Die Seeschlachten des Dekeleischen Kriegs (413 - 404 v. Chr.)


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010

30 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis III

1. Einleitung

2. Die Flottenpolitik
2.1 Geschichte des Flottenbaus
2.2 Die Triere als Kriegsschiff
2.2.1 Technische Eigenschaften und Aufbau
2.2.2 Besatzung

3. Die Schlachten
3.1 Vorgeschichte
3.2 Von der Seeschlacht bei Syme (412) bis zur Seeschlacht von Abydos (411)
3.3 Die Seeschlacht von Kyzikos (März 410)
3.4 Die Seeschlacht bei den Arginusen (Juli/August 406)

4. Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis
5.1 Quellen
5.2 Literatur

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die vorliegende Ausarbeitung basiert auf der Mitarbeit in dem Hauptseminar „Der Peloponnesische Krieg“ (431-404 v. Chr.)[1] im Wintersemester 2009/2010 am historischen Seminar III der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Das Seminar befasste sich mit der chronologischen und inhaltlichen Aufarbeitung dieses Ereignisses im klassischen Griechenland. Am 19. Januar 2010 hielt der Verfasser ein Referat zum Thema „Die Seeschlachten des Dekeleischen Kriegs“.[2] Es wird als Grundlage der folgenden Erörterungen herangezogen. Die Vielfalt der Vorkomm-nisse sowie deren detaillierte Schilderung und Prägnanz verdanken wir insbeson-dere dem zeitgenössischen Historiker Thukydides und seinem Werk „Der Pelopon-nesische Krieg“.[3] Es endet jedoch unvermittelt mit dem achten Buch im Sommer 411. Thukydides befasst sich insofern nur mit einem kurzen Ausschnitt des Dekeleischen Kriegs bis zur Seeschlacht bei Kynossema.[4]

Als Hauptquellen dieser Arbeit wird der Verfasser daher die Schilderungen Xenophons[5] und die Alternativtradition Diodors heranziehen[6]. Xenophon schildert das Geschehen aus der Sicht als Zeitzeuge des Peloponnesischen Kriegs, während Diodor (er war Zeitgenosse Cäsars) aus der Retrospektive der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts, also ca. 350-380 Jahre später, und mit Bezug auf andere Quellen berichtet.[7] Bedingt durch ihren zeitgenössischen Charakter orientieren sich die Ausführungen dieser Arbeit bevorzugt an den Schilderungen Xenophons, ohne jedoch die quellenkritische Auseinandersetzung mit beiden Autoren zu vernachlässigen.

Während des Dekeleischen Kriegs fanden insgesamt acht Seeschlachten statt: Zwischen dem Winter 412/411 und September 405. Da im Rahmen dieser Arbeit die Darstellung sämtlicher Seeschlachten zwangsläufig nur verkürzt wiedergegeben werden könnte, würde dies der Bedeutung und Würdigung der Einzelereignisse nicht gerecht. Die Beschäftigung mit den Seeschlachten zwingt daher zur Selektion und konzentriert sich auf die Konfrontationen zwischen Athen und Sparta[8] bei Kyzikos (März 410) und der Inselgruppe der Arginusen (Juli/August 406). Diese Auswahl folgt dem Gedanken, dass die Schlacht bei Kyzikos, die mit einem überragenden Sieg Athens endete, für die außen- wie innenpolitische Entwicklung Athens ein besonderes Ereignis darstellte. Die Schlacht bei den Arginusen mar-kierte den letzten bedeutenden Sieg der Athener wie auch die letzte große Schlacht im Peloponnesischen Krieg. Ziel der Arbeit ist es, einen konsistenten Ereigniszu-sammenhang der Seeschlachten im Dekeleischen Krieg darzustellen. Daraus lassen sich folgende Leitfragen ableiten:

- Welche innen- und außenpolitischen Bedeutung besaß die Seeflotte für die Athener und Spartaner, deren Kriegsmacht auf völlig unterschiedlichen Grundlagen beruhte ?
- Wie konnte Athen die Rekrutierung der Flottenbesatzungen sicherstellen ? Kam es zum Einsatz von Sklaven ?
- Welche strategischen und taktischen Fehler führten zur Niederlage Athens ?

