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"Das Volk hat die Politiker, die es verdient!"

Title: "Das Volk hat die Politiker, die es verdient!"

Essay , 2010 , 5 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Florian Winkler (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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In diesem Essay findet über knapp fünf Seiten eine Auseinandersetzung des allseits bekannten Ausspruchs "Das Volk hat die Politiker, die es verdient!" statt. Was ist dran an dieser augenscheinlich lapidaren Feststellung? Im Text wird diese auch anhand von Gegenwartsereignissen reflektiert und vom Autor in essayistischer Form auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

3. Analyse der politischen Freiheit und Verantwortung

4. Kritische Betrachtung der repräsentativen Demokratie

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Gültigkeit des Bonmots „Das Volk hat die Politiker, die es verdient“ vor dem Hintergrund moderner repräsentativer Demokratien und aktueller politischer Entscheidungsprozesse.

  • Historische Herleitung des Zitats von Joseph Marie de Maistre.
  • Spannungsfeld zwischen Wählerlegitimation und politischer Entscheidungsmacht.
  • Analyse der „Grauzonen“ politischer Akteure und deren Wechsel in die Privatwirtschaft.
  • Problematik der Wahlentscheidung („kleineres Übel“) vs. inhaltliche Übereinstimmung.
  • Einfluss von veränderten Faktenlagen auf die Legitimität politischer Entscheidungen.

Auszug aus dem Buch

Die Problematik der repräsentativen Demokratie und die Wahl des „kleineren Übels“

Das klingt einfach, doch ob es auch so simple ist, darf bezweifelt werden. Denn es bleibt die Frage der erwähnten „demokratischen Mittel“ bestehen. Aller minimal vier Jahre die Regierung abzuwählen und sie damit gleichzeitig abzustrafen, klingt gut und schön und hat sich bisher auch bewährt. Doch bei der weiterhin anhaltenden Politikverdrossenheit stellt sich eben die Frage, wie repräsentativ die repräsentative Demokratie noch sein kann. Zumal das Phänomen verstärkt auftritt, dass ein nicht zu unterschätzender Teil der Bevölkerung einfach nur das „kleinere Übel“ wählt. Aus dieser Tatsache erwächst allerdings ein neues Problem: Wenn nun das „kleinere Übel“ gewählt wird, dann wird bei den Oppositionsparteien – die „Noch-Regierungspartei“ ist ohnehin uninteressant, da diese abgestraft werden muss – bei einzelnen Punkten in das Programmheft geschaut und überlegt, welches Programm einem selbst am meisten hilft, oder doch wenigstens am minimalsten schaden könnte. Somit wird, dargestellt in vereinfachter Form, dass „kleinere Übel“ gewählt.

Nun lässt sich aber am Beispiel der Bundestagswahl 2009 die Frage stellen, ob jeder, der die CDU/CSU oder die FDP gewählt hat, auch gleichzeitig konform mit deren Plänen zu den AKW-Laufzeiten ging, oder vielleicht nur seine Vorteile in deren Plänen zur Steuersenkung oder anderem gesehen hat. An dieser Stelle lässt sich nämlich bei solch extrem gewichtigen Entscheidungen die oftmals zitierte, wenn man bei dem aktuellen Beispiel der AKW-Laufzeiten bleiben will, durch die Wahl des Volkes legitimierte Entscheidung pro AKW-Laufzeit-Verlängerung anzweifeln, vor allem wenn man den stetigen Trend der letzten Umfragen zu diesem spezifischen Sachverhalt im Volk sieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Politikverdrossenheit und aktuelle politische Konflikte als Ausgangspunkt der Fragestellung.

2. Theoretischer Hintergrund: Rückbesinnung auf den Ursprung des Zitats von Joseph Marie de Maistre und erste philosophische Einordnung.

3. Analyse der politischen Freiheit und Verantwortung: Untersuchung der Handlungsspielräume von Politikern und der moralischen sowie juristischen Grauzonen.

4. Kritische Betrachtung der repräsentativen Demokratie: Auseinandersetzung mit Wahlentscheidungen, dem „kleineren Übel“ und der Legitimität bei veränderter Faktenlage.

5. Schlussbetrachtung: Fazit zur Zeitlosigkeit und Problematik des untersuchten Sprücherelikts.

Schlüsselwörter

Repräsentative Demokratie, Politikverdrossenheit, Joseph Marie de Maistre, Wählerlegitimation, AKW-Laufzeiten, Stuttgart 21, politisches Mandat, Wahlverhalten, politisches System, Regierungshandeln, politische Moral, Entscheidungsmisere, Bürgerbeteiligung, Machtverhältnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die kritische Aussage „Das Volk hat die Politiker, die es verdient“ und hinterfragt, inwieweit diese auf die moderne repräsentative Demokratie anwendbar ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Legitimation durch Wahlen, das Phänomen der Politikverdrossenheit, die Handlungsspielräume von Politikern nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt sowie die Diskrepanz zwischen Wählerwillen und tatsächlicher Regierungspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Simplizität des zitierten Sprichworts zu dekonstruieren und aufzuzeigen, dass politische Entscheidungsfindung heute komplexeren Mustern folgt als eine einfache „Verdienst“-Logik des Volkes.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine essayistische Auseinandersetzung, die historische Zitate mit aktuellen politischen Ereignissen wie den Anti-Atomstromprotesten oder Stuttgart 21 verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, den Grauzonen politischer Karrierewege sowie der Problematik, dass Wähler oft nur das „kleinere Übel“ wählen können, anstatt einer inhaltlich präzisen Übereinstimmung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Demokratie, Wahlentscheidung, politische Verantwortung und das Spannungsfeld zwischen Bürger und Staatsführung geprägt.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Lobbyismus auf die Politiker-Vita?

Der Autor verweist kritisch auf Politiker, die während ihrer Amtszeit Projekte vorantreiben, um anschließend in einflussreiche Positionen der Privatwirtschaft zu wechseln, was eine moralische Grauzone schafft.

Warum hinterfragt der Autor die Legitimität von Regierungsentscheidungen?

Der Autor argumentiert, dass eine Regierung zwar durch Wahlen legitimiert sei, jedoch bei einer drastisch veränderten Faktenlage (z.B. neue Informationen zu Baukosten oder Umfragedaten) die ursprüngliche Legitimation des Volkes in Frage gestellt werden kann.

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Details

Title
"Das Volk hat die Politiker, die es verdient!"
College
Dresden Technical University  (Politikwissenschaft)
Course
Einführung in das Studium der Politischen Systeme
Grade
2,0
Author
Florian Winkler (Author)
Publication Year
2010
Pages
5
Catalog Number
V165556
ISBN (eBook)
9783640812073
ISBN (Book)
9783640812165
Language
German
Tags
Volk Politiker
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Winkler (Author), 2010, "Das Volk hat die Politiker, die es verdient!", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165556
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