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Massenmedien in der DDR - Struktur und Funktion

Título: Massenmedien in der DDR - Struktur und Funktion

Trabajo Escrito , 2003 , 15 Páginas , Calificación: 2,25

Autor:in: Gordon Peters (Autor)

Sociología - Medios, arte, música
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Die vorliegende Arbeit untersucht inwieweit die Aufbau-, Inhalts- und Angebotsstrukturen
der Massenmedien in der DDR, der Manipulation und Kontrolle des Informationsund
Unterhaltungsangebotes dienten und welche wesentlichen Ziele durch die Strukturierung
verfolgt wurden.
In drei Hauptblöcken stehen die Medien Presse, Radio und Fernsehen im Fokus der Untersuchung.
Innerhalb dieser Blöcke findet folgende dreidimensionale Betrachtung statt.
Aus Sicht der normativen Dimension werden die gesetzlichen Fundamente für den jeweiligen
Hauptabschnitt betrachtet und die damit im Zusammenhang stehenden Institutionen
vorgestellt. Die materielle Ebene verschafft dem Leser einen Überblick über die
vorhandenen Ausprägungen des betreffenden Medienzweiges. Die dritte Betrachtungsebene
schließlich beschreibt die strukturelle Beschaffenheit des Inhaltes aus einer „Overhead-
Position“ anhand von Beispielen.
Im Text wurden Struktur und Funktion als Ursache-Wirkung Prinzip behandelt, d.h. die
Struktur gilt als Grundlage für die daraus resultierende Funktion. Deren Betrachtung
wiederum erfolgte jeweils aus dem Blickwinkel der gewünschten und der tatsächlich
aufgetretenen Effekte.
Ein Anspruch auf Vollständigkeit aller relevanten Fakten kann und wird vom Autor
nicht erhoben. Ziel ist es dem Leser den wesentlichen Aufbau, die rechtlichen Hintergründe
und die grobe Inhaltsstruktur des DDR-Mediensystems nahe zu bringen. Hierbei
steht im Mittelpunkt immer der Aspekt der staatlichen Kontrolle. Die untersuchten Zusammenhänge
werden überblicksartig, oft nicht chronologisch präsentiert. Dies war hier
möglich, da das Mediensystem der DDR in seiner Gesamtheit wenigen Änderungen unterlag.
Infolgedessen dürfen genannte Beispiele aus den verschiedensten Jahren als
durchaus repräsentativ für den gesamten Betrachtungszeitraum angenommen werden.
Zur Recherche dienten soziologische Fachliteratur, DDR-spezifische Lexika und
das Internet, aber auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen mit der Thematik sind
eingeflossen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Grundsätzliche Vorbetrachtungen

1.1. Pressefreiheit in der DDR

1.2. Die Leninsche Pressetheorie

2. Die Printmedien

2.1. Die normative Dimension

2.2. Die materielle Dimension

2.3. Die inhaltliche Dimension

3. Der Hörfunk

3.1. Die normative Dimension

3.2. Die materielle Dimension

3.3. Die inhaltliche Dimension

4. Das Fernsehen

4.1. Die normative Dimension

4.2. Die materielle Dimension

4.3. Die inhaltliche Dimension

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Strukturen und Funktionen der Massenmedien in der DDR mit dem Ziel, die staatliche Manipulation und Kontrolle der Informations- und Unterhaltungsangebote sowie die dabei verfolgten strategischen Absichten offenzulegen.

  • Analyse der gesetzlichen Fundamente und Kontrollinstitutionen der DDR-Medien.
  • Untersuchung der strukturellen Organisation von Presse, Hörfunk und Fernsehen.
  • Bewertung der inhaltlichen Gestaltung und propagandistischen Ziele der Berichterstattung.
  • Erörterung der Wirkungsweise staatlicher Zensurmechanismen wie der "Schere im Kopf".
  • Reflexion über die Diskrepanz zwischen staatlichem Anspruch und tatsächlicher Medienwirkung auf die Bevölkerung.

Auszug aus dem Buch

2.3. Die inhaltliche Dimension

Die Inhalte der DDR Presse waren nicht Resultat freier journalistischer Entfaltung, sondern geprägt durch strukturelle wie inhaltliche staatliche Vorgaben. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel offiziellen Eingriffs ist die wöchentliche Anleitung der Chefredakteure aller SED-Massenmedien (Rundfunk, Fernsehen, Presse) in der Abteilung Propaganda und Agitation, die so genannte Argumentationssitzung. Den Teilnehmern wurden detaillierte, oftmals bis zum genauen Wortlaut ausgearbeitete Meldungen dargebracht, die genauso veröffentlicht werden mussten. „Wie Schuljungen in einer Klippschule, so sitzen sie [die Chefredakteure, G.P.] demütig vor dem Genossen Geggel [Leiter der ZK Abteilung Agitation, G.P.]. Seine Anweisungen sind exakt und präzise.“(Loeser,1984, S. 71 zitiert nach Geißler,1990,S.301 ) Aus SED Sicht war diese Vorgehensweise sinnvoll, denn im Vordergrund stand ja die praktische Umsetzung der Leninschen Theorie. Öffentliche kritische Diskussion im Bereich der aktuellen Information war also unerwünscht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der Forschungsabsicht, die Medienlandschaft der DDR im Hinblick auf staatliche Kontrolle und Manipulation zu analysieren.

1. Grundsätzliche Vorbetrachtungen: Theoretische Einordnung durch die Leninsche Pressetheorie und den formalen Rahmen der Pressefreiheit in der DDR.

2. Die Printmedien: Analyse der staatlichen Steuerung, des Lizenzierungssystems und der inhaltlichen Gleichschaltung der Zeitungslandschaft.

3. Der Hörfunk: Betrachtung der organisatorischen Strukturen des Rundfunks und dessen Rolle bei der propagandistischen Erziehungsarbeit.

4. Das Fernsehen: Untersuchung der Entwicklung des Fernsehens als primäres Propagandamedium und der bewussten Realitätsferne in der Programmgestaltung.

5. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass staatliche Manipulationsversuche an ihre Grenzen stießen und oft eine kontraproduktive Wirkung erzielten.

Schlüsselwörter

Massenmedien, DDR, SED, Propaganda, Zensur, Pressefreiheit, Agitation, staatliche Kontrolle, DDR-Fernsehen, Hörfunk, Printmedien, Leninsche Pressetheorie, Ideologie, Informationskontrolle, Argumentationssitzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Struktur und Funktion der Massenmedien in der DDR sowie deren Rolle als Instrumente staatlicher Kontrolle und Propaganda.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den drei Hauptblöcken Presse, Hörfunk und Fernsehen, die jeweils in normativer, materieller und inhaltlicher Dimension beleuchtet werden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, dem Leser den Aufbau, die rechtlichen Hintergründe und die Inhaltsstruktur des DDR-Mediensystems nahe zu bringen und die staatlichen Manipulationsabsichten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine dreidimensionale Analyse der Medienzweige, wobei Struktur und Funktion als Ursache-Wirkungs-Prinzip unter Einbeziehung soziologischer Fachliteratur und Zeitzeugnissen betrachtet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Presse, Hörfunk und Fernsehen, wobei jeweils staatliche Eingriffe und die propagandistische Steuerung durch die SED detailliert erörtert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen neben DDR, SED und Propaganda auch Begriffe wie Zensur, Ideologie und Informationskontrolle.

Welche Rolle spielte die "Argumentationssitzung" für die Medien?

Die Argumentationssitzung war ein zentrales Steuerungsinstrument, bei dem Chefredakteure vom ZK detaillierte inhaltliche Vorgaben erhielten, um eine einheitliche, parteikonforme Berichterstattung sicherzustellen.

Wie reagierte die Bevölkerung auf die staatlich gesteuerten Medien?

Viele Bürger empfanden die Medien als realitätsfern und gleichgeschaltet, was zu einer verstärkten Nachfrage nach westlichen Medien und einer teils ablehnenden Haltung gegenüber den offiziellen Botschaften führte.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Massenmedien in der DDR - Struktur und Funktion
Universidad
Hamburg University of Ecomomy and Policy  (Fachgebiet Soziologie)
Calificación
2,25
Autor
Gordon Peters (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
15
No. de catálogo
V16638
ISBN (Ebook)
9783638214254
Idioma
Alemán
Etiqueta
Massenmedien Struktur Funktion
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gordon Peters (Autor), 2003, Massenmedien in der DDR - Struktur und Funktion, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16638
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