Eine Verbindung zwischen Yoga und Schamanismus

Beispiel altes Indien


Essay, 2011
4 Seiten

Leseprobe

Eine Verbindung zwischen Magie und Schamanismus- Beispiel altes Indien

Das alte Indien stellt ein Beispiel für die Vermischung von Schamanismus und anderen mystisch-magischen Elementen dar. Dort existierten schamanische Symbolismen und Techniken. Dies wird im Folgenden anhand der Studien des religionsethnologischen „Klassikers“ und Pioniers der Schamanismus-Forschung Mircea Eliade dargestellt.

Magische Schamanen-Trommeln

Legenden in der indischen Magie erwähnen immer wieder die göttliche Herkunft der „Zaubertrommel“ (vgl. Eliade 1956: 400), welche im Schamanismus von zentraler Bedeutung ist. Eliade gibt an, dass hierbei der Einfluss des nicht-arischen Substrates zu vermuten ist: In der Magie der indischen Urbevölkerung, welche nicht immer von schamanischer Struktur sei, jedoch an den Schamanismus hinrühre, nähmen die Trommeln einen bedeutenden Raum ein (Eliade 1956: 400/ 401).

Schamanische Heilung und indische Medizin behandeln die Seele

Weiterhin findet sich bei der Seelenbeschwörung eines Patienten durch einen Brahamanen im Rig Veda[1], wie auch in der schamanischen Heilung das Vorgehen, dass die „flüchtige“ Seele des Kranken zurückgerufen wird. In den medizinisch-magischen Texten des Athara Veda[2] ist es Aufgabe des Magiers, den Sterbenden ins Leben zurückzuholen- dessen Atem vom Wind und dessen Augen von der Sonne- und dessen Seele wieder in den Körper einzufügen. Es handelt sich hierbei um Spuren von schamanischer Heilung. In der indischen Medizin werden später bestimmte traditionelle magische Ideen verwendet hat, welche nicht der eigentlichen schamanischen Ideologie zuzuschreiben sind (Eliade 1956: 395). Die Lehre von der Instabilität der Seele, die in den verschiedenen vom Schamanismus beherrschten Gesellschaften deutlich sichtbar ist, war auch im alten Indien Bestandteil religiöser Lehren: Gemäß den Brahmanen, den hinduistischen Priestern, sollte man Schlafende nicht plötzlich aufzuwecken, da sich die Seele im Traum sehr weit vom Körper entferne und sich bei abrupter Störung auf dem Rückweg verirren könnte (Eliade 1956: 395).

[...]


[1] Veda (Sanskrit: „Wissen“) ist eine zunächst mündlich überlieferte, später schriftlich fixierte Sammlung religiöser Offenbarungstexte im Hinduismus und enthält Loblieder an Götter. Rigveda stellt den ältesten Teil der vier Veden und den ältesten überlieferten religiösen Text der Welt dar. http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Rig_Veda.html, letzter Abruf am 31.01.2011.

[2] Vierte der Veden, die medizinische „Zaubersprüche“ und Heilungswissen enthält. http://www.helmutblatt.de/files/Der%20Hinduismus%20-%20Welche%20Wege%20zum%20Heil%20zeigt%20er_.pdf, ,letzter Abruf am 31.01.2011.

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten

Details

Titel
Eine Verbindung zwischen Yoga und Schamanismus
Untertitel
Beispiel altes Indien
Autor
Jahr
2011
Seiten
4
Katalognummer
V166369
ISBN (eBook)
9783640824076
Dateigröße
416 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Kurzer kulturanthropologischer Einblick
Schlagworte
eine, verbindung, yoga, schamanismus, beispiel, indien
Arbeit zitieren
M.A. Carina Bauer (Autor), 2011, Eine Verbindung zwischen Yoga und Schamanismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166369

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