Alleinreisende - Angebote, Potentiale, Tendenzen


Seminararbeit, 2003

26 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik „Alleinreisende“
1.1. Abgrenzung „alleinlebend/ alleinreisend“
1.2. Definition „Alleinreisende“

2. Urlaubsmotive Alleinreisender
2.1. Allgemeine Tourismuspsychologie
2.2. Urlaubsmotive Alleinreisender

3. Nachfrageseite – Urlaubsreisen der Alleinreisenden 2001
3.1. Reiseziele
3.2. Verkehrsmittel
3.3. Unterkunft
3.4. Organisation der Reise
3.5. Urlaubsreisearten
3.6. Saisonalität

4. Angebotsseite – touristische Angebote für Alleinreisende
4.1. Analyse ausgewählter Großveranstalter
4.1.1. Angebots- und Produktgestaltung TUI
4.1.1.1. Angebote für Alleinreisende am Beispiel Türkei Sommer 2003
4.1.2. Angebots- und Produktgestaltung Thomas Cook
4.1.2.1. Angebote für Alleinreisende am Beispiel Türkei Sommer 2003
4.1.3. Bewertung und Vergleich der Angebote
4.2. Analyse mittlerer und kleiner Reiseveranstalter
4.2.1. Im Reisebüro buchbare Veranstalter
4.2.1.1. Studien- und Erlebnisreisen
4.2.1.2. Busreiseveranstalter
4.2.2. Direktbuchung beim Veranstalter
4.2.2.1. Kölner Club – Sport- und Kulturreisen
4.2.2.2. SKR – Studien – Kontakt – Reisen GmbH
4.2.2.3. Frauen unterwegs – Frauen reisen
4.3. Angebote aus dem Internet
4.4. Bewertung des touristischen Angebots

5. Zukunft der Alleinreisenden
5.1. Entwicklungstendenzen
5.2. Entwicklungspotentiale

Anhang I : Literaturverzeichnis

Anhang II: Quellenverzeichnis

1. Einführung in die Thematik „Alleinreisende“

1.1. Abgrenzung „alleinreisend/ alleinlebend“

In Deutschland leben zur Zeit circa 14,3 Millionen Personen allein in einem Haushalt. Das entspricht 36% der deutschen Haushalte.1 Diese Bevölkerungsgruppe wird allgemein hin Singles genannt. Die Definition der Singles berücksichtigt weder den Lebensstil, noch Verhalten und persönliche Einstellungen.

Im Jahr 2001 wurden insgesamt 5,6 Millionen Alleinreisende registriert. Das entspricht somit 9% aller Urlaubsreisenden.

Etwa 25% der Singles haben 2001 mindestens eine Urlaubsreise allein unternommen. Das bedeutet, dass 63% der Alleinreisenden (3,575 Millionen Personen) der Gruppe der Singles angehörten.2

Daraus kann man ableiten, dass Alleinlebende (Singles) und Alleinreisende zwei Gruppen sind, die sich zwar überschneiden, aber dennoch nicht ergänzen.3

1.2. Definition „Alleinreisende“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Alleinreisende sind Personen, die ohne Partner, Verwandte oder Freunde ihren Urlaub verbringen. 2/3 aller Alleinreisenden leben auch im Alltag allein, ohne festen Partner. Zu dieser Gruppe gehören ledige Personen jeden Alters sowie geschiedene und verwitwete Menschen.

Den kleineren Teil der Alleinreisenden bilden die Personen, die ohne ihren festen Partner verreisen. Das sind Menschen, die verheiratet sind oder mit einem festen Partner zusammen in einem Mehrpersonenhaushalt leben. Sie machen 1/3 der Gesamtheit der Alleinreisenden aus.

