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Feministische Perspektiven in der Sozialen Arbeit

Eine quantitative Untersuchung zur Bedeutung feministischer Haltung(en) in der Beratung

Titel: Feministische Perspektiven in der Sozialen Arbeit

Seminararbeit , 2025 , 45 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die bereitgestellte Seminararbeit ist eine Zusammenfassung einer Forschungsstudie, welche die Wahrnehmung und Anwendung feministischer Perspektiven durch Fachkräfte in der sozialen Arbeit untersucht. Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung und der Klärung theoretischer Grundlagen zu Feminismus und feministischer Beratung. Der Hauptteil befasst sich mit dem Forschungsdesign einer durchgeführten Umfrage, die primär an den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) und Beratungsstellen gerichtet war. Abschließend werden die Ergebnisse der Befragung von 172 Teilnehmenden ausgewertet, wobei fünf zentrale Hypothesen bezüglich Geschlechtergerechtigkeit, Gendern, struktureller Barrieren und Intersektionalität in der Beratungspraxis geprüft werden. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass feministische Standpunkte in der Sozialen Arbeit bekannt und relevant sind, es jedoch weiteren Forschungsbedarf zur Wirkmächtigkeit und zu Zugangsbarrieren gibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis
  • EINLEITUNG
  • 1. EINFÜHRUNG UND GRUNDLAGEN
    • A. EINFÜHRUNG
    • B. THEORETISCHER HINTERGRUND UND GRUNDBEGRIFFE
      • (a) Feminismus
      • (b) Feministische Beratung
    • C. FORSCHUNGSSTAND
    • D. FORSCHUNGSDESIGN
  • 2. AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE
  • 3. FAZIT
  • ANLAGEN
  • VERZEICHNISSE

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht, wie Fachkräfte (FK) in der Sozialen Arbeit feministische Perspektiven wahrnehmen und wie sich diese Wahrnehmungen auf ihre professionelle Beratung im Fallkontext auswirken. Die Studie basiert auf einer quantitativen Untersuchung zur Bedeutung feministischer Haltung(en) in der Beratung.

  • Welches Wissen und welche Haltungen Fachkräfte zu feministischer Beratung und geschlechtlicher/sexueller Vielfalt mitbringen.
  • Wie feministische Perspektiven in der konkreten Fallarbeit berücksichtigt werden.
  • Welche strukturellen Bedingungen eine diversitätssensible Praxis im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) begünstigen oder behindern.
  • Die Gleichstellung aller Geschlechter und die Anerkennung von LGBTIQ*-Lebensrealitäten im professionellen Handeln von Fachkräften.

Auszug aus dem Buch

b. Theoretischer Hintergrund und Grundbegriffe (a) Feminismus

Im Fragebogen ist im Fragebereich 4 vorangestellt angegeben: „Der Feminismus ist eine politische Orientierung, die patriarchale Gesellschaftsstrukturen und die Dominanz des männlichen Geschlechts in Frage stellt und sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern einsetzt.“ (Sickendieck, 2020, S. 69)“ (Anlage 1 S. 3) Grundsätzlich ist die Palette feministischer Konzepte von Begriffen, Arbeit und Beratung sehr breit gefächert und keineswegs einheitlich (vgl. Sickendieck, 2020, S. 70, ähnlich auch bei Kasten et al, 2022, S. 13f.). Auch die Soziologin und Politologin Juliane Frisse betont, dass Feminismus inzwischen so vielfältig ist – z.B. #Mee-Too, Pussy Hats, Abtreibungsrecht, Frauenquote, Gender Pay Gap -, dass die Wissenschaft eigentlich von Feminismen sprechen müsste (vgl. Frisse, 2019, S. 9). Es sei vor allem eine Überzeugung: „die Gesellschaft durch die >>Geschlechterbrille<< betrachten“ (Frisse, 2019, S. 11), denn die Unterscheidung zwischen den Geschlechtern „beeinflusst viele Dinge: wie wir als Menschen leben, wie wir handeln, wer Macht hat und wer nicht“ (ebd.). Eng damit verbunden ist der nicht ganz unumstrittene Begriff des „Patriarchat‘, dass „das Machtgefälle zwischen den Geschlechtern“ beschreibt (Frisse, 2019, S. 12). Währenddessen wird in der kritischen Theorie der Frankfurter Schule eher reflexiv und deduktiv auf den Feminismus blickt: „Was der Feminismus bekämpft, hängt davon ab, was Frauen unterdrückt, und das wiederum hängt davon ab, wer oder was >Frau< ist“ (Wilhelm, Jahr, S. 377)

Einer der besonders kontroversen Themen des Feminismus ist die geschlechtergerechte/-sen-sible bzw. -spezifische Sprache: das weit verbreitete generische Maskulinum mache Frauen unsichtbar, was Forschungen beweisen (vgl. Frisse, 2019, S. 71-73). „Wer im alltagssprachli-chen Sinne gendert, will aber nun gerade kein Geschlecht hervorheben, sondern die Vielfalt sichtbar machen“ (Frisse, 2019, S. 75). Gleiches mache das generische Femininum, irritiere dabei aber und mache auf Ungerechtigkeit aufmerksam. Hingegen sind neutrale Formen sowie substantivierte Partizipien - im Gegensatz zu den generischen Varianten, dem Schrägstrich, dem Binnen-I, der Nennung von zwei Geschlechtern - konsequent inklusiv, sind jedoch sprach-lich eingeengt, weil nicht alle Worte in dieser Art umgewandelt werden können. (vgl. Frisse, 2019, S. 76f.).

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die feministische Debatte in der Sozialen Arbeit ein und legt die Forschungsfrage vor, wie Fachkräfte feministische Perspektiven wahrnehmen und in der Beratung anwenden.

1. EINFÜHRUNG UND GRUNDLAGEN: Dieser Abschnitt bietet eine Übersicht über die Relevanz des Forschungsthemas, klärt zentrale Begriffe des Feminismus und der feministischen Beratung und stellt den Forschungsstand sowie das Forschungsdesign der Umfrage vor.

1.A. EINFÜHRUNG: Hier wird die politische Natur der Sozialen Arbeit beleuchtet, insbesondere im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD), und die Förderung gesellschaftlicher Reflexion und kritischen Denkens hervorgehoben.

1.B. THEORETISCHER HINTERGRUND UND GRUNDBEGRIFFE: Dieses Kapitel definiert Feminismus als eine politische Orientierung, die patriarchale Strukturen hinterfragt, und feministische Beratung als einen spezialisierten, parteilichen Ansatz, der auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten ist.

1.C. FORSCHUNGSSTAND: Der aktuelle Forschungsstand wird dargestellt, unter anderem bezüglich geschlechtsspezifischer Auswirkungen in der Arbeitsverwaltung und digitaler Gewalt, wobei bestehende Forschungslücken aufgezeigt werden.

1.D. FORSCHUNGSDESIGN: Dieses Kapitel beschreibt die quantitative Untersuchungsmethode, einschließlich der Verteilung eines Fragebogens an Jugendämter, ASDs und Beratungsstellen sowie den Zeitraum der Datenerhebung.

2. AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE: In diesem Teil werden die gesammelten Daten analysiert, um die fünf aufgestellten Hypothesen zu bewerten, wobei soziodemographische Angaben und Einstellungen zu feministischen Standpunkten berücksichtigt werden.

3. FAZIT: Das Fazit resümiert, dass feministische Beratung in der Sozialen Arbeit theoretisch und praktisch relevant ist und vielfältig berücksichtigt wird, weist aber auch auf die Notwendigkeit weiterer qualitativer Forschung hin, um die Wirkung und Zugangsbarrieren besser zu verstehen.

Schlüsselwörter

Feminismus, Soziale Arbeit, Beratung, Geschlechtergerechtigkeit, Intersektionalität, Gender, Patriarchat, Diskriminierung, Empowerment, quantitative Untersuchung, Forschungsdesign, Sozialarbeitende, Geschlechterrollen, LGBTIQ*, Care-Arbeit, geschlechtergerechte Sprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz und Wahrnehmung feministischer Perspektiven in der Sozialen Arbeit und wie diese das professionelle Beraten von Fachkräften beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind Feminismus und Feminismen, feministische Beratung, geschlechtliche/sexuelle Vielfalt, Intersektionalität, strukturelle Ungleichheiten und deren Auswirkungen auf die Soziale Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, wie Fachkräfte feministische Perspektiven wahrnehmen und wie sich diese Wahrnehmungen auf ihr professionelles Beraten im Fallkontext auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitative Untersuchung mittels eines online versandten Fragebogens an Sozialarbeitende in Jugendämtern, Allgemeinen Sozialen Diensten (ASD) und Beratungsstellen verwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die begrifflichen Grundlagen von Feminismus und feministischer Beratung, den aktuellen Forschungsstand, das Forschungsdesign der Umfrage und die Auswertung der erhobenen Ergebnisse im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Feminismus, Soziale Arbeit, Beratung, Geschlechtergerechtigkeit, Intersektionalität, Empowerment und quantitative Untersuchung charakterisieren die Arbeit.

Wie wird Feminismus in dieser Arbeit definiert?

Feminismus wird als eine politische Orientierung definiert, die patriarchale Gesellschaftsstrukturen und die Dominanz des männlichen Geschlechts in Frage stellt und sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern einsetzt.

Welche Herausforderungen bei der Umsetzung feministischer Ansätze in der sozialen Arbeit wurden identifiziert?

Herausforderungen umfassen die Breite und teilweise Unkritik des Feminismusverständnisses, die Notwendigkeit, Wirkung und Relevanz feministischer Beratung in der Praxis genauer zu erörtern, sowie Zugangsbarrieren zu Beratungsangeboten.

Welche Rolle spielt gendergerechte Sprache im Kontext der Untersuchung?

Gendergerechte Sprache ist ein kontroverses Thema im Feminismus, dessen Relevanz und die Einstellungen der Fachkräfte dazu im Rahmen der Umfrage beleuchtet werden.

Welche der aufgestellten Hypothesen konnten bestätigt oder widerlegt werden?

Hypothese 1 konnte tendenziell bestätigt, Hypothese 3 teilweise verifiziert werden, während die anderen drei Hypothesen widerlegt wurden. Feministische Standpunkte sind in der Praxis relevant und bekannt.

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Details

Titel
Feministische Perspektiven in der Sozialen Arbeit
Untertitel
Eine quantitative Untersuchung zur Bedeutung feministischer Haltung(en) in der Beratung
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thürigen in Gera)
Veranstaltung
Sozialarbeitsforschung
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
45
Katalognummer
V1661888
ISBN (PDF)
9783389160237
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feminismus Gender Gendersprache Feminismen Sozialarbeit Soziale Arbeit Feministische Beratung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2025, Feministische Perspektiven in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1661888
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Leseprobe aus  45  Seiten
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