Kinodialog auf Französisch

Unterrichtsentwurf im Fach Französisch, Kompetenz Sprechen


Unterrichtsentwurf, 2011

15 Seiten, Note: 2+


Leseprobe

0. Individuelle Kompetenzentwicklung der Lehrenden

In der heutigen Stunde bemühe ich mich, den Schülern[1] geeignete Redeanlässe zur Förderung ihrer Sprechkompetenz zu geben.

1. Thema der Unterrichtseinheit: Une semaine d’ échange scolaire

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Kompetenzen und Standards

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Individuelle Kompetenzentwicklung

- Schüler A (G.) kann einen Dialog am Telefon mit Hilfe der erarbeiteten Frage- und Antwortstrukturen und mit Unterstützung durch einen stärkeren Mitschüler führen.
- Schüler B (M.) kann einen Dialog am Telefon mit Hilfe der erarbeiteten Frage- und Antwortstrukturen führen.
- Schüler C (H.) kann einen Dialog am Telefon weitestgehend ohne Zuhilfenahme der erarbeiteten Frage- und Antwortstrukturen führen.

3. Fachlich-inhaltlicher Schwerpunkt - Analyse der Aufgabe

Schwerpunkt der Stunde ist die Förderung der Kompetenz Sprechen. Die Anbahnung einer basalen Sprechfertigkeit ist eines der Hauptziele des Fremdsprachenunterrichts. Die mündliche Kommunikation kann durch Dialoge gefestigt werden, in denen die Schüler bestimmte Redemittel für Alltagssituationen einüben. Die Schüler können die Redemittel nach ausreichender Automatisierung zu einem späteren Zeitpunkt auch in anderen Situationen einsetzen und anpassen.

In dieser Stunde wird das Sprechen in Form eines Dialogs am Telefon geübt. Die Schüler sollen im Sinne des dialogischen Sprechens in einem Kino anrufen und sich Karten für eine Kinovorstellung reservieren. Da Kinobesuche zum Alltag der Schüler gehören, bietet der Sprechanlass einen Lebensweltbezug. Ein Schüler bleibt in der Situation in seiner Rolle, während der zweite Schüler die Rolle des Telefonists übernimmt.

Für den Dialog benötigen die Schüler folgende Vokabeln: le cinéma, aller au cinéma, passer, un ticket, une place, réserver un ticket, la séance, un numéro de réservation, une réduction pour les jeunes, réduit/e, un ticket normal, un ticket réduit. Einige dieser Vokabeln sind bekannt, andere mussten zunächst vorentlastet werden.

Beim Durchführen des Dialogs müssen sich die Schüler angemessen begrüßen und verabschieden und die offizielle Zeitangabe anwenden, die in der vorangegangenen Stunde noch einmal wiederholt wurde. Sie müssen in der Lage sein, Entscheidungs- und Ergänzungsfragen (Umschreibung mit est-ce que und Intonationsfrage) zu stellen und zu verstehen. Sie sollen bekannte Verben im Präsens konjugieren und dabei die von ihnen eher selten benutzte 2. Person Plural benutzen, was einigen Schülern noch schwerfällt. Sie müssen die Höflichkeitsform von vouloir der ersten Person Plural (je voudrais) kennen. Zur Differenzierung kann der Musterdialog in der Einübungsphase bei Schwierigkeiten eingesehen werden.

Bei dem Dialog besteht die Möglichkeit, einfachere oder komplexere Formulierungen zu benutzen. Der Schüler kann beispielsweise sagen Je voudrais réserver deux tickets réduits./ Je prends deux tickets réduits. / Je réserve deux tickets réduits. / Deux tickets réduits. Unsicherheiten können mit dem Partner besprochen werden. Die Schüler werden durch die Redeelemente auf Satzstreifen, Partner- und Strukturkarten zunehmend zum freieren Sprechen geführt. Völlig freies, ungelenktes Sprechen fällt ihnen noch schwer.

