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Heinrich von Kleist und die preußischen Reformer am Beispiel seines Dramas »Die Hermannsschlacht«

Titre: Heinrich von Kleist und die preußischen Reformer am Beispiel seines Dramas »Die Hermannsschlacht«

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Bergfelder (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeit behandelt Kleists Drama "Die Hermannsschlacht" vor dem politischen Hintergrund seiner Entstehung anhand der Motive Insurrektion (bewaffneter Volksaufstand, Propaganda und Partikularismus.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Revolution, Krieg, Besatzung - Zum Hintergrund von Kleists »Die Hermannsschlacht«

2.1 Preußen und Frankreich

2.2 Wider dem “Vatermördergeist” - Persönlicher Hintergrund und Intention Heinrich von Kleists

3 Motive

3.1 Insurrektion und Guerillataktik

3.2 Propaganda und “Totaler Krieg”

3.3 Partikularismus

4 Fazit

5 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Heinrich von Kleists Drama "Die Hermannsschlacht" vor dem Hintergrund der politischen Situation in Preußen zu Beginn des 19. Jahrhunderts und analysiert, inwiefern die Ideen der preußischen Reformer wie Gneisenau, Stein und Scharnhorst in das Werk eingeflossen sind.

  • Historische Einordnung des Werks im Kontext der napoleonischen Besatzung
  • Analyse des Einflusses preußischer Reformideen auf Kleists Werk
  • Untersuchung der Motive der Insurrektion und Guerillakriegsführung
  • Diskussion der Propaganda-Methoden und des Konzepts des "Totalen Krieges"
  • Reflektion über den Partikularismus und die Idee einer geeinten Nation bei Kleist

Auszug aus dem Buch

3.1 Insurrektion und Guerillataktik

Wie bereits erwähnt, forderte das moderne Taktieren Napoléons und seine scheinbar unbesiegbare “Grande Armée” ein Umdenken bei den militärischen Verantwortlichen Preußens. Einen starken Einfluss hatten hier die Vorgänge auf der iberischen Halbinsel, wo die Spanier den ersten Guerilla-Krieg der Geschichte führten um sich der französischen Fremdherrschaft zu entledigen. So schrieb August Neidhardt von Gneisenau, Mitglied der preußischen Militär Reorganisations Kommission, in einer Denkschrift im Jahr 1808:

Nichts fürchten unsere Feinde mehr, nichts entwickelt aber auch die Kraft einer Nation auf eine furchtbarer Weise als Volksaufstände. Überall stellen sich zahlreichere Massen entgegen als mächtigste Feind herbeizuführen vermag.

Auch der preußische General und Militärtheoretiker Carl von Clausewitz sah durch den Guerilla-Krieg neue Möglichkeiten und eine völlige Neudefinition militärischer Stärke, da große Armeen auch durch kleine Einheiten empfindliche Verluste erleiden konnten. Dies war für die preußische Armee nicht uninteressant, da der Frieden von Paris nur noch 40.000 Soldaten zuließ und die preußische Armee somit der französischen Armee nicht nur taktisch sondern auch numerisch stark unterlegen war. Aber nicht nur die militärische Elite Preußens war von den Erfolgen der Spanier beeindruckt. Auch Intellektuelle wie Heinrich von Kleist sahen in der neuen Taktik eine Möglichkeit die verhassten Franzosen zu besiegen. In seinem Stück Die Hermannsschlacht lassen sich viele Passagen finden die Bezug auf diese neue Form der Kriegsführung nehmen. Schon zu Beginn des Stücks wird darauf hingewiesen wie ein schwächerer Gegner eine Übermacht bezwingen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk ein und erläutert die Ambivalenz der Rezeptionsgeschichte sowie die Zielsetzung, Kleists Drama vor dem Hintergrund preußischer Reformideen zu interpretieren.

