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Ausländische Gefangene im Strafvollzug

Título: Ausländische Gefangene im Strafvollzug

Trabajo de Seminario , 1998 , 26 Páginas , Calificación: 13

Autor:in: Lars Sörenhagen (Autor)

Derecho - Derecho procesal penal, criminología, régimen penitenciario
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In der Regel haben Menschen, die außerhalb ihres Heimatlandes leben, viele verschiedene Probleme. Sie müssen sprachliche, ethnische, kulturelle, klimatische und viele andere Schwierigkeiten bewältigen. Dies gilt umso mehr, wenn sie sich in der Fremde in Unfreiheit befinden. Die nichtdeutschen Häftlinge fühlen sich oft unverstanden, einsam, benachteiligt und in besonderer Weise bestraft. Ferner sind sie Vorurteilen seitens der deutschen Mithäftlinge ausgesetzt, die für ihre ausländischen Mitinsassen selten Verständnis aufbringen. Besonders be- lastend kommt oft hinzu, daß fast alle ausländischen Strafgefangenen von der Ausweisung in ihr Heimatland bedroht sind, vielfach sogar wegen gleicher Taten auch mit einer Bestrafung in ihrem Heimatland rechnen müssen. Ihre Situation sei im folgenden dargestellt. Dabei soll auch auf die Resozialisierbarkeit bzw. die Resozialisierungsmöglichkeiten und -probleme von straffällig gewordenen Ausländern in der Bundesrepublik Deutschland eingegangen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Anteil von Ausländern im Strafvollzug der Bundesrepublik Deutschland

1.1. Ausländer in Strafhaft

1.2. Ausländer in Untersuchungshaft

1.3. Ausländer in Abschiebehaft

2. Entwicklung

3. Probleme ausländischer Gefangener im Strafvollzug

3.1. Probleme im Umgang mit der fremden Sprache

3.2. Überwachung der Außenkontakte

3.3. Probleme der Religionsausübung bzw. der religiösen Betreuung

3.4. Mentalität und Sitten

3.5. Vollzugslockerungen und Urlaub

3.6. Bildungsmöglichkeiten und Freizeitprogramme

4. Nichtdeutsche in Abschiebehaft

5. Nichtdeutsche in Untersuchungshaft

6. Unterbringung von Nichtdeutschen in speziellen Ausländer-Haftanstalten ?

7. Behandlung und Resozialisierbarkeit von nichtdeutschen Strafgefangenen

7.1. Resozialisierung von inhaftierten Ausländern mit ständigem Aufenthalt in Deutschland

7.2. Resozialisierung von inhaftierten Ausländern ohne ständigen Aufenthalt in Deutschland

7.3. Resozialisierung von „ausländischen” Deutschen

8. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die spezifischen Problemlagen ausländischer Gefangener im deutschen Strafvollzug und analysiert das Spannungsfeld zwischen dem gesetzlich verankerten Resozialisierungsauftrag und der ausländerrechtlichen Praxis der Ausweisung. Dabei wird analysiert, inwieweit die aktuelle Vollzugssituation eine erfolgreiche Wiedereingliederung ermöglicht oder durch strukturelle Defizite und überbelegte Anstalten behindert wird.

  • Analyse des Anteils und der Entwicklung ausländischer Gefangener im Strafvollzug.
  • Untersuchung von Barrieren wie Sprachschwierigkeiten, kulturellen Unterschieden und eingeschränkten Sozialkontakten.
  • Bewertung der Vollzugspraxis bei Abschiebe- und Untersuchungshäftlingen.
  • Diskussion der Resozialisierungsmöglichkeiten in Abhängigkeit vom Aufenthaltsstatus der Inhaftierten.
  • Betrachtung von Überbelegung und strafrechtlichen Rahmenbedingungen als Hindernisse für den Vollzug.

Auszug aus dem Buch

3.1. Probleme im Umgang mit der fremden Sprache

Nicht nur die geringe Hafterfahrung und die Abbindung von seiner gewohnten Umgebung bereiten den ausländischen Gefangenen Schwierigkeiten, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Gerade die Sprachschwierigkeiten bzw. die oft dürftigen Sprachkenntnisse, stellen einen Schwerpunkt der Problematik dar, die den nichtdeutschen Gefangenen darüber hinaus isolieren. In Freiheit hatten die Ausländer, die in Deutschland leben, meist noch eine Bezugsgruppe von Landsleuten und/oder Angehörigen, die die Sprachprobleme weniger deutlich werden ließen. Außerdem beschränkte sich das Vokabular zumeist nur auf den unmittelbaren Lebensbereich.

Für den Strafvollzug ist es jedoch sehr wichtig, ob der Insasse die deutsche Sprache gut, wenigstens bruchstückhaft oder aber gar nicht beherrscht, da der Vollzugsbereich eine Fülle von Vokabeln und Formulierungen bereithält, die im Wortschatz eines selbst mit besseren Sprachkenntnissen ausgestatteten Ausländers nicht vorhanden sein dürften.

Grundsätzlich kann jedoch bei vielen ausländischen Gefangenen von umgangssprachlich genügenden Deutschkenntnissen ausgegangen werden, wobei der Grad der Qualität der Kenntnisse jedoch einer beachtlichen Steuung unterliegt. Gerade die ausländischen Gefangenen, die in Deutschland geboren oder groß geworden sind, sprechen zum größten Teil tadellos deutsch. Andere sind jedoch geradezu „sprachlos”, so daß sich die Verständigungsmöglichkeit auf das minimalste, wie zum Beispiel durch Gestikulieren, reduziert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Anteil von Ausländern im Strafvollzug der Bundesrepublik Deutschland: Analysiert statistische Daten zu Ausländern in Straf-, Untersuchungs- und Abschiebehaft.

2. Entwicklung: Zeichnet den historischen Anstieg nichtdeutscher Inhaftierter in Deutschland nach.

3. Probleme ausländischer Gefangener im Strafvollzug: Behandelt die zentralen Herausforderungen wie Sprachbarrieren, Außenkontakte, Religion und Vollzugslockerungen.

4. Nichtdeutsche in Abschiebehaft: Beleuchtet die rechtliche und praktische Situation von Abschiebehäftlingen, die oft in Justizvollzugsanstalten untergebracht sind.

5. Nichtdeutsche in Untersuchungshaft: Diskutiert die Gründe für die überdurchschnittliche Inhaftierung von Ausländern in der Untersuchungshaft.

6. Unterbringung von Nichtdeutschen in speziellen Ausländer-Haftanstalten ?: Erörtert die Vor- und Nachteile einer segregierten Unterbringung von ausländischen Gefangenen.

7. Behandlung und Resozialisierbarkeit von nichtdeutschen Strafgefangenen: Analysiert den Resozialisierungsauftrag im Spannungsfeld zwischen Ausländerrecht und Vollzugspraxis.

8. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und warnt vor einer Tendenz zum reinen Verwahrvollzug durch Überbelegung und Ausweisungen.

Schlüsselwörter

Strafvollzug, Ausländische Gefangene, Resozialisierung, Abschiebehaft, Untersuchungshaft, Sprachbarrieren, Ausländerrecht, Haftbedingungen, Vollzugslockerung, Überbelegung, Migrationshintergrund, Kriminalität, Sozialarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spezifischen Lebens- und Problemlagen ausländischer Häftlinge im deutschen Strafvollzug unter Berücksichtigung rechtlicher und sozialer Faktoren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der sprachlichen Integration, der Religionsausübung, der Vollzugspraxis bei Lockerungen sowie dem Zielkonflikt zwischen Resozialisierung und Abschiebung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Einfluss des Ausländerstatus auf die Vollzugsgestaltung zu beleuchten und aufzuzeigen, warum das gesetzliche Ziel der Resozialisierung bei vielen Ausländern nur schwer erreichbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kriminologische und rechtliche Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Haftarten, die spezifischen Probleme des Alltags in der Haftanstalt sowie die Möglichkeiten der Behandlung und Wiedereingliederung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Strafvollzug, Resozialisierung, Ausländeranteil, Abschiebehaft und Haftbedingungen.

Warum ist die Sprachbarriere im Vollzug besonders problematisch?

Sie führt zur Isolation, erschwert das Verständnis von Rechten und Pflichten und schafft Abhängigkeiten von Mitgefangenen, was den Vollzugserfolg negativ beeinflusst.

Welchen Einfluss hat das Ausländerrecht auf den Strafvollzug?

Da viele Inhaftierte von einer Ausweisung bedroht sind, wird die Resozialisierung häufig als zwecklos angesehen, was dazu führt, dass diese Gefangenen von Lockerungen und Fördermaßnahmen weitgehend ausgeschlossen werden.

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Detalles

Título
Ausländische Gefangene im Strafvollzug
Universidad
University of Hannover  (Lehrstuhl für Strafrecht)
Curso
Strafrechtliches Seminar SS 1998
Calificación
13
Autor
Lars Sörenhagen (Autor)
Año de publicación
1998
Páginas
26
No. de catálogo
V16658
ISBN (Ebook)
9783638214421
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ausländische Gefangene Strafvollzug Strafrechtliches Seminar
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lars Sörenhagen (Autor), 1998, Ausländische Gefangene im Strafvollzug, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16658
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