Die Systemische Kunsttherapie (SK) ist ein noch wenig erforschtes interdisziplinäres Feld, das systemische Prinzipien und kunsttherapeutische Ansätze kombiniert. Ziel dieser Arbeit ist es, die SK weiter zu konsolidieren und praxisrelevante sowie evidenzbasierte Erkenntnisse zu gewinnen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern sich systemische und kunsttherapeutische Ansätze in der Praxis sinnvoll integrieren lassen, um daraus Handlungsempfehlungen für Therapeut/innen abzuleiten. Hierzu wurden in einem Scoping Review 97 Quellen untersucht und zentrale Interventionen sowie Evidenzlücken identifiziert. Ergänzend wurden qualitative Interviews mit fünf Expert:innen durchgeführt, um aktuelle Praxisbezüge zu beleuchten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die SK aufgrund ihrer einzigartigen Verbindung aus systemischen Methoden und Denkansätzen mit kreativen, prozessorientierten Ausdrucksformen der Kunsttherapie als ein eigenständiger Ansatz abgrenzen lässt. Hierbei zeigt die SK ein vielfältiges Potential für zahlreiche Zielgruppen, insbesondere für Kinder, Jugendliche und deren Familien. Der Abgleich zwischen Interviews und Literatur festigt hierbei den Fachbereich durch wesentliche Einsichten in Theorie, Praxis und Forschung. Daraus wurden explizite Empfehlungen für Therapeut:innen abgeleitet, welche als Orientierung für den Einstieg und die Vertiefung in die SK-Praxis dienen. Zukünftige Studien sollten sich mit der weiteren Evidenzlegung der SK befassen, um das theoretische Fundament zu festigen, methodische Leitlinien zu entwickeln und Forschungslücken hinsichtlich der Wirkweisen mit unterschiedlichen Zielgruppen zu schließen.
Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Methodologie und Struktur
2 Systemische Kunsttherapie: Ansätze und Integration
2.1 Forschungsstand zur Systemischen Therapie und Kunsttherapie
2.2 Grundlagen systemischer Interventionen
2.3 Grundlagen kunsttherapeutischer Interventionen
2.4 Entwicklung und Grundlagen von SK-Interventionen
2.5 Forschungsbedarf zur Systemischen Kunsttherapie
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Systematisches Review: Scoping Review
3.1.1 PCC-Elemente
3.1.2 Systematische Literaturrecherche.
3.1.3 Studienauswahl
3.1.4 Datenextraktion
3.1.5 Darstellung der Ergebnisse
3.1.6 Verzerrungsrisiken
3.2 QualitativeForschung
3.2.1 Studiendesign
3.2.2 RekrutierungundSampling
3.2.3 Datenerhebung
3.2.4 Datenanalyse
3.2.5 Verzerrungsrisiken
4 Ergebnisse
4.1 Die systemisch-kunsttherapeutischen Karten
4.1.1 Umfang der Karten
4.1.2 Auswertung der Karten
4.2 Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse
4.2.1 Rahmenbedingungen
4.2.2 Grundlagen
4.2.3 Professionelle Haltung
5 Diskussion
5.1 Potenziale und Herausforderungen der SK-Praxis
5.1.1 Abgrenzung der SK-Praxis
5.1.2 Indikationen für Zielgruppen und Settings
5.1.3 Gegenüberstellung von Literatur und Interviews
5.1.4 Zentrale Implikationen und Empfehlungen für die Praxis
5.2 Reflexion der Forschungsmethodik
5.2.1 Perspektiven und Herausforderungen des Scoping Reviews
5.2.2 Limitationen und Potenziale der Interviews
5.2.3 Phasender Evidenzlegung
5.2.4 Persönliche Einflussfaktoren
6 Fazit
Literaturverzeichnis
Anhangsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Tab. 1 PCC-TlemeiUe
Tab. 2 Identifikation relevanter Studien
Tab. 3 Ausschnitt Entwurffur Karte im Bereich SK mit Kindern und Jugendlichen
Tab. 4 Domänen, die zur Stärke einer Empfehlung beitragen
Tab. 5 Domänen (vereinfacht und angepasst)
Tab. 6 Bewertungsskala zur Empfehlung der Literatur
Tab. 7 Typ der Literatur
Tab. 8 Entwurf Tabelle: Empfehlungsgrad und Typisierung
Tab. 9 Kurzbeschreibung der Karten zu SK-Literatur mitMiniaturabbildung der Karten
Tab. 10 Häufigkeiten - 1. Karte
Tab. 11 Höchste Empfehlung zur SK-Praxis Generell
Tab. 12 Häufigkeiten - 2. Karte
Tab. 13 Höchste Empfehlung SK-Praxis mit Kindern und Jugendlichen
Tab. 14 Häufigkeiten - 3. Karte
Tab. 15 Höchste Empfehlung, Karte: SK-Praxis mitErwachsenen
Tab. 16 Häufigkeiten - 4. Karte
Tab. 17 Häufigkeiten - 5. Karte
Tab. 18 Häufigkeiten - 6. Karte
Tab. 19 Höchste Empfehlung zu SK-Praxis in der Klinik
Tab. 20 Vier Phasen der Psychotherapieprufung in Analogie zur Pharmaprufung
Tab. 21 Beispieltabellefur die Extraktion von StudiendatenZ-ergebnissen
Tab. 22 Karte: SK-Praxis Generell, Interventionen (Teil 1)
Tab. 23 Karte: SK-Praxis Generell, Interventionen (Teil 2)
Tab. 24 Karte: SK-Praxis Generell, Haltung/Konzeption (Teil 1)
Tab. 25 Karte: SK-Praxis Generell, Haltung/Konzeption (Teil 2)
Tab. 26 Karte: SK-Praxis mitKindern undJugendlichen (Teil 1)
Tab. 27 Karte: SK-Praxis mitKindern undJugendlichen (Teil 2)
Tab. 28 Karte: SK-Praxis mitKindern undJugendlichen (Teil 3)
Tab. 29 Karte: SK-Praxis mitKindern undJugendlichen (Teil 4)
Tab. 30 Karte: SK-Praxis mitErwachsenen (Teil 1)
Tab. 31 Karte: SK-Praxis mitErwachsenen (Teil 2)
Tab. 32 Karte: SK-Praxis mitErwachsenen (Teil 3)
Tab. 33 Karte: SK-Forschung
Tab. 34 Karte: SK-Praxis mit altenMenschen
Tab. 35 Karte: SK-Praxis in der Klinik (Teil 1)
Tab. 36 Karte: SK-Praxis in der Klinik (Teil 2)
Tab. 37 Ranking derMethoden/Konzepte nach Häufigkeit der Felder und Autorinnen
Tab. 38 PRISMA-ScR Checkliste
Tab. 39 COREQ-Checkliste
Tab. 40 ErstellungLeitfragen nachKaiser (2021)
Tab. 41 Interview-Leifaden
Tab. 42 Transkript IP1A
Tab. 43 TranskriptIP1B
Tab. 44 Transkript IP
Tab. 45 Transkript IP
Tab. 46 TranskriptIP
Tab. 47 TranskriptIP5A
Tab. 48 TranskriptIP5B
Tab. 49 Induktive Kategorien IPl
Tab. 50 Setting, Zielgruppen, Kontraindikation der SK
Tab. 5l Vorteile SK, Theorie
Tab. 52 Vorbilder, Ausbildung
Tab. 53 Sozialdemographische Daten
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 MargaretNaumburg (3. von links) mit ihren Schülerinnen, darunter Hanna Yaxa Kwiatkowska (2. von links)
Abb. 2 BASE-Suchmaske.
Abb. 3 PubMed Advanced Search Builder..
Abb. 4 Screenshot CADIMA: UploadRIS-Dateien zur Studienauswahl..
Abb. 5 Screenshot CADIMA: Title andAbstractScreening..
Abb. 6 Flussdiagrammfür die Studienauswahl angepasst nach PRISMA-Statement
Abb. 7 Durchgestrichenes Auge: Werk nicht oder nur teilweise zugänglich
Abb. 8 ProzessLeitfragengewinnung
Abb. 9 Beispiel-Leitfaden nach Helfferich
Abb. 10 Ablauf einer inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse in 7 Phasen
Abb. 11 MAXQDA-Arbeitsbereiche gerahmt und beschriftet
Abb. 12 Top-Level-Codes: ProzentualerAnteil undHäufigkeiten
Abb. 13 Baumstruktur, Ansichtfür Sub-Codes undKategorie-Memo inMAXQDA
Abb. 14 Ausschnitt aus dem vonMAXQDA automatisch generiertem Code-Bericht
Abb. 15 Zusammenfassung: Priorisierte Kategorien rot, sekundäre Themen weiß
Abb. 16 Hyde ParkArt Center Dolls4PeaceMemorial (Foto von NickHostert)
Abb. 17 Prozentualer Anteil der Evidenzarten der SK in den Karten..
Abb. 18 Base-SearchSuchprotokoll Teil 1
Abb. 19 Base-Search Suchprotokoll Teil 2
Abb. 20 PubMed Suchprotokoll.
Zusammenfassung:
Die Systemische Kunsttherapie (SK) ist ein noch wenig erforschtes interdisziplinäres Feld, das systemische Prinzipien und kunsttherapeutische Ansätze kombiniert. Ziel dieser Arbeit ist es, die SK weiter zu konsolidieren und praxisrelevante sowie evidenzbasierte Erkenntnisse zu gewinnen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwiefern lassen sich systemische und kunsttherapeutische Ansätze in der Praxis sinnvoll integrieren, um daraus Handlungsempfehlungen für Therapeutinnen abzuleiten? Hierzu wurden in einem Scoping Review 97 Quellen untersucht und zentrale Interventionen sowie Evidenzlücken identifiziert. Ergänzend wurden qualitative Interviews mit fünf Expertinnen durchgeführt, um aktuelle Praxisbezüge zu beleuchten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die SK aufgrund ihrer einzigartigen Verbindung aus systemischen Methoden und Denkansätzen mit kreativen, prozessorientierten Ausdrucksformen derKunsttherapie als ein eigenständiger Ansatz abgrenzen lässt. Hierbei zeigt die SK ein vielfältiges Potential für zahlreiche Zielgruppen, insbesondere für Kinder, Jugendliche und deren Familien. Der Abgleich zwischen Interviews und Literatur festigt hierbei den Fachbereich durch wesentliche Einsichten in Theorie, Praxis und Forschung. Daraus wurden explizite Empfehlungen für Therapeutinnen abgeleitet, welche als Orientierung für den Einstieg und die Vertiefung in die SK-Praxis dienen. Zukünftige Studien sollten sich mit der weiteren Evidenzlegung der SK befassen, um das theoretische Fundament zu festigen, methodische Leitlinien zu entwickeln und Forschungslücken hinsichtlich der Wirkweisen mit unterschiedlichen Zielgruppen zu schließen.
Abstract:
Systemic Art Therapy (SAT) is an interdisciplinary field that remains underexplored, combining systemic principles with art therapy approaches. This study aims to further consolidate SAT and generate evidence-based, practice-oriented insights. The central research question is: To what extent can systemic and art therapy approaches be meaningfully integrated into practice to provide recommendations for therapists? A scoping review was conducted, examining 97 sources to identify key interventions and evidence gaps. Additionally, qualitative interviews with five experts were carried out to incorporate contemporary practical perspectives. The findings indicate that SAT can be delineated as a distinct approach due to its unique integration of systemic methods and perspectives with the creative, process-oriented techniques of art therapy. SAT exhibits diverse potential for various target groups, particularly children, adolescents, and their families. The comparison of interview and literature findings strengthens the field by providing critical insights into theory, practice, and research. From these findings, explicit recommendations for therapists were developed to guide the adoption and deepening of SAT practice. Future research should focus on establishing a stronger evidence base for SAT, developing methodological guidelines, and addressing gaps in understanding its effectiveness across different target groups.
Abkürzungsverzeichnis
BASE Bielefeld Academic Search Engine
BPtK Bundespsychotherapeutenkammer
BVPPT Berufsverband für Beratung, Pädagogik & Psychotherapie e.V.
DGSF Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie
GRADE Grading ofRecommendations, Assessment, Development and Evaluation
H/K Haltung/Konzeption
HSN Hochschule Nordhausen
IDEC® Intermodales Dezentrieren
JBI Joanna Briggs Institute
KI Künstliche Intelligenz
KüTh Künstlerische Therapien
LOM® Lösungsorientiertes Malen
NIG Neuro-Imaginatives Gestalten
OPAC Online Public Access Catalogue
PCC Population, Concept, Context
PRISMA Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses
PTM Prozessorientiertes Therapeutisches Malen
ScR Scoping Review
WBP Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie
WMA World Medical Association (Weltärztebund)
1 Einleitung
Die Systemische Kunsttherapie (SK) stellt eine vielversprechende Kombination von Systemischer Therapie und Kunsttherapie dar, die bisher nur wenig erforscht ist. Während beide Disziplinen im deutschen Gesundheitswesen etabliert sind, fehlen methodische Leitlinien und empirische Daten zur SK sowie klare Ausbildungswege für Therapeutinnen, die diesen hybriden Ansatz nutzen wollen. Ziel dieser Arbeit ist es, theoretische und praktische Grundlagen der SK zu untersuchen und praxisorientierte Empfehlungen zu entwickeln, um die Wirksamkeit und Anwendbarkeit der Methode zu stärken.
1.1 Hintergrund und Problemstellung
Die Systemische Therapie gilt bereits als anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren (vgl. Bundespsychotherapeutenkammer 2009) und die Kunsttherapie befindet sich ebenfalls auf dem Weg, als Methode weiter Anerkennung zu gewinnen (vgl. Gühne et al. 2019: 66-68). Allerdings ist die SK und damit eine Integration beider Ansätze in der Praxis noch wenig erforscht.
Eine explorative Studie von Meschke und Weitkamp (2021: 121) zeigt, dass die Verbindung der beiden Ansätze eine vielversprechende Ergänzung in der klinischen Arbeit mit psychisch erkrankten Jugendlichen sein kann. Auch Schemmel et al. (2018: 45) beobachten seit 1990 einen Anstieg der Anwendung systemisch-kunsttherapeutischer Ansätze in einzelnen deutschen Kliniken und die Gründung der Fachgruppe künstlerische ProzessGestaltung der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) in 20151. Dieser Trend bestätigt sich durch bestehende und angekündigte Fort- und Weiterbildungsangebote im Internet.2 Die derzeitige Quellenlage erweist sich jedoch als unübersichtlich, wodurch eine präzise Abgrenzung und Erfassung des Themenfeldes erschwert wird. Dies deutet darauf hin, dass eine detaillierte Untersuchung erforderlich ist, um mehr Klarheit über die Integration der beiden Ansätze zu schaffen.
Aus einer ersten Literatursichtung ergeben sich vier wesentliche Herausforderungen für den Zusammenschluss systemischer und kunsttherapeutischer Verfahren:
1. Es mangelt an einer zentralen methodischen Leitlinie zum kombinierten Einsatz beider Therapieformen.
2. Es gibt nur begrenzte empirische Daten zu klinischen Ergebnissen der SK-Praxis, was die Bewertung ihrer Wirksamkeit erschwert.
3. Es ist unklar, wie Therapeutinnen beider Disziplinen ausgebildet werden, um diese hybride Form der Therapie effektiv anzuwenden.
4. Die spezifischen Vorteile und Herausforderungen aus Sicht der Betroffenen und ihres sozialen Umfelds sind noch nicht ausreichend erforscht.
Hieraus wurden die im folgenden Unterkapitel dargestellte Zielsetzung und Forschungs-, sowie Arbeitsfragen abgeleitet, welche als Grundlage zur Eingrenzung des Forschungsgegenstandes sowie einer kohärenten Strukturierung der Untersuchung dienen.
1.2 Zielsetzung und Forschungsfragen
Das Ziel dieser Arbeit ist es, konkrete Empfehlungen für die SK-Praxis zu entwickeln und Impulse für zukünftige Forschung zu geben. Hierzu werden die theoretischen Grundlagen und praktischen Möglichkeiten der Kombination von Systemischer Therapie und Kunsttherapie untersucht. Die zentrale Forschungsfrage lautet:
> Inwiefern lassen sich systemische und kunsttherapeutische Ansätze in der Praxis sinnvoll integrieren, um daraus Empfehlungen für Therapeutinnen abzuleiten?
Nebengestellte Arbeitsfragen lauten:
1. Wie lässt sich SK als eigenes Verfahren abgrenzen?
2. Für welche Zielgruppen ist SK geeignet und welche Indikationen sprechen für deren Einsatz?
3. Welche Erkenntnisse lassen sich aus dem Vergleich zwischen Literatur und aktuellen Erfahrungen Praktizierender der SK zu praxeologischen und theoretischen Bezügen ableiten?
Die zentrale Forschungsfrage und Zielsetzung zielen darauf ab, Erkenntnisse zur praktischen Integration als auch der Evidenzlage der Kombination beider Ansätze zu gewinnen. Dies erfordert sowohl die Erhebung umfangreicher Informationen als auch eine tiefergehende Analyse der Daten des bislang wenig erforschten Fachbereichs der SK.
1.3 Methodologie und Struktur
Das Ziel der verwendeten Methodik besteht darin, in großem Umfang sozial geteilte Inhalte zu rekonstruieren sowie Deutungsmuster und Erfahrungswelten in Bezug auf das untersuchte Thema zu identifizieren (vgl. Krell & Lamnek 2024: 45). Dafür wurde eine deskriptiv-explorative Untersuchung der Literatur und Befragung von Expertinnen zur Integration von SK-Ansätzen durchgeführt.
Als Grundlage für die Vorgehensweise gibt Kapitel zwei einen Überblick über den Stand der Anerkennung von Kunsttherapie und Systemischer Therapie im deutschen Gesundheitssystem sowie die Entwicklung systemisch-kunsttherapeutischer Ansätze. Kapitel drei beschreibt das methodische Vorgehen zur Durchführung eines Scoping Reviews anhand einer systematischen Literaturrecherche und einer qualitativen Inhaltsanalyse zu Expertinneninterviews. Dies soll zur Transparenz und Wiederholbarkeit der Methodik beitragen. In Kapitel vier werden die Ergebnisse aus Literatur und Interviews zusammengetragen. Abschließend werden in Kapitel fünf die Ergebnisse aus den Interviews und der Literaturrecherche abgleichend diskutiert und überprüft, inwieweit diese der Zielsetzung dieser Arbeit entsprechen. Kapitel sechs fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, leitet daraus ein Fazit ab und weist auf zukünftige Forschungsbedarfe hin.
2 Systemische Kunsttherapie: Ansätze und Integration
Die SK verbindet die Ansätze der Systemischen Therapie und der Kunsttherapie, die jeweils etablierte Fachbereiche sind. Obwohl beide Disziplinen als vielversprechend gelten, sind die Integration und spezifische Anwendungen der SK-Praxis noch wenig erforscht. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Forschungsstand und die Grundlagen der Systemischen Therapie und Kunsttherapie sowie die Entwicklung und Anwendung systemisch-kunsttherapeutischer Interventionen.
2.1 Forschungsstand zur Systemischen Therapie und Kunsttherapie
Bereits 2008 wurde in einer Pressemitteilung der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) mitgeteilt, dass die Systemische Therapie durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP)3 anerkannt ist und dieser eine Zulassung als Psychotherapieverfahren empfiehlt (vgl. BPtK 2009). Eine weitere Pressemitteilung folgte im Jahr 20f8:
Der Nutzen der Systemischen Therapie ist für die Behandlung von Erwachsenen ausreichend belegt. [...] Die Wirksamkeit der Systemischen Therapie ist dabei für fünf Störungsbereiche nachgewiesen, insbesondere für die sehr versorgungsrelevanten Anwendungsbereiche Angst- und Zwangsstörungen sowie unipolare depressive Störungen. Aber auch bei Schizophrenie, Substanzkonsumstörungen und Essstörungen ist die Systemische Therapie nachweislich wirksam. (BPtK 20f8: f)
Ein Jahr später, im November 20f9, wurde die Systemische Therapie für Erwachsene vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)4 als viertes Richtlinienverfahren in die Psychotherapie-Richtlinie aufgenommen und ist künftig eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Seit Januar 2024 gilt dies auch für Kinder und Jugendliche (vgl. G-BA 2024a).
Eine Analyse des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) weist den Nutzen Systemischer Therapie sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche in zahlreichen Störungsbereichen auf (vgl. IQWiG 2017; 2023).
Die Kunsttherapie wurde 2019 in die S3-Leitlinie5 für psychosoziale Therapien bei schweren Depressionen mit Empfehlungsgrad B6 aufgenommen (vgl. Gühne et al. 2019: 66-68). Uttley et al. (2015) zeigten in 10 von 15 randomisierten Studien positive Effekte bei Patientinnen mit Depressionen, Angst oder Stress. Weitere Studien belegen positive Ergebnisse zu Lebensqualität und Kosteneffektivität (vgl. Monti et al. 2006). Ein WHO-Review von 2019 zeigt in über 900 Studien die positive Wirkung der Künste auf Gesundheit (vgl. Fancourt & Finn 2019). Auch bei Schizophrenie zeigten zwei Studien signifikante Symptomverbesserungen (vgl. Ruddy & Milnes 2005).
Trotzdem fehlen für eine Anerkennung durch den WBP oder die Übernahme der Kosten kunsttherapeutischer Behandlungen durch gesetzliche Krankenversicherungen weitere systematisch durchgeführte Studien. Die begrenzte Datenlage erschwert zudem Aussagen über mögliche Nebenwirkungen. Die bisherigen Reviews deuten jedoch auf eine vielversprechende Evidenzbasis hin, die durch größere Studien gestützt werden sollte (vgl. Ganter-Argast et al. 2022: 958).
2.2 Grundlagen systemischer Interventionen
Systemische Interventionen basieren auf der Annahme, dass Probleme nicht isoliert als Eigenschaften einzelner Personen zu betrachten sind, sondern als Ausdruck von Interaktionen in sozialen Kontexten. Diese Perspektive unterscheidet sich grundlegend von individualistischen Ansätzen, indem sie den Fokus auf die Wechselwirkungen innerhalb sozialer Systeme, wie Interaktionen, Gruppen oder der Gesellschaft legt (vgl. Schlippe & Schweitzer 2019: 7).
Besondere Merkmale sozialer Systeme bestehen darin, dass sie Phasen von Stabilität und Instabilität durchlaufen, und ihre Veränderungsprozesse nicht linear, sondern unvorhersehbar sind. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Selbstorganisation sozialer Systeme. Diese impliziert, dass sich das Verhalten von Systemen durch innere Prozesse und Operationen reguliert und dadurch nicht von außen steuerbar ist (vgl. ebd.: 8).
Die Herausforderung systemtherapeutischer Praxis besteht darin, wirksam Veränderungen anzustoßen, ohne vorhersehen zu können, welche Auswirkungen eine Intervention haben wird (vgl. Ludewig 2021: Kapitel 5.2, Abs. 1). Systemische Therapeutinnen zielen darauf ab, förderliche Bedingungen zu schaffen, in denen das System von selbst neue Lösungswege entwickelt. Es wird in der Praxis nicht mehr nach den Ursachen eines Problems gefragt. Vielmehr wird nach dessen Funktion innerhalb des Systems und den Ressourcen gesucht, die zur Lösung beitragen können. Ressourcenorientierte Fragen lauten beispielsweise: „Wann haben Sie das letzte Mal erlebt, dass es gut lief?“ (Schlippe & Schweitzer 2019: 8).
Die Kommunikation bietet hier den Schlüssel zur Veränderung. Ausgehend davon, dass Wirklichkeiten sozial konstruiert sind, wird die Fähigkeit der Beteiligten genutzt, ihre eigenen Geschichten aus einer distanzierten Perspektive zu betrachten und zu beschreiben. Die Beobachtungen und Beschreibungen anderer können helfen, neue Interpretationen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln (vgl. ebd.). Durch Techniken wie Reframing oder zirkuläre Fragen wird versucht, alternative Sichtweisen zu fördern und neue Bedeutungsrahmen zu schaffen (vgl. Borst et al. 2022: 93-95).
Es existieren zahlreiche Prinzipien, die systemische Interventionen leiten und bis heute eine Vielzahl an Methoden und Ansätzen7 hervorgebracht haben. Borst et al. (2022) formulieren sechs Grundorientierungen: Lösungs- und Ressourcenorientierung, Kontext- und Musterorientierung, Kunden- und Auftragsorientierung, Kooperations- und Beziehungsorientierung, Neugier- und Kreativitätsorientierung sowie Allparteilichkeits- und Neutralitätsorientierung. Solche Grundhaltungen prägen den Umgang mit den Beteiligten und sorgen dafür, dass der Fokus nicht auf Defiziten, sondern auf den Möglichkeiten und Potenzialen liegt, die in einem System vorhanden sind (vgl. ebd.: 93).
Insbesondere die Kooperation wird im aktuellen Diskurs über Systemische Therapie und Beratung ausdrücklich betont (vgl. Levold & Wirsching 2023: Kapitel 4). In komplexen, multiprofessionellen Settings - etwa im Rahmen von Case Management oder Helferkonferenzen - geht es darum, die Perspektiven und Ressourcen aller Beteiligten einzubeziehen, um Lösungen zu entwickeln, von denen alle profitieren (vgl. Schlippe & Schweitzer 2019: 8-9).
Um weiterhin zu eruieren inwieweit Klientinnen auch im kunsttherapeutischen Setting profitieren, wird im nachfolgenden Kapitel auf die grundlegenden Aspekte kunsttherapeutischer Interventionen eingegangen.
2.3 Grundlagen kunsttherapeutischer Interventionen
Ein zentrales Merkmal kunsttherapeutischer Interventionen ist es, den Menschen eine Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken, ohne ihre Gefühle oder Gedanken in Worte fassen zu müssen (vgl. Schulze-Stampa 2024: 20). Bereits Margarete Naumburg, eine Pionierin der Kunsttherapie, stellte fest, dass das bildnerische Gestalten eine Sprache darstellt, um Zugang zu heilsamen inneren Vorgängen zu erhalten (vgl. Rubin 2010: 58).
Dazu existieren vielfältige Methoden, die vornehmlich in therapeutischen, pädagogischen und rehabilitativen Arbeitsfeldern zum Einsatz kommen. Hierbei bilden sich Personenkonstellationen aus Einzel-, Paar-, Familien- oder Gruppensettings. Therapeutinnen und Patientinnen bedienen sich verschiedener Materialien und Techniken, wie z. B. Malen, Zeichnen oder Modellieren mit Ton, um ein bestimmtes therapeutisches Ziel,je nach individueller Problemlage, zu verfolgen (vgl. Trüg & Kersten 2013: 4). Wesentliche Grundprinzipien für die kunsttherapeutische Praxis lassen sich exemplarisch aus den folgenden etablierten Methoden ableiten.
Verfahren wie das Messpainting (vgl Schottenloher 1989) oder die Ausdrucksmalerei (vgl. Stern 2008) legen den Schwerpunkt auf den Prozess und nicht auf die Schaffung eines ästhetisch ansprechenden Endprodukts. Das Lösungsorientierte Malen (LOM®, vgl. Egger & Merz 2015) verfolgt einen lösungsorientierten Ansatz und betont gleichzeitig die unterstützende und nicht-wertende Begleitung durch die therapierende Person. Das dialogische Malen (vgl. Wichelhaus 2003) betrachtet und fördert in Form eines nonverbalen Austausches, die Interaktionen und Kommunikationsstile zwischen zwei Personen. Beim Formenzeichnen (vgl. Kutzli 2005) sowie der Arbeit am Tonfeld (Deuser 2018), liegt der Fokus auf dem Prinzip über Sinnesreize Bedürfnisse aufzudecken und zu befriedigen.
Kunsttherapeut:innen unterscheiden dabei methodisch zwischen ,freier Gestaltung[4] und gelenkter Gestaltung[48]. Bei ersterer entscheiden Patientinnen selbst, welches Material genutzt, welches Thema oder Motiv behandelt werden soll, um beispielsweise Ressourcen aufzudecken. Dieser Ansatz fördert die Autonomie und Selbstbestimmung und ermöglicht die Ex- ternalisierung innerer Konflikte und Gefühle. Parallel dazu werden gelenkte Interventionen, bei denen die therapierende Person Aufgaben vorgibt oder sogar selbst die Hände der Patientinnen führt, eingesetzt, um z.B. zu strukturieren und die Sinne sowie die Motorik anzuregen. Die Wahl einer geeigneten Intervention erfolgt nicht nur unter Berücksichtigung des psychischen Befindens, sondern auch in Bezug auf neurologische Beeinträchtigungen und kognitive Fähigkeiten (vgl. Menzen 2023: 169).
Die Wahl des Materials spielt dementsprechend eine zentrale Rolle, da sie unterschiedliche sinnliche und emotionale Reaktionen hervorruft. So fördert Ton besonders die sensorische Wahrnehmung und regt das haptische und taktile Empfinden an, während Farben und Pinselstriche emotionale Prozesse sichtbar machen. Bei Kindern werden beispielsweise Materialien wie Ton, Sand oder Wasser eingesetzt, um deren sensorische und motorische Fähigkeiten zu schulen (vgl. ebd.: 168-169).
Das entstehende Werk fungiert als Ankerpunkt und Medium, das emotionale und kognitive Inhalte vermittelt und auf der Beziehungsebene die Möglichkeiten der Begegnung, des wechselseitigen Dialogs und der Interaktion bereichert. In Gruppensettings werden dabei gemeinsame künstlerische Aktivitäten genutzt, um soziale Fähigkeiten zu fördern, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und Kommunikationsprozesse anzuregen (vgl. Schulze- Stampa 2024: 21-22). Durch das Bereitstellen eines sicheren und verlässlichen Rahmens, kann eine vertrauliche Atmosphäre entstehen, um Beziehungen zu stärken und spielerischexperimentelles Handeln zu fördern (vgl. Spreti et al. 2022: 1). Das ,Mit‘-gestalten der Kunsttherapeut:innen und deren Teilnahme an den Aufgaben dient als Intervention, um Patientinnen zu ermutigen und positive Erfahrungen in der sozialen Interaktion zu ermöglichen (vgl. Bragge & Fenner 2009).
Zusammengefasst sind sowohl die Kunsttherapie als auch die Systemische Therapie etablierte therapeutische Ansätze, die sich durch ein breites Spektrum an Methoden auszeichnen.
Trotz der methodischen Vielfalt lassen sich beide Ansätzejedoch klar als eigenständige Therapieformen abgrenzen. Wie sich diese individuellen Ansätze zu einer gemeinsamen SK- Praxis denken lassen und welche Entwicklung dahingehende Grundpositionen gemacht haben, soll in folgendem Unterkapitel skizziert werden.
1.4 Entwicklung und Grundlagen von SK-Interventionen
Pionierinnen der Familienkunsttherapie in den USA wie Hanna Yaxa Kwiatkowska (siehe Abb. 1) und Helen B. Landgarten befassten sich - zu der Zeit in der die separaten Disziplinen im Begriff standen, sich zu etablieren - mit der Verbindung von Kunst- und Familientherapie. Murray Bowen, einer der Begründer der Familientherapie und tätig für das National Institute of Mental Health (NIMH) in Bethesda, Maryland, verordnete in den 1950er Jahren, dass Schizophrene Patientinnen gemeinsam mit ihren Familien hospitalisiert wurden. Kwiatkowska, die erste Schülerin Margaret Naumburgs nahm am NIMH in den 1960er Jahren ihre kunsttherapeutische Arbeit auf. Sie entwickelte die Familienkunsttherapie mit einer sechsstufigen Methode zur Evaluation von Familiendynamiken (vgl. Junge 2010: 75-76).
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. IMargaretNaumburg (3. von links) mitihren Schülerinnen, darunterHanna Yaxa Kwiatkowska (2. von links)8
Quelle: Rubin 2006: 7
Laut Riley (2003: 388) entstanden damit die frühen Ansätze kunsttherapeutischer Arbeit in Familiensystemen aus intensivster Forschung in psychiatrischen Kliniken (vgl.: 388). Helen B. Landgarten begann 1967 in Los Angeles mit der Familienkunsttherapie und stellte fest, dass die künstlerische Zusammenarbeit innerhalb der Familie sofort deren Dynamik und Rollenverteilung offenbarte (vgl. Hoshino 2015: 212). 1991 wird Landgartens Buch zur Kunsttherapie als Familientherapie auch in Deutschland publiziert. Sie betont besonders das diagnostische Potenzial der künstlerischen Gestaltungsaufgaben. Diese werden genutzt, um Interaktionsmuster, Rollenverhalten und Grenzregulation des familiären Zusammenlebens sichtbar zu machen (vgl. ebd.).
Gisela Schmeer, eine deutsche Psychoanalytikerin und Kunsttherapeutin, wurde in der Entwicklung ihrer systemisch-kunsttherapeutischen Methodik von Bert Hellinger (Familienaufstellung) und Matthias Varga von Kibéd (Systemische Strukturaufstellung) beeinflusst (vgl. Kiel 2017: 361). Schmeer erweiterte ihre aus der Psychoanalyse stammenden Modelle um systemische Sichtweisen (vgl. Schmeer2003; 2006b).
Constanze Schulze (2004: V) stellte fest, dass kunsttherapeutische Ansätze weitaus mehr Möglichkeiten bieten, systemische Perspektiven zu integrieren. Dabei stehe im Vordergrund, die erkenntnistheoretischen Grundlagen der Systemtheorie oder das Systemische Denken für die kunsttherapeutische Praxis nutzbar zu machen (vgl. ebd).
Nebst einem sprachsystem-orientierten Ansatz (Goolishian & Anderson 1988) scheinen aus der systemischen Therapie jedoch vornehmlich lösungsorientierte (Shazer et al. 1986) und narrative Denkansätze (White & Epston 2024) in der kunsttherapeutischen Arbeit Anwendung zu finden (vgl. Schulze 2004; Schemmel et al. 2018). Autorinnen wie Madelung und Innecken (2003), Riley (2003), Schmeer (2003) sowie Vogt-Hillmann und Burr (2009) nutzen diese, um erste Methoden zu entwickeln, die sowohl systemisch als auch bildnerischkünstlerisch orientiert sind.
Madelung und Innecken (2003) verfolgen in ihrem offenen Ansatz des Neuroimaginativen Gestaltens (NIG) eine Verknüpfung systemisch-konstruktivistischer und systemischphänomenologischer Elemente. So wird in einer Kombination aus Gestalten und Aufstellungsarbeit eine Brücke zwischen diesen beiden Herangehensweisen gebildet. Dabei beinhaltet jede ihre eigenen Methoden, Zielsetzungen und Werkzeuge. Der Fokus liegt hierbei systemisch-konstruktivistisch entweder auf ziel-, ressourcen- und lösungsorientierten Ansätzen oder systemisch-phänomenologisch auf der Arbeit mit familiären Bindungen (vgl. ebd.: 30).
Besonders in der spezifischen Entwicklung lösungsorientierter therapeutischer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen finden sich zahlreiche Vertreterinnen. Hierbei wird der alleinige Fokus auf Sprache bemängelt und eine Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten gesucht (vgl. Schemmel at al 2018: 44-45). Dazu bestehen Ansätze wie das Entwickeln von Lösungen durch Cartoons (vgl. Steiner & Berg 2016: 116-122) oder das Externalisieren von Problemen im narrativen Ansatz (vgl. Freeman et al. 2000). Durch die metaphorische Darstellungen wie eines Ressourcosaurus werden Probleme externalisiert und Lösungsvisionen konkretisiert (vgl. Vogt-Hillmann & Burr 2002; 2009). Diesbezüglich existieren noch zahlreiche weitere Werke zu Modellen kreativer ressourcen- und lösungsorientierter Arbeit mit Kindern, Jugendlichen sowie deren Familien (vgl. Nemetschek 2011; Rotthaus 2016; Steiner & Berg 2016; Schemmel et al. 2018; Retzlaff 2019).
Ein etwas abweichender phänomenologisch-lösungsorientierter Ansatz ist das Intermodale Dezentrieren (IDEC®) von Herbert Eberhart und Paolo Knill (2010). Diese beschreiben eine Distanzierung von zentralen Anliegen zugunsten eines künstlerisch-spielerischen Tuns. Intermodalität erlaubt den dynamischen Einsatz unterschiedlicher künstlerischer Medien in eigenständiger Abfolge. Diese Prozessorientierung kann dazu dienen, überraschende Sichtweisen und nachhaltige Veränderungsprozesse bei den Klientinnen anzuregen (vgl. ebd.: 13-14).
Systemische Denkansätze bieten der Kunsttherapie einen erkenntnistheoretischen Rahmen, um ihre Wirkweisen und Anwendung zu rechtfertigen (vgl. Schulze 2004: 196). Schulze-Stampa (2021; 2022; 2024) entwickelt mit Bezug auf die kommunikativen Qualitäten des Werks in der kunsttherapeutischen Gruppe das Modell Interaction in Group Art Therapy (liGART), welches für die kunsttherapeutische Reflexion und Dokumentation das Interaktionsgeschehen in den Fokus nimmt.
Wiederholte Forderungen nach einer besseren Evidenzlegung und Forschungspraxis zur Systemischen Kunsttherapie sind in der Literatur vorzufinden (vgl. Schulze 2004: 191-193; 2011: 202; 2019; Schulze-Stampa & Schmid 2020: 12; Meschke & Weitkamp 2021: 110111). Trotz der Bemühungen von Schulze (2004) und anderer Autorinnen (vgl. Rickert 2009; Herschbach & Klein 2021; Menzen 2023: 146-150) ein gemeinsames theoretisches Rahmenwerk und damit Voraussetzungen für eine fundierte Praxis zu schaffen, zeigen sich in der Forschungslandschaft bisher nur wenige Fortschritte.
Eine Herausforderung liegt in der Komplexität der Kunsttherapie, die laut Schulze (2019: 258) therapeutisches und künstlerisches Wissen auf vielen Ebenen vereint. Als inter- und transdisziplinäres Verfahren greift sie auf ein breites Spektrum an Einflüssen aus Psychologie, Psychotherapie, Philosophie, Ästhetik sowie Kunst- und Bildwissenschaften zurück. Ähnlich führt Ulrike Borst (2024: 22) zur Systemischen Therapie aus, dass ihre Ursprünge in den Sozial-, Natur- und Geisteswissenschaften sowie in der Psychiatrie und Familientherapie ein vielschichtiges Konstrukt bilden. Auf die sich damit abzeichnenden Forschungsbedarfe wird im nachfolgenden Unterkapitel eingegangen.
1.5 Forschungsbedarfzur Systemischen Kunsttherapie
Aus den bisherigen Beschreibungen lassen sich primär folgende zwei Forschungsbedarfe zusammenfassen:
• Evidenzbasierung: Bedarf an empirischen Studien, um eine bessere Evidenzlage zu schaffen.
• Theoretisches Rahmenwerk: Weiterentwicklung und Konsolidierung eines gemeinsamen theoretischen Rahmens für die Systemische Kunsttherapie.
Die sich andeutende Komplexitätserhöhung der Integration systemtherapeutischer und kunsttherapeutischer Ansätze legt nahe, durch eine explorative Untersuchung der Literatur und aktueller Praxisbezüge eine Metaperspektive auf den aktuellen Stand der Entwicklung der Systemischen Kunsttherapie einzunehmen. Die hierfür erforderliche methodische Herangehensweise wird in folgendem Kapitel ausgeführt.
3 Methodisches Vorgehen
Aus den Entwicklungen systemischer und kunsttherapeutischer Ansätze ergeben sich zwei weitreichende Themenfelder, deren Schnittmengen zunehmend an Bedeutung für die psychotherapeutische Praxis und Forschung gewinnen. Diese Arbeit beleuchtet den aktuellen Stand der SK und gibt Empfehlungen für die Praxis.
Zur Beantwortung der Forschungsfrage und Validierung der Ergebnisse wird eine systematische Literaturrecherche (Kapitel 3.1) sowie eine explorative Interviewstudie (Kapitel 3.2) durchgeführt, die die Integration beider Ansätze in psychotherapeutische Arbeitsfelder untersucht. Hierbei strebt die Untersuchung den Charakter einer Triangulation9 10 an, indem durch alternative Methoden aus Literatur- und Expert:innenwissen „unterschiedliche Aspekte desselben Phänomens [...] erfasst werden“ (Krell & Lamnek 2024: 160).
Teile der Arbeit wurden mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz (KI) verfasst. Es kamen ChatGPT-4.0 (OpenAI 2024) und die MAXQDA-Software AI Assist (VERBI Software 2024) zur qualitativen Daten- und Textanalyse zum Einsatz. Die Vorgehensweise beim Prompt Engineering11 basiert auf Chen et al. (2023). Verwendete Prompts sind in Fußnoten beigefügt.
Die Methodenauswahl und die Gütekriterien zur Datenerhebung und -auswertung werden in den folgenden Unterkapiteln beschrieben. Der Bericht orientiert sich an der PRISMA-ScR- Checkliste (vgl. Tricco et al. 2018; siehe Anhang G1).
3.1 Systematisches Review: Scoping Review
Das Cochrane-Institut Deutschland (2024b) definiert Evidenzbasierte Medizin (EbM) als die Integration von klinischer Expertise und den besten externen Evidenzen aus systematischer Forschung. Entsprechend ist evidenzbasierte Psychotherapie entscheidend für die Auswahl wirksamer Therapiemethoden und deren Kostenübernahme im deutschen Gesundheitssystem. Somit gelten Meta-Analysen systematischer Literaturrecherchen als höchster Standard für den Nachweis der Wirksamkeit therapeutischer Praktiken (vgl. Cochrane Deutschland et al. 2020: 9).
Da die Methodologie systemisch-kunsttherapeutischer Praxis noch in der Theoriebildung steckt und daher kaum systematische Literaturrecherchen oder empirische Studien existieren, kann diese Studie nicht mit Meta-Analysen oder präzisen Fragen zur Wirksamkeit von Interventionen oder klinischen Ergebnissen arbeiten. Ein alternative Herangehensweise zur Bildung einer geeigneten Recherchestrategie bietet der Scoping Review nach der JBI-Me- thodologie12. Dieser zielt darauf ab, die Schlüsselkonzepte eines Forschungsbereichs darzustellen, Arbeitskonzepte zu entwickeln oder die inhaltlichen Grenzen eines Themenbereichs zu bestimmen. Insbesondere heben sich Scoping Reviews dadurch hervor, dass sie einen Überblick über die vorhandene Evidenz bieten, unabhängig von deren Qualität (vgl. Elm et al. 2019: 2). Ein gesondertes Verfahrensprotokoll wurde nicht erstellt, da es sich um eine Einzelarbeit handelt.
3.1.1 PCC-Elemente
Elm et al. (2019: 3) erachten für Scoping Reviews eine Berücksichtigung von PCC-Elemen- ten (Population, Concept, Context) als wichtig. Dabei können in der Konzeption von Fragemodellen Faktoren wie Ergebnisse, Interventionen oder Phänomene, welche von Interesse sind, bereits implizit enthalten sein.
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 1 PCC-Elemente
Quelle: Eigene Darstellung
Ziel der Untersuchung ist die Erstellung einer ,Literatur-Karte‘, die die verfügbaren Quellen zur Integration von SK in der Praxis veranschaulicht. Zudem soll geklärt werden, welche Evidenz vorhanden ist, um zukünftige Forschungsvorhaben zu unterstützen. In Bezug auf die formulierten Ziele (siehe Kapitel 1.2), die zu untersuchenden PCC-Elemente (siehe Tab. 1) und den in Kapitel 2.5 dargestellten Forschungsbedarf, werden im Folgenden die methodischen Schritte des Reviews beschrieben.
3.1.2 Systematische Literaturrecherche
Zur Datenerhebung wird eine systematische Literaturrecherche durchgeführt. Dies erfordert die Erfassung vertrauenswürdiger Literatur zu aktueller Forschung und ihrer Nutzbarkeit in der therapeutischen Versorgung. Der Fokus liegt auf der Auswahl geeigneter Quellen, der Festlegung des Suchvokabulars und einer gründlichen Suche (vgl. Cochrane Deutschland et al. 2020: 9). Angelehnt an das Manual systematische Recherche für Evidenzsynthesen und Leitlinien werden folgende Schritte durchgeführt:
1. Auswahl geeigneter Literaturquellen
2. Festlegung relevanter Schlüsselwörter und Entwicklung der Suchstrategie
3. Durchführung der Literaturrecherche
4. Screening der Ergebnisse und Angleichung der Suchstrategie
5. Überprüfen auf Relevanz und Dopplungen von Ergebnissen
6. Dokumentation der Suchschritte (vgl. ebd.: 10)
Die folgende Quellenauswahl stützt sich auf Empfehlungen zu Literaturdatenbanken des Cochrane Instituts (vgl. ebd.: 13-21) der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen (vgl. Wahner 2024) , einer Literaturliste der Fachgruppe künstlerische ProzessGestaltung der DGSF (vgl. DGSF 2024; siehe Anhang A) sowie Referenzlisten der gefundenen Übersichtsarbeiten. Datenbanken, die sich auf andere Fachgebiete als Psychologie spezialisieren oder keinen freien Zugang bieten, werden nicht berücksichtigt (siehe auch Kapitel 3.1.5).
Es werden die Datenbanken OPAC der Hochschulbibliothek Nordhausen (HSN), PubMed, Cochrane Library, BASE, Google Scholar, ScienceDirect, JStor, Wiley Online Library und SciSpace durchsucht. Eine zeitliche Begrenzung für die Literatur wird nicht festgelegt, um möglichst viele Werke in die Theoriebildung einzubeziehen. Die Suche erfolgte vom 02.06.2024 bis 29.06.2024. Für die Literaturverwaltung wird das Programm Endnote verwendet. Zunächst wird eine Sammlung deutscher Schlüsselbegriffe für die Forschungsfrage erstellt. Die relevantesten Begriffe werden ausgewählt und anhand Boolescher Operatoren zu einem Suchstring kombiniert (vgl. Cochrane Deutschland et al. 2020: 39): ("Systemisch" OR "Systemtheorie" OR "Lösungsorientiert") AND ("Kunsttherap*" OR "Kunst*"OR "Maltherap*")AND ("Therapie"OR "Beratung"OR "psych*”)
Aufgrund der unterschiedlichen Suchmasken der Datenbanken wird die Suche iterativ durchgeführt, um die Suchkriterien im Prozess flexibel anzupassen. Am Beispiel der BASEDatenbank zeigt sich, dass der entwickelte Suchstring die Anzahl der Ergebnisse stark eingrenzen kann (siehe Abb. 2).
X'BASE
Standardsuche Erweiterte Suche Browsing Suchhistorie
Gesamtes Dokument ("Systemisch" OR "Systemtheorie" OR "Lösungsorientiert") ANI ® ® Exakte Suche O Zusätzliche Wortformen O Mehrsprachige Suche [■) Open-Access-Dokumente bevorzugen
4 Treffer in 395.735.47S Dokumenten
Abb. 2 BASE-Suchmaske
Quelle: Universitätsbibliothek Bielefeld 2024
Um die Suche zu erweitern, werden die Suchbegriffe auf zentrale Schlüsselwörter reduziert und isoliert eingegeben (für vollständige Suchprotokolle13 siehe Anhang B). Anhand PubMed lässt sich erkennen, dass je nach Datenbank, deutsche Suchbegriffe keine Ergebnisse generieren (vgl. National Center for Biotechnology Information o. D.; siehe Abb. 3). Auch nach der Reduktion der Suchbegriffe ergeben sich kaum Treffer, weshalb die Suche auf englische Begriffe ausgeweitet und diese wiederum zu Strings verfeinert werden:
("Systemic" OR "Systems Theory" OR "Solution-focused") AND ("Art Therapy" OR "Art*" OR "Painting Therapy") AND ("Therapy” OR "Counseling” OR "psych*")
Hierbei wird eine große Anzahl an Publikationen gefunden:
("Systemisch" OR "Systemtheorie" OR "Lösungsorientiert") AND ("Kunsttherap*" OR "Kunst"" OR X "Maltherap*") AND ("Therapie" OR "Beratung" OR "psych*")|
History and Search Details ,4, Download (üj Delete
Search Actions Details Query Results Time
#5 ••• > Search: (Systemic) AND (Art therapy) ^^^^^^59^J0:57:35
#4 > Search: (Systemisch) AND (Kunsttherapie) 0 10:55:58
Abb. 3 PubMed Advanced Search Builder
Quelle: National Center for Biotechnology Information o. D.
Der medizinische Begriff Systemic in Zusammenhang mit einer sich auf den ganzen Körper auswirkenden Behandlung, die gebräuchliche Verwendung von State of the art (engl.: Stand der Technik bzw. Entwicklung) und Abkürzungen wie ART für assisted reproductive technologies und anti-retroviral therapy führen zu unerwünschten Ergebnissen. Mithilfe des Operators NOT (z.B. NOT retroviral) wird die Suche schrittweise eingegrenzt. Die nachfolgende Tabelle14 (Tab. 2) zeigt den Suchzeitraum, die Anzahl der Ergebnisse nach Ausschluss von Duplikaten sowie die verwendete Suchsprache in denjeweiligen Datenbanken:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 2 Identifikation relevanter Studien Quelle: Eigene Darstellung
3.1.3 Studienauswahl
Die Auswahl der Studien wird mithilfe des Online-Tools CADIMA durchgeführt (vgl. JKI 2024). Nach der Erstellung eines Profils ermöglicht das Programm das Suchen sowie den Import der in EndNote oder in einem anderen Literaturverwaltungstool verzeichneten Literatur als RIS (Research Information System Format) Dateiformat. Das Programm kann anschließend Duplikate erkennen und entfernen:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 4ScreenshotCADIMA: UploadRIS-DateienzurStudienauswahl Quelle: Ebd.
Die Studienauswahl in CADIMA zielt darauf ab, alle relevanten Berichte und Studien für die Datenextraktion zu identifizieren. Der Prozess beginnt mit der Definition klarer Auswahlkriterien, die auf Titel, Zusammenfassung (Abstract) und Volltext angewendet werden.
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 5 Screenshot CADIMA: Title andAbstractScreening Quelle: Ebd.
Nach einer ersten Selektion anhand des Titels und der Zusammenfassung im Abgleich mit den PCC-Kriterien (siehe Kapitel 3.1.1; Abb. 5) werden in einem zweiten Durchlauf unter Berücksichtigung der Volltexte die relevantesten Studien ausgewählt (vgl. ebd.). Der Zugang zu Volltexten erfolgte online über Zugriffsrechte der HSN oder lokal in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig.
Zur Volltext-Analyse werden Inhaltsverzeichnisse, Abstracts, Klappentexte, oder Schlussbemerkungen zurate gezogen, um einen Überblick zu gewinnen. Speziell werden Abschnitte mit praxisbezogenen Inhalten gesucht. Gedruckte Exemplare ermöglichen durch schnelles Abblättern das Auffinden von Seiten mit Abbildungen, welche auf Falldarstellungen oder bildnerisches Arbeiten hinweisen. Digitale Werke bieten die Möglichkeit Suchfunktionen zu nutzen. Auch durch das Querlesen sowie das Prüfen von Index und Register werden relevante Stellen identifiziert (siehe Kapitel 3.1.2). Die Suchbegriffe sind nicht begrenzt und werden bei Bedarf angepasst, bis sichergestellt ist, dass der Inhalt ausreichend verstanden wird, um die Qualität nach den in Kapitel 3.1.4 und 3.1.5 ausgeführten Kriterien zu bewerten.
Übereinstimmend mit der für Scoping Reviews konzeptionierten Erweiterung des Prefered Reporting Itemsfor Syslemalic Reviews and Meta-Analyses (PRISMA) PRISMA-ScR, schlagen Elm et al. (2019) die Darstellung der Studienauswahl in einem Flussdiagramm vor (vgl. ebd.: 5-6):
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 6 Flussdiagrammfür die Studienauswahl angepasst nach PRISMA-Statement Quelle: Eigene Darstellung
Ausschlussgründe von Volltexten sind Irrelevanz oder fehlender Bezug zur theoretischen Grundlegung künstlerischer, kreativer, kunsttherapeutischer und systemtheoretischer, lösungsorientierter oder konstruktivistischer Ansätze (n= 74). Ebenso führen mangelnder Bezug zur Methodik wie bildende Künste, kreatives Schreiben15 und systemtherapeutische Techniken (n= 9) sowie zur therapeutischen und beraterischen Praxis (Psychotherapie, Kunsttherapie, Systemische Therapie/Beratung/Coaching, Familientherapie, Gruppentherapie, Klinik, psychosoziale Arbeit) zum Ausschluss (n= 3). Des Weiteren werden Duplikate (n= 11) und Literatur, deren Volltexte nicht zugänglich16 (n= 22) oder nicht aufzufinden sind
(n= 3) ausgeschlossen. Eine Buchbesprechung/Rezension (n= 1) wird ebenfalls ausgeschlossen.17
3.1.4 Datenextraktion
Elm et al. (2019) beschreiben die Datenextraktion als einen - an den Zielen und Fragestellungen des Reviews orientierten - Prozess, welcher in einer, für die Leserinnen klaren und beschreibenden Zusammenfassung resultiert. Bereits in der Protokollphase sollte eine Tabelle oder ein Formular erstellt werden, um zentrale Informationen wie Autorin, bibliographische Referenz und Ergebnisse aus den Literaturquellen zu erfassen. Während der Durchführung kann die Tabelle (siehe Anhang D) aktualisiert werden, und ein Test mit zwei bis drei Studien hilft sicherzustellen, dass alle wichtigen Daten erfasst werden (vgl. ebd.).
Der erste zu untersuchende Volltext ist ein Artikel von Friederike Gölz (2008) aus der Zeitschrift Systhema. Gölz spricht eingangs von einem ressourcenorientierten Ansatz in der Kunsttherapie mit Kindern und Jugendlichen. In einem Fallbeispiel wird mit einem Kind mit einer Aggressionsproblematik im Einzelsetting gearbeitet. Ausgehend von den Informationen und in Anlehnung an ein von Elm et al. (2019) gebotenes Muster (siehe Anhang C) wird der Entwurf einer Tabelle (siehe Tab. 3) zur Einordnung des Werks angefertigt:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 3 Ausschnitt Entwurffür Karte im Bereich SK mit Kindern und Jugendlichen Quelle: Eigene Darstellung
Die Nachverfolgbarkeit und Referenzierung sollten sorgfältig dokumentiert werden, da das Einpflegen der Daten in die Tabellen (siehe Anhang D) oft Ergänzungen und Veränderungen erfordert. Die Ergebnisse werden iterativ in einer Matrix dargestellt, die durch fortlaufende Aktualisierung der kompatiblen Daten eine Übersicht über die untersuchten Ergebnisse bietet (vgl. ebd.: 5; siehe Kapitel 3.1.5). Da der Scoping Review keine detaillierte Analyse vorsieht, bleiben Annahmen zu fehlenden oder unklaren Informationen unberücksichtigt.
Zudem wurde aus den Datenbankinformationen ein Index erstellt (siehe Anhang E), der Kommentare und Nachverfolgungsinformationen enthält. Die Tabelle ermöglicht es, Werke gezielt nach Kriterien zu finden und der Index bietet einen detaillierteren Blick auf die literarischen Quellen und hilft diese ausfindig zu machen.
3.1.5 Darstellung der Ergebnisse
Elm et al. (2019: 2) sprechen in Bezug auf den Scoping Review auch von einem mapping review. Die Darstellung der Daten in Tabellen ähnelt einer Karte mit Längen- und Breitengraden, welche sich aus Kategorien entwickeln, die zur Bestimmung der Position der Werke innerhalb der Tabelle dienen. Die PCC-Elemente helfen dabei, geeignete Kategorien zu finden, anhand derer sich die Struktur der Karten ableitet, diese erschließen sich jedoch auch deduktiv aus den Inhalten der gesammelten Werke (vgl. ebd.: 5-6; siehe Kapitel 3.1.4). Folgende Kategorien für das Erstellen einer Karte zur SK-Literatur wurden berücksichtigt:
1. Zielgruppe(Population):
a) Expertinnen
b) Diagnose/Problematik/Thema
c) Alter18
d) Wedernoch/Generell19
2. Konzept (Concept):
a) Haltung/Herangehensweise/Konzeption
b) Intervention/Methodik
c) Diagnose
d) Dokumentation/Erhebung/Forschung
3. Kontext (Context):
a) Setting (Einzel, Paar, Gruppe, Klinik, Schule)
b) Zeit der Veröffentlichung
c) Ort (falls nicht Deutschland)
Eine formale Bewertung der methodischen Qualität eingeschlossener Studien, ist bei einem Scoping Review nicht gefordert, da es dem Ziel entgegensteht eine Übersicht über die vorhandene Evidenz zu geben (vgl. ebd.). Für diese Studie, die praxisrelevante Empfehlungen zur SK aussprechen will, ist eine Bewertung jedoch unerlässlich. Nußbaumer et al. (2014) determinieren anhand der GRADE-Methodik (Grading of Recommendations, Assessment, Development and Evaluation) vier Domänen zur Einstufung der Qualität von Evidenz und Stärke von Empfehlungen:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 4 Domänen, die zur Stärke einer Empfehlung beitragen. Quelle:Ebd.:423
Diese Domänen dienen Leitliniengremien bei der Bewertung zahlreicher Studien zur Einschätzung von Behandlungsstrategien (vgl. ebd.: 421). Unter Berücksichtigung der selbständigen Durchführung des Reviews, des begrenzten Rahmens dieser Masterarbeit und dem sich abzeichnenden Stand der Literatur, werden die Domänen zu angepassten Empfehlungen definiert:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 5 Domänen (vereinfacht und angepasst) Quelle: Eigene Darstellung
Die Praxisrelevanz, Fundierung, hohe methodische Qualität und Konsistenz der gefundenen Literatur werden mittels inhaltlicher Kriterien überprüft und durch eine zweistufige Farbskala auf der Karte gekennzeichnet:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 6 Bewertungsskala zur Empfehlung der Literatur Quelle: Eigene Darstellung
Darüber hinaus werden auf der Karte mit Hilfe von Farbpunkten die Typen der eingeschlossenen Literatur dargestellt:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 7 Typ der Literatur Quelle: Eigene Darstellung
Ein Feld kann mehrere Markierungen aufweisen, wodurch sich der Grad der Empfehlung zusätzlich erhöht. Bezüglich des Ressourcenverbrauchs werden Felder durch ein Symbol mit durchgestrichenem Auge markiert, wenn der Volltext nicht oder nur teilweise zugänglich ist. Diese Markierung setzt den Grad der Empfehlung herab:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 7 Durchgestrichenes Auge: Werk nicht oder nur teilweise zugänglich Quelle: Eigene Darstellung
Anhand folgenden Beispiels wird aufgezeigt, wie eine Quelle der Tabelle zugeordnet wird. Der Beitrag von Gölz (2008) wird in der Tabelle Grün unterlegt, da sich darin sowohl kunsttherapeutische als auch systemtherapeutische Theorie und Praxis wiederfinden. Ein rosa Farbpunkt wird vergeben, da persönliche Erfahrungen der Autorin als Expertin wiedergegeben werden, sowie Fallstudien Vorkommen. Das Dokument ist digital frei zugänglich und wird daher nicht mit dem Symbol des durchgestrichenen Auges versehen:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 8 Entwurf Tabelle: Empfehlungsgrad und Typisierung Quelle: Eigene Darstellung
Mitjedem weiteren inkludierten Werk wächst die Tabelle bzw. ,Karte‘ um weitere Spalten und Zeilen. In Kapitel 4.1.1 wird auf die generierten Karten, deren Umfang und Handhabung sowie erste Erkenntnisse verwiesen. Kapitel 4.1.2 vertieft die Ergebnisse, indem es relevante Literatur selektiv darstellt, mit Fokus auf Studien zur Evidenz, Haltung/Konzeption und Interventionen in der SK-Praxis.
3.1.5 Verzerrungsrisiken
Ein Nachteil dieser Untersuchung ist, dass die Recherche nur von einer Person durchgeführt wird. Elm et al. (2019: 5) empfehlen mindestens zwei Reviewer:innen für eine konsistente Literaturauswahl, da die alleinige Durchführung die Objektivität und Validität sowie die Fehlerkontrolle bei Analyse und Auswertung beeinträchtigen könnte. Diese Methode wird dennoch gewählt, da sie zahlreiche Quellen erfasst und einen umfassenden Überblick ermöglicht (vgl. ebd.). Eine Checkliste (Anhang G1) hilft, methodische Fehler einzugrenzen.
Dannecker (2012: 40) empfiehlt Arthedata20, eine Datenbank für kunsttherapeutisches Wissen, die jedoch erst während der Literaturanalyse entdeckt und daher nicht einbezogen wurde. Ebenso wurden Registerdatenbanken wie PROSPERO21 sowie Werke aus dem Hila- rion-Petzold-Archiv22 und mögliche Quellen in Buch- und Journalreihen erst spät entdeckt. Eine frühzeitige Konsultation mit Expertinnen zur Datenbankauswahl hätte Verzerrungen verringern können.
Die Reihenfolge der Werke im Screening-Prozess von CADIMA wurde randomisiert, um zu verhindern, dass Werke derselben Autorinnen unmittelbar aufeinander folgen. Dies sollte potenzielle Vorannahmen vermeiden, welche die Auswahlentscheidung beeinflussen könnten. Dennoch ist es möglich, dass Faktoren wie Informationsmenge, Zeitdruck oder zunehmende Routine gegen Ende des Screenings dazu geführt haben, dass relevante Informationen übersehen wurden. Die Recherche war außerdem durch fehlerhafte Angaben in der Literatur und den Datenbanken - insbesondere Google Scholar (falsche Autorinnen, fehlendes oder falsches Jahr, falscher Titel) - erschwert.
Die Kartierung ist auch in ihrer Darstellung der Quellen eingeschränkt und hätte auch differenzierter nach verwendetem Material, Unterscheidung der Zielgruppen nach Geschlechtern und Grad körperlicher sowie psychischer Einschränkungen und Verfügbarkeit der Literatur (digital oder nur gedruckt) differenziert werden können. Darauf wurde verzichtet, da die Visualisierung weiterer Kategorien im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich ist. Zeitliche Begrenzungen und die eigenständige Durchführung führten dazu, dass einige Werke nicht vollständig erfasst und sachgemäß in den Karten dargestellt werden konnten, wodurch Interventionen, Haltungen, Settings oder Krankheitsbilder möglicherweise unberücksichtigt blieben. Trotz stichprobenartiger Überprüfungen sind auch Fehler bei der Strukturierung und Feldzuordnung nicht auszuschließen.
Im folgenden Kapitel wird die Methodik der qualitativen Forschung vorgestellt, die für die Erhebung praxisnaher Informationen zur SK eingesetzt wurde. Hierbei wird der Ansatz von Interviews mit Expertinnen näher beleuchtet, um spezifische Einsichten und Erfahrungen aus professionellen Kontexten zu gewinnen.
3.2 Qualitative Forschung
Eine Erhebung aktueller, praxisnaher Einsichten aus der SK-Arbeit soll über die Möglichkeiten theoretischer Forschung hinausgehen. Expertinnen-Befragungen erfassen empirisch, was Integration systemischer und kunsttherapeutischer Ansätze in derPraxis‘ bedeutet. Der Abgleich der Interviews mit den Ergebnissen des Literaturreviews soll das Fachgebiet weiter konsolidieren, da bisher keine vergleichbare Untersuchung existiert.
Die Befragungen sollen aufzeigen, welche Faktoren eine SK-Praxis aus Expertinnensicht prägen und welche Umsetzungsschritte erforderlich sind. Die Ergebnisse der Studie können dazu beitragen, die Rolle der SK im Gesundheitssystem zu stärken und konkrete Handlungsziele für eine nachhaltige wissenschaftliche Fundierung und Anerkennung zu formulieren. Die ethischen Grundsätze der Deklaration von Helsinki des Weltärztebundes (WMA) wurden eingehalten (vgl. WMA 2013).
3.2.1 Studiendesign
Die Breite der Forschungsfragen erforderte eine allgemeine Exploration des Themas ,SK- Praxis‘ als Grundlage für weiterführende Forschung. Zu diesem Zweck wurden teilstrukturierte Interviews mit Expertinnen auf Basis eines Leitfadens durchgeführt, um Ideen, Meinungen und Perspektiven der Expertinnen mittels offener Fragen zu erfassen. Die
Auswertung (siehe Kapitel 3.2.4), erfolgte durch eine qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2024) computergestützt mit MAXQDA (vgl. VERBI Software 2024). Der Bericht der Studienmethoden erfolgt anhand der Reporting Guideline Checkliste COREQ (vgl. Tong et al. 2007; siehe Anhang G2).
3.2.2 Rekrutierung und Sampling
Die Expert:innenrollen werden nach Kaiser (2021: 44-45) definiert, wonach sich die Befragten kontextspezifisch durch ihre Position und Status als Übermittlerinnen von forschungsrelevantem Wissen auszeichnen. Als Expertinnen verstehen sich hier Personen, die aktiv an der Gestaltung und Umsetzung von SK-Angeboten beteiligt sind. Einschlusskriterien waren Expertise (Ausbildung in systemischen Ansätzen und künstlerischen Ansätzen/Kunstthera- pie), Praxis (aktive Anwendung von SK), und Vielfalt (unterschiedliche berufliche Hintergründe und Spezialisierungen, um ein möglichst vielfältiges Abbild von SK-Arbeitsfeldern zu generieren.). Ausschlusskriterien waren mangelnde Erfahrung, Inaktivität, und fehlende Vielfalt (Überrepräsentation bestimmter Gruppen).
Bei einem Online-Treffen der systemisch-kunsttherapeutischen Fachgruppe Künstlerische ProzessGestaltung der DGSF am 3. März 2023 wurde das Anliegen vorgestellt, Interviews mit Expertinnen zur Integration von SK in der Praxis zu führen. Sechs Personen[24] erklärten sich bereit, von denen fünf an den Befragungen teilnahmen. Informationen zu Ablauf und Rahmenbedingungen der Interviews wurden per E-Mail verschickt, und bei positiver Rückmeldung wurde ein Termin telefonisch oder per E-Mail vereinbart.
Befragt wurden vier Frauen und ein Mann mit 2 bis 40 Jahren Erfahrung. Es wird angenommen, dass weniger erfahrene Expertinnen möglicherweise frische, innovative Perspektiven aktuellerer Ausbildungsinhalte einbringen, während langjährige Expertinnen durch ihre tiefen Fachkenntnisse und erprobten Ansätze ggf. komplexere Zusammenhänge erkennen können. Die Befragten sind Expertinnen aus der klinischen, privaten, sozialpädagogischen und sozialpsychiatrischen Praxis.[25] Die Klinik bietet durch interprofessionelle Zusammenarbeit und spezialisiertes Wissen Einblicke in SK bei komplexen Krankheitsbildern. Die private —
Praxis erlaubt eine flexible Anpassung der Methoden für diverse Patient:innengruppen. Der sozialpädagogische Bereich liefert wertvolle Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, während der sozialpsychiatrische Bereich Einblicke in die Betreuung vielfältiger Klient:innengruppen in ihrem natürlichen Umfeld bietet.
Alle Interviewten wenden SK-Methoden mit Materialien der bildenden Künste an, außer eine Expertin (IP3), die kreatives Schreiben und Poesietherapie mit systemischem Denken integriert. Dadurch wird die Perspektive der Studie um eine zusätzliche kreative Methode im systemischen Kontext erweitert. Nach der erfolgreichen Durchführung der Interviews wurde den Interviewpartner:innen ein Incentive in Form eines Boesner-Gutscheincodes für Künstlerbedarf im Wert von 10€ gesendet.23
3.2.3 Datenerhebung
Im Expert:inneninterview fungiert der Gesprächspartner als „Lieferant von Informationen“ (Kaiser 2021: 5), während der Interviewende das Gespräch so steuert, dass gezielte Informationen gewonnen werden. Das Interesse an spezifischen Informationen (z. B. zur SK) erfordert ein stärker strukturiertes Vorgehen als bei allgemeineren Themen wie der Biografie einer Person (vgl. ebd.: 6). Ein vorab erstellter Leitfaden unterstützt die Erhebung.
Ein leitfadengestütztes, qualitatives Expert:inneninterview wird systematisch und theoriebasiert durchgeführt, um schwer zugängliche Informationen über ein Phänomen zu gewinnen (vgl. ebd.: 41). Der Autor empfiehlt dafür eine schrittweise Übersetzung der Forschungsfragen in spezifische Leitfragen (siehe Anhang H; vgl. ebd.: 70; siehe Abb. 8).
Forschungsfrage Analysedimension Fragenkomplex Interviewffagen
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 8 Prozess Leitfragengewinnung
Quelle: Kaiser 2021: 70
Angelehnt an einen Beispiel-Leitfaden von Helfferich (2011: 186; siehe Abb. 9) werden die gewonnenen Interviewfragen um eine Checkliste, konkretisierenden sowie Aufrechterhal- tungs- und Steuerungsfragen ergänzt und der Leitfaden (siehe Anhang I) fertiggestellt.
Forschungsbeispiel 27: Beispiel eines Leitfadens
Konkrete Fragen - bitte an pas- Aufrechterhaltungs- und Steue- sender Stelle (auch am Ende rungsfragen möglich) in dieser Formulierung stellen
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 9 Beispiel-Leitfaden nach Helfferich Quelle: ebd.
Die Teilnehmerinnen wurden schriftlich und mündlich über Datenverarbeitung, Zweck und Inhalte der Befragung informiert und unterzeichneten eine Einverständniserklärung (siehe Anhang J) vor dem Interview. Zwischen dem 05.04.2023 und dem 01.05.2023 wurden fünf Expert:inneninterviews mit einer Dauer von 47 bis 64 Minuten geführt; niemand lehnte die Veröffentlichung nachträglich ab.
Die Interviews wurden vom Verfasser durchgeführt, der systemisch-kunsttherapeutisch im psychosozialen Bereich tätig ist und über Erfahrungen in Forschungsprojekten verfügt. Er besitzt eine Ausbildung als Fachangestellter für Markt- und Sozialforschung (IHK), einen Bachelor in Kunsttherapie (HfWU Nürtingen-Geislingen) sowie eine Weiterbildung in Systemischer Beratung (IF Weinheim). Vor den Interviews bestanden keine Beziehungen zu den Interviewten Personen, abgesehen von vorbereitenden Gesprächen.
Alle fünf Interviews wurden per Videocall über Microsoft Teams durchgeführt. Die Teilnehmerinnen erhieltenje nach Bedarf eine Einführung zur Studie, wobei nur bei IP3 detailliert auf die persönliche Motivation des Verfassers und die leicht abweichende Methodik (kreatives Schreiben) eingegangen wurde. Die Interviewten befanden sich entweder in ihrer Arbeitsstelle oder zuhause, während der Interviewer die Gespräche von zuhause führte. Keine weiteren Personen waren anwesend und keines der Interviews musste wiederholt werden. Während der Interviews wurden interessante und zentrale Aussagen der Befragten handschriftlich notiert. Zwei Interviews (IP1; IP5) wurden aus technischen Gründen abgebrochen und eine Woche später (IP1) und wenige Minuten später (IP5) wieder aufgenommen. Alle Interviews wurden mit Zustimmung der Teilnehmenden aufgezeichnet (Video und Audio) und anschließend mittels der in MAXQDA integrierten KI transkribiert.24
3.2.4 Datenanalyse
In einer Pilot-Auswertung wurde das Transkript von Interview Person 1 (IP1) anhand der Interpretative Phenomenological Analysis (IPA) untersucht (vgl. Pietkiewicz & Smith 2014). Systemisch-konstruktivistische und kunsttherapeutische Ansätze, wie in Kapitel 2.4 erwähnt, beruhen auf wissenschaftlichen Strömungen, die ein radikales Umdenken zu der Wahrnehmung von Realität fordern. Die Wahl der IPA ermöglichte eine tiefgehende Untersuchung der subjektiven Bedeutung und Erfahrungen der Befragten, insbesondere bei kleineren, detaillierten Datensätzen, um neue Einblicke in ihre Haltung zur SK-Praxis zu gewinnen (vgl. ebd.: 9).
Mit dieser Methode konnte geprüft werden, ob der Leitfaden den Forschungszielen entspricht, die professionellen Interessen von IP1 widerspiegelt und aktuelle Themen aufgreift. Die Fragestellungen erwiesen sich als ausreichend tiefgehend und führten zu relevanten Antworten. Zudem wurden Anpassungen am Leitfaden vorgenommen und ungeplante Themen sowie Abweichungen einbezogen. Deduktiv und induktiv wurden aus den Interviews Kategorien (siehe Anhang M) aufBasis des Leitfadens und der Transkripte abgeleitet.
Die phänomenologische Untersuchung des Materials (z. B. ,wie‘ wird erzählt) bot im Hinblick auf das Ziel der Studie, formal-thematische Inhalte zu generieren und zusammenzufassen, nur geringen Mehrwert für die Integration der SK und wird daher nicht weiterverfolgt. Kaiser (2021: 5) beschreibt zwar, dass interpretative Verfahren eine Grundlage aller qualitativer Analysemethoden bilden,jedoch wurde die IPA zugunsten einer computergestützten qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2024a; 2024b) mit MAXQDA und
ChatGPT-4.0 verworfen. Dieses Vorgehen wurde angesichts der größeren Datenmenge und derNotwendigkeit zur inhaltlichen Strukturierung als angemessen erachtet.
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 10 Ablauf einer inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse in 7 Phasen Quelle: Kuckartz & Rädiker 2024a: 132
3.2.4.1 Codierung
Die Videodateien wurden in MAXQDA hochgeladen, als Dokumente angelegt und transkribiert, womit der erste Analyseschritt begann (siehe Abb. 10). Die Transkripte wurden sorgfältig mit den Videos abgeglichen (Abb. 11), um Fehler25 zu identifizieren und die Aussagen den richtigen Personen zuzuordnen, wobei die Namen der Befragten in IP1, IP2 usw. geändert wurden. Bereits in diesem Schritt wurden potenziell relevante Textstellen markiert und in den Ergebnisteil übernommen.
Jeder Interviewfall, einschließlich IPl26, wurde bis zum zweiten Codierprozess (siehe 5. Schritt, Abb. 10) einzeln durchlaufen, bevor der Ablauf für das nächste Interview wiederholt wurde. Für die abschließende Analyse (6. und 7. Schritt) wurden alle Datensätze gemeinsam betrachtet, wobei regelmäßig ein Abgleich mit den ursprünglichen Forschungsfragen erfolgte (vgl. Kuckartz & Rädiker 2024a: 214-215).27
Anschließend wurden relevante Textpassagen in ChatGPT-4.0 eingefügt, um sie zu paraphrasieren und auf Kernaussagen zu reduzieren.28 Die resultierenden Zusammenfassungen wurden als Memos29 den entsprechenden Textstellen in MAXQDA zugeordnet und auf inhaltliche Richtigkeit geprüft.
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. llMAXQDA-Arbeitsbereiche gerahmt und beschriftet Quelle: Eigene Darstellung; Verbi Software 2024
Im zweiten Schritt wurden die aus der Auswertung von IPl und den Themen des Interviewleitfadens abgeleiteten Kategorien als Codes und Untercodes in MAXQDA eingefügt, um ein deduktives Kategoriensystem zu erstellen (siehe Abb. 11, links unten). Zur besseren Nachvollziehbarkeit und Differenzierung wurden diese Codes mit einer KI-generierten Definition30 als Memo versehen (siehe Abb. 13). Anschließend wurden im Text passende Stellen markiert und mit den entsprechenden Codes verknüpft.
Im vierten Schritt wurden neue Aspekte, die während des Codierens auftauchten und zusätzliche induktive Kategorien sowie Codes erforderten, direkt definiert und codiert. Im fünften Schritt wurde ein zweiter Codier-Durchgang durchgeführt, um alle hinzugefügten Codes und Subcodes zu berücksichtigen und eine umfassende Codierung sicherzustellen.
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 12 Top-Level-Codes: Prozentualer Anteil und Häufigkeiten Quelle: Darstellung generiert durch MAXQDA, VERBI Software 2024
Um die Codier-Phase abzuschließen, wurde aufgrund der Unübersichtlichkeit ein zusätzlicher Schritt der Feincodierung durchgeführt (vgl. Kuckartz & Rädiker 2024b: 65-66). Kategorien mit über 10 Subcodes wurden überprüft und thematisch in Untergruppen gebündelt, um die Anzahl der Codes auf ein übersichtliches Maß zu reduzieren. Die codierten Textausschnitte wurden inhaltlich überprüft und in Subkategorien zusammengefasst, bis eine Anzahl von maximal 10 Codes pro Kategorie erreicht war oder keine weitere Bündelung möglich war.31
■ > ¿Nôrtëîïë'SR
■ > • Verknüpfungspiinkte/Schnittstellen
• Intervention/ Methodik
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 13 Baumstruktur, Ansicht für Sub-Codes und Kategorie-Memo inMAXQDA Quelle: Eigene Darstellung generiert mit Ausschnitten aus MAXQDA, VERBI Software 2024
Damit entstand eine Baumstruktur oder ein Code-Tree (siehe Abb. 13). Die 12 Top-LevelCodes (Abb. 12) wurden wiederum in drei Hauptkategorien untergeordnet32: Rahmenbedingungen, Grundlagen, Professionalität (siehe Kapitel 4.2, Abb. 15). Durch die Strukturierung wurde die visuelle Darstellung des Codesystems vereinfacht, was eine Erarbeitung der Herangehensweise zur Ergebnisdarstellung unterstützte.
Nach Beendigung der Kategorienbildung und Codierung erfolgte eine Anonymisierung von Daten, die Rückschlüsse auf konkrete Personen erlauben. Namen der IP, falls aufgezeichnet, wurden unkenntlich gemacht.
Es entstanden 512 Codes. Insgesamt 615 Textsegmente wurden codiert. Die Transkripte und daraus formulierten Ergebnisse wurden den Interviewpartnerinnen zur Einsicht zugesendet; es gabjedoch keine Einwände oder Anmerkungen.
3.2.4.2 Analyse
Laut Kuckartz und Rädiker (2024b: 59) unterscheiden sich Kategorien hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Forschungsfragen, weshalb diese unterschiedlich behandelt werden sollten. Daher wurden die 12 Top-Level-Codes nach dem Eisenhower-Prinzip (vgl. Romanic 2022) priorisiert, wobei die fünf am häufigsten codierten Kategorien (siehe Abb. 12) für die Analyse ausgewählt wurden. Die Funktion Smart Publisher in MAXQDA half, strukturierte Berichte als Textdokumente33 für die Top-Level-Codes zu generieren. Darin lassen sich nun, nach Kategorien geordnet, alle Textsegmente mit Memo und der im Laufe der Codier-Phase vorgenommenen Änderungen überblicken (siehe Abb. 14).
Anschließend wurden die priorisierten Kategorien aus den Berichten, mitsamt den darin enthaltenen Informationen, entnommen und mithilfe von ChatGPT-4.0 zusammengefasst34. Die Zusammenfassungen wurden wiederum zu Stichpunkten reduziert35 und nach Relevanz für eine Bearbeitungsreihenfolge geordnet und gruppiert, um eine Grundstruktur für die Ergebnisdarstellung zu schaffen. Mithilfe dieser Arbeitsstruktur, der Kl-Zusammenfassungen, der Berichte und der Daten in MAXQDA wurden schließlich die Ergebnisse in einem diskursiven Format verschriftlicht (siehe Kapitel 4.2).
Die nicht priorisierten Kategorien oder sekundären Themen wurden aus Kapazitätsgründen in tabellarischer Form im Anhang N zusammengefasst und nicht in derselben Tiefe behandelt. Anhang N bietet einen Überblick über die Kategorien und Subkategorien, die Häufigkeit der Codierungen, die Code-Beschreibungen und stellt den Bezug zu den Interviewten Personen her, sodass die relevanten Informationen aus den sekundären Themen berücksichtigt werden.
Code/ Kategorie
2.1.2.5. Wir verändern uns gemeinsam (Patientin-Therapeutin) 9
Wir verändern uns gemeinsam (Patientin-Therapeutin)
Erstellt: victorfechter, 21.09.24 22:11
Gemeinsame Veränderung: Der Prozess wird als gemeinsamer Veränderungsprozess von Therapeutin und Klientin verstanden, bei dem beide Beteiligten sich im Laufe der Therapie verändern.
Code-Summary| Codezusammenfassung
i. "Dieser diese gemeinsame Arbeit, und das ist ja das, was in das System oder was in der systemischen Therapie ja auch passiert, ich mich als Person da reinstelle und mein Beziehungsangebot zur Verfügung stelle und Konstrukte. Und in diesem Dialog. Und dass das nicht nur sozusagen das den anderen verändert, sozusagen, sondern mich selber auch. Also wenn ich etwas tue, verändert die andere Person mich ja auch permanent mit."
Code: • Wir verändern uns gemeinsam (Patientin-Therapeutin) Gewicht: 0
2023-04-11 IP1 > Transkript IP1 B, 18 -18
Erstellt: 05.10.24 15:33 von victorfechter, Bearbeitet: 09.10.24 13:21 von victorfechter
Fläche: 423 3,09% Zeitumfang: 0:10:01.4 - 0:10:28.5 [0:00:27.1]
Codiertes Textsegment
Memo: Memo 210
victorfechter, 05.10.24 13:17, b
Code: Wir verändern uns gemeinsam (Patientin-Therapeutin)
- IPl sieht Beuys' Konzept der sozialen Plastik als parallele zur systemischen Therapie, insbesondere durch den künstlerischen Prozess, der in der Beziehungsarbeit entsteht. - Für IPl ist der künstlerische Prozess in der Begegnung zwischen Menschen kybernetisch, wobei beide Seiten einander wechselseitig beeinflussen und verändern.
- Die gemeinsame Arbeit in der Systemik und Kunsttherapie bedeutet, dass der Therapeut selbst ein Teil des Prozesses ist und ebenfalls durch den Klienten beeinflusst und verändert wird.
- IPl verbindet die Idee von Beuys, dass jeder Mensch ein Künstler ist, mit der systemischen Haltung, indem beide den Dialog als kreativen, sich gegenseitig verändernden Prozess verstehen.
Memo zu codiertem Segment
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 14 Ausschnittausdem vonMAXQDA automatisch generiertem Code-Bericht Quelle: MAXQDA, Verbi Software 2024
3.2.5 Verzerrungsrisiken
Da die befragten Expertinnen aus einer kleinen Stichprobe stammen und ausschließlich innerhalb derselben Fachgruppe rekrutiert wurden, bleiben Perspektiven anderer Fachkreise unberücksichtigt, was die Generalisierbarkeit der Ergebnisse einschränkt. Aufgrund der eigenständigen Durchführung der Interviews, besteht zudem ein Risiko für subjektiven Bias36 (siehe auch Kapitel 5.2.4). Das persönliche und berufliche Interesse des Verfassers an der Legitimation der SK-Praxis könnte einen theoretischen Bias verursachen, indem insbesondere nach Aussagen gesucht wurde, die den Wert der SK-Theorie untermauern, während kritische Perspektiven der Expertinnen als Ausnahme betrachtet wurden. Dieser Einfluss ist besonders relevant, da der Interviewer während des Gesprächs in Echtzeit entscheidet, welche Themen vertieft werden sollen. Zudem könnte ein Selektionsbias durch die Auswahl von Expertinnen mit positiven Erfahrungen zur Integration von SK entstanden sein, wodurch Stimmen, die Schwierigkeiten oder ablehnende Haltungen ausdrücken, möglicherweise unterrepräsentiert sind. Die geringe Anzahl männlicher Teilnehmer (ein Mann und vier Frauen) könnte ebenfalls ein verzerrtes Bild der Praxisverteilung widerspiegeln.
Schließlich könnte eine stärkere Gewichtung von Daten, die eigene Erwartungen bestätigen, zu einem Bestätigungsbias geführt haben. Die zeitliche Reihenfolge, in der die Interviews vor dem Literaturreview durchgeführt wurden, könnte zumindest dazu beigetragen haben, dass der Verfasser in der Interviewführung nicht zusätzlich durch vorangegangene Ergebnisse beeinflusst wurde.
4 Ergebnisse
Das Ziel des Scoping Reviews (siehe Kapitel 3.1) war, einen Überblick über die bestehende Literatur zur Systemischen Kunsttherapie, ihren Ansätzen, Interventionen und Zielgruppen zu schaffen. Dafür wurden neun Datenbanken durchsucht und die Ergebnisse in Karten visualisiert (siehe Kapitel 4.1). Die qualitative Studie (siehe Kapitel 3.2) zielte darauf ab, bestehende Evidenzen durch Expert:inneninterviews zu ergänzen oder zu hinterfragen. Befragt wurden fünf Fachpersonen. Die Ergebnisse wurden schriftlich (siehe Kapitel 4.2) und tabellarisch (siehe Anhang N) aufbereitet.
4.1 Die systemisch-kunsttherapeutischen Karten
Der systematische Literaturreview ergibt in Bezug auf die Fragestellung ein zweiteiliges Gebilde aus tabellarischen Karten37 zur Orientierung (Anhang D) und einem Index zur Nachverfolgung der in den Karten abgebildeten Referenzen (Anhang E). Die Karten beinhalten die im Rahmen der Datenbanksuche eingeschlossenen Werke, verorten diese nach zuvor gebildeten Kategorien (siehe Kapitel 3.1.5) und bilden die Evidenzlage zur SK-Praxis ab. Dazu werden auch Bereiche identifiziert, in denen keine wissenschaftlichen Beiträge oder Forschungen gefunden wurden.
Die Werke wurden nach Patientinnen- oder Klientinnengruppen sowie Kontexten geordnet und in Interventionen oder theoretische Grundlagen38 unterteilt. Innerhalb der Rubriken werden die Methoden der SK differenziert dargestellt. Werke, die mehrere Bereiche abdecken, sind mehrfach im Raster aufgeführt. Zur Übersicht werden in folgender Tabelle (Tab. 9) die Karten in Miniaturansicht dargestellt und kurz erläutert.
Kurzbeschreibung und Miniaturabbildung der Karten
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Allgemeine Vorstellung von Interventionen und Haltungen/Konzeptionen der SK-Praxis. Aufgeteilt in Karte: SK-Praxis Generell, Interventionen Teil 1 und 2 (siehe Tab. 22; Tab. 23) und Karte: SK-Praxis Generell, Haltung/Konzeption Teil 1 und 2 (siehe Tab. 24; Tab. 25):
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Interventionen und Haltungen/Konzeptionen der SK-Praxis mit Ausrichtung auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In vier Teilen (Tab. 26; Tab. 27; Tab. 28; Tab. 29):
Interventionen und Haltungen/Konzeptionen (hier dargestellt als H/K) der SK-Praxis mit Ausrichtung auf die Arbeit mit Erwachsenen. In drei Teilen (Tab. 30; Tab. 31; Tab. 32):
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Kontext Klink wird hervorgehoben und findet in der SK Arbeit Berücksichtigung. Dargestellt in Karte: SK-Praxis in der Klinik Teil f und 2 (Tab. 35; Tab. 36):
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 9 Kurzbeschreibung der Karten zu SK-Literatur mitMiniaturabbildung der Karten
Quelle: Eigene Darstellung
4.1.1 Umfang der Karten
Die 97 untersuchten Quellen decken eine breite Palette von Themen und Anwendungsfeldern ab, die die Vielseitigkeit dieses Ansatzes unterstreichen. Die Literatur reicht von spezifischen therapeutischen Interventionen bis hin zu theoretischen Konzepten und umfasst eine Vielzahl von Zielgruppen und Settings. Insgesamt bilden die Karten 55 Arten von SK- Interventionen ab. Dazu gehören Methoden wie die Resonanzbildmethode (vgl. Schmeer 2006a; Kiel 2017; 2020: 148-197), Neuro-Imaginatives Gestalten (NIG) (vgl. Madelung & Innecken 2003; Innecken 2015) und Lösungsorientiertes Malen (LOM®) (vgl. Neumann 2015: 111-119; Sterzer 2018). Jede dieser Interventionen wird in der Literatur ausführlich beschrieben, wobei sowohl die methodische Herangehensweise als auch praktische Anwendungsbeispiele dokumentiert sind.
Parallel zu den Interventionen beinhaltet die Literatur auch ausführliche Gedanken zur Konzeption und Haltung für die Praxis. Hierzu lassen sich insgesamt 33 Ansätze benennen, wovon sich der größte Teil mit den formulierten Interventionen deckt. Doch auch konzeptuelle Ansätze wie die SK-Arbeit als Komposition (vgl. Jahn & Sinapius 2016) oder die erzählende Interaktion (vgl. Reinhardt 2021), die sich nicht in Form konkreter Interventionen zeigen, bieten Modelle zur Integration systemtherapeutischer und kunsttherapeutischer Ansätze in das Arbeitsfeld.
Die untersuchten Quellen decken eine Vielzahl von Zielgruppen ab, darunter Kinder und Jugendliche, Erwachsene, alte Menschen, Familien, Gruppen, Teams und Organisationen sowie ganze Kommunen. Es werden 32 unterschiedliche Themen, Problemstellungen und Diagnosen registriert, mit denen sich Professionelle im Rahmen SK-Arbeit auseinandersetzen. Am häufigsten repräsentiert sind hier die Themen Menschen mit Depression, Trennungsangst, somatischen Beschwerden, erlebtem sexuellem Missbrauch, Trauer und Krebs. Dies zeigt jedoch auch, dass die Anzahl der behandelten Gebiete noch sehr begrenzt ist. Die Breite der Recherche zeigt sich auch durch verschiedene Settings, in denen Systemische Kunsttherapie angewendet wird. Dazu gehören Einzel -, Paar - und Gruppentherapien, familiäre Kontexte sowie klinische und schulische Bereiche. Ein besonderes Feld stellt die SK-Forschung dar, worin sich auch die bisher von Wissenschaftlerinnen erarbeiteten Methoden zur Forschungspraxis in diesem Bereich widerspiegeln. Hier werden 13 verschiedene Ansätze beleuchtet, worunter das UGART-Modell am häufigsten Erwähnung findet (vgl. Schulze 2018; 2019; Schulze-Stampa 2024). Die methodische Diversität der erfassten Literatur reicht von qualitativen Fallstudien über empirische Untersuchungen bis hin zu theoretischen Reflexionen. Dies ermöglicht eine umfassende Betrachtung der systemisch-kunsttherapeutischen Praxis aus verschiedenen wissenschaftlichen Blickwinkeln.
In Anhang F werden die jeweils am häufigsten dargestellten Interventionen und Haltun- gen/Konzeptionen in einer Rangliste dargestellt. Es lässt sich vermuten, dassfamilienorien- tierte Kunsttherapie als Intervention am häufigsten vertreten und am umfassendsten dokumentiert ist. Zur Haltung und Konzeption der SK finden sich am häufigsten unspezifische theoretische Ansätze. Dazu sind Neuro-Imaginatives Gestalten (NIG) und Lösungsorientiertes Malen (LOM®) bedeutende Interventionen, die häufig Anwendung finden und diskutiert werden. Eine hohe Repräsentanz zur Komplementarität von SK-Methoden und zur Interprofessionellen Zusammenarbeit lässt auf ein verbreitetes Interesse in diesen Bereichen schließen. Auch Ansätze wie Dialogisches Gestalten und Analoge Verfahren erscheinen auf der Rangliste, sind jedoch weniger häufig vertreten. Im folgenden Abschnitt wird detaillierter auf die einzelnen Karten eingegangen.
4.1.2 Auswertung der Karten
1. Karte: SK-Praxis Generell
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 10 Häufigkeiten - 1. Karte Quelle: Eigene Darstellung
Mit 115 markierten Feldern enthält diese Karte die meisten Quellen zur SK-Praxis. Der Bereich des therapeutischen und kreativen Schreibens weist die meisten Referenzen auf, erreicht jedoch lediglich einen normalen Empfehlungsgrad, da die Methodik nicht grundsätzlich als analoges39 Verfahren einzuordnen ist. Es wurden zahlreiche SK-Interventionen und Konzeptionen identifiziert, darunter sechs Werke zur allgemeinen Haltung und Konzeption,jeweils drei zu Neuro-Imaginativem Gestalten (NIG) und der Resonanzbildmethode, während die übrigen Interventionen meist nur ein oder zwei Referenzen aufweisen.
Es wurden verschiedene SK-Interventionen und Konzeptionen identifiziert, darunter sechs Werke zur allgemeinen Haltung und Konzeption sowie jeweils drei zur Resonanzbildmethode und zu Neuro - Imaginativem Gestalten (NIG). Die übrigen Interventionen beziehen sich meist auf ein bis zwei Autorinnen. Auffällig sind zahlreiche Lücken, insbesondere in spezifischen Therapiesettings wie Einzel-, Paar-, Gruppen-, Familien - und Kommunalsettings. Mit nur einer empirischen Studie ist die Evidenzbasis unzureichend für verlässliche Indikationen zur SK-Praxis, obwohl 70 Felder Fallbeobachtungen mit positivem Outcome dokumentieren. Diese Karte verzeichnet mit 50 Feldern die meisten Referenzen zu Übersichtsarbeiten, welche sich für einen Einstieg in die Materie eignen. Ein Großteil der Volltexte der Quellen ist nicht frei zugänglich. Es verbleiben zur Empfehlung jedoch fünf Quellen40 sowohl für den Bereich der Konzeption/Haltung als auch den der Intervention:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 11 Höchste Empfehlungzur SK-Praxis Generell41 Quelle: Eigene Darstellung
Studien:
Viviane Sterzer (2018: 8) untersucht in ihrer Dissertation die Wirkweisen, der von Bettina Egger und Jörg Merz entwickelten kunsttherapeutischen Intervention Lösungsorientiertes Malen (LOM®). Dieses Konzept wird im klinischen Setting speziell für Patientinnen mit langanhaltenden psychischen Belastungen angepasst und integriert systemische Prinzipien, die auf Ressourcen und Lösungen fokussieren. Es basiert auf der Solution Focused Brief Therapy (SFBT) von Steve De Shazer und Insoo Kim Berg (vgl. ebd.: 9). Ein wesentliches Merkmal der LOM® im Vergleich zu anderen kunsttherapeutischen Methoden ist der Fokus auf den Eindruck, den das gemalte Bild beim Patienten hinterlässt, anstatt auf der Darstellung innerer Zustände. Ziel ist es, belastende Erinnerungen durch neue, weniger bedrohliche Bilder in den Hintergrund zu drängen und emotional zu verarbeiten (vgl. ebd.: 7). Die Wirkweisen im klinischen Kontext werden unter 6. Karte: SK-Praxis in der Klinik beschrieben. Da die LOM® systemische Prinzipien nutzt, sich jedoch nicht eindeutig als systemischer Ansatz positioniert, erhält sie eine gelbe Empfehlung.
Da sich in diesem Abschnitt keine weiteren empirischen Studien finden, soll hier auf die Arbeit von Constanze Schulze (2004) als Grundlagenwerk hingewiesen werden. Diese bietet mit ihrer Dissertation ein theoretisches Rahmenwerk zur Integration systemischer und kunsttherapeutischer Ansätze. Der Umfang ihrer literarischen Studie umfasst detailliert SK- Ströme und verzeichnet die bis dato bekannten Konzepte zur Implikation der SK in der Praxis. Auf mehr als 50 Seiten werden von einem SK-Forschungsansatz bis hin zu systemischkonstruktivistischen Sichtweisen, Methoden und Verfahren sowie Orientierungen für die SK aufgeführt(vgl. ebd.: 147-194).
2. Karte: SK-Praxis mitKindern undJugendlichen
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 12 Häufigkeiten - 2. Karte Quelle: Eigene Darstellung
Die Werke zur SK-Praxis mit Kindern und Jugendlichen zeigen eine breite thematische Streuung, die sich durch zahlreiche Diagnosen und Problemstellungen auszeichnet. Diese Vielfalt verdeutlicht gleichzeitig einen erheblichen Forschungsbedarf, erkennbar an den vielen Lücken. Die Karte ist in vier Settings (Allgemein, Einzel, Familie, Gruppe) unterteilt, wobei das Setting Familie die meisten Problemlagen und Krankheitsbilder umfasst. In 47 Feldern mit hohem Empfehlungsgrad, darunter fünf frei zugängliche Quellen, wird auch eine breite Auswahl an Interventionen sichtbar.
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 13 Höchste Empfehlung SK-Praxis mit Kindern und Jugendlichen Quelle: Eigene Darstellung
Studien:
Auch auf dieser Karte dominieren theoretische Arbeiten und Fallberichte. Für den Bereich Kinder und Jugendliche stehen lediglich zwei Studien zur Verfügung, die auch in der 6. Karte: SK-Praxis in der Klinik beschrieben werden.
Ortiz et al. (2018) verorten ihren Ansatz in der Familientherapie, wobei Eltern von krebserkrankten Kindern und Jugendlichen aktiv einbezogen werden. Angesichts der besonderen Belastung durch eine solche Diagnose, die das gesamte Familiensystem betrifft, betonen sie die Bedeutung der Eltern als zentrales Unterstützungssystem: „Aktives Einbinden der Familie als System in supportive psychosoziale Angebote wirkt sich [...] möglicherweise positiv auf die Diagnoseakzeptanz und Krankheitsbewältigung aus“ (ebd.: 529). Die Anwendung eines solchen Konzeptes existierte laut Ortiz et al. in der pädiatrischen Onkologie bis dahin noch nicht (vgl. ebd.: 537)42
Eltern und Kinder arbeiten parallel in separaten Räumen mit jeweils eigenen Kunsttherapeutinnen an bildnerischen Aufgaben, die sich über acht Sitzungen progressiv an den Zielstellungen der S3-Leitlinie zur psychosozialen Basisversorgung in der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie orientieren. Ergänzend werden in Zusammenarbeit mit Familientherapeutinnen Gespräche zu Beginn und Ende der Sitzungen geführt. Die Kombination aus nonverbalem künstlerischem Ausdruck und verbaler Reflexion soll die Verarbeitung der emotionalen Belastungen durch die Krankheit fördern, wobei die künstlerischen Methoden an die motorischen und kognitiven Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen angepasst sind (vgl. ebd.: 531-532). Die detaillierte Methodenbeschreibung zeigt eine klare Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Zielgruppe, und die hohe Zufriedenheit der Teilnehmerinnen deutet auf eine gute Akzeptanz der Methode hin. Positive Rückmeldungen belegen eine emotionale Entlastung und eine verbesserte Wahrnehmung von Bedürfnissen und Ängsten. Die geringe Stichprobe von acht Familien, hohe Abbruchraten und ein niedriger Rücklauf der Fragebögen schränkenjedoch die Generalisierbarkeit der Ergebnisse ein, zumal auch eine Kontrollgruppe fehlt, um die spezifischen Effekte der Kunsttherapie im Vergleich zu anderen Interventionen zu isolieren (vgl. ebd.: 536).
Meschke und Weitkamp (2021) untersuchen anhand von Interviews mit einer kleinen homogenen Stichprobe die Erfahrungen von Jugendlichen mit SK in einem psychiatrischen und psychotherapeutischen Setting. Sie stellen dar, dass sich die SK noch in der Entwicklung ihrer Theoriebildung befindet und künstlerische Medien als zentrale Ausdrucksformen nutzt, während sie systemische Prinzipien wie Dezentrierung, Ressourcen- und Lösungsorientierung sowie systemische Gesprächsführung integriert (vgl. ebd.: 109-111). Die Berichte der Jugendlichen zeigen, dass die Systemische Kunsttherapie ihnen ermöglicht hat, Emotionen und innere Konflikte zu externalisieren und zu reflektieren. Dies erfüllt entwicklungspsychologische Bedürfnisse wie Identitätsbildung, emotionalen Ausdruck und soziale Interaktion, die im Jugendalter besonders relevant sind (vgl. ebd.: 113-119). Die begrenzte Stichprobe und der Fokus auf weibliche Jugendliche schränken die Übertragbarkeit der Ergebnisse ein, insbesondere im Hinblick darauf, wie Jungen oder Jugendliche mit anderen psychischen Störungen auf das Konzept reagieren würden. Größere und diversere Stichproben wären erforderlich, um die Ergebnisse breiter zu validieren. Gleichzeitig ermöglichte die homogene Gruppe eine detaillierte Untersuchung spezifischer Themen (vgl. ebd.: 112).
In ihrer Fallstudie beschreibt Weberndorfer (2022: 22-25) eine Vorgehensweise, bei der zusätzliche Quellen zurate gezogen werden, um ein stigmatisiertes Krankheitsbild wie Legasthenie umfassend aus systemischer Perspektive zu analysieren. Auf dieser Grundlage wird eine kunsttherapeutische Herangehensweise entwickelt und konzipiert.
3. Karte: SK-Praxis mitErwachsenen
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 14 Häufigkeiten - 3. Karte Quelle: Eigene Darstellung
Die Karte ist nach vier Settings unterteilt: Allgemein, Einzel, Familie und Gruppe. Diese sind in insgesamt 15 Untergruppen geteilt, welche die verschiedenen Zielgruppen nach ihrer Diagnose oder ihrem Thema anordnen. Das Setting Einzel enthält mit 11 Untergruppen die meisten Diagnosen/Themen. Damit repräsentiert diese Karte die zweithöchste Diversität an angesprochenen Zielgruppen. Zu vermerken ist jedoch, dass sich in den jeweiligen Spalten meist nicht mehr als eine Quelle findet und im Bereich Konzeption/Haltung nur zwei Ansätze (NIG und Methodische Kunsttherapie) belegt sind. Das NIG und das LOM ® sind mit jeweils zwei Autorinnen am häufigsten referenziert. Vier der Werke mit hohem Empfehlungsgrad sind frei zugänglich und es finden sich zwei Studien.
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 15 Höchste Empfehlung, Karte: SK-Praxis mitErwachsenen Quelle: Eigene Darstellung
Studien:
Birgit Naphausen und Angelika Neuert (2017: 203) untersuchen eine kunsttherapeutische Intervention, die systemische und kunsttherapeutische Ansätze kombiniert. Sie nutzen dabei ein strukturiertes Interventionsprogramm, das sich an den Behandlungszielen der Nationalen Versorgungsleitlinie für unipolare Depression (S3-Leitlinie) orientiert (vgl. ebd.: 198). Die DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde; Herausgeberin der S3-Leitlinie) bewertet randomisiert kontrollierte Studien (RCT)43 wie diese als qualitativ sehr hochwertige Evidenz in der medizinischen Forschung (vgl. Gühne et al. 2019: 9). Die Methode zielt darauf ab, typische Symptome von Erwachsenen mit unipolarer Depression zu behandeln, indem sie Ressourcen und Fähigkeiten reaktiviert, Zugang zu Gefühlen fördert und Zukunftsperspektiven entwickelt - Aspekte, die insbesondere für Patienten mit längerer Krankheitsgeschichte relevant sind (vgl. Naphausen & Neuert 2017: 203-205). Spezifische Konzepte für diese Altersgruppe werden nicht hervorgehoben, jedoch bietet die 6. Karte: SK-Praxis in der Klinik eine detailliertere Betrachtung der Studienkonzeption im klinischen Kontext und des Krankheitsbildes.
Auf Sterzer (2018) wird in 1. Karte: SK-Praxis Generell und 6. Karte: SK-Praxis in der Klinik näher eingegangen, da die Methodik und Konzeption keinen klaren Bezug zu den spezifischen Anforderungen der Zielgruppe Erwachsene erkennen lassen.
4. Karte: SK-Forschung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 16 Häufigkeiten - 4. Karte Quelle: Eigene Darstellung
Der Bereich systemisch-kunsttherapeutischer Forschung stellt ein gesondertes Feld in der therapeutischen Praxis dar, welches in Anbetracht des hohen Bedarfs an Evidenz, sowohl für die Kunsttherapie als auch für die SK-Praxis einen hohen Stellenwert einnimmt. Hier werden Arbeiten aufgeführt, welche sich theoretisch und praktisch mit der Konzeption und Erprobung von SK-Forschungsmethoden befassen. Die Karte weist insgesamt 16 belegte Felder auf, die in drei Abschnitte unterteilt sind:
1. Befund/Diagnose/Evaluation
2. Dokumentation
3. Forschung allgemein
Charakteristisch für die Praxis in diesem Bereich scheint eine Ausrichtung auf die Kunsttherapie als Forschungsgegenstand unter Berücksichtigung systemtheoretischer Faktoren zu sein (vgl. Ganter-Argast et al. 2019; Müller 2020; Schulze-Stampa & Schmid 2020).
Studien:44
Jürgen Kriz (2011) diskutiert Wissenschaftlichkeit und Forschungsmethodik in der Kunsttherapie, wobei die Prinzipien der Systemtheorie eine adäquate Basis für die Methodologie darstellen sollen (vgl. ebd.: 15-18). Das Einbeziehen dieser Prinzipien kann Forschungskontexte und Fragen fördern oder neue hervorbringen. Kriz plädiert dafür, die für künstlerische Therapien charakteristische Kreativität und Ganzheitlichkeit auch in den Forschungstechniken zu bewahren, frei von den Beschränkungen traditioneller westlicher Wissenschaftsideologien (vgl. ebd.).
Die Dissertation von Constanze Schulze (2004) untersucht die Kunsttherapie aus einer systemisch-konstruktivistischen Perspektive und betont die Bedeutung der Entwicklung wissenschaftlich konsensfähiger Kriterien zur Ergebnisbewertung. Dabei stehen die Auswahl passender Evaluationsmethoden und die Klärung von Wirksamkeitsfragen im Fokus (vgl. ebd.: 148-154). In ihrem späteren Werk hebt Schulze (2019) die Herausforderung hervor, Evidenzen für die Kunsttherapie nachzuweisen, da die Vielschichtigkeit der Interventionen Effekte schwer beschreibbar, reproduzierbar und nachweisbar macht (vgl.: 262). Sie betont, dass kunsttherapeutische Gruppen durch das gestaltete Werk eine zusätzliche kommunikative Komponente erhalten, was aus systemischer Sicht einen neuen Fokus auf Forschungsmodelle zu Interaktions- und Kommunikationsprozessen nahelegt (vgl. ebd.: 263-264). Aus diesen Anforderungen entwickelt sie das UGART-Modell, das durch eine differenzierte Analyse von Interaktionswegen überzeugt und sich in der Praxis unter verschiedenen Gesichtspunkten bewährt:
4. Anschlussfähigkeit an systemische Psychotherapieforschung und interdisziplinäre Forschungsfelder
5. Genauere und fokussierte Reflexion kunsttherapeutischer Praxis
6. Förderung der Anschlussfähigkeit von Kunsttherapie in multiprofessionellen Teams 4. Evaluation im Rahmen von Ausbildung und Professionalisierung sowie Fall-Supervision (vgl.: 268)
Zur Implementierung des Modells als Forschungsinstrument stehen laut Schulze (2019) jedoch noch weitere Maßnahmen zur Validierung aus (vgl. ebd.).
5. Karte SK-Praxis mit altenMenschen
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 17 Häufigkeiten - 5. Karte Quelle: Eigene Darstellung
Diese Karte stellt mit nur zwei Referenzen den unterrepräsentiertesten Bereich der SK-Praxis dar. Es finden sich hier keine ausgeführten Konzepte zur Arbeit mit Menschen über 65- Jahren und die Quellen erreichen nur einen normalen Empfehlungsgrad. Einer der Volltexte (Kersken 2020) ist frei zugänglich. Die Autorin kombiniert kunsttherapeutische Übungen mit systemischen Methoden, wie beispielsweise zirkulären Fragen und Aufstellungsarbeit, um eine wechselseitige Ergänzung der Ansätze zu erzielen. Sie beschreibt diesen Ansatz als integrativ. Es werden in dieser Arbeit keine Zielgruppen definiert. Da die beinhaltete Fallstudie sich jedoch auf die Arbeit mit einer Person im Alter von 66 Jahren konzentriert, wurde die Referenz der Karte beigefügt.
Hölzle und Jansen (2011: 209-272) präsentieren Buchbeiträge, die auch die Arbeit mit älteren Menschen thematisieren. Jedoch wird dabei nur wenig Bezug zu SK-Ansätzen hergestellt, weshalb eine klare Indikation fehlt. Dies verdeutlicht den erheblichen Forschungsbedarf im Bereich der Arbeit mit älteren Menschen, insbesondere im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen.
6. Karte: SK-Praxis in der Klinik
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 18 Häufigkeiten - 6. Karte Quelle: Eigene Darstellung
In dieser Karte sind 24 Felder verzeichnet, welche sich klinischer Arbeit zuordnen lassen und einen gewissen Bezug zwischen der SK-Arbeit und diesem besonderen Umfeld herstellen. Außer Ludewig (2003) finden alle verzeichneten Referenzen auch in anderen Karten Erwähnung. Eine Besonderheit ist, dass diese Karte mit ihrer proportional geringen Größe die meisten Studien und die meisten frei zugänglichen Werke mit hohem Empfehlungsgrad beinhaltet.
Gölz 2008
Wanke 2008
Naphausen & Neuert 2017 Ortiz et al. 2018
Neyenhuys 2021
Meschke & Weitkamp 2021
Sterzer 2018
Tab. 19 Höchste Empfehlung zu SK-Praxis in der Klinik Quelle: Eigene Darstellung
Die Konzeption einer interprofessionellen Zusammenarbeit der Kunsttherapie in multiprofessionellen Arbeitsfeldern aus systemischer Perspektive weist die meisten Quellen auf (vgl. Ludewig 2003; Spreti et al. 2018: 401-410; Schulze-Stampa & Schmid 2020; Neyenhuys 2021; Schulze-Stampa 2024). Kurt Ludewig (2003) beschreibt die Entwicklung dieses spezifischen Behandlungskonzepts zum Umgang mit Anorexia Nervosa auf einer jugendpsychiatrischen Station. Es wurde aufgrund steigender Patientenzahlen und kollabierender Teamarbeit entwickelt, um eine reibungslose, individuell angepasste Behandlung zu ermöglichen. Es kombiniert somatische, psychische und interaktionelle Ansätze in einem ,trifoka- len‘ systemischen Rahmen (vgl. ebd.: 165-166). Der Text erwähnt den Einbezug von Kunsttherapie lediglich am Rande und erhält daher nur einen normalen Empfehlungsgrad, erscheint aber als inhaltlich wertvoll für das Verständnis systemischer Zusammenarbeit unter Einbezug der Kunsttherapie.
Studien:
Auch die Studie von Neyenhuys (2021) hebt die Kunsttherapie im Rahmen ihrer Untersuchung nicht explizit hervor, zeigt jedoch, dass aus systemischer Sicht, in psychiatrischen Kliniken ein erhebliches Potenzial für die Kooperation von Fachtherapien besteht. Dieses Potenzial könne durch gezielte Maßnahmen weiter verbessert werden, um die gemeinsame Entscheidungsfindung und partnerschaftliches Handeln zu fördern (vgl. ebd.: I).
Ortiz et al. (2018) untersuchen die Wirkweisen familienorientierter Kunsttherapie für krebskranke Kinder, Jugendliche und deren Eltern im Akutkrankenhaus (siehe auch 2. Karte: SK-
Praxis mit Kindern und Jugendlichen). Die Intervention wurde speziell für den stationären Kontext konzipiert, wobei die Verfügbarkeit der Patientinnen, die Integration der Sitzungen in den Klinikalltag, der fehlende Kunsttherapieraum, der fragile gesundheitliche Zustand der Zielgruppe und medizinische Behandlungen besondere organisatorische Herausforderungen darstellen (vgl. ebd.: 537).
Das Forschungsteam zeigt Flexibilität, indem es die Anzahl der Sitzungen an die Aufenthaltsdauer der Patientinnen anpasst, was angesichts variabler Krankenhausaufenthalte essenziell ist. Zudem wird unter Beachtung klinischer Sicherheitsstandards auf eine geeignete Materialwahl für immunsupprimierte Patientinnen geachtet (vgl. ebd.: 532). Die organisatorischen und logistischen Herausforderungen im Klinikalltag werfen jedoch Fragen zur Umsetzbarkeit auf und verdeutlichen, dass die Methode an die spezifischen Bedingungen jeder Klinik angepasst werden muss, was ihre Übertragbarkeit auf andere Einrichtungen einschränken könnte.
Meschke und Weitkamp (2021) untersuchen die Erfahrungen von vier 16- bis 18-jährigen Jugendlichen mit Diagnosen wie PTBS, Angststörung und Depression im Rahmen der SK. Die Jugendlichen nahmen jeweils an mindestens zehn SK-Sitzungen teil und wurden von den Autorinnen zu ihren Erfahrungen befragt. Die Interviews wurden in zwei kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken mit systemischem Schwerpunkt durchgeführt, wobei die SK in einen bestehenden systemischen Behandlungsrahmen eingebettet war. Detaillierte Angaben dazu, wie klinische Rahmenbedingungen wie Zeitdruck, institutionelle Abläufe oder die interdisziplinäre Zusammenarbeit die Durchführung der SK beeinflussen, fehlen jedoch (vgl. ebd.: 111).
Es fehlen zudem Informationen darüber, wie die SK konkret auf die Behandlung der spezifischen Störungen der Jugendlichen abgestimmt wird, einschließlich ihrer Integration in den Gesamtbehandlungsplan oder spezifischer Anpassungen an klinische Bedingungen. Die Autorinnen ziehen jedoch Vergleiche mit bestehenden Methoden wie dem IDEC® (vgl. Eberhard & Knill 2010) und anderen Studien heran, um die Potenziale von SK-Ansätzen, insbesondere hinsichtlich des emotionalen Ausdrucks und der Entwicklung von Lösungsstrategien, hervorzuheben.
Die Studie von Naphausen und Neuert (2017) wurde in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie durchgeführt und untersuchte die Anwendung kunsttherapeutischer Interventionen während der Eindosierungsphase von Antidepressiva. Die Intervention, bestehend aus acht strukturierten Gruppensitzungen zur Behandlung zentraler Symptome unipolarer Depression, zeigte in einer kontrolliert randomisierten Studie mit 66 Teilnehmenden signifikant bessere Ergebnisse gegenüber einer freien Malgruppe (vgl. ebd.: 198, 203).
Dass die Intervention als Methodische Kunsttherapie bezeichnet wird, liegt daran, dass laut den Autorinnen in bisherigen Studien eine unzureichende methodische Konzeption bemängelt wurde (vgl. ebd.: 202). Das Konzept für die in der Studie angewendete Kunsttherapie bringt daher „Methoden der objektfreien und gegenständlichen Bildsprache zur Anwendung, die [...] auf der Grundlage von neuropsychologischen, verhaltenstherapeutischen, systemischen, psychotherapeutischen, kreativitätstheoretischen und phänomenologischen Theorien und Erkenntnissen entwickelt wurden“ (ebd.: 203).
Ein zentraler Aspekt der verwendeten Methode in dieser Studie bildet die zielorientierte Prozesssteuerung. Kunsttherapeutische Interventionen sollen dazu motivieren, persönliche Veränderungswünsche und -motivation zu entdecken und auf intuitive Weise neue Gefühls-, Einstellungs- und Handlungsalternativen zu finden, die problematische Verhaltensmuster durch heilsame Optionen erweitern. Zusätzlich soll der Fokus auf Lösungsmöglichkeiten geschärft und alternative Verhaltensweisen kreativ ausprobiert werden (vgl. ebd.: 202).
Die Gestaltung der Sitzungen ist darauf ausgerichtet, mit häufig wechselnden Teilnehmerinnen im klinischen Umfeld effektiv zu arbeiten. Hierbei werden ökonomische und zeitliche Rahmenbedingungen sowie ein ressourcenorientierter Ansatz berücksichtigt. Die Autorinnen identifizieren dabei drei zentrale Faktoren, die die Konzeption der kunsttherapeutischen Methode leiten:
1. Die strukturellen Rahmenbedingungen des Kliniksettings
2. Die Behandlungsziele entsprechend des Krankheitsbildes
3. Die Wiederholbarkeit (vgl. ebd.)
Die Studie von Sterzer (2018) hebt sich durch die Langzeitnachverfolgung von Patientinnen mit affektiven Störungen und Depressionen über bis zu 57 Monate hervor, wodurch die Nachhaltigkeit der positiven Effekte der LOM® untersucht werden konnte. Die Behandlung durch eine einzige Therapeutin, sowie die Nutzung eines detaillierten Therapiemanuals und strukturierter Flowcharts gewährleisten eine konsistente Methodenanwendung und erhöhen die Validität und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse (vgl. ebd.: 16, 25-26).
Ein Hauptmanko der Studie ist das Fehlen einer Kontrollgruppe sowie die nicht-randomi- sierte Durchführung, wodurch die Aussagekraft eingeschränkt wird, da alternative Erklärungen für die beobachteten Effekte nicht ausgeschlossen werden können. Dennoch zeigt die Studie, dass LOM® flexibel in klinischen, insbesondere psychiatrischen Kontexten, anwendbar ist und in kurzer Zeit signifikante Veränderungen ermöglicht, was ihren Wert für den Einsatz in akuten und chronischen Situationen unterstreicht.
Zusammen mit Sterzer (2018) sowie Meschke und Weitkamp (2021) finden sich drei Studien, die im klinischen Bereich mit Depression Erfolge in der Integration systemischer und kunsttherapeutischer Ansätze in der Praxis verbuchen. Im folgenden Unterkapitel werden die Ergebnisse der Expert:innenbefragungen präsentiert, um alternative Perspektiven zur Literatur hinsichtlich der SK-Praxis einzubeziehen und zu ergänzen.
4.2 Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse
Anhand der Interviews konnten Erkenntnisse dahingehend gewonnen werden, was die Expertinnen unter der Integration systemischer und kunsttherapeutischer Ansätze in der Praxis verstehen. Neben den Rahmenbedingungen einer solchen Therapieform, wurde ebenfalls die daraus resultierende Professionalität beschrieben. Zudem ging es um theoretische und methodische Grundlagen einer SK-Arbeit (siehe Abb. 15).
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Im Folgenden werden die Ergebnisse der Interviews beschrieben. Dabei werden die erhobenen Informationen der priorisierten Themen (siehe Abb. 15) der SK-Praxis diskursiv schriftlich zusammengefasst. Hierbei dienen die wörtlichen Zitate der Befragten als Referenz. Die sekundären Themen (siehe Abb. 15) finden in Form von Tabellen in Anhang N Berücksichtigung. Die sozialdemographischen Daten der Studienteilnehmerinnen befinden sich in Anhang O, Tab. 53.
4.2.1 Rahmenbedingungen
In diesem Unterkapitel werden die Rahmenbedingungen für die Verbindung von systemischer und kunsttherapeutischer Arbeit gesteckt. Es werden zentrale Aspekte wie Indikationen, Herausforderungen und sekundäre Themen (Setting, Zielgruppen und Kontraindikation)45 beschrieben, die den Einsatz und die Wirksamkeit der Ansätze in verschiedenen Kontexten beeinflussen.
4.2.1.1 Indikation/Bedarf
In den durchgeführten Interviews zeigen sich mehrere zentrale Aspekte, die eine Verknüpfung von SK-Ansätzen in der Praxis als sinnvoll erscheinen lassen. Ein wesentliches Motiv ist die Notwendigkeit, eingefahrene Muster zu durchbrechen:
IP3: Ja, geht esja darum [...] Selbstwirksamkeitserfahrungen zu machen, eingefahrene Muster zu irritieren oder vielleicht auch heilsam zu verstören. So also eine neue Erfahrung, zu einer neuen Erfahrung einzuladen. (Transkript IP3, Pos. 72)
IP4: um Muster zu unterbrechen, glaube ich, kann das auch ganz hilfreich sein. Also so Gedankenmuster, um die Perspektive auch einfach noch mal zu wechseln oder eine andere Perspektive plötzlich vor Augen zu haben. (10) Und um auch Dinge noch mal sichtbar zu machen, die vielleicht nicht so sichtbar sind, wenn man nur darüber spricht. Gerade was so zum Beispiel Familienkonstellationen oder Dynamiken angeht. (Transkript IP4, Pos. 66)
Als hinderlich dafür erweisen sichjedoch sprachliche Barrieren, welche durch verbale Methoden nicht überbrückt werden können. Wo die Sprache versagt, greifen alternative kreative Zugänge:
IP3: Starke Eindrücke brauchen Ausdruck und kreative Zugänge oder auch andere systemisch methodische Zugänge, die wir haben, bietenja etwas an, eine einen Eindruck in einen Ausdruck zu bringen. [...] Menschen erleben so viel, was sich in Sprache nicht transportieren lässt [...], da reichen die Worte nicht hin. Dafür haben wirja künstlerische Methoden. (Transkript IP3, Pos. 91)
Jedoch sind nicht nur Erfahrungen, welche die sprachlichen Möglichkeiten übersteigen, problematisch. Es werden darüber hinaus sowohl kognitive Einschränkungen als auch soziale Bedingungen genannt, die Alternativen zur Sprache erfordern (vgl. Transkript IPl A, Pos. 26; Transkript IP5 A, Pos. 38). Betroffen seien hiervon Menschenjeglichen Alters.
IP2: und auch für Kinder, für die einfach Sprache ein Problem ist. [...] Wenn der Gesprächsteil der hauptsächliche Teil ist, dass sie da immer wieder mit ihren Schwächen konfrontiert werden. Und wenn Sie malen und basteln dürfen, dann können Sie eigentlich nur Ihre Stärken präsentieren. (Transkript IP2, Pos. 53)
Während jüngere Kinder noch in der Sprachentwicklung mit Hürden konfrontiert sind, beginnen ab dem Jugendalter Rationalität und Kopflastigkeit zu einem Hindernis zu werden:
IP1: Also, wenn man da so rational ist, wenn es immer so logische Erklärungen gibt, wo ich das, wenn ich das Bedürfnis habe, ja, das ist doch irgendwie viel mehr als
das und ich würde mir, ich wünsche mir irgendwie als, als Idee da könnte, könnte mehr Gefühl reinkommen. (Transkript IPl A, Pos. 24)
Damit zeigt sich ein Bedarf hin zur Förderung emotionaler Prozesse, von Perspektivwechsel und der Sichtbarmachung von Ressourcen durch kreative Methoden:
IPl: Dann ist es glaube ich eher so was, wo ich schnell dahin komme, dass ich denke, naja, irgendwie wäre es gut, die in einen nonverbalen Prozess zu kriegen, hin zu mehr Kreativität und damit ganz gute Erfahrungen gemacht, dass sie ja vielleicht noch mal anders mit sich in Kontakt kommen und Dinge beobachten können und sichtbar machen können und erlebbar machen können. (Transkript IPl A, Pos. 24)
Nonverbale Prozesse spielen hierbei für die Befragten nicht nur eine Rolle für die Kommunikation des Erlebens der Klientinnen, sondern auch für die Entlastung und Lösung psy
chischer Blockaden:
IP5: Hat glaube ich, 45 Minuten gemalt. Ich habe immer alles für sie aufgeräumt. Das fand sie total schön, dass sie da auch so ein bisschen so einen Raum hat, sich fallen zu lassen, wo sie einfach erstmal so sein kann und angenommen wird. Und das hat glaube ich einfach erstmal so ein bisschen Entlastung und Druck von ihr genommen, dass das auch in Ordnung ist, solche Gedanken und Gefühle zu haben und dass es jemanden gibt, der da nicht sofort in die Bewertung geht. (Transkript IP5 A, Pos. 19)
IP3: Und dann kommt noch was und noch was und dann wiederholt sich was. Macht ja nichts. Und plötzlich kommt doch noch ein neuer Aspekt. Zu dem kämen wir nicht, wenn wir darüber reden würden. (Transkript IP3, Pos. 83)
Dabei scheinen insbesondere ein Rahmen frei von Bewertung und das Anstoßen von Prozessen erforderlich, um Klientinnen zu mehr Selbstwirksamkeit/Selbstermächtigung zu verhelfen.
IP5: Naja, also den Klienten fehlt [...] zum einen Eigenverantwortung, zum, zu anderem auch Selbstwirksamkeit im Prozess. Diese beiden Komponenten nehme ich Ihnen natürlich weg oder ab,je nachdem, wie man es definiert, wenn ich in so einem klassischen sozialarbeiterischen Rahmen arbeite, wo ich Lösungen präsentiere für mir geschilderte Probleme und sie die Dinge nicht selbst erarbeiten lasse. (Transkript IP5 B, Pos. 18)
IP3: Und darüber kommen wir sehr schnell oder kommen mein, mein Klientel sehr schnell in diese Zwischenwelt des, des Papiers, wo sie mit sich selbst im Dialog sind. Und manchmal sagen sie hinterher ,das ist aber schlau, was Sie mir gerade gesagt haben‘. Dann sage ich nee, gucken Sie mal, lesen wir durch. Haben Sie sich
doch gesagt. Ach ja. Also die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. (Transkript IP3, Pos. 51)
Jedoch ist ein Zugang der Klientinnen zu ihrer Kreativität und Ressourcen für die Befragten keineswegs selbstverständlich:
IP4: Ich glaube, dass auch jeder Mensch einen Zugang zur eigenen Kreativität hat. Manche sagen ja, ich bin ja gar nicht kreativ, ich kann das nicht. Ich glaube, dass dieser Zugang, dass es jeder Mensch hat und dass auch der einfach manchmal gefunden werden muss, vielleicht oder wieder auf-, wiederentdeckt werden muss. (Transkript IP4, Pos. 117)
IP4: Also oft geht esjain Therapie oder Beratung um Veränderungen und um Veränderungsprozesse, (...) die begleitet werden. (5) Und wozu es Ideen, Ressourcen usw. bedarf, die manchmal aber noch nicht sichtbar. Also die ja da sind, aber irgendwie noch, noch nicht sichtbar oder irgendwie verborgen sind. (Transkript IP4, Pos. 99)
Dies zeigt, dass Bedingungen geschaffen und aufrechterhalten werden müssen, die förderlich dafür sind, dass die Klientinnen in Kontakt mit sich selbst treten können, um in heilsame Prozesse einzusteigen. Zuletzt wird von IP3 kritisiert, dass in der therapeutischen Arbeit die Selbstachtsamkeit und Selbstfürsorge häufig vernachlässigt werden, während sie elementare Bestandteile der Profession sind (vgl. Transkript IP3, Pos. 93). Hierbei rät IP3 zur Anwendung der Methoden (z. B. Schreiben) auf die praktizierenden Personen selbst, um belastende Erfahrungen zu kompensieren (vgl. ebd.).
4.2.1.2 Grenzen/Herausforderungen
Die Expertinnen berichten von Grenzen und Herausforderungen, die es in der SK-Praxis zu bewältigen gibt. Ein zentraler Punkt ist die Anschlussfähigkeit der SK-Ansätze. Während Systemische Therapie häufig durch komplexe Fragestellungen und Gedankenspiele irritiert, sind kunsttherapeutische Ansätze oft abstrakt und erfordern eine gewisse Offenheit bei den Klientinnen sowie im interprofessionellen Umfeld. Bei einer Verbindung dieser Ansätze kann es hierdurch zur Überforderung der Beteiligten kommen:
IP1: Als ich vor kurzem mal in der MFT [Multifamilientherapie], haben wir eine Situation gemacht, da habe ich etwas sehr Kreatives mit denen angestoßen. [...] Da waren alle überfordert mit der Situation. Die haben gedacht oh Gott, was ist das denn? Das war zu abstrakt, glaube ich. [...] Ich mache das mit einer Pädagogin zusammen. Wir arbeiten schon längere Zeit als Team auch zusammen. Und ich habe
festgestellt okay, für die ist das auch schon ganz schön verrückt jetzt hier gerade und für mich war das was ganz Normales. Und dann habe ich gedacht, vielleicht muss ich nochmal einen Gang zurückschalten und sagen Naja, ich muss dieja auch erstmal irgendwo abholen. (Transkript IPl A, Pos. 44)
Zwar erweisen sich künstlerische Formen des Ausdrucks bei sprachlichen Schwierigkeiten, wie oben bereits erwähnt, als hilfreich, doch mit rein kunsttherapeutischen Herangehensweisen stoßen die Expertinnen auf Grenzen:
IP2: Ich würde schon sagen, so Kunsttherapie bzw. das künstlerische Tun ist irgendwas, was ich so sehr stark in mir verinnerlicht habe und so diese Neugier, das systemische Denken dann noch zu verknüpfen, um noch mehr Anschlussfähigkeit glaube ich aufzubauen. (Transkript IP2, Pos. 10)
Dies liegt unter anderem daran, dass bei Klientinnen häufig Hemmungen wahrgenommen werden, künstlerisch zu arbeiten, so beispielsweise im Schulkontext:
IP5: Also ein weißes Blatt ist immer sehr angsteinflößend, habe ich festgestellt. Und die, oh, ich muss dajetzt was anfangen. [...] Dann sind wir erstmal bei der Debatte, Ich kann nicht malen, ich kann nicht zeichnen. Also wie sie das aus der Schule vom Bewertungskontext her kennen. (Transkript IP5 A, Pos. 32)
Daneben ist auch der systemische Ansatz auf verbaler Ebene mit Hindernissen verbunden, welche ein bestimmtes sprachliches Niveau voraussetzen:
IP5: Man kann nicht alles eins zu eins bei jedem anwenden. Also da merke ich schon, dass gerade junge Menschen oder auch überhaupt auch Eltern oder Schüler, die ich in der Beratung habe, die verstehen manchmal die Fragestellungen nicht, weil sie einfach die sprachlichen Fähigkeiten nicht haben und da stößt die Systemik für mich an ihre Grenzen. (Transkript IP5 B, Pos. 13)
Insbesondere das Thema Bewertung scheint eine beträchtliche Rolle zu spielen, wenn es darum geht, in künstlerische Prozesse einzusteigen. Eine leistungsorientierte Gesellschaft in welcher Menschen bereits in ihrer frühsten Kindheit eine Bewertung ihres Verhaltens erfahren, erweist sich bei dem Einsatz künstlerischer Medien als eine Ursache für Hemmungen:
IP4: Also eine Herausforderung ist tatsächlich immer [...] diese Blockaden abzubauen. Ähm, ja, wenn Kinder dann sagen, ja, ich kann das nicht und ich bin also, wenn sie da gar nicht rauskommen aus diesem das wird bewertet, was ich mache. Das ist irgendwie so eine Herausforderung, finde ich da eine ja, das so abzubauen, diese, dieseLeistungserwartungen. (TranskriptIP4, Pos. 119)
Ziel- und Auftragsklärung werden als Zweck positive Ergebnisse herbeizuführen und als eine Art Symptom dieser Leistungsorientierung betrachtet. Daher werden sie in der Verbindung der Ansätze teilweise als kontraproduktiv wahrgenommen und kritisch hinterfragt:
IPl: Ich kenne das so, dass man in der systemischen Weiterbildung ja auch immer von Smart Zielen spricht und so Ziel und Auftragsklärung. Das finde ich auch irgendwie wichtig und bedeutsam und gleichzeitig naja, wenn ich, wenn ich zu smart meine Ziele setze, dann ist das auch schon sehr stark auf das fokussiert, was dahinter bei rauskommen soll. Und das könnte so alte Denkgewohnheiten und Strukturen und Muster irgendwie aufrechterhalten. (Transkript IPl B, Pos. 10)
IP2: Ich glaube, diese nicht eindeutige Auftragsklärung macht es auch für alle Beteiligten manchmal ein bisschen schwammig. So, das ist eine Challenge, vielleicht auch eine Schwäche, aber möglicherweise auch eine Chance, weil dadurch (4) ja erstmal Zeit gegeben wird, um überhaupt zu sehen, habe ich ein Problem oder habe ich gar kein Problem oder habe ich eigentlich ein Anliegen? Also, sozusagen die Zeit davor zu haben, zu überlegen, ob ich überhaupt ein Anliegen habe oder, oder überhaupt eine Auftragsklärung machen möchte. (Transkript IP2, Pos. 139)
Da die Kunsttherapie den Prozess über das Ergebnis betont, besteht die Sorge, dass künstlerische Methoden nicht ernstgenommen werden. Da die Herangehensweisen schwer präzise zu definieren sind, ist ihre Reproduzierbarkeit eingeschränkt. Dies läge, so IP2, auch an den unterschiedlichen Kunsttherapie-Schulen und Generationen von Schulabgängern, welche sich in ihren Überzeugungen und Ansätzen womöglich stark unterscheiden (vgl. Transkript IP2, Pos. 78). Wenn versucht wird, Techniken, die nichtsprachliche Medien nutzen, zur Zielerreichung nachzuahmen, wird dadurch zum einen die in der Kunsttherapie angestrebte Tiefe verfehlt. Zum anderen leide das Ansehen der Kunsttherapie, da sie dadurch als oberflächliche ,bunte Methode‘ wahrgenommen wird (vgl. ebd.).
Es werden außerdem institutionelle Herausforderungen, welche sich beispielsweise im Kontext Schule oder Klinik äußern, benannt:
IPl: Ja, ich arbeite ja in der Klinik. Das ist ein sehr hierarchisches System [...] Das ist ein Teil eines großen Gesundheitssystems. Ein Teil, was nach wie vor auch sehr Ärzte dominiert ist, diejavielleicht auch ganz andere Ideen haben, die auch sicherlich von ihrer Herkunft ganz andere Konstrukte haben, auch in ihrer ganzen Ausbildung [...] und das manchmal für sich zu nutzen, auch zu sagen, das ist auch eine interessante zusätzliche Perspektive für sich in der Prozessgestaltung. Und manchmal merke ich, dass mich das aber auch wirklich an meine eigenen Grenzen bringt.
Wo ich denke, oh, das hätte ichjetzt auch gerne irgendwie noch ein bisschen weiter. (Transkript IPl A, Pos. 40)
Kapazitätsengpässe und organisatorische Einschränkungen im schulischen Kontext erschweren eine umfassende und tiefgehende systemische Arbeit mit Familien:
IP5: Naja, Schule ist einer der kompliziertesten Systeme, die es so gibt. [...] Das heißt, manchmal kann ich dann Prozesse gar nicht so nachhalten, wie ich es gerne möchte, oder so begleiten, weil ich einfach entweder selber nicht kann, weil ich in irgendeine Konferenz muss. Oder wir haben Ferien. Oder die Schüler können zum Termin nicht kommen, weil sie eine Klausur schreiben. Das ist schon mal so ein, so ein organisatorischer Rahmen, der einfach wahnsinnig schwierig ist. (Transkript IP5 B, Pos. 4)
IPl, IP2 und IP4 betonen darüber hinaus eine Notwendigkeit des fachlichen Austauschs und der fachlichen Weiterbildung in diesem Bereich.
4.2.2 Grundlagen
In folgendem Unterkapitel Grundlagen werden fundamentale Gemeinsamkeiten der beiden Ansätze wie Interventionen, Verknüpfungspunkte, Theorie und Vorteile46 beleuchtet, welche sich aus der Verbindung ergeben.
4.2.2.1 Intervention/Methodik
In einem non-direktiven Setting, das Freiraum für kreativen Ausdruck ohne Bewertung bietet (z. B., wenn eine Schülerin abstrakte Farbbilder malt), zeigt die Fachkraft durch ihre Präsenz nonverbale Unterstützung, indem sie einen kreativen Flow durch stille Begleitung fördert:
IP2: So wird gesagt, relativ schnell, willst du noch ein Blatt. Und dann hat er vier Blätter hintereinander gemacht und mitjedem Blatt wurde es immer wilder. [...] Wo ich einfach so dabei war und ich auch ihn fast gar nicht mit Wörtern oder Fragen noch weiter beschäftigt, sondern einfach so diese Konzentration mitgegeben habe, wirklich noch weiterzugehen. (Transkript IP2, Pos. 34)
Das Schaffen von Schutzräumen ermöglicht dabei sowohl kreatives Experimentieren als auch persönliche Reflexion, wobei die Freiwilligkeit und die Möglichkeit zum Rückzug eine zentrale Rolle spielen.
IP3: Und ich eröffne Möglichkeits- und Wachstumsraum und irgendwie auch einen, den sie hoffentlich auch freudvoll nutzen können. Auch bei allem Leid, wo sie sich auch wo sie auch einen gewissen Ruhepunkt haben, wo sie sich geschützt fühlen, wo sie experimentieren können. Also ich stelle Wachstumsräume zur Verfügung und habe große Freude daran. (Transkript IP3, Pos. 75)
Diese Räume bieten die Möglichkeit Eigenverantwortung zu übernehmen und sich kreativ auszuprobieren. Klassische Auftragsklärung kann, besonders in organisatorisch herausfordernden Kontexten (z. B. Schule) als Einstieg dienen, um Anliegen zu definieren und zu klären.
IP5: Ich gehe in so eine Situation rein und gucke erstmal, ne, also dieses klassische erstmal ankommen, Auftragsklärung gucken, was hat der andere, was bringt der für ein Anliegen mit, was lässt sich in dem Rahmen bearbeiten? Diese Einstiegsgeschichten sind schon häufig sehr, sehr sprachlich orientiert und auch sehr systemisch. (TranskriptIP5 A, Pos. 19)
Doch an diesem Punkt finden sich auch schnelle Einstiege in nicht-sprachliche Prozesse:
IP4: Und ich arbeite ja viel mit Kindern und Jugendlichen und natürlich muss man die Sprache da auch anpassen. Aber manchmal reicht auch Reden einfach irgendwie nicht. Manchmal hat man sich einfach schon so viel den Kopf zerbrochen und Gedanken gemacht, dass man da vielleicht auch gar nicht mehr weiterkommt und es dann vielleicht eher über Bewegungen geht. Oder einfach mal irgendwas. Und wenn es nur etwas hinkritzeln ist. (Transkript IP4, Pos. 5)
IP3: Ich verbinde es zum Beispiel auch gerne mit Ton arbeiten, Ton. Dann machen sie die Augen zu und machen sie mal eine Form an, die jetzt im Moment zu dem passt, was sie beschäftigt. (Transkript IP3, Pos. 51)
Der gezielte Materialeinsatz, etwa durch Farben, Ton oder große Papierformate, dient als Türöffner für emotionale Prozesse. Gefühle werden externalisiert, indem sie in Objekte umgewandelt werden.
IP5: Einmal die Idee, dass ich das raushole aus dem Sprachlichen, aus der Vorstellung und in ein anfassbares, anschaubares Objekt verwandeln, mit dem ich was machen kann, das ich größer, kleiner, verändern. Da mach ich Ohren dran, mach Ohren weg. Also das kann ich plastisch ja auch tun. Ich kann die, kann die, kann das in
Ton, in Knete, in was auch immer. Und habe dann auch die Möglichkeit, da direkt drauf einzuwirken und zu sagen, Hey, ich mache was kaputt. Oder ich brauche es jetzt auch nicht oder ich tue es wirklich in eine Kiste und arbeite damit. (Transkript IP5 A, Pos. 46)
IP5: Ich habe eine Staffelei in meinem Büro. Ich habe ganz viele Farben. Alles, was ich so brauche. Ich habe aber auch eine Yogamatte und Meditationskissen. Und man kann immer so ein bisschen flexibel hin und her switchen. Und je nachdem, was, was sie brauchen, probiere ich einfach immer aus. Also ein systemischer Tanz. (TranskriptIP5 A, Pos. 15)
Flexibles Experimentieren mit Methoden, zwischen Bewegungsangeboten, Gestalten und Bodenankern, unterstützt den Einstieg und Verlauf heilsamer Prozesse (vgl. ebd.). Hierbei ist die Rolle der Therapeutinnen keineswegs passiv:
IP1: Also ich mache das hypothesengeleitet. [...] dass ich sehr so nach, nach meiner Beobachtung gehe und gucke, welche, welche Erklärungsidee oder Konstrukt habe ich dahinter und was möchte ich eigentlich anregen und was lasse ich mir dann für eine Intervention einfallen dazu? Und das lässt sich für mich sehr gut auch auf den künstlerischen Prozess übertragen. [...] Und das kann dann manchmal einfach eine Intervention, kann auch ein Material sein oder ein Raumwechsel oder was auch immer. (..) Oder Settingwechsel mit mehreren Personen. (Transkript IP1 A, Pos. 18)
Die Hypothesenbildung der Therapeutinnen und deren Reflexion dienen hierbei der Prozess-Steuerung auf nonverbaler sowie verbaler Ebene. Das prozessorientierte Arbeiten eröffnet dabei alternative Wege zur Problemlösung und bringt Ressourcen, sowohl auf Seiten der Klientinnen als auch der Therapeutinnen hervor:
IP1: Das kommt mir als Systemiker meiner, meiner Hypothesenbildung sehr nahe, wenn ich, wenn die auf Beobachtung aufbaut und Beobachtung ja sehr stark an Sinne orientiert sind? Und wenn ich das möglichst nutze, dann kann ich mehr beobachten und dann kann ich meine Hypothesen viel weiter gestalten (Transkript IP1 A, Pos. 32).
IP2 empfiehlt, im Sinne von Transparenz kritisch zu reflektieren, ob das Aussprechen von Lob und Anerkennung als therapeutische Maßnahme zur Verstärkung positiv wahrgenommener Eigenschaften angemessen ist:
IP2: Es gibt ja einige Systemiker:innen, die sehr gerne so Lob und Anerkennung aussprechen und andere, die das eher vorsichtiger machen und vor allem auch erstmal überhaupt die Erlaubnisfrage stellen. (Transkript IP2, Pos. 72)
Die Ressourcenorientierung legt den Fokus auf die Stärken und Potenziale der Klientinnen, was sich wiederum förderlich auf den reflektiven Prozess und die Selbstwirksamkeit auswirkt. Der Einsatz unterschiedlichen Materials begünstigt hierbei den Verlauf, IP5 warntjedoch vor einer leichtfertigen Handhabe:
IP5: Da macht es dann auch für mich Sinn, also diese kunsttherapeutischen Kenntnisse zu haben, um zu wissenja, was macht denn das Material auch mit den Leuten? Wie fühlt sich das an? Worauf muss ich achten in der Verarbeitung? Das kannst du meines Erachtens auch nicht einfach so mal einsetzen, sondern da muss man auch vorher so ein bisschen Ahnung vom Prozess haben. Was brauche ich, was dauert, wie viel Zeit, wo muss ich begleiten? Diese, wo frage ich vielleicht auch nicht, sondern lass mal laufen den Prozess und nicht so viel steuern. Weil das ist, was die Systemiker nutzen. Die, die trauen sich unheimlich viel zu. Die nehmen auch unheimlich viele verschiedene Materialien. Aber an der Stelle finde ich es super sinnvoll, wenn man dann in die Ebene reingeht, die fachlichen Kenntnisse aus dem künstlerischen Bereich aufjeden Fall zu haben. (Transkript IP5 A, Pos. 46)
4.2.2.2 Verknüpfungspunkte/Schnittstellen
Beide Ansätze zielen darauf ab, die Monokausalität der Sprache zu überwinden, indem sie bspw. Metaphern, Skulpturen und nonverbale Prozesse nutzen:
IPl: Also ich finde aus der Sicht der Kunsttherapie passt es sehr gut, dass der Systemiker eigentlich auch kreativ ist und dass er auch, glaube ich dadurch, dass er ich glaube, diese Monokausalität der Sprache auflösen will, indem er Aufstellungen, mit Aufstellungen, mit Skulpturen, mit Metaphern da eigentlich dem Kunsttherapeuten sehr nahe ist. (Transkript IPl A, Pos. 30)
Sowohl Kunst als auch Systemik betonen das Prozessorientierte, wobei der Weg wichtiger istals das Endergebnis.
IPl: Was mich besonders inspiriert hat, ist eigentlich, dass eigentlich bis heute noch, ist der künstlerische Prozess als solcher mit so, wie soll ich das sagen, mit diesem Element, dieser Instabilität, die dann entsteht und aus dem dann was Neues entstehen kann. Also wie ein neues Ergebnis oder eine Lösung oder so, dass in der Systemtheorie irgendwie wiederzufinden ist. Ordnungs-Ordnungs-Übergang und absolute Instabilität. (Transkript IPl A, Pos. 8)
IPl: Wenn man sich so die ganze alte Literatur von den Systemikern anguckt, dann beschreiben die auch schon so künstlerische Prozesse. Also wo es auch um Kunst geht. (...) Wo es um so die, da wird so ganz viel von so einer Herzensangelegenheit gesprochen [...]. Ja, irgendwie glaube ich, dass viele Systemiker Künstler sind und
viele Künstler Systemiker sind, ohne dass sie es vielleicht wissen oder so sowas. (Transkript IPl B, Pos. 8)
Ein weiterer Verknüpfungspunkt ist die Externalisierung von Gefühlen. In beiden Ansätzen wird die Methode der Visualisierung genutzt, um innere Zustände sichtbar und veränderbar zu machen:
IP5: Das ist für mich so ganz klar da, da verknüpft sich das Miteinander im Systemischen, diese vielen Übungen, wo ich irgendwo durchlaufe, wo ich Sachen visualisiere. (Transkript IP5 A, Pos. 46)
Auch Ressourcenorientierung ist ein weiterer bedeutender Aspekt der Verbindung beider Ansätze. IP2 beschreibt, wie sowohl in der Kunst- als auch in der systemischen Therapie der Fokus auf das Fantasievolle und Ressourcenorientierte gelegt wird, um Klienten zu ermutigen, neue Wege zu erkunden und sich außerhalb gewohnter Denkmuster zu bewegen (vgl. Transkript IP2, Pos. 59). Weitere Gemeinsamkeiten finden sich auch in der Methodik beider Ansätze, so beispielsweise im Anregen kreativer Prozesse mit der Wunderfrage (vgl. Transkript IP5 A, Pos. 21) oder dem Nutzen von Multimedialität und sinnlichen Zugängen (vgl. Transkript IP1 A, Pos. 32). Wenn Klientinnen sich stark auf ihre Probleme fokussieren, können gezielte Interventionen zu Irritationen in diesen Denkmustern führen. Solche sogenannten Musterunterbrechungen werden ebenfalls als methodische Berührungspunkte beider Ansätze wahrgenommen (vgl. Transkript IP4, Pos. 82).
Dazu ergänzen sich beide Ansätze darin, dass im künstlerischen Prozess systemische Fragen eingesetzt werden können, um den Verlauf zu beeinflussen, neue Perspektiven zu ermöglichen und die Reflexion zu fördern. Dadurch ermöglichen systemische Interventionen den Einstieg in weitere Gestaltungsprozesse, während das entstehende Werk als Vorlage für weitere Fragen dient (vgl. Transkript IP2, Pos. 37). Jedoch zeigt sich, dass systemische Methoden nicht uneingeschränkt auf alle Klient:innengruppen anwendbar sind. Insbesondere junge Menschen haben oftmals Schwierigkeiten, die gestellten Fragen zu verstehen (vgl. Transkript IP5 B, Pos.13).
Zudem fördern beide Ansätze die Selbstwirksamkeit der Klientinnen, indem sie diese als aktive Gestalterinnen ihres eigenen Prozesses betrachten.
IP5: Mit dieser Veränderbarkeit und auch dieser Idee, ich bin, bin Herr im Prozess, ich habe den, also ich habe diesen Schlüssel in der Hand. Beim Systemischen. Ich habe den Schlüssel zur Lösung all meiner Schwierigkeiten, den trage ich irgendwie in mir. Und ähnlich ist esja auch im Kunsttherapeutischen, dass ich die Möglichkeit zur Gestaltung habe, dass ich so aktiv und handlungsmächtig bin. Diese beiden Komponenten finde ich fantastisch. (Transkript IP5 A, Pos. 42)
Der Playspace, ein Konzept aus der Systemik, wird ebenfalls als Schnittstelle beschrieben.
IPl verweist auf die Bedeutung von kreativen Freiräumen, in denen sich Klientinnen und Therapeutinnen explorierend auf neue Prozesse einlassen, ohne vorgefertigte Ziele zu verfolgen.
IPl: Und natürlich auch so diese Systemtheorie, die es da gibt. Wenn ich so an Jürgen Kriz zum Beispiel, derja eigentlich weg will von so vorgefertigten Zielen, [...] damit was Neues entstehen kann, damit wir so neue Denkgewohnheiten bekommen. Und das geht eigentlich nur, indem wir uns erstmal einlassen auf ein PlaySpace. So, und da finde ich, da finde ich mich auch sehr wieder als Kunsttherapeut. (TranskriptIPl A, Pos. 30)
4.2.3 Professionelle Haltung
Das vorliegende Unterkapitel zur Professionalität widmet sich dertherapeutischen Haltung und deren Bedeutung für die Verbindung von SK-Ansätzen. Zudem werden in den sekundären Themen [51] Ausbildungshintergründe und Vorbilder benannt.
Eine SK-Haltung äußert sich für die Befragten in einer wertschätzenden Haltung, welche sich im Respekt und in der Anerkennung der Klientinnen als Expertinnen ihrer eigenen
Realität zeigt:
IP5: Die Systemiker kommen ja aus der personenzentrierten psychologischen Haltung. Und da gilt diese unbedingte Wertschätzung dem Klienten gegenüber und ihm auch die Prozessgeschwindigkeit zu überlassen und nicht von außen zu steuern, sondern einfach wirklich nur zu begleiten. Das ist ganz elementar wichtig, zu begleiten und anzunehmen. (Transkript IP5 A, Pos. 52)
Dies geht so weit, dass Therapeutinnen die Überzeugung in das Potenzial der Klientinnen übernehmen, bis sie es für sich selbst wiederentdecken:
IP3: Eine Haltung der, der, also der zwischenmenschlichen Begegnung, der Wertschätzung des Anderen, der seine Lösung und seine Wachstumspotenziale in sich
hat und zu mir kommt, weil er im Moment den Zugang dazu nicht findet. Aber ich weiß, er hat sie. Und wenn er sagt ich habe sie aber nicht und ich kann sie nicht finden und ich kann sie nicht spüren, dass ich das stellvertretend für eine Weile übernehme. Und ich sage doch, [...] ich halte das mal die Fahne hier für Sie hoch, bis Sie sie wieder in die Hand nehmen können. Ja, also die zutiefst humanistische Haltung des Respekts vor Menschen, vor ihrer Kraft. Dass sie. Dass es wichtig ist, dass sie ihr also wirklich die Ergebnisoffenheit zu haben und nicht, was ich jetzt denke, was für diesen Menschen gut ist und ich ihm angedeihen will, sondern Au- topoiese. (TranskriptIP3, Pos. 75)
Auf Bewertungen und Interpretationen von Ergebnissen wird bewusst verzichtet:
IP2: Ich glaube, es ist was Spielerisches. Es ist glaube ich was sehr (...) Entferntes von Interpretationen. Etwas sehr Entferntes von (..) bildlicher Lösungssuche nenne ich das mal. (4) Es geht viel ums Beobachten und Teilen und machen und Unterschiede erkennen. (Transkript IP2, Pos. 78)
IP4: Weil es eben genau nicht richtig oder falsch gibt. (4) Dass es nicht um das Endprodukt geht, das ist ein schönes Bild ist, das man nachher ausstellen kann, sondern ähm, (..) Ja, für mich ist es wirklich dieses prozessorientierte auch. (Transkript IP4,Pos. f08)
IP5: Da geht esja gar nicht darum, dass da was gestalterisch bei rumkommt, sondern einfach diesen Impuls, ähm diesen, diesen körperlich energetischen Impuls umzuwandeln in ein Bild zu überführen, in eine andere Form. (Transkript IP5 A, Pos. 36)
Dabei ist die therapeutische Haltung auch von der Überzeugung einer gegenseitigen Beeinflussung zwischen Therapeutin und Klientin im Prozess geprägt, während den Klientinnen gleichzeitig ein hoher Gestaltungsspielraum zugestanden wird, der ohne direktionale Eingriffe begleitet wird (vgl. Transkript IP5 A, Pos. 52).
IPf: Diese Beziehungsarbeit ist ein künstlerischer Prozess. Dieser, diese gemeinsame Arbeit. und das istja das, was in das System oder was in der systemischen Therapieja auch passiert, ich mich als Person da reinstelle und mein Beziehungsangebot zur Verfügung stelle und Konstrukte. [...] Und dass das nicht nur sozusagen, das den anderen verändert, sozusagen, sondern mich selber auch. Also wenn ich etwas tue, verändert die andere Person michja auch permanent mit. (Transkript IPf B, Pos. f8)
Selbstreflexion und die Fähigkeit, sich als Teil des Systems zu sehen, sind wesentliche
Elemente, die eine Haltung auf Augenhöhe mit den Klientinnen ermöglichen:
IPf: Warum darf der Klient nicht auch merken, dass ich auch ein Teil von einem, etwas Größeren bin, hinter mir, und auch ein Mensch bin? Und wir begegnen uns
hier auf Augenhöhe. [...] Bin ich der, weiß ich nicht, Allwissende, der irgendwo in den Kopf gucken kann oder irgendwie sowas, sondern einfach ein ganz normaler Mensch mit keine Ahnung. Eltern und Großeltern und Großeltern und so. [...] Einfach mich als Mensch auch zu zeigen und zu präsentieren und habe damit gute Erfahrungen gemacht. (TranskriptlPl A, Pos. 38)
Der therapeutische Prozess wird als kreativer Akt im Sinne einer sozialen Plastik verstanden, bei der jedem Menschen die Fähigkeit zugeschrieben wird, sich künstlerisch zu betätigen (vgl. Transkript IP4, Pos. 108):
IPl: Schon mit der Aussage jeder Mensch ist ein Künstler und er, so wie ich das verstanden, geht es ja um diese soziale Plastik. Das istja auch genau das, was zwischen den Menschen passiert in der Begegnung und dass es ein künstlerischer Prozess ist. Und ich finde, das ist was Systemisches. (Transkript IPl B, Pos. 18)
IPl beschreibt hierbei Parallelen zwischen kunsttheoretischen Aussagen von Joseph Beuys47 und systemtheoretischen Ansätzen wie der Kybernetik zweiter Ordnung und dem Konstruktivismus (vgl. ebd.). IPl findet sich dabei in seiner künstlerischen Haltung in der Personenzentrierten Systemtheorie von Jürgen Kriz (2017)48 wieder. Diese biete eine theoretische Bestätigung für den kreativen Ansatz, indem sie die Offenheit und die Prozessorientierung als zentrale Elemente betont, worin sich kunsttherapeutische und systemische Haltungen überschneiden (vgl. TranskriptlPl B, Pos. 14). Hierbei gilt als Überzeugung, dass künstlerische Elemente den Systemischen Ansatz um Erfahrungen erweitern, welche zu den gewohnten alltäglichen Erfahrungen in einem starken Kontrast stehen:
IP2: Es ist [...] eine große, große Überzeugung, einfach, dass das Machen und das Künstlerische ausdrücken und sich sozusagen sehr mit, mit der eigenen Existenz im Visuellen oder Plastischen irgendwie zu beschäftigen, dass das einerseits einen großen Unterschied zu allem anderen macht, was wir sonst so machen, vor allem vor dem Computer sitzen oder in der Schule sitzen oder mit Erwartungen konfrontiert
sind, sondern dass sozusagen Kunsttherapie für mich so ein bisschen auch so ein erwartungsfreierRaum ist. (Transkript IP2, Pos. 83)
Die Offenheit gegenüber dem Prozess, ohne vorgefertigte Annahmen oder allgemeingül
tige Erklärungen, bildet ein zentrales Merkmal (vgl. Transkript IPl A, Pos. 34), wobei der Konstruktivismus als verbindendes Element zwischen Systemik und Kunsttherapie fungiert:
IPl: Und ich glaube, dass die Idee des Konstruktivismus da sehr hilfreich ist. Also so, dassjeder seine eigene Wirklichkeit gestaltet und dass es da keine allgemeingültige Wirklichkeit gibt. Das, finde ich, ist auch sehr kreativ und künstlerisch. (Transkript IPl A, Pos. 30)
Eine fragende Haltung, die professionelles Nichtwissen betont, fördert die Offenheit für die Perspektiven der Klientinnen. Dabei wird die Neugier auf die individuellen Wirklichkeitskonstruktionen der Klientinnen betont und beinhaltet auch, die eigene Perspektive zu hinterfragen und offen für andere Sichtweisen zu sein (vgl. Transkript IPl A, Zeile 34).
Zusammenfassend lassen sich, bezüglich der Integration von SK-Ansätzen in der Praxis, folgende zentrale Themen und Muster ableiten:
1. Als Rahmenbedingungen der Arbeit offenbaren sich Herausforderungen in sprachlichen Barrieren, kognitiven Einschränkungen und institutionellen Rahmenbedingungen, welche die Arbeit mit diesen Ansätzen erschweren können.
2. Kreative, nonverbale Prozesse spielen eine zentrale Rolle, um festgefahrene Muster zu durchbrechen, insbesondere dann, wenn Sprache und Rationalität an ihre Grenzen stoßen.
3. Fachübergreifend wird der Erhöhung der Selbstwirksamkeit der Klientinnen ein großer Wert beigemessen. Die Befragten äußern eine von Wertschätzung und Offenheit geprägte Haltung, wobei die Klientinnen als Expertinnen ihrer eigenen Realität anerkannt werden.
4. Zudem wird die Bedeutung von kontinuierlichem fachlichem Austausch und Weiterbildung betont, um die Verbindung systemischer und kunsttherapeutischer Ansätze weiter zu vertiefen.
In folgendem Kapitel werden die Ergebnisse des Literaturreviews und der Interviews zusammenfassend diskutiert und Schlussfolgerungen in Bezug auf die SK-Praxis abgeleitet sowie erörtert, inwieweit die Zielsetzung der Arbeit erreicht wurde.
5 Diskussion
Die Diskussion beleuchtet die zentralen Erkenntnisse der Studie zur Beantwortung der Forschungsfragen hinsichtlich Theorie und Praxis, Abgrenzung sowie Zielgruppen der SK, um daraus Handlungsempfehlungen für zukünftige Forschung und Praxis abzuleiten (siehe Kapitel 5.1). Zusätzlich werden methodische Stärken, Schwächen und der Einfluss persönlicher Faktoren mit Blick auf den Scoping Review und der qualitativen Inhaltsanalyse sowie zur weiteren Evidenzlegung der Systemischen Kunsttherapie beleuchtet (siehe Kapitel 5.2).
5.1 Potenziale und Herausforderungen der SK-Praxis
Die Untersuchung theoretischer und praktischer Grundlagen des interdisziplinären Ansatzes deckt ein breites Spektrum an Informationen zur SK-Praxis ab. Die entstandenen Karten (siehe Kapitel 4.1; Anhang D) dienen als Orientierungshilfe, um Quellen und Forschungslücken in der SK zu identifizieren. Tiefergehende Erkenntnisse zu Rahmenbedingungen, Grundlagen und Professionalität der SK-Arbeit werden durch die Interviews geliefert (siehe Kapitel 4.2; Anhang N). Unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus Scoping Review und Interviews, befassen sich die folgenden Unterkapitel mit der Beantwortung der in Kapitel 1.2 gestellten Forschungsfragen.
5.1.1 Abgrenzung der SK-Praxis
Eine präzise Definition der charakteristischen Eigenschaften des SK-Ansatzes ist essenziell, um dessen Alleinstellungsmerkmale und Wiedererkennungswert im Kontext psychotherapeutischer Verfahren herauszustellen. Vogt-Hillmann und Burr (2009) umschreiben ein integratives ,Phänomen‘ der SK, welches sich in mehreren Werken (vgl. Madelung & Innecken 2003; Naphausen & Neuert 2017; Spreti et al. 2018; Sieper et al. 2019; Vergara 2021) zu SK-Methoden wiederfmdet:
Ja und Nein oder sowohl als auch, oder was? Wir sind lösungsorientiert - ressourcenfokussiert - konstruktivistisch - systemisch - hypnotherapeutisch - psychomotorisch - orientiert - ein wenig psychodramatisch - gestalttherapeutisch interessierte Praktiker. (Vogt-Hillmann & Burr 2009: 7)
Die Systemische Therapie und die Kunsttherapie vereinen zahlreiche Strömungen unterschiedlicher Ursprünge zu einem übergeordneten Konstrukt (siehe Kapitel 2.4; vgl.
Transkript IP3, Pos. 35). Allerdings kann SK auch bedeuten, dass Praxis und Theorie beider Ansätze nebeneinander angewendet werden, ohne eine Integration oder Synthese anzustreben (vgl. Meschke & Weitkamp 2021: 120; Weberndorfer 2022: 22-25; Transkript IP5 A, Pos. 21). Die SK grenzt sich zudem durch ein systemisches Verständnis künstlerischer Prozesse ab, das über die zielgerichtete Anwendung kreativer Methoden hinausgeht. Die kritische Haltung der Befragten gegenüber Auftragsklärung und Zielorientierung zugunsten einer Prozessorientierung, markiert dabei eine Grenze zur klassischen systemischen Methodologie. Der oberflächliche Einsatz nicht sprachlicher Medien, um zuvor geplante Ziele zu erreichen, fällt möglicherweise aus dem Rahmen der SK.
Kontrolle ist nichts ,Schlechtes‘. [...] Es macht wenig Sinn, Planen und Imaginieren in Bezug auf Entwicklungen gegeneinander auszuspielen. Allerdings ist es wohl so, dass in unserer Kultur einseitig auf das Prinzip der Planung gesetzt wird. [...] Dies zeigt sich beispielsweise an der Bevorzugung manualisierter Psychotherapie [...] - gegenüber einer Entfaltung von Prinzipien, wie dies den nicht behavioralen Psychotherapiekonzepten wesentlich zugrunde liegt. (Kriz 2017: 263-264)
Allerdings kann dieser einseitige kulturelle Schwerpunkt beispielsweise verhindern, dass Klientinnen die Möglichkeit wahrnehmen, in ihrem eigenen Tempo zu arbeiten (vgl. Transkript IP5 A, Pos. 52). Parallelen zeigen sich hier in der Kunstproduktion, bei der nichts Neues entstehen kann, wenn sich die Arbeit auf die rein handwerkliche Nachahmung bereits existierender Werke reduziert (vgl. Transkript IP2, Pos. 34). In Literatur und Interviews zeigen sich dennoch Kompromisse zwischen Ziel- und Prozessorientierung (vgl. Transkript IP2, Pos. 143-144; Transkript IP5 A, Pos. 19). Laut Meschke und Weitkamp (2021: 120) dienen Gestaltungen als hilfreich für die Verbalisierung von Lösungsstrategien und Naphausen und Neuert (2017: 202) formulieren als zentrales Anliegen kunsttherapeutischer Interventionen eine zielorientierte Prozesssteuerung (siehe auch Kapitel 4.1.2, 6. Karte: SK-Pra- xis in der Klinik).
Systemische Methoden erfordern in der Regel verbale Kompetenzen, stellen jedoch durch ihre erkenntnistheoretischen Perspektiven eine wesentliche Bereicherung dar. Im Gegensatz dazu ermöglicht die Kunsttherapie durch nonverbale Zugänge die Arbeit mit vielfältigeren Zielgruppen, benötigt allerdings eine gesellschaftliche Offenheit gegenüber unkonventionellen Verhaltensweisen, die durch bestehende Wertesysteme mitunter eingeschränkt sein kann. SK verbindet die strukturierte Ressourcenorientierung der Systemik mit der emotionalen Tiefe und den Ausdrucksmöglichkeiten der Kunsttherapie und bildet dadurch eine eigenständige, integrative therapeutische Methode. Die zukünftige Forschung könnte zur Weiterentwicklung der SK beitragen, indem sie ein besseres Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen Strukturierung und Prozessoffenheit schafft.
5.1.2 Indikationen für Zielgruppen und Settings
Die SK zeigt durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit Potenzial für vielfältige Arbeitsfelder (siehe Kapitel 4.2.1). Aufgrund der nonverbalen Komponente erscheint SK für Zielgruppen mit Kommunikationsschwierigkeiten, wie Kinder, Jugendliche oder Personen in belastenden emotionalen Situationen sowie mit kognitiven oder körperlichen Einschränkungen, besonders geeignet (siehe Kapitel 4.2.1.1). Fallstudien aus der Literatur und die Aussagen der Interviewpartnerinnen unterstreichen den positiven Nutzen der SK in Schulen, Kliniken und sozialen Kontexten. Dabei ermöglicht die SK eine gezielte Unterstützung unterschiedlicher Zielgruppen, erfordertjedoch eine Anpassung der Therapiedauer, Materialwahl und methodischen Ausrichtung, um den spezifischen Bedürfnissen und Gegebenheiten jedes Settings gerecht zu werden (siehe Kapitel 4.2.2.1;Tab.5O).
Wie aus der Studie von Ortiz et al. (2O18: 538) hervorgeht, zeigen sich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Vorteile in der Einbindung von Familienmitgliedern in den therapeutischen Prozess. Gleichzeitig bestimmen auch hier das Setting und die Entscheidungen der Klientinnen, ob die Hinzunahme von Bezugspersonen für die Entwicklung förderlich ist (Transkript IP5 B, Pos. 9). Die geringe Zahl an Studien macht sich jedoch in deutlichen Forschungslücken in spezifischen Bereichen, wie etwa bei der Arbeit mit älteren Menschen bemerkbar (siehe 5. Karte: SK-Praxis mit alten Menschen), zu welchen sich kaum Aussagen treffen lassen. Die Zielgruppe Kommunal (siehe Tab. 23) in den SK-Karten zeigt, wie therapeutische Arbeit über gängige Settings hinausgehen kann. Dabei offenbart sich, dass nonverbale Ausdrucksmöglichkeiten nicht nur für zahlreiche Klientinnengruppen angezeigt sind, sondern auch für Therapeutinnen Vorzüge bieten (vgl. Royster 2O21; siehe Abb. 16; siehe Kapitel 5.1.4). Roysters (2O21: 5-8) Ansatz zeigt, wie ohne Sprache, durch intermodale Techniken (vgl. Eberhart & Knill 2O1O) wie Basteln und Schreiben komplexe Emotionen externalisiert und dezentriert werden können. Zugleich ,dosiert‘ die Autorin ihre
Intervention auf ein Komplexitätsniveau, das es einer sehr breiten Zielgruppe ermöglicht, „abgeholt“ (Transkript IPl A, Pos. 44) zu werden.
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 16 Hyde ParkArt Center Dolls4PeaceMemorial (Foto von NickHostert)49
Quelle: Royster2021: 13
Weiterführende explorative Studien wie die von Meschke und Weitkamp (2021), erscheinen sinnvoll, um deutlicher herauszustellen, welche Aspekte der SK bei bestimmten Zielgruppen als förderlich angesehen werden, um die sich hier andeutenden Bedarfe und Indikationen (siehe Kapitel 4.2.1.1) zu bestätigen, zu widerlegen oder auszuweiten. Ebenfalls ist es von Bedeutung, das Ausmaß und die Bedingungen möglicher negativer Auswirkungen auf Klientinnen systematisch zu erforschen, um potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und diese Erkenntnisse in die Gestaltung von Ausbildungsinhalten und die Förderung professioneller Standards einzubinden. Es liegt die Kontraindikation vor, Klientinnen mit geringen
Sprachkenntnissen oder Einschränkungen durch Überforderung zu blamieren (vgl. Transkript IP3, Pos. 66). Hierbei können sich Personen, in ihrem Unvermögen eine Aufgabe umzusetzen, gedemütigt fühlen und deswegen die Zusammenarbeit beenden.
5.1.3 Gegenüberstellung von Literatur und Interviews
Aus den Interviews gehen theoretische sowie praxisnahe Erkenntnisse hervor, welche sich für einen Vergleich mit den Ergebnissen zu Theorie und Praxis aus dem Literaturreview eignen, um präzisere Aussagen über den Stand der Entwicklung der SK zu treffen. Im Sinne einer Triangulation wird, anhand zwei verschiedener Herangehensweisen und Datenquellen, die SK aus mehreren Blickwinkeln betrachtet (vgl. Krell & Lamnek 2024: 160). Nach einem Abgleich praxisbezogener Themen, werden die theoretischen Einsichten zwischen Interviews und Literatur diskutiert.
5.1.3.1 Praxeologischer Abgleich
Die Karten zeigen, dass familienorientierte Kunsttherapie in der Literatur am häufigsten vertreten und dokumentiert ist. Auch in den Interviews wird dieser Bereich durch die MFT abgedeckt (vgl. Transkript IP1 A, Pos. 44). Zudem sind Interventionen wie das NIG und LOM® weitverbreitet. IP5 beschreibt methodische Abläufe, die dem NIG ähneln (vgl. Transkript IP5 A, Pos. 15). Damit sind in der Praxis insbesondere ältere Methoden etablierter, wasjedoch die weitere Evidenzlegung ihrer Wirksamkeit, unter Berücksichtigung neuer SK- Entwicklungen notwendig macht.
Zur Umsetzung der SK in der Praxis heben die Expertinnen die Notwendigkeit hervor, als Alternative zur Sprache nach weiteren Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen (vgl.: Transkript IP4, Pos. 5). IP4 deutet dabei auf eine Offenheit in der Herangehensweise hin, welche sich nicht an ein bestimmtes künstlerisches Medium oder Verfahren bindet (vgl.: ebd.). Hier zeigen sich Parallelen mit den Ergebnissen von Meschke und Weitkamp (2021: 119) und der Methodik des IDEC® von Eberhart und Knill (2010). Zudem werden für den Einsatz unterschiedlichen Materials und Methoden eine fundierte Kenntnis der Wirkweisen vorausgesetzt (vgl. Menzen 2023: 168-169). Dies sollte in der Konzeption von Ausbildungsformaten (Siehe Kapitel 1.1) berücksichtigt werden, um angehende Therapeutinnen umfänglich auf methodische Herausforderungen vorzubereiten.
Interviews und Karten weisen eine Einbindung der SK in multiprofessionelle Teams auf. Dies erscheint sinnvoll, um die Qualität und Nachhaltigkeit therapeutischer Maßnahmen und die Entwicklung umfassender Behandlungskonzepte zu fördern (vgl. Schulze-Stampa & Schmid 2020: 11). Multimodale Ansätze wie das IDEC®, NIG sowie Herangehensweisen der Befragten (vgl. Transkript IP5 A, Pos. 15) deuten zudem auf Vorteile der Integration künstlerischer Therapieansätze (KüTh) 50, deren Einbezug viel Potenzial für eine systemische interdisziplinäre Gesundheitsversorgung birgt (vgl. Schulze-Stampa 2024: 21). Die Berücksichtigung der Poesie-/Schreibtherapie in dieser Arbeit leistet lediglich einen geringfügigen Beitrag. Die Schrift als Medium zeigt widersprüchliche Aspekte zwischen analogem und digitalem Ausdruck. Während der digitale Ausdruck aufgrund notwendiger Sprachkenntnisse kritisch betrachtet wird (vgl. Kiel 2020: 131; Transkript IP3, Pos. 64), eröffnet sich zugleich eine interessante Schnittstelle, in der Sprache kreative Wege zur Heilung nutzt. Zukünftige Forschungen könnten belegen, welche Vorteile ein intermodaler Ansatz (z. B. Ausdruck in Bild und Schrift) für die SK-Praxis bietet. Die Karten verdeutlichen das therapeutische Potenzial der methodischen Vielfalt, zeigen jedoch auch die Gefahr einer unreflektierten Nachahmung. Die Interviews betonen, dass der Fokus der Praxis auf einer individuell entwickelten Intention oder Haltung (siehe Kapitel 4.2.3) basiert, statt auf der reinen Wiederholung etablierter Methoden. Schulze (2004: 188) unterstreicht, dass eine systemtherapeutische Grundhaltung von Kooperation, Wertschätzung und Anerkennung essenziell für die kunsttherapeutische Arbeit ist.
Interviews und Literatur verdeutlichen zudem die zentrale Rolle der Prozessorientierung in der SK-Praxis. Während der Scoping Review die prozessualen Eigenschaften der Literatur weniger tiefgehend analysierte, lieferten die Interviews zahlreiche praktische Impulse für einen prozessorientierten Ansatz (siehe Kapitel 4.2). Es lässt sichjedoch die Hypothese aufstellen, dass die in der Literatur präsentierten Methoden darauf ausgerichtet sind, nachhaltige Prozesse anzuregen (vgl. Naphausen & Neuert 2017: 202; Schulze-Stampa 2024: 21-22), was durch den Fokus der Forschung auf Prozessbeobachtung (vgl. Schulze 2019: 263-264) untermauert wird. Dies deutet sich auch etwa im Namen der Fachgruppe „ künstlerische ProzessGestaltung“ (DGSF 2024) an. Die Expertinnen betonen die Bedeutung niederschwelliger Methoden, wie etwa das Kritzeln auf Papier, um den Einstieg in den therapeutischen Prozess zu erleichtern (vgl. Transkript IP4, Pos. 5). Sie heben zudem die Bereitstellung eines geeigneten Raumes sowie die nonverbale Begleitung als wesentliche unterstützende Elemente hervor (vgl. Transkript IP5 A, Pos. 19). Statt vorgefertigter Lösungen stellen sie unkonventionelle Methoden zur Verfügung, die es Klientinnen ermöglichen, sich langfristig in einem inneren Dialog oder in der Reflexion zu vertiefen (vgl. Transkript IP3, Pos. 51). Zukünftige Studien könnten daher die Inhalte der Literatur gezielt, anhand der Ergebnisse der Interviews, zur praktischen Gestaltung von Prozessen in der SK analysieren.
5.1.3.2 Theoretischer Abgleich
Der Vergleich von Review und Inhaltsanalyse zur Evidenzlage der SK zeigt, dass ein vielversprechendes theoretisches Fundament existiert. Hierbei zeigt sich, dass kunsttheoretische Konzepte Ähnlichkeiten mit systemischen Denkansätzen aufweisen. Insbesondere die Kunsttheorie von Joseph Beuys weist auf Parallelen mit systemtheoretischen Modellen (vgl. Transkript IP1 B, Pos. 18) hin und erlaubt es, Rückschlüsse auf die Bedeutsamkeit der Prozessorientierung (vgl. Wanke 2008: 16) sowie die positiven Effekte künstlerischen Tuns auf das Immunsystem (vgl. Schubert 2018: 50, 114) zu ziehen. Die Erforschung weiterer kunsttheoretischer Positionen könnte sich als ein Zugewinn für die SK-Praxis herausstellen.
John (2007: 79) kritisiert die begriffliche Unklarheit in der Kunsttherapie, die sowohl die Wahrnehmung ihrer heilenden Wirkung als auch die gesellschaftliche Rolle der Kunst beeinträchtigt. Er schlägt Begriffe wie Kreativitätstherapie oder Ästhetische Therapie vor, um therapeutische Methoden klarer von künstlerischen Prozessen abzugrenzen (vgl. ebd.). Der Begriff analoge Kommunikation (vgl. Kiel 2020), erlaubt es tradierte, oft hierarchisch geprägte Begriffe wie ,Kunst‘ und ,Kreativität‘ zu umgehen und den Fokus gezielt auf die therapeutische Ebene zu lenken. In den Interviews fehlen kritische Auseinandersetzungen zur Begrifflichkeit der Kunsttherapie. Johns (2007) Kritik verdeutlicht jedoch die Notwendigkeit, die begriffliche Basis der Kunsttherapie zu stärken, um ihre Akzeptanz, insbesondere in interdisziplinären Kontexten wie der SK, zu fördern.
Durch die Integration zweier Ansätze zeigt sich eine immense theoretische Vielfalt der SK (vgl. Schulze 2004; Kapitel 2.4), welche sowohl Potenziale als auch zentrale Herausforderungen für die Professionalisierung aufzeigt. Einerseits scheint die Exploration theoretischer Ansätze noch nicht ausgeschöpft, andererseits sollten künftige Studien einheitliche Konzepte entwickeln, die sowohl kunsttherapeutische als auch systemische Prinzipien berücksichtigen. IP1 verweist hierzu auf Kriz (2017) und dessen personenzentrierte Syslemlheorie, welche das in dieser Arbeit gezeichnete Bild der SK untermauert (vgl. Transkript IP1 B, Pos. 14). Insbesondere mangelt es in der theoretischen Konzeption an Werken, die sich auf spezifische Krankheitsbilder, Settings und Zielgruppen konzentrieren (siehe Anhang D).
Sowohl die Literatur als auch die Befragten vertreten ein Paradigma, das die kunsttherapeutische Arbeit aus einem erkenntnistheoretischen systemischen Blickwinkel betrachtet, noch bevor eine methodische Integration angestrebt wird (vgl. Schulze-Stampa & Schmid 2020; Kapitel 4.2.3). Dies erlaubt die Ausweitung des kunsttheoretischen Diskurses (vgl. Mayer- Brennenstuhl 2015) und eröffnet neue Perspektiven auf die Vorgänge in der Kunsttherapie (vgl. Schulze 2018: 405-406). Neben der Frage, wie die Systemische Therapie kreativer und die Kunsttherapie systemischer werden könnten, ist daher die systemische Perspektive für das Verständnis der Interaktions- und Beziehungsphänomene der kunsttherapeutischen Arbeit von großem Interesse (vgl. Schulze 2019). Das Potenzial systemisch-orien- tierter Forschung gilt es daher weiter zu untersuchen.
5.1.4 Zentrale Implikationen und Empfehlungen für die Praxis
In diesem Kapitel werden praxisbezogene Implikationen und Empfehlungen aus den bisher dargelegten Ergebnissen abgeleitet. Die SK verbindet systemisches Denken und Handeln mit nonverbalen, prozessorientierten Ausdrucksformen der Kunsttherapie. Der Blick auf relevante Beziehungs- und Interaktionsphänomene in der Kunsttherapie wird durch die erkenntnistheoretische Grundlegung vertieft (siehe Kapitel 5.1.1). Dabei verlagert sich der Fokus von verbaler Strukturierung hin zu explorativer Rahmung und Prozessoffenheit, um Klientinnen ein Höchstmaß an Selbstwirksamkeit zu ermöglichen (siehe Kapitel 5.1.2). Die Kunsttherapie erweitert das Interaktionsgeschehen der Systemtherapie durch das Werk als „Kommunikat“ (Schulze-Stampa 2024: 23) und das parallele Gestalten (vgl. Bragge &
Fenner 2009: 18), wodurch Therapeutinnen eine weniger isolierte und stärker involvierte Position im therapeutischen System einnehmen können. Dies fördert die Beziehungsqualität und wirkt hierarchischen Rollenverhältnissen entgegen (vgl. Transkript IP1 A, Pos. 38; Transkript IP3, Pos. 75). Die SK ist vielseitig einsetzbar, insbesondere für Zielgruppen mit Kommunikationsschwierigkeiten oder in belastenden emotionalen Situationen, und bietet Potenziale für eine interdisziplinäre Gesundheitsversorgung (siehe Kapitel 5.1.3).
Basierend auf den Ergebnissen der Studie lassen sich folgende Empfehlungen ableiten:
5.1.4.1 Kompetenzentwicklung
Für die Integration system- und kunsttheoretischen Wissens in die Praxis sollten Therapeutinnen fundierte Kenntnisse in beiden Konzepten erwerben. Hierzu empfiehlt es sich, eine Aus- oder Weiterbildung in diesem Bereich zu absolvieren (siehe Kapitel 1.1; Tab. 52), die Ergebnisse dieser Arbeit (siehe u. a. Anhang D; Anhang E; Kapitel 4.2) oder ähnliche Quellen zurate zu ziehen sowie sich mit Expertinnen zu vernetzen und auszutauschen. Therapeutinnen sollten zudem insbesondere die Wirkungen unterschiedlicher Sinneseindrü- cke des verwendeten Materials und kreativer Methoden auf Klientinnen verstehen (vgl. Menzen 2023: 168-169; Transkript IP5 A, Pos. 46; siehe Kapitel 2.3).
5.1.4.2 PräventiveMaßnahmen vor der Therapeutischen Sitzung
Um nicht auf monokausale Erklärmodelle zurückgreifen zu müssen, die die praktische Arbeit beeinflussen könnten, empfiehlt es sich, gezielt Arbeiten heranzuziehen, die bereits eine systemische Sichtweise auf die betreffende Thematik (z. B. stigmatisierte Krankheitsbilder wie Legasthenie; vgl. Weberndorfer 2022: 22-25; siehe Kapitel 4.1.2, 2. Karte: SK-Praxis mit Kindern und Jugendlichen) einnehmen. Auch die Verhältnisse im betreffenden therapeutischen System (z. B. in der Klinik; vgl. Transkript IP1 A, Pos. 40; siehe Kapitel 4.2.1.2) sollten beachtet werden. Weiterhin legt die Offenheit (siehe Kapitel 4.2.3) der Herangehensweise in der SK nahe, den Ausdruck nicht auf beispielsweise Malerei zu beschränken. Es empfiehlt sich daher, im Vorfeld Raum für Bewegung zu schaffen und diverses Material bereitzustellen (vgl. Transkript IP5 A, Pos. 15), um vielfältige Ausdrucksformen und sinnliche Erlebnisse zu ermöglichen.
5.1.4.3 Therapeutinnen- und Klientinnensystem
Die Einbindung der SK in interdisziplinäre Teams verbessert die Qualität und Nachhaltigkeit therapeutischer Maßnahmen (vgl. Schulze-Stampa & Schmid 2020; siehe Kapitel 4.1.2, 4. Karte: SK-Forschung und 6. Karte: SK-Praxis in derKlinik). Es ist daher ratsam, aktiv den Austausch mit anderen Berufsgruppen zu suchen und zu fördern. Die Einbindung von Familienmitgliedern und Bezugspersonen (vgl. Ortiz et al. 2018; siehe Kapitel 4.1.2, 6. Karte: SK-Praxis in der Klinik; Kapitel 4.2.1.2) sollte individuell geprüft werden, um die Nachhaltigkeit therapeutischer Maßnahmen zu unterstützen. Hierzu empfiehlt es sich, gemeinsam mit Klientinnen abzuwägen, ob der Miteinbezug anderer erfolgen sollte oder nicht (z. B., um einen bestehenden Schutzraum nicht zu gefährden; vgl. Transkript IP5 B, Pos. 9).
5.1.4.4 Prozessorientierte Arbeitsweise
Aufgaben sollten so gestaltet werden, dass sie weder über- noch unterfordern (vgl. Transkript IP3, Pos. 66; siehe Kapitel 4.2.1.2; 5.1.2). Es erscheint daher sinnvoll, sich als Therapeutin hinreichend zum Sprachniveau und die kognitiven sowie physischen Fähigkeiten der Klientinnen zu informieren, bevor über die Herangehensweise zur Intervention entschieden wird. Therapeutinnen sollten eine flexible Arbeitsweise anstreben, die Strukturierungsbe- darfe der Klientinnen in Einklang mit deren individuellen Prozessen bringt. Es bietet sich zudem an, Prozesse zu initiieren, welche sich in ihrer Aufgabenstellung an wahrgenommenen Aufträge und Ziele der Klientinnen orientieren, aber auch deren individuelles Tempo (vgl. Transkript IP5 A, Pos. 52) und Versorgungsleitlinien spezifischer Krankheitsbilder (vgl. Naphausen & Neuert 2017: 200) berücksichtigen. Das parallele ,Mit‘-gestalten (siehe Kapitel 2.3) dient der Ermutigung zum Einstieg in künstlerische Prozesse, insbesondere, wenn diese einschüchternd auf Klientinnen wirken (vgl. Bragge & Fenner 2009: 26). Zudem werden soziale Interaktions- und Beziehungserfahrungen ausgeweitet, um die Kommunikation in Sprache und analoger Form zu fördern und den isolierten Standpunkt einer unbeteiligten beobachtenden, therapierenden Person zu verlassen (vgl. ebd.). Gestalten sich Situationen auch für Therapeutinnen als überfordernd, zeigt sich, dass analoger Ausdruck auch auf professioneller Seite zur Selbstreflektion oder Selbstfürsorge verwendet werden kann (siehe Kapitel 4.2.1.1). Am Beispiel von Royster (2021) zeigt sich, dass sich dies als nonverbale Form der Intervention (siehe Kapitel 5.1.2) sehr erfolgreich nutzen lässt, um die
Neugierde - möglicherweise durch sinnliche Aktivierung - der Klientinnen anzuregen. Dies sollte Therapeutinnen dazu ermutigen, sich weiter mit nonverbalen Methoden auseinanderzusetzen.
5.1.4.5 Förderung intermodaler Arbeitsweisen
Modelle wie das IDEC® (vgl. Eberhart & Paolo Knill 2010; siehe Kapitel 2.4; 4.1.2, 6. Karte: SK-Praxis in der Klinik) sprechen für vielfältige Methodenkombinationen zur Dezentrierung von Anliegen, um in explorative, spielerische Prozesse einzusteigen (vgl. Meschke & Weitkamp 2021: 114-115). Therapeutinnen sollten hierzu wechselnde Formate und Materialien nutzen, um die Arbeitsprozesse sinnlich anzureichern und eine Exploration zu begünstigen. Es erscheint ratsam, hierzu Expertisen der verschiedenen künstlerischen Therapien zu berücksichtigen. Es wird empfohlen, sich mit bereits bestehenden intermodalen Methoden wie dem NIG und IDEC® auseinanderzusetzen und sich darin weiterzubilden, um das Verständnis über die Herangehens- und Wirkweisen zu vertiefen.
5.1.4.6 Zur Förderung der Dokumentations- und Forschungskompetenzen
In Anbetracht der Evidenzlücken in der SK (siehe Kapitel 4.1.2; Anhang D) erscheint es notwendig, dass Praktizierende sich Kompetenzen in der Dokumentation ihrer Arbeit aneignen und Forschung innerhalb des Fachbereichs tätigen. Die Nutzung von Dokumentationsverfahren wie liGART oder anderen in den SK-Karten (siehe Tab. 33) aufgezeigten Modellen hilft, die eigene Arbeit zu reflektieren sowie forschungsmethodische Kompetenzen zu entwickeln, um systemisch-orientierte Perspektiven in die Praxis und Forschung zu integrieren (vgl. Schulze 2019: 268; Kriz 2003: 123-125).
5.1.4.7 Zum therapeutischen Rollenverständnis
Eine professionelle Haltung (siehe Kapitel 4.2.3), die sich durch Ausbildung und Praxis entwickelt, erweist sich als vorteilhaft, um gesellschaftlichen Wertvorstellungen, starren Rollenverständnissen und institutionellen Rahmenbedingungen zu begegnen. Sie zeichnet sich durch Lösungsorientierung und Personenzentrierung aus, wodurch Klientinnen Vertrauen in ihr Potenzial zur Entwicklung eigener Lösungen erhalten. Hierzu empfiehlt sich insbesondere die Lektüre von Subjekt und Lebenswelt von Jürgen Kriz (2017) aber auch der in Kapitel 4.1.2 und in den Karten hervorgehobenen Werke der Kategorie Haltung/Konzeption (siehe Anhang D).
Die SK bietet durch die Integration systemischer und kunsttherapeutischer Ansätze flexible und individualisierbare Möglichkeiten therapeutischer Interventionen. Sie erfordert eine fundierte theoretische Basis, die beide Disziplinen vereint, sowie eine klare Begriffsbildung und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Diskussion fasst die zentralen Erkenntnisse dieser Arbeit zur Theorie, Praxis, Zielgruppen und Abgrenzung der SK zusammen, beleuchtet methodische Herausforderungen und leitet praxisrelevante Empfehlungen ab. Besondere Schwerpunkte liegen auf der explorativen Rahmung, nonverbalen Methoden und der Förderung einer professionellen Haltung, die vielfältige Zielgruppen anspricht und zur Entwicklung einer effektiven Gesundheitsversorgung beiträgt.
5.2 Reflexion der Forschungsmethodik
Die Methodenkombination aus Literaturreview und Interviews erwies sich als zweckmäßig, um das Feld der Systemischen Kunsttherapie zu strukturieren, zentrale Themen zu identifizieren und den Erkenntnisrahmen zu erweitern. Im weiteren Verlauf der Diskussion werden die methodischen Aspekte der Arbeit näher betrachtet und Stärken, Schwächen der hier genutzten Forschungsinstrumente, persönliche Einflussfaktoren sowie weitere zukünftige Perspektiven reflektiert.
5.2.1 Perspektiven und Herausforderungen des Scoping Reviews
Der Scoping Review bietet eine umfassende Übersicht über das Forschungsthema und richtet sich an Therapeutinnen, Ausbilderinnen und Studierende, die sich einen Überblick über die Evidenzlage zur systemisch-kunsttherapeutischen Praxis verschaffen möchten. Die Karten ermöglichen eine zielgerichtete Suche nach Literatur und Forschungslücken. Der breite Einbezug von Daten (siehe Kapitel 3.1.2) schränkt jedoch die Aussagekraft einzelner Studien ein und erschwert eine klare Differenzierung des Fachbereichs zu angrenzenden Verfahren.
Für die weiterführende Erforschung des Themas bieten sich vertiefende Analysen der vorhandenen Daten und eine systematische Erweiterung des Datenumfangs an. Beispielsweise könnte eine qualitative Analyse der Studien bedeutsame Inhalte für die Ausübung und
Wirksamkeit der Methodik sowie die Bedarfe der Klientinnen determinieren. Die identifizierten Themen im Review könnten für eine Clusteranalyse (vgl. Bacher et al. 2011: 15-21) genutzt werden, um Muster oder typische Kombinationen in den Daten - etwa, welche Interventionen häufig mit bestimmten Zielgruppen oder Settings eingesetzt werden - zu erkennen. Dies würde eine übersichtlichere Darstellung methodologischer Ansätze ermöglichen und potenziell neue Muster und Gruppen aufzeigen. Zur systematischen Erweiterung des Datenumfangs könnte das Konzept der Living Syslemalic Reviews 51 der Cochrane Stiftung herangezogen werden. Dieses Verfahren ermöglicht die kontinuierliche Integration neuer Evidenz durch regelmäßige Überwachung und die sofortige Einbindung aktueller Erkenntnisse.
5.2.2 Limitationen und Potenziale der Interviews
Da das Ziel verfolgt wurde, anhand der Interviews erste Erkenntnisse zur Orientierung im Fachgebiet der SK zu generieren, wurde keine Datensättigung angestrebt, was wiederum für zukünftige Interviewstudien und Fokusgruppen von Interesse sein könnte. Die begrenzte Stichprobe und dass die befragten Expertinnen ausschließlich innerhalb der Fachgruppe akquiriert wurden, erschwert die Generalisierbarkeit und lässt Expertinnen aus anderen Feldern unberücksichtigt. Es wurdenjedoch umfassende und nützliche Einsichten zur Festigung der SK-Praxis gewonnen, die es weiter zu überprüfen gilt. Größer angelegte Erhebungen, welche sowohl Therapeutinnen als auch Klientinnen der SK einbeziehen, könnten die bestehenden Ergebnisse weiter untermauern und neue Perspektiven zutage bringen. Es bleibt offen, ob die Ergebnisse dieser Arbeit für potenzielle Adressatinnen ausreichend Mehrwert bieten. Hierzu könnten die Erkenntnisse der Fachgruppe der DGSF oder anderen Interessensgruppen präsentiert und anhand des Feedbacks kritisch reflektiert werden.
5.2.3 Phasen der Evidenzlegung
Wittchen und Jacobi (2007: 10) heben bezüglich der Entwicklung von Psychotherapieverfahren die phasenweise Legitimation von Therapieformen hervor, indem sie einen Vergleich zur Evidenzlegung in der Pharmaprüfung ziehen (siehe Tab. 20). Darüber lassen sich Schlüsse zur Verortung neuer Verfahren in ihrer Konzeption und Evaluation sowie weiterer notwendiger Schritte ziehen (vgl. ebd.). Der Review (siehe Kapitel 3.1) konnte hierzu einen Beitrag leisten und ein deutliches Ungleichgewicht zwischen theoretischer Literatur und empirischer Evidenz aufzeigen (siehe Abb. 17).
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 20 Vier Phasen der Psychotherapieprüfung in Analogie zur Pharmaprüfung Quelle: Ebd.
Es lassen sich, wie in Tab 20. beschrieben, ein hoher Anteil an theoretischen Werken aber auch verlaufsbeschreibenden Einzelfallstudien erkennen. Dies deutet daraufhin, dass sich die SK vornehmlich in einer konzeptionellen und explorativen Phase verortet (siehe Tab. 20, Phase I und II).
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 17 Prozentualer Anteil der Evidenzarten der SK in den Karten Quelle: Eigene Darstellung
Bevor eine umfassende Wirksamkeitsprüfung in kontrollierten Studien (Phase III) möglich ist, müssen zunächst die Durchführbarkeit und der potenzielle Nutzen weiter untersucht werden. Die Expert:inneninterviews (siehe Kapitel 3.2) unterstützen die Exploration des SK- Ansatzes, indem sie dessen Durchführbarkeit sowie Relevanz prüfen und Hypothesen für weitere Studien generieren. Es gibt jedoch kritische Stimmen, die den ,Goldstandard‘ für den Wirksamkeitsnachweis künstlerischer Therapien infrage stellen, da Kunst sich nicht standardisieren lässt und schwer in herkömmliche wissenschaftliche Modelle passt (vgl. Kriz 2011; Knill 2007). Insbesondere Beziehungsphänomene, die zentral für künstlerische Therapien sind, werden in evidenzbasierten Modellen wie EbM kaum berücksichtigt:
Auch kann Kunst nicht als Medikament betrachtet werden, da sie ihrem Wesen nach niemals als reproduzierbare standardisierte Substanz verabreicht wird und schon gar nicht einem biochemischen Metabolismus zugehört. (Knill 2007: 64.)
Systemisch-orientierte Forschungsansätze wie das UGART-Modell (vgl. Schulze 2019), welche sich mit Interaktionsphänomenen auseinandersetzen, bergen das Potenzial, diesen Herausforderungen zu begegnen. Hieraus lässt sich schließen, das zukünftige Studien sich vorrangig mit der Identifikation und Entwicklung forschungsangemessener Modelle für die Kunsttherapie befassen sollten, die den spezifischen Anforderungen dieses Feldes gerecht werden.
5.2.4 Persönliche Einflussfaktoren
Zwei zentrale Aspekte motivierten die Wahl dieses Themas: Zum einen weckte die Lektüre von Meschke und Weitkamp (2021) Neugier auf die genaue Methodik der SK in der zugrunde liegenden Studie. Zum anderen entstand der Wunsch, die eigene Praxis und ihre Verbindung zwischen systemischen sowie kunsttherapeutischen Ansätzen durch fundierte Argumente zu stärken.
Um den Einfluss persönlicher Motivation auf die Ergebnisse zu minimieren und Bias im Studiendesign gering zu halten, wurden Checklisten eingesetzt (siehe Anhang G1; G2). Der Mangel an negativen Aspekten und Kontraindikationen der SK sowie die Bestätigung der Annahme, dass Kunsttherapie und systemische Ansätze starke Gemeinsamkeiten aufweisen (siehe Kapitel 4.2.2.2), könnten auf einen subjektiven Bias hindeuten. Zusätzlich beeinflusste der Wechsel zwischen den Rollen als Student, Berater, Kunsttherapeut und Forscher die Studie erheblich. Während die berufliche Tätigkeit zeitliche Konflikte mit der Forschung hervorrief, ermöglichte sie zugleich die Reflexion neuer Erkenntnisse in der eigenen Praxis. Die selbständige Durchführung der Studie in diesem Umfang stellte eine Herausforderung dar und erforderte eine intensive Auseinandersetzung mit den genutzten Instrumenten, er- möglichtejedoch auch Flexibilität und Selbstbestimmung.
6 Fazit
Das Ziel dieser Studie war es aufzudecken, inwiefern sich systemische und kunsttherapeutische Ansätze in der Praxis sinnvoll integrieren lassen, um daraus Empfehlungen für Therapeutinnen abzuleiten. Die methodische Herangehensweise kombiniert einen Scoping Review und eine qualitative Interviewstudie, um die SK hinsichtlich ihrer Schlüsselkonzepte, Zielgruppen und kontextbezogenen Anwendungen zu untersuchen. Der Scoping Review zielte darauf ab, eine Übersicht über bestehende Literatur, Forschungslücken und Ansätze zur Integration von Systemik und Kunsttherapie zu erstellen. Dafür wurden die Datenbanken OPAC der Hochschulbibliothek Nordhausen (HSN), PubMed, Cochrane Library, BASE, Google Scholar, ScienceDirect, JStor, Wiley Online Library und SciSpace durchsucht. Die identifizierten Studien wurden anhand klarer Auswahlkriterien gescreent und in Karten visualisiert und indiziert, um zielgruppen- und kontextbezogene Daten systematisch darstellen. Die qualitative Untersuchung ergänzte diese Ergebnisse durch teilstrukturierte Interviews mit fünf Expertinnen aus der Fachgruppe „Künstlerische ProzessGestaltung“ der DGSF, wobei berufliche Vielfalt und unterschiedliche Spezialisierungen berücksichtigt wurden. Die Interviews wurden mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse in MAXQDA und ergänzender Kl-gestützter Zusammenfassungen ausgewertet, um praxisnahe Einblicke in die Integration von Systemik und Kunsttherapie zu gewinnen. Die Ergebnisse der Studien wurden sowohl schriftlich als auch tabellarisch aufbereitet, um ein umfassendes Bild der SK- Praxis und ihrer theoretischen Grundlagen zu bieten.
Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Verbindung beider Ansätze sich als unkompliziert gestaltet, da sie einander ergänzen, bereichern und zugleich neue Perspektiven eröffnen. Eine zentrale Fragestellung dieser Arbeit war, wie sich die SK als eigenständiges Verfahren abgrenzen lässt. Die Betrachtung der Ergebnisse zeigte, dass systemische Methoden mit ihrer verbalen Struktur und ihren Denkansätzen die Kunsttherapie sinnvoll ergänzen, während die Kunsttherapie durch nonverbale Zugänge breitere Zielgruppen erreicht. Dabei profitieren beide Ansätze voneinander: Die Systemische Therapie ermöglicht es, schwer verbalisierbare Emotionen in strukturierte, heilsame Prozesse zu überführen, während die Kunsttherapie ihr Spektrum durch systemische Methoden und deren erkenntnistheoretischen Ansatz erweitert.
Es zeigt sich, dass in der SK ein integratives Denk- und Handlungsmodell erforderlich ist, das den vielfältigen wissenschaftlichen Hintergrund und die Synergien beider Ansätze reflektiert. Die SK vereint damit die strukturierte Ressourcenorientierung der Systemik mit der emotionalen Tiefe und Ausdruckskraft der Kunsttherapie. Diese Verbindung führt zu einer eigenständigen, integrativen Methode, die durch ihre Alleinstellungsmerkmale hervorsticht.
Zudem wurde untersucht, für welche Zielgruppen die SK besonders geeignet ist und welche Indikationen ihren Einsatz begünstigen. Die Integration systemischer Prinzipien und kreativer Ausdrucksmöglichkeiten erweist sich als vielversprechendes Modell, welches insbesondere bei der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, sowie deren Familien Anklang findet. Durch ihre Anpassungsfähigkeit zeigt die SK Potenzial für weitere vielfältige Zielgruppen, insbesondere für Personen mit Kommunikationsschwierigkeiten, emotionalen Belastungen oder kognitiven und körperlichen Einschränkungen. Studien und Interviews belegen ihren Nutzen in Schulen, Kliniken und sozialen Kontexten, wobei eine Anpassung der Methodik, Therapiedauer und Materialwahl an spezifische Bedürfnisse erforderlich ist. Die Einbindung von Familienmitgliedern kann in bestimmten Settings förderlich sein, während Forschungslücken insbesondere in der Arbeit mit älteren Menschen bestehen. Nonverbale Methoden bieten zudem nicht nur Vorteile für Klientinnen, sondern auch für Therapeutinnen zur Selbstfürsorge und Intervention.
Dazu schloss die Frage an, welche Erkenntnisse aus dem Vergleich zwischen Literaturund den aktuellen Erfahrungen von Praktizierenden der SK in Bezug auf praxeologische und theoretische Aspekte abgeleitet werden können. Der Abgleich zeigt, dass Familienorientierte Kunsttherapie ein zentraler Bereich in Literatur und Interviews ist, ergänzt durch Methoden wie NIG und LOM ®. Expertinnen heben die Bedeutung nonverbaler Ausdrucksformen und einer offenen Herangehensweise zur Förderung vielfältiger Möglichkeiten hervor. Die Integration der SK in multiprofessionelle Teams sowie intermodale Ansätze wie IDEC ® zeigen großes Potenzial für die Gesundheitsversorgung. Niederschwellige Methoden, geeignete Räume und unkonventionelle Ansätze unterstützen den Einstieg und die Vertiefung in prozessorientierte Arbeitsweisen. Der theoretische Abgleich zeigt ein solides Fundament der SK, mit Parallelen zwischen Beuys' kunsttheoretischen Konzepten und systemischen Ansätzen, insbesondere zur Prozessorientierung und den positiven Effekten kreativen Tuns. Die begriffliche Unklarheit der Kunsttherapie erschwert jedoch ihre Abgrenzung und Akzeptanz in interdisziplinären Kontexten. Die theoretische Vielfalt der SK bietet Potenziale, zeigt jedoch auch Herausforderungen, da einheitliche Konzepte fehlen, die spezifische Krankheitsbilder, Zielgruppen und Settings berücksichtigen. Die systemische Perspektive ermöglicht zudem eine vertiefte Betrachtung von Inter- aktions- und Beziehungsphänomenen in der Arbeit mit Klientinnen.
Die Untersuchung mündet in der zentralen Forschungsfrage, welche sich damit befasste aufzudecken, inwiefern sich systemische und kunsttherapeutische Ansätze in der Praxis sinnvoll integrieren lassen, um daraus Empfehlungen für Therapeutinnen abzuleiten. Anhand der Untersuchung gelang es umfassend Nachweise über die erfolgreiche Kombination der Ansätze zu erbringen und ihre therapeutischen Potenziale zu erörtern. Daraus konnten folgende Empfehlungen abgeleitet werden:
1. Aneignung fundierter Kenntnisse in system- und kunsttherapeutischen Konzepten sowie Verständnis für die Wirkweisen kreativer Methoden und Materialien durch Weiterbildung und Praxis.
2. Durchführung provisorischer Maßnahmen wie der systemischen Analyse einer Thematik und der Bereitstellung vielfältiger Materialien sowie von Bewegungsräumen zur umfassenden Vorbereitung und Erleichterung des Ausdrucks.
3. Interdisziplinäre Zusammenarbeit und bedarfsorientierter Einbezug des sozialen Umfelds zur Steigerung der Qualität und Nachhaltigkeit der SK.
4. Kombination von Strukturierung und Prozessorientierung, angepasst an die Fähigkeiten der Klientinnen, sowie die Anwendung parallelen Gestaltens und nonverbaler Methoden, um Vertrauen und Interaktion zu fördern.
5. Einsatz verschiedener Medien und Methoden wie NIG und IDEC®, um explorative Prozesse anzuregen, unter Berücksichtigung anderer KüTh.
6. Entwicklung von Kompetenzen in Dokumentationsverfahren wie UGART, um die eigene Praxis zu reflektieren und die Evidenzbasis der SK zu stärken.
7. Ausbildung einer professionellen, lösungs- und personenzentrierten Haltung, um gesellschaftliche Normen sowie starre Rollenbilder zu hinterfragen und Selbstwirksamkeit bei Klientinnen zu fördern.
Zusammenfassend zeigt die Untersuchung, dass die SK ein innovativer und vielseitiger Ansatz ist, der systemische und kunsttherapeutische Prinzipien erfolgreich in Praxis und
Theorie integriert. Die Empfehlungen spiegeln zwar Kernaspekte dieser Integration wider, jedoch finden sich in den Kapiteln 5.1.1-5.1.3 weiterführende Hinweise zur SK-Praxis und -Theorie. Dabei werden nicht nur die breite Anwendbarkeit der SK in unterschiedlichen Kontexten verdeutlich, sondern auch konkrete Empfehlungen für die Praxis und Forschung geliefert.
Anhand einer Datenbankrecherche wurden Studien zur SK in eine engere Auswahl genommen und in Form von Karten aufbereitet, um ein umfassenderes Bild der Evidenzlage und Forschungslücken in einem Scoping Review abzubilden. Hierdurch wurde ein Beitrag dazu geleistet, die aktuelle Quellenlage übersichtlicher zu gestalten und das bestehende Wissen zur Integration systemischer und kunsttherapeutischer Ansätze strukturiert und zentral zugänglich zu machen. Die qualitative Analyse von Interviews mit Expertinnen konnte dazu beitragen, Kernaspekte einer Professionalisierung im Bereich der SK zu erörtern und ein Bild der gegenwärtigen Praxis zu vermitteln. Dies schließt als weitere empirische Studie zur explorativen Untersuchung der Wirkweisen der SK auf Jugendliche von Meschke und Weitkamp (2021) an.
Für die Interpretation der Studienergebnisse sind hierbei einige Limitationen zu berücksichtigen. Die Generalisierbarkeit der Ergebnisse ist eingeschränkt, da nur eine begrenzte Anzahl von Datenbanken durchsucht werden konnte. Auch die kleine Stichprobe an Expertinnen und ihre Auswahl innerhalb der Fachgruppe der DGSF schränkt die Aussagekraft ein. Ein weitere Begrenzung ist der wesentliche methodische Bezug auf Aspekte der bildenden Kunst und des Schreibens, sodass keine Aussagen über andere Kunstformen getroffen werden können.
Besonders in der Forschung wird die Kunsttherapie durch den systemischen Fokus auf Kommunikation gestärkt, der künstlerische Prozesse als zentralen Gegenstand differenzierter Betrachtung einbezieht. Dennoch bleibt die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen bestehen, um Wirksamkeit und Anwendbarkeit der SK zu validieren und bestehende Evidenzlücken zu schließen. Besonders im Kontext spezifischer Zielgruppen, wie Menschen über 65 Jahre, bleiben offene Fragen, etwa zur Nützlichkeit der SK und den Gründen für die bisherige Unterrepräsentation dieses Bereichs. Zukünftige Studien könnten die Ergebnisse aus Review und Interviews nutzen, um geeignete Verfahren zur Evidenzlegung der SK zu entwickeln.
Hierbei sollte der Fokus auf bislang vernachlässigte Zielgruppen, wie Menschen mit spezifischen Krankheitsbildem oder Behinderungen, gelegt werden. Ebenso könnte die Rezeption der SK innerhalb bestimmter Geschlechter analysiert werden, um die Vielfalt der Anwendungsbereiche besser zu verstehen. Zusätzlich bedarf es einer intensiveren Untersuchung der spezifischen Vorteile und Herausforderungen aus Sicht der Betroffenen und ihres sozialen Umfelds. Hierbei ist es notwendig, auch potenzielle Risiken wie Überforderung und deren Auswirkungen auf Klientinnen zu berücksichtigen, um Standards und Ausbildung in der SK weiterzuentwickeln. Darüber hinaus fehlen zentrale methodische Leitlinien für den kombinierten Einsatz systemischer und kunsttherapeutischer Ansätze, ebenso wie empirische Daten zu den klinischen Ergebnissen der SK-Praxis, was die Bewertung ihrer Wirksamkeit erschwert. Die Ausbildung von Therapeutinnen, die beide Ansätze wirksam integrieren können, ist ebenfalls unzureichend erforscht. Zukünftige Forschung könnte dabei auch die praktische Umsetzung prozessorientierter Ansätze in der SK verbessern, indem Wechselwirkungen zwischen Strukturierung und Prozessorientierung untersucht werden. Dies umfasst die Entwicklung intermodaler Methoden für spezifische Zielgruppen und Settings sowie die Definition notwendiger Kompetenzen für Therapeutinnen, um die Integration systemischer und kunsttherapeutischer Ansätze nachhaltig zu fördern.
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White, M. & Epston, D. 2024. Die ZähmungderMonster, Heidelberg: Carl-Auer.
Wichelhaus, B. 2003. Dialogisches Gestalten, Kunsttherapeutische Übungen als Partnerarbeit. K+U. Sonderband: Kinder- und Jugendzeichnung, 153-157.
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WMA 2013. WMA Deklaration von Helsinki - Ethische Grundsätze für die medizinische Forschung am Menschen. 64. WMA-Generalversammlung. Fortaleza (Brasilien).
Anhangsverzeichnis
Anhang A: Literaturliste der Fachgruppe künstlerische ProzessGestaltung.. 104
Anhang B: Suchprotokolle Datenbanken
Google Scholar (01.06.2024 - 08.06.2024)
OPAC HSN (02.06.2024)
BASE-Search (03.06.2024):
PubMed (02.-03.06.2024):
ScienceDirect (02.06.2024 - 25.06.2024)
Jstor (03.06.2024 - 12.06.2024)
Wiley Online Library (03.06.2024 - 09.06.2024)
SCISPACE (08.06.2024)
Cochrane Library (03.07.2024 - 06.07.2024)
Anhang C: Beispieltabelle für die Extraktion von Studiendaten/-ergebnissen
Anhang D: Karten der Literatur zur SK-Praxis
Anhang E: Index empfohlene Literatur mit Kommentaren
Anhang F: Methoden-/Konzepte-Ranking basierend aufHäufigkeit:
Anhang G1: PRISMA-ScR Checkliste
Anhang G2: COREQ-Checkliste
Anhang H: Übersetzung Forschungsfrage in Interview Leitfragen
Anhang I: Interview-Leitfaden
Anhang J: Einverständniserklärung Interview
Anhang K: Transkripte
Transkript IP1A
Transkript IP1B
Transkript IP
Transkript IP
Transkript IP
Transkript IP5 A
Transkript IP5 B
Anhang L: Transkriptionsregeln nach MAXQDA
Anhang M: Induktive Kategorien der IPA-Analyse mit IP
Anhang N: Ergebnisse sekundäre Themen der qualitativen Inhaltsanalyse
Anhang O: Sozialdemographische Daten Interviewpartnerinnen
Anhang A: Literaturliste der Fachgruppe künstlerische ProzessGestaltung 52 Fachgruppe für Künstlerische ProzessGestaltung Literatursammlung
Bitte Ergänzungen/ Anmerkungen an XY senden
• Anklam, Sandra & Meyer, Verena (2013):
Life. On Stage. Handbuch Theatertherapie. Straßburg/Uckermark: Schibri.
• Anklam, Sandra und Reyer, Thomas und Meyer, Verena:
Didaktik undMethodik in der Theaterpädagogik- Szenisch-Systemisch: Eine Frage derHal- tung!?. 2.Auflage 2020, Klett/ Kallmeyer, Friedrich Verlag, Hannover.
• Baer, Udo:
'Kreative Keibtherapie' Semnos.
• Baer, Udo:
Gefühlssterne, Angstfresser, Verwandlungsbilder ... 10. Auflage 2018, Semnos, Neukirchen
Vluyn.
• Baer, Ulrich:
666 Spiele-fürjede Gruppefür alle Situationen. 24.Auflage 2011, Klett, Kalleyer- Friedrich
Verlag, Hannover.
• Batchelor, David:
Chromo Phobie - Angst vor der Farbe 2002, Wuv Universitätsverlag, Wien.
• Behfeld, M. & Sinapius, P. (Hrsg., 2021):
Handbuch Künstlerischer Therapien; Kritik und Philosophie der therapeutischen Praxis.
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
• Bleckwedel, Jan:
Systemische Therapie in Aktion - KreativeMethoden in der Arbeit mit Familien und Paaren.
Göttingen, Vandehoeck & Ruprecht, 2008.
• Clavee, Sebastian/ Vogt, Manfred/ Hubert-Schnelle, Christiane:
Brüderchen und Schwesterchen- Geschwisterbeziehungen als Kraftquellen nutzen.
In : Familiendynamik - Zeitschrift Systemische Praxis und Forschung. Heft 4/ 2010, Klett- cotta Verlag, Stuttgart.
• Anne Dahm-Puchalla:
'Mit Gefühlen kunsttherapeutisch arbeiten' Semnos.
• Egger, Bettina:
Urformen desMalens - Spuren der Wandlung und kunsttherapeutische Anwendung 2015, Ho- grefe, Bern.
• Egger, Bettina / Merz, Jörg:
LösungsorientierteMaltherapie - Wie BilderEmotionen steuern 2. Auflage 2015, Huber, Ho- grefe AG, Bern.
• Dietrich, Nicole B. und Dietrich, Daniel J. und Knill, Paolo J.:
Die Anwendung von kunstorientiertenMethoden in der systemischen Praxis.
In: Kontext, Zeitschrift für Systemische Therapie und Familientherapie der DGSF, Band 49, Göttingen, Vandehoeck & Ruprecht 2018.
• Heimes, Silke:
Künstlerische Therapien. Göttingen, Vandehoeck & Ruprecht, 2010.
• Heimes, Silke:
Warum schreiben hilft: die Wirksamkeitsnachweise zurPoesietherapie. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 2012.
• Heimes, Silke, Rechenberg-Winter, Petra, Haussmann, Renate (Hrsg):
Praxisfelder des kreativen und therapeutischen Schreibens. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 2013.
• Hüther, Gerald:
DieMacht der inneren Bilder - Wie Visionen das Gehirn, denMenschen und die Welt verändern. Göttingen, Vandehoeck & Ruprecht, 2009.
• Janschek- Schlesinger, Ruth:
Praxisbuch Dialogisches Gestalten - Kommunizieren mit künstlerischenMaterialien. Bern, Hogrefe - Verlag, 2020.
• Kiel, Volker:
Analoge Verfahren in der systemischen Beratung 2020, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen.
• Kindl-Beilfuß, Carmen:
Fragen können wie Küssen schmecken — 111 Fragekartenfür Therapie, Beratung und Coaching. Carl - Auer - Verlag.
• Kindl-Beilfuß, Carmen:
Fragen können wie Küsse schmecken — Systemische Fragetechniken fürAnfänger und Fortgeschrittene 6. Auflage 2015, Carl Auer, Heidelberg.
• Knill, Paolo J. & Eberhart, Herbert:
Lösungskunst — Lehrbuch der kunst- und ressourcenorientierten Arbeit. 2. A.
Göttingen, Vandehoeck & Ruprecht, 2010.
• Kriz, Jürgen:
Chaos, Angst und Ordnung- Wie wir unsere Lebenswelt gestalten. Göttingen, Vandehoeck & Ruprecht, 3. Auflage, 2011.
• Leutkart, Christine/ Wieland, Elke/ Witensohn-Baader (Hrsg):
Kunsttherapie aus derPraxisfür die Praxis-Materialien,Methoden, Übungsverläufe.
Verlag Modernes Leben Dortmund, 3. Aufl. 2010.
• Leutkart, Christine / Wieland, Elke / Wirtensohn-Baader, Irmgard (Hrsg.): Kunsttherapie aus der Praxisfür die Praxis Band 2 2014, Verlag modernes Lernen, Dortmund.
• Menzen, Karl-Heinz:
Grundlagen derKunsttherapie 5. Auflage 2021, utb, München.
• Moser, Christian:
Monster des Alltags — das Lexikon der menschlichen Schwächen.
Hamburg, Carlsen - Verlag, 2007.
• Pennebaker, James W.:
Heilung durch Schreiben. Ein Arbeitsbuch zur Selbsthilfe. Bern, Huber, 2010.
• Rechenberg-Winter, Petra, Haussmann, Renate:
Arbeitsbuch kreatives und biografisches Schreiben. Gruppen leiten. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 2015.
• Rechenberg-Winter, Petra:
Leid kreativ wandeln. Biografisches Schreiben in Krisenzeiten. Vandenhoeck & Ruprecht, 2015.
• Rechenberg-Winter, Petra, Randow-Ruddies, Antje:
Poesietherapie in der systemischen Praxis. Interventionenfür Einzel-, Paar-, Familien- und Gruppentherapie. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 2017.
• Retzlaff, Rüdiger:
Spiel-Räume - Lehrbuch der systemischen Therapie mit Kindern und Jugendlichen 7. Auflage 2019, Klett-Cotta, Stuttgart.
• Schemmel, Heike & Selig, Dietmar & Janschek-Schlesinger, Ruth:
Kunst als Ressource in der Therapie- Praxisbuch der systemisch-lösungsfokussierten Kunsttherapie. Tübingen, DgvtVerlag, 2008.
• Schuster, Martin / Ameln-Haffke, Hildegard:
Selbsterfahrung durchMalen und Gestalten — die therapeutische Kraft der Kunst nutzen 2013, Hogrefe, Göttingen.
• Schreiber, Birgit:
SchreibenzurSelbsthilfe. Wortefinden, Glück erleben, gesund sein. Berlin, Springer, 2017.
• Stadler, Christian & Spitzer-Prochazka, Sabine & Kern, Eva & Kress, Bärbel:
Act Creative' - Effektive Toolsfür Beratung, Coaching, Psychotherapie und Supervision.
Stuttgart, Klett-Cotta, 2016.
• Trüg, Dr.pil.Erich & Kersten, Marianne:
Praxis der Kunsttherapie - Arbeitsmaterialien und Techniken. 3.A.
Stuttgart, Schattauer, 2013.
• Sinapius, Peter und Jahn, Hannes (Hrsg):
TRANSFORMATION,Künstlerische Arbeit in Veränderungsprozessen - Grundlagen und Konzepte. Berlin, HPB University Press, 2015.
• Sinapius, P. (Hrsg.):
Intermedialität und Performativität in den Künstlerischen Therapien. HPB University Press, Hamburg, Potsdam, Berlin 2001.
• Unterhölzer, Carmen C.:
Es lohnt sich, einen Stift zu haben. Schreiben in der systemischen Therapie und Beratung.
Heidelberg, Carl Auer, 2017.
• Vopel, Klaus:
Kunsttherapiefür Kinder -100 Ideen zum Zeichnen undMalen 3. Auflage 2016, Iskopress, Ssalzhausen.
• Wahzl, Pit, Lehmkuhl, Ulrike (Hrsg):
Kunst und Psyche - Berührungspunkte und Begegnungen. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 2015.
• Wienands, Andras (Hg.):
System und Körper - KreativeMethoden in der systemischen Praxis. Göttingen, Vandehoeck & Ruprecht, 201.
• Winnicott,D.W.:
Die therapeutische Arbeit mit Kindern - Die Technik des Squiggle oder Kritzelspiels 2006, Gerardi, Karlsruhe.
• SchreibRÄUME:
Magazinfür Journal Writing, Tagebuch undMemoir.
Erscheint seit 2020 mit 2 Themenheften pro Jahr. Herausgeberinnen: Birgit Schreiber, Jo- hannaVerdal. Wien, Verlag punktgenau.
• SchreibRäume Hamburg:
http://www.schreibraeume-hamburg/ Antje Randow Ruddies: antje@randow-ruddies.de
Petra Rechenberg-Winter: schreibraeume@rechenberg-winter.com
• Systemische Supervisionsausbildung in Wien:
Für Interessentinnen der Systemisch-Kunsttherapeutischen-Methodenkombination
MGT -Akademie, Werdertorgasse 12/3, A-1010 Wien
Tel: +43 1 4096988 Fax: DW 88, E-mail: office@mgt.or.at
• Künstlerisch-Systemische Therapie (KST) jetzt auch DGSF-zertifiziert!:
An der Akademie der Kulturellen Bildung: Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW e. V.Küppelstein 34, 42857 Remscheid https://kulturellebildung.de/
Eine kleine Einführung gibt die Podcast-Folge:
https://threyer.de/podcast-einfuehrung-in-kuenstlerisch-systemische-therapie-kst/
• Tip eines Fachgruppenmitglieds:
Bzgl. Weiterbildung gibt es die 'Zukunftswerkstatt therapie kreativ', in Duisburg. Da kann man u.a. einen Abschluss als Kunsttherapeutin machen. Allerdings ist die Ausbildung nicht systemisch ausgerichtet.
Anhang B: Suchprotokolle Datenbanken
Google Scholar (01.06.2024 - 08.06.2024)
3. Suchanfrage (08.06.2024):
Suchstrategie: Systemische Kunsttherapie Systemtheorie ORLösungsorientiert ORKunst- therapie OR Kunst OR Maltherapie OR Therapie OR Beratung OR psych -Krankheit, -medizinisch, -Medizin, -Therapie, -biomedizinisch, -antiretroviral, -reproduktiv, -Strahl, - Krebs, -Pharma, -Medikament, -Antidepressiva, -Behandlung, -Physiotherap, -Ergotherap, -Logopädi, -biologisch, -Neurowissenschaft, -Geneti, -Hormon, -Ingenieur, -Informatik, - Freud, -Jung
Ergebnisse: 31 | Einbezogene Quellen: 0
2. Suchanfrage (07.06.2024):
Suchstrategie: Systemische Kunsttherapie Systemtheorie ORLösungsorientiert ORKunst- therapie OR Kunst OR Maltherapie OR Therapie OR Beratung OR psych
Ergebnisse: 1220 | Einbezogene Quellen: 0
1. Suchanfrage (01.06.2024):
Suchstrategie: Systemische Kunsttherapie
Ergebnisse: 1220 | Einbezogene Quellen: 870
OPAC HSN (02.06.2024)
8. Suchanfrage:
Suchstrategie: ("SystemischeKunsttherapie" OR "Systemisch*" OR "Systemtheorie" OR "Lösungsorientiert") AND ("Kunsttherapie" OR "Maltherapie") AND ("Therapie” OR "Beratung" OR "psych")
Ergebnisse: 38 | Einbezogene Quellen: 0
7. Suchanfrage:
Suchstrategie: ("SystemischeKunsttherapie" OR "Systemisch" OR "Systemtheorie" OR "Lösungsorientiert") AND ("Kunsttherapie" OR "Kunst" OR "Maltherapie") AND ("Therapie" OR "Beratung" OR "psych")
Ergebnisse: 28 | Einbezogene Quellen: 0
6. Suchanfrage:
Suchstrategie: ([ALL] Alle Wörter) systemisch* Kunst* psych*
Ergebnisse: 64 | Einbezogene Quellen: 4
5. Suchanfrage:
Suchstrategie: ([ALL] Alle Wörter) systemisch* Kunst psych*
Ergebnisse: 17 | Einbezogene Quellen: 4
4. Suchanfrage:
Suchstrategie: ([ALL] Alle Wörter) systemisch* Kunst psych
Ergebnisse: 1 | Einbezogene Quellen: 0
3. Suchanfrage:
Suchstrategie: (systemische) AND (Kunst)
Ergebnisse: 15 | EinbezogeneQuellen: 15
2. Suchanfrage:
Suchstrategie: (systemische) AND (Maltherapie)
Ergebnisse: 0 | Einbezogene Quellen: 0
I. Suchanfrage:
Suchstrategie: (systemische) AND (Kunsttherapie)
Ergebnisse: 38 | Einbezogene Quellen: 38
BASE-Search (03.06.2024) 53 :
\base
Standardsuche Erweiterte Suche Browsing Suchhistorie
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Abb. 18 Base-Search Suchprotokoll Teil 1
Quelle: Universitätsbibliothek Bielefeld 2024
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Entferne alle Suchen, die nicht gespeichert sind
Abb. 19 Base-Search Suchprotokoll Teil 2 Quelle: Ebd.
PubMed (02.-03.06.2024)54:
History and Search Details lF, Download g Delete
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Showing 1 to 28 of 28 entries
Abb. 20 PubMed Suchprotokoll
Quelle: National Center for Biotechnology Information (o. D.)
ScienceDirect (02.06.2024 - 25.06.2024)
II. Suchanfrage (25.06.2024):
Suchstrategie: Kunsttherapie
Ergebnisse: 272 | Einbezogene Quellen: 0
10. Suchanfrage (10.06.2024):
Suchstrategie: Maltherapie System
Ergebnisse: 19 | Einbezogene Quellen: 0
9. Suchanfrage (10.06.2024):
Suchstrategie: Maltherapie Lösungsorientiert
Ergebnisse: 2 | Einbezogene Quellen: 0
8. Suchanfrage (10.06.2024):
Suchstrategie: Systemisch Maltherapie
Ergebnisse: 12 | Einbezogene Quellen: 0
7. Suchanfrage (10.06.2024):
Suchstrategie: Kunsttherapie Familie
Ergebnisse: 134 | Einbezogene Quellen: 0
6. Suchanfrage (04.06.2024):
Suchstrategie: Kunst lösungsorientiert
Ergebnisse: 17 | Einbezogene Quellen: 0
5. Suchanfrage (04.06.2024):
Suchstrategie: Kunsttherapie lösungsorientiert
Ergebnisse: 9 | Einbezogene Quellen: 0
4. Suchanfrage (03.06.2024):
Suchstrategie: systemisch In thisjournal or book title: Kunsttherapie bei psychosomatischen Störungen (Zweite Ausgabe)
Ergebnisse: 8 | Einbezogene Quellen: 0
3. Suchanfrage (03.06.2024):
Suchstrategie: Systemische Kunsttherapie In thisjournal or book title: Kunsttherapie bei psychosomatischen Störungen (Zweite Ausgabe)
Ergebnisse: 8 | Einbezogene Quellen: 0
2. Suchanfrage (03.06.2024):
Suchstrategie: Systemische Kunsttherapie
Ergebnisse: 68 | Einbezogene Quellen: 0
1. Suchanfrage (02.06.2024):
Suchstrategie: ("SystemischeKunsttherapie" OR "Systemisch" OR "Systemtheorie" OR "Lösungsorientiert") AND ("Kunsttherapie" OR "Maltherapie") AND ("Therapie" OR "Beratung" OR "psych")
Ergebnisse: 49 | Einbezogene Quellen: 22
Jstor (03.06.2024 - 12.06.2024)
10. Suchanfrage (12.06.2024):
Suchstrategie: Kunsttherapie AND (Familie OR Partner OR Eltern)
Ergebnisse: 37 | Einbezogene Quellen: 0
9. Suchanfrage (12.06.2024):
Suchstrategie: Maltherapie AND (Systemische ORFamilie)
Ergebnisse: 15 | Einbezogene Quellen: 0
8. Suchanfrage (10.06.2024):
Suchstrategie: systemic art therapy painting family group
Ergebnisse: 1290 | Einbezogene Quellen: 0
7. Suchanfrage (10.06.2024):
Suchstrategie: systemic art therapy painting family
Ergebnisse: 1377 | Einbezogene Quellen: 0
6. Suchanfrage (10.06.2024):
Suchstrategie: systemic art therapy painting
Ergebnisse: 1616| Einbezogene Quellen: 0
5. Suchanfrage (04.06.2024):
Suchstrategie: ((((((Systemic) AND (art)) AND (therapy)) NOT (disease)) NOT (state))
NOT (antiretroviral)) NOT (reproductive) NOT (radiation)
Ergebnisse: 516 | Einbezogene Quellen: 0
4. Suchanfrage (04.06.2024):
Suchstrategie: ((((((systemic art therapy) NOT (disease)) NOT (tattoo)) NOT (state)) NOT (antiretroviral)) NOT (reproductive)) NOT (radiation))
Ergebnisse: 40 | Einbezogene Quellen: 0
3. Suchanfrage (04.06.2024):
Suchstrategie: ("Systemisch" OR "Systemtheorie" OR "Lösungsorientiert") AND ("Kunst- therap*" OR "Kunst*" OR "Maltherap*") AND ("Therapie" OR "Beratung" OR "psych*") Ergebnisse: 408 | Einbezogene Quellen: 26
2. Suchanfrage (03.06.2024):
Suchstrategie: Systemische Kunsttherapie
Ergebnisse: 7 | Einbezogene Quellen: 6
1. Suchanfrage (03.06.2024):
Suchstrategie: art therapy systemic
Ergebnisse: 12910 | Einbezogene Quellen: 0
Wiley Online Library (03.06.2024 - 09.06.2024)
6. Suchanfrage (09.06.2024):
Suchstrategie: ("Systemic" OR "Systems Theory" OR "Solution-focused") AND ("Art
Therapy" OR "Art*" OR "Painting Therapy") AND ("Therapy" OR "Counseling" OR "psych*") NOT biomedical NOT antiretroviral NOT reproductive NOT radiation NOT pharmaceuticals NOT pharmacology NOT occupational NOT speech NOT biological NOT neuroscience NOT genetics NOT hormone NOT engineering NOT computer science NOT roboticsNOT politics NOT lawNOT administration
Ergebnisse: 69 | Einbezogene Quellen: 0
5. Suchanfrage (09.06.2024):
Suchstrategie: ("Systemic" OR "Systems Theory" OR "Solution-focused") AND ("Art Therapy" OR "Art*" OR "Painting Therapy") AND ("Therapy" OR "Counseling" OR "psych*") NOT disease NOT medical NOT medicine NOT biomedical NOT antiretroviral NOT reproductive NOT radiation NOT cancer NOT pharmaceuticalsNOT pharmacology NOT medication NOT antidepressants NOT physical NOT occupational NOT speech NOT biological NOT neuroscience NOT genetics NOT hormone NOT hormones NOT engineering NOT computer science NOT robotics NOT politics NOT law NOT administration Ergebnisse: 2 | Einbezogene Quellen: 0
4. Suchanfrage (09.06.2024):
Suchstrategie: ("Systemic" OR "Systems Theory" OR "Solution-focused") AND ("Art Therapy" OR "Art*" OR "Painting Therapy") AND ("Therapy" OR "Counseling" OR "psych*") NOT disease NOT medical NOT medicine NOT therapy NOT biomedical NOT antiretroviral NOT reproductive NOT radiation therapy NOT radiation NOT cancer NOT pharmaceuticals NOT pharmacology NOT medication NOT antidepressants NOT treatment NOT physical therapy NOT occupational therapy NOT speech therapy NOT biological NOT neuroscience NOT genetics NOT hormone NOT hormones NOT engineering NOT computer science NOT robotics NOT politics NOT law NOT administration NOT state NOT PTSD NOT post-traumatic stress disorder NOT anxiety NOT depression NOT autism NOT Africa NOT Asia NOT America NOT Freud NOT Jung
Ergebnisse: 0 | Einbezogene Quellen: 0
3. Suchanfrage (03.06.2024):
Suchstrategie: systemic AND art therapy FILTER: Psychology
Ergebnisse: 2568 | Einbezogene Quellen: 12
2. Suchanfrage (03.06.2024):
Suchstrategie: Systemic AND art therapy
Ergebnisse: 27092 | Einbezogene Quellen: 2
1. Suchanfrage (03.06.2024):
Suchstrategie: Systemische AND Kunsttherapie
Ergebnisse: 1 | Einbezogene Quellen: 0
SCISPACE (08.06.2024)
Suche beendet da weitere Anfragen kostenpflichtig.
2. Suchanfrage:
Suchstrategie: Systemische Kunsttherapie
Ergebnisse: 10 | Einbezogene Quellen: 0
1. Suchanfrage:
Suchstrategie: Systemic Art Therapy
Ergebnisse: 100 | Einbezogene Quellen: 8
Cochrane Library (03.07.2024 - 06.07.2024)
5. Suchanfrage (06.07.2024):
Suchstrategie: (((Systemic) AND (art)) AND (therapy)) NOT (disease) NOT (state) NOT
(antiretroviral) NOT (reproductive) NOT (radiation) NOT (Pharma*)
Ergebnisse: 132 | Einbezogene Quellen: 0
4. Suchanfrage (06.07.2024):
Suchstrategie: (Systemic) AND (art therapy)
Ergebnisse: 991 | Einbezogene Quellen: 0
3. Suchanfrage (06.07.2024):
Suchstrategie: (systemic) AND (art therapy) AND (Luhmann)
Ergebnisse: 0 | Einbezogene Quellen: 0
2. Suchanfrage (06.07.2024):
Suchstrategie: Kunsttherapie
Ergebnisse: 3 | Einbezogene Quellen: 0
1. Suchanfrage (03.07.2024):
Suchstrategie: (systemische) AND (Kunsttherapie)
Ergebnisse: 0 | Einbezogene Quellen: 0
Anhang C: Beispieltabelle für die Extraktion von Studiendaten/-ergebnissen
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 21 Beispieltabellefür die Extraktion von Studiendaten/-ergebnissen Quelle: Elm etal. 2019
Anhang D: Karten der Literatur zur SK-Praxis
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 22 Karte: SK-Praxis Generell, Interventionen (Teil 1) Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 23 Karte: SK-Praxis Generell, Interventionen (Teil 2) Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 24 Karte: SK-Praxis Generell, HaltungKonzeption (Teil 1) Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 25 Karte: SK-Praxis Generell, Haltung/Konzeption (Teil 2) Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 26 Karte: SK-Praxis mit Kindern und Jugendlichen (Teil 1) Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 27 Karte: SK-Praxis mit Kindern und Jugendlichen (Teil 2) Quelle Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 28 Karte: SK-Praxis mit Kindern und Jugendlichen (Teil 3) Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 29 Karte: SK-Praxis mit Kindern und Jugendlichen (Teil 4) Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 30 Karte: SK-Praxis mit Erw achse- nen (Teil 1) Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 31 Karte: SK-Praxis mit Erw achse- nen (Teil 2) Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 32 Karte: SK-Praxis mit Erwach- senen (Teil 3) Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 33 Karte: SK-Forschung Quelle: Eigene Darstellung
Tab. 34 Karte: SK-Praxis mit Menschen Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 35 Karte: SK-Praxis in der Klinik (Teil 1) alten Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 36 Karte: SK-Praxis in der Klinik (Teil 2) Quelle: Eigene Darstellung
Anhang E: Index empfohlene Literatur mit Kommentaren 55
Aeberhardt, Dania (2022)
Titel: Der Zauber von Bildern im Coaching
Kommentar VF: Methodik und Herleitung der SK-Praxis. Masterthesis für die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Hochschule für Soziale Arbeit.
Web/URL: https://files.www.soziothek.ch/source/Aeberhardt_MAS%20The-
sis%202022%20(3).pdf
Benshausen, Jürgen (2020)
Titel: Beratung lernen. Grundlagen psychosozialer Beratung und Sozialtherapie für Studium und Praxis
Kommentar VF: S. 292-297 Kreative Medien. Kein direkter Bezug zur Kunsttherapiejedoch die Frage danach, wie es möglich ist die verbale Ebene zu verlassen und mit anderen Medien zu arbeiten.
Schlüsselbegriffe: Psychosoziale Beratung / Sozialtherapie; Soziale Unterstützung
Verlag: Barbara Budrich
Zusammenfassung: Studierende und Praktikerinnen erhalten mit diesem Lehrbuch eine Einführung in integrative und systemische Beratungskonzepte, um praxisnah ihre Beratungskompetenzen zu erweitern. Nach einem einleitenden Theorieteil können sich die Leserinnen mit Hilfe verschiedener Arbeitsmaterialien selbständig Praxiskompetenzen aneignen.
ISSN/ISBN: 978-3-8385-5323-8
Web/URL: https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838553238
DOI: 10.36198/9783838553238
Bittenbinder, Elise (2000)
Titel: Trauma und extreme Gewalt-Systemische Psychotherapie mit Überlebenden von Folter und die Bedeutung „innerer Bilder”
Kommentar VF: Erfahrungsberichte aus der SK-Arbeit mit Menschen mit PTBS.
Seiten: 38-44
Band: 1.0
Ausgabe: 1.0
In: PiD-Psychotherapie im Dialog
Zusammenfassung: Der Beitrag beschreibt Erfahrungen aus der Praxis der Therapie mit extrem-traumatisierten Menschen-Menschen, die Folter und schwere Menschenrechtsverletzungen überlebt haben. Dabei wird eine Erweiterung oder Ergänzung des Konzeptes der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTB-Konzept) für Symptome der überdauernden und wiederholten Traumatisierung durch Menschenhand vorgeschlagen. Anhand von Falldarstellungen werden Kontext, Rahmen und Prozesse der therapeutischen Arbeit aus Sicht der Systemischen Therapie aufgezeigt. Außerdem wird dargestellt, wie „innere Bilder „und künstlerische Arbeiten einer Gruppe als Ressource im Umgang mit Posttraumatischer Belastungsstörung genutzt werden.
ISSN/ISBN: 1438-7026
DOI: 10.1055/s-2000-16741
Bleckwedel, Jan (2011)
Titel: Systemische Therapie in Aktion. Kreative Methoden in der Arbeit mit Familien und Paaren
Kommentar VF: Systemtherapeutisch sehr empfehlenswert. Ziemlich umfassend geht Bleckwedel erstmal auf das Thema Aktionsmethoden ein, dann Psychodrama. Es besteht aber auch Bezug zu bildnerischem Gestalten (209-250). Hervorragend zur Konzeption praktischer Interventionen. Kein direkter Bezug zu Kunsttherapie hergestellt aber die Herangehensweise ist so passend, dass es m. E. ohne das Label KT als Grün durchgeht.
Schlüsselbegriffe: Systemische Familientherapie/Psychodrama; Paartherapie Systemische Therapie Psychodrama; Systemische Therapie; Systemdenken Psychologische Beratung Seiten: 314 Seiten
Zusammenfassung: Therapeuten wissen aus eigenem Erleben: Aktionsmethoden machen Spaß. Aber wie befördert man damit die Arbeit mit Familien und Paaren? Der Psychologe Jan Bleckwedel zeigt praxisnah, wie Therapeuten und Klienten zu aktiv gestaltenden Akteuren werden, und stellt dafür ein breites Repertoire systemischer Aktionstools und psychodramatischer Techniken zur Verfügung. Fallbeispiele verdeutlichen, wie therapeutische Prozesse mit Familien und Paaren kreativ gestaltet werden können. Ein methodenübergreifendes Navigationssystem gibt Orientierung. Übersichten, Listen und Graphiken machen das Buch zu einem Nachschlagewerk, das zur Aktion und Reflexion ermutigt.
ISSN/ISBN: 978-3-525-49137-9
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Web/URL: https://opac.uni-erfurt.de/DB=5/PPNSET?PPN=1638115869
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Boniger, Debora; Rubischung, Guido (2022)
Titel: BE-IAC Integrative Gestaltungs-und Maltherapie
Kommentar VF: Manual für KT Befunderhebung: 104. "Neun Lebensbereiche" werden als Systemisch bezeichnet.
Seiten: 67
Denborough, David (2017)
Titel: Geschichten des Lebens neu gestalten. Grundlagen und Praxis der narrativen Therapie
Kommentar VF: Landkarte der Lebensreise ist vielleicht noch in Richtung KT auslegbar (118). Hier wird zwar viel von Gestaltungen gesprochen, aber es geht um den narrativen Ansatz und die Art und Weise wie wir unsere Realität konstruktivistisch verstehen und beeinflussen können und weniger um KT.
Schlusselbegriffe: Erzählung / Narrativität / Psychotherapie
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Zusammenfassung: Was vermittelt Menschen in existenziellen Krisen Zuversicht und Zutrauen in sich und ihre Umwelt? Wie lassen sich Fäden der eigenen Lebensgeschichte neu spinnen? Wie können neue Erzählwirklichkeiten entstehen, die Hoffnung geben und stärken? David Denborough hat im Geiste Michael Whites einen umfassenden, leicht verständlichen Überblick Uber die theoretischen und praktischen Grundlagen der Narrativen Therapie verfasst. Anhand von zahlreichen Fallbeispielen und Übungen veranschaulicht er, wie sich die Kernideen des narrativen Ansatzes in der Praxis umsetzen lassen. Denborough zeigt, wie Menschen mithilfe von Neuerzählungen Uber aufgedrängte Grenzen hinauswachsen können - Grenzen sowohl im Sinne des bisherigen Lebens als auch bedrohlicher äußerer Umstände. Das Buch beschäftigt sich mit dem Umgang mit traumatisierenden Ereignissen wie Missbrauch, Krieg, Vertreibung, Folter und geht auf hilfreiche Ansätze im Umgang mit Alter, Trauer, Tod und schwerwiegenden Erkrankungen ein, auch im Hinblick auf das eigene Leben. Im Mittelpunkt steht dabei die Anerkennung von Kompetenz, selbst wenn sie aus Leid gewonnen ist. Anhand von konkreten LebensbezUgen vermittelt das Buch verständlich, wie Menschen in belastenden Lebenssituationen Kraft schöpfen und wie Fachkräfte sie dabei unterstutzen können.
ISSN/ISBN: 978-3-525-40511-6
Web/URL: https://doi.org/10.13109/9783666405112
DOI: 10.13109/9783666405112
Domma, Wolfgang (2016)
Titel: Pädagogische Kunsttherapie und Soziale Arbeit: Beiträge zur Theorie, Praxis und Forschung
Kommentar VF: Pädagogische Kunsttherapie (19 abs. 1; 32-35). Systemisch fundiert. Systemisch kunsttherapeutische Erklärungsansätze für Verhaltensauffälligkeit (72).
Verlag: Verlag Barbara Budrich
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Eberhart, Herbert; Knill, Paolo J (2010)
Titel: Lösungskunst. Lehrbuch der Kunst- und ressourcenorientieren Arbeit
Kommentar VF: IDEC® Intermodales dezentrieren: Verwendung unterschiedlicher künstlerischer Medien und Disziplinen um "stereotypes Tun" zu "verunmöglichen". 13-14 bietet diverse Fallstudien und Spezifikationen zum Thema Dezentrieren. Lösungsorientierte Kunsttherapie: 24-29. Hinführung zum IDEC® über unterschiedliche Zugänge: 33. 39-55 zu Intermodalität. 65-145 konkrete Verlaufsbeschreibung der Methode. Bezug zum Phäno- menologisch-lösungsorientiertem Denken: 211-244.
Verlag: Vandenhoek & Ruprecht
ISSN/ISBN: 3647401595
Engler, Anne (2019)
Titel: Resonanz. Neue Impulse aus der (Kunst-) Therapie zum Wandel in der Trauerkultur .. .
Kommentar VF: Nur ganz wenig Bezüge zu systemischer Arbeit.
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In: Kreative Lernfelder
Zusammenfassung: In diesem Artikel werden neue Entwicklungen aus der Kunst/-Therapie im Überblick dargestellt, die sich im Umgang mit Tod-, Trauer-, Verlust-und Trennungserlebnissen im lösungsorientierten Sinn bewährt haben. Im Mittelpunkt der Darstellung wird der Resonanzbegriff eingeführt, der es fachlich ermöglicht, den Umgang mit einer Lebensrealität weiterhin gestalten zu können. Dabei ist es die Kunsttherapie selbst, die in Bezug auf das Resonanzerleben grundlegende Orientierungen in sich vereint. Abschließend werden konkrete Interventionen und Arbeiten aus dem Palliativbereich vorgestellt, die exemplarisch die spezifischen Themenwelten und Verarbeitungsmöglichkeiten illustrieren.
Das komplexe innere Resonanzerleben in Folge eines schweren, nachhaltigen Verlustes, ist unter Umständen-für einen Betroffenen-im Alltag schwer gestaltbar.(Kunst-) Therapie lädt uns zu neuen Erfahrungen ein und dokumentiert, dass ein friedvoller, bereichernder und hilfreicher Umgang mit vielen Ereignissen möglich ist bzw. ermöglicht wird.
Verlag: Nomos Elibrary
Freeman, Jennifer; Epston, David; Lobovits, Dean (2000)
Titel: Ernsten Problemen spielerisch begegnen. Narrative Therapie mit Kindern und ihren Familien
Kommentar VF: Externalisierung und spielerische Arbeit mit Kindern. Arbeit mit Bilderserien (44), Monsterbildern (109), Handbuchgestalten (205). Ab 215 zu nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten, Bilder, Masken, Sandkasten, Poesie und Sandspiel (238).
Schlüsselbegriffe: Spieltherapie/ Systemische Familientherapie; Familientherapie Methode Spieltherapie Spieltherapie Systemische; Familientherapie Seiten:429 S.
In: Systemische Studien; 20
Verlag: Verlag Modernes Lernen
Zusammenfassung: Die Autorinnen beziehen sich in ihrer psychotherapeutischen Arbeit mit Kindern auf deren besondere und spezifische Fertigkeiten - auf Spiel, Humor und andere kreative Mittel. Sprache dient ebenso wie Spiel dazu „Brücken der Bedeutung zu bauen“, die helfen, zu einem anderen Verständnis von Problemen und Ressourcen zu gelangen. Dazu bedienen sie sich eines narrativen Ansatzes, indem sie Probleme „externalisieren“, das „Problem von der Person trennen“. So machen sie Spiel(en) zu einer gemeinsamen Freundin, die hilft, Probleme zu verkleinern, aufzulösen und zum Verschwinden zu bringen. Mit diesem Vorgehen respektieren die Autorinnen die kindlichen Fertigkeiten und können immer wieder erfreut feststellen, „wie ressourcenreich, verantwortlich und wirksam Kinder angesichts von Problemen sein können“ - und wie erfolgreich sie dazu beitragen, ihre Probleme in den Griff zu kriegen. Sie haben ein sehr praktisches Buch geschrieben - Fallbeispiele, Transkripte und Vignetten zeichnen ein umfassendes Bild ihres Vorgehens, ihrer Freude und ihrer Wirksamkeit. Das regt an, ermutigt und bestätigt die Vermutung von Searle: „Ist Spiel so abstoßend für ein Problem wie Knoblauch für Vampire?“ Ein ungemein praktisches Buch für alle, die in ihrer Arbeit mit Kindern zu tun haben.
ISSN/ISBN: 978-3-8080-0450-0
Web/URL: http://d-nb.info/959733108/04
Gaebel, Wolfgang; Falkai, Peter (2012)
Titel: Kunst- und Ausdruckstherapien: Ein Handbuch für die psychiatrische und psychosoziale Praxis
Kommentar VF: Übersichtswerk: Kriz zu Theorie; Schulze zu Forschung; Martius & Spreti zu Forschung; Unterholzer zum Schreiben; Schmeer zur Resonanzbildmethode in der Gruppe; Schneider zur Narrative Kunsttherapie; Pfeifer & Nagel zu klinischer Kunsttherapie ambulant (+Fallbeispiel); Hampe zur Prävention durch künstlerische Therapien; Fähndrich & Campiche zu Intermediale KT Leitlinie Schweiz.
Verlag: Kohlhammer Verlag
ISSN/ISBN:3170235710
Ganter-Argast, C.; Teufel, M.; Sammet, I.; Tagay, S.; Zipfel, S.; Mander, J. (2019)
Titel: [Questionnaire on the Experience of the Art Therapy Group in Psychosomatics from Patient View (FEKTP) - Construction and Validation of a Measuring Instrument]
Kommentar VF: Systemischer Fragebogen. Titel auf Deutsch: Fragebogen zum Erleben der Kunsttherapiegruppe in der Psychosomatik aus Patientensicht (FEKTP)
Schlüsselbegriffe: Adult; Art Therapy*statistics & numerical data; Combined Modality Therapypsychology; Depressive Disorder, Majorpsychology*therapy; Female; Germany; Humans; Male; Middle Aged; Patient Satisfaction*statistics & numerical data; Psychomet- rics*statistics & numerical data; Psychophysiologic Disorderspsychology*therapy; Psychotherapy, Group; Reproducibility of Results; Surveys and Questionnaires*standards*statistics & numerical data
Seiten: 283-292
Band: 69.0
Ausgabe: 7.0
Zusammenfassung: Art therapy is a clinically accepted method of therapy, but there are still very few studies that deal with the efficacy, change factors or mode of action of art therapy. In particular, there is a dearth of research instruments and psychometrically verified research tools specially fitted for art therapy which measures the experience dimensions of the art therapy group from the patient's point of view. Hence, it provides evidence of its effectiveness, better understands the art therapy group processes and serves quality assurance. The aim of the present study was to develop and validate the questionnaire on the experience of the art therapy group from patient view (FEKTP). This questionnaire is based on Grawe's and Yalom's conceptions of change factors in group therapy. 133 patients participated in the study and completed the FEKTP directly after the 6th art therapy session. Patients additionally received established questionnaires concerning clinical symptoms and experience processes at the beginning and end of treatment. Factor analysis demonstrated a clear factor structure of the FEKTP, which corresponded to the theoretically predicted subscales to the greatest extent. The test psychometric main quality criteria of the FEKTP (reliability, validity and objectivity) can be classified as acceptable to good range. The criterion validity appear to be given, but should be examined more exactly in future studies. Thus, a valid instrument for the systemic detection of general change factors for art therapy is now available. The questionnaire can be recommended for research as well as clinical contexts.
ISSN/ISBN: 0937-2032
DOI: 10.1055/a-0667-7827
Gloor, Monika (2022)
Titel: Vom Chaos zurLebenskraft
Kommentar VF: Prozessorientiertes Therapeutisches Malen (PTM); Losungsorientiert mit Menschen mit PTBS. Fallstudie im Rahmen der Ausbildung zur Kunsttherapeutin.
Zusammenfassung: In meiner Fallstudie befasse ich mich mit damit, wie kunsttherapeutische Ansätze und Mittel das Wohlbefinden von Menschen fordern, die ihren Alltag nach traumatisierenden Ereignissen als eingeschränkt erleben. Einerseits frage ich mich, welche im Menschen angelegten Fähigkeiten die Ressourcen und Einschränkungen beeinflussen. Andererseits erforsche ich, wie die Kunsttherapie hilfreiche Vorgänge im Organismus anregen, stärken und festigen kann. Anhand von modellhaften Sitzungen illustriere ich die Anwendung kunsttherapeutischer Ansätze und Mittel und einen möglichen Prozessverlauf im Kontext einer psychotraumatischen Belastungsstörung (PTBS).
Web/URL: https://farbenweg.ch/work/publikationen/Gloor_Monika_Vom_Chaos_zur_Le- benskraft_Fallstudie.pdf
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Gölz, Friederike (2008)
Titel: Ressourcenorientierte Kunsttherapie
Kommentar VF: Herangehensweise und Konzeption zu ressourcenorientierter Kunsttherapie. Drei Fallbeispiele zum Thema Aggression/Verweigerung. Aus dem Journal „Sys- thema“, herausgegeben vom Institut für Familientherapie Weinheim - Ausbildung und Entwicklung e.V.
Zusammenfassung:
In diesem Beitrag wird die Chance ressourcenorientierter Kunsttherapie mit Kindern und Jugendlichen thematisiert. Kunsttherapie wird als ein schöpferischer Vorgang beschrieben, der ein Testfeld für die Wirklichkeit bietet. In dieser Arbeitsweise wird unkonventionellem Verhalten und Originalität Raum gegeben und für künstlerisches Handeln genutzt. Die Auseinandersetzung mit künstlerischen Fragestellungen dient als Experimentierfeld für neue Lösungen und bietet die Möglichkeit, die Einfluss- und Veränderungsmöglichkeiten für den Alltag zu erproben.
Seiten: 35-45
In: Systemische Therapie. Systhema 1/2008
Web/URL: https://www.ifw-mitgliederverein.de/files/mitgliederverein/sys-
thema/2008/1_2008/Sys_1_2008_Goelz.pdf
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Hanswille, Reinert (2022)
Titel: Systemische Therapie mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. 88 Interventionen für die Praxis
Kommentar VF: Interventionen: Kapitel 30 Losungsbild und K. 31 zirkulares Gestalten von Clavee und K. 78 bunte Zettel von Kurzius, K. 86 Knöpfchen Aufstellung von Gabriel. Gute Herleitung zur Anwendung oder Konzeption von systemischen Interventionen aber kein direkter Bezug zur Kunsttherapie.
Schlüsselbegriffe: Systemische Therapie; Child psychiatry, Adolescent psychiatry Family therapy Psychotherapy; Systemische Beratung
Seiten: 428 Seiten
In: Kinder- und Jugendpsychotherapie
Verlag: Carl-Auer Verlag GmbH
ISSN/ISBN: 978-3-8497-0441-4
Web/URL: https://d-nb.info/1257704486/04
Haußmann, Renate (2017)
Titel: Kreatives Schreiben zur Entwicklung von Ressourcen in Beratung und Coaching
Kommentar VF: Interessantes Grundlagenwerk zu kreativem Schreiben mit fundiertem systemtheoretischen Ansatz. Bietet zudem viele Anregungen zur Konzeption bildnerisch-gestalterischer Übungen in Anlehnung an die im Werk vorgestellten Schreibübungen.
Schlüsselbegriffe: Psychologische Beratung / Coaching / Kreatives Schreiben / Klient /; Selbsterkenntnis; Literatur
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Zusammenfassung: Wer schreibt, verändert sich. Nicht nur in der Wortwahl und im Ausdruck, es ist insbesondere der intime Dialog mit inneren Bildern und die unausweichlichen Begegnung mit der eigenen Lebensphilosophie, die dazu führen, dass man sich fragt: »Warum bin ich, wie ich bin?« und »Warum tue ich, was ich tue?«. Schon beim lauten Lesen der eigenen Texte beginnt diese reflektierende Ansprache an sich selbst. Wer gemeinsam mit anderen schreibt, der braucht darüber hinaus Mut zur Begegnung.Das Veränderungspotenzial von kreativem Schreiben hebt Renate Haußmann. Sie stellt kreatives Schreiben als methodische Intervention vor und vermittelt gleichzeitig ein Lernprogramm, das die Lesenden in ein persönliches Entwicklungsfeld hineinzieht. In Beratung und Coaching ist kreatives Schreiben eine Methode, um Ressourcen zu entdecken und einzusetzen. Den Zusammenhang zwischen personaler Qualifikation und deren Auswirkungen in das private und berufliche Umfeld nutzt die Autorin. Sie blickt auf Bedingungszusammenhänge, die Kommunikation in Bewegung setzen und greift auf bewährte und aktuelle Forschungsergebnisse angrenzender Wissensgebiete zurück, die mit den Wirkfeldern des Schreibens zusammen gebracht werden.In sieben Schritten erfahren die Lesenden, was kreatives Schreiben ausmacht und wie es in Beratung und Coaching eingesetzt werden kann. Renate Haußmann, M.A. Biographical and Creative Writing, Diplom-Sozialwissenschaftlerin, ist systemische Personalberaterin und Coach mit einem Schwerpunkt in der Entwicklung von Lösungen für sozialökonomische Fragen in Organisationen und Unternehmen. Sie leitet das Institut für kreativ-biografisches und kreativ-therapeutisches Schreiben »Schreibweise Hamburg«. Sie ist Mitglied im Segeberger Kreis - Gesellschaft für Kreatives Schreiben e.V. und in der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung e. V., Göttingen, und engagiert sich zudem als Dozentin und Autorin.
ISSN/ISBN: 3-525-40226-0
Web/URL: http://doi.org/10.13109/9783666402265
DOI: 10.13109/9783666402265
Haußmann, Renate; Rechenberg-Winter, Petra (2014)
Titel: Alles, was in mir steckt. Kreatives Schreiben im systemischen Kontext; mit... 8 Tabellen
Kommentar VF: Sammlung an praktischen Schreibübungen mit Bezugnahme auf das Klientinnen System. Auch hier empfehlenswert hinsichtlich der Nähe zur Kunsttherapie und der niederschwelligen Möglichkeit Schreibaufgaben in bildgebende Gestaltungsaufgaben zu übersetzen.
Schlüsselbegriffe: Kreatives Schreiben / Persönlichkeitsentwicklung / Selbstwirksamkeit Seiten: 158 S.
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
ISSN/ISBN: 978-3-666-46266-5
Web/URL: http://www.vr-elibrary.de/isbn/9783525462669
DOI: 10.13109/9783666462665
Heimes, Silke (2022)
Titel: Therapeutisches Schreiben bei Depressionen: Hilfe zur Selbsthilfe
Kommentar VF: Reingenommen, da Systemischer Ansatz verbunden mit Schreibmedium als kreatives Element.
Verlag: Kohlhammer Verlag
ISSN/ISBN: 978-3-17-042362-6
Hölzle, Christina; Jansen, Irma (2010)
Titel: Ressourcenorientierte Biografiearbeit: Grundlagen-Zielgruppen-kreative Methoden
Kommentar VF: Ressourcenorientierung und Biographiearbeit aber ansonsten keine eindeutige Bezugnahme zu Systemischer Therapie oder Kunsttherapie. Vielmehr spielen in diesem Buch Biografien von Klientinnen eine Rolle und wie auf unterschiedliche (auch unter Verwendung bildnerischer Gestaltung) Weise damit gearbeitet werden kann.
Zusammenfassung: Konzept und Ansatz der Biografiearbeit als Methode in der Sozialen Arbeit ist noch immer wenig theoretisch fundiert. Im Kontext sozialpädagogischer Arbeitsfelder wird Biografiearbeit zwar als Methode in der Beratungsarbeit geführt, bisher ist diese jedoch nicht systematisch thematisiert und reflektiert. Aus ihren Erfahrungen in Projektlehrveranstaltungen entwickeln die Autorinnen in dieser Einführung übergeordnete Zielvorstellungen und Interventionsprinzipien für Biografiearbeit. Neben grundlegenden ...
ISSN/ISBN: 3531926233
Verlag: Springer-Verlag
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Hoshino, Janice (2015)
Titel: Getting the Picture
Kommentar VF: Kontext Seattle USA zur Familientherapie. Es werden die Ursprünge und wichtige Personen beleuchtet, welche eine Rolle zur Entwicklung der Family Art therapy beigetragen haben und benennt explizit die Integration eines Systemischen Kunsttherapie Rahmenwerks ohne besonders auf theoretische Verknüpfung der beiden praktischen Ansätze einzugehen.
Zusammenfassung: This chapter provides an overview of the family and art therapy theory, integrating a systemic art therapy framework. It briefly describes the pioneering work of Hanna Yaxa Kwiatkowska, Harriet Wadeson, Helen Landgarten, Shirley Riley and Doris Arrington. A case vignette involving a family with adopted children is presented through an intergenerational view-particularly the Bowen family systems theory lens. Art therapy provides families with an effective and unique treatment option offering a distinctive, balanced process. Engaging the family through art levels the playing field, providing a new venue for each family member to communicate equally. Families find that art therapy navigates through what can be coined as “verbal stuck-ness”. Families learn to regulate interactions among its members and their behavior to ensure its constancy results, with some families becoming stuck in repetitive loops of unproductive behavior in the process.
Seiten: 210-220
In: The Wiley Handbook of Art Therapy
Web/URL: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/9781118306543.ch21
DOI: 10.1002/9781118306543.ch21
Innecken, Barbara (2015)
Titel: Qualitätsarbeit in kleinen Schritten
Kommentar VF: Konzeption und Intervention NIG im Einzelsetting.
Seiten: 356-379
In: Handbuch Qualität in der Aufstellungsleitung
ISSN/ISBN: 3647404675
DOI: 10.13109/9783666404672.356
Web/URL: https://www.nig-institut.de/files/nig-institut-assets/Download%20PDFs/Hand-
buch%20Qualit%C3%A4t%20in%20der%20Aufstellungsleitung%20_Bei-
trag%20Innecken.pdf
J
Jahn, Hannes; Sinapius, Peter (2016)
Titel: TRANSFORMATION, Künstlerische Arbeit in Veränderungsprozessen - Grundlagen und Konzepte
Kommentar VF: S 135 interessieren Jahn künstlerische Dezentrierungen und wie künstlerische Arbeit zu Veränderung beitragen kann. Freygarten S 147 versteht in ihrem Aufsatz künstlerisch-ästhetisches Coaching als Komposition. Hier werden die "Komponenten" einer Beratungssitzung benannt und wie diese durch eine Erhöhte Wahrnehmung der Professionellen Person registriert werden kann. Jahn und Sinapius S 161 beschreiben künstlerische Forschung anhand eines Bedeutung suchenden transformativen Erkenntnisprozesses, bei welchem künstlerisch ästhetische Erfahrungsebenen eine Übersetzungshilfe von nicht-möglich-gehaltenen zu gemachten Lösungserfahrungen darstellen, die im Forschungsprozess gesucht und wiederum versprachlicht werden können.
Zusammenfassung: Der Sammelband vereinigt Aufsätze zur künstlerischen Arbeit in sozialen, individuell-gesundheitlichen und organisationalen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen. Er bezieht sich dabei sowohl auf die aktuelle Theoriebildung in künstlerisch-wissenschaftlichen Disziplinen, als auch auf systemisch begründete Konzepte einer künstlerischen Praxis. Die wissenschaftliche Fundierung einer künstlerischen Veränderungsarbeit, bei der performative und handlungsorientierte Aspekte im Vordergrund stehen, ist der jüngeren Theoriebildung in den Kunst-, Kultur- und Medienwissenschaften zu verdanken. Aus dieser Perspektive sollen mit dem hier vorliegenden Buch erstmals die Eckpunkte einer künstlerischen Arbeit in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen theoretisch systematisiert und auf unterschiedliche Praxisfelder bezogen werden.
Verlag: HPB University Press
Janschek- Schlesinger, Ruth (2020)
Titel: Praxisbuch Dialogisches Gestalten - Kommunizieren mit künstlerischen Materialien
Kommentar VF: Eigentlicher systemischer Hintergrund des dialogischen Gestaltens nicht dargestellt. Lediglich in Bezug auf Auftragsklärung eine Anmerkung. Einschluss wegen teilweise systemischer Literatur als Ressource und dem systemischen Hintergrund der Methode.
Verlag: Hogrefe - Verlag
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Just, Annette (2016)
Titel: Systemische Beratung - Kommunikation durch Skizzieren. Fallbeispiele aus der Schulsozialarbeit
Kommentar VF: Sehr gründliche Arbeit von Anette Just hinsichtlich der theoretischen Hinführung und auch dem Medium des Skizzierens. Übersichtlich und verständlich, selbst im Komplexen Feld der Systemtheorie unter Zuhilfenahme von Anekdoten aus dem kleinen Prinz von St.-Exupery. Ergänzt durch eine interessante Auswahl an Fallbeispielen im Schulkontext in der Einzelarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sehr empfohlen.
Schlüsselbegriffe: Visualisierung / Skizze / Schulsozialarbeit / Pädagogische Beratung /; Systemische Beratung; Pädagogische Beratung
Seiten: 182 Seiten
Verlag: UTB
ISSN/ISBN: 3-8252-8684-3
K
Keller, Denise; Zurfluh, Hans Rudolf; Widmer, Romy (2017)
Titel: Prozessorientiertes Therapeutisches Malen und Gestalten
Kommentar VF: Kontext Schweiz: Beansprucht systemischen Ansatz als Grundlage für Entwicklung der Methode PTM (Prozessorientiertes Therapeutisches Malen) wird aber nicht sehr konkret darin was genau systemisch daran ist. Es wird viel Bezug zu Expertinnen genommen und immer wieder das Wort Systemisch erwähnt, ohnejedoch auf die Hintergründe einzugehen (nur halbe Seite zu v. Foerster und Watzlawik). + Fallvignetten.
Verlag: BoD-Books on Demand
ISSN/ISBN: 374319855X
Keller, Denise; Zurfluh, Hans-Rudolf (2022)
Titel: BE-PTM Prozessorientierte therapeutische Methode
Kommentar VF: Befunderhebung.
Seiten: 97
Kersken, Claudia (2020)
Titel: Was sein darf... wandelt sich
Kommentar VF: Manuskript zur systemischen Weiterbildung des BVPPT (Berufsverband für Beratung, Pädagogik & Psychotherapie e.V.). Beschreibung von Kunsttherapie komplementär mit Fragestellungen aus der Systemischen Therapie. Fallvignette Alter ü65 mit Schmerzsymptom. Theoretisch wenig ausgeführt.
Web/URL: https://bvppt.org/media/2004_g.pdf
Kiel, Volker (2017)
Titel: Systemische Beratung und die Resonanzbildmethode
Kommentar VF: Resonanzbildmethode Dissertation. Interview mit Schmeer aber auch Beschreibung der Methodik.
Web/URL: https://kola.opus.hbz-nrw.de/frontdoor/deliver/index/docId/1412/file/Dissera- tion_Kiel_2.pdf
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Kiel, Volker (2023)
Titel: Analoge Verfahren in der integrativen Beratung: Über Bildhaftes das Wesentliche einsehen und versprachlichen
Kommentar VF: Interessanter Beitrag zu analoger Kommunikation insbesondere in Bezug zur bildlichen Darstellung zu kommunizierender Inhalte. Systemtheoretisch fundierte Heranführung an das Thema. Eindeutige Empfehlung bzgl. praxeologischer Konzeption ergänzt mitFallbeispielen.
Zusammenfassung: Integrative Beratung bedeutet hier, neben der Sprache den Klientinnen mithilfe analoger Verfahren den Zugang zu ihrem bildhaften Denken zu ermöglichen, wobei über bildhaften Ausdruck vielmehr ein Erkennen in der sinnlichen Wahrnehmung intuitivemotional als rational-logisch geschieht. Während der Beratung bringt die Klientin über ein gemaltes Bild ihre subjektive Vorstellung von ihrem Anliegen zum Vorschein, wobei diese Vorstellung durch ihre gegenwärtige Befindlichkeit eingefärbt ist. Durch das Betrachten des Bildes und das sprachliche Erfassen des im Analogen intuitiv Einsehbaren wandelt sich urplötzlich die Sichtweise auf das Gemeinte und somit dessen Bedeutung. Im weiteren Verlauf der Beratung werden je nach Anliegen und Fragestellung „Spontanerinnerungen“ aus der Lebensgeschichte der Klientin aufgegriffen, die sie sich über ein gemaltes Bild sichtbar vor Augen führt und besprechbar werden lässt. In Anbetracht dieser erinnerten Szenen deckt die Klientin Botschaften, Ressourcen und Fähigkeiten aus ihrer Lebensgeschichte auf, die für ihr „Heute“ bedeutsam sind.
In: Narrative Ansätze in Beratung und Coaching: Das Modell der Persönlichkeits-und Identitätskonstruktion (MPI) in der Praxis
Seiten: 279-292
Verlag: Springer
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Kiel, Volker (2020)
Titel: Analoge Verfahren in der systemischen Beratung. Ein integrativer Ansatz für Coaching, Team- und Organisationsentwicklung
Kommentar VF: Fundierte Heranführung zum Systemischen Arbeiten und der Gegenüberstellung analoger und digitaler Verfahren gleichbedeutend mit intuitivem Einsehen und Diskursivem Erkennen (131). Anschließend detailliert eingegangen auf die Resonanzbildmethode von Schmeer (148) Systemisch Kunsttherapeutische Bildbesprechung (198) und Herangehensweisen zur SK-Arbeit im Einzel und in der Gruppe. Sehr empfohlen.
