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Möglichkeiten und Grenzen der Hochbegabtenförderung durch die Jenaplan-Pädagogik

Titel: Möglichkeiten und Grenzen der Hochbegabtenförderung durch die Jenaplan-Pädagogik

Diplomarbeit , 2010 , 93 Seiten , Note: 2

Autor:in: Silke Haas (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Bildungsausschuss verfasste im Jahr 1990 im Auftrag der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung folgendes Konzept:
„Aufgabe des Bildungswesens ist es, allen Kindern und Jugendli-chen, eine ihre Fähigkeiten entsprechende Bildung zu vermitteln. …Auftrag an die Schule, jeden jungen Menschen gemäß seinen individuellen Begabungen und Neigungen zu fördern. Daher müssen besondere Begabungen frühzeitig erkannt und gefördert werden….Besondere Fördermaßnahmen sind erforderlich, um auch denjenigen die volle Entfaltung ihrer Begabung zu ermöglichen, die über das schulische Angebot hinausgehende Beratung und Förderung benötigen…“

Seit diesem Zeitpunkt werden Ressourcen in die Förderung von ...
Die Identifizierung und Förderung von Hochbegabten kann durch eine Selbst-, Eltern-, Lehrkraftnominierung sowie durch psychologische Fachkräfte stattfinden. Für die schulische Förderung stehen viele Ansätze zur Verfügung. Neben kostenneutralen Maßnahmen, wie z.B. die vorzeitige Einschulung und das Überspringen von Jahrgangsstufen, gibt es auch kostenintensive Programme, wie z.B. Sonderschulen und Internate. Nicht außer Acht gelassen werden dürfen die reformpädagogischen Schulen, die zahlreiche Ansätze zur gezielten Förderung von Hochbegabten forcieren. Peter Petersen verfasste schon im Jahre 1916 ein Sammelband mit dem Titel: Der Aufstieg der Begabten. „Es waren Reformpädagogen, wie Petersen und Montessori, die die Individualität des Kindes in den Mittelpunkt des Unterrichts rückten.“

...
Im Zusammenhang mit der Förderung von Begabten wird das im Grundgesetz verankerte Recht auf Chancengleichheit diskutiert.
„Nicht Chancengleichheit, sondern Chancengerechtigkeit ist zu fordern, bei der jedes Kind nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten die ihm gemäße Behandlung erhält.“
...
Ziel dieser Arbeit ist es den reformpädagogischen Ansatz von Peter Petersen mit den geforderten Förderansätzen der Wissenschaft und Pädagogen in Bezug auf Hochbegabte zu diskutieren. Ausgehend von dieser Diskussion stellt sich die Frage, ob eine Begabtenförderung durch die Jenaplan-Pädagogik gewährleistet werden kann und wo diese an ihre Grenzen stößt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begabungsforschung und Begabtenförderung

1.1. Definition Hochbegabung

1.2. Modelle der Hochbegabung

1.2.1. Drei-Ringe-Modell von Renzulli

1.2.2. Triadisches Interdependenzmodell der Hochbegabung

1.2.3. Münchener Hochbegabungsmodell v. Heller, Perleth & Hany

1.2.4. Aktiotop-Modell als komplexe Handlungstheorie

1.3. Diagnostik der Hochbegabung

1.3.1. Objektive Identifikationsverfahren

1.3.2. Subjektive Identifikationsverfahren

1.3.2.1. Schulleistungen

1.3.2.2. Beobachtungsverfahren

1.3.2.3. Lehrerurteil

1.3.2.4. Peernomination

1.3.2.5. Elternurteil

1.3.2.6. Selbstrating und -nomination

1.4. Schulische Förderung von Hochbegabung

1.4.1. Notwendigkeit der schulischen Begabtenförderung

1.4.2. Begabtenpädagogik

1.4.2.1. Öffnung der Schule und Unterricht

1.4.2.2. Begabungsförderndes Lernen

1.4.2.3. Altersgemischte Jahrgangsklassen

1.4.3. Formen der schulischen Begabtenförderung

1.4.3.1. Integration versus Selektion

1.4.3.2. Akzeleration

1.4.3.3. Enrichment

1.4.3.3.1. Unterrichtsinternes Enrichment

1.4.3.3.2 Schulinternes Enrichment

1.4.3.3.3 Außerschulische Enrichment-Möglichkeiten

1.5. Rolle des Lehrers in der Begabtenförderung

2. Petersen – Jena-Plan

2.1. Erziehungswissenschaftliche und pädagogische Grundlagen

2.1.1. Prinzip der Stammgruppe

2.1.2. Führungslehre – Pädagogik des Unterrichts

2.1.3. Lernraum

2.1.4. Eltern und Schule

2.1.5. Leistungsbeurteilung

2.2. Begabte

3. Begabtenförderung und Jenaplan-Pädagogik

3.1. Bedeutung der Beobachtung in der Diagnostik

3.2. Jahrgangsmischung und Hochbegabung

3.3. Bedeutung des offenen Unterrichts und das begabungs-

fördernde Lernen für Hochbegabte

3.4. Förderung verschiedenster Begabungsformen

3.5. Prinzip der ganzheitlichen Förderung

3.6. Grenzen der Begabtenförderung in der Jenaplan-Pädagogik

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, ob der reformpädagogische Ansatz von Peter Petersen die Anforderungen an eine effektive Begabtenförderung erfüllen kann und wo diese Methode an ihre Grenzen stößt. Die Forschungsfrage fokussiert auf die Vereinbarkeit des Jenaplan-Konzepts mit wissenschaftlichen Förderansätzen für hochbegabte Schüler.

  • Theoretische Modelle der Hochbegabung und deren Diagnostik
  • Schulische Fördermaßnahmen wie Akzeleration und Enrichment
  • Die pädagogischen Grundlagen des Jenaplan-Konzepts von Peter Petersen
  • Analyse der Jenaplan-Pädagogik im Kontext der Begabtenförderung
  • Diskussion über Grenzen und Möglichkeiten innerhalb der reformpädagogischen Praxis

Auszug aus dem Buch

1.2.3. Münchener Hochbegabungsmodell v. Heller, Perleth & Hany

Das derzeit bekannteste Modell im deutschsprachigen Raum ist das Münchener Hochbegabungsmodell von Heller, Perleth und Hany. Das Münchener Hochbegabungsmodell ist ein multifaktorielles Fähigkeitskonstrukt und unterscheidet zwischen unterschiedlichen Begabungsdimensionen: Intelligenz, Kreativität, sozialer Kompetenz, Musikalität, Psychomotorik, künstlerische Fähigkeiten und praktischer Fähigkeit. Eine weitere Besonderheit im Vergleich zu den bisherigen Modellen ist, dass nicht nur von einer Begabung gesprochen wird, sondern von verschiedenen Begabungsfaktoren: Prädikatoren (Begabungsvariablen), Kriteriums- oder Leistungsvariablen und Moderatoren. Moderatoren stellen die Beziehung zwischen den Begabungs- und Kriteriumsvariablen dar, die durch die Moderatoren variieren können.

Die Stärke des Modells liegt in der sehr übersichtlichen Darstellung aller möglichen Einflüsse auf die menschliche Leistungsfähigkeit. Kritik an diesem Modell ist, dass zum Bestimmen der Begabungsfaktoren IQ-Tests die Grundlage bilden und es keine geeigneten Diagnoseinstrumente von künstlerischen, musikalischen und psychomotorischen Fähigkeiten gibt und somit der empirische Nachweis der Mehrdimensionalität von Hochbegabung noch aussteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begabungsforschung und Begabtenförderung: Dieses Kapitel definiert Hochbegabung und stellt verschiedene theoretische Modelle sowie diagnostische Verfahren und allgemeine schulische Förderungsformen vor.

2. Petersen – Jena-Plan: Hier werden die erziehungswissenschaftlichen Grundlagen der Jenaplan-Pädagogik von Peter Petersen erläutert, wobei insbesondere das Stammgruppenprinzip und die ganzheitliche Bildung hervorgehoben werden.

3. Begabtenförderung und Jenaplan-Pädagogik: Das letzte Kapitel setzt die Jenaplan-Pädagogik in direkten Bezug zu den Erfordernissen der Begabtenförderung und diskutiert dabei sowohl die Potenziale als auch die praktischen Grenzen des Konzepts.

Schlüsselwörter

Hochbegabung, Begabtenförderung, Jenaplan-Pädagogik, Peter Petersen, Enrichment, Akzeleration, Stammgruppe, Begabungsdiagnostik, offener Unterricht, individuelle Förderung, reformpädagogische Ansätze, Leistungsexzellenz, Begabtenpädagogik, Schulentwicklung, Persönlichkeitsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie hochbegabte Kinder innerhalb des reformpädagogischen Konzepts des Jenaplans von Peter Petersen identifiziert und gefördert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die Begabungsforschung, die Diagnostik von Hochbegabung, schulische Förderungsstrategien sowie die speziellen Prinzipien der Jenaplan-Pädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Diskussion, ob die Jenaplan-Pädagogik eine adäquate Antwort auf die Anforderungen an eine moderne Begabtenförderung bietet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die den reformpädagogischen Ansatz anhand der vorliegenden wissenschaftlichen Literatur analysiert und mit aktuellen Anforderungen der Hochbegabtenförderung abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Modelle der Hochbegabung und Diagnoseverfahren erläutert, anschließend wird der Jenaplan-Ansatz vorgestellt und mit den zuvor definierten Anforderungen an eine angemessene Begabtenförderung gemessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Hochbegabung, Jenaplan-Pädagogik, Begabtenförderung, Stammgruppenprinzip, Enrichment und Akzeleration.

Wie bewertet der Autor die Eignung der Jenaplan-Schulen für Hochbegabte?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Jenaplan viele wichtige Elemente einer begabungsgerechten Förderung enthält, jedoch die praktische Umsetzung durch institutionelle und finanzielle Hürden sowie das Fehlen spezifischer Lehrerausbildungen erschwert wird.

Welche Rolle spielt die Jahrgangsmischung im Jenaplan für hochbegabte Schüler?

Die Jahrgangsmischung wird als wesentlicher Vorteil hervorgehoben, da sie individuelle Lernwege ermöglicht und soziale Ausgrenzung verhindert, weil das "Springen" in höhere Anforderungsstufen ohne Klassenwechsel möglich ist.

Ende der Leseprobe aus 93 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Möglichkeiten und Grenzen der Hochbegabtenförderung durch die Jenaplan-Pädagogik
Hochschule
Wissenschaftliche Hochschule Lahr
Note
2
Autor
Silke Haas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
93
Katalognummer
V165033
ISBN (eBook)
9783640811403
ISBN (Buch)
9783640811663
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hochbegabung Hochbegabte Pädagogik Förderung Jenaplan
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silke Haas (Autor:in), 2010, Möglichkeiten und Grenzen der Hochbegabtenförderung durch die Jenaplan-Pädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165033
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Leseprobe aus  93  Seiten
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