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Semantische Interferenz - Ursprung und Wirkungsweise des semantischen Interferenzeffektes

Titre: Semantische Interferenz -  Ursprung und Wirkungsweise des semantischen Interferenzeffektes

Mémoire de Maîtrise , 2010 , 80 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Matthias Süß (Auteur)

Science de Langue / Linguistique (interdisciplinaire)
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Résumé Extrait Résumé des informations

In einem Experiment zur Sprachproduktion sollten Probanden Bilder von Objekten benennen und zusammen mit den Bildern dargebotene Wortablenker ignorieren. Die Bilder und die Ablenker waren semantisch eng verwandt („Zange“ - „Bohrer“), semantisch entfernt verwandt („Zange“ - „Spaten“) oder nicht verwandt („Zange“ – „Becher“). Es zeigte sich, dass die Bilder in der semantisch entfernten Bedingung längere Benennzeiten als die Bilder in der nicht verwandten Bedingung aufwiesen. Demgegenüber wiesen die Bilder der engen Bedingung und der nicht verwandten Bedingung keine Unterschiede in den Benennzeiten auf. Die Manipulation der SOA erbrachte, dass Bilder bei einer SOA = -150 ms schneller als bei einer SOA = 0 ms benannt wurden. Die vorliegenden Resultate werden im Licht der „Lexical Selection by Competition Hypothesis“ (Roelofs, 1992; Levelt et al., 1999) und der „Response Exclusion Hypothesis“ (Mahon et al., 2007) untersucht. Es soll gefragt werden, wie semantische Bahnungs- und Interferenzeffekte entstehen und auf welcher Stufe des Sprachprozesses die Effekte anzusiedeln sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aufbau der Arbeit und Zielsetzung

2 Modelle des lexikalischen Zugriffs

2.1 Der lexikalische Zugriff nach Levelt et al. (1999)

2.2 Der lexikalische Zugriff nach Caramazza (1997)

2.3 Der lexikalische Zugriff nach Dell (1986)

3 Die Bild-Wort-(Interferenz)-Aufgabe

4 Zum Ursprung des semantischen Interferenzeffektes

5 Experimentelle Untersuchung

6 Methode

6.1 Teilnehmer

6.2 Stimulusmaterial

6.3 Design

6.4 Prozedur/Vorgehen

6.5 Richtlinien

7 Auswertung

7.1 Fehlerraten

7.2 Reaktionszeitmittelwerte

7.3 Interferenzstatistische Datenanalyse

7.3.1 Überprüfung der Hypothesen

8 Diskussion

8.1 Zu den Faktoren SOA und Ablenkertyp

8.2 Diskussion der Fehlerraten

8.3 Wo sitzt der semantische Interferenzeffekt?

8.4 Fazit

8.5 Probleme

9 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Ursprung und die Funktionsweise des semantischen Interferenzeffekts bei der Sprachproduktion. Ziel ist es, anhand eines eigenen Experiments zu klären, auf welcher Stufe der Sprachverarbeitung (konzeptuell, lexikalisch oder post-lexikalisch) die Interferenz entsteht und ob semantisch nahe oder weiter entfernte Ablenker einen stärkeren Einfluss auf Benennzeiten ausüben.

  • Modellierung des lexikalischen Zugriffs (Levelt, Caramazza, Dell)
  • Analyse der Bild-Wort-Interferenzaufgabe
  • Experimentelle Untersuchung mit Manipulation von SOA und semantischer Nähe
  • Gegenüberstellung der Lexikalischen Wettbewerbshypothese und der Response Exclusion Hypothesis

Auszug aus dem Buch

2.1 Der lexikalische Zugriff nach Levelt et al. (1999)

Der von Levelt (1989), Roelofs (1992), Jescheniak & Levelt (1994) und Levelt et al. (1999) entwickelte Ansatz beschreibt den Prozess der Sprachproduktion in seinem vollen Umfang von der konzeptuellen Planung bis zur Artikulation.

Levelt et al. (1999) nehmen folgende Teilprozesse der Sprachproduktion an: konzeptuelle Planung, lexikalische Auswahl, morphologische Enkodierung, phonologische Enkodierung und Syllabifizierung, phonetische Enkodierung und Artikulation.

Die erste Prozessstufe der Sprachproduktion besteht in der konzeptuellen Planung einer Äußerung (conceptual preparation). Auf der konzeptuellen Ebene werden die Konzepte bzw. die Sinneinheiten, die zur Produktion benötigt werden, ausgewählt. Das Ergebnis dieser Prozessstufe bilden „lexikalische Konzepte“, die anschließend in die lexikalische Auswahl auf der Lemma-Ebene eingehen (lexical selection). Auf der Lemma-Ebene werden syntaktisch spezifizierte Einheiten („Lemmata“), die mit den einzelnen „lexikalischen Konzepten“ verbunden sind, abgerufen. Als Nächstes setzen Prozesse zur morphologischen und phonologischen Enkodierung ein (word form retrieval). Es erfolgt der Zugriff auf „Morpheme“, die in „phonologische Wörter“ (syallabification) und „phonetische Gesten“ (phonetic encoding) übergehen. Zum Abschluss kann die Artikulation erfolgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema der Sprachproduktion und Formulierung der zentralen Forschungsfrage zum lexikalischen Zugriff.

2 Modelle des lexikalischen Zugriffs: Detaillierte Darstellung theoretischer Modelle zur Sprachproduktion von Levelt, Caramazza und Dell.

3 Die Bild-Wort-(Interferenz)-Aufgabe: Erläuterung der experimentellen Methode zur Untersuchung von Interferenzprozessen in der Sprachproduktion.

4 Zum Ursprung des semantischen Interferenzeffektes: Theoretische Herleitung und Diskussion möglicher Orte des Interferenzeffekts innerhalb des Sprachsystems.

5 Experimentelle Untersuchung: Hypothesenbildung für die eigene Untersuchung basierend auf der Wettbewerbshypothese.

6 Methode: Beschreibung des experimentellen Designs, der Teilnehmer und des Stimulusmaterials.

7 Auswertung: Statistische Analyse der erhobenen Reaktionszeiten und Fehlerraten.

8 Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext bestehender Hypothesen und Klärung der Fehlerquellen.

9 Ausblick: Zusammenfassung der offenen Fragen und Vorschläge für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Sprachproduktion, lexikalischer Zugriff, semantische Interferenz, Bild-Wort-Aufgabe, Lemma-Auswahl, SOA, Wettbewerbshypothese, Response Exclusion Hypothesis, Bahnungseffekt, mentale Repräsentation, Sprechfehler, Psycholinguistik, Aktivationsausbreitung, semantische Nähe, Sprachverarbeitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den kognitiven Mechanismen der Sprachproduktion, speziell mit der Frage, wie Sprecher Wörter aus ihrem mentalen Lexikon abrufen und wie konkurrierende Informationen diesen Prozess beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Prozess des lexikalischen Zugriffs, der semantische Interferenzeffekt bei der Bildbenennung und der Vergleich verschiedener theoretischer Sprachproduktionsmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Ursprung und die Funktionsweise des semantischen Interferenzeffekts zu identifizieren, um zu klären, auf welcher Stufe der Sprachverarbeitung er stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein Experiment vom Typ "Bild-Wort-Interferenzaufgabe" durchgeführt, bei dem Probanden Bilder benennen mussten, während sie störende Wortablenker ignorierten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung durch einschlägige Modelle, die Konzeption und Durchführung eines eigenen Experiments sowie die statistische Auswertung und fachliche Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Sprachproduktion, lexikalischer Zugriff, semantische Interferenz, Bild-Wort-Aufgabe, Lemma-Auswahl und die Wettbewerbshypothese.

Warum spielt die SOA-Manipulation eine Rolle?

Die SOA (Stimulus Onset Asynchrony) ist entscheidend, um den zeitlichen Verlauf der Aktivierung von Zielwörtern und Ablenkern zu messen und daraus Schlüsse über die Prozessstufen zu ziehen.

Welche Bedeutung haben "nahe" versus "weite" Ablenker?

Die Untersuchung der semantischen Nähe testet, ob stärkere semantische Ähnlichkeit zu mehr oder weniger Interferenz führt, was entscheidend für die Stützung der jeweiligen theoretischen Modelle ist.

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Résumé des informations

Titre
Semantische Interferenz - Ursprung und Wirkungsweise des semantischen Interferenzeffektes
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für deutsche Sprache und Linguistik)
Note
1,3
Auteur
Matthias Süß (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
80
N° de catalogue
V165360
ISBN (ebook)
9783640813797
Langue
allemand
mots-clé
Psycholinguistik Bildbenennung Interferenzeffekt Sprachproduktion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Matthias Süß (Auteur), 2010, Semantische Interferenz - Ursprung und Wirkungsweise des semantischen Interferenzeffektes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165360
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Extrait de  80  pages
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