Die Balkan-Krisen als Katalysator der ESVP: Fallbeispiel Kosovo-Krieg

Bosnia came too early


Hausarbeit, 2010

22 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vertragliche Voraussetzungen
a. Der Vertrag von Maastricht
b. Welche Veränderungen brachte Amsterdam?

3. Kosovo als „Wendepunkt“
a. Konfliktverlauf
b. Die Reaktionen der Internationalen Gemeinschaft

4. Institutionalisierung und Umsetzung der Entscheidung
a. Ratstreffen in Helsinki und Köln
b. Ratsbeschluss in Nizza

5. „Bosnia came too early“ {Schlussbetrachtung)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

I Einleitung

„Alliance forces must remain effective and interoperable. Kosovo demonstrated the value of diplomacy backed by force. {...) In this respect, the Kosovo crisis was not just a success, but also a wake-up call. The European Security and Defence Identity is no longer just an attractive idea; it has become an urgent necessity.“1

Am 15. November 1999 beschrieb der gerade ins Amt gekommene NATO- Generalsekretär Lord Georg Robertson eine der am wenigsten erwarteten Dynamiken der europäischen Integration - die nahezu sprunghafte2 Entwicklung einer operatio- nalen europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik3. Dieser dynamische Pro- zess stand nicht zufällig in einer zeitlichen Parallele zum Kosovo-Konflikt, sondern wurde maßgeblich durch den blutigen {Bürger-)Krieg am Ende des Jahrzehnts beein- flusst.

Es stellt sich bei der umfassenderen Betrachtung des bewegten Jahrzehnts daher die Frage, warum nicht der ebenso grausame und langwierige Bosnien-Konflikt diese Dynamiken ausgelöst hat - denn Diplomat Richard Holbrooke stellte in seiner Folge fest: „Bosnien war die schlimmste kollektive Katastrophe des Westens in den letzten dreißig Jahren.“4

Ist der Kosovo-Konflikt vor diesem Hintergrund trotzdem als Katalysator für die Ausbildung der ESVP zu betrachten? Mit Marchetti5 und Kleine6 wird die durch Maa- stricht und Amsterdam geschaffene Ausgangslage vor dem Kosovo-Konflikt analy- siert. Danach wird der Konflikt selbst beleuchtet, wobei die Reaktionen und Interak- tionen der internationalen Gemeinschaft untersucht werden. Im letzten Schritt wird der Prozess der Institutionalisierung der ESVP vor allem durch die Primärquellen- sammlung von Rutten7 nachvollzogen.

2 Vertragliche Voraussetzungen

a) Maastricht: die handlungsunfähige Außenpolitik

Die Auflösung der bipolaren Welt zog auch eine Auflösung der von den US- Amerikanern garantierten europäischen Sicherheitsarchitektur sowie eine Transfor- mation der mittel- und osteuropäischen Länder im postsowjetischen Raum nach sich. Dies führte allerdings nicht automatisch zu einer politischen Vereinigung der euro- päischen Nationen im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik. Trotzdem war der Union mit der zweiten Säule des Maastrichter Vertrages {1992) erstmalig ein Instru- ment zur Koordinierung außenpolitischer Interessen gegeben. Der Vertrag von Maa- stricht wiegt daher in seiner Bewertung besonders schwer - er kann als einer der be- deutendsten EU-Verträge bezeichnet werden.

Die GASP wurde aufgrund des mitgliedstaatlichen Widerstandes lediglich als separater intergouvernementaler Pfeiler institutionalisiert.8 Ihre erklärten Ziele sind bis heute der europäische Beitrag zur Wahrungen des internationalen Friedens und der Sicherheit. Für die Umsetzung waren der Union das Instrument der Gemeinsamen Standpunkte {Art. J. 2 EUV) und das der Gemeinsamen Aktion {Art. J. 3 EUV) einge- richtet. Des Weiteren wurde die Möglichkeit eröffnet, die WEU zur Unterstützung der GASP zu „ersuchen“9. Hieran anknüpfend begründete der Vertrag von Maastricht auch die Perspektive auf eine gemeinsame Verteidigungspolitik.10