Hierzu skizziert der Verfasser in Kapitel 2 die Flottenpolitik beider Kriegs-parteien und setzt sich mit der Triere als Kampfschiff auseinander. Kapitel 3 schildert die Vorgeschichte der Seeschlachten, beginnend mit der Peloponnes-Expedition der Athener (414), der eine zusammenfassende Darstellung der See-schlachten bis zur Schlacht bei Abydos (Winter 412 – Oktober 411) folgt. Es schließt sich die ausführliche Erörterung und Auseinandersetzung mit den Seeschlachten von Kyzikos und bei den Arginusen an. Auf die Schlachten bei Notion (Spätherbst 407) und Aigospotamoi (September 405) wird im Einzelfall Bezug genommen, um einen zusammenhängenden Handlungsstrang zu dokumentieren.

2. Die Flottenpolitik

2.1 Geschichte des Flottenbaus

„Navigare necesse est“ galt für die Griechen in besonderer Weise. Nahrung musste stets aus dem Meer geholt werden, da die Zahl der Bewohner nicht mehr zu ernähren war. Im zweiten Jahrtausend v.Chr. diente das Schiff als Transportmittel, um Inseln und Städte zu plündern. Die Inselbewohner betrieben Piraterie, denn die Seefahrt galt nicht als ruhmreich, sondern wurde als lästiges, aber notwendiges Übel angesehen. Minos, der König auf Kreta, war „(...) der Erste, der sich eine Flotte schuf; (...)“[9] und das Seeräuberwesen abschaffte .[10] Vermutlich wurden in Korinth um 704 die ersten Schiffe durch den korinthischen Schiffsbaumeister Ameinokles gebaut.[11] Die genaue Datierung erlaubt uns der terminus ante quem, den Thukydides bietet, da „(...) ungefähr dreihundert Jahre vergingen bis zum Ende dieses Krieges, seit Ameinokles nach Samos gekommen war“.[12]

Im 6. Jahrhundert unterhielten Milet, Korinth, Samos und Ägina große See-flotten. Zusammen stellten sie zu dieser Zeit eine bedeutende Seemacht dar. Athen entwickelte parallel eine immer stärker werdende Flotte unter den Griechen. Zur Zeit der Schlacht bei Salamis besaß Athen 180 Trieren[13] von insgesamt 378 Schiffen aller griechischen Bundesgenossen. Dagegen verfügte z.B. die korinthische Flotte lediglich über 40, die Ägineten über 30 Schiffe.[14]

Die communis opinio weist dem Politiker Themistokles (525-459) die Rolle als Initiator der athenischen Flotte und deren Beitrag zur außenpolitischen Vor-machtstellung zu, denn „(...) so schuf er geradezu die Grundlage für das Reich“.[15] Die Feindschaft gegenüber den Ägineten[16], aber vermutlich vielmehr die Angst vor der bevorstehenden Invasion der Perser unter Xerxes I., bewogen Themistokles dazu, bereits Ende der 490er Jahre Piräus als Kriegshafen auszubauen und die Anzahl der Trieren ab 483/482 kontinuierlich zu erweitern. Wahrscheinlich wurde sein Flottenbauprogramm durch die Einnahmen der neu entdeckten Silberminen im Gebiet von Laureion finanziert. Bei Ankunft des persischen Großkönigs besaß Athen bereits über 200 Trieren.[17] Die Seeschlachten bei Salamis (480) und an der Mykale (479) bildeten die entscheidenden Wendepunkte für die athenische Außenpolitik und das Selbstverständnis zur See. Thukydides führt hierzu aus: „(...) und die Athener packten ihre Habe, gingen an Bord der Schiffe und wurden Seefahrer“[18] und so „(...) seien sie [die Athener ] erst von den Persern gezwungen worden, Seeleute zu werden“.[19] Zugleich war dadurch die Grundlage für die weitere Expansion Athens in der Ägäis gelegt: Ziel war es, die persische Vorherrschaft auf den Inseln und an der Westküste Kleinasiens zu Gunsten eines hegemonialen Seebundes zurückzudrängen.

