ausführlicher Unterrichtsentwurf zum Thema Kunststoffe für eine 11. Klasse Grundkurs, aber auch in einem Leistungskurs einsetzbar, Stunde wurde mit 1,0 bewertet und auch der Entwurf ließ keine Wünsche offen
Inhaltsverzeichnis
1 Bedingungsanalyse der Lerngruppe
1.1 Lernvoraussetzungen der Klasse
1.2 Räumliche und zeitliche Voraussetzungen
2 Didaktisch-methodische Überlegungen und Begründungen
2.1 Stellung der Stunde in der Stoffeinheit „Synthetische Makromolekulare“
2.2 Auswahl und Begründung der Lernziele
2.3 Begründung der didaktisch-methodischen Entscheidungen
3 Tabellarische Verlaufsplanung
4 Anhang
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Lehrprobe ist es, den Schülern der 11. Klasse den Zusammenhang zwischen makromolekularer Struktur und den stoffspezifischen Eigenschaften von Kunststoffen durch aktives, schülerorientiertes Experimentieren zu vermitteln.
- Struktur-Eigenschafts-Beziehungen bei Kunststoffen
- Experimentelle Untersuchung von Thermoplasten, Duroplasten und Elastomeren
- Förderung der Methodenkompetenz durch selbstständige Gruppenarbeit
- Anwendung der Kenntnisse in schülerzentrierten Präsentationen
- Didaktische Differenzierung durch variable Aufgabenstellungen
Auszug aus dem Buch
2.3 Begründung der didaktisch-methodischen Entscheidungen
Ich habe zur Realisierung der Lernziele eine Vorgehensweise gewählt, die die Schüleraktivität in allen Unterrichtsphasen in den Vordergrund stellt. Die Schüler werden über verschiedene Sinne angesprochen und zu unterschiedlichen Aktivitäten motiviert. Dazu zählen das materialgebundene Erarbeiten, das Experimentieren und die Arbeit mit dem Partner, die Möglichkeit der Selbstkontrolle, das Präsentieren der Ergebnisse sowie das Unterrichtsgespräch. Meine Lehrerrolle definiert sich weniger als Wissensvermittler, sondern vielmehr als Gestalter von geeigneten Lernarrangements – dieses bedarf einer umfangreichen Vorbereitung der Lernumgebung. Mir ist es wichtig, den Lernprozess in der Stunde als Beobachter und Moderator zu begleiten und bei Schwierigkeiten Hilfestellungen zu geben.
Um die Schüler auf den Stundeninhalt einzustimmen und für die Auseinandersetzung mit dem Thema zu motivieren, nutze ich zwei verschiedene Lerneingangskanäle – den auditiven und visuellen Kanal. Die vorbereitete Lernumgebung führt die Schüler zum Thema der Unterrichtsstunde. Im Chemieraum befinden sich bereits vielfältige Kunststoffe aus dem alltäglichen Leben. Diese sind vorn auf dem Lehrertisch, aber auch an den Seiten des Raumes und an den einzelnen Experimentierstationen aufgereiht und machen auf das Stundenthema neugierig.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Bedingungsanalyse der Lerngruppe: Analyse der Lernvoraussetzungen, Interessen und Arbeitstempi der 12 Schüler sowie der räumlichen Rahmenbedingungen im Chemieraum.
2 Didaktisch-methodische Überlegungen und Begründungen: Erläuterung der Einordnung der Stunde in die Stoffeinheit, der Lernziele sowie der methodischen Entscheidungen für den experimentell ausgerichteten Unterricht.
3 Tabellarische Verlaufsplanung: Detaillierte zeitliche und inhaltliche Gliederung des geplanten Unterrichtsverlaufs inklusive der eingesetzten Medien und Sozialformen.
4 Anhang: Auflistung der verwendeten Materialien wie Arbeitsblätter zu den Kunststoffgruppen, Zusatzangebote und das geplante Tafelbild.
Schlüsselwörter
Kunststoffe, Makromoleküle, Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere, Struktur-Eigenschafts-Beziehung, Schülerexperiment, Polymerisation, Chemieunterricht, Oberstufe, Didaktik, Methodenkompetenz, Selbstständigkeit, Stationenlernen, Nachhaltigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit stellt einen Entwurf für eine erste benotete Lehrprobe im Fach Chemie für die 11. Klasse dar, die sich mit dem Thema "Der Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften am Beispiel der Kunststoffe" befasst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Einteilung von Kunststoffen in Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere sowie deren spezifische chemische Molekülstrukturen und deren Auswirkungen auf die Materialeigenschaften.
Was ist das primäre Ziel der Lehrprobe?
Das Ziel ist es, dass die Schüler durch eigene Versuche und Analysen verstehen, wie der molekulare Aufbau (z.B. Vernetzungsgrad) direkt die thermischen und mechanischen Eigenschaften eines Kunststoffes bestimmt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Lehrprobe setzt auf das Prinzip "Learning by Doing" durch arbeitsteilige Schülerexperimente an Stationen, ergänzt durch eine Phase der Ergebnispräsentation und Unterrichtsgespräche.
Was wird im Hauptteil der Unterrichtseinheit behandelt?
Im Hauptteil experimentieren die Schüler in Gruppen zu den drei Kunststoffklassen, erarbeiten deren Charakteristika anhand von Informationstexten und bereiten diese Ergebnisse für eine gemeinsame Präsentation vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Struktur-Eigenschafts-Beziehung, Makromoleküle, selbstständige Wissenskonstruktion und experimentelles Arbeiten in der Oberstufe beschreiben.
Warum spielt die Arbeitsweise der Gruppen eine so große Rolle?
Die Gruppenbildung orientiert sich an bereits etablierten sozialen Strukturen, um das Arbeitsklima zu optimieren und durch kooperatives Lernen den unterschiedlichen Leistungsständen in der Klasse gerecht zu werden.
Wie wird mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgegangen?
Der Autor nutzt Differenzierung durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade der Informationstexte, optionale Zusatzstationen (wie den Superabsorber) und die Möglichkeit der Selbstkontrolle via Kontrollblätter.
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- Angelina Schulz (Author), 2010, Der Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften am Beispiel der Kunststoffe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165926