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Die Debatte über den EU-Beitritt der Türkei und die Rückschlüsse daraus über das Europabild

Titre: Die Debatte über den EU-Beitritt der Türkei und die Rückschlüsse daraus über das Europabild

Dossier / Travail , 2008 , 23 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Alona Gordeew (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Am 17. Dez. 2004 haben die europäischen Mitgliedsstaaten nach vierzigjährigen Beitrittsbemühungen der Türkei einstimmig den Beginn der Beitrittsverhandlungen beschlossen, wobei ein Beitritt um das Jahr 2015 angestrebt wird. Wenn die Türkei gegen Vorgaben verstößt, können die Gespräche abgebrochen werden. Doch bisher haben solche Verhandlungen stets zur Aufnahme des Kandidaten geführt.
Trotz der Aufnahme der Beitrittsverhandlungen führt der mögliche Beitritt weiterhin auf EU-Ebene, im zwischenparteilichen sowie im innerparteilichen Diskurs zu heftigen Debatten. Kein anderes Beitrittsland hat bisher eine so große Beachtung wie die Türkei erfahren. Dies könnte daran liegen, dass der angehende Beitritt deutlich macht, dass es keine einheitliche Vorstellung von der EU gibt. Vielmehr hat das EU-Konzept viel Interpretationsspielraum gelassen. Manche Vorstellungen ergänzen sich, andere schließen sich gegenseitig aus. Interessant ist, dass oft Gegner und Befürworter dieselbe Idee von der Natur der EU vertreten, jedoch die einen mit der Türkei im Boot und die anderen ohne. Diese verschiedenartigen Vorstellungen der EU spiegeln sich in den Argumentationen wider und sollen in diesem Werk deutlich gemacht werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bisherige Entwicklung der EU-Türkei Beziehungen

3. Zum Konzept der Argumentationslinie

4. Vorpolitische Argumentation

4.1 Geographische Kriterien

4.2 Historisch-kulturelle Kriterien

4.3 Religiöse Kriterien

4.4 Die Europäische Identität als Kriterium

5. Politische und geostrategische Argumentation

5.1 Die Innenpolitische Situation in der Türkei als Kriterium

5.2 Ökonomische Kriterien

5.3 Geostrategische Kriterien

5.4 Europapolitische Kriterien

5.5 Demographische und migrationspolitische Kriterien

5.6 Die Folgen einer Absage als Kriterium

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Debatte über den EU-Beitritt der Türkei, um herauszuarbeiten, welche unterschiedlichen Vorstellungen von der Natur und Identität Europas in den Pro- und Kontraargumenten zum Ausdruck kommen. Dabei wird untersucht, ob Europa primär als wertegebundene, kulturell homogene Einheit oder als politisches Projekt mit variablen Zielen wahrgenommen wird.

  • Historische Entwicklung der EU-Türkei-Beziehungen
  • Vorpolitische Argumentationslinien (Geographie, Religion, Identität)
  • Politische und ökonomische Kriterien des Beitrittsprozesses
  • Geostrategische Dimensionen und die Rolle der EU in der Welt
  • Wahrnehmung Europas im Spiegel der Beitrittsdebatte

Auszug aus dem Buch

4.1 Geographische Kriterien

Nimmt man die gängigsten geographischen Definitionen von Europa als Kriterium, liegt die südöstliche Grenze Europas am Bosporus. Die Verfechter eines türkischen Beitritts sehen aber an dem Beispiel Zyperns, das nur wenige Kilometer von der syrischen Küste entfernt ist, dass nach geographischen Kriterien die Grenzen Europas zu formalistisch gezogen würden und dass weitere Faktoren wie das Zugehörigkeitsgefühl zu berücksichtigen seien.

Dahingehend müssten sich die Grenzen der Europäizität nicht mit denen des europäischen Kontinents decken, sondern könnten darüber hinausgehen. In diesem Sinne scheint die bloße Negation auf die Frage schwierig, ob die türkische Republik ein Teil Europas sei, da sie schon immer im Kontakt mit den europäischen Großmächten stand und 600 Jahre lang auf dem Balkan Fuß gefasst hatte.

Dagegen kritisieren die Gegner einer Aufnahme der Türkei, dass mit der ersten „nicht europäischen“ Nation in der EU die Gesuche weiterer nicht europäischer Beitrittsaspiranten nicht mehr mit der Begründung abgelehnt werden könnten, es handle sich nicht um europäische Länder. Solche potentielle Antragssteller wären: Algerien, Marokko, Tunesien, Ägypten, Russland, Weißrussland, Ukraine, Israel, Libanon und Georgien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die langjährige Geschichte der Beitrittsbemühungen der Türkei und führt in die zentrale Fragestellung ein, wie verschiedene Vorstellungen von Europa die Beitrittsdebatte prägen.

2. Bisherige Entwicklung der EU-Türkei Beziehungen: Dieses Kapitel zeichnet den chronologischen Verlauf der Beziehungen von den ersten Assoziierungsbemühungen 1959 über die Zollunion bis hin zum offiziellen Beginn der Beitrittsverhandlungen nach.

3. Zum Konzept der Argumentationslinie: Hier wird der methodische Rahmen der Arbeit dargelegt, die die Argumente in vorpolitische, politische und strategische Kategorien unterteilt.

4. Vorpolitische Argumentation: Das Kapitel untersucht Argumente, die auf als unveränderlich geltenden Faktoren wie Geographie, Geschichte, Religion und Identität basieren.

5. Politische und geostrategische Argumentation: Dieses Kapitel analysiert die Debatten rund um innenpolitische Reformen, ökonomische Faktoren, geostrategische Interessen sowie demographische Aspekte und die Folgen einer möglichen Absage.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und konstatiert, dass sich in der Debatte zwei Modelle gegenüberstehen: Europa als kulturell vorgegebene Einheit versus Europa als dynamisches politisches Projekt.

Schlüsselwörter

EU-Beitritt, Türkei, Europäische Identität, Geopolitik, Kopenhagener Kriterien, Wertegemeinschaft, Beitrittsverhandlungen, Integration, Religion, Migration, Wirtschaftsraum, Reformprozess, Grenzziehung, kulturelle Identität, politische Vertiefung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Argumentationsmustern in der Debatte um den EU-Beitritt der Türkei und den daraus resultierenden Rückschlüssen auf das europäische Selbstverständnis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Einteilung der Argumente in vorpolitische, politische und strategische Bereiche sowie die Reflexion über die kulturelle und politische Definition von Europa.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, welche unterschiedlichen Vorstellungen von der "Natur" der Europäischen Union in der Debatte über den türkischen Beitritt sichtbar werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine strukturierte Analyse und Einordnung der in der öffentlichen Debatte geläufigen Pro- und Kontraargumente vorgenommen, um die zugrunde liegenden Europa-Konzepte zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vorpolitische Argumente wie Geographie und Religion sowie politische und strategische Aspekte wie Wirtschaft, Demokratie, Minderheitenrechte und geostrategische Erwägungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind EU-Beitritt, Türkei, Europäische Identität, Geopolitik, Kopenhagener Kriterien, Wertegemeinschaft und Integration.

Warum spielt die Geographie eine so wichtige Rolle in der Debatte?

Die Geographie dient als Vorwand oder Kriterium für Grenzziehungen, wobei sich Befürworter und Gegner darüber streiten, ob der Bosporus oder das Zugehörigkeitsgefühl die tatsächliche Grenze Europas definiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Militärs in der Türkei?

Der Autor verweist auf die kritische Auseinandersetzung der EU mit der Rolle des Militärs in der türkischen Politik und dessen Widerspruch zu europäischen Demokratieverständnissen.

Was ist das "zweite Modell" der EU, das im Fazit genannt wird?

Das zweite Modell versteht die EU nicht als festes, kulturelles Gebilde, sondern als ein politisches Projekt mit Zielen, bei dem die Frage der Mitgliedschaft von der Zielsetzung abhängt.

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Résumé des informations

Titre
Die Debatte über den EU-Beitritt der Türkei und die Rückschlüsse daraus über das Europabild
Université
University of Heidelberg
Cours
EPG II: Abendland Europa? Konstruktionen einer kulturellen und religiösen Identität
Note
1,0
Auteur
Alona Gordeew (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
23
N° de catalogue
V166468
ISBN (ebook)
9783640825547
ISBN (Livre)
9783640825790
Langue
allemand
mots-clé
debatte eu-beitritt türkei rückschlüsse europabild
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alona Gordeew (Auteur), 2008, Die Debatte über den EU-Beitritt der Türkei und die Rückschlüsse daraus über das Europabild, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166468
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Extrait de  23  pages
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