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Mitbestimmung von Kindern in Kindergärten: Anspruch und Wirklichkeit

Konsequenzen einer „Realutopie“ für die Fachschule für Sozialpädagogik

Titel: Mitbestimmung von Kindern in Kindergärten: Anspruch und Wirklichkeit

Examensarbeit , 2002 , 213 Seiten

Autor:in: Ines Leyens (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Obwohl seit Jahrzehnten über die Notwendigkeiten von Reformen sowohl in der Kindergartenpädagogik wie auch parallel dazu in der ErzieherInnenausbildung diskutiert wird, erkennen Experten keine nennenswerte Weiterentwicklung. „Die Ideen über Schulen wechseln rasch ab, aber die Realität von Schule verändert und entwickelt sich nur langsam“(Fried, 2002).

Kritikpunkte finden sich in Theorie-Praxis-Vernetzungen, in verschulten Lernmethoden und bezüglich veralteter und mangelnder Wissenschaftstheorien. Durch das europaweit niedrigste Ausbildungsniveau deutscher ErzieherInnen geprägt, drehen sich vermeintliche Verbesserungen in Deutschland meist nur um organisatorische Fragen. „Die Schule scheint deshalb gut beraten, wenn sie ihr Entwicklungstempo steigert“ (ebd., S.8).

Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Ausbildungssituation von ErzieherInnen unter dem besonderen Aspekt der Partizipation von SchülerInnen in der Fachschule für Sozialpädagogik und im Gegenzug mit dem Anspruch und der Wirklichkeit von Partizipation von Kindern im Kindergarten. Mangelnde Partizipationsmöglichkeiten von Heranwachsenden werden als Ursache für die vielbeklagte politische Apathie angegeben, aber auch – und das ist vielleicht noch bedeutender – als Grund für ein wachsendes Gefühl der Minderwertigkeit von Kindern und Jugendlichen. Damit lautet die zentrale Fragestellung dieser Arbeit, welche professionellen Kompetenzen brauchen ErzieherInnen, um den Ansprüchen und Forderungen der Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern gerecht zu werden.

Im Laufe der Arbeit wurde die folgende These herausgearbeitet:
ErzieherInnen, die ein stabiles professionelles Selbst besitzen, die eigene Erfahrungen im selbstbestimmten Lernen machen durften, werden Partizipation von Kindern (in Zukunft) unterstützten.
In der von mir durchgeführten empirischen Untersuchung zeigte sich jedoch, dass in der Wirklichkeit eher Fremdbestimmung existiert, so dass sich die Frage stellt, ob ein Zusammenhang zwischen fremdbestimmter Ausbildung und fremdbestimmten Kindern besteht? Hierauf aufbauend wurde ein neuartiger Entwurf zur selbstbestimmten und mitbestimmungsgerechten Ausbildung in der Fachschule für Sozialpädagogik entwickelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Ansprüche und Forderungen nach Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern

1 Politische Ansprüche

1.1 Die Rechte der Kinder durch die UN-Kinderrechtskonvention

1.2 Nationale Rechte

1.3 Demokratische Ansprüche und Konzepte in der Kindergartenpädagogik

2 Psychologische Ansätze zur Begründung der Mitbestimmung

2.1 Sozialisation und Moral

2.2 Ökologische Systemtheorie

2.3 Denken und Kommunikation

2.4 Kognitive und sozial-kognitive Theorien

2.5 Humanistische Psychologie als Grundlage für ein neues Menschenbild

2.6 Das Selbst

3 Pädagogische Perspektiven der partizipatorischen Erziehung

3.1 Wegbereiter praktizierter Demokratie mit Kindern

3.2 Ansprüche der aktuellen Elementarpädagogik

3.2.1 Veränderte Kindheit

3.2.2 Ideen, Konzepte und Ansprüche aus praxisorientierter Literatur

3.2.3 Forderungen des Partizipationsgedankens im Situationsansatz

III Empirische Studie

1 Schwerpunkte und Fragestellungen

2 Forschungsmethoden

2.1 Methodenkritik

2.2 Stichprobenbeschreibung

3 Ergebnisse und Auswertung

4 Zusammenfassung der Ergebnisse und Gesamtdiskussion

IV Konsequenzen für die Fachschule für Sozialpädagogik

1 Komponenten der Ausbildung

1.1 Analyse des Ist-Zustandes

2 Professionelles Selbst

3 Neue Konzepte

3.1 Die Situationsorientierte Fachschule

3.2 Lernfelddidaktik

3.3 Selbstbestimmtes und kooperatives Lernen

V Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen dem theoretischen Anspruch an Partizipation und Mitbestimmung von Kindern im Kindergarten und der tatsächlichen Umsetzung sowie der Ausbildungssituation von ErzieherInnen in der Fachschule für Sozialpädagogik. Die zentrale Forschungsfrage ist, welche professionellen Kompetenzen ErzieherInnen benötigen, um Mitbestimmungsansprüche von Kindern konstruktiv umzusetzen, und wie eine Ausbildung gestaltet sein muss, die dies fördert.

  • Politische und rechtliche Grundlagen von Kinderrechten und Partizipation.
  • Psychologische und pädagogische Theorien zur Begründung partizipatorischer Erziehung.
  • Empirische Untersuchung der aktuellen Ausbildungssituation und Praxis im Kindergarten.
  • Entwicklung von Konzepten für eine selbstbestimmte und mitbestimmungsgerechte Fachschulausbildung.
  • Bedeutung eines professionellen Selbstverständnisses für die pädagogische Arbeit.

Auszug aus dem Buch

I Einleitung

Obwohl seit Jahrzehnten über die Notwendigkeiten von Reformen sowohl in der Kindergartenpädagogik wie auch parallel dazu in der ErzieherInnenausbildung diskutiert wird, erkennen Experten keine nennenswerte Weiterentwicklung.

„Die Ideen über Schulen wechseln rasch ab, aber die Realität von Schule verändert und entwickelt sich nur langsam“(Fried, 2002). Kritikpunkte finden sich in Theorie-Praxis-Vernetzungen, in verschulten Lernmethoden und bezüglich veralteter und mangelnder Wissenschaftstheorien. Durch das europaweit niedrigste Ausbildungsniveau deutscher ErzieherInnen geprägt, drehen sich vermeintliche Verbesserungen in Deutschland meist nur um organisatorische Fragen. „Die Schule scheint deshalb gut beraten, wenn sie ihr ‚Entwicklungstempo’ steigert“ (ebd., S. 8).

Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Ausbildungssituation von ErzieherInnen unter dem besonderen Aspekt der Partizipation von SchülerInnen in der Fachschule für Sozialpädagogik und im Gegenzug mit dem Anspruch und der Wirklichkeit von Partizipation von Kindern im Kindergarten.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit sowie eine kurze Einordnung der Thematik im Kontext der Fachschulausbildung und Kindergartenpraxis.

II Ansprüche und Forderungen nach Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern: Darlegung der politischen, rechtlichen, psychologischen und pädagogischen Begründungen für Partizipation von Kindern.

III Empirische Studie: Darstellung und Auswertung der Untersuchung zur aktuellen Situation der Mitbestimmung in Kindergärten und der Ausbildungsqualität in Fachschulen.

IV Konsequenzen für die Fachschule für Sozialpädagogik: Ableitung konkreter Anforderungen und Entwicklung neuer Konzepte für die Ausbildung, insbesondere unter Berücksichtigung des professionellen Selbst.

V Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse und Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen in der pädagogischen Arbeit.

Schlüsselwörter

Partizipation, Mitbestimmung, Kindergartenpädagogik, Fachschule für Sozialpädagogik, ErzieherInnenausbildung, professionelles Selbst, Demokratieerziehung, Selbstbestimmung, Empowerment, Handlungskompetenz, Sozialisation, Lernfelddidaktik, Situationsansatz, Entwicklungsaufgaben, pädagogisches Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch das Verhältnis von Partizipationsansprüchen für Kinder in Kindergärten und der Ausbildungssituation an Fachschulen für Sozialpädagogik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind politische Rechte von Kindern, psychologische und pädagogische Theorien der Partizipation sowie die Gestaltung einer modernisierten Fachschulausbildung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Frage lautet: Welche Kompetenzen müssen ErzieherInnen in der Ausbildung erwerben, um den Partizipationsansprüchen von Kindern gerecht zu werden?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Arbeit, die durch eine empirische Studie mit Fragebögen und Interviews unter ErzieherInnen, SchülerInnen, LehrerInnen und Kindern ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Theoriearbeit zu Partizipationsbegründungen sowie eine empirische Untersuchung der IST-Situation in Ausbildung und Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Partizipation, professionelles Selbst, Selbstbestimmung, ErzieherInnenausbildung und Demokratieerziehung.

Warum spielt das "professionelle Selbst" so eine große Rolle?

Die Autorin argumentiert, dass ErzieherInnen, die in ihrer eigenen Ausbildung Partizipation erfahren haben, eher in der Lage sind, dies an Kinder weiterzugeben und somit ihr eigenes Handeln zu professionalisieren.

Welchen Einfluss haben die untersuchten "Lernfelder" auf die Ausbildung?

Die Autorin sieht in der Lernfelddidaktik und dem Situationsansatz Potenzial, die Ausbildung praxisrelevanter zu gestalten und stärker an den Kompetenzen der Lernenden auszurichten.

Ende der Leseprobe aus 213 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mitbestimmung von Kindern in Kindergärten: Anspruch und Wirklichkeit
Untertitel
Konsequenzen einer „Realutopie“ für die Fachschule für Sozialpädagogik
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Autor
Ines Leyens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
213
Katalognummer
V165586
ISBN (eBook)
9783640817443
ISBN (Buch)
9783640820931
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mitbestimmung Partizipation Kindergarten ErzieherInnen professionelles Selbst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ines Leyens (Autor:in), 2002, Mitbestimmung von Kindern in Kindergärten: Anspruch und Wirklichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165586
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Leseprobe aus  213  Seiten
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