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Repräsentation von Stierkampf in los golfos und el doble

Titre: Repräsentation von Stierkampf in los golfos und el doble

Dossier / Travail , 2009 , 15 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Michelle Becker (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Résumé Extrait Résumé des informations

Bereits bei prähistorischer Höhlenmalerei in Spanien lassen sich sehr viele Zeichnungen von Stieren finden. Diese sind teilweise bereits so gestaltet, dass sich aus der Konstellation von Tieren und Menschen bereits eine frühe Form des Stierkampfes vermuten lässt. Viele Historiker sehen den Ursprung für die starke Bedeutung des Tieres darin, dass man die Form seiner Hörner mit dem aufgehenden Mond assoziierte. Der Stier wurde teilweise als „Künder neuen Lebens“ gefeiert und durch den Sprung über seinen Rücken, so glaubte man, überspringe man auch „die auf das Leben limitierte Zeit“. Das Töten des Tieres war letztlich ein Zeichen gesteigerter Freude.
Der Stierkampf oder auch „corrida de toros“, so wie er in Spanien genannt wird, ist an sich aber nicht älter als circa 300 Jahre und wird außer in Spanien noch in Südfrankreich, Lateinamerika und Portugal zelebriert.
Bullfighting, national sport and spectacle of Spain. Called the corrida de toros in Spanish, the bullfight takes place in a large outdoor arena known as the plaza de toros. The object is for one of the bullfighters (toreros)-the matador-to kill a wild bull, or toro, with a sword.
Ihren Ursprung hat die corrida in der Verehrung des Stieres, die seit der Antike in vielen Kulturen existiert, erinnert sei an den Minotaurenkult auf Kreta. Der Stier gilt als ein sehr starkes und kraftvolles Geschöpf und verkörpert natürlich auch für viele Männlichkeit. Dies ist darauf zurückzuführen, dass für die Spanier, wie auch für viele andere Völker, der Sitz und die Größe der Testikel als ein Zeichen von Mut gedeutet werden können. So werden der Mut und die Stärke des Stiers an der Größe seiner Hoden gemessen. Daher kommt auch der spanische Ausdruck „tener cojones“, was soviel bedeutet wie „Mut haben“.
Noch heute werden deshalb in Spanien die Toreros, d.h. die Teilnehmer eines Stierkampfes, bzw. die, die es mit dem starken Stier aufnehmen, als Helden gefeiert. Ein „Matador de toros“, ein Stiertöter, beginnt seine Karriere als „Novillero“ und kämpft nur gegen Jungtiere. Wenn dieser genug Kampferfahrung hat und viele corridas bestritten hat, kann er in einer speziellen Zeremonie in das Amt des Matadors erhoben werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Geschichte des Stierkampfs

2. Hauptteil

2.1 Los golfos von Carlos Saura

2.1.1 Kurze Wiedergabe des Inhalts von Los golfos

2.1.2 Die Darstellung des Stierkampfes in dem Film

2.2 El doble von Jesús Fernandez Santos

2.2.1 Kurzer Abriss des Inhalts der Kurzgeschichte

2.2.2 Die Darstellung des Stierkampfes und die Rolle des Kinos

2.3 Vergleich von El doble und Los golfos

3. Schlussbemerkung und Ausblick

4. Literaturangaben

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Darstellung des Stierkampfes und dessen gesellschaftliche Bedeutung im spanischen Kino der Nachkriegszeit anhand des Spielfilms "Los golfos" von Carlos Saura und der Kurzgeschichte "El doble" von Jesús Fernández Santos. Dabei wird untersucht, inwiefern diese Werke neorealistische Tendenzen aufweisen und wie sie das ambivalente Bild des Torero-Daseins – zwischen idealisiertem Heldenmythos und sozioökonomischer Realität – kritisieren.

  • Historische Entwicklung und Symbolik des Stierkampfes in Spanien
  • Analyse des Films "Los golfos" als Gesellschaftsstudie
  • Untersuchung der Kurzgeschichte "El doble" im Kontext der Filmbranche
  • Vergleichende Betrachtung der neorealistischen Erzählweise
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Schattenseiten des Ruhms

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Die Darstellung des Stierkampfes in dem Film

Der Stierkampf wird auf der einen Seite in dem Film verherrlicht und idealisiert, aber man kann auch die Schattenseiten des Spektakels aus Sicht des torero Juan erkennen. Der Stier wird als Tier von der Bevölkerung verehrt. Dies wird während des Films besonders deutlich, wenn Szenen innerhalb von Häusern spielen. Dort hängen zumeist an den Wänden Bilder von Stieren, die fast schon götterähnlich dargestellt werden. Ein Beispiel hierfür wäre die Szene, in der Juan nach Hause kommt und die Wohnung seiner Mutter betritt. Die Kamera schwenkt durch den Raum und man sieht sehr deutlich ein solches Gemälde an der Wand hängen. Damit wird auch indirekt erklärt, wie Juans große Vorliebe für diesen Sport, entstanden ist, nämlich durch die traditionellen spanischen Vorstellungen in seinem Elternhaus.

Da die Zeiten, nach dem Bürgerkrieg, für die spanische Bevölkerung sehr hart waren und der Stierkampf ein erschwingliches und traditionell spanisches Spektakel darstellte, war er bei der Bevölkerung entsprechend beliebt. Die Matadore wurden wie Helden gefeiert und genossen Wohlstand und Ruhm. Junge Männer von der Straße, wie Juan, träumen von einer Karriere in der Arena und wollen alles tun, um diese zu verwirklichen. In einer Szene des Films stehen mehrere junge Männer, unter ihnen auch Juan, im Park auf einer Wiese und üben mit einem Tuch die Bewegungen eines toreros. Es wird sehr schön dargestellt, wie majestätisch sich die Jungen während ihrer Bewegungen gerieren und wie sie es genießen, sich in diesem Moment in der Aufmerksamkeit der Parkbesucher zu sonnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die historischen Ursprünge und die kulturelle Bedeutung des Stierkampfs in Spanien sowie die spezifische Relevanz des Themas zur Zeit des Franco-Regimes.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Films "Los golfos" und der Kurzgeschichte "El doble", beleuchtet deren inhaltliche Aspekte sowie die neorealistischen Stilmittel und vergleicht beide Werke miteinander.

3. Schlussbemerkung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach beide Werke den Stierkampf zwar als Teil der Tradition würdigen, ihn aber zugleich als Mittel sozialer Kritik entlarven und ein realistisches Bild der Nachkriegszeit zeichnen.

4. Literaturangaben: Dieses Kapitel führt sämtliche verwendeten Primär- und Sekundärquellen der Untersuchung auf.

Schlüsselwörter

Stierkampf, Corrida, Spanien, Nachkriegszeit, Neorealismus, Carlos Saura, Los golfos, El doble, Jesús Fernández Santos, Film, Literatur, Torero, Gesellschaftskritik, Identität, Soziale Herkunft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die filmische und literarische Darstellung des spanischen Stierkampfs im Kontext der soziopolitischen Situation während der Nachkriegszeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen der Stierkampf als kulturelles Symbol, die Lebensrealität junger Menschen in Madrid, die Filmbranche jener Ära sowie neorealistische Erzählstrukturen.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Saura und Fernández Santos den Mythos des "starken Stierkämpfers" dekonstruieren und die harte soziale Realität hinter der Fassade des Spektakels sichtbar machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die vergleichende Literatur- und Filmanalyse sowie die Einordnung der Werke in den theoretischen Kontext des Neorealismus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert "Los golfos" und "El doble", vergleicht beide Protagonisten und untersucht die spezifische Verwendung von Laiendarstellern und neorealistischen Elementen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Stierkampf, Neorealismus, Nachkriegszeit, soziale Identität und filmische Gesellschaftskritik.

Warum spielt die Person des "Fermín" in der Kurzgeschichte eine so zentrale Rolle für das Verständnis der Arbeit?

Fermín verkörpert das Scheitern des ehemaligen Helden; seine Figur illustriert die Vergesslichkeit einer Branche, die Individuen nur solange wertschätzt, wie sie wirtschaftlichen Erfolg bringen.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Stierkampfs in den beiden analysierten Werken?

Während "Los golfos" den Stierkampf als unerreichbaren Traum und Fluchtmittel thematisiert, dekonstruiert "El doble" die Filmproduktion selbst als ein entfremdetes, zynisches Geschäft.

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Résumé des informations

Titre
Repräsentation von Stierkampf in los golfos und el doble
Université
Saarland University  (Romanistik)
Cours
Cuentos del cine; Proseminar
Note
2,7
Auteur
Michelle Becker (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
15
N° de catalogue
V166418
ISBN (ebook)
9783640825349
ISBN (Livre)
9783640825080
Langue
allemand
mots-clé
repräsentation stierkampf Los golfos El doble Spanisch Literatur
Sécurité des produits
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Citation du texte
Michelle Becker (Auteur), 2009, Repräsentation von Stierkampf in los golfos und el doble, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166418
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Extrait de  15  pages
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