Bedroht durch den spartanischen König Pausanias und motiviert durch die Offensivstrategie Athens, schlossen die Inseln Chios, Samos und Lesbos unter der Führung Athens einen Sonderbund, den sog. „Ersten attischen Seebund“ (478/477).[20] Zu Beginn des Peloponnesischen Kriegs besaß Korinth 120 Schiffe[21] und Athen 300 einsatzbereite Trieren, von denen 100 zur Verteidigung Athens vorgesehen waren.[22] Die Relation der Flottengrößen belegt das Beispiel, dass selbst zu Beginn des Dekeleischen Kriegs im Jahr 413 die spartanische Flotte nicht mehr als 25 Schiffe besaß, also weniger als Korinth zu Beginn des Kriegs.[23]

Athen hatte seine Flotte auch mit Hilfe der Bündnermitglieder ausgebaut, die es teilweise brutal und mit Waffengewalt zum Beitritt zwang oder unterdrückte.[24] Welchen militärischen und somit politischen Stellenwert die Flotte besaß, unterstreicht die Tatsache, dass nach Beginn des Peloponnesischen Kriegs jährlich zwischen 10 und 20 Schiffe neu gebaut wurden.[25] Während Athens Stärke die Seeflotte war, hatte sich Sparta mit dem von ihm Mitte des 6. Jahrhunderts gegründeten „Peloponnesischen Bund“ zur stärksten Landmacht entwickelt. Es war ein Bündnissystem (Symmachie), das aus mehreren griechischen Poleis bestand. Die einzelnen Städte schlossen jeweils Bündnisse mit Sparta ab - teils freiwillig, teils unter Zwang. Die Dichotomie zwischen der „Seemacht Athen“ und der „Landmacht Sparta“ bringt Thukydides zum Ausdruck: „Denn die Größe des Ruhmes bestand zur damaligen Zeit [im Archidamischen Krieg ], für die Land-macht (Sparta) darin, dass sie mit ihrer Fußtruppe am mächtigsten war, für die Seemacht (Athen), dass sie durch ihre Flotte am meisten überlegen war“.[26]

2.2 Die Triere als Kriegsschiff

2.2.1 Technische Eigenschaften und Aufbau

Die griechische Triere war eine von verschiedenen Schiffstypen, die nach der Anzahl der zum Einsatz kommenden Ruderer benannt wurden.[27] Sie war ein aus Holz gebautes Kriegsschiff, etwa 32 bis 36 m lang und 4,40 bis 4,60 m breit (mit den Auslegern ca. 5-6 m). Die Lebensdauer der Trieren betrug ca. 20-25 Jahre. Sie wurden nach ihrem Alter klassifiziert und ausschließlich mit weiblichen Vornamen wie z.B. Freiheit (eleutheria), Demokratie (demokratia) oder Gerechtigkeit (dikaiosyne) getauft.[28] Das gesamte Schiff wog insgesamt ca. 90 t. Trotz dieses Gewichts und einer Verdrängungsleistung von ca. 45 t war die Triere ein außeror-dentlich schnelles Schiff, das auf kurzen Strecken mit einer Taktrate von 30-40 Ruderschlägen pro Minute eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 7 Knoten (13 km/h) innerhalb von 30 Sekunden erreichen konnte.[29] Zur Überbrückung langer Strecken und Schonung der Mannschaften wurde nicht gerudert, sondern gesegelt. Zwei Ruder, die jeweils auf der Back- bzw. Steuerbordseite am Heck angebracht waren, steuerten die Triere.[30] Die Einzelruder für sämtliche Ruderreihen waren mit 4 m einheitlich lang. Um Geschosse des Feindes abzuwehren und die gesamte Mann-schaft zu schützen, zogen die Trieren seitliche Schutzschirme aus Tierhäuten- und Fellen hoch.[31]

Die Verhältnisse an Bord waren überaus beengt. Auf den Schiffen konnte weder gekocht noch übernachtet werden. Deshalb wurden die Trieren jeden Abend an Land gezogen. Sie aus dem Wasser zu ziehen war auch deshalb notwendig, weil die Schiffe Wasser aufsogen und zu faulen begannen, obwohl sie gut abgedichtet waren.[32] Diese technische Notwendigkeit bildete zugleich den Schwachpunkt jeder Flotte. Die Mannschaft musste äußerst vorsichtig und wachsam sein, denn durch den Aufenthalt an Land waren Flotte und Besatzung jederzeit, besonders am späten Abend und am frühen Morgen, von der See- und Landseite angreif- und verwundbar.[33] Das musste die athenische Flotte im September 405 bei Aigospotamoi erfahren, als sie durch ein Täuschungsmanöver des spartanischen Flottenkommandanten Lysandros in ihrem Lager überfallen und vernichtend geschlagen wurde.[34]

