Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Systems - Germany

Der Schulzzug rollt?! Eine empirische Analyse des individuellen Wahlverhaltens der SPD Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagwahl 2017 im Lichte des Ann-Arbor-Modells

Title: Der Schulzzug rollt?! Eine empirische Analyse des individuellen Wahlverhaltens der SPD Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagwahl 2017 im Lichte des Ann-Arbor-Modells

Term Paper , 2024 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Political Systems - Germany
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Bundestagswahl 2017 stellte für die SPD eine wegweisende Herausforderung dar. Unter dem Slogan des „Schulzzugs“ setzte die Partei auf einen emotionalen Wahlkampf, der in der Anfangsphase auf große Begeisterung stieß, letztlich jedoch in einem enttäuschenden Wahlergebnis mündete. Die Frage, was die Wählerinnen und Wähler der SPD in ihrer Wahlentscheidung motivierte, rückt dabei ins Zentrum der Analyse. Insbesondere die dynamischen Wechselwirkungen der drei Kernkomponenten des Ann-Arbor-Modells bieten einen theoretischen Rahmen, um die Mechanismen hinter dem individuellen Wahlverhalten der SPD-Wählenden näher zu beleuchten.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Einflüsse dieser drei zentralen Faktoren auf das Wahlverhalten zugunsten der SPD bei der Bundestagswahl 2017 zu untersuchen. Indem für jede dieser Komponenten eine Hypothese aufgestellt und empirisch analysiert wird, soll aufgezeigt werden, welche Faktoren als treibende Kräfte oder hemmende Barrieren für die Wahlentscheidung wirkten.

Das Ann-Arbor-Modell bietet dabei eine etablierte Grundlage zur Analyse von Wahlverhalten. Gerade im Kontext der Bundestagswahl 2017, in der das politische Klima durch Unsicherheit und wechselnde Sympathien geprägt war, ermöglicht dieses Modell eine differenzierte Analyse der Entscheidungsmuster von SPD-Wählerinnen und Wählern.

Zunächst wird in Kapitel 2 das Ann-Arbor-Modell als theoretische Grundlage vorgestellt und die zentralen Faktoren – Parteiidentifikation, Kandidatenorientierung und Themenorientierung – beschrieben. In Kapitel 3 erfolgt die empirische Analyse mittels Daten der German Longitudinal Election Study (GLES). Hier werden die Daten aufbereitet, rekodiert und mithilfe einer binären logistischen Regression in zwei Modellen analysiert und verglichen. Kapitel 4 fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und diskutiert, welche Faktoren tatsächlich entscheidend für das Wahlverhalten zugunsten der SPD waren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • 1. EINLEITUNG
  • 2. THEORETISCHE GRUNDLAGE
    • 2.1 Das Ann-Arbor Modell zur Erklärungsmodell für individuelles Wahlverhalten
      • 2.1.1 Das Konzept der Parteiidentifikation
      • 2.1.2 Sachfragen und Kandidatenorientierung
    • 2.2 Hypothesenaufstellung
  • 3. EMPIRISCHE ANALYSE
    • 3.1 Vorbereitung und Betrachtung der Daten
    • 3.2 Logistische Regression und Hypothesenüberprüfung
    • 3.3 Ergebnisanalyse
  • 4. FAZIT UND AUSBLICK
  • LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Einflüsse dreier zentraler Faktoren auf das Wahlverhalten zugunsten der SPD bei der Bundestagswahl 2017 zu untersuchen. Durch die Formulierung und empirische Analyse von Hypothesen für jede dieser Komponenten soll aufgezeigt werden, welche Kräfte das Wahlverhalten fördern oder hemmen.

  • Analyse des individuellen Wahlverhaltens der SPD-Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagswahl 2017.
  • Anwendung des Ann-Arbor-Modells als theoretische Grundlage.
  • Untersuchung der Kernkomponenten Parteiidentifikation, Kandidatenorientierung und Themenorientierung.
  • Formulierung und empirische Überprüfung von Hypothesen.
  • Einsatz von Daten der German Longitudinal Election Study (GLES) und binärer logistischer Regression.
  • Identifikation entscheidender Faktoren für das Wahlverhalten zugunsten der SPD.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Das Konzept der Parteiidentifikation

Campbell et al. (1960: 121) definieren die Parteiidentifikation als eine „psycholo- gical identification [with a party], which can persist without legal recognition or evidence of formal membership." Dieses Konzept basiert auf der Referenzgrup- pentheorie aus der Psychologie, die davon ausgeht, dass „the attracting or re- pelling quality of the group as the generalized dimension most critical in defining the individual-group relationship“ ist (vgl. Campbell et al. 1960, S. 121). Diese The- orie wird dann auf politische Parteien übertragen.

Das Verständnis der Parteiidentifikation wird von einigen moderneren Ansätzen nicht mehr vollständig geteilt (vgl. Weisberg/Greene 2003). Dennoch hat die neu- ere sozialpsychologische Forschung die aus der Referenzgruppentheorie abgelei- tete Sichtweise spezifiziert, anstatt sie grundlegend in Frage zu stellen. Wie Weis- berg und Greene (2ene (2003: 113) betonen: „Party identification might be interpreted somewhat different today, [...] but the basic concept remains intact.“ Eine ver- tiefte Diskussion dieser Entwicklungen wird an dieser Stelle jedoch bewusst aus- gelassen.

Die Parteiidentifikation entwickelt sich bei Wählerinnen und Wählern im Laufe ih- res Lebens (vgl. hierzu auch die obigen Ausführungen zum Funnel of Causality) und weist eine bemerkenswerte langfristige Stabilität auf. Sie tendiert dazu, sich selbst zu festigen und wird mit zunehmendem Alter sogar intensiver. Diese Stabilität ba- siert auf der Annahme, dass die Parteiidentifikation die Wahrnehmung des politi- schen Geschehens zugunsten der Partei, mit der sich eine Person identifiziert, be- einflusst. Selbst die Stimmabgabe für diese Partei wird als ein bestätigender Akt verstanden, der die Parteiidentifikation weiter verstärkt (vgl. Schoen/Weins 2005, S. 210-213). Je stärker die Parteiidentifikation ausgeprägt ist, desto schwieriger ist es, sie zu verändern. Intensität und Stabilität dieser Bindung hängen wiederum von ihrem Bestehen über die Zeit ab – je langjähriger die Identifikation ist, desto stabiler bleibt sie (vgl. Falter/Schoen/Caballero 2000, S. 263-264). Ein Wechsel der Parteiidentifikation ist zwar grundsätzlich möglich, tritt jedoch nur selten auf. Meist als Reaktion auf tiefgreifende persönliche Veränderungen oder schwere po- litische Krisen auf nationaler Ebene (vgl. Schoen/Weins 2005, S. 210).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel stellt den Kontext der Bundestagswahl 2017 und den „Schulzzug“ der SPD dar und führt in die Forschungsfrage zum individuellen Wahlverhalten der SPD-Wählerinnen und Wähler ein, wobei das Ann-Arbor-Modell als theoretischer Rahmen dient.

2. THEORETISCHE GRUNDLAGE: Hier wird das Ann-Arbor-Modell als Erklärungsmodell für individuelles Wahlverhalten vorgestellt und seine Kernkomponenten wie Parteiidentifikation, Sachfragen- und Kandidatenorientierung detailliert beschrieben, gefolgt von der Aufstellung der empirisch zu prüfenden Hypothesen.

3. EMPIRISCHE ANALYSE: In diesem Kapitel wird die Datengrundlage der German Longitudinal Election Study (GLES) für die Bundestagswahl 2017 erläutert, die Variablen werden aufbereitet und rekodiert und anschließend mittels binärer logistischer Regression zur Hypothesenüberprüfung und Ergebnisanalyse herangezogen.

4. FAZIT UND AUSBLICK: Das letzte Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der Analyse zusammen, diskutiert die Bedeutung von Parteiidentifikation und Kandidatenpräferenz für das Wahlverhalten zugunsten der SPD und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Bundestagswahl 2017, SPD, Wahlverhalten, Ann-Arbor-Modell, Parteiidentifikation, Kandidatenorientierung, Sachfragenorientierung, Martin Schulz, Logistische Regression, Empirische Analyse, GLES, Quantitative Forschung, Deutschland, Wahlforschung, Pseudo-R².

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit einer empirischen Analyse des individuellen Wahlverhaltens von SPD-Wählerinnen und Wählern bei der Bundestagswahl 2017, insbesondere im Hinblick auf die Einflüsse des Ann-Arbor-Modells.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Parteiidentifikation, die Kandidatenorientierung und die Sachfragenorientierung im Kontext des Wahlverhaltens zugunsten der SPD.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Einflüsse von Parteiidentifikation, Kandidaten- und Themenorientierung auf das Wahlverhalten zugunsten der SPD bei der Bundestagswahl 2017 zu untersuchen und herauszufinden, welche Faktoren als treibende Kräfte oder hemmende Barrieren wirkten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitative Datenanalyse mittels binärer logistischer Regression angewendet, basierend auf dem Querschnittsdatensatz ZA6801 der German Longitudinal Election Study (GLES).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil der Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Ann-Arbor-Modells, die Formulierung von Hypothesen sowie die empirische Analyse der Daten, einschließlich der Vorbereitung, der Anwendung der logistischen Regression und der Ergebnisinterpretation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Bundestagswahl 2017, SPD, Wahlverhalten, Ann-Arbor-Modell, Parteiidentifikation, Kandidatenorientierung, Sachfragenorientierung, Martin Schulz, Logistische Regression und Empirische Analyse charakterisieren diese Arbeit.

Wie beurteilt die Studie den Einfluss des "Schulzzugs"?

Die Analyse zeigt, dass der Hype um Martin Schulz zwar einen Einfluss auf die Wahlentscheidung hatte, dieser jedoch nicht in dem Maße eintrat, wie im Vorfeld erwartet. Die Ergebnisse belegen, dass der "Schulzzug" letztlich nicht den erhofften Erfolg für die SPD brachte.

Welche der drei Hauptprädiktoren blieben im vereinfachten Modell signifikant?

Im vereinfachten Modell blieben die Parteiidentifikation, die Kompetenzzuschreibung (Sachfragenorientierung) und die Präferenz für den Kanzlerkandidaten als signifikante Prädiktoren für die Wahlentscheidung zugunsten der SPD erhalten.

Warum wurde ein vereinfachtes Modell dem komplexeren Modell vorgezogen?

Obwohl das komplexere Modell eine leicht höhere Modellgüte aufwies, wurde das vereinfachte Modell aufgrund seiner höheren Interpretierbarkeit und der Reduzierung des Risikos der Überanpassung bevorzugt, da es die wesentlichen Variablen fokussiert.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Der Schulzzug rollt?! Eine empirische Analyse des individuellen Wahlverhaltens der SPD Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagwahl 2017 im Lichte des Ann-Arbor-Modells
College
University of Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
Wahlforschung im Kontext demokratischer Systeme: Empirische Datenanalyse als Werkzeug
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2024
Pages
15
Catalog Number
V1665756
ISBN (PDF)
9783389159934
ISBN (Book)
9783389159941
Language
German
Tags
Wahlforschung Wahlverhalten empirische Datenanalyse Ann-Arbor-Modell Bundestagswahl 2017 SPD
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2024, Der Schulzzug rollt?! Eine empirische Analyse des individuellen Wahlverhaltens der SPD Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagwahl 2017 im Lichte des Ann-Arbor-Modells, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1665756
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint