Auch der RLP schlägt vor, dass Rollenspiele geeignete Sprechanlässe sind, um die Basisstrategien: auswendig gelernte Sprachmuster verwenden; Raster als Sprechhilfe benutzen; vorgegebene Strukturen mit eigenem Wortschatz mischen [Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Berlin et al. 2006: 20.]
zu üben, den Anteil der aktiven Sprechzeit zu erhöhen, die SuS durch reale Alltagssituationen zum Sprechen zu motivieren und schließlich die Kompetenz des mündlichen Sprachgebrauchs zu festigen und zu verbessern. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, am Beispiel des Rollenspieleinsatzes in einer 5. Klasse der Beatrix-Potter-Grundschule der Frage nachzugehen, ob Rollenspiele im Englischunterricht tatsächlich eine geeignete Methode sind, um die SuS zum aktiven, freien Sprechen zu motivieren, die aktive Redezeit im Gegensatz zum traditionellen Englischunterricht zu erhöhen und letzten Endes die kommunikative Kompetenz der SuS anzuregen, zu fördern und zu verbessern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Bestimmung und Beschreibung des Untersuchungsgegenstandes
2.1 Kommunikative Kompetenz und das Primat des Mündlichen – Begriffsklärung, theoretische Hintergründe und die Bedeutung des Sprechens für den Fremdsprachenunterricht
2.2 Rollenspiele – Begriffsklärung, Ablauf und Formen der Unterrichtsmethode
2.3 Ziele und Vor- bzw. Nachteile des Rollenspieleinsatzes im Fremdsprachenunterricht
3 Der Einsatz von Rollenspielen im Englischunterricht – Beschreibung und Analyse einer Unterrichtseinheit zur Förderung der kommunikativen Kompetenz
3.1 Beschreibung der Unterrichtsvoraussetzungen und der Lerngruppe
3.2 Überblick über die Unterrichtseinheit
3.3 Schwerpunkt der Einheit – angestrebte Kompetenzen und Standards
3.4 Darstellung ausgewählter Unterrichtssequenzen – Beschreibung, Begründung der Lehr-/Lernstruktur und Beobachtungen bzw. Auswertung
3.4.1 Video und Fragebogen zum Einstieg
3.4.2 Erarbeitung des Rollenspiels
3.4.3 Die Auswertung des Rollenspiels und des Fragebogens zur Selbsteinschätzung (danach)
4 Gesamtreflexion
Zielsetzung und Themen
Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, ob Rollenspiele im Englischunterricht einer 5. Klasse an der Beatrix-Potter-Grundschule eine geeignete Methode darstellen, um Schülerinnen und Schüler zum aktiven, freien Sprechen zu motivieren, die Redezeit zu erhöhen und die kommunikative Kompetenz nachhaltig zu fördern.
- Förderung der kommunikativen Kompetenz durch Handlungsorientierung
- Einsatz von Rollenspielen als didaktische Methode im Fremdsprachenunterricht
- Analyse von Sprechmotivation und aktiver Redezeit im Unterricht
- Empirische Untersuchung der Selbsteinschätzung von Schülerkompetenzen
Auszug aus dem Buch
2.2 Rollenspiele – Begriffsklärung, Ablauf und Formen der Unterrichtsmethode
Wie eingangs bereits erwähnt, ist das Rollenspiel eine im RLP für Englisch vorgeschlagene, handlungs- und schülerorientierte Unterrichtsmethode zur Förderung und Ausbildung der kommunikativen Kompetenz. Unter dem Begriff Rollenspiel versteht man dabei eine spielerische Auseinandersetzung mit Lebenssituationen in der die SuS sich in die Gedanken, Gefühle und Situationen Anderer hineinversetzen sollen. Anders als im reinen Spiel wird hier allerdings ein didaktischer Zweck verfolgt. Das Rollenspiel im Englischunterricht schafft fremdsprachliche Kommunikationssituationen, die modifiziert, beliebig oft reproduziert und an gegebene Inhalte angepasst werden können. Dabei ist es möglich, alternative Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und zu entwickeln. So ist das Rollenspiel im Englischunterricht eine gute Trainingsmethode, die auf den „echten“ Gegenstand – die Kommunikation in der englischen Sprache in der realen Welt – vorbereitet.
Timm sieht im Rollenspiel eine handlungs- und prozessorientierte Unterrichtsform zur systematischen Vorbereitung des dialogischen Sprechens [vgl. Timm 2007: 244]. Rollenspiele können dabei „vom Nachspielen vorgegebener Sequenzen bis zum Entwerfen […] und Durchspielen von Szenen mit weitgehend offenem Handlungsrahmen“ reichen [ebd.].
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der interkulturellen fremdsprachlichen Handlungsfähigkeit in einer globalisierten Welt und identifiziert das "Primat des Mündlichen" als zentrale Herausforderung für den modernen Englischunterricht.
2 Bestimmung und Beschreibung des Untersuchungsgegenstandes: Dieses Kapitel definiert kommunikative Kompetenz, erläutert die Methode des Rollenspiels, deren Ablauf in drei Phasen sowie deren spezifische Chancen und Herausforderungen im Fremdsprachenunterricht.
3 Der Einsatz von Rollenspielen im Englischunterricht – Beschreibung und Analyse einer Unterrichtseinheit zur Förderung der kommunikativen Kompetenz: Dieser Hauptteil beschreibt detailliert die Durchführung und Evaluation einer zehnsündigen Unterrichtseinheit zum Thema "Breakfast at a restaurant", inklusive der Lerngruppenanalyse, der Zielsetzungen und der schrittweisen Umsetzung.
4 Gesamtreflexion: Die Reflexion wertet die Ergebnisse des Projekts aus, bestätigt die Wirksamkeit der Methode für die Motivation und Kompetenzentwicklung der Schüler und zieht ein Fazit für die zukünftige Unterrichtspraxis.
Schlüsselwörter
Rollenspiele, Englischunterricht, kommunikative Kompetenz, Grundschule, Handlungsorientierung, Fremdsprachendidaktik, Sprechmotivation, Unterrichtsmethode, Lernerfolg, Selbsteinschätzung, Mündlichkeit, Alltagssituationen, Interaktion, Sprachproduktion, Lernzielerreichung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem gezielten Einsatz von Rollenspielen als handlungsorientierte Methode, um die kommunikativen Fähigkeiten von Fünftklässlern im Englischunterricht zu stärken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Förderung der Mündlichkeit, die Steigerung der Sprechmotivation und die Überbrückung der Diskrepanz zwischen theoretischen Anforderungen des Rahmenlehrplans und der tatsächlichen Sprechleistung der Schüler.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin, anhand einer praktischen Unterrichtseinheit zu belegen, dass Rollenspiele effektiv dazu beitragen können, Schüler zum aktiven, freien Sprechen in der Fremdsprache zu motivieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer unterrichtspraktischen Untersuchung (Handlungsorientierter Unterricht), ergänzt durch eine empirische Selbsteinschätzung der Schüler mittels Fragebögen vor und nach dem Rollenspieleinsatz.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der Lerngruppe, die methodisch-didaktische Planung der Einheit „Breakfast at a restaurant“, die Dokumentation der Unterrichtsphasen sowie die detaillierte Auswertung der Lernfortschritte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Rollenspiele, kommunikative Kompetenz, Handlungsorientierung, Sprechmotivation und der Einsatz von Fremdsprachen im Grundschulkontext.
Welche Rolle spielt die non-verbale Kommunikation in der Unterrichtseinheit?
Die non-verbale Kommunikation (Gestik, Mimik) wird explizit als wichtige Strategie behandelt, um Gespräche lebendiger zu gestalten und Kommunikationsbarrieren bei Sprachblockaden zu überwinden.
Warum wurde das Konzept des "angeleiteten Rollenspiels" gewählt?
Dieses Konzept wurde gewählt, da es dem Spielleiter ermöglicht, das Lernziel (Förderung der kommunikativen Kompetenz) gezielt vorzugeben und die Schüler strukturiert durch den Lernprozess zu führen.
- Citar trabajo
- Thomas Schachtebeck (Autor), 2010, Rollenspiele im Englischunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164991