Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - School System, Educational and School Politics

Gruppenunterricht - fachlich gelobt und praktisch vergessen

Title: Gruppenunterricht - fachlich gelobt und praktisch vergessen

Term Paper , 2010 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: David Jugel (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Gruppenunterricht findet nur langsam Einzug in die deutschen Klassenräume. Herber Gudjons resümierte einst dazu: „Je mehr Papier über dies wichtige Thema beschrieben wurde, desto weniger scheint die Praxis wirklich davon beeinflusst zu sein“. Ein gegensätzliches Bild stellt sich ein, wenn man die Anwendungshäufigkeit von Frontalunterricht mit 76% der in der Fachliteratur bedingt zugeschriebenen Sinnhaftigkeit dieser Sozialform gegenüberstellt. Die vorliegende Hausarbeit stellt sich nun der Frage nach den Gründen dieser Diskrepanz und nach den Schlüssen und Handlungsweisungen, die sich aus der wissenschaftlichen und exemplarischen Auseinandersetzung mit Gruppenuntericht für den Lehrenden ergeben müssen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Was ist eigentlich Gruppenunterricht und wie läuft er ab?

3. Von den Problemen, deren möglichen Lösungen und einem erklärbaren aber nicht zu rechtfertigenden Zweifel an Gruppenunterricht

4. (k)eine Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Diskrepanz zwischen der theoretischen Wertschätzung des Gruppenunterrichts in der Fachliteratur und dessen geringer Anwendung in der schulischen Praxis. Ziel ist es, durch die Analyse von Begriffen, Phasen und konkreten Fallbeispielen die Ursachen für diese Kluft zu identifizieren und Handlungsweisungen für eine effektive Umsetzung im Unterricht zu formulieren.

  • Theoretische Grundlagen und pädagogische Potenziale des Gruppenunterrichts
  • Strukturierung des Gruppenunterrichts in Einleitung, Hauptteil und Auswertung
  • Analyse von Problemen und Lösungsstrategien anhand unterrichtspraktischer Beispiele
  • Reflexion des Lehrerverhaltens und der Rolle sozialer Kompetenzen
  • Diskussion institutioneller Rahmenbedingungen als Hemmfaktoren

Auszug aus dem Buch

3. Von den Problemen, deren möglichen Lösungen und einem erklärbaren aber nicht zu rechtfertigenden Zweifel an Gruppenunterricht

Folgend sollen zwei parallel verlaufende Versuche von Gruppenunterricht dargestellt werden, die der Gymnasiallehrer Werner Boschmann in der fünften und dreizehnten Klasse nach demselben Ablaufschema durchführte und inhaltsunabhängig protokolliert in Westermanns Pädagogischen Beiträgen veröffentlichte (vgl. Boschmann 1985: 10f). Anhand dieser Beispiele sollen Probleme erarbeitet und mögliche Lösungsansätze geprüft werden.

Boschmann wendet die ersten zehn Minuten seiner Doppelstunde dazu auf, die Schüler der 5. als auch der 13. Klasse an das Thema heranzuführen und die Aufgaben zu „umreißen“ (Boschmann 1985: 10). Hier entstehen erste Probleme. In der jüngeren Klasse gibt es anscheinend Verständigungsprobleme, was Gruppenarbeit ist. Die beigefügten Schülerresonanzen belegen dies: „Gruppenarbeit ist doch, wenn […] die eine Hälfte etwas macht und die andere nach Hause geht“ (Stefan Kl. 5, in: Boschmann 1985, 10). Daraus resultiert auch, so Boschmann, „Chaos“ bei der Gruppenbildung (vgl. Boschmann 1985: 10). Der Lehrer hatte es den Schülern selbst überlassen die Gruppen zu bilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel beleuchtet den hohen pädagogischen Stellenwert des Gruppenunterrichts und stellt die Diskrepanz zwischen dessen theoretischer Bedeutung und der geringen Anwendung in der Praxis dar.

2. Was ist eigentlich Gruppenunterricht und wie läuft er ab?: Hier werden die begriffliche Abgrenzung zur Gruppenarbeit sowie die drei wesentlichen Phasen – Einleitung, Hauptteil und Auswertung – definiert.

3. Von den Problemen, deren möglichen Lösungen und einem erklärbaren aber nicht zu rechtfertigenden Zweifel an Gruppenunterricht: Anhand von Unterrichtsbeispielen werden typische Schwierigkeiten bei der Durchführung aufgezeigt und Strategien für eine verbesserte Lehrersteuerung und Gruppenbildung diskutiert.

4. (k)eine Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert, dass die Herausforderungen Teil eines Lernprozesses sind und die Förderung sozialer Kompetenzen eine konsequente Anwendung des Gruppenunterrichts rechtfertigt.

Schlüsselwörter

Gruppenunterricht, Sozialform, Gruppenarbeit, Lehrerverhalten, Unterrichtsphasen, Sozialkompetenz, Schülermotivation, Lernprozess, Unterrichtspraxis, Methodenkompetenz, Kooperatives Lernen, Arbeitsauftrag, Leistungsbewertung, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Diskrepanz zwischen der fachdidaktischen Bedeutung des Gruppenunterrichts und seiner seltenen Anwendung in der schulischen Realität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Phasen des Gruppenunterrichts, die Rolle des Lehrers als Moderator sowie der Erwerb sozialer Kompetenzen durch die Lernenden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Probleme im Gruppenunterricht durch eine Analyse praktischer Beispiele zu verstehen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um diese Sozialform trotz Barrieren häufiger einzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse didaktischer Fachliteratur sowie die Auswertung von Unterrichtsprotokollen eines Praxisbeispiels.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den konkreten Ablauf einer Gruppenunterrichtsstunde, identifiziert Probleme in den Phasen der Einführung und Auswertung und diskutiert Lehrerverhalten und Bewertungsfragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Gruppenunterricht, Sozialform, Lehrerverhalten, soziale Kompetenz und die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis.

Welche Rolle spielt Werner Boschmann in der Analyse?

Er dient als Beispielgeber, dessen Unterrichtsversuche in einer 5. und 13. Klasse genutzt werden, um typische Probleme der Gruppenbildung und -arbeit aufzuzeigen.

Wie bewertet der Autor das Problem der „Trittbrettfahrer“?

Der Autor argumentiert, dass dieses Phänomen im Gruppenunterricht zwar deutlicher sichtbar wird als im Frontalunterricht, aber durch eine gute Strukturierung und Einbindung aller Schüler begrenzt werden kann.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Gruppenunterricht - fachlich gelobt und praktisch vergessen
College
Dresden Technical University  (Erziehungswissenschaften)
Course
Unterricht und allgemeine Didaktik
Grade
1,0
Author
David Jugel (Author)
Publication Year
2010
Pages
13
Catalog Number
V166105
ISBN (eBook)
9783640823505
ISBN (Book)
9783640823406
Language
German
Tags
gruppenunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Jugel (Author), 2010, Gruppenunterricht - fachlich gelobt und praktisch vergessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166105
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint