Rechtfertigung legislativer Eingriffe in Grundrechte des Grundgesetzes und die EU-Grundfreiheiten nach Maßgabe vom Gesetzgeber nicht beabsichtigter/ übersehener Zwecke


Seminararbeit, 2010

43 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Rechtfertigung legislativer Eingriffe in Grundechte des Grundgesetzes nach Maßgabe vom Gesetzgeber nicht beabsichtigter/ übersehener Zwecke
I. Die Bedeutung von Zwecken bei der verfassungsgerichtlichen Kontrolle
II. Bestandsaufnahme von Rechtsprechung und Literatur
1. Rechtsprechung
2. Literatur
III. Diskussion
1. Abgrenzung zu verwandten Problembereichen
a) Begründungspflicht
b) Methodenlehre
c) Gesetzgeberische Sachaufklärungs- und Beobachtungspflichten
2. Der Zweckbegriff
a) Doppeldeutigkeit
b) Konkretisierung der Zwecke und Vertauschbarkeit von Zweck und Mittel
c) Unvorhersehbarkeit
3. Der Wille des Gesetzgebers
a) Wer ist „der Gesetzgeber“?
b) Der Rückgriff auf die Gesetzesmaterialien
c) Motive, auf die sich der Gesetzgeber im Gerichtsverfahren beruft
4. Die Verfassung zur Zulässigkeit der Rechtfertigung legislativer Eingriffe nach Maßgabe vom Gesetzgeber nicht beabsichtigter oder übersehener Zwecke
b) Herleitung aus allgemeinen Staatsprinzipien
aa) Demokratieprinzip
bb) Rechtsstaatsprinzip
(1) Gewaltenteilungsgrundsatz
(2) Art. 19 IV GG
5. Parallele zum Verwaltungsrecht
6. Die Einschätzungsprärogative des Gesetzgebers
IV. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse

C. Rechtfertigung legislativer Eingriffe in die EU-Grundfreiheiten nach Maßgabe vom Gesetzgeber nicht beabsichtigter/ übersehener Zwecke
I. Die Bedeutung von Zwecken bei legislativen Eingriffen in die Grundfreiheiten
II. Bestandsaufnahme von Rechtsprechung und Literatur
1. Rechtsprechung
2. Literatur
III. Diskussion
1. Vorgaben durch das Gemeinschaftsrecht zur Zulässigkeit der Rechtfertigung legislativer Eingriffe nach Maßgabe vom Gesetzgeber nicht beabsichtigter oder übersehener Zwecke
2. Die Begründungspflicht nach Art. 296 AEUV
3. Ermittlung einer mittelbaren Diskriminierung und Maßnahmen gleicher Wirkung
4. Konsequenzen der ausschließlichen Berücksichtigung gesetzgeberischer Zielvorstellungen
IV. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse

D. Ergebnis

Literaturverzeichnis

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A. Einleitung

Ist das eingesetzte Mittel geeignet, erforderlich und angemessen, den angestrebten Zweck zu fördern? Diese Frage stellen sich täglich zahlreiche Richter.

Bei der Prüfung einer durch den Gesetzgeber erlassenen Norm steht und fällt deren materielle Verfassungsmäßigkeit bzw. Vereinbarkeit mit dem Gemeinschaftsrecht mit der Verhältnismäßigkeitsprüfung. Diese stützt sich entscheidend auf den Zweck, der mit der Regelung verfolgt wird. Der Gesetzgeber wird sich regelmäßig überlegt haben, zu welchem Zweck er eine grundrechtseinschränkende bzw. die Grundfreiheiten beschränkende Vorschrift erlässt.

Doch sind Richter überhaupt gehalten, ihre Prüfung darauf zu stützen?

Diese Frage würde sich zumindest dann stellen, wenn der Gesetzgeber die verfolgten Zwecke nicht ausreichend konkretisiert, Wirkungen nicht beabsichtigt, übersieht oder auch wenn die gesetzgeberischen Zwecke nicht legitim sind.

Was für Möglichkeiten hätten Richter in einem solchen Fall?

Müssten sie die zu prüfende Norm als verfassungswidrig bzw. gemeinschaftsrechtswidrig erklären oder könnten sie Lücken füllen und sogar selbst das Ziel, das diese Vorschrift objektiv zu verfolgen geeignetist, festlegen?

Diesen Fragen widmet sich die vorliegende Arbeit.

B. Rechtfertigung legislativer Eingriffe in Grundechte des Grundgesetzes nach Maßgabe vom Gesetzgeber nicht beabsichtigter/ übersehener Zwecke

I. Die Bedeutung von Zwecken bei der verfassungsgerichtlichen Kontrolle

Die Ermittlung des „Zwecks“, den ein Gesetz verfolgt oder verfolgen soll, spielt bei der verfassungsrechtlichen Kontrolle in mehreren Zusammenhängen eine entscheidende Rolle. Bei der Verhältnismäßigkeitsprüfung bildet er den entscheidenden Bezugspunkt für alle anderen Ebenen der Kontrolle[1].

Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, der überwiegend aus dem Rechtsstaatsprinzip hergeleitet wird[2], ist heute als verfassungsrechtlicher Maßstab fürjede Form staatlichen Handelns anerkannt[3].

Anzuwenden ist der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz grundsätzlich bei Eingriffen in Freiheitsgrundrechte[4]. Im Rahmen der Gleichheitsgrundrechte stellt sich die Frage, ob eine Ungleichbehandlung willkürlich erfolgt. Hierbei kommt es auf das Vorhandensein eines sachlichen Grundes und somit wiederum auch auf den „Zweck“ der Regelung an.

Ferner bekommt der Gesetzeszweck bei Grundrechten mit qualifiziertem Gesetzesvorbehalt[5] Bedeutung. Diese Grundrechte dürfen nur beschränkt werden, sofern das einschränkende Gesetz an bestimmte Situationen anknüpft, bestimmten Zwecken dient oder bestimmte Mittel benutzt[6]. Vorbehaltslose Grundrechte können dann eingeschränkt werden, wenn der Zweck, der dem einschränkenden Gesetz zugrunde liegt, als Rechtsgut von Verfassungsrang anzusehen ist.

Nun stellt sich die Frage, ob bei der Rechtfertigung legislativer Eingriffe in Grundrechte nur die Zwecke Berücksichtigung finden dürfen, die der Gesetzgeber vorgesehen hat (subjektive Zwecke) oder ob auch alle anderen denkbaren „Zwecke“, welche die Norm auch zu fördern geeignet sind, als Prüfungsmaßstab zugrunde gelegt werden dürfen.

[...]


[1] Vgl. nur Dechsling, S. 140 ff.; Haverkate, S. 1 ff.; Hirschberg, S. 42 ff. m. w. N.

[2] So das BVerfG in: BVerfGE 19, 342 (348 f.); Vgl. dazu auch Schlink, EuGRZ 1984, S. 457 (459 f.) der vom „Vorbehalt des verhältnismäßigen Gesetzes“ spricht.; oftmals wird der Grundsatz auch aus der Verfassung selbst abgeleitet, vgl. etwa, Schlaich/ Korioth, Rdnr. 518.

[3] Vgl. nur Stern, Bd. III/2, S. 763.

[4] Vgl. nur Osterloh, in: Sachs, Art. 3, Rn. 15; vgl. zum Verhältnismäßigkeitsgrundsatz bei Gleichheitsgrundrechten, Huster, Rechte und Ziele, S. 61 ff., 176 ff.

[5] So z. Bsp. Art. 6 III, 11II, 13 VII, 14 III 1 GG.

[6] Vgl. Pieroth/ Schlink § 6, Rn. 255.

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Details

Titel
Rechtfertigung legislativer Eingriffe in Grundrechte des Grundgesetzes und die EU-Grundfreiheiten nach Maßgabe vom Gesetzgeber nicht beabsichtigter/ übersehener Zwecke
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Veranstaltung
Öffentliches Wirtschaftsrecht
Note
2
Autor
Jahr
2010
Seiten
43
Katalognummer
V165290
ISBN (eBook)
9783640810864
ISBN (Buch)
9783640811182
Dateigröße
624 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Öffentliches Recht, gesetzgeberische Zwecke, Jura, Europarecht
Arbeit zitieren
Katharina Kolok (Autor), 2010, Rechtfertigung legislativer Eingriffe in Grundrechte des Grundgesetzes und die EU-Grundfreiheiten nach Maßgabe vom Gesetzgeber nicht beabsichtigter/ übersehener Zwecke, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165290

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