Zusammenfassung: Volker Kiel begründet in seinem Buch ein integratives Verständnis von Beratung, das systemische Denkmodelle sowie Ansätze der Philosophie und Psychologie miteinander verbindet. Im Sinne der Humanistischen Psychologie betrachtet der Autor den Menschen in seiner Ganzheit als Organismus, der nach Selbstverwirklichung strebt. Vor diesem Hintergrund gelten Prinzipien und Aussagen von Beratungsansätzen der Humanistischen Psychologie als wesentliche Grundlage für die Praxis. Integrativ bedeutet hier, bei allen Beratungen sowohl dem sprachlichen als auch dem bildhaften Denken des Menschen zu entsprechen. Die Leserschaft erfährt, wie aus dem Bildhaften über die Intuition erwünschte Entwicklungen plötzlich möglich werden. Dabei wird deutlich: Das Bild liegt näher am Gefühl als das Wort. Der Autor beschreibt ausgehend von der Resonanzbildmethode verschiedene analoge Verfahren für die systemische Praxis von Coaching, Team- und Organisationsentwicklung und veranschaulicht sie durch zahlreiche Beispiele und Fallstudien.
Schlüsselbegriffe: Systemische Beratung / Gestalttherapie; Systemische Beratung Visualisierung Skizze
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
ISSN/ISBN: 978-3-666-40672-0
Web/URL: https://doi.org/10.13109/9783666406720
DOI: 10.13109/9783666406720
Kindl-Beilfuß, Carmen (2021)
Titel: Einladung ins Wunderland. Systemische Feedback- und Interventionstechniken
Kommentar VF: Brillen gestalten Kapitel 8, Herztapete K. 14, Insel Collage K.15 insbesondere liegt hier der Fokus auf gezielte Fragetechniken, welche das therapeutische Geschehen dominieren. Systemisch verständlich hergeleitet. WenigerKT.
Schlusselbegriffe: Systemische Therapie / Beratung / Intervention; Psychotherapy Seiten: 268 Seiten
In: Systemische Therapie, Beratung, Coaching
Verlag: Carl-Auer Verlag
ISSN/ISBN: 978-3-89670-856-4
Web/URL: https://opac.uni-erfurt.de/DB=5/PPNSET?PPN=1760502642 ’
Kortum, Ria (2019)
Titel: Salutogene Ressourcen in der kunsttherapeutischen Praxis und Forschung, Schwerpunkt Kinder und Jugendliche
Kommentar VF: Kein eindeutiger Bezug zu Systemtheorie oder Praxis. Weistjedoch starke Parallelen zu Lösungsorientierung auf.
In: Gestalten-Gesunden. Kultur - Kunst - Therapie. -
Kriz, Jürgen (2011)
Titel: Kritische Reflexion über Forschungsmethoden in den künstlerischen Therapien
Kommentar VF: Betrifft weniger die Praxis sondern Theorie der SK-Forschung ohne wirklichen Bezug zu einer eindeutigen Forschungspraxis. Es gibt eher Anhaltspunkte, worum es dabei gehen soll und Kritik.
Seiten: 69-94
In: Forschungsmethoden Künstlerischer Therapien. Berlin: Mayer
Web/URL: https://www.researchgate.net/profile/Juergen-Knz/publication/243055479_Kn- tische_Reflexion_uber_Forschungsmethoden_in_den_Kunstlerischen_Thera- pien/links/57c458c108aee50192e89c94/Kritische-Reflexion-ueber-Forschungsmethoden- in-den-Kuenstlerischen-Therapien.pdf
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Kwiatkowska, Hanna Yaxa (1967)
Titel: Family Art Therapy
Kommentar VF: Falldarstellung hysterische Familie. Noch keine systemische Begnffhch- keit. Aufgrund der historischen Bedeutung für die Entwicklung der SK eingeschlossen.
Seiten: 37-55
Band: 6.0
Ausgabe: 1.0
In: Family Process
ISSN/ISBN: 0014-7370
Web/URL: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1545-5300.1967.00037.x
DOI: 10.1111/j.1545-5300.1967.00037.x
L
Landgarten, Helen B (1991)
Titel: Kunsttherapie als Familientherapie: ein klinischer Leitfaden mit Falldarstellungen
Kommentar VF: 1991 in Deutschland veröffentlicht. Gilt vielen Therapeutinnen als Grundlagenwerk zur Verbindung kunsttherapeutischer Elemente mit systemischer Familientherapie. Landgarten bietet hier sowohl eine konzeptuelle Herleitung ihrer Methodik und Techniken zur Evaluation und Diagnose, als auch sehr detaillierte Falldarstellungen zu Fällen im klinischen Kontext der 80er Jahre in Los Angeles.
Verlag: Gerardi, Verlag für Kunsttherapie
ISSN/ISBN: 3927948764
Leitner, Anton; Höfner, Claudia (2020)
Titel: Grundregel, zentrale Konzepte und Definitionen der Integrativen Therapie
Kommentar VF: Beinhaltet im Prinzip Konzeption von Systemik und Kreativität aber kein eindeutiger Bezug zu Kunsttherapie.
Seiten: 65-94
In: Handbuch der Integrativen Therapie
ISSN/ISBN: 3662605937
DOI: 10.1007/978-3-662-60594-3_3
Lindemann, Holger (2022)
Titel: Die systemische Metaphern-Schatzkiste: Grundlagen und Methoden für die Beratungspraxis
Kommentar VF: Sehr umfassendes Praxisbuch zu Metaphern und kreativer systemischer Praxis.
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
ISSN/ISBN: 3647405493
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Lorenz, Karin (2019)
Titel: In der Berührung der Systeme entsteht kreativer Ausdruck-
Kommentar VF: Förderung kindlicher Entwicklung, Inklusion und Gesundheitsprävention im schulischen Kontext.
In: Kreative Lernfelder
Zusammenfassung: Im Artikel wird kunsttherapeutische Arbeit in der Schule aus systemischem Blickwinkel betrachtet, um die Bedingungen und Herausforderungen für diese Arbeit und den Nutzen des Angebots für das System Schule aufzuzeigen. Als Beispiel aus der Praxis dient das Mal-und Formatelier der Primarschule Herrliberg im Kanton Zürich. Ein Ziel dieses Angebots ist aus Organisationssicht die tagesstrukturelle Betreuung der Kinder. Aus kunsttherapeutischer Sicht sind die Ziele Förderung der kindlichen Entwicklung, Inklusion aller Kinder und Gesundheitsprävention. Die Wahrnehmungs-und Ausdrucksfähigkeit der Kinder wird gefördert. Sie können ihre Ressourcen entfalten und diese für ihre weitere Entwicklung nutzbar machen. Im Mittelpunkt steht das Kind mit seinen individuellen Möglichkeiten und Begrenzungen. Ein geschützter und klar strukturierter Ort mit sinnesfreundlichem Material bildet den Rahmen für die kreative Gestaltung. Die Arbeit im Malatelier ist geprägt von der humanistischen Grundhaltung der Leiterinnen. Es wird prozessorientiert und fokussiert auf diejeweiligen Fähigkeiten und Entfaltungsmöglichkeiten der Kinder gearbeitet. Die Arbeiten entstehen ohne thematische Vorgaben. Sie werden nicht bewertet. Anhand mehrerer Beispiele wird verdeutlicht, welche Prozesse im Rahmen der Schule möglich sind. Im Ausblick werden Fragen gestellt, die die Integration eines kunsttherapeutischen Angebots in der Schule unterstützen können.
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Madelung, Eva; Innecken, Barbara (2003)
Titel: Im Bilde sein. Vom kreativen Umgang mit Aufstellungen in Einzeltherapie, Beratung, Gruppen und Selbsthilfe
Kommentar VF: Neuro-Imaginatives Gestalten (NIG) ist eine vor allem für Einzeltherapie und Beratung geeignete Methode, die Elemente des NLP, der Kurztherapie nach de Shazer und der Heidelberger Familientherapie mit der systemisch-phänomenologisch orientierten Aufstellungsarbeit verbindet. Eine wesentliche Rolle spielen im NIG außerdem Elemente der Kunsttherapie und der Körperarbeit sowie die Berücksichtigung systemisch-konstruktivistischer und phänomenologischer Sichtweisen. Der Fokus wird verrückt von der Arbeit am Bild zur systemischen Arbeit mit dem Bild.
Verlag: Carl-Auer-Systeme
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Mayer, Martin R (2021)
Titel: Kreativ: Mit Kreativität Erfolgreicher und lebendiger werden
Kommentar VF: Systemtheorie und Praxis aber kreativ. Eher nur Theorie und weniger Praxis.
Verlag: BoD-Books on Demand
Zusammenfassung: Kreativ. Mit Kreativität erfolgreicher und lebendiger werden Mit über 110 Übungen Dieses Buch » ist wissenschaftlich fundiert » gibt Anregungen für Musik, Kunst, Erfindungen uvm. » ist klar strukturiert » ist verständlich und lebendig geschrieben. » es macht Spaß, es zu lesen » es macht Lust darauf, noch kreativer zu werden Machen Sie den Test, schlagen Sie das Buch irgendwo auf und lesen Sie einen Satz!
ISSN/ISBN: 3967521869
McNamee, Carole M. (2005)
Titel: Bilateral Art: Integrating Art Therapy, Family Therapy, and Neuroscience
Kommentar VF: Neurologischer Ansatz. Interessant hinsichtlich einer vertiefenden Betrachtung psychischer und biologischer Systeme. Das Ganze integriert in die klinische Arbeit mit Familien + Fallbeispiel "Trennungsangst in der Familie".
Zusammenfassung: This paper describes the systemic use of a neurologically-based art therapy modality—bilateral art—that engages both dominant and non-dominant hands in the process of creating images in response to opposing cognitions or feelings. It describes both neuroscience and family therapy perspectives that argue for the use of bilateral art. A specific protocol for bilateral art therapy is provided along with a case study demonstrating integration of the protocol into the systemic treatment of a young family.
Seiten: 545-557
Band: 27.0
Ausgabe: 4.0
In: Contemporary Family Therapy
ISSN/ISBN: 1573-3335
Web/URL: https://doi.org/10.1007/s10591-005-8241-y
DOI: 10.1007/s10591-005-8241-y ’
Menzen, Karl-Heinz (2023)
Titel: Grundlagen der Kunsttherapie
Kommentar VF: Übersichtsarbeit und Grundlagen der Systemischen Kunsttherapie (146150).
Verlag: utb
ISSN/ISBN: 3825260585
DOI: 10.36198/9783838560588
Meschke, Miriam; Weitkamp, Katharina (2021)
Titel: „Ich fühle mich schwarz in rot übergehend“: Eine qualitative Interviewstudie zu Erfahrungen von Jugendlichen mit Systemischer Kunsttherapie in Psychiatrie und Psychotherapie
Kommentar VF: Studie zur SK im klinischen Setting mit Jugendlichen. SK wird hier in einem eher komplementären Kontext angewendet aus interdisziplinärer Sicht (Klinik mit systemischem Ansatz) und bezüglich Verbalisierung durch systemische Fragetechniken. Eine Spezielle Systemische-Kunsttherapie-Technik findet keine Erwähnung. KT wird jedoch als Kommunikationssystem betrachtet.
Schlüsselbegriffe: Institute ofPsychology; 150 Psychology
Zusammenfassung: Vor allem in der psychotherapeutischen Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen kommen immer wieder Methoden zum Einsatz, die zum künstlerischen Gestalten einladen. Neben der Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten durch künstlerische Medien in der Therapie, ermöglichen sie den Blick auf zusätzliche Ebenen, die aus systemischer Perspektive betrachtet werden können. Diese explorative Interviewstudie untersucht die Frage, welche Erfahrungen Jugendliche in einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit Systemischer Kunsttherapie machen. Die Analyse ergab vier Themen, die in allen Interviews erscheinen: (1) Künstlerische Medien als Ausdrucksform von Emotionen; (2) Künstlerisches Gestalten als Möglichkeit zur Dezentrierung von Problemen; (3) Fokus auf positive Wahrnehmungen als Lösungsstrategie und (4) Reflexion als Quelle für Erkenntnisgewinn. Die Ergebnisse regen zur Übertragung -systemtheoretischer Erkenntnisse und Methoden auf die kunsttherapeutische Praxis an.
Web/URL: https://if-weinheim.de/fileadmin/dateien/systhema/2021/2-2021/Systhema_2- 2021_Meschke_Weitkamp.pdf
Müller, Sarah (2020)
Titel: Eine systemische N= 1 Untersuchung einer Intervention in der Kunsttherapie in Anlehnung an Niki de Saint Phalle im Rahmen der stationären Kinder-und Jugendpsychiatrie
Kommentar VF: Bachelorthesis. Forschungsansatz systemisch und das Setting (Klinik) ist auch systemisch orientiert. Intervention Kunsttherapeutisch.
Zusammenfassung: Bei dem Angebot der Schießbilder in Anlehnung an Niki de Saint Phalle handelt es sich um eine kunsttherapeutische Intervention für Jugendliche im stationären Bereich der LWL Elisabeth-Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Dortmund. Die Intervention hat in der Praxis häufig gute Behandlungsresultate erzielt, jedoch fehlten fundierte Erkenntnisse in Bezug auf die Resultate. Der Schwerpunkt dieser Untersuchung lag daher auf der Evaluation der kunsttherapeutischen Intervention und ihren Resultaten bei einer spezifischen Klientin mit Traumafolgestörung und daraus resultierenden Problemen im Bereich der Autodestruktion, die mit Hilfe einer systemischen N=1 Methode untersucht wurden. Zudem sollte eine Betrachtung der Rolle des künstlerischen Mediums in Bezug auf die Resultate vorgenommen werden. Die Resultate zeigen, dass die Klientin aversive Gefühle, auf die sie zuvor nur bedingten Zugriff hatte, während der kunsttherapeutischen Arbeit zunehmend zum Ausdruck bringen konnte. Es gelang ihr, diese Emotionen im Werkstück unterzubringen, wodurch eine emotionale Entlastung erreicht wurde. Infolgedessen konnte ein Rückgang autodestruktiver Verhaltensweisen von der Klientin selbst und ihrem relevanten Netzwerk konstatiert werden. Weitere Resultate der Intervention waren ein zunehmender Abbau von Leistungs- und Versagensängsten, das Ausbauen eigener
Ressourcen und Potenziale sowie ein veränderter Umgang mit Emotionen in Krisensituationen. Die Intervention der Schießbilder wirkte somit unterstützend in Bezug auf das verminderte Zurückgreifen auf autodestruktive Verhaltensweisen und beeinflusste den Therapieverlauf der Klientin positiv.
Web/URL: https://hbo-kennisbank.nl/details/nhlstenden:oai:surfsharekit.nl:2d216f31-e7f6- 404f-a5a4-28616d63aa06
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Naphausen, Birgit; Neuert, Angelika (2017)
Titel: Methodische kunsttherapeutische Interventionen in der Akutbehandlung von Depression Eine empirische Feldstudie
Kommentar VF: Studie mit 66 Teilnehmerinnen auf Basis von systemischem Ansatz mit (nicht ausschließlich) Depression in der Gruppe in der Klinik.
Zusammenfassung: Mit der klinischen Vergleichsstudie wird untersucht, inwieweit sich zielorientierte kunsttherapeutische Interventionen in der Akutbehandlung von unipolarer Depression auf den Behandlungserfolg auswirken. An der randomisierten Studie nahmen 66 Patienten und Patientinnen teil. [...] Hieraus geht hervor, dass die zusammengefassten Behandlungsergebnisse in der Gruppe mit kunsttherapeutischen Interventionen signifikant besser ausfallen als in der Gruppe ohne kunsttherapeutische Interventionen.
Band: 27.0
Ausgabe: 2.0
In: Musik-, Tanz-undKunsttherapie
Schlüsselwörter: Methodische Kunsttherapie, Unipolare Depression, kunsttherapeutische Behandlung von Depression, Wirksamkeitsstudie Kunsttherapie, Behandlungsleitlinie.
Nemetschek, Peter (2011)
Titel: Systemische Familientherapie mit Kindern, Jugendlichen und Eltern: LebensflussModelle und analoge Methoden
Kommentar VF: Die Idee analoge Verfahren anzuwenden um systemisch Familientherapeutisch mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern zu arbeiten, ist ansprechend genug, um diese Studie miteinzubeziehen. Außer des Lebensflussmodells werden hier jedoch keine weiteren gestalterischen Bildgebenden Verfahren vorgestellt, vielmehr erweisen sich hier die persönlichen Erfahrungen des Autors in Bezug zu seinen Erfahrungen mit interessanten Größen der systemischen Therapie als ein für die Konzeption von SK wichtiges Element.
Verlag: Klett-Cotta
Neumann, Karin (2015)
Titel: Malen
Kommentar VF: Übersichtsarbeit hier werden Modelle wie Ressourcosaurus oder losungsorientiertes Malen vorgestellt.
Seiten: 111-119 _ .
In: Systemische Interventionen in der Familientherapie
Zusammenfassung: Malen ist eine Intervention zur Erfahrungserweiterung, die durch den spontanen Umgang mit Formen und Farben erfolgt. Dabei können innere Ressourcen zugänglich gemacht, Unterschiede erzeugt werden und neue Lösungen entstehen; darüber hinaus wird das kreative Potenzial der Klienten gefördert. Wirkfaktoren sind dabei die therapeutische Beziehung, die Formen und Symbole, die Raumgestaltung, die Bewusstmachung durch Gespräche sowie die Impulse zurNeugestaltung des Selbst (vgl. Legler-Guc 2002).
in: Systemische Interventionen in derFamilientherapie
ISSN/ISBN: 366246473X
DOI: 10.1007/978-3-662-46474-8 14
Neyenhuys, Anetta (2021)
Titel: Potentiale interprofessioneller Zusammenarbeit der Fachtherapien in Psychiatrischen Kliniken
Kommentar VF: Masterthesis. Mittels quantitativer und qualitativer Forschung untersucht diese Arbeit die Haltung der Fachtherapeut:innen zur interprofessionellen Zusammenarbeit und ergründet die Potenziale aus Sicht der Fachtherapien in psychiatrischen Kliniken.
Web/URL: https://www.researchgate.net/publication/364706061_Potentiale_interprofes- sioneller_Zusammenarbeit_der_Fachtherapien_in_Psychiatrischen_Kliniken
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Orinsky, Eva (2021)
Titel: Teile-Therapie in der Praxis: Die Kunst der heilsamen Kommunikation mit IFS
Kommentar VF: Internal Family System, Teile-Landkarte, Teile-Bilder. Eher kreativer Ansatz als tatsächlicher Bezug zur Kunsttherapie.
Zusammenfassung: Das Buch wendet sich an Therapeutinnen, Berater, Coaches und solche, die es werden wollen, aber auch an Menschen, die sich aus anderen Gründen für IFS (Internal Family System) interessieren - sei es zur Selbsterforschung oder als Klienten. Anhand von 20 Beispielen aus ihrer therapeutischen Praxis erlaubt die Autorin einen tiefen Einblick in ihre Arbeit mit IFS, dem «System der inneren Familie» nach Richard C. Schwartz. Die wörtlich wiedergegebenen Klientengespräche sind begleitet von kurzen Texten, die wichtige therapeutische Interventionen erläutern. Die Kommentarspalte enthält zudem zahlreiche Illustrationen, die zeigen, wasjenseits der Worte liegt. Zum Einstieg gibt Eva Orinsky eine kurze Einführung in Konzepte und Methoden der Therapie nach IFS. Weiter hinten finden Sie u.a. den ausführlichen Bericht einer ehemaligen Klientin über ihre mehrjährige Erfahrung mit der IFS-Therapie. Den Abschluss bildet eine kommentierte Bibliographie zu Theorie und Praxis dieser relativ neuen Schule, die Selbstakzeptierung und Selbstliebe betont. In der Therapiestunde entsteht eine warme und humorvolle Atmosphäre. Der Klient dirigiert Tempo und Richtung der Arbeit. Auf diese Weise entstehen Vertrauen und Kooperationsbereitschaft, die wesentlich sind fürs Erreichen der Therapieziele.
Seiten: 256
ISSN/ISBN: 978-3894034467
Orth, Ilse; Petzold, Hilarion G (2019)
Titel: Leib, Sprache, Geschichte in einer integrativen und kreativen Psychotherapie
Kommentar VF: Poesietherapie, kreatives Schreiben, etc. aber leider nicht explizit systemisch, sondern mit einem integrativen Ansatz begründet. Daher nur Gelb. Ansonsten kreativtherapeutischer und systemischer Hintergrund mit Methoden/Praxeologie. Insbesondere interessant erscheinen 112-116 zur Konzeption von SK mit Fokus auf„Ko-Kreativität“ und „Intermedialität“.
Zusammenfassung: Kreative Therapieformen fand man schon im Altertum. Moderne Psychotherapie mit kreativen Ansätzen hat sich mit J.C. Reil 1803 u.a. in der Romantik entwickelt Der Beitrag stellt die Integrative Therapie als eine kreative Form der Psychotherapie, bzw. Humantherapie vor, die sowohl die Arbeit mit „kreativen Medien“ und nonverbalen Methoden pflegt, dabei gleichzeitig großen Wert auf Sprache und sprachlich gestaltete Welt- und Lebenserfahrung legt. Der Patient soll zu „seiner“ Sprache finden, in der er sich selbst als Subjekt in einer persönlichen Lebenskunst gestaltet. Poesietherapie und kreatives Schreiben bieten hier hervorragende Werkzeuge. Das alles ist auf eine elaborierte sprachtheoretische Konzeption gegründet.
Seiten: 95-130
In: Wenn Sprache heilt
Verlag: Aisthesis Verlag
ISSN/ISBN: 3849812634
DOI: 10.5771/9783849814144-95
Ortiz, Juliana; Buttstadt, Marianne; Richter, Diana; Schepper, Florian; Singer, Susanne (2018)
Titel: Familienorientierte Kunsttherapie für Kinder und Jugendliche mit Krebs sowie deren Eltern im Akutkrankenhaus
Kommentar VF: Die Intervention umfasst bis zu 11 Sitzungen. Innovativ ist das gleichzeitige kunsttherapeutische Arbeiten von Kind und Eltern mitjeweils einer kunsttherapeutisch ausgebildeten Person. An der Machbarkeitsprüfung haben insgesamt 8 Eltern-Kind-Paare teilgenommen. Die Zufriedenheit mit dem Angebot und die psychische Belastung erfassten die Autorinnen durch Stundenprotokolle und standardisierte Fragebögen.
Web/URL: http://dx.doi.org/10.1007/s00761-018-0491-z
DOI: 10.1007/s00761-018-0491-z
Ortiz, Juliana; Buttstädt, Marianne; Schepper, Florian (2020)
Titel: Hand in Hand. Familienorientierte Kunsttherapie für Kinder, Jugendliche und deren Eltern im Akutsetting der Pädiatrischen Onkologie
Kommentar VF: Buchbeitrag: 155-173. Fortführung von Ortiz et al. (2018) zeigt mit Fallbeispiel die Intervention „Hand in Hand“ eingebettet im pädiatrisch-onkologischen Akutsetting.
in: Schulze-Stampa & Schmid (2020), Kunst und Krankenhaus: Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Perspektivwechsel in Gesundheitsförderung und Prävention.
Verlag: Kohlhammer Verlag
ISSN/ISBN:3170363816
Pieper, Birgit (2019)
Titel: Und was istjetzt mit Plan B?
Kommentar VF: Manuskript aus systemischer Weiterbildung des BVPPT. Fallbeispiel Kinderwunsch. Ist aber ohne Herleitung der Methodik. Kunsttherapeutin verwendet systemische Methoden und kunsttherapeutische Methoden Komplementär. ..
Web/URL: https://bvppt.org/media/1904-g.pdf
Rechenberg-Winter, Petra (2015)
Titel: Leid kreativ wandeln. Biografisches Schreiben in Krisenzeiten
Kommentar VF: Hier werden zahlreiche thematische Herausforderungen in der Therapie und Arbeit mit Trauer mit kreativen Schreibmethoden verknüpft. Diese Art von Werk vermittelt einen Eindruck bezüglich dem Übergang digitaler Formen von Kommunikation zu analogen Formen.
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
DOI: 10.1515/spircare-2016-1009
Rechenberg-Winter, Petra; Haussmann, Renate (2015)
Titel: Arbeitsbuch kreatives und biografisches Schreiben. Gruppen leiten
Kommentar VF: Sammlung von kreativen Schreibübungen im Gruppensetting wie der Titel schon sagt. Großer Schwerpunkt aufKonzeption der Methoden und deren Hintergründe sowie dazu anknüpfende Gedanken der Autorin.
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Rechenberg-Winter, Petra; Randow-Ruddies, Antje (2016)
Titel: Poesietherapie in der systemischen Praxis. Interventionen für die Einzel-, Paar-, Familien- und Gruppentherapie. ELib
Kommentar VF: Zahlreiche interventionen in systemischer Arbeit anhand von Poesietherapie. fundierte Konzeption und Heranführung an eine Verbindung des Systemischen Ansatzes mit Methoden des therapeutischen Schreibens
In: Psychotherapie und Psychologie - Neuerscheinungen 2017 Teil 1
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Zusammenfassung: Petra Rechenberg-Winter und Antje Randow-Ruddies stellen eine Vielzahl unterschiedlicher Interventionen und Anregungen vor, die beim Schreiben den Weg ins Innere erleichtern. Die wertschätzende und respektvolle Haltung bei der Begegnung mit dem eigenen Selbst ist hierbei entscheidend. In ihr drückt sich die Verbindung von systemischer Beratung und Poesietherapie aus. In dem wohlwollenden Blick auf die eigenen inneren Anteile können Wunden vernarben. Systemische Poesietherapie erlaubt das distanzierte BeSchreiben der eigenen Gedanken- und Gefühlswelt. Und sie wirkt durch zirkuläre Dialoge, die von innen nach außen gelangen. Systemische Poesietherapie kann als ein Instrument der Selbst-Erforschung genutzt werden, als Möglichkeit, Regie im eigenen Leben zu übernehmen oder wiederzuerlangen. In der Einzel-, Paar- und Gruppenarbeit vermag sie ihre Wirkung zu entfalten. Das Buch verbindet Theorie, Anregungen, Impulse und Interventionen auf leichte, selbstwirksame Weise.;
ISSN/ISBN: 978-3-525-40563-5
Web/URL: https://doi.org/10.13109/9783666405631
DOI: 10.13109/9783666405631
Reinhardt, M. (2021)
Titel: Systemische Kunsttherapie in Gruppen
Kommentar VF: -
In: Systemische Kinder-und Jugendlichenpsychotherapie
Verlag: Carl-Auer Verlag
ISSN/ISBN: 3849782875
Retzlaff, R. (2005)
Titel: Malen und kreatives Gestalten in der Systemischen Familientherapie
Kommentar VF: Rüdiger Retzlaff beschreibt die Bedeutung und Anwendung kreativer Techniken wie Malen und Gestalten in der systemischen Therapie mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien, fundierte historische Herleitung Kunsttherapeutisch-systemischer Familientherapie aber ausgerechnet „Kwiatkowska“ gelingt ihm nicht richtig zu schreiben, was schade ist da die Pionierin der Systemischen Kunsttherapie im deutschen Sprachraum kaum Erwähnung findet,
Seiten: 19-36
Band: 54,0
Ausgabe: 1,0
In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie
Web/URL: https://psycharchives.org/en/item/a0ff2fe0-fe48-4397-aafc-7629d3828542
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Retzlaff, Rüdiger (2019)
Titel: Spiel-Räume - Lehrbuch der systemischen Therapie mit Kindern und Jugendlichen
Kommentar VF: Unter Kapitel IV Beginnt hier das Thema analoge Verfahren und damit auch im Unterkapitel die Anwendung Bildgebender Verfahren, Das Buch insgesamt ist für eine SK-Konzeption theoretisch tiefgreifend fundiert: Auf den Seiten 257-276 finden sich gestalterische Methoden, Aber auch auf allen restlichen Seiten finden sich interessante Ergänzungen zu einer sehr umfassenden systemischen Therapie mit KiJu und deren Familien,
Verlag: Klett-Cotta
Rickert, Regula (2009)
Titel: Lehrbuch derKunst-Therapie
Kommentar VF: Kapitel 8, 361-388 mit dem Titel Systemische Grundlagen für eine erweiterte Kunsttherapie, Größtenteils theoretische Heranführung, Insbesondere Für die Konzeption der SK Praxis geeignete Literatur,
Zusammenfassung: Kunst wirkt. Kunsttherapie auch. Aber wie? Dieses Lehrbuch vermittelt in umfassender Weise die Grundlagen der Kunsttherapie und deckt dabei die künstlerischen Mittel, Techniken und Aufgabenstellungen, entwicklungsneurologische Zusammenhänge, sowie psychotherapeutische Methoden ab. Besonderer Schwerpunkt der Autorin ist die Verbindung von Kunsttherapie und Körperpsychotherapie unter Einbeziehung systemischer Methoden und psychoenergetischer Faktoren. Damit weist dieses Lehrbuch über den aktuellen Rahmen von Kunsttherapie Richtung gebend hinaus. Kunsttherapie fördert Kreativität, Körperwahrnehmung und soziale Intelligenz. Sie hilft, die Dämonen von Angst, Wut und Trauer, aber auch Traumata und psychische Störungen zu bewältigen. Sie ergänzt die psychotherapeutische Begleitung und erreicht dabei frühe, vorsprachliche Erlebnisebenen und die darin verborgenen Ressourcen.
Verlag: Param Ahlerstedt
ISSN/ISBN: 3887550528
Riley, Shirley (2003)
Titel: Familienkunsttherapie. Eine Einführung und Fallbeispiele
Kommentar VF: Riley (388) beschreibt die Geschichte und Entwicklung der Familienkunsttherapie, bietet ein Fallbeispiel zu Familien die mit Schizophrenie eingewiesen wurden und stellt eine Intervention vor: Das Familienwandbild.
Seiten: 388-407
Royster, Röchele (2021)
Titel: Doll4Peace Memorial: Eine freie Community-basierte Kunstaktion und -praxis; L’azione artistica e la prassi di comunità liberatoria e commemorativa di Dolls4Peace: Lib- eratory Community Art Action and Praxis; Dolls4Peace Memorial: Liberatory Community Art Action and Praxis
Kommentar VF: Narrativ-gestaltende Herangehensweise an ein gesellschaftliches Problem: Waffengewalt in Chicago. Sehr interessantes Projekt auf kommunaler Ebene.
Schlüsselbegriffe: art therapy; community psychology; public education; public housing; segregation; gun violence; community resistance; doll making; memorial; Kunsttherapie; Gemeindepsychologie; soziale Aufklärung; sozialer Wohnungsbau; Waffengewalt; Widerstand; Puppenmachen; Mahnmal
Zusammenfassung: This commumty/art based participatory research project encompassed communal art making practices (art as therapy) to build community, heal and resist systemic oppression and community violence, as well as promote self-care, empowerment, and a sense of purpose. Using an ecological model, participants engaged in community-based art therapy to build and heal communities impacted by gun violence. This "Doll Project" developed as a grassroots approach to arts-based social change—an ongoing cycle of creation, reflection and action with the hope to create a wave of healing and understanding through impacted Chicago communities. This process was intended to engage communities and embody the use of creativity to shift power and flatten hierarchies, largely by building up leadership of those most impacted by violence. The art of doll making was used to memorialize victims of gun violence in the city in record-high years of murders, while simultaneously creating a memorial of resistance, and initiating community-based adaptive change practices for social equity, connectedness, and liberation. Two questions are highlighted by this research: How does gun violence impact school communities within largely isolated, marginalized urban communities? How can we best support those who witness and survive gun violence?
Web/URL: https://voices.no/index.php/voices/article/view/3153
S
Scheidemantel, Susann (2011)
Titel: Verknüpfung von Systemischer Beratung und Kunsttherapie
Kommentar VF: Hausarbeit für systemische Weiterbildung der DGSF. Ganz allgemein KT und ST verbunden in der Praxis. Es gibt auch ein Fallbeispiel mit dem Thema Essstörungen. Ansonsten leider nicht so gut belegt, daher gelb.
Web/URL: https://www.praxis-institut.de/fileadmin/Redakteure/Sued/Praxis-Dia-
logZ2011_Scheidemantel.pdf
I
Schemmel, H.; Selig, Dietmar; Janscheck-Schlesinger; Ruth (2018)
Titel: Kunst als Ressource in der Therapie: Praxisbuch einer systemisch-lösungsfokussierten Kunsttherapie
Kommentar VF: Einführung über die Wurzeln der Kunsttherapie zu Systemischer Therapie und speziell der Lösungsorientierten Kurzzeittherapie nach De Shazer und Insoo Kim Berg bis hin zur Konzeption der systemisch-lösungsorientierten Kunsttherapie. Anschließend ausgeklügelte Darstellung von Fällen, angereichert durch praktische Beschreibungen vorgenommener Interventionen, die sowohl Methoden aus der systemischen Therapie und Beratung erweitern, als auch ganz eigene Formen annehmen können. Fallbeispiel zu KiJu Agression 49 + Übung, das Stärkentier 55, Lebensfluss 57; Fall Erw. Einzel: Panik Angst 65 + Übung Wunderfrage + Das Wunder 67 und Wunschselbstporträts 69 sowie Lebensfluss in die Zukunft 71 und viele Weitere. Konzeptuelles zur SK-Projektarbeit von Janscheck-Schlesinger.
Verlag: Dgvt
Ludewig, Kurt (2003)
Titel: Stationäre Behandlung magersüchtiger Jugendlicher-ein systemisches Konzept
Kommentar VF: Bisschen kritisch, weil es an sich nicht um Kunsttherapie geht oder "Interprofessionell". Es wird erwähnt, dass Klientin im Zuge der Behandlung KT beansprucht aber dennoch interessant, um sich ein Bild der Zusammenarbeit aus systemischer Perspektive zu machen.
Seiten: 165-184
In: Anwendungsfelder systemischer Praxis. Ein Handbuch.
Zusammenfassung: Die spezialisierte Literatur ist so voll von mehr oder weniger erfolgreichen Behandlungskonzepten zur Anorexia nervosa , dass die Frage - wozu noch ein weiteres? - berechtigt wäre Die Antwort ist insofern einfach, als dass es uns Mitarbeiterinnen einerjugendpsychiatrischen Station unumgänglich erschien, ein auf unsere Gegebenheiten zugeschnittenes Konzept zu entwickeln, zumal die kleine Station ab Mitte der neunziger Jahre immer mehr Magersüchtige aufnahm und die Zusammenarbeit im Team zu kollabieren drohte. Vom Konzept versprachen wir uns aber nicht nur ein angenehmeres Arbeitsklima, sondern darüber hinaus eine Möglichkeit, die Behandlung für alle Beteiligten frei von überflüssigen Widerständen zu halten. Es galt, ein Konzept zu entwickeln, das imstande sein sollte, sowohl störungsspezifisch zu sein als auch die Besonderheiten derjeweiligen Jugendlichen und ihrer Familien sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Therapeuten und des Stationspersonals zu berücksichtigen. Dazu wurden bewährte Methoden der Praxis mit jeweils somatischen, psychischen und interaktionellen Schwerpunkten und zu einem trifokalen systemischen Konzept verbunden. Die jugendliche Magersucht wird hier als komplexes - nicht bloß additiv-multifaktorielles - Lebensproblem im Kontext familiärer Bezüge betrachtet, an dessen Entstehung und Stabilisierung Faktoren hineinwirken, deren Zusammenspiel die Berücksichtigung von lern-, bindungs- und entwicklungstheoretischen Aspekten erfordert.
Web/URL: https://kurtludewig.de/Downloads/70%20Jugendliche%20Mager-
sucht%202005.pdf ’ ..
Schmeer, Gisela (2003)
Titel: Kunsttherapie in der Gruppe: Vernetzung-Resonanzen-Strategeme
Kommentar VF: "Komplementär". Entdeckt Wunderfrage als gestalterische Aufgabenstellung. Berücksichtigung von Beziehungssystem und systemische Fragestellungen als Tool.
Band: 160.0
Verlag: Klett-Cotta
ISSN/ISBN: 360889716X
Schmeer, Gisela (2006a)
Titel: Die Resonanzbildmethode: visuelles Lernen in der Gruppe; Selbsterfahrung, Team, Organisation
Kommentar VF: Beginnt zunächst mit der Unterscheidung zwischen analoger bildlicher und digitaler (Sprachlicher) Kommunikation, leitet weiter auf das Thema Resonanz. Hier wird Zirkularität als "Kreiskausal" bezeichnet. Ansonstenjedoch eher gruppendynamisch begründet. Schmeer kritisiert, dass durch systemische Betrachtung von Problemen Menschen ihre Projektionsfigur (z. B. böser Chef) aufgeben müssten, was zu Widerständen führe (219).
Band: 190.0
Verlag: Klett-Cotta
ISSN/ISBN: 3608890092
Schmeer, Gisela (2006b)
Titel: Krisen auf dem Lebensweg: psychoanalytisch-Systemische Kunsttherapie
Kommentar VF: Schmeer begreift Systemik hier vornehmlich in einem zirkulären Kontext. Hieraus erschafft Siejedoch ein beeindruckendes Potenzial an Herangehensweisen mit dem zirkulären Blick kunsttherapeutisch zu arbeiten. Insbesondere der Dialog der Bildelemente sollte hier erwähnt werden. Auch der Buchteil "Skripts im Bild" weist starke Parallelen zu einem Narrativ-konstruktivistischen Ansatz auf. Ist ansonsten eher analytisch angehaucht.
Zusammenfassung: Die Autorin wendet sich in ihrem Buch dem" ganzen" Menschen als Einheit von Körper-Seele-Geist zu. Wie lassen sich Lebenskrisen auf spontan gemalten Patientenbildern erkennen und diagnostizieren? Der Titel enthält sehr häufig schon einen ersten Hinweis auf mögliche Auswege, die durch die Kunst des Therapeuten bewusst gemacht und gefördert werden können.
ISSN/ISBN: 3608890351
Band: 96.0
Verlag: Klett-Cotta ’
Schneider, Birgit (2009)
Titel: Narrative Kunsttherapie: Identitätsarbeit durch Bild-Geschichten. Ein neuer Weg in der Psychotherapie
Kommentar VF: Dissertation. Leitet systemische Ansätze in der Kunsttherapie her (350363). Dann die Verbindung von KT mit ST-Methoden (364-372). Letztlich geht es aber um narrative Kunsttherapie als eigenes Feld. Ist jedoch durchsetzt vom systemischen Ansatz, daher sehr empfehlenswert.
Verlag: transcript Verlag
ISSN/ISBN: 3837611957
Schoeneberg, Arnd (2003)
Titel: Eine unendliche Annäherung: Kunsttherapie als subjektorientierterProzess
Kommentar VF: Interessanter Ansatz nochmal alle Herangehensweisen zu hinterfragen und wieder mit der Theoriebildung anzufangen. Ist systemisch durchsetzt und am Ende gibt es das „Reflecting Team“ ausgeführt.
Verlag: BoD-Books on Demand
Zusammenfassung: Eine unendliche Annäherung an die 'Mechanismen' der Kunsttherapie: das bestehende Verständnis der Beziehung von Klient, Therapeut und Medium. Eine Analyse aus unterschiedlichen Perspektiven auf der theoretischen Grundlage einer semiotisch- ästhetischen Erkenntnistheorie: Ausgangspunkt für eine Auffassung von Kunsttherapie als subjektorientierter Prozess.
ISSN/ISBN: 3833003987
Schulze-Stampa, Constanze (2021)
Titel: Die andere (n) Seite (n) der Gesundheit
Kommentar VF: KT in der Gruppe definiert aus systemischer Sicht.
Seiten: 59
Band: 1.0
In: Facetten derKunsttherapie
ISSN/ISBN: 3831649162
DOI: 10.5771/9783831676453-59
Schulze-Stampa, Constanze (2022)
Titel: Gruppendynamische Potenziale der Kunsttherapie im Spiegel von Interaktion und Resonanz
Kommentar VF: Kunsttherapiegruppe. Sehr wenig theoretischer Bezug zu systemischem Ansatz. Bezug zu Schmeer wird hergestellt. Systemische Perspektive auf Gruppenprozesse.
Seiten: 69-73
Band: 14.0
Ausgabe: 2.0
In: euroreha
ISSN/ISBN: 1611-6496
DOI: 10.1055/a-1816-5546
Schulze-Stampa, Constanze (2024)
Titel: Künstlerische Therapien im Kontext interprofessioneller Zusammenarbeit Kommentar VF: Vorstellung von liGART. Letztlich Zielorientierung, Kommunikation und Interaktionszentrierung, systemisch fundiert.
Seiten: 19-24
Band: 25.0
Ausgabe: 1.0
In: PiD-Psychotherapie im Dialog
ISSN/ISBN: 1438-7026
DOI: 10.1055/a-2088-5453
Schulze-Stampa, Constanze; Kaletta, Nina (2020)
Titel: Spannungsfeld von Kunst und Therapie: Wirkdimensionen von Kunsttherapie im Krankenhaus aus systemisch-kommunikativer Sicht
Kommentar VF: Interessante Vorstellung verschiedener Beispiele künstlerischer und KT- Intervention im klinischen Setting, dazu systemische und künstlerische Grundlegung.
Seiten: 183
In: Kunst und Krankenhaus: Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Perspektivwechsel in Gesundheitsförderung und Prävention
ISSN/ISBN: 3170363816
Schulze-Stampa, Constanze; Schmid, Gabriele (2020)
Titel: Kunst und Krankenhaus: Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Perspektivwechsel in Gesundheitsförderung und Prävention
Kommentar VF: Wie können KT aus systemischer Sicht in einem klinischen Setting zusammen mit anderen Disziplinen arbeiten. Daraus geht die Notwendigkeit hervor, dass Forschung die Wirksamkeit der Kunsttherapie zeigen sollte und diese unter Druck steht Evidenzen vorzubringen. Die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen erweist sich hier u.A. als ein Lösungsansatz. Die Beiträge K. 9 von Ortiz et al. und K. 11 von Schulze-Stampa und Kaletta finden sich in dieser Auswahl wieder.
Zusammenfassung: Das Thema Kunst und Krankenhaus hat zwar eine längere Geschichte, doch fehlt es bislang an einer mehrperspektivischen Aufarbeitung der Möglichkeiten von Kunst bzw. künstlerischen Interventionen. In diesem Buch werden konkrete Potenziale von künstlerischen Projekten und künstlerisch-therapeutischen Arbeitsansätzen im Krankenhaus als Institution und kultureller Ort nachvollziehbar aufgezeigt. Im Sinne der Entwicklung multiprofessioneller Zusammenarbeit wird diese Thematik sowohl fachspezifisch und interdisziplinär als auch theorie- und praxisbezogen beleuchtet und diskutiert. Dabei verweisen vielfältige Perspektivwechsel insbesondere auf den Stellenwert der Kombination wissenschaftlicher und künstlerischer Forschungszugänge und auf die Wirkmöglichkeit zeitgenössischer Kunst im Krankenhaus.
Verlag: Kohlhammer Verlag
ISSN/ISBN:3170363816
Schulze, Constanze (2011)
Titel: "Familienansichten": Kunsttherapie mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien
Kommentar VF: Theoretische Studie und Herleitung der Situation Familienorientierter Kunsttherapie. Dieser Beitrag beleuchtet verschiedene Ansätze zur erfolgreichen Einbindung der Familie in die Kunsttherapie und zeigt passende Kombinationen von kunsttherapeutischen und familientherapeutischen Methoden auf.
Seiten: 191-206
In: Kunsttherapie mit Kindern und Jugendlichen: Aktuelle Bezüge aus klinischen und sozialen Anwendungsfeldern
Verlag: EB-Verlag (ebv)
Schulze, Constanze (2019)
Titel: Evidenzbasierter Forschungsbedarf in der Kunsttherapie: Entwicklung eines Modells und Manuals zur systematischen Beschreibung und Untersuchung von Interaktionsphänomenen in Gruppen (liGART)
Kommentar VF: Ähnlichkeiten zu "Kunsttherapie als subjektonentierterProzess" Schoene- berg (2003) und dem Ansatz zu beschreiben, wie KT systemisch neu definiert werden kann, um das bisher versagende Erklärungsmodell zu überholen.
Seiten: 257-270
In: Aufführen-Aufzeichnen-Anordnen: Wissenspraktiken in Psychiatrie und Psychotherapie
ISSN/ISBN: 3658201509
DOI: 10.1007/978-3-658-20151-7 14
Schulze, Constanze (2004)
Titel: Konstruktion - Kommunikation - Therapie. Studien zur systemtheoretischen Grundlegung der Kunsttherapie
Kommentar VF: Theoretische Hinführung aus der Konzeption von Systemtheorie hin zur Systemischen Therapie und der Integration in ein systemisch-kunsttherapeutisches Modell. Ab 165 Methoden und Verfahren der SK sowie ab 182 zur Orientierung bzgl. Therapiever- ständnis/Aufgaben sowie Forschung.
Zusammenfassung: Anhand der Darstellung ausgewählter systemtheoretisch-konstruktivistischer Konzepte wird im Rahmen der vorliegenden Studien die erkenntnistheoretische Bedeutung von "System" im Hinblick auf die Möglichkeiten der Erfassung und Beschreibung unterschiedlicher Systeme und Systemebenen, als interdisziplinär anwendbares, wissenschaftstheoretisches Instrumentarium herausgearbeitet (Teil I). Dahinter steht das zentrale Ziel, unter besonderer Berücksichtigung der systemischen Kommunikationstheorie von
Niklas Luhmann (Teil II), die im Bereich der Kunsttherapie aufeinander bezogenen Systeme "Kunst" und "Therapie" auf einer homogenen wissenschaftlichen Basis betrachten zu können. Aus praxisbezogener Sicht bietet das inzwischen gut ausgebaute systemische Denken in unterschiedlichen therapeutischen und (heil-)pädagogischen Bereichen, wie exemplarisch anhand verschiedener Ansätze und Interventionsformen systemischer Familientherapie aufgezeigt (Teil III), ein Spektrum an Paradigmen, die für die bislang systemisch noch wenig ausgebaute Disziplin der Kunsttherapie in modifizierter Form übertragbar sind. Vor diesem Hintergrund werden theoretische und methodische Aspekte aufeinander bezogen und in Bezug auf eine systemisch orientierte Kunsttherapie differenziert herausgestellt (Teil IV), die für eine angemessene Bestimmung des komplexen Gegenstandsbereiches "Kunsttherapie", sowie für die Modellierung und Reflexion der Wirksamkeiten künstlerisch-ästhetischer Medien in spezifischen Behandlungskontexten im Sinne der Weiterentwicklung zukünftiger Forschung fundamental sind.
Web/URL: https://kups.ub.uni-koeln.de/1568/
[1]
Sieper, Johanna; Orth, Ilse; Schuch, H Waldemar (2019)
Titel: Neue Wege Integrativer Therapie
Kommentar VF: Verbindung wird hergestellt zwischen Kunsttherapie, systemischen Ansätzen, zusammen mit anderen Ansätzen gemeinsam zur integrativen Therapie fusioniert. Nicht rein SK aber trotzdem passend.
Band: 25.0
In: Klinische Wissenschaft, Humantherapie, Kulturarbeit-Polyloge-40 Jahre Integrative Therapie
DOI: 10.5771/9783849814267
Sinapius, Peter; Ganss, Michael (2012)
Titel: Grundlagen, Modelle und Beispiele kunsttherapeutischer Dokumentation
Kommentar VF: John (79) zur SK-Dokumentation und Duncker (85) zur kunsttherapeutischen Dokumentation, insbesondere auf theoretischer Ebene. Hinweise zur Herangehensweise in der SK-Praxis.
Band: 1.0
Verlag: Peter Lang
Zusammenfassung: Die Möglichkeiten kunsttherapeutischer Dokumentation und Forschung hängen nicht zuletzt von dem milieuspezifischen Kontext und den damit verbundenen Bezugswissenschaften ab, in dem man die Kunsttherapie ansiedelt. Wichtig ist die definitori- sche (einschränkende) Verwendung des Wortes »Kunst« in der Praxis der »Kunsttherapie« im Vergleich zu einer gesellschaftlich-kulturellen Bedeutung des Begriffes. Die therapeutische Anwendungen funktional auf die Arbeit und persönliche Entwicklung des Akteurs/der Akteurin (Klient) orientiert sind, sich also nicht zwangsläufig Kriterien und Prämissen einer gesellschaftlich relevanten Bedeutung (Relevanz) von Kunst stellen müssen, sollten
Prozesse und Ergebnisse unter therapeutischen, nicht unter kulturellen Aspekten bewertet werden. Die begriffliche Verunklärung schmälert nicht nur den objektivierenden Blick auf sinnvolle Anwendungen künstlerischer, bzw. besser: kreativer Methoden in der Persönlichkeitsbildung und ihrer heilenden Wirkungen, sondern wird auch der Bedeutung von Kunst als gesellschaftliches Subsystem nicht gerecht. Müssten also Kunsttherapeuten nicht mit einem anderen Selbstverständnis als dem der Anlehnung an »Kunst« ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen und präziser von »Kreativitätstherapie« oder »Ästhetischer Therapie« sprechen. Dann ließen sich Methoden, die therapeutischen Anforderungen folgen mit den von den Künsten entlehnten und funktionalisierten Elementen vereinbaren.
ISSN/ISBN: 3631550529
DOI: 10.3726/978-3-653-01273-6
Steiner, T.; Berg, I. K. (2016)
Titel: Handbuch lösungsorientiertes Arbeiten mit Kindern
Kommentar VF: Lösungsorientierte Kurzzeittherapie im Kontext mit Kindern verbunden mit kreativen Aufgaben. Ab Seite 115-126 finden sich insbesondere Gestalterische Aufgaben.
... ... „. ...
Verlag: Carl-Auer-Systeme Verlag
Sterzer, Viviane (2018)
Titel: Retrospektive Analyse der Lösungsorientierten Maltherapie (LOM®) zur Behandlung von Patienten mit starken und langandauernden Belastungssituationen
Kommentar VF: Dissertation zu LOM®: Studie untersucht Wirkung und Nachwirkung von LOM® in unterschiedlichen Fällen. Hinführung zu der Methode jedoch hauptsächlich über neurobiologischen Ansatz. Ursprung zur lösungsorientierten Kurzzeittherapie eher knapp angedeutet. Fallbeispiele mit Erwachsenen in Bereich Trauma, Angst und Träume.
Zusammenfassung: Mittlerweile gehören künstlerische Therapien vermehrt den multimodalen Therapieansätzen medizinischer Fachbereiche an, was sich in einigen S3-Leitlinien widerspiegelt. Ein Forschungsinteresse an der Kunsttherapie besteht schon seit langem,jedoch mangelt es in der Studienlage an standardisierter Berichtserstattung und oft sind nur vage Beschreibungen der zugrunde liegenden Behandlungsmaßnahmen angegeben, was die Bestimmung der Studienverfahren deutlich erschwert. Eine therapeutische Wirksamkeit der Kunsttherapie wird häufig in der nichtsprachlichen, emotionalen Kommunikation und Expression vermutet. Im Kontrast dazu steht die hier untersuchte „Lösungsorientierte Maltherapie - LOM®“, welche von Fr. Dr. Bettina Egger und Jörg Merz seit 1980 entwickelt wurde... .. . ... ..
Web/URL: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2018/0203/pdf/dvs.pdf
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Unterhölzer, Carmen (2012)
Titel: 13 Poesie-undBibliotherapie
Kommentar VF: -
Zusammenfassung: Dieses Kapitel befasst sich mit der Entwicklung der Poesie- und Bibliotherapie und mit dem Einsatz von Schreiben und Lesen in der Psychotherapie. Neben einem historischen Rückblick bietet es eine Übersicht darüber, wie verschiedene psychotherapeutische Schulen das geschriebene Wort in ihrer Arbeit nutzen. Die Wirkungsforschung liefert unterschiedliche und nicht eindeutige Ergebnisse, während klinische Erfahrungen die Wirksamkeit von Schreiben und Lesen in der Psychotherapie bestätigen. Welche Vorteile das geschriebene Wort gegenüber dem gesprochenen hat und wann besser nicht zur Feder gegriffen werden soll, wird gegen Ende des Kapitels behandelt. Die Themenbereiche Kreatives Schreiben und Schreibpädagogik sind nicht Gegenstand der nachfolgenden Ausführungen.
In: Kunst-und Ausdruckstherapien: Ein Handbuch für die psychiatrische und psychosoziale Praxis
Seiten: 201-210
ISSN/ISBN: 3170275003
Unterhölzer, Carmen C. (2017)
Titel: Es lohnt sich, einen Stift zu haben. Schreiben in der systemischen Therapie und Beratung
Kommentar VF: In Kapitel 7 findet sich insbesondere der Schwerpunkt systemischen Arbeitens anhand eines narrativ gestaltenden Ansatzes. Hier wird deutlich, dass Schreiben in seiner formalen Bedingtheit ein digitales/rationales Medium ist, dessen Ausdrucksfreiheit noch nicht dem eines bspw. gestalteten Bildes entspricht. Dennoch wirft dies auch die Frage auf wo die Verbindungen Systemischen Schreibens und der Systemischen Kunsttherapie liegen und die Grenze vom digitalen zum analogen verläuft.
Verlag: Carl Auer
V
Vergara, Julia Marburg (2021)
Titel: Das spontane Bild im Kontext anderer therapeutischer Verfahren Kommentar VF: Eher eine Mischung aus allen möglichen Ansätzen aber Systemik und KT werden verbunden.
Seiten: 153
Band: 1.0
In: Facetten derKunsttherapie
ISSN/ISBN: 3831649162
DOI: 10.5771/9783831676453-153
Vogt-Hillmann, M.; Burr, W. (2009)
Titel: Kinderleichte Lösungen: lösungsorientierte kreative Kindertherapie
Kommentar VF: In diesem Werk werden unter anderem Cartoons, Ressourcosaurus, Ressourcen-Zoo, die Masken-Mal-Technik und andere kreativen Methoden vorgestellt, um sys- temisch-lösungsorientiert mit Kindern zu arbeiten. Insbesondere interessant, da die Autoren ihr systemisches Arbeiten direkt aus persönlichen Erfahrungen mit systemtherapeutischen Größen wie Insoo Kim Berg, Steve DeShazer sowie Harry Goolishian und Tom Andersen beziehen, welche mit ihren Theorien und Praxis einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung systemisch-lösungsorientierter Therapie geleistet haben.
Verlag: Borgmann Publishing
Vogt-Hillmann, Manfred; Burr, Wolfgang (2002)
Titel: Lösungen im Jugendstil
Kommentar VF: (108) Reinecke stellt ihre Methode der körperbezogenen Diagnostik vor, in welcher in sechs Teilen unter anderem mit zeichnerischen Selbstdarstellungen und gestalterischer Darstellung mit Ton gearbeitet wird. (123) Vogt-Hillmann stellt "Ressourcen- und Kompetenzsterne" als kreative Form der Diagnostik mit KiJu vor. (167) In Bezug zur Arbeit mit Kindern mit chronischer Krankheit - in diesem Fall Rheuma - präsentiert Illhardt unterschiedliche Methoden, um mit den Herausforderungen des betroffenen Kindes zu arbeiten. Darunter die Methode Ressourcosaurus, Masken-Mal-Technik und Comic/Cartoons.
In: Systemisch-lösungsorientierte Kreative Kinder- und Jugendlichentherapie. Dortmund
Vogt, Petra (2016)
Titel: Pädagogische Kunsttherapie mit Kindern und Jugendlichen in einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Emotional-soziale Entwicklung
Kommentar VF: Werkstattprinzip und Projektarbeit in der pädagogischen Kunsttherapie. Systemik als theoretischer Hintergrund wird nur kurz angemerkt. Fallbeispiel Mit Kind. Frei zugänglich auf Jstor.
Seiten: 71-94
In: Pädagogische Kunsttherapie und Soziale Arbeit
Verlag: Barbara Budrich
ISSN/ISBN: 9783847405610
Web/URL: http://www.jstor.org/stable/j.ctvddzqpk.7
DOI: 10.2307/j.ctvddzqpk.7
-
Spreti, Flora; Martins, Philipp; Steger, Florian (2018)
Titel: KunstTherapie: Künstlerisches Handeln - Wirkung - Handwerk
Kommentar VF: Schubert zieht Parallelen zwischen dem Kunstbegriff und -Verständnis von Beuys und der KT, indem er aus Sicht eines biosemiotisch-systemischen Ansatzes argumentiert: Einem dialektischen Prozess zur Kognition, Kommunikation und Kooperation eingebettet in einem gesellschaftlichen, kulturellen, politischen Rahmen (50). Hierüber wird der Schluss gezogen, dass Künstlerisches Tun das Immunsystem positiv beeinflusst (114). Con- nert und Mayer-Brennenstuhl Versuchen sich an einer systemtheoretischen Annäherung an die exakte Intuition und den künstlerischen Blick (364-367) und kritisieren hierbei Kausalitätsprinzipien, dass psychologisierende Interpretationen einem Deterministischen Denken entspringen welche den systemischen Konditionen Systemischer Praxis nicht gerecht wird (363). Schulze nimmt das Therapeut:innendilemma zum Anlass, forschungsmethodische Überlegungen zur Kunsttherapie aus systemischer Sicht zu beleuchten (405-406). Spreti und Marten richten ihren systemischen Blick auf den Bezug zur Materialwahl und Geschichte des Patienten im Prozess (555) und die Bedeutung der systemisch-strukturellen Einbettung des kunsttherapeutischen Angebots in bspw. einem klinischen Setting (559). Sehr empfohlen. ...
Verlag: Schattauer
w
Wahlert, Jochen von (2021)
Titel: Kunst und Resilienz
Kommentar VF: Beitrag in Facetten der Kunsttherapie. Kein direkter Praxisbezug eher theoretisch-konzeptionell SK.
Seiten: 129
Band: 1.0
In: Facetten derKunsttherapie
ISSN/ISBN: 3831649162
DOI: 10.5771/9783831676453-129
Wanke, Andrea (2008)
Titel: Kunsttherapeutisch-systemisch oder systemisch-kunsttherapeutisch? Ein Integrativ- Kunsttherapeutisch-systemischer-Ansatz
Kommentar VF: Journalbeitrag zur Konzeption integrativ-systemisch-kunsttherapeutischer Arbeit aus Sicht der Autorin und bezugnehmend auf ihre persönlichen Erfahrungen sowie ein Fallbeispiel mit einer Erwachsenen mit Thema Depression.
Seiten: 16-25
In: SystemischeNotizen
Web/URL: https://www.yumpu.com/de/document/view/13956908/kunsttherapeutisch-sys- temischer-ansatz-lehranstalt-fur-
Weberndorfer, Birgit (2022)
Titel: Kunsttherapie bei legasthenen Kindern und ihr Einfluss auf die Selbstwirksamkeit
Kommentar VF: Masterthesis. Hier geht es weniger um die Integration beider Ansätze als die komplementäre Verwendung der Ansätze im Kontext einer Krankheit. Hier Legasthenie. Hierbei wird ein systemisches Augenmerk auf die Problematik gerichtet und anschließend davon ausgehend Kunsttherapeutisch interveniert.
Verlag: Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Zusammenfassung: Die vorliegende Masterarbeit geht der Frage nach, inwieweit kunsttherapeutische Methoden legasthene Kinder in ihrer Selbstwirksamkeit stärken können. Legasthenie ist eine weit verbreitete Teilleistungsschwäche, die bei vielen Betroffenen zu Sekundärproblematiken führt. Diese reichen von psychosomatischen Beschwerden bis hin zu Depressionen, Ängsten und Verhaltensauffälligkeiten. Zur Therapie von Legasthenie gibt es unterschiedliche Konzepte. So nehmen neben der klassischen Lerntherapie auch psychologische und alternative Therapiemethoden, teilweise im Rahmen von integrativen Konzepten, einen wichtigen Stellenwert ein. Kunsttherapie ist eine noch nicht etablierte Behandlungsmethode in diesem Bereich. Literatur aus den Sparten Kunsttherapie, Psychologie und Pädagogik wird in Bezug zur Forschungsfrage verknüpft und durch ein Interview mit einer Expertin ergänzt. Kunsttherapeutische Methoden sind ressourcenorientiert und wollen niederschwellig die Selbstwirksamkeit betroffener Kinder nachhaltig stärken, um mit den Folgen der Legasthenie einen guten Umgang zu finden. Themen dieser Arbeit sind Legasthenie, Kunsttherapie, die Faktoren des Selbstkonzepts insbesondere die Selbstwirksamkeit, Methodik, Wirksamkeit und aktuelle Forschungsergebnisse der Kunsttherapie.
Web/URL: https://kidoks.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/2798/file/Masterarbeit- Birgit-Weberndorfer.pdf
Wichelhaus, B. (2011)
Titel: Kunsttherapie in der Kindertherapie
Kommentar VF: Buchabschnitt beschreibt Kinder-Kunsttherapie im Rahmen von Familientherapie und systemisch-orientierter Kunsttherapie (22). Geht jedoch nicht konkret auf Interventionen ein.
Seiten: 9-31
In: Kunsttherapie mit Kindern und Jugendlichen: Aktuelle Bezüge aus klinischen und sozialen Anwendungsfeldern
Verlag: EB-Verlag (ebv)
Wichelhaus, Barbara (2008)
Titel: Zeichentests in der Evaluation kunsttherapeutischer Prozesse: Möglichkeiten und Grenzen
Kommentar VF: -
Seiten: 70-75
Band: 19.0
Ausgabe: 2.0
In: Musik-, Tanz und Kunsttherapie
Zusammenfassung: Zeichentests sind als Instrumente psychologischer Diagnostik entwickelt worden. Sie werden als Entwicklungs-, Reife-, Leistungs- und Persönlichkeitstests in Anfangs- und Verlaufsdiagnosen vor allem in klinischen und sozialpädagogischen Feldern eingesetzt. Mit der wachsenden Bedeutung von evaluativen Verfahren zur Qualitätsverbesserung und Qualitätssicherung in den Künstlerischen Therapien gewinnen Zeichentests als disziplinnahe Verfahren für diese Aufgabe eine verstärkte Bedeutung. Dieser Verwendungszweck wird unter Berücksichtigung von Testgütekriterien, einem konstruktivistisch und systemisch orientierten Wissenschaftsverständnis sowie exemplarischen Beispielen einer kritischen Betrachtung und Analyse unterzogen.
ISSN/ISBN: 0933-6885
Wienands, Andras (2017)
Titel: System und Körper - Kreative Methoden in der systemischen Praxis
Kommentar VF: Körperorientierte Praxis durchaus in Kombination mit gestalterischen Aufgaben. Schäkel (95) "Sprechende Wand" ausgehend von der Reggio-Pädagogik. Brächter (109) mit narrativ-systemischer Sandspieltherapie insbesondere als Medium in der Selbsterfahrung.
Verlag: Vandehoeck & Ruprecht
Willemse, Joop; von Ameln, Falko (2018)
Titel: Analoge und digitale Kommunikation
Kommentar VF: Kunsttherapie findet bestenfalls Erwähnung ganz am Rande (Schlussteil), eigentlich geht es um kongruente Kommunikation, Rituale und was der Unterschied zwischen den beiden Kommunikationsformen analog und digital ist. Gelb, weil nicht genauer auf die Praxis eingegangen wird, sondern eher die Haltung.
Zusammenfassung: In diesem Kapitel geht es um digitale und analoge Kommunikation - ein systemtheoretisches Konzept, das eng mit der Unterscheidung zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation zusammenhängt. Viel ist über verbale und nonverbale Kommunikation geschrieben worden, aber die Literatur bietet nur wenige neue Erkenntnisse. Die Erkenntnisse der Systemtheorie über analoge und digitale Kommunikation sindjedoch ein interessanter Beitrag zum Verständnis der Funktion verbaler und nonverbaler Anteile in der Kommunikation. Wir kennen die Begriffe analog und digital vor allem aus der Welt der Technik und Mikroelektronik. Um digitale Medien geht es in diesem Kapitel jedoch nicht. Watzlawick nutzt dieses Begriffspaar vielmehr, um den Unterschied zwischen sprachlichen und nonverbalen Kommunikationsformen zu verdeutlichen.
Seiten: 95-102
In: Theorie und Praxis des systemischen Ansatzes: Die Systemtheorie Watzlawicks und Luh- manns verständlich erklärt
ISSN/ISBN: 3662566443
DOI: 10.1007/978-3-662-56645-9_6
’.
Wilson, Jim (2023)
Titel: Spielerisch mit ernsten Themen umgehen: Kindern und Familien therapeutisch begegnen
Kommentar VF: Kein direkter Bezug zu Kunsttherapie aber kreative Methoden und Systemisch. daher Gelb. Ist eher auf das therapeutische Spiel bezogen gibt aber auch Hinweise auf systemische Herangehensweisen und Co-Creativity. Beinhaltet möglicherweise wichtige Hinweise für KT:innen zu systemischem Arbeiten.
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
ISSN/ISBN: 3647408239
Anhang F: Methoden-/Konzepte-Ranking basierend aufHäufigkeit:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 37 Ranking derMethoden/Konzepte nach Häufigkeit der Felder und Autorinnen Quelle: Eigene Darstellung
Anhang Gl: PRISMA-ScR Checkliste
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 38 PRISMA-ScR Checkliste Quelle: Tricco et al. 2018
Anhang G2: COREQ-Checkliste
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 39 COREQ-Checkliste Quelle: Tong et al. 2007
Anhang H: Übersetzung Forschungsfrage in Interview Leitfragen
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 40 ErstellungLeitfragen nach Kaiser (2021) Quelle: Eigene Darstellung
Anhang I: Interview-Leitfaden
Einstieg:
- Danke für Teilnahmebereitschaft!
- Vorstellung Projekt und Vorgehen.
- Zusicherung von Vertraulichkeit: Keine Veröffentlichung von Daten, die der konkreten Person zugeordnet werden können.
- Erläuterung Kernpunkte der Aussagen werden auf einem höheren Abstraktionsniveau zusammengefasst, Aussagen ggf. zitiert.
- Offene Fragen zu dem Projekt klären.
Leitfaden:
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 41 Interview-Leifaden Quelle: Eigene Daratellung
Verabschiedung
Vielen Dank für das Interview!
Anhang J: Einverständniserklärung Interview
Demographische Daten
1. Alter:
2. Geschlecht:
3. Nationalität/Ethnische Zugehörigkeit:
4. Erfahrungen in der Verbindung von Künstlerischen und Systemischen Ansätzen in der therapeutischen/ beraterischen Praxis (in Jahren):
5. Anwendungs-Kontext (Beruflicher Rahmen): _
6. Ausbildung/ Weiterbildung in:
Einwilligungserklärung Interview
Ich, [Vorname, Name] erkläre hiermit mein Einverständnis zur Nutzung der personenbezogenen Daten, die im Rahmen des folgenden Gesprächs und dieser Email erhoben wurden:
• Datum des Interviews:
• InterviewendePerson: VictorFechter
• System und Kunst in der Praxis. Forschungsarbeit zu Verbindungen systemischer und kunsttherapeutischer Theorie und Praxis
• Durchführende Institution: Hochschule Nordhausen
• Leiter des Projekts: Victor Fechter
Die Daten werden im Rahmen eines Videotelefonie Gesprächs erhoben, das mit einem integrierten Aufnahmeprogramm aufgezeichnet wurde.
Zum Zwecke der Datenanalyse werden die mündlich erhobenen Daten verschriftlicht (Transkription), wobei die Daten anonymisiert werden.
Eine Identifizierung der interviewten Person ist somit ausgeschlossen. Kontaktdaten, die eine Identifizierung der interviewten Person zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen würden, werden aus Dokumentationsgründen in einem separaten Schriftstück lediglich den Gutachterinnen der wissenschaftlichen Ausarbeitung zur Verfügung gestellt. Nach dem Abschluss des Projekts werden diese Daten gelöscht. Der Speicherung der personenbezogenen Daten zu Dokumentationszwecken kann durch die interviewte Person jederzeit widersprochen werden. Die Teilnahme an dem Gespräch erfolgt freiwillig. Das Gespräch kann zu jedem Zeitpunkt abgebrochen werden. Das Einverständnis zur Aufzeichnung und Weiterverwendung der Daten kannjederzeit widerrufen werden.
[Ort, Datum, Unterschrift]
Anhang K: Transkripte
Transkript IPl A
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 42 Transkript IPl A
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 43 Transkript IPl B Quelle: Darstellung durch MAXQDA tabellarischen Dokumentexport, VERBI Software 2024
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 44 TranskriptIP2 Quelle: Darstellung durch MAXQDA tabellarischen Dokumentexport, VERBI Software 2024
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 45 TranskriptTP3 Quelle: Darstellung durch MAXQDA tabellarischen Dokumentexport, VERBI Software 2024
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 46 TranskriptIP4 Quelle: Darstellung durch MAXQDA tabellarischen Dokumentexport, VERBI Software 2024
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 47 TranskriptIP5A Quelle: Darstellung durch MAXQDA tabellarischen Dokumentexport, VERBI Software 2024 Quelle: Darstellung durch MAXQDA tabellarischen Dokumentexport, VERBI Software 2024
Transkript IPl B
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 48 Transkript IP5 B
Quelle: Darstellung durch MAXQDA tabellarischen Dokumentexport, VERBI Software 2024
Anhang L: Transkriptionsregeln nach MAXQDA
1. Allgemeine Verschriftlichung:
• Wörtliche Transkription, keine lautsprachliche oder zusammenfassende Wiedergabe.
• Dialekte werden in Hochdeutsch übersetzt.
2. Glättung der Sprache:
• Sprache wird leicht an Schriftdeutsch angepasst, z.B. „so’n“ wird zu „so ein“.
• Satzformen und Grammatikfehler bleiben erhalten.
3. Pausen:
• Deutliche Pausen werden durch Klammern und Punkte (...) gekennzeichnet.
• Pausenlänge wird durch Anzahl der Punkte (pro Sekunde) oder in Sekunden (bei mehr als drei Sekunden) angegeben.
4. Betonungen und Lautstärke:
• Wird nicht berücksichtigt
5. Nicht-transkribierte Äußerungen:
• Bestätigende Äußerungen (mhm, aha) der Interviewer werden nicht transkribiert, es sei denn, sie unterbrechen den Redefluss.
6. Einwürfe:
• Einwürfe der anderen Person werden in Klammern gesetzt.
7. Nonverbale Äußerungen:
• Lautäußerungen der befragten Person (Lachen, Seufzen) werden in Klammern notiert.
8. Sprechbeiträge:
• Beiträge der Interviewer werden mit „VF:“ gekennzeichnet.
• Die der befragten Person mit einem eindeutigen Kürzel (z.B. „IPl:“).
• Jeder Sprechbeitrag bildet einen eigenen Absatz.
• Sprecherwechsel wird durch eine Leerzeile angezeigt.
9. Störungen:
• Störungen werden mit Grund in Klammern vermerkt, z.B. (Handy klingelt).
10. Nonverbale Aktivitäten:
• Nonverbale Aktivitäten werden nicht abgebildet.
11. Unverständliche Wörter:
• Unverständliche Wörter werden mit (unv.) gekennzeichnet.
12. Anonymisierung:
• Alle personenbezogenen Informationen werden anonymisiert (vgl. Müller 2022)
Anhang M: Induktive Kategorien der IPA-Analyse mit IPl565758
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 49 Induktive Kategorien IPl Quelle: Eigene Darstellung
Anhang N: Ergebnisse sekundäre Themen der qualitativen Inhaltsanalyse
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 50 Setting, Zielgruppen, Kontraindikation der SK Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 51 Vorteile SK, Theorie Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
Tab. 52 Vorbilder, Ausbildung Quelle: Eigene Darstellung
Abb. in Leseprobe nicht enthalten
[41] Als Bezeichnung wurde in den Karten Haltung/Konzeption verwendet. Bergknapp (2016: 7) verortet den Begriff Haltung in einen Bereich zwischen Theorie und Praxis in Form persönlicher Überzeugungen und Einstellungen.
[42] Hier ist anzumerken, dass sich ein Großteil der Literatur entweder im Kontext Klinik situiert oder implizit damit in Beziehung steht. In diese Karte sind Werke eingeschlossen, welche Klinik und SK-Praxis explizit in einen Zusammenhang setzen.
[...]
1 Schemmel et al. (2018) nennen die Fachgruppe „Systemische Kunsttherapie und kreative Methoden“ und 2014 als das Gründungsdatum (vgl. ebd.). Auf der Internetseite der DGSF ist die Bezeichnung in der URL identisch, jedoch wird sie im Text künstlerische ProzessGestaltung genannt und das Gründungsjahr 2015 angegeben (vgl. DGSF 2024).
2 Siehe https://cambiat-institut.de/; https://threyer.de/; https://www.kunsttherapie-ikt.de/ (Stand 02.11.2024).
3 „Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie erstellt u. a. nach § 8 des Psychotherapeutengesetzes Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung von Psychotherapieverfahren“ (WBP 2024).
4 Der G-BA regelt für die gesetzlich Versicherten in Deutschland die Gesundheitsversorgung durch bindende Richtlinien, fördert Projekte zur Versorgungsforschung und neuen Versorgungsformen und steht unter der Aufsicht des Bundesgesundheitsministeriums (vgl. G-BA 2024b).
5 Leitlinien sind systematisch entwickelte Aussagen, die Ärztinnen, Gesundheitspersonal und Patientinnen bei Entscheidungen zur angemessenen Versorgung unterstützen sollen; nur S3-Leitlinien erfüllen die höchsten Anforderungen, sind evidenzbasiert und erfordern ein systematisches, transparentes Vorgehen in der Entwicklung (vgl. Cochrane Deutschland 2024a).
6 „Sollte-Empfehlung: Ein Teil der Patienten sollte diese Intervention erhalten, nachdem Vor- und Nachteile und andere Alternativen gemeinsam erörtert wurden“ (Gühne et al. 2019: 24).
7 Für eine detaillierte Übersichtstabelle zu systemtherapeutischen Modellen, deren Anhänger, Konzepte und Methoden, siehe auch Schlippe & Schweitzer (2013): 34-35.
8 Verwendung mit freundlicher Genehmigung von Dr. Judith A. Rubin.
9 Verwendung mit freundlicher Genehmigung von Dr. Judith A. Rubin.
10 Wissenschaftliche Messtechnik der Betrachtung eines Gegenstandes aus zwei verschiedenen Blickwinkeln. Im Kontext dieser Arbeit werden sowohl Daten aus zwei unterschiedlichen Quellen (Literatur und Expert:in- nenaussagen) und Methoden (Scoping Review und Leitfadeninterview) genutzt um den gleichen Forschungsgegenstand (SK) zu untersuchen.
11 Unter Prompt Engineering versteht man den Prozess der Strukturierung von Eingaben, der sich als entscheidende Technik zur Maximierung des Nutzens und der Genauigkeit von KI Chat Modellen herausgestellt hat (vgl. Chen et al. 2023: 2).
12 Joanna Briggs Institute - ,,JBI ist eine globale Organisation, die evidenzbasierte Entscheidungen fördert und unterstützt, um Gesundheit und die Bereitstellung von Gesundheitsdienstleistungen zu verbessern“ (Jordan 2024).
13 Im Zuge der Suche wurde erst deutlich, dass zahlreiche Datenbanken eigens den Suchverlauf dokumentieren. Da dies zum Zeitpunkt der Suche nicht berücksichtigt wurde, mussten die Suchprotokolle aus dem Verlauf des genutzten Browsers rekonstruiert werden.
14 Die geringere Ergebnisanzahl im Vergleich zu Google Scholar (rot markiert) ergibt sich aus dessen undifferenzierter Ausgabe von Referenzen und Literatur. Im Verlauf der Recherche führte zudem eine verfeinerte Suchstrategie zu präziseren Ergebnissen; Aus der Suche in der Cochrane Library ergaben sich womöglich keine Treffer (gelb markiert), da die Datenbank einen starken Fokus auf medizinische Studien legt.
15 Das kreative Schreiben und die Poesietherapie wurden berücksichtigt, da eine Expertin diese Methode im beruflichen Kontext nutzt. Andere Ansätze wie Musik-, Tanztherapie oder Psychodrama wurden aus Kapazitätsgründen nicht einbezogen.
16 Literatur, die außerhalb Deutschlands herausgegeben wurde und nicht im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek zu finden ist oder zu dem betreffenden Zeitraum verliehen war oder aus Zeitgründen (für SLR vorhergesehener Zeitraum überschritten) nicht eingesehen werden konnte. Dies betrifft insbesondere Ausgaben des Journals Musik-, Tanz-, und Kunsttherapie.
17 Nachträglichwurde eine Quelle (Ortiz 2020) dem Index hinzugefügt (siehe auchKapitel 4.1.2). Diese konntejedoch nicht mehr in der Karte berücksichtigt werden.
18 Die im Verlauf der Auswertung unterschiedenen Alterskategorien sind angelehnt an den vom Bund herausgegebenen Deutschlandatlas und bestimmen 0 bis unter 18-jährige als Kinder und Jugendliche, 18 bis unter 65-Jährige als Erwachsene und über 65-Jährige als ältere Menschen (vgl. Grohmann 2021).
19 Werden in der Literatur allgemeine Aussagen getroffen - also keine spezifische Zielgruppe angesprochen - so trifft Id zu.
20 Beispiel: Nennt eine Quelle theoretische Aspekte der Systemik und Kunsttherapie (1. Systemtheorie und 3. Kunsttherapietheorie), ohne näher auf eine methodische Umsetzung (2. Systemische Praxis und 4. Kunsttherapiepraxis) einzugehen, so wird der Eintrag gelb markiert.
21 https://cambase.uni-wh.de/arthedata/
22 https://www.crd.york.ac.uk/prospero/
23 https://www.fpi-publikation.de/textarchiv-petzold/
24 Dies wurde den Befragten nicht vorab angekündigt, um Motivation zu erzeugen, sondern geschah im Sinne einer Forschungsethik, als wertschätzende Geste gegenüber der durch die Teilnehmerinnen unentgeltlich zur Verfügung gestellten Zeit und Ressourcen. Die Kosten für die Nutzung von Software (MAXQDA, Endnote21, ChatGPT-4.0) sowie den Incentives wurden eigenständig und ohne externe Finanzierung getragen.
25 Die Transkripte befinden sich in Anhang K; Die Transkriptionsregeln befinden sich in Anhang L; Microsoft Teams ermöglicht neben der Aufnahme der Videos auch die Transkription der Dateien, welche mit allen Videos durchgeführt wurde. Die Qualität ist jedoch erheblich schlechter als in MAXQDA und erfordert viel Zeit für die Nachbereitung, weshalb nochmals mit MAXQDA transkribiert wurde. Nachteilig ist bei MAXQDA, dass ein Freikontingent von einer Stunde besteht und Zeitpakete kostenpflichtig hinzugebucht werden müssen.
26 Die KI ersetzt ihr unverständliche Worte durch bekannte Varianten und formuliert Passagen zu schlüssigen Sätzen aus. Dies birgtjedoch das Risiko, Aussagen zu verfälschen, weshalb die Korrektur eng am Ursprungsmaterial erfolgen sollte.
27 MAXQDA verfügt über eine Codierfunktion namens AI Assist beta, welche erlaubt, den Text automatisch auf Codes durchsuchen zu lassen. Diese wurde getestet um das Transkript von IPl mit den bereits bekannten Kategorien (Anhang M) im Programm zu codieren. Dies wurde jedoch wieder verworfen, da sich die Ergebnisse als zu ungenau und die Festlegung der Suchparameter als zu zeitaufwendig herausgestellt haben; Codieren bezeichnet hier den Prozess der Zuordnung eines Textsegments zu einer bestimmten Kategorie.
28 Da für das Forschungsinteresse der thematische Rahmen gesetzt ist, wurden selektiv Textpassagen, welche nicht entsprechende Informationen enthalten, ignoriert.
29 Prompt: "Bitte paraphrasiere die folgenden Textstellen und reduziere sie auf die Kernaussagen: [Textstelle]"; Die KI von MAXQDA bietet eine integrierte Paraphrasier-Funktion an, erlaubt jedoch keine stichpunktartige Darstellung, benötigt mehr Zeit als ChatGPT-4.0 und ist kostenpflichtig.
30 In Abb. 10 sind die Memos im dunklen Modus von MAXQDA unübersichtlich, da die Anführungszeichen fehlerhaft dargestellt werden. Ein zusätzlicher Absatz nachjedem Stichpunkt verbessert die Lesbarkeit. Paraphrasen bieten eine Alternative, sindjedoch wegen der dunkleren Schriftfalbe schwer lesbar.
31 Prompt: „Ich nenne dir Begriffe, die du definieren sollst. Diese Definition dient der Beschreibung von Kategorien, daher nimm an du bist ein Forscher und definierst die Begriffe nach den Kriterien, die notwendig sind, um genau zu wissen, ob ein Code dort eingeordnet werden kann. Beschränke dich auf einen Satz“.
32 Hier wurde auch mit ChatGPT-4.0 gearbeitet: Für die Oberkategorie Indikation/Bedarfe wurden die Codes als Excel-Datei aus MAXQDA exportiert und von dort in ChatGPT-4.0 eingefügt; Prompt: „Kannst du bitte die folgenden Begriffe thematisch in Gruppen und Untergruppen ordnen: [Liste Codes]“. Es ist zu beachten, dass die KI fehleranfällig ist und Begriffe auslassen, ändern oder hinzufügen kann. Daher sollten Antworten sorgfältig geprüft und nur als Referenz genutzt werden. Die Ergebnisse der KI wurden entsprechend nur als Anregung zur Bildung neuer Kategorien verwendet.
33 Die Bezeichnung „12 Top-Level-Codes“ wird zur Orientierung beibehalten.
34 Die Berichte beinhalten keine zusätzlichen Informationen. Da siejedoch mehrere hundert Seiten umfassen, wird hier zurbesseren Verständlichkeit lediglich ein exemplarischer Ausschnitt dargestellt (siehe Abb. 14).
35 Die Ergebnisse sind mit Vorsicht zu behandeln, da die KI gelegentlich Inhalte ,erfindet‘. Prompt: „Du bist ein Forscher und hast Expertinnen in Interviews danach befragt, wie sie systemische und kunsttherapeutische Ansätze in der Praxis verbinden. In der Kodierung hast du in den Transkripten Textsegmente gefunden, die auf [Kategorie] hinweisen, weshalb die Verbindung beider Ansätze in der Praxis sinnvoll sein kann. Analysiere Zeile für Zeile und fasse die Aussagen inhaltlich zu einer diskursiven Ergebnispräsentation zusammen. Untermauere deinen Text, indem du Textstellen benennst, auf die du dich beziehst. Der Umfang sollte dabei zwei Seiten sein: [Text]“.
36 Prompt: „Fasse in Stichpunkte“.
37 „Systematischer Fehler; Verzerrung“ (Schmucker et al. 2016: 4).
38 Die Darstellung erfolgt aufgrund der Größe und Formatierung der Tabellen in mehreren Einzelteilen und im Bildformat, weshalb die Excel-Tabelle und Index zum Download auf researchgate.net zur Verfügung stehen (https://www.researchgate.net/publication/396558885_Evidenzkarten_Systemische_Kunsttherapie_Evi- dence_Gap_Map_on_Systemic_Art_Therapy). Zur Dokumentation, Befunderhebung/Diagnose/Evaluation (als eigene Kategorie) und Forschung allgemein (betrifft Forschungsinhalte, die nicht durch die anderen Kategorien abgedeckt sind) im Bereich SK (Tab. 33):
39 Sprache (Digital/Rational) steht hierbei alternativen Form des Ausdrucks, wie beispielsweise durch Bilder, Tanz, Musik oder anders sinnlich wahrnehmbaren Medien (Analog/Bildhaft) gegenüber (vgl. Kiel 2020: 131147).
40 Dargestellt werden hier frei zugängliche Werke mit hohem Empfehlungsgrad und Studien (ungeachtet des Empfehlungsgrads). Für die Legende der Farbpunkte siehe Tab. 7.
41 Die in den ,Empfehlungs‘-Tabellen aufgeführten Quellen sind nicht im Literaturverzeichnis, sondern im Index (siehe Anhang E) zu finden.
42 Siehe auch Ortiz (2020) zur Nachverfolgung im Index, für weitere Informationen zu der für die Studie konzipierten SK-Intervention.
43 Engl.: Randomized controlled trial.
44 Mangels repräsentabler Studien und frei zugänglichen Werken mit hohem Empfehlungsgrad wird der Fokus auf theoretische Arbeiten gelegt.
45 Siehe tabellarische Darstellung der Ergebnisse in Anhang N, Tab. 50.
46 Für die sekundären Themen (Vorteile SK, Theorie) siehe tabellarische Darstellung der Ergebnisse in An- hangN, Tab. 51.
47 Hier ein für den erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys beispielhaftes Zitat: „Ich finde es vom Standpunkt der Erkenntnistheorie wichtig, hier vom Kunstwerk zu sprechen, weil es sich um eine Formgestalt handelt. Wenn man zu dem Ergebnis gekommen ist, daß die Verständigung zwischen Menschen ganz allgemein nur durch das Kunstwerk des Denkens und der Sprache vollziehbar ist - vorausgesetzt wie jetzt immer, daß man auf diesen anthropologischen Punkt kommt, wo Denken bereits eine Kreation und ein Kunstwerk ist, also ein plastischer Vorgang und fähig ist, eine bestimmte Form zu erzeugen, und sei es nur eine Schallwelle, die das Ohr des anderen erreicht -, wenn ich das also jetzt niederschreibe, gibt es in der Welt eine Form, die ist zweifellosvomMenschengemachf ‘ (JosephBeuys zit. n. Harlan 2001: 81).
48 Dies gehört zweifellos als ein zentrales theoretisches Werk in die Sammlung zu SK-Literatur, istjedoch erst bei Beendigung der Arbeit in den Fokus geraten, weshalb es sich nicht im Review findet. Kriz (2017) wird jedoch in der Diskussion in Kapitel 5.2 nochmal aufgegriffen.
49 Verwendung mit freundlicher Genehmigung von Dr. Röchele Royster. Die Puppen an der Wand repräsentieren an die Waffengewalt verlorene Freunde und Familienmitglieder.
50 „Zu den Künstlerischen Therapien (KüTh) zählen Therapieformen, in denen die Auseinandersetzung mit künstlerischen Medien den Kern der therapeutischen Praxis bilden. Dazu gehören die Kunst-, Musik-, Tanz- und Theatertherapie. Auch werden Praktiken der Poesietherapie (z. B. Schreibtherapie) sowie der Foto- und Filmtherapie den künstlerischen Therapieangeboten zugeordnet“ (Schulze-Stampa 2024: 19); hier ist anzumerken, dass sich diese Arbeit nicht explizit mit den Qualitäten anderer KüTh befasst und die Ergebnisse sich nicht ohne Weiteres übertragen lassen.
51 https://community.cochrane.org/review-development/resources/living-systematic-reviews
52 Stand: 2022
53 Die Zeitsignaturen sind nicht zutreffend, da diese Suche anhand des Browser-Verlaufs d. Verf rekonstruiert wurde. Das Such-Protokoll zeigt die Ergebnisse in der Reihenfolge Neueste nach Älteste Suchen an. Aus Platzgründen erfolgt die Darstellung als Screenshot.
54 Die Zeitsignaturen sind nicht zutreffend, da diese Suche anhand des Browser-Verlaufs d. Verf. rekonstruiert wurde. Das Such-Protokoll zeigt die Ergebnisse in der Reihenfolge Neueste nach Älteste Suchen an. Aus Platzgründen erfolgt die Darstellung als Screenshot.
55 Die folgenden Literatur-Profile sind den Informationen der durchsuchten Datenbanken entnommen und zu diesem Index formatiert worden. Fehlerhafte Daten sind im Zuge der Auswertung korrigiert oder ergänzt worden, jedoch kann im Rahmen dieser Arbeit keine umfassende Berichtigung aller Informationen erbracht werden.
56 Das therapeutische systemische Schreiben in seinen unterschiedlichen Ausprägungen erhielt die meisten Felder und wurden am häufigsten in verschiedenen Quellen erwähnt, wird jedoch in dieser Liste nicht aufgeführt, da es sich hier um einen eigenen Ansatz handelt. Hierunter finden sich wiederum eigene spezifische Methoden. Die Familien(-orientierte) Kunsttherapie könnte als solches auch als eigener Ansatz gedeutet werden, versteht sich hierjedoch als eine auf das Familiensystem ausgerichtete Interventionsform, welche explizit darauf abzielt, dieses in den therapeutischen Prozess zu integrieren.
57 Die aus den Aussagen von IPl gewonnenen Erkenntnisse wurden schrittweise nach übergeordneten Kategorien sortiert. Die Anzahl n ist die Häufigkeit des Aufkommens einer der Kategorie zugeordneten Aussage.
58 n bestimmt die Häufigkeit der Codes in den analysierten Transkripten. Die Oberkategorien fassen die Gesamtheit der Codierungen zusammen.
- Quote paper
- Victor Fechter (Author), 2024, Zur Integration von Systemischer Therapie und Kunsttherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1665883