Schon kurze Zeit später wurde die neugegründete GASP auf eine harte Probe gestellt. Das Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens zerfiel über einen längeren Zeit- raum in mehrere Teilstaaten. Dieser Prozess ging mit blutigen Auseinandersetzungen und massiven Menschenrechtsverletzungen einher, die zu einer Abspaltung Sloweni- ens und Kroatiens nach einer Volksabstimmung im Jahr 1991 führten, welche von kriegerischen Auseinandersetzungen begleitet wurde, die, wie im Falle Kroatiens, bis 1995 anhielten. Auch erklärten Mazedonien {1991) und Bosnien-Herzegowina {1992) ihre Unabhängigkeit von Serbien.

„Bosnia came too early“11: Vor allem während der Konflikte in Bosnien- Herzegowina 1992-1995 offenbarte sich die europäische Handlungs unfäkigkeit. Die EU war nicht in der Lage, konstruktiv und einheitlich friedensschaffend in diese Kon- flikte einzugreifen, geschweige denn die neu entstandenen Konflikte zu verhindern. Fröhlich stellt daher fest, dass nicht die EU, sondern die „UNO, NATO, OSZE, USA, Frankreich und Großbritannien {...) die entscheidenden Akteure“12 waren. Diese Mangelhaftigkeit europäischer {Außen-)Politik nach dem Maastrichter Vertrag wurde auch durch die Vertragsrevision in Amsterdam nicht behoben.

b) Amsterdam: ein erfolgloser Kompromiss

In Reaktion auf die Erfahrung der Handlungsunfähigkeit bei Krisen im „eige- ne{n) Hinterhof“13 wurden verschiedene Prozesse eingeleitet: Noch im Jahre 1992 entwickelte die WEU für sich die Petersberg-Aufgaben14. Auch wurde der europäische Pfeiler in der NATO {ESVI) auf dem NATO-Gipfel in Berlin 1996 verstärkt und da- durch von den USA unabhängiger. Der Amsterdamer Vertrag fügt diese außervertrag- lichen Entwicklungen rechtlich in die EG ein.15

Die WEU wurde durch Amsterdam sehr viel näher an die EU geführt. Es war der EU nun möglich, die WEU für militärische Kampfeinsätze „in Anspruch“16 zu nehmen. Des Weiteren wurden die Petersberg-Aufgaben auch in den Aufgabenkatalog der Union übernommen. Der Schritt hin zu eigenen operativen Mitteln wurde aller- dings nicht gewagt.17

Zudem eröffnete die Repräsentation durch einen Hohen Vertreter die Möglich- keit für Europa, mit einer Stimme zu sprechen {Art. 11 Abs. 2 EUV). Dieser wurde in seiner Arbeit durch eine Strategieplanungs- und Frühwarneinheit unterstützt.18

Der Vertrag war eine Kompromisslösung zwischen den fünfzehn europäischen Nationalstaaten. Während Deutschland und Frankreich eine stärkere Integration be- fürworteten, standen Großbritannien, die Niederlande und Dänemark diesem Vorha- ben entgegen. Zwar hatte die EU eine GASP schon in Ansätzen entwickelt, war aber auch nach dem Vertrag von Amsterdam {militärisch) nicht selbstständig handlungs- fähig, was ihr während der Kosovo-Krise zum Verhängnis werden sollte.19

3 Kosovo als „Wendepunkt“

a) Konfliktverlauf

Dem serbischen Führer Slobodan Miloševic gelang es, das repressive kommu- nistische System der vorangegangenen Jahrzehnte über die Krisenjahre 1989/90 „hinüberzuretten“ und die Diktatur in Serbien aufrechtzuerhalten.20

Als Miloševic 1987 an die Macht kam, galt es für ihn, die durch Tito initiierte Teilung Jugoslawiens durch die Wiedereingliederung des Kosovos in die Bundesre- publik Jugoslawiens wieder aufzuheben. 1998 wurde der Kosovo durch einen Staats- streich wieder eingegliedert. Mithilfe umfassender Repressalien versuchte man die albanische Bevölkerung zur Abwanderung aus dem Kosovo zu zwingen. Miloševic traf mit dieser Politik „den Nerv des serbischen Volkes“21: „Das Schicksal des Kosovo ist eine Lebensfrage für die gesamte serbische Nation.“22 1998 kam es zu den ersten mili- tärischen Auseinandersetzungen zwischen den serbischen Sicherheitskräften und der Kosovo-Befreiungsarmee UÇK. Diese wurde noch im gleichen Jahr von den serbischen Kräften aus dem Kosovo vertrieben. Pläne zur 'ethnischen Säuberung' des Kosovos führten zu dem Beginn der NATO-Offensive am 24. 3. 1999, die ohne UN-Mandat begonnen wurde.23 Nach zwei Monaten des Bombardements öffentlicher Gebäude und der Infrastruktur gab Miloševic dem internationalen Druck nach.24

Der Konflikt sollte einen Wendepunkt für die Entwicklung der ESVP darstellen.25 Die EU hatte hier zum zweiten Mal {nach dem Konflikt in Bosnien) die „Chance“ eine bedeutende Rolle in der Konfliktlösung zu spielen. Als wichtig ist zwar die Rolle des EU-Sondergesandten Martti Ahtisaari als Vermittler zu bewerten,26 militärische NA- TO -Drohungen waren aber trotz der Verhandlungen der Balkan-Kontaktgruppe in Rambouillet immer noch unverzichtbar.27 Den europäischen Verbündeten wurde in einem massiven Ausmaß vor Augen geführt, welch geringes politisches Mitsprache- recht sie im Bereich der militärischen Einsätze hatten. Das lag vor allem auch darin begründet, dass es den Europäern an militärischen Fähigkeiten mangelte.28

b) Die Reaktionen der Internationalen Gemeinschaft

Die Positionen und Handlungsmöglichkeiten der einzelnen Akteure unterschei- den sich maßgeblich voneinander. Durch eine Analyse könnte sich die Tragweite der Auswirkungen des Kosovo-Konfliktes auf die Entstehung der ESVP ermitteln lassen.

Die EU sah sich 1998 zwei grundsätzlichen Problemen gegenüber. Einerseits wurden aufgrund innenpolitischen Druckes militärische Fähigkeiten als „Friedensdi- videnden“ nach 1989/90 abgebaut. Diesem Druck wurde in Europa deutlich länger nachgegeben als beispielsweise in den USA, was zu erheblichen Schwächen im militä- rischen Bereich führte .29 Darüber hinaus war die vertragsrechtliche Ausgestaltung der GASP nach Maastricht noch mangelhaft, insoweit, als dass es während der Entscheidungsprozesse nicht nur ständig zu mitgliedstaatlicher Konkurrenz, sondern auch zu institutioneller Konkurrenz kam.30

In Reaktion auf diese Unzulänglichkeit der gemeinsamen europäischen Politik- formulierung, wuchs der innenpolitische Druck in den einzelnen Mitgliedstaaten. Gleichzeitig verstärkten die in den täglichen {Fernseh-)Nachrichten ausführlich do- kumentierten Flüchtlingsströme den Ruf der EU-Bevölkerung nach gesamteuropäi- schem Handeln.31

Es sind die Nationalstaaten, die sich einer „Europäisierung von Angelegenheiten, die zu den Kernbereichen der nationalen Souveränität gehören“32 lange verweigerten. Ihre Interessen in Bezug auf die Konflikte im Balkanraum sind für die Entiwcklung ei- ner ESVP bedeutsamer als die gesamteuropäische Perspektive.

Die deutscke Außenpolitik ist im Hinblick auf die transatlantische Orientierung und die „weitgehende Verschmelzung deutscher und europäischer Interessen“33 von einer außerordentlichen Kontinuität geprägt. Zwar beanspruchten die Deutschen für sich eine Führungsrolle in der GASP34, so beispielsweise Joschka Fischer vor dem Deutschen Bundestag 1999 in Bezug auf die Krise im Kosovo: „Wir konnten nicht zu- lassen, daß sich in Europa eine Politik der Gewalt durchsetzt. {...) Deswegen muß dem jetzt Einhalt geboten werden.“35 Doch obwohl sie eine Trendwende in der militäri- schen Außenpolitik nahmen, die durch das „out-of-area-Urteil“ des Bundesverfas- sungsgerichtes {1994) bekräftigt wurde,36 konnten von Deutschland 1998/1999 keine maßgeblichen Impulse für die GASP ausgehen. Die deutschen Fähigkeiten lagen im wirtschaftlichen und nicht im militärischen Bereich.37

Frankreicks Außenpolitik ist dagegen sehr viel stärker an den nationalen Inter- essen orientiert. Die EU wird viel eher als Instrument französischer Interessenpolitik gesehen, durch die man auch versucht, den US-amerikanischen Einfluss in Europa zu reduzieren.38 Die ESVP ist für Frankreich bereits ein globaler Akteur „qui permet de façon croissante à l’Europe {...) de peser sur les grands équilibres mondiaux“39. Die französische Blockadehaltung gegenüber den USA lockerte sich durch die „rappro- chement“-Politik an die NATO ab Mitte der 90er Jahre.40 Doch dies war nicht die ein- zige Voraussetzung die für eine europäische Reaktion auf den Kosovo-Konflikt gege- ben sein musste.

Der Wandel der britiscken Haltung war insoweit für die Weiterentwicklung der französischen Position maßgeblich. Wie auch Frankreich sah sich Großbritannien in den 90er Jahren in der Rechtmäßigkeit eines Empires, das, hingegen anders als Frankreich, eine „special relationship“ mit den USA kultivierte.41 Die Erfahrung für die Labour-Partei, dass zum wiederholten Male enorme Gräueltaten in der unmittelbaren Nähe der EU passierten, ohne dass ein geordnetes europäisches Eingreifen möglich war, wurde als Umbruch empfunden: „Wir reden von der Türschwelle der Europäi- schen Union, unserem eigenen Hinterhof.“42

Schwer wog auch, dass die europäischen Alliierten sich bei der NATO nicht durchsetzen konnten, ausschließlich Flüge niedriger Höhe zu fliegen. Das versehentli- che Bombardement eines zivilen Zuges am 12. April 1999 und der chinesischen Bot- schaft in Belgrad am 7. Mai 1999 brachte die britische Regierung unter erheblichen

{innenpolitischen) Druck.43 Dazu kam das gesteigerte Verlangen seitens des amerika- nischen Partners, in Europa verstärkt regionale Eigenverantwortung zu überneh- men.44

[...]


1 Speach by Lord Robertson, NATO Secretary-General, Annual Session of the NATO Parliament Assem- bly, Amsterdam, 15 November 1999, in: Rutten, Maartje {Hrsg.): From St-Malo to Nice, in: Challiot Pa- pers, {2001) Nr. 47, S.60-65, darin: S. 62.

2 Vgl. Heisbourg, François: Die europäische Verteidigung macht einen Sprung nach vorne, in: NATO

Brief, Jg. 1 {2000) Nr. 48, S. 8-11.

3 Die im Zitat angesprochene Verteidigungs identität stellt eine NATO-Unterkategorie dar, die aber in einem sinnhaften Zusammenhang mit der ESVP, später GSVP, steht.

4 Holbrooke, Richard zit. in: Rupnik, Jacques: Die Welt im Balkanspiegel: das Agieren der Großmächte, in: Melcic, Dunja {Hrsg.): Der Jugoslawien-Krieg. Handbuch zu Vorgeschichte, Verlauf und Konsequen- zen, 2. Aktualisierte und erweiterte Aufl., Wiesbaden 2007, S. 461-474, darin: S. 461.

5 Vgl. Marchetti, Andreas: Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Politikformulierung im Beziehungsdreieck Deutschland - Frankreich - Großbritannien, Baden-Baden 2009.

6 Vgl. Kleine, Maxim: Die militärische Komponente der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspo- litik. Eine Untersuchung aus europarechtlicher und verfassungsrechtlicher Perspektive, Baden-Baden 2005.

7 Rutten, Maartje {Hrsg.): From St-Malo to Nice, in: Challiot Papers, {2001) Nr. 47.

8 Vgl. Kleine: militärische Komponente der ESVP, S. 69-72.

9 Blanck, Kathrin: Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Rahmen der europäischen Sicherheitsarchitektur, Wien 2005, S. 105.

10 Vgl. ebd., S. 104f.; vgl. ferner Kanter, Cathleen: Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, in: Gareis, Sven Bernhard {Hrsg.): Handbuch für Militär und Soziologie, 2. Aufl., Wiesbaden 2006, S. 250- 261, darin: S. 250f.

11 Marchetti: Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, S. 179.

12 Vgl. Fröhlich, Stefan: Die Europäische Union als globaler Akteur. Eine Einführung, Wiesbaden 2008, S. 88. Es gab 3 Eingriffe der internationalen Gemeinschaft: einmal durch eine Kontaktgruppe, dann bi- lateral von Russland und von den USA ausgehend und durch eine militärische Intervention der NATO, vgl. hierzu: McGuire, Steven/ Smith, Michael: The European Union and the United States. Competition and convergence in the global arena, New Tork 2008, S. 214f.

13 Blair, Anthony: Rede zur Verleihung des Karlspreises 1999, unter: Website des Internationalen Karlspreises zu Aachen: http://www.karlspreis.de/de/preistraeger/1999 /rede_von_tony_blair.html {abgerufen am: 11.7.2010).

14 Hierzu zählen humanitäre Aufgaben und Rettungseinsätze, friedenserhaltende Aufgaben, Kampfein- sätze bei der Krisenbewältigung und Durchführung friedensschaffender Maßnahmen; vgl. Western Eu- ropean Union Council of Ministers, Bonn 19.6.1992: Petersberg Declaration, unter: http://www.weu.int/ {abgerufen am: 11.7.2010).

15 Vgl. Kanter: Verteidigungspolitik, S. 251f.

16 Kleine: militärische Komponente der ESVP, S. 103.

17 Vgl. ebd., S. 103f.

18 Vgl. Fröhlich: globaler Akteur, S. 88f.; vgl. Blanck: Sicherheitsarchitektur, S. 107.

19 Vgl. Kleine: militärische Komponente der ESVP, S. 146; der Vertrag trat zudem erst während der Kosovo-Krise 1999 in Kraft.,

20 Kanter: Verteidigungspolitik, S. 253.

21 Rüb, Matthias: Jugoslawien unter Miloševic, in: Melcic, Dunja {Hrsg.): Der Jugoslawien-Krieg. Handbuch zu Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen, Wiesbaden 1999, S. 332-344, darin: S. 335.

22 Miloševic, Slobodan: zit. nach: Rüb: Miloševic, S. 335.

23 Das pro-serbische Russland {zusammen mit China) verhinderte eine Mandatierung im UN- Sicherheitsrat, vgl. Gareis, Sven Bernhard: UN zwischen Verantwortung und Selbstblockade, in: Infor- mationen zur politischen Bildung, Nr. 274, unter: http://www.bpb.de/die_bpb/CPL9AU,0,0,UN_ zwi- schen_Verantwortung_und_Selbstblockade.html {abgerufen am: 18.7.2010).

24 Vgl. Militärgeschichtliches Forschungsamt {MGFA): Kosovo, 3. Durchgesehene und erweiterte Aufl., Paderborn 2008, S. 85-91.

