Das Ziel der internen Unternehmenskommunikation ist es, MitarbeiterInnen so gut über das Unternehmen zu informieren, dass sie sich selbst mit dem Unternehmen identifizieren. Ein „Wir-Gefühl“ soll entstehen. Welche Maßnahmen man zur Erreichung des Ziels durchführen kann werden in dieser Arbeit beschrieben und anhand eines Fallbeispiels an der FHWien – Studiengänge der WKW verdeutlicht.
Interne Unternehmenskommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens. Das Denken mittlerweile auch viele Betriebe. Daher gewinnt die MitarbeiterInnenkommunikation in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung wie die Delphi-Studie von 2010 zeigt. Vor allem der Einsatz der computervermittelnden Kommunikation steigt. Der tägliche Kommunikationsprozess in einem Unternehmen ohne ein E-Mail zu versenden ist heute kaum noch vorstellbar. Möglichkeiten die MitarbeiterInnen zu informieren gibt es viele, aber welche sind gegenwärtig noch zeitgemäß?
Ein Rundschreiben oder das schwarze Brett sind fast nur noch in elektronischer Form vorhanden. Für Mitarbeiterzeitschriften oder Corporate-TV fehlen oft die finanziellen Mittel und die personellen Ressourcen. Die persönliche Kommunikation hat aber ihren Stellenwert noch nicht verloren. Die meisten Informationen beziehen die MitarbeiterInnen meist noch von KollegInnen oder dem/der Vorgesetzten persönlich. Veranstaltungen wie die Weihnachtsfeier oder der Betriebsausflug werden sehr gerne von MitarbeiterInnen in Anspruch genommen. Eine völlig neue Form der internen Unternehmenskommunikation ist der Corporate-Blog der sich erst in den letzten Jahren etabliert hat. Nicht die Masse an Kommunikationsinstrumenten macht den Erfolg, sondern der wohlüberlegte Einsatz und eine gute Kombination.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Erkenntnisinteresse
1.2 Forschungsfragen
1.3 Darstellung der Untersuchung
2 BEGRIFFSDEFINITIONEN
2.1 Kommunikation
2.2 Unternehmenskommunikation
2.3 Interne Unternehmenskommunikation
3 INTERNE UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION
3.1 Wer gehört zur Zielgruppe der internen Unternehmenskommunikation?
3.2 Welche Ziele verfolgt die interne Unternehmenskommunikation?
3.3 Möglichkeiten der MitarbeiterInnenkommunikation
3.3.1 Die mündliche MitarbeiterInnenkommunikation
3.3.2 Die schriftliche MitarbeiterInnenkommunikation
3.3.3 Die elektronische MitarbeiterInnenkommunikation
4 FORSCHUNGSDESIGN
4.1 Begründung der Methode
4.2 Das Erhebungsinstrument – Das Leitfadeninterview
4.2.1 Durchführung des Interviews
4.3 Auswertung und Analyse der Interviews nach Lamnek
4.3.1 Transkription
4.3.2 Einzelanalyse
4.3.3 Generalisierende Analyse
4.3.4 Kontrollphase
5 INTERNE UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION AN DER FHWien – STUDIENGÄNGE DER WKW
5.1 Überblick der FHWien – Studiengänge der WKW
5.2 Resultate der Befragung der Expertin Frau Mag. T. Leiterin der Unternehmenskommunikationsabteilung FHW GmbH
5.2.1 Maßnahmen an der FHWien – Studiengänge der WKW
5.2.2 Zukünftige Veränderungen
5.3 Resultate der Befragung der FHW GmbH Mitarbeiterin Frau F., MA
6 RESÜMEE
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Bakkalaureatsarbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung der internen Unternehmenskommunikation. Ziel ist es, Maßnahmen zu identifizieren, die eine optimale Information der MitarbeiterInnen gewährleisten und die Identifikation mit dem Arbeitgeber fördern, wobei dies anhand des Fallbeispiels der FHWien – Studiengänge der WKW analysiert wird.
- Bedeutung der internen Kommunikation für den Unternehmenserfolg
- Methoden der mündlichen, schriftlichen und elektronischen Kommunikation
- Zielgruppenanalyse und Motivationsförderung durch interne Kommunikation
- Empirische Untersuchung der Kommunikationspraktiken an der FHWien
- Herausforderungen der Kommunikation in komplexen Organisationen
Auszug aus dem Buch
Die mündliche MitarbeiterInnenkommunikation
Die wirksamste Form der MitarbeiterInnenkommunikation ist die Face to Face Kommunikation. Für die interne Unternehmenskommunikation wird die persönliche Kommunikation immer wichtiger. Daher ist es von Bedeutung, dass man gut vorbereitet in ein Gespräch geht. Während einer persönlichen Kommunikation erfüllt man vier Funktionen zur gleichen Zeit: Information, Interaktion, Interpretation und die Beeinflussung (Mast 2008, 276). Vor allem bei gravierenden Veränderungen ist es empfohlen diese mittels mündlicher Kommunikation der MitarbeiterInnen mitzuteilen. Der Vorteil der Face to Face Kommunikation ist, dass man direkt auf Fragen reagieren kann um Bedenken oder Missverständnisse so schnell wie möglich aus dem Weg zu räumen. Zusätzlich kann man auch die Gefühle der MitarbeiterInnen sofort erkennen. Die mündliche Mitarbeiterkommunikation hat aber nicht nur Vorteile. Als negativ zu betrachten ist, dass Informationen verzerrt werden können oder erst gar nicht aufgenommen werden. Außerdem besteht auch ein Risiko bei der Weitergabe der Informationen. Möglicherweise werden die Informationen erst gar nicht an weitere Personen übermittelt. Daher ist es zu empfehlen immer eine schriftliche Form der Kommunikation der mündlichen anzuschließen (Herbst 2003, 214). Auch bei der Motivation von MitarbeiterInnen oder beim Aufbau von Vertrauen ihnen gegenüber spielt das persönliche Gespräch eine wesentliche Rolle (Mast 2008, 276f).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Relevanz der internen Kommunikation ein, definiert das Erkenntnisinteresse sowie die Forschungsfragen und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 BEGRIFFSDEFINITIONEN: Hier werden die theoretischen Grundlagen für Kommunikation, Unternehmenskommunikation und deren spezifische Ausprägung als interne Unternehmenskommunikation gelegt.
3 INTERNE UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION: Dieses Kapitel behandelt die Zielgruppen, die strategischen Ziele der Kommunikation sowie die verschiedenen Kanäle wie mündliche, schriftliche und elektronische Instrumente.
4 FORSCHUNGSDESIGN: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, insbesondere die Entscheidung für das Leitfadeninterview und die inhaltsanalytische Auswertung nach Lamnek.
5 INTERNE UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION AN DER FHWien – STUDIENGÄNGE DER WKW: Der praktische Teil analysiert die konkrete Kommunikationsstruktur der FHWien basierend auf Experten- und Mitarbeiterinneninterviews.
6 RESÜMEE: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, in die interne Kommunikation zu investieren, um Mitarbeiterbindung und Unternehmenserfolg zu sichern.
Schlüsselwörter
Interne Unternehmenskommunikation, MitarbeiterInnenkommunikation, Face to Face Kommunikation, Intranet, Corporate Blog, Mitarbeiterzufriedenheit, Unternehmenskultur, Leitfadeninterview, FHWien, Kommunikationswege, Unternehmensidentität, Feedback, Informationsmanagement, Personalmanagement, Organisationskommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der internen Unternehmenskommunikation als Schlüsselfaktor für den Erfolg und die Mitarbeiterzufriedenheit in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die verschiedenen Kommunikationskanäle (mündlich, schriftlich, elektronisch), der Aufbau von Vertrauen und Identifikation sowie die strategische Planung von Kommunikationsmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre MitarbeiterInnen durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen optimal informieren und motivieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine qualitative Sozialforschung durchgeführt, die auf der Methode der Leitfadeninterviews mit Experten und Mitarbeitern basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Definitionen, stellt verschiedene Kommunikationsinstrumente vor und präsentiert die empirischen Ergebnisse am Beispiel der FHWien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Interne Unternehmenskommunikation, MitarbeiterInnenkommunikation, Face to Face Kommunikation, Identifikation und organisatorische Kommunikationsstrukturen.
Wie bewerten die befragten Mitarbeiterinnen an der FHWien die aktuelle Kommunikation?
Die Befragten zeigen sich grundsätzlich zufrieden, schätzen den persönlichen Austausch sehr und sehen im Intranet sowie in regelmäßigen Meetings wichtige Informationsquellen.
Warum wird die interne Kommunikation als "Rückgrat" des Unternehmens bezeichnet?
Weil sie laut Literatur sicherstellt, dass MitarbeiterInnen über Unternehmensprozesse informiert sind, sich zugehörig fühlen und ihre Aufgaben effizient erfüllen können.
- Quote paper
- Carina Weiss (Author), 2010, Interne Unternehmenskommunikation. Maßnahmen zur Erreichung einer Unternehmensidentifikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165441