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Neurobiologische Aspekte des Spracherwerbs

Title: Neurobiologische Aspekte des Spracherwerbs

Seminar Paper , 2010 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Speech Science / Linguistics
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Summary Excerpt Details

[...] Viele Wissenschaftler beschreiben Spiegelneuronen als eine der wichtigsten Entdeckungen der Neurobiologie. Sie sind von großer Bedeutung für die Imitation von Handlungen unter anderem bezogen auf Spracherwerb. Spiegelneuronen sind ein komplexes System von bestimmten Nervenzellen. Diese Nervenzellen im Gehirn einer Person aktiv wenn sie das Verhalten oder auch ein Gefühl eines anderen Menschen beobachtet.
Interessant ist dabei was Spiegelneuronen tatsächlich sind und welche Funktion und Bedeutung sie für den Spracherwerb haben.
Die folgende Arbeit stellt sich aus zwei Teilen zusammen. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Spezifizierung von Hirnregionen für die Sprachverarbeitung. Dabei wird anfangs auf die Sprachlateralisierung eingegangen und folgend auf das „Sprachzentrum“, dem Broca- und dem Wernicke-Arela. Schließlich endet der erste Teil mit einer Darstellung der Entwicklung der getrennten Verarbeitung von Semantik und Grammatik. Der zweite Teil der Arbeit spezialisiert sich auf die Spiegelneuronen, mit ihrer Entdeckung, Funktion, sowie auch auf die Fehlfunktion und ihre Folgen. Abschließend wird auf die Bedeutung der Spiegelneuronen für die Sprache eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Spezifizierung von Hirnregionen für Sprachverarbeitung

2.1 Sprachlateralisierung

2.2 Das „Sprachzentrum“: Broca- und Wernicke-Areal

2.2.1 Das Broca-Areal

2.2.2 Das Wernicke-Areal

2.2.3 Entwicklung der getrennten Verarbeitung von Semantik und Grammatik

3 Spiegelneuronen

3.1 Entdeckung der Spiegelneuronen

3.2 Funktion

3.3 Fehlfunktionen

3.4 Bedeutung für Sprache

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die neurobiologischen Grundlagen der menschlichen Sprachverarbeitung, indem sie die Rolle spezifischer Hirnareale sowie die Bedeutung der Spiegelneuronen analysiert. Ziel ist es, zu klären, inwieweit die zerebrale Arbeitsteilung genetisch determiniert ist oder durch individuelle Erfahrungen im Kindesalter geformt wird.

  • Sprachlateralisierung und die funktionelle Asymmetrie der Hirnhemisphären
  • Die neurobiologische Funktion und Lokalisation des Broca- und Wernicke-Areals
  • Entwicklungsprozesse bei der Verarbeitung von Semantik und Grammatik im Kindesalter
  • Die Entdeckung, Funktion und Bedeutung der Spiegelneuronen für den Spracherwerb

Auszug aus dem Buch

2.1 Sprachlateralisierung

„The two cerebral hemispheres are neither structurally nor functionally equivalent.” Dieses Zitat deutet darauf hin, dass beide Hirnhälften unterschiedliche Funktionen haben. Während die rechte Hemisphäre für die Bearbeitung von räumlichen Informationen zuständig ist, übernimmt die linke die Auswertung von analytischem und rationalem Material. Demnach liegt die Vermutung nahe, dass wegen der Arbeitsteilung im menschlichen Gehirn eine Sprachlateralisierung, also dass Sprachverarbeitung bevorzugt mit einer Hirnhemisphäre geschieht, vorliegen könnte.

Neurologische Studien belegen, dass im Normalfall die linke Gehirnhälfte eines Menschen mehr Aktivität zeigt als die rechte. Bei der Bearbeitung von sprachlichen Informationen lässt sich ebenfalls belegen, dass (zumindest bei Erwachsenen) die linke Hirnhemisphäre maßgeblich den Prozess steuert. Aufgrund dessen treten bei linksseitigen Hirnschädigungen häufig Aphasien auf, wohingegen eine rechtsseitige Beeinträchtigung oftmals keinen Einfluss auf die sprachliche Entwicklung eines Menschen hat. Folglich kann man sich die Frage stellen, ob die rechte Hirnhemisphäre für Sprachverarbeitung gänzlich ungeeignet wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der neurobiologischen Grundlagen der Sprachverarbeitung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der genetischen Determiniertheit und der Entwicklung dieser Prozesse.

2 Spezifizierung von Hirnregionen für Sprachverarbeitung: Dieses Kapitel erläutert die Lateralisierung von Sprache auf die Hirnhemisphären sowie die spezifischen Funktionen und Ausfälle des Broca- und Wernicke-Areals.

2.1 Sprachlateralisierung: Hier wird die funktionelle Ungleichheit der beiden Hirnhälften und deren Rolle bei der Sprachverarbeitung sowie der Einfluss der Händigkeit untersucht.

2.2 Das „Sprachzentrum“: Broca- und Wernicke-Areal: Das Kapitel definiert den Begriff des „Sprachzentrums“ und stellt die Herausforderung dar, diese Areale exakt zu lokalisieren, da sie eine gewisse individuelle Plastizität aufweisen.

2.2.1 Das Broca-Areal: Dieser Abschnitt beschreibt das Broca-Areal als motorischen Teil des Sprachzentrums und erörtert die Symptomatik bei einer Broca-Aphasie, insbesondere Probleme bei der Artikulation.

2.2.2 Das Wernicke-Areal: Hier wird das Wernicke-Areal als sensorischer Teil des Sprachzentrums vorgestellt und dessen Bedeutung für die semantische Verarbeitung im Kontrast zur Grammatik bei Aphasie-Patienten beleuchtet.

2.2.3 Entwicklung der getrennten Verarbeitung von Semantik und Grammatik: Dieser Teil untersucht empirisch, ab welchem Alter Kinder die bei Erwachsenen typische Trennung der Sprachverarbeitung ausbilden.

3 Spiegelneuronen: Das Kapitel widmet sich der Bedeutung der Spiegelneuronen als biologische Basis für Imitation und Spracherwerb.

3.1 Entdeckung der Spiegelneuronen: Dieser Abschnitt schildert die zufällige Entdeckung dieser Nervenzellen bei Versuchen an Makaken-Affen in Parma.

3.2 Funktion: Hier wird die Rolle der Spiegelneuronen bei der Handlungssteuerung, der Empathie und der frühen Entwicklung im Kindesalter dargestellt.

3.3 Fehlfunktionen: Dieser Teil diskutiert den Zusammenhang zwischen defekten Spiegelneuronen und autistischen Störungen sowie Folgen traumatischer Erlebnisse.

3.4 Bedeutung für Sprache: Das Kapitel fasst die evolutionäre und funktionelle Verbindung zwischen Spiegelneuronen und der menschlichen Sprache zusammen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, dass Sprachverarbeitung ein dynamischer Prozess ist, der sowohl genetisch beeinflusst als auch stark durch individuelle Erfahrungen geprägt wird.

Schlüsselwörter

Sprachverarbeitung, Hirnhemisphären, Sprachlateralisierung, Broca-Areal, Wernicke-Areal, Aphasie, Semantik, Grammatik, Spracherwerb, Spiegelneuronen, Neurobiologie, Plastizität, Sprachproduktion, Imitation, Hirnaktivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den neurobiologischen Hintergründen der menschlichen Sprachproduktion und -verarbeitung sowie der Rolle des Gehirns bei diesen komplexen Prozessen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die funktionelle Arbeitsteilung der Hirnhemisphären, die Rolle der spezifischen Areale (Broca/Wernicke) und die Bedeutung von Spiegelneuronen für den Spracherwerb.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu untersuchen, wie die Sprachverarbeitung im Gehirn organisiert ist, wie sie sich entwickelt und in welchem Maße sie genetisch festgelegt oder umweltabhängig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien zur Neuropsychologie, Neurolinguistik und Ergebnisse aus der Hirnforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Spezifizierung der Hirnregionen für die Sprache und eine detaillierte Analyse der Spiegelneuronen und deren Fehlfunktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sprachlateralisierung, Broca- und Wernicke-Areal, Spiegelneuronen, Neurobiologie und Spracherwerb.

Warum spielt die Untersuchung von Patienten mit Hemisphärektomie eine Rolle?

Sie dient als Beleg dafür, dass das Gehirn gerade im frühen Kindesalter eine hohe Plastizität besitzt und Funktionen bei Ausfällen teilweise von der anderen Hemisphäre übernommen werden können.

Wie unterscheiden sich die Broca-Aphasie und die Wernicke-Aphasie?

Bei einer Broca-Aphasie liegt die Störung primär in der motorischen Produktion (telegrammstilartiges Sprechen), während bei der Wernicke-Aphasie der inhaltlich-semantische Aspekt gestört ist, obwohl die grammatikalische Struktur oft korrekt bleibt.

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Details

Title
Neurobiologische Aspekte des Spracherwerbs
College
University of Osnabrück
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2010
Pages
13
Catalog Number
V165786
ISBN (eBook)
9783640814565
ISBN (Book)
9783640814237
Language
German
Tags
neurobiologische aspekte spracherwerbs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2010, Neurobiologische Aspekte des Spracherwerbs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165786
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