25 Vgl. Marchetti: Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, S. 178f.

26 Vgl. McGuire/ Smith: Competition, S. 216.

27 Vgl. hier exemplarisch auch den Vance-Owen-Plan {1993): Vance, ein UN-Repräsentant, und Lord Owen, der diplomatische Repräsentant der EU im Balkanraum, stellten diesen Plan zur Befriedung der Ex-Jugoslawienregion in Anwendung des „effektiven Mulitlateralismus“ auf. Der Plan scheiterte aller- dings, da er auf dem Einsatz eines massiven US-amerikanischen Militärkontingentes basierte: vgl. Mc- Guire/ Smith: Competition, S. 214.

28 Hier maßgeblich in den Bereichen Satellitenaufklärung, allwettertauglichen Flugzeugen und präzisi- onsgesteuerten Waffen; vgl. Bierling, Stephan: Die Europäische Union und die USA, in: Weidenfeld, Werner {Hrsg.): Die Europäische Union. Politisches System und Politikbereiche, Bonn 2008, S. 687- 706, darin: S. 690.

29 Vgl. Marchetti: Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, S. 60f.

30 Vgl. Gottschald, Marc: Die GASP von Maastricht bis Nizza. Die Ergebnisse und Beschlüsse der Ge- meinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU seit ihrer Entstehung bis zum Vertrag von Nizza, Ba- den-Baden 2001, S. 117f.; vgl. auch beispielhaft: Koch, Dirk: Alle gegen jeden, Der Spiegel, {2000) Nr. 27, S.160-161.

31 Giersch, Karsten: Die Europäische Union und der Krieg in Kosovo, in: Reuter, Jens/ Clewing, Konrad {Hrsg.): Der Kosovo-Koflikt. Ursachen, Verlauf, Perspektiven, Klagenfurt/ Gelovec 2000, S. 499-512, darin: 509f.

32 Kanter: Verteidigungspolitik, S. 251.

33 Wagner, Wolfgang: Die Konstruktion einer europäischen Außenpolitik. Deutsche, französische und britische Ansätze im Vergleich, Frankfurt a.M. 2002, S. 211.

34 Vgl. Schwarzer, Daniela/ Ondarza, Nicolai von: Drei Zylinder für einen neuen Integrationsmotor. Voraussetzungen und Herausforderungen für eine britisch-deutsch-französische Führungsrolle in der ESVP, in: SWP Diskussionspapier der FG 1, {2007), S. 15; unter: http://www.swp- berlin.org/de/common/get_document.php?asset_id=4307&PHPSESSID=61b666ec 828369d602b294faaaca5215 {abgerufen am: 11.7.2010).

35 zit. in: Wolfrum, Edgar: Die geglückte Demokratie. Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, Stuttgart 2006, S. 463.

36 Vgl. ebd., S. 462f.

37 Marchetti: Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, S. 180f.

38 Vgl. ebd., S. 177.

39 Petit guide de la PESC, S. 5: http://www.rpfrance.eu/IMG/guide_pesc.pdf {abgerufen am: 11.7.2010)

40 Schwarzer/ Ondarza: Integrationsmotor, S. 22.

41 Vgl. Kirchner, Emil J.: British Perspectives on the CFSP and ESDP, in: Müller-Brandeck-Bocquet, Gie- sela {Hrsg.): Europäische Außenpolitik. GASP- und ESVP-Kozeptionen ausgewählter EU- Mitgliedstaaten, Baden-Baden 2002, S. 41-56, darin: S. 41.

42 Blair: Rede in Aachen.

43 Vgl. Willcox, David R.: Propaganda, the Press and Conflict. The Gulf War and Kosovo, Routledge 2005, S. 57-59.

44 Vgl. Kirchner: British Perpectives, S. 41.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Die Balkan-Krisen als Katalysator der ESVP: Fallbeispiel Kosovo-Krieg
Untertitel
Bosnia came too early
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V166442
ISBN (eBook)
9783640824854
ISBN (Buch)
9783640825059
Dateigröße
504 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
balkan, krisen, katalysator, esvp, fallbeispiel, kosovo, krieg, bosnia
Arbeit zitieren
Antonia van Delden (Autor), 2010, Die Balkan-Krisen als Katalysator der ESVP: Fallbeispiel Kosovo-Krieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166442

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