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Narrativität und Realität im Dokumentarfilm

Title: Narrativität und Realität im Dokumentarfilm

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag. Sandra Jenko (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Laut Lexika, ist der Dokumentarfilm ein Filmtyp, der auf Realität beruht sowie ohne Berufsschauspieler und Handlung auskommt. Sein primärer Zweck ist es zu informieren und zu belehren. Aus einer solchen Definition lassen sich folgende zentrale Aspekte herauslesen: die Realität, die Fiktionalität und die Narrativität. Diesen Gesichtspunkten widmet sich die vorliegende Arbeit.
Auf einen kurzen historischen Überblick zu wesentlichen Entwicklungsstationen des Dokumentarfilms, der auch Aspekte zur Produktion und Rezeption inkludiert, folgen der Versuch einer Definition des Dokumentarfilmbegriffs sowie eine Auseinandersetzung mit der Fiktionalität und der Narrativität dokumentarischer Filme. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet allerdings der Zusammenhang zwischen Dokumentarfilm und Wirklichkeit sowie die Möglichkeiten zu Konstruktion und Manipulation derselben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. I. Wesentliche Stationen in der Entwicklung des Dokumentarfilms

3. II. Was ist der Dokumentarfilm?

3.1 1. Ein Definitionsversuch

3.2 2. Typen und Funktionen des Dokumentarfilms

3.3 3. Fiction oder Non-Fiction?

3.4 4. Dramaturgie und Narrativität

4. III. Dokumentarfilm und Wirklichkeit

4.1 1. Wahrheitsfähigkeit von Filmen

4.2 2. Realität im Film

4.3 3. Authentizität

4.4 4. Konstruktion und Manipulation

5. IV. Resümee

6. V. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Spannungsfelder zwischen Narrativität, Fiktionalität und dem Anspruch des Dokumentarfilms auf eine wahrheitsgetreue Abbildung der Wirklichkeit. Dabei wird analysiert, inwieweit dramaturgische Mittel und konstruktive Prozesse unvermeidlich sind und ob der Dokumentarfilm trotz notwendiger Selektion und Manipulation seinen Realitätsbezug wahren kann.

  • Historische Entwicklung des Dokumentarfilms als Gattung.
  • Die Problematik der Definition und Abgrenzung zum Spielfilm.
  • Narrativität und die Verwendung von dramaturgischen Gestaltungsmitteln.
  • Theorie der Wirklichkeitsebenen und deren Bezug zum Film.
  • Unterscheidung zwischen notwendiger Konstruktion und bewusster Manipulation.

Auszug aus dem Buch

4. Konstruktion und Manipulation

Resümierend bleibt festzuhalten, dass ein Film zur Abbildung von Wahrheit fähig ist, die Wirklichkeit aber dennoch nicht abbilden kann, weil es DIE Wirklichkeit nicht gibt. Die beim Dokumentarfilm zu differenzierenden Realitäten wiederum sagen nur indirekt etwas über die Abbildbarkeit von Realität aus, und zwar dass sich das im Film Abgebildete im Prinzip aus diesen 5 Realitäten konstruiert. Konstruktion ist beim Dokumentarfilm nicht zu vermeiden, sowohl von Seiten des Filmemachers, der eigentlich immer eine bestimmte Intention verfolgt, als auch von Seiten des Rezipienten, der das Gesehene interpretiert und in einen bestimmten Bedeutungszusammenhang stellt. Eine „unintendierte […] Reproduktion der Wirklichkeit“ ist also im Dokumentarfilm nicht möglich. Als Dokumentarfilmer ist man meist um Wirklichkeitstreue und ein möglichst hohes Maß an Objektivität bemüht, auch wenn diese nie ganz erreichbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die zentrale Fragestellung des Dokumentarfilms bezüglich seines Realitätsbezugs, seiner Narrativität und der Zulässigkeit dramatischer Mittel.

I. Wesentliche Stationen in der Entwicklung des Dokumentarfilms: Überblick über die historische Entwicklung der Gattung von Griersons Definition bis zu den Strömungen des Cinema Verité und Direct Cinema.

II. Was ist der Dokumentarfilm?: Auseinandersetzung mit Definitionsversuchen, den Unterschieden zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Aspekten sowie der Rolle von Dramaturgie.

III. Dokumentarfilm und Wirklichkeit: Detaillierte Untersuchung des Realitätsanspruchs, der Authentizität und der unvermeidbaren konstruktiven Prozesse während der Filmproduktion.

IV. Resümee: Zusammenfassende Reflexion, die betont, dass Objektivität unerreichbar ist und jeder Dokumentarfilm ein konstruiertes Produkt bleibt.

V. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Dokumentarfilm, Wirklichkeit, Realitätsbezug, Narrativität, Fiktionalität, Konstruktion, Manipulation, Authentizität, Dramaturgie, Filmtheorie, Rezeption, Wahrheitsfähigkeit, Dokument, Spielfilm, Medienpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem Dokumentarfilm, insbesondere im Hinblick auf seinen Anspruch, Realität abzubilden, und die damit verbundenen methodischen Herausforderungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Dokumentarfilms, der Frage nach Wahrheit und Authentizität sowie der Rolle von Konstruktion und Manipulation bei der filmischen Abbildung der Welt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, ob ein Dokumentarfilm Geschichten erzählen darf, inwieweit dramaturgische Gestaltungsmittel zulässig sind und wie der Film mit dem Spannungsfeld zwischen Wirklichkeit und medialer Inszenierung umgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene Positionen von Fachleuten und Regisseuren gegenüberstellt und anhand von Begriffsdefinitionen und Realitätsmodellen synthetisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine theoretische Begriffsbestimmung sowie eine tiefgehende Analyse der Wirklichkeitsebenen und der Mechanismen von Konstruktion und Manipulation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Narrativität, Realitätsbezug, Konstruktion, Authentizität und Filmtheorie maßgeblich definiert.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Konstruktion und Manipulation?

Konstruktion wird als prinzipiell unvermeidbare Gestaltung (z.B. Standpunktwahl, Schnitt) angesehen, während Manipulation als die bewusste, absichtliche Beeinflussung des Zuschauers definiert wird.

Welche Rolle spielt der Rezipient bei der Wahrnehmung eines Dokumentarfilms?

Der Rezipient trägt zur finalen Entstehung des Dokumentarfilms bei, indem er das Gesehene interpretiert und sich im Spannungsfeld zwischen dem Glauben an das Dokumentierte und dem Zweifel an der filmischen Inszenierung bewegt.

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Details

Title
Narrativität und Realität im Dokumentarfilm
College
University of Vienna  (Pädagogik)
Course
Seminar: Ästhetik und Dramaturgie für Didaktik der audiovisuellen Medien Teil 2
Grade
1
Author
Mag. Sandra Jenko (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V166113
ISBN (eBook)
9783640823802
Language
German
Tags
Dokumentarfilm Realität Fiktionalität Narrativität Wahrheitsfähigkeit Authentizität Konstruktion Manipulation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Sandra Jenko (Author), 2004, Narrativität und Realität im Dokumentarfilm, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166113
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