2.2.2 Besatzung

Die Gesamtbesatzung einer Triere bestand aus etwa 200 Personen, von denen ca. 170, d.h. 85% als Ruderer (naútai) zum Einsatz kamen. In dieser Rudermannschaft hießen die Ruderer der oberen Reihe Thraniten, die der mittleren Zygiten und die der unteren Thalamiten. Die Anzahl der Thalamiten und Zygiten an Bord war mit jeweils 54 identisch. Hingegen gab es 62 Thraniten.[35] Zur Rudermannschaft zählten außerdem der Rudermeister (keleusthés)[36], der Steuermann (kybernétes), sowie ein Flötenbläser (trieraúles, auletés), der zwar unbeliebt, jedoch durch seine Funktion als Taktgeber der Ruderer unverzichtbar war. Hinzu kamen 10-20 Personen, u.a. der Schiffszimmermann und der Zahlmeister als höhere Dienst-grade, die zur Schiffsmannschaft bzw. dem seemännischen Personal zählten (hyperesía) sowie bewaffnete Soldaten in Form von Hopliten und Bogenschützen (epibátai = „ die Dazugestiegenen “).

Die Athener nutzten die ganze Triere als Waffe und setzten zunächst keine Sklaven sondern freie Männer ein.[37] Zum Einsatz kamen demnach überwiegend Theten[38] und Metöken.[39] Bei den Spartanern bestand die Mannschaft aus Heloten und Söldnern.[40] Die Rekrutierung der Flottenbesatzung war grundsätzlich schwierig. Insbesondere stand man vor dem Problem, alle Schiffe gleichzeitig zu besetzen. Dies hätte bei 300 Trieren, die zu Beginn des Peloponnesischen Kriegs vorhanden waren, demnach 60.000 Männer erfordert. Eine Zahl, die die Einwohnerzahl Athens deutlich überstieg. Die für den Flottendienst geeignete Anzahl dienstfähiger Männer war also nicht in ausreichendem Maß verfügbar.[41] Als hauptsächliches Rekrutierungsgebiet wurde deshalb das Ausland herangezogen, besonders das Gebiet des Seebundes.[42]

[...]


[1] Aus Vereinfachungs- und Platzgründen wird in der Ausarbeitung auf den Datierungszusatz „v. Chr.“ verzichtet, da der betrachtete Zeitraum vollständig in die Zeit vor Christi Geburt fällt.

[2] Der Peloponnesische Krieg, also der Archidamische Krieg (431-421), die Zwischenkriegszeit des Nikiasfriedens (421-414) sowie der Dekeleische Krieg (413-404) wird von Thukydides im sog. Zweiten Proömium als Einheit angesehen: „Der Krieg dauerte bis dahin insgesamt siebenund-zwanzig Jahre“. (Thuk. V 26,1); Vgl. hierzu auch Meister, Klaus: Die griechische Geschichts-schreibung: von den Anfängen bis zum Ende des Hellenismus. Stuttgart u.a. 1990, S. 55.

[3] Vgl. Thukydides: Der Peloponnesische Krieg. Übersetzt und herausgegeben von Helmuth Vretska und Werner Rinner. Stuttgart 2009.

[4] Vgl. Thuk. VIII 109,1.

[5] Vgl. Xenophon: Hellenika. Griechisch-deutsch. Herausgegen von Gisela Strasburger. 1. Aufl. München 1970.

[6] Vgl. Diodorus Siculus: Griechische Weltgeschichte. Buch XI-XIII. Übersetzt von Otto Veh. Eingeleitet und kommentiert von Wolfgang Will. Stuttgart 1998.

[7] Vgl. Meister (1990), S. 70-74; 171-181.

[8] Die Arbeit verwendet die Begriffe „Spartaner“ und „Lakedaimonier“ trotz inhaltlicher Unterschiede synonym. Die Spartaner waren Bürger von Sparta, einer Polis im staatsrechtlichen Sinn. Sparta setzte sich aus fünf sog. „Komen“ (Dorfgemeinschaften) zusammen, aus denen Sparta als Ort bestand. Die Lakedaimonier umfassten sowohl Spartiaten als auch Periöken („die Umwohnenden“). Sie waren zu einer Staatengemeinschaft unter der Herrschaft Spartas zusammen-gefasst. Heloten fielen dagegen nicht unter den Begriff der Lakedaimonier. Vgl. Busolt, Georg: Griechische Staatskunde. 3., neugest. Aufl. der „Griechischen Staats- und Rechtsaltertümer“. 2. Hälfte. München 1925, S. 653.

[9] Thuk. I 4,1.

[10] Vgl. Kromayer, Johannes / Veith, Georg: Heerwesen und Kriegführung der Griechen und Römer. In: Otto, Walter (Hg.): Handbuch der Altertumswissenschaft. München 1928, Abt. 4, Teil 3, Bd. 2, , S. 163.

[11] Vgl. Thuk. I 13,2.

[12] Ders. I 13,3.

[13] Diese wurden innerhalb von 3 Jahren gebaut. Vgl. Kromayer (1928), S. 166.

[14] Vgl. Bleicken, Jochen: Die athenische Demokratie. 4., völlig überarb. und wesentl. erw. Aufl., Paderborn u.a. 1995, S. 151.

[15] Thuk. I 93,4. Themistokles wurde 432 durch Ostrakismos verbannt. Vgl. Ders. I 135,3 sowie Cancik, Hubert (Hg.): Der neue Pauly. Enzyklopädie der Antike. Stuttgart, Weimar 2002, Bd. 12/I, Sp. 306 f.

[16] Ägina ist eine Insel im Saronischen Golf. Athen befürchtete, die Ägineten würden den Persern einen militärischen Stützpunkt gewähren, der nur ca. 25 km südwestlich des Hafens von Piräus liegt. Vgl. Bleicken (1995), S. 151 f.

[17] Zurückzuführen auf das Themistokles-Dekret, das eine Zahl von 200 Trieren vorsah. Vgl. Welwei, Karl-Wilhelm: Unfreie im antiken Kriegsdienst. Erster Teil: Athen und Sparta. Wiesbaden 1974, S. 75.

[18] Thuk. I 18,2.

[19] Ders. VII 21,3.

[20] Dieses Bündnis wurde aufgrund seines Verwaltungszentrums im Apollon-Heiligtum auf der Insel Delos auch „Delisch-attischer Seebund“ genannt. Dort war zudem die Bundeskasse untergebracht. Die 460 unternommene Ägyptenexpedition der Athener endete mit dem Verlust der Flotte bei der Nilinsel Prosopitis (454) und veranlasste Athen, die Bundeskasse im selben Jahr nach Athen zu verlegen. Vgl. Thuk. I 96,2; 109 f.; Bleicken (1995), S. 79.

[21] Vgl. Thuk. I 25,4.

[22] Vgl. Ders. II 13,8; 24,1 f.

[23] Vgl. Beike, Manfred: Kriegsflotten und Seekriege der Antike. 2., durchges. Aufl. Berlin (1990), S. 76.

[24] Vgl. Ders., S. 69.

[25] Vgl. Bleicken (1995), S. 151.

[26] Thuk. IV 12,3.

[27] Der bis zum 6. Jahrhundert überwiegend verwendete Schiffstyp war der Fünfzigruderer (Pente-kontere). Nach langer Entwicklungszeit wurde während des Peloponnesischen Kriegs ausschließlich die Triere (lat. für Dreiruderer) als Schiff eingesetzt.

[28] Vgl. Hanson, Victor Davis: A war like no other. How the Athenians and Spartans fought the Peloponnesian war. New York 2005, S. 253; Bleicken (1995), S. 163.

[29] Die Angaben zu den Ausmaßen variieren, da keine Trieren erhalten sind, die eine eindeutige Bestimmung der Maße ermöglicht hätten. Vgl. Bleicken (1995), S. 152 f. sowie Beike (1990), S. 36 f.

