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Quellenanalyse unter Betrachtung der Gründe Bismarcks für die „Emser Depesche“ sowie seiner Denkweise und politischen Intentionen

Titre: Quellenanalyse unter Betrachtung der Gründe Bismarcks für die „Emser Depesche“ sowie seiner Denkweise und politischen Intentionen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 14 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Master of Arts Christian Werth (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - 1848, Empire, Impérialisme
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[...] Die Untersuchungen basieren in erster Linie auf die oben angegebene Quelle. Diese verfasste Bismarck viele Jahre nach dem deutsch-französischen Krieg. Er blickt also mit Abstand auf die zurück liegenden Geschehnisse. Der Beweggrund für seine Ausführungen dürfte in einer gewissen Rechtfertigung gegenüber sich selbst sowie seinen Kritikern liegen. Seine Darstellung der Ereignisse ist subjektiv und somit mit Vorsicht zu genießen. Seine innere Einstellung sowie seine Beweggründe für sein damaliges Handeln dürfte er jedoch auch trotz der dazwischen liegenden Jahre wahrheitsgemäß wiedergegeben haben. Darin äußert sich Otto von Bismarck zu den Ereignissen unmittelbar vor der „Emser Depesche“, nachdem er erfahren hat, dass Prinz Leopold von Hohenzollern die Kandidatur um die spanische Thronfolge auf Druck der Franzosen und auf Initiative Wilhelms zurückgezogen hat. Dabei beschreibt er detailliert seine Gedanken sowie seine Gefühle und schildert seine weiteren Pläne und Absichten. Durch diese Quelle wird deutlich, wie Bismarck die Vorgeschichte der „Emser Depesche“ erlebt und diese geplant hat. Darüber hinaus wird Bismarcks Denkweise deutlich und zudem wird es klar, in welchem Verhältnis er zu Frankreich sowie zu König Wilhelm gestanden hat. Die Arbeit beginnt mit einer geschichtlichen Einordnung, die die Ereignisse vor, während und nach der „Emser Depesche“ beschreibt. Sie endet mit einem Fazit, das die Untersuchungen zusammenfassen soll. Die Analyse von Bismarcks Kriegswilligkeit steht im Mittelpunkt dieser Untersuchung. Diese Arbeit will die Denkweise Bismarcks verdeutlichen und will zeigen, dass Otto von Bismarck den Krieg mit Frankreich wollte und ihn bewusst provoziert hat. Sie will verdeutlichen, dass Bismarck die Folgen der „Emser Depesche“ von vornherein geplant hatte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtliche Einordnung

3. Frage nach der Basis für Bismarcks Handeln:

Was war der Kanzler für ein Mensch

Welche Denkweise leitete ihn?

4. Bismarcks Verhältnis zu König Wilhelm

vor der „Emser Depesche“

5. Frage nach der Kriegswilligkeit des Kanzlers:

Hat Bismarck den Krieg gewollt

und bewusst durch die „Emser Depesche“

provoziert?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht mittels einer Quellenanalyse von Bismarcks „Erinnerung und Gedanke“ die Rolle von Otto von Bismarck bei der Entstehung der „Emser Depesche“. Ziel ist es aufzuzeigen, dass der Kanzler den deutsch-französischen Krieg gezielt und strategisch provozierte, um preußische Machtinteressen durchzusetzen und die deutsche Reichsgründung zu forcieren.

  • Analyse der persönlichen Denkweise und Motivation Otto von Bismarcks
  • Untersuchung des Spannungsverhältnisses zwischen Bismarck und König Wilhelm I.
  • Historische Einordnung der Ereignisse von 1870
  • Kritische Würdigung der „Emser Depesche“ als bewusstes diplomatisches Instrument
  • Diskussion von Bismarcks Kriegswilligkeit und seiner strategischen Zielsetzungen

Auszug aus dem Buch

3. Frage nach der Basis für Bismarcks Handeln: Was war der Kanzler für ein Mensch und welche Denkweise leitete ihn?

Man kann Otto von Bismarck als „höchst gelenkten Taktiker und skrupellosen Opportunisten“ 1. bezeichnen. Er war ein radikaler Pragmatiker, der spontan und opportunistisch gehandelt hat. Bismarck wird häufig „der Brutalität, des Zynismus, der Unaufrichtigkeit und des Mangels an Gerechtigkeitsgefühl bezichtigt“ 2. „Gegensätze und Widersprüche machten Bismarcks monumentale Gestalt aus.“ 3 Er setzte alle seine Vorstellungen und Ideen um jeden Preis durch, wenn es nötig war, auch mit Hilfe von Gewalt. Dem entsprechend wurde Bismarck auch für seine so genannte „Blut-und-Eisen Politik“ bekannt. Er nahm dazu Kriege und Auseinandersetzungen in Kauf. Otto von Bismarck war ein Machtmensch und zugleich eine Führungspersönlichkeit. Als „Vollblutpolitiker“ 4 kann er durchaus bezeichnet werden. Bismarck „war ein Politiker und Staatsmann von Rang, wie ihn die Junkersklasse und der preußische Staat nur selten hervorbrachten“ 5. Er tat alles für seine Macht sowie für das Wohle und die Vormachtstellung Preußens. Er „war ein Konservativer sowie ein militanter Gewaltpolitiker“ 6. Bismarck hatte aufgrund seiner radikalen und rücksichtslosen Politik viele Feinde. Er „war ein brutaler und rücksichtsloser Machtmensch“ 7. Seine politischen Gegner hassten ihn vielfach und er sie ebenfalls. Er schaltete politische Kontrahenten sowie andere Parteien aus, um seine Ziele durchzusetzen. Bismarcks Denkweise ist sehr patriotisch. Dies zeigt sich auch in der Bezugsquelle anhand seiner Äußerungen „unserem nationalen Ehrgefühl“ 8 und „nationalem Ehrgefühl“ 9. Überhaupt ist seine Sprache in der Bezugsquelle äußerst patriotisch und zeigt, welch hohen Nationalstolz Bismarck besaß. Er war stolz darauf, ein Preuße zu sein und tat alles dafür, dass Preußen in der Welt an Rang und Namen gewinnt. Bismarck stellte sich ganz in den Dienst seines Landes. Das Wohlergehen Preußens war für ihn eine Herzensangelegenheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung der „Emser Depesche“ dar und definiert die methodische Grundlage der Arbeit durch die Analyse von Bismarcks eigenen Erinnerungen.

2. Geschichtliche Einordnung: Dieses Kapitel erläutert den Kontext der Hohenzollernkandidatur und die diplomatischen Spannungen zwischen Preußen und Frankreich, die zum Kriegsausbruch führten.

3. Frage nach der Basis für Bismarcks Handeln: Was war der Kanzler für ein Mensch und welche Denkweise leitete ihn?: Es wird das Persönlichkeitsprofil Bismarcks als machtbewusster, patriotischer und radikaler Pragmatiker skizziert, der preußische Interessen über diplomatische Kompromisse stellte.

4. Bismarcks Verhältnis zu König Wilhelm vor der „Emser Depesche“: Die Analyse zeigt ein angespanntes Verhältnis, geprägt von Bismarcks Missfallen gegenüber der vermeintlichen Zögerlichkeit und Friedensliebe des Königs.

5. Frage nach der Kriegswilligkeit des Kanzlers: Hat Bismarck den Krieg gewollt und bewusst durch die „Emser Depesche“ provoziert?: Der Hauptteil belegt durch Quellenarbeit, dass Bismarck den Krieg nicht nur billigend in Kauf nahm, sondern aktiv und kalkuliert durch die redigierte Depesche herbeiführte.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die „Emser Depesche“ ein strategischer Schachzug zur Absicherung der deutschen Reichsgründung war, der Bismarck als taktisch agierenden Staatsmann ausweist.

Schlüsselwörter

Emser Depesche, Otto von Bismarck, Preußen, Frankreich, deutsch-französischer Krieg, Hohenzollernkandidatur, Reichsgründung, Kriegsvorbereitung, Machtpolitik, König Wilhelm I., Benedetti, nationales Ehrgefühl, Außenpolitik, Quellenanalyse, Pragmatismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle und Intention Otto von Bismarcks bei der Entstehung und Veröffentlichung der sogenannten „Emser Depesche“ im Jahr 1870.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die politische Motivation Bismarcks, sein Verhältnis zu König Wilhelm I. sowie die strategische Provokation Frankreichs zur Einleitung eines Krieges.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob Bismarck den deutsch-französischen Krieg bewusst plante und ob die „Emser Depesche“ ein gezieltes Instrument war, um Preußen in die Position des Verteidigers zu bringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quellenkritische Analyse basierend auf Bismarcks eigenen schriftlichen Erinnerungen (Band 15 der gesammelten Werke).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Persönlichkeitsanalyse Bismarcks, die Beschreibung seiner Spannungen mit dem König und eine detaillierte Untersuchung seiner Kriegspläne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Emser Depesche, Machtpolitik, preußische Reichsgründung, Kriegsprovozierung und nationales Ehrgefühl.

Warum sah Bismarck die „Emser Depesche“ als notwendig an?

Er betrachtete sie als taktisches Mittel, um Frankreich zur Kriegserklärung zu bewegen, was für Bismarck essenziell war, um die Unterstützung anderer Weltmächte durch das Bild einer deutschen Verteidigungsposition zu sichern.

Welchen Einfluss schrieb Bismarck der Königin Augusta zu?

Bismarck sah den Einfluss der Königin als destabilisierend an, da sie sich laut seiner Darstellung aktiv und friedensbewegt gegen die Hohenzollernkandidatur stellte und somit den König in seinem Handeln beeinflusste.

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Résumé des informations

Titre
Quellenanalyse unter Betrachtung der Gründe Bismarcks für die „Emser Depesche“ sowie seiner Denkweise und politischen Intentionen
Université
University of Wuppertal
Note
2,7
Auteur
Master of Arts Christian Werth (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
14
N° de catalogue
V165846
ISBN (ebook)
9783656086628
ISBN (Livre)
9783656087687
Langue
allemand
mots-clé
quellenanalyse betrachtung gründe bismarcks emser depesche denkweise intentionen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Master of Arts Christian Werth (Auteur), 2006, Quellenanalyse unter Betrachtung der Gründe Bismarcks für die „Emser Depesche“ sowie seiner Denkweise und politischen Intentionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165846
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Extrait de  14  pages
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