarkozy auf die Presse und damit auf die meinungsbildenden Instrumente ausübt, wird vielerorts als
Einschränkung der Pressefreiheit betrachtet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehungsgeschichte und der Charakter des Pressegesetzes vom 29. Juli 1881

2.1 Das Gesetz als Abwehrrecht und seine Ausnahmen

2.2 Das „goldene Zeitalter der Presse“

3. Historische Wurzeln und Vergleiche

3.1 Von der Französischen Revolution zur gesetzlichen Etablierung

3.2 Internationaler Vergleich und heutige Situation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert das französische Pressegesetz vom 29. Juli 1881, seine historische Bedeutung als liberales Meilenstein-Gesetz sowie seine Entwicklung bis zur heutigen Situation der Pressefreiheit in Frankreich.

  • Die historische Genese des Pressegesetzes von 1881
  • Die Funktion des Gesetzes als liberales Abwehrrecht des Bürgers gegen den Staat
  • Einschränkungen und rechtliche Rahmenbedingungen innerhalb des Gesetzes
  • Die historische Einbettung im Kontext der Französischen Revolution
  • Ein internationaler Vergleich der Pressefreiheitsentwicklung
  • Die aktuelle Lage der Pressefreiheit im 21. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

Frankreichs Pressefreiheit auf dem Rückmarsch?

„Es gibt in Frankreich keine Pressefreiheit. Keine jedenfalls, wie sie einer modernen Demokratie gebührt.“ Mit diesen kritischen Worten beschreibt die Journalistin Isabelle Bourgeois die Situation der Presse in Frankreich im Jahr 1999. Aktuell ist das Thema Pressefreiheit in dem westeuropäischen Staat beherrscht von Vorwürfen gegenüber Staatspräsident Nicolas Sarkozy und dessen Einwirkung auf die Presse. Seine Einflussnahme auf die französischen Medien offenbart sich an dem scheinbaren Interesse der französischen Medienmacher (welches diese aus unterschiedlichen privaten wie auch beruflichen Gründen zu haben scheinen), den Präsidenten in das rechte Licht zu rücken. Dieser Einfluss, den Sarkozy auf die Presse und damit auf die meinungsbildenden Instrumente ausübt, wird vielerorts als Einschränkung der Pressefreiheit betrachtet.

Eine solche Einflussnahme des Staatsoberhauptes widerspricht jedoch den im „Pressegesetz“ vom 29. Juli 1881 festgelegten Grundsätzen. Als Freiheitsrecht nach dem klassischen Verständnis hat es zuvorderst die Aufgabe, die Presse vor den Eingriffen des Staates zu schützen, wodurch die Form des Pressegesetzes als ein reines Abwehrrecht deutlich wird.

Im Jahre seiner Ausfertigung galt das Gesetz als das liberalste Pressegesetz der Welt. Dieses leitete eine neue Epoche der Pressegeschichte in Frankreich ein. Das Gesetz eröffnete jedem unbescholtenen Bürger die Möglichkeit, eine eigene Zeitung oder Zeitschrift zu gründen. Diese Publikationsfreiheit hatte eine Vielzahl an Neugründungen zur Folge, wodurch das französische Pressewesen eine bisher unbekannte Vielfalt an politischen Stimmen erreichte. Durch dieses neu errungene Spektrum an meinungsbildenden Medien, wurde das Pressewesen im Ganzen erneuert, da fortan auch Ansichten von Bevölkerungsgruppen vertreten wurden, die bisher ungehört geblieben waren. Hierdurch entwickelte sich das Pressegesetz über seinen eigentlichen Anwendungsbereich hinaus zu einem Symbol der Ausdrucksfreiheit. Diese Phase der vielfältigen Informations- und Meinungspolitik wird auch als das „goldene Zeitalter der Presse“ („L'âge d'or de la presse“) beschrieben, welches bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs andauerte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle Problematik der Pressebeeinflussung in Frankreich ein und stellt das Pressegesetz von 1881 als historischen Gegenpol und fundamentales Freiheitsrecht vor.

2. Die Entstehungsgeschichte und der Charakter des Pressegesetzes vom 29. Juli 1881: Dieses Kapitel erläutert die Schutzfunktion des Gesetzes gegenüber staatlichen Eingriffen, diskutiert bestehende Ausnahmebestimmungen und beschreibt das „goldene Zeitalter der Presse“.

3. Historische Wurzeln und Vergleiche: Das Kapitel verknüpft die Entstehung der Pressefreiheit mit den Forderungen der Französischen Revolution von 1789 und setzt die französische Entwicklung in einen internationalen Kontext.

Schlüsselwörter

Pressegesetz 1881, Pressefreiheit, Frankreich, Dritte Republik, Nicolas Sarkozy, Abwehrrecht, Meinungsfreiheit, Zensur, Ausdrucksfreiheit, goldene Zeitalter der Presse, Französische Revolution, Medien, Publikationsfreiheit, internationales Recht, Menschenrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das französische Pressegesetz vom 29. Juli 1881 und dessen Bedeutung für die Entwicklung der Pressefreiheit in Frankreich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit beleuchtet die historische Entstehung, den gesetzlichen Charakter als Abwehrrecht, die Auswirkungen auf die Medienlandschaft sowie den internationalen Vergleich.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Pressefreiheit von ihrer gesetzlichen Etablierung 1881 bis zur heutigen Situation im Lichte aktueller politischer Einflüsse nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Quellenstudien und dem Vergleich rechtlicher Rahmenbedingungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die spezifischen Regelungen des Gesetzes von 1881, die Ära des „goldenen Zeitalters“ sowie die Herleitung aus den Werten der Französischen Revolution.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Pressefreiheit, Pressegesetz 1881, Abwehrrecht, Zensur und politische Einflussnahme.

Warum wird das Pressegesetz von 1881 als „liberalstes Gesetz der Welt“ bezeichnet?

Zum Zeitpunkt seiner Verabschiedung eröffnete es jedem Bürger die Möglichkeit, eine eigene Publikation zu gründen, und schaffte staatliche Zensurmechanismen weitgehend ab.

Wie hat sich das Gesetz über die Zeit verändert?

Das ursprüngliche Gesetz konzentrierte sich auf die schreibende Presse; seit 1985 wurde der Anwendungsbereich auf alle Medienformen, bis hin zum Internet, ausgeweitet.

Welche Rolle spielten die beiden Weltkriege für das Gesetz?

In diesen Krisenzeiten wurde die Pressefreiheit durch staatliche Zensur und Propagandamaßnahmen zeitweise erheblich eingeschränkt.

Wie schneidet Frankreich heute im internationalen Vergleich ab?

Laut der Liste von „Reporter ohne Grenzen“ belegte Frankreich im Jahr 2010 den 43. Platz, was die Autorin zum Anlass nimmt, die heutige Pressefreiheit kritisch zu hinterfragen.

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Details

Title
Das "Gesetz vom 29. Juli 1881 über die Freiheit der Presse"
Subtitle
Frankreichs Pressefreiheit auf dem Rückmarsch?
College
University of Potsdam
Grade
2,0
Author
Anna Wengel (Author)
Publication Year
2010
Pages
4
Catalog Number
V164899
ISBN (eBook)
9783640800643
Language
German
Tags
Gesetz Juli Freiheit Presse Frankreichs Pressefreiheit Rückmarsch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Wengel (Author), 2010, Das "Gesetz vom 29. Juli 1881 über die Freiheit der Presse", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164899
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