2 Revolution, Krieg, Besatzung - Zum Hintergrund von Kleists »Die Hermannsschlacht«: Dieses Kapitel skizziert die politische Lage Preußens und die persönliche Motivation Kleists, die durch die napoleonische Besatzung und den Widerstand gegen den "Vatermördergeist" geprägt war.

3 Motive: Der Hauptteil analysiert drei zentrale Motive – Insurrektion, Propaganda/Totaler Krieg und Partikularismus – und setzt diese in Bezug zu zeitgenössischen militärischen Strategien und nationalen Idealen.

4 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Kleist stark von den Ideen der preußischen Reformer beeinflusst war, sein Werk jedoch aufgrund seiner Radikalität und Komplexität erst zeitversetzt Wirkung entfalten konnte.

5 Literatur: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Darstellungen auf, die der Untersuchung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Heinrich von Kleist, Die Hermannsschlacht, Preußische Reformer, napoleonische Besatzung, Guerillakrieg, Insurrektion, Totaler Krieg, Partikularismus, Nationalgefühl, Widerstand, militärische Strategie, Gneisenau, Stein, Napoleon, deutsche Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Heinrich von Kleists Drama "Die Hermannsschlacht" und setzt es in den historischen Kontext der napoleonischen Ära sowie in den Kontext der preußischen Reformbewegungen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der militärischen Strategie (Guerillakrieg), der politischen Radikalisierung (Propaganda und Totaler Krieg) sowie dem Streben nach nationaler Einheit inmitten des deutschen Partikularismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie aktuelle politische Ideen der preußischen Reformer um 1800 das literarische Schaffen Kleists beeinflussten und wie sich dies in der Ausgestaltung des Dramas niederschlägt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Dramas mit historischen Dokumenten, Denkschriften preußischer Reformer und der zeitgenössischen politischen Situation vergleicht.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Im Hauptteil werden drei zentrale Motive detailliert untersucht: die Insurrektion nach dem Vorbild des spanischen Guerillakriegs, die Radikalisierung der Kriegführung als "Totaler Krieg" und die Überwindung der deutschen Kleinstaaterei.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben dem Titel des Dramas selbst, Begriffe wie "Insurrektion", "Guerillataktik", "Totaler Krieg", "Partikularismus" und "preußische Reformer".

Wie bewertet der Autor die Radikalität in "Die Hermannsschlacht"?

Der Autor ordnet die extreme Gewaltdarstellung im Stück als Teil von Kleists Radikalisierungsbestreben ein, das militärische Notwendigkeiten einer Zeit abbildet, in der die alten Regeln der Kriegführung an Bedeutung verloren.

In welchem Verhältnis stehen Kleists Intentionen zu den tatsächlichen Reformen?

Die Arbeit stellt fest, dass Kleist zwar auf einer Linie mit den Zielen der Reformer (Widerstand gegen Napoleon) agierte, sein Stück jedoch aufgrund seiner Radikalität weit über das hinausging, was selbst die Reformer in der Praxis als umsetzbar erachteten.

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Résumé des informations

Titre
Heinrich von Kleist und die preußischen Reformer am Beispiel seines Dramas »Die Hermannsschlacht«
Université
University of Cologne  (Institut für Deutsche Sprache und Literatur)
Cours
Einführungsseminar Heinrich von Kleist
Note
1,0
Auteur
Tobias Bergfelder (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
21
N° de catalogue
V165152
ISBN (ebook)
9783640806577
Langue
allemand
mots-clé
Napoleon Preußen Revolution Preußische Reformer Analyse Nationalismus Drama Aktualisierung Heinrich von Kleist Hermann; Hermannsschlacht; Frankreich Krieg Volksaufstand Armee Germanistik Scharnhorst Gneisenau vom Stein
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tobias Bergfelder (Auteur), 2007, Heinrich von Kleist und die preußischen Reformer am Beispiel seines Dramas »Die Hermannsschlacht«, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165152
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Extrait de  21  pages
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