[30] Vgl. Bleckmann, Bruno: Der Peloponnesische Krieg. München 2007, S. 46.

[31] Vgl. Hanson (2005), S. 244.

[32] Vgl. Bleckmann (2007), S. 46.

[33] Vgl. Hanson (2005), S. 260.

[34] Da er bereits als Nauarch in der Schlacht bei Notion die Flotte kommandierte, ernannten die Lakedaimonier Lysandros zum Unteradmiral (epistoleus) und Arakos zum Nauarchen, denn das Gesetz verbot es, dass eine Person das Nauarchenamt zweimal ausübte. Vgl. Xen. Hell. II 1,7; 21-30.

[35] Die Thraniten wurden oft besser bezahlt als die Thalamiten und Zygiten, denn sie verrichteten schwerere Arbeit und waren am besten ausgebildet (der durchschnittliche Sold betrug ca. 3 Obolen täglich). Sie bekamen kein Meerwasser ab und konnten frische Luft atmen. Im Gegensatz zum Rest der Rudermannschaft mussten sie nicht „blind“ rudern. Vgl. Hanson (2005), S. 237-239; Kromayer (1928), S. 190.

[36] Als Kommandeur der Ruderer war er nach dem Steuermann der zweithöchste Offizier an Bord und zugleich für Ausbildung, Verpflegung sowie Auszahlung des Soldes verantwortlich. Vgl. Kromayer (1928), S. 189 und Bleicken (1995), S. 156.

[37] Im Gegensatz zu den Sklaven römischer Galeeren waren die athenischen Ruderer daher nicht angekettet. Vgl. Hanson (2005), S. 237.

[38] Die Theten waren mittellose Athener (Bürger „infra classem“), die keiner der drei von Solon 594 konstituierten Vermögens- bzw. Zensusklassen („Fünfhundertscheffler“ = pentakosiomédimnoi sowie Reiter = Hippeis und Zeugiten) angehörten. Diese als Timokratie bezeichnete neue Staatsordnung verband den politischen Einfluss mit dem Vermögen und nicht mehr mit der Herkunft. Vgl. Bleicken (1995), S. 26 f.

[39] Als Metöken wurden in Attika ansässige Fremde (xénos; xénos métoikos) bezeichnet, die als freie Bürger lebten, jedoch keine politischen Rechte besaßen und auch kein Eigentum an Grund und Boden erwerben durften. Allerdings waren sie zur Zahlung einer Kopfsteuer (metoikion) verpflichtet. Vgl. Thuk. III 16,1; VI 43,1; 63,7 sowie Bleicken (1995), S. 102-105.

[40] Vgl. Thuk. VI 91,2-4.

[41] 431 gab es ca. 40-50.000 männliche Vollbürger in der athenischen Polis. In Sparta lebten etwa 4000 Spartiaten ggü. 8000 während der Perserkriege. Vgl. Welwei, Karl-Wilhelm: Die griechische Polis. Verfassung und Gesellschaft in archaischer und klassischer Zeit. 2., durchges. und erw. Aufl., Stuttgart 1998, S. 2.; Ruschenbusch, Eberhard: Athenische Innenpolitik im 5. Jahrhundert v. Chr. Ideologie oder Pragmatismus ?. Bamberg 1979, S. 145 f.

[42] Vgl. Thuk. I 121,3; VII 63,3-4.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Die Seeschlachten des Dekeleischen Kriegs (413 - 404 v. Chr.)
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Philosophische Fakultät, Historisches Seminar III, Alte Geschichte)
Veranstaltung
Der Peloponnesische Krieg
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
30
Katalognummer
V165437
ISBN (eBook)
9783640811960
ISBN (Buch)
9783640812110
Dateigröße
1000 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pelopponischer Krieg, Thukydides, Alkibiades, Dekeleischer Krieg, Griechen, Sparta, Athen, athenische Demokratie, Archidamischer Krieg, Xenophon, Diodor, Seeschlachten, Antike, Alte Geschichte
Arbeit zitieren
Diplom-Betriebswirt Eckhard Neudeck (Autor), 2010, Die Seeschlachten des Dekeleischen Kriegs (413 - 404 v. Chr.), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165437

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