Generell kann man sagen, dass sich Alleinreisende in zwei Gruppen unterteilen lassen. So gibt es zum einen die munteren jungen Erwachsen (25-45 Jahre), die die Welt erobern möchten. Auf der anderen Seite sind die ruhebezogenen älteren Alleinreisenden über 60 Jahre. Des Weiteren ist zu bemerken, dass ein hoher Anteil der Alleinreisenden weiblich und außerhalb der aktiven Familienzeit ist.1

2. Urlaubsmotive Alleinreisender

2.1. Allgemeine Tourismuspsychologie

Opaschowski sagt: „...Alltag ist die ungeliebte Mutter des Urlaubs. Beide gehören zusammen, bilden ein natürliches Ausgleichsystem. Der Urlaub nimmt die Freiheitsbedürfnisse, Mündigkeiten und Spannungen des täglichen Lebens auf und fungiert als Ventil und Ausgleichsmöglichkeit.“2

Daraus ergeben sich zwei Grundtendenzen der Urlaubsidee.3 Zum einen die Suche nach etwas Besonderen. Der Einzelne begreift hier die Chance, Wünsche, die er an das Leben stellt zu realisieren.

Zum anderen symbolisiert Urlaub aber auch Flucht. Dieses Motiv beschreibt das Entfliehen aus den Zwängen, Ängsten und Problemen des Alltags. Es wird allgemein hin als stärkster Urlaubsimpuls angesehen.1

2.2. Urlaubsmotive Alleinreisender

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Über 50% der Alleinreisenden stufen Urlaubsmotive regenerativer Art als besonders wichtig ein. Dazu zählen unter anderem „Entspannung, kein Stress“ (60%), „Abstand zum Alltag gewinnen“ (55%), „frei sein, Zeit haben“ (53%) und „frische Kraft sammeln“ (50%). Diese Angaben entsprechen auch dem Durchschnitt der reisenden Bevölkerung Deutschlands.

Natürlich gibt es auch Abweichungen. Insbesondere das Motiv „Zeit für einander haben“ spielt bei den Alleinreisenden kaum eine Rolle. Im Gegensatz dazu lassen sich Reisende ohne Begleitung sehr gern verwöhnen (36%).

Weitere wichtige Urlaubsmotive sind „neue Leute kennen lernen“ (33%), „Wieder-sehen“ (24%), „Kontakte zu Einheimischen“ (24%) und „Flirt und Erotik“ (13%).

Man kann sagen, dass Alleinreisende besonders hohe Erwartungen an ihren Urlaub haben. Deshalb stufen sie in der Regel mehr Urlaubsmotive, als die Gesamtheit aller Reisenden, als besonders wichtig ein.

Außerdem muss bei der Betrachtung der Urlaubsmotive beachtet werden, dass Alleinreisende jeder Altersgruppe befragt wurden. Durch die Vielzahl der Urlaubsmotive werden die Präferenzen der einzelnen Altersgruppen und Lebensphasen wiedergegeben.1

3. Nachfrageseite – Urlaubsreisen der Alleinreisenden 2001

Wenn man die Entwicklung des Marktes der Alleinreisenden genauer betrachtet, stellt man fest, dass sich der relative Marktanteil von 1988 bis einschließlich 2001 nur unwesentlich verändert hat.

Während 1988 der Marktanteil der Alleinreisenden an allen Urlaubsreisenden gemessen noch bei 12,2% lag, hat sich dieser Marktanteil bis zum Jahr 2001 bei 10,6% eingependelt. Allerdings hat sich die absolute Zahl der Alleinreisenden aufgrund der gestiegenen Bevölkerungszahl (1989 Wiedervereinigung) von

3,8 Millionen (1988) auf 5,6 Millionen (2001) erhöht.2

2001 unternahmen die Alleinreisenden 7,8 Millionen Reisen. Das entspricht einer Urlaubsreisehäufigkeit von 1,4 Reisen im Durchschnitt. Tatsächlich waren Alleinreisende allerdings nur auf 6,7 Millionen Urlaubsreisen ( Haupt- und „Nebenurlaubsreisen“) ohne Begleitung von Freunden oder Verwandten unterwegs.

Des Weiteren zeigt ein Blick auf die Reiseausgaben, dass Alleinreisende mit durchschnittlich 1039 Euro mehr für ihre Urlaubsreisen ausgeben als der Gesamtdurchschnitt aller Reisenden mit 793 Euro. Aus diesen Angaben kann man ableiten, dass die Ausgaben der Alleinreisenden im Jahr 2001 15% der Gesamtausgaben für Urlaubsreisen ausgemacht haben.

