Hintergrund dieser Ausarbeitung ist die Untersuchung von Cronobacter sakazakii, auch bekannt als Enterobacter sakazakii, mittels drei unterschiedlicher Selektionsmethoden. Anlass dieser Untersuchung ist der Umstand, dass sich nach einer Methodenumstellung im Labor die ermittelten Werte subjektiv verbessert haben. Dementsprechend werden die nicht mehr verwendete sowie die neu eingeführte Methode Teil der untersuchten Selektionsmethoden sein. Die dritte Selektionsmethode wird zur Vervollständigung, der Untersuchung aller im Labor derzeit möglichen Methoden, hinzugefügt.
Ziel dieser Analyse ist es zu ermitteln, welche dieser Methoden am geeignetsten ist um Cronobacter sakazakii nachzuweisen.
Zunächst wird ein theoretischer Überblick über alle relevanten Themen, die diese Thematik betreffen, geliefert. Dieser wird jedoch kurz gehalten, da davon ausgegangen wird, dass die Leser dieser Untersuchung einen entsprechend fachlichen Hintergrund besitzen.
Des Weiteren werden die verwendeten Methoden näher beleuchtet um ein Verständnis für die Problemstellung zu ermöglichen. Dabei werden die einzelnen Methoden nach ihrer Erläuterung mit Variablen codiert, um das Risiko von Verwechslungen zu reduzieren. Diese Codierung wird im Laufe der Arbeit beibehalten und ebenfalls, auf den im Anhang befindlichen, Ergebnisformularen übernommen.
Die gewonnenen Ergebnisse werden kritisch betrachtet und wenn nötig sinnvoll durch statistische Untersuchungen belegt.
Während des Bearbeitungszeitraumes kam es zu Lieferengpässen der ESIA-Platten. Aus diesem Grund wird zeitweise DFI-AGAR verwendet. Dies stellt jedoch kein Problem dar, da DFI ebenfalls der Selektion von Cronobacter sakazakii dient. Jedoch wird in dieser Ausarbeitung nur wenig Rücksicht auf diesen Umstand gelegt d.h. dass sämtliche Erläuterungen mit ESIA erfolgen und DFI dazu analog erfolgt.
Um dem Leser die Verständlichkeit und den Zusammenhang zu einzelnen Elementen dieser Ausarbeitung zu erleichtern, werden Informationen durch, zum Teil selbst angefertigte Tabellen, Abbildungen und Fließschemata, leicht verständlich und visuell schnell auffassbar dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 Cronobacter sakazakii
2.2 Verwendete Nähr- und Selektivmedien
2.2.1 Flüssigmedien
2.2.2 Festmedien
2.2.3 Biochemische Identifikationsmittel
2.3 Grundgedanke von Hygiene-Zonen
2.4 Reinigungsverfahren
3 METHODIK
3.1 Probenahmestellen und Vorgehensweise während der Probennahme
3.1.1 Sponges
3.1.2 Swabs
3.2 Selektionsmethoden
3.2.1 Sponges
3.2.2 Swabs
4 ERGEBNISSE UND AUSWERTUNG
5 FAZIT
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die Eignung verschiedener Selektionsmethoden zum Nachweis von Cronobacter sakazakii in einem mittelständischen Unternehmen. Ziel ist es zu ermitteln, welche der eingesetzten Methoden am zuverlässigsten ist, um die Qualität der Laborergebnisse nach einer Methodenumstellung zu bewerten und gegebenenfalls Effizienzpotenziale in der Analytik zu identifizieren.
- Vergleich von drei unterschiedlichen Selektionsmethoden für Cronobacter sakazakii
- Analyse der Probenahmetechniken (Sponges vs. Swabs)
- Evaluierung der Leistungsfähigkeit von Nähr- und Selektivmedien
- Biochemische Identifizierung verdächtiger Kolonien mittels standardisierter Testsysteme
- Statistische Auswertung der gewonnenen Ergebnisse
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Sponges
Als Sponges werden sterile Schwämmchen bezeichnet, die, einzeln aufbewahrt in Bechern, in einer neutralen Lösung getränkt sind. Ebenfalls in einem Becher enthalten ist ein Einweg Handschuh, welcher zur Probennahme verwendet wird um eventuelle Kontamination durch die Hautoberfläche zu vermeiden.