4. Didaktisch-methodische Überlegungen

- Die Schüler beantworten im Stuhlkreis Fragen zum Thema Kino und Stars. Dadurch können sich alle Schüler zum Stundenbeginn mündlich äußern und sich auf das Stundenthema einstimmen.
- An der Tafel bringen die Schüler die ungeordneten Dialogstreifen, die später für das Führen des Dialogs am Telefon wichtig sind, in eine sinnvolle Reihenfolge. Dabei werden sie zum Stundenziel hingeführt. Zur besseren Unterscheidung und zur Veranschaulichung sind die Redeanteile des Kunden orange und die des Verkäufers im Kino gelb. Diese Farbwahl wird in den weiteren Phasen zur Orientierung beibehalten. Um die Schüler eigenverantwortlich handeln zu lassen, entscheiden sie selbst, wer als Nächstes an der Reihe ist. Anschließend lesen sie der Reihe nach den Dialog laut vor. Hierbei werden alle Schüler in den Unterrichtsprozess eingebunden und die Redeelemente noch einmal verinnerlicht.
- Im Omniumkontakt wird der später zu realisierende Dialog durch das wiederholte Üben vorentlastet. Die Schüler trainieren ihre Sprechflüssigkeit und die korrekte Aussprache, indem sie den Dialog mit wechselnden Partnern üben. Hierbei haben alle Schüler die Gelegenheit zu sprechen, auch die, die zurückhaltend sind. Die Partnerkarte als Stütze nimmt besonders schwächeren Schülern die Angst vor dem Sprechen. Nach einem Durchgang werden die Karten getauscht, sodass jeder Schüler sich mit dem gesamten Dialog vertraut macht.
- Das zwischen den Übungsphasen gespielte Lied haben die Schüler bei ihrem letzten Omniumkontakt selbst ausgewählt und wirkt motivierend.
- In dieser Phase wählen sich die Schüler einen Kinofilm aus dem Angebot an der Tafel aus. Um die Situation authentischer zu gestalten, hängen Filmplakate von Filmen an der Tafel, die derzeit im Kino „La Nef“ in Grenoble laufen. Manche der Fime laufen auch in deutschen Kinos und gehören zur Lebenswelt der Schüler. Es wurde auch ein Film mit einem englischen Titel gewählt, um den Schülern zu zeigen, dass englische Filmtitel nicht nur in deutschen, sondern auch in französischen Kinos vorkommen.
- In der nächsten Phase bereiten sich die Schüler mit Strukturkarten auf die Präsentation vor. Sie arbeiten nun mit einem Partner zusammen, auf den sie sich einstellen können. Zunächst bringen sie den Dialog in die richtige Reihenfolge, dann üben sie mehrfach das Gespräch, wobei sie nicht mehr die Rollen tauschen. Dabei füllen sie Leerstellen (Film, Wochentag, Uhrzeit, Anzahl der Karten, Preis). Die Schüler rechnen auch die Preise aus, wobei es zu Rechenfehlern kommen kann. Die Rechenergebnisse der Schüler werden nicht kontrolliert, da der Schwerpunkt auf dem Sprechen und nicht auf dem Rechnen liegt.
- Zur Differenzierung bekommen die stärkeren Schüler den Redeanteil des Kunden und die schwächeren Schüler den des Verkäufers. Die Redeanteile des Kunden sind etwas länger, es müssen mehr bzw. unterschiedliche Leerstellen gefüllt werden und es bestehen mehr Wahlmöglichkeiten (Es können reduzierte, normale oder reduzierte und normale Karten gekauft werden). In dieser Phase bleibt das Tafelbild mit dem Musterdialog geschlossen, damit die Schüler selbst nachdenken. Schüler mit Schwierigkeiten können nach vorne kommen und sich den Musterdialog noch einmal ansehen. H. bekommt anspruchsvollere Strukturkarten als die übrigen Schüler. Er muss aus Satzelementen vollständige Sätze bilden und dabei Artikel und Pronomen ergänzen und die Verben richtig konjugieren. Durch den höheren Schwierigkeitsgrad hat er weniger Leerstellen zu füllen.
- In der Präsentationsphase kommen die Schüler nach vorne und präsentieren ihre Dialoge mit oder ohne Strukturkarten. Die übrigen Schüler bekommen einen Hörauftrag. Sie sollen auf einem Arbeitsbogen markieren, für welchen Film sich der jeweilige Schüler entschieden hat und den Wochentag und die Uhrzeit festhalten. Dadurch bleiben alle Schüler aufmerksam und in den Unterrichtsprozess eingebunden. Auf die Abfrage der Kartenanzahl und des Preises wird verzichtet, um die Schüler beim Zuhören nicht zu überfordern.

[...]


[1] Für eine bessere Lesbarkeit verwende ich zumeist die maskuline Form „Schüler“ und meine damit Schülerinnen und Schüler (SuS).

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Kinodialog auf Französisch
Untertitel
Unterrichtsentwurf im Fach Französisch, Kompetenz Sprechen
Note
2+
Autor
Jahr
2011
Seiten
15
Katalognummer
V165451
ISBN (eBook)
9783640812691
ISBN (Buch)
9783640812622
Dateigröße
504 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Bilder der Kinofilme musste ich entfernen (Urheberrecht). Sie sind im Internet zu finden.
Schlagworte
Französisch, Unterrichtsbesuch, Sprechen, Kino, Filme, Dialog, Schule, Referendariat, Unterrichtsentwurf, Kompetenz, Sprechstunde
Arbeit zitieren
Angelina Kalden (Autor), 2011, Kinodialog auf Französisch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165451

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