Die durchschnittliche Reisedauer liegt mit 15,4 Tagen ebenfalls über dem bundesdeutschen Durchschnitt mit 13,8 Tagen. Aus diesen Angaben lässt sich schließen, dass die Gruppe der Alleinreisenden in der Vergangenheit an Bedeutung auf dem Reisemarkt gewonnen hat.1

3.1. Reiseziele

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie die Grafik zeigt, verreisen Alleinreisende überdurchschnittlich gern (35%) in Deutschland. Das mit Abstand beliebteste innerdeutsche Urlaubsziel ist

Bayern (7,6%), gefolgt von Baden-Württemberg (3,9%).

Im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung (0,9%) ist insbesondere eine Reise nach Berlin für Alleinreisende (3,1%) sehr interessant.

Die beliebtesten Auslandsziele der Alleinreisenden befinden sich ähnlich der Gesamtbevölkerung mit Spanien (12,2%) und Italien (7,3%) im Mittelmeerraum. Auch Österreich war, wie bei der Gesamtbevölkerung (7,6%), im Jahr 2001 die dritt-beliebteste Feriendestination der Alleinreisenden (6,7%) außerhalb von Deutschland.

Außereuropäische Destinationen sind bei Alleinreisenden mit 16,5% ebenfalls sehr begehrt. Bei diesen Zielgebieten dominieren insbesondere Nordafrika und Asien. Aber auch die Türkei erfreut sich mit 4,5% immer größerer Beliebtheit bei der Gruppe der Alleinreisenden.1

3.2. Verkehrsmittel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Da in dieser Arbeit die Gruppe der Alleinreisenden betrachtet wird, hat das Auto als Verkehrsmittel im Vergleich zur Gesamtheit der Reisenden eine eher untergeordnete Rolle (wird zu 23% weniger genutzt, als von der Gesamtheit der Reisenden). Dagegen gewinnen gemeinschaftlich genutzte Transportmittel wie Flugzeug, Bus und Bahn an Bedeutung.

Die Tatsache, dass 65% der Reisen ins Ausland durchgeführt werden, führt dazu, dass das Flugzeug auch bei den Alleinreisenden eine dominierende Stellung hat. Da eine Vielzahl von Reisen innerhalb von Deutschland (35%) und Europa (48,5%) durchgeführt werden, sind vor allem Bus (18%) und Bahn (19%) wichtige Verkehrsmittel.1

[...]


1 Zum Vgl. Statistisches Bundesamt: Deutschland-Zahlen und Fakten 2002,

2 Zum Vgl. Danielsson, Johanna/ Sonntag, Ulf: Urlaubsreisen der Singles, 2003, S.5.

3 Zum Vgl. Lohmann, Daniel/ Aderhold, Peter : Die RA Trendstudie, 2000, S.83.

1 Zum Vgl. Adam, Birgit: Frauen allein unterwegs, S.8.

2 Zum Vgl. Opaschowski, Horst W.: Tourismus, S.101.

3 Zum Vgl. Opaschowski, Horst W.: Tourismus, S.100ff..

1 Zum Vgl. Opaschowski, Horst W.: Tourismus, S.101.

1 Zum Vgl. Danielsson, Johanna/ Sonntag, Ulf: Urlaubsreisen der Singles, 2003, S.16ff..

2 Zum Vgl. Danielsson, Johanna/ Sonntag, Ulf: Urlaubsreisen der Singles, 2003, S.6.

1 Zum Vgl. Danielsson, Johanna/ Sonntag, Ulf: Urlaubsreisen der Singles, 2003, S.6ff..

1 Zum Vgl. Danielsson, Johanna/ Sonntag, Ulf „Urlaubsreisen der Singles“, 2003, S.8ff..

1 Zum Vgl. Danielsson, Johanna/ Sonntag, Ulf: Urlaubsreisen der Singles, 2003, S.10.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Alleinreisende - Angebote, Potentiale, Tendenzen
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten  (Tourismusmanagement)
Veranstaltung
Seminar
Note
1
Autor
Jahr
2003
Seiten
26
Katalognummer
V16641
ISBN (eBook)
9783638214285
Dateigröße
393 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alleinreisende, Angebote, Potentiale, Tendenzen, Seminar
Arbeit zitieren
Katrin Scheffel (Autor), 2003, Alleinreisende - Angebote, Potentiale, Tendenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16641

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