Der Sponge wird über eine ca. 1 m² große Fläche gerieben, wobei dieser erst horizontal und anschließend vertikal über den Boden geführt wird. Darauf folgend wird diese Prozedur mit der anderen Schwammseite wiederholt.
Die Größe der Bodenfläche wird hierbei subjektiv eingeschätzt und muss keiner quadratischen Form entsprechen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert den Hintergrund und die Motivation der Untersuchung von Cronobacter sakazakii nach einer Methodenumstellung im Labor, mit dem Ziel, die geeignetste Nachweismethode zu identifizieren.
2 THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel liefert die wissenschaftliche Basis über den Mikroorganismus Cronobacter sakazakii, die verwendeten Nährmedien, das Konzept der Hygiene-Zonen und gängige Reinigungsverfahren.
3 METHODIK: Hier wird das experimentelle Vorgehen detailliert beschrieben, insbesondere die Probenahmestellen und die verschiedenen Selektionsmethoden für Sponges und Swabs.
4 ERGEBNISSE UND AUSWERTUNG: Dieser Teil präsentiert die erhobenen Daten, vergleicht die Effektivität der verschiedenen Methoden anhand von Tabellen und Abbildungen und bewertet die Notwendigkeit von Reinkulturen.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, stellt fest, dass keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Selektionsmethoden bei Sponges bestehen und empfiehlt eine kritische Überprüfung der eingesetzten Probenahmetechniken.
Schlüsselwörter
Cronobacter sakazakii, Enterobacter sakazakii, Selektionsmethoden, Nährmedien, Probennahme, Sponge, Swab, Lebensmittelanalytik, Hygienekontrolle, biochemische Identifikation, api 20 E, api ID 32 E, Labordiagnostik, Qualitätssicherung, High Care Bereich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit vergleicht drei unterschiedliche mikrobiologische Selektionsmethoden zum Nachweis des Bakteriums Cronobacter sakazakii in einem Lebensmittel produzierenden Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Evaluierung von Probenahmetechniken (Sponge vs. Swab), der Wirksamkeit von Nähr- und Selektivmedien sowie der biochemischen Identifizierung von Isolaten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Ermittlung der am besten geeigneten Nachweismethode, um die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Labordiagnostik im Betrieb zu gewährleisten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden systematische Probenahmen durchgeführt, die Proben mittels unterschiedlicher Nährmedien und Bouillon-Zusätze selektiert, bebrütet und anschließend biochemisch identifiziert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die detaillierte Beschreibung des methodischen Aufbaus der Versuchsreihe sowie die anschließende Auswertung und Interpretation der Laborergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Cronobacter sakazakii, Selektionsmedien, Sponge- und Swab-Proben sowie biochemische Identifikationssysteme wie api 20 E.
Warum schneiden die Swab-Proben im Vergleich zu den Sponges schlechter ab?
Die Autorin stellt fest, dass Swabs die Werte der Sponges nicht erreichen, was wahrscheinlich auf die spezifischen Anwendungsbereiche der Probenahmetechniken zurückzuführen ist.
Welchen Einfluss hatte der Lieferengpass bei den ESIA-Platten auf die Untersuchung?
Es wurde zeitweise DFI-Agar verwendet, was jedoch als unproblematisch eingestuft wurde, da beide Medien der Selektion von Cronobacter sakazakii dienen.
Wird aufgrund der Ergebnisse eine statistische Signifikanzprüfung durchgeführt?
Nein, aufgrund der sehr ähnlichen Ergebnisse zwischen den Methoden bei den Sponges erschien die Durchführung eines statistischen Tests nicht sinnvoll.
Welche Empfehlung gibt die Autorin hinsichtlich der Methodik?
Es wird angeregt, die Verwendung von mLST außerhalb der Bodenproben zu minimieren, um Bearbeitungszeit und Materialkosten zu reduzieren, sofern dies die Qualitätssicherung zulässt.
- Citar trabajo
- Steffi Gensel (Autor), 2011, Cronobacter Testreihe - Ein Vergleich unterschiedlicher Nachweismethoden für Cronobacter sakazakii in einem Mittelständischen Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166268