Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Theologie - Systematische Theologie

Das Christologieverständnis bei Dietrich Bonhoeffer und der Theologiebegriff bei Thomas von Aquin. Eine kontroverstheologische Besinnung auf das Wesen der Christologie und Theologie

Titel: Das Christologieverständnis bei Dietrich Bonhoeffer und der Theologiebegriff bei Thomas von Aquin. Eine kontroverstheologische Besinnung auf das Wesen der Christologie und Theologie

Seminararbeit , 2000 , 32 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Christoph Bernhard Ramsauer (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Seminararbeit zum Thema „Kreuzestheologie bei Martin Luther und Dietrich Bonhoeffer“, gehalten im Sommersemester 2000 an der Katholisch-Theologischen Fakultät Salzburg von Univ.-Prof. Dr. Mödlhammer J.W. im Rahmen des Faches Ökumene,
behandle ich einen Ausschnitt aus der Christologievorlesung D. Bonhoeffers (gehalten im Jahr 1933 an der Berliner Universität), näherhin die erste Frage nach der „Entfaltung der christologischen Frage“.(1)
Bewußt ging es mir um eine Textinterpretation dieser wenigen Seiten auch im Lichte katholischer Theologie (denn es soll ja hier eine Arbeit im Fach Ökumene präsentiert werden). Augustinus und Thomas finden hier ebenso ihre Erwähnung wie etwa Rahner und Balthasar. Denn Ökumene soll im wahrsten und tiefsten Sinn des Wortes „katholisch“ sein, weil wir hier auf unserer Fakultät als Katholiken Ökumene betreiben, als solche, die wirklich universal zu denken imstande sein sollten. Von diesem Grundanliegen wurde meine ganze
Arbeit inspiriert und getragen. Bewußt habe ich mich auf diese wenige Seiten eingeschränkt, d.h. nicht den gesamten Umfang des ersten Kapitels war Gegenstand dieser Arbeit, sondern vielmehr die Seiten 167-172, um die grundsätzlichen Formalia von Bonhoeffers Vorstellung, was Christologie innerhalb der Theologie leisten kann und soll bzw. nicht kann und nicht soll, zur Sprache zu bringen. Da für Bonhoeffer Christologie überhaupt die Zentralwissenschaft im
Raum der Kirche zu sein scheint(2), wirft das ein bezeichnendes Licht auf Bonhoeffers Verständnis von Theologie überhaupt, das im weiteren Gang der Arbeit kontroverstheologisch näher untersucht worden ist.
[...]
_____
1 Bonhoeffer, Gesammelte Werke (GS), Band 3, 167-172
2 Bonhoeffer, GS III, 168

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Formale Grundlagen zum Verständnis des Christologiebegriffes bei Bonhoeffer

Vorstellung einer katholischen Variante von wissenschaftlicher (und dennoch personaler) Theologie im Verständnis des hl. Thomas von Aquin

Schlußbemerkung

Bibliographie

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht das Christologieverständnis bei Dietrich Bonhoeffer, insbesondere seine Ablehnung der sogenannten "Wie-Frage" zugunsten der "Wer-Frage", und setzt dieses in einen kontroverstheologischen Dialog mit dem Theologiebegriff des Thomas von Aquin, um das Wesen wissenschaftlicher Theologie im Raum der Kirche zu erörtern.

  • Das Christologieverständnis von Dietrich Bonhoeffer (1933)
  • Kritik an der "Wie-Frage" in der wissenschaftlichen Christologie
  • Der personal-existenzielle Ansatz der "Wer-Frage"
  • Theologiebegriff des Thomas von Aquin als kontroverstheologischer Vergleich
  • Die Vereinbarkeit von wissenschaftlichem Anspruch und personaler Begegnung in der Theologie

Auszug aus dem Buch

Formale Grundlagen zum Verständnis des Christologiebegriffes bei Bonhoeffer

Wir lesen bei Augustinus einmal folgendes bedenkenswerte Wort: „ ‚Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort‘. Nur wortlos kann dies eingesehen werden: nicht wird es einsichtig gemacht durch menschliche Worte“ 5. So ähnlich auch Bonhoeffer in der Eröffnung seiner Christologievorlesung an der Berliner Universität im Sommersemester 1933: „Lehre von Christus beginnt im Schweigen.“6 Schweigen, Anbetung (adoratio) und Gebet sind die einzig sachliche Haltung dem absoluten Mysterium gegenüber7, dem gegenüber, der in unzugänglichem Lichte wohnt und den kein lebendiger Mensch je gesehen hat noch sehen wird, weil niemand den Vater gesehen hat.

Angesichts der Offenbarung dieses unfaßlichen Mysteriums, wird der Mensch im Widerfahrnis eines Angesprochenwerdens durch das Mysterium vor eine letzte Krisis (Entscheidung) gestellt, der er so oder so nicht auszuweichen vermag: er verstummt wie der Prophet Sacharja, weil der Herr aus seiner heiligen Wohnung hervortritt (Sach 2,17) oder er bricht wie der Psalmist in Jubel aus (Ps 29,9), preist seine Größe und seine staunenerregenden Heilstaten und bekennt so die Herrlichkeit (kabót) des Einen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einführung in den Kontext der Seminararbeit, die sich mit Bonhoeffers Christologievorlesung befasst und das Anliegen einer kontroverstheologischen Betrachtung im Sinne der Ökumene darlegt.

Formale Grundlagen zum Verständnis des Christologiebegriffes bei Bonhoeffer: Analyse von Bonhoeffers Forderung, Christologie nicht als wissenschaftliche Einordnung des Logos zu betreiben, sondern als existenzielle Antwort auf die Frage nach der Person Jesu Christi.

Vorstellung einer katholischen Variante von wissenschaftlicher (und dennoch personaler) Theologie im Verständnis des hl. Thomas von Aquin: Untersuchung, ob die scholastische Theologie des Thomas von Aquin – trotz Metaphysik – ebenfalls einen personalen Ansatz in der Frage nach Gott als "Wer" ermöglicht und wie dieser mit wissenschaftlichem Denken harmoniert.

Schlußbemerkung: Zusammenfassende Würdigung, dass die "Wie-Frage" in der Theologie legitim bleibt, sofern sie in einem existenzielle Glaubensakt gründet und von der Anerkennung der Person Gottes als dem "Wer" getragen ist.

Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur theologischen Argumentation.

Schlüsselwörter

Dietrich Bonhoeffer, Thomas von Aquin, Christologie, Theologiebegriff, Wer-Frage, Wie-Frage, Offenbarung, Glaube, Person, Metaphysik, Existenzielle Theologie, Ökumene, Logos, Wissenschaft, Glaubensakt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Verständnis von Christologie und Theologie, insbesondere im Vergleich zwischen Dietrich Bonhoeffers kerygmatischem Ansatz und dem scholastischen Denken des Thomas von Aquin.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Unterscheidung zwischen der "Wer-Frage" (Personalität Christi) und der "Wie-Frage" (systematische Einordnung), sowie das Verhältnis von Glauben, Vernunft und wissenschaftlicher Theologie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, in einem kontroverstheologischen Diskurs zu zeigen, dass auch eine metaphysisch geprägte Theologie wie die des hl. Thomas von Aquin einen starken personalen Kern besitzt und somit Bonhoeffers Kritik an wissenschaftlicher "Einordnung" in einen neuen Horizont rückt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologisch-hermeneutische Arbeit, die primär textinterpretativ vorgeht, wobei Texte von Bonhoeffer und Thomas von Aquin in einen gegenseitigen Dialog gebracht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse von Bonhoeffers Christologievorlesung von 1933 und eine anschließende Auseinandersetzung mit der thomistischen Theologie unter Berücksichtigung von Begriffen wie fides, sapientia und Gottesliebe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Christologie, Wer-Frage, Wie-Frage, Existenzielle Theologie, Glaube und Wissenschaftlichkeit.

Warum lehnt Bonhoeffer die "Wie-Frage" ab?

Bonhoeffer befürchtet, dass der menschliche Logos durch die "Wie-Frage" versucht, Gott in ein vom Menschen entworfenes System einzuzwängen, statt sich existentiell durch die Person Christi herausfordern zu lassen.

Wie antwortet Thomas von Aquin auf die Frage nach Gott?

Thomas von Aquin integriert wissenschaftliches Denken und die Liebe Gottes (als Freundschaft), wobei er den Glaubensakt als Voraussetzung für jede theologische Erkenntnis ansieht, die letztlich in der Einsicht mündet, dass Gott unbegreiflich ist.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Christologieverständnis bei Dietrich Bonhoeffer und der Theologiebegriff bei Thomas von Aquin. Eine kontroverstheologische Besinnung auf das Wesen der Christologie und Theologie
Hochschule
Universität Salzburg  (Institut für Fundamentaltheologie und Ökumene)
Veranstaltung
Seminar: Kreuzestheologie bei Martin Luther und Dietrich Bonhoeffer
Note
Sehr gut
Autor
Christoph Bernhard Ramsauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
32
Katalognummer
V1663
ISBN (eBook)
9783638110303
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Christologieverständnis Dietrich Bonhoeffer Theologiebegriff Thomas Aquin Eine Besinnung Wesen Christologie Theologie Seminar Kreuzestheologie Martin Luther Dietrich Bonhoeffer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Bernhard Ramsauer (Autor:in), 2000, Das Christologieverständnis bei Dietrich Bonhoeffer und der Theologiebegriff bei Thomas von Aquin. Eine kontroverstheologische Besinnung auf das Wesen der Christologie und Theologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1663
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  32  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum