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Industrie 4.0 und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Die Entwicklung der Beschäftigungs- und Arbeitslosenquote in Deutschland

Title: Industrie 4.0 und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Bachelor Thesis , 2017 , 65 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lisa Gutscher (Author)

Economics - Job market economics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit der Implementierung von Industrie 4.0 auf dem Arbeitsmarkt und die dabei entstehenden Veränderungen der Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen in Deutschland. Dabei werden die Veränderungen der Arbeitslosenzahlen, Arbeitslosenquote, der Erwerbstätigen und des Wirtshaftswachstums retroperspektiv erörtert. Weiter werden im Rahmen der Sekundärforschung mehrere Studien miteinander verglichen, um eine bestmögliche Prognose bis ins Jahr 2030 herleiten zu können. Parallel zu diesen Studien wird anhand von verschiedener Literatur eine ganzheitliche Beschreibung des themenkomplexes Industrie 4.0 erarbeitet.

Es werden verschiedene Faktoren, wie der demografische Wandel, das Wirtschaftswachstum, die Produktivität der Unternehmen und deren Investitionsbereitschaft sowie der Qualifizierungsbedarf an die Arbeitnehmer betrachtet. Abschließend werden die möglichen Konsequenzen der Automatisierung und Digitalisierung bilanziert und ein Ausblick für zukünftige Handlungen formuliert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Abbildungsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • 1. Einleitung
    • 1.1. Fragestellung und Themenwahlbegründung
    • 1.2. Vorgehensweise
  • 2. Historischer Hintergrund
    • 2.1. Von der Agrarrevolution zur industriellen Revolution
    • 2.2. Industrie 1.0: Die erste industrielle Revolution
    • 2.3. Industrie 2.0: Die zweite industrielle Revolution
    • 2.4. Industrie 3.0: Die dritte industrielle Revolution
    • 2.5. Arbeitswelt 4.0: Die vierte industrielle Revolution
      • 2.5.1. Begriffsabgrenzung und Definition
      • 2.5.2. Schlüsseltechnologien
        • 2.5.2.1. Das Internet der Dinge und Dienste und Smart Products
        • 2.5.2.2. Smart Factory mittels Cyber-Physischer-Systeme
        • 2.5.2.3. Cloud Computing und Big Data
      • 2.5.3. Horizontale und vertikale Integration
      • 2.5.4. Chancen und Risiken
  • 3. Entwicklung des Arbeitsmarktes in Deutschland
    • 3.1. Entwicklung des Arbeitsmarktes nach Wirtschaftssektoren von 1850 bis 2000
    • 3.2. Die Entwicklung der Arbeitslosenquote und -zahlen von 1950 bis 2016
    • 3.3. Bisherige Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt
  • 4. Mögliche Konsequenzen von Industrie 4.0 für den Arbeitsmarkt
  • 5. Fazit
  • Literaturverzeichnis
  • Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie die Einführung und Umsetzung der Industrie 4.0 sowie die damit einhergehende Digitalisierung und Automatisierung die zukünftige Arbeitswelt und die Entwicklung der Beschäftigungs- und Arbeitslosenquote in Deutschland beeinflussen wird. Dabei wird die Hypothese verfolgt, dass die bisher positive Entwicklung der Beschäftigungs- und Arbeitslosigkeit gestoppt und ein Umschwung in die entgegengesetzte Richtung eingeleitet wird.

  • Analyse der Implementierung von Industrie 4.0 auf dem Arbeitsmarkt.
  • Erforschung der Veränderungen von Beschäftigten- und Arbeitslosenzahlen in Deutschland.
  • Darstellung des historischen Hintergrunds industrieller Revolutionen.
  • Erläuterung der Schlüsseltechnologien von Industrie 4.0 wie Internet der Dinge, Smart Factory und Cyber-Physische-Systeme.
  • Vergleich und Auswertung zukünftiger Prognosen zur Arbeitsplatzentwicklung.
  • Betrachtung von Einflussfaktoren wie demografischem Wandel und Qualifizierungsbedarf.

Auszug aus dem Buch

2.5.2.1. Das Internet der Dinge und Dienste und Smart Products

Der Grundgedanke, den Tim Berners-Lee bei der Erfindung des World Wide Web im Jahr 1989 hatte, war die Bereitstellung einer Plattform für Forscher zum übergreifenden Informationsaus-tausch. Dieser Ursprungsgedanke wurde mehrfach revolutioniert und führte schließlich dazu, dass jeder Nutzer des World Wide Web auf eine Vielzahl von Informationen zugreifen konnte. Nach dem Internetzugang am Personal Computer sowie dem mobilen Internet mittels Tablets und Smartphones ist das Internet der Dinge die nächste Stufe der intelligenten Vernetzung.

Das Internet der Dinge enthält alle webfähigen Objekte und Produkte. Durch die Einführung des Internetprotokolls IPv62 ist eine flächendeckende und unmittelbare Vernetzung von Gegenstän-den über das Internet möglich, denn IPv62 liefert ausreichend Adressen für eine eindeutige Iden-tifikation. Somit sind die Möglichkeiten der intelligenten Vernetzung nicht nur auf die Produktion begrenzt, sondern reichen auch in andere Wirtschaftszweige, wie dem Gesundheitswesen, der Agrarwirtschaft und dem privaten Konsum hinein.

Im Jahr 2013 lag die Zahl der vernetzen Geräte bei lediglich 3,03 Milliarden. 2014 war die Anzahl bereits auf 3,75 Milliarden und 2015 auf 4,88 Milliarden angestiegen. Aktuell sind 8,4 Milliarden Konsum- und Wirtschaftsgüter mit dem Internet verbunden. Die Gartner-Analysten rechnen bis zum Jahr 2020 mit einer Vernetzung von bis zu 20,4 Milliarden Gegenständen.

Der Ansatz zum „Internet of ThinksThings" (IoT) stammt bereits aus dem Jahr 1991 und wurde von Mark Weiser geprägt. Er war überzeugt davon, dass mehrere Sensoren mit Hilfe des Ubiquitous Computing miteinander kommunizieren konnten. Ubiquitous Computing meint die Verarbeitung und Versendung von Informationen und Daten zwischen einzelnen Objekten inner-halb eines Systems. Diese Objekte werden mit passender Mikroelektronik und Sensorik sowie entsprechenden Kommunikationsmodulen und einer angemessenen Rechenleistung ausgestat-tet. Dabei ist es notwendig, dass jedes Element mittels einer IP-Adresse eine eindeutige Iden-tität erhält. Durch diese Zuteilung können später, zum Beispiel in der Fertigungstechnik, alle Maschinen die benötigten Produktionsmittel über das unternehmensinterne Netzwerk erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Industrie 4.0 ein und begründet die Forschungsfrage nach den Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt, wobei eine mögliche negative Entwicklung der Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen als Hypothese aufgestellt wird.

2. Historischer Hintergrund: Hier wird die geschichtliche Entwicklung des Arbeitsmarktes von der Agrarrevolution bis zu den industriellen Revolutionen 1.0, 2.0 und 3.0 nachgezeichnet, um die Grundlage für das Verständnis der Arbeitswelt 4.0 und ihrer Schlüsseltechnologien zu legen.

3. Entwicklung des Arbeitsmarktes in Deutschland: Das Kapitel analysiert die retrospektive Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes anhand von Wirtschaftssektoren, Arbeitslosenquoten und Erwerbstätigenzahlen von 1850 bis 2016 und beleuchtet die bisherigen Auswirkungen der Digitalisierung.

4. Mögliche Konsequenzen von Industrie 4.0 für den Arbeitsmarkt: In diesem Hauptteil werden aktuelle Studien zu den prognostizierten Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt in Deutschland untersucht und die Transformation von Produktionsweisen sowie die Rolle des Menschen in der Smart Factory, inklusive Chancen und Risiken, erörtert.

5. Fazit: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, bewertet die Konsequenzen der Automatisierung und Digitalisierung und formuliert Handlungsempfehlungen für Unternehmen und den Staat angesichts der bevorstehenden Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Industrie 4.0, Arbeitsmarkt, Digitalisierung, Automatisierung, Beschäftigungsquote, Arbeitslosenquote, Cyber-Physische-Systeme, Internet der Dinge, Smart Factory, Cloud Computing, Big Data, Wertschöpfungskette, Qualifizierungsbedarf, Demografischer Wandel, Deutschland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Industrie 4.0 und der damit verbundenen Digitalisierung und Automatisierung auf den deutschen Arbeitsmarkt, insbesondere auf die Entwicklung von Beschäftigungs- und Arbeitslosenquoten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Implementierung von Industrie 4.0, die Analyse von Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, der historische Kontext industrieller Revolutionen, Schlüsseltechnologien wie das Internet der Dinge und Cyber-Physische-Systeme, sowie zukünftige Prognosen und Einflussfaktoren wie demografischer Wandel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, wie die Einführung von Industrie 4.0 die zukünftige Arbeitswelt beeinflussen wird, basierend auf der Hypothese, dass die bisher positive Entwicklung der Beschäftigung einen Umschwung erfahren könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die vorliegende Ausarbeitung ist eine theoretische Abhandlung, die auf verschiedenen Studien und Marktforschungen basiert und somit im Rahmen der Sekundärforschung angesiedelt ist.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Hintergrund industrieller Revolutionen, die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes von 1850 bis 2016, die Schlüsseltechnologien der Industrie 4.0 (z.B. IoT, Smart Factory) sowie die möglichen Konsequenzen von Industrie 4.0 für den Arbeitsmarkt, basierend auf aktuellen Studien, behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Industrie 4.0, Arbeitsmarkt, Digitalisierung, Automatisierung, Beschäftigungsquote, Arbeitslosenquote, Cyber-Physische-Systeme und Wertschöpfungskette.

Wie verändert die Industrie 4.0 die Produktionsweise im Vergleich zu früheren industriellen Revolutionen?

Industrie 4.0 geht über die Mechanisierung, Massenproduktion und Automatisierung früherer Revolutionen hinaus, indem sie eine globale Vernetzung von Maschinen und Produkten anstrebt, die eine eigenständige Organisation und Informationsaustausch innerhalb der Wertschöpfungskette ermöglicht.

Welche Rolle spielen RFID-Chips und Smart Products in der kundenindividuellen Massenproduktion?

RFID-Chips und Smart Products sind entscheidend für die kundenindividuelle Massenproduktion, da sie als Datenträger fungieren, die Informationen über das Produkt und dessen Herstellungsprozess bereithalten. Dadurch können Maschinen selbstständig die benötigten Produktionsschritte lesen und die Fertigung autonom anpassen.

Welche Risiken birgt Industrie 4.0 neben den Chancen für Unternehmen?

Neben den Chancen wie Effizienzsteigerung und Kostenreduktion birgt Industrie 4.0 Risiken wie Herausforderungen in IT- und Datensicherheit, steigende Komplexität des Gesamtsystems, hohe Investitionskosten und die Notwendigkeit einheitlicher Kommunikationsstandards sowie klarer Regeln für autonome Systeme.

Wie unterscheiden sich die Prognosen zum Arbeitsplatzverlust durch Digitalisierung zwischen verschiedenen Studien (z.B. IAB vs. ING DiBa)?

Die Studien des IAB und der ING DiBa unterscheiden sich in ihren Prognosen: Die IAB-Studie geht von einem moderateren Rückgang von insgesamt 100.000 Arbeitsplätzen bis 2030 aus, während die ING DiBa ein drastischeres Ergebnis prognostiziert, wonach 18,3 Millionen sozialversicherungspflichtige und geringfügig beschäftigte Arbeitsplätze in ihrer jetzigen Form bedroht sind.

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Details

Title
Industrie 4.0 und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
Subtitle
Die Entwicklung der Beschäftigungs- und Arbeitslosenquote in Deutschland
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Grade
1,7
Author
Lisa Gutscher (Author)
Publication Year
2017
Pages
65
Catalog Number
V1665868
ISBN (PDF)
9783389162842
ISBN (Book)
9783389162859
Language
German
Tags
Industrie 4.0 Wandel Beschäftigungsquote Arbeitslosenquote Industrie 1.0 Industrielle Revolution Internet der Dinge und Dienste Smart Factory Cloud Computing Big Data Cyber-Physische-Systeme Horizontale Integration Vertikale Integration Aebeitsmarkt Deutschland Digitalisierung KI Wirtschaftssektoren Arbeitsmarkt Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Gutscher (Author), 2017, Industrie 4.0 und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1665868
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