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Die Uiguren in China

Der Uiguren-Konflikt und seine Entstehungshintergründe

Titel: Die Uiguren in China

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ceyda Celebi (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, den Uiguren-Konflikt in China vorzustellen und zu durchleuchten. Der erste Teil beschäftigt sich mit den Uiguren im Allgemeinen. Dabei werden auf die Geschichte, religiöse und nationale Identität der Uiguren eingegangen.

Im zweiten Teil geht es um die gegenwärtige Lage und Lebensumstände der Uiguren. Der Fokus liegt dabei auf den Uiguren, die in der Volksrepublik China leben. Thematisiert wird die Minderheiten- und Islampolitik der chinesischen Volksrepublik, die Rolle der autonomen Region Xinjiang und Diskriminierungswahrnehmungen der Uiguren. Der anschließende Teil beschäftigt sich mit Einschätzungen aus internationaler Sicht. Zum Abschluss der Arbeit erfolgt ein Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Die Geschichte der Uiguren und die Entstehung der Konflikte in China
    • 2.1 Das Reich der Uiguren
    • 2.2 Islamisierung der Uiguren und die Duldung des Islams in den chinesischen Dynastien
    • 2.3 Identitätsbildung der Uiguren
    • 2.4 Der Sturz der Qing-Dynastie und die Gründung der Republik China
  • 3. Die Uiguren nach der Gründung der Volksrepublik China
    • 3.1 Die Minderheitenpolitik der Volksrepublik China
    • 3.2 Das „Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang"
    • 3.3 Islampolitik der Volksrepublik China und Aufstände der Uiguren
    • 3.4 Berichte über Diskriminierungswahrnehmungen aus Sicht der Uiguren
  • 4. Einschätzungen aus internationaler Sicht
    • 4.1 Einschätzungen über uigurische Terrororganisationen
    • 4.2 Internationale Reaktionen zum chinesischen Umgang mit den Uiguren
  • 5. Fazit
  • 6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Uiguren-Konflikt in China umfassend darzustellen und zu analysieren. Sie beleuchtet die historischen, religiösen und nationalen Identitätsmerkmale der Uiguren sowie ihre aktuelle Situation unter der Minderheiten- und Islampolitik der Volksrepublik China und schließt mit internationalen Einschätzungen.

  • Die historische Entwicklung der Uiguren von ihren Anfängen bis zur Neuzeit
  • Die religiöse und nationale Identitätsbildung der Uiguren im Kontext ihrer Geschichte
  • Die Minderheiten- und Islampolitik der Volksrepublik China im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang
  • Wahrgenommene Diskriminierung und staatliche Unterdrückung aus Sicht der Uiguren
  • Die Rolle und Bedeutung der autonomen Region Xinjiang für die Volksrepublik China
  • Internationale Einschätzungen und Reaktionen auf den Umgang Chinas mit den Uiguren

Auszug aus dem Buch

2.2 Islamisierung der Uiguren und die Duldung des Islams in den chinesischen Dynastien

Vor der Ankunft des Islams stand im uigurischen Reich der Buddhismus, der sich im ersten Jahrhundert vor Christus entlang der Seidenstraße verbreitete im Vordergrund. Außerdem gab es auch kleinere christliche Religionsgemeinschaften.

In ihrer Studie zeigt Patricia von Hahn auf, dass eine Stammesföderation türkischer Steppennomaden, die Karluken, zur Islamisierung der Uiguren beigetragen haben. Die Karluk, die den westlichen Teil des Tarim-Beckens bewohnten waren an der Schlacht von Talas im Jahr 751 beteiligt. Während der Schlacht von Talas bekriegten sich die Karluken an der Seite der Araber unter dem Abbasiden-Kalifat mit den Chinesen der Tang-Dynastie, die von den Uiguren unterstützt wurden. Die Schlacht endete mit einem Sieg für die Araber und führte zum Rücktritt der Chinesen aus West-Turkestan. Durch die Schlacht wurden die Uiguren zum ersten Mal mit dem Islam konfrontiert, jedoch erreichte der Islam das Tarim-Gebiet allmählich erst im 9. Jahrhundert.

Der Herrscher des uigurischen Königreichs Satuk Bugra Khan nahm im Jahr 934 den Islam an, was zu einer endgültigen Islamisierung der Uiguren führte. Im Jahr 1209 schloss sich das Qoco-Reich an das tolerante Mongolenreich an, wodurch weitere Muslime aus Zentralasien in das mongolische Großreich strömten und sich dort niederließen. Die Formung des sunnitischen Islams und der Einführung einer einheitlichen Schriftsprache erfolgte jedoch erst ab dem 15. Jahrhundert.

Laut der Politikwissenschaftlerin Daniela Heuer-Vogel war der Islam jedoch bereits im Jahr 651 n. Chr. in China bekannt. Zu jener Zeit gab es bereits arabische und persische Händler, die China über die Seidenstraße oder über Seewege bereisten. Der Kalif 'Uthman ibn 'Affān schickte zu seiner Regierungszeit einen Botschafter an den Kaiser der Tang-Dynastie, der die Tolerierung des Islams durchsetzen konnte. Somit nahmen die Handelsbeziehungen mit Kaufleuten aus der islamischen Welt zu und immer mehr arabische und persische Händler reisten nach China. Im Übrigen existieren weitere Mythen über die Ankunft des Islams. Demnach soll eine Gesandtschaft des Kalifen 'Uthmān, worunter sich auch ein Gesandter und Onkel des Propheten Muhammed befand, die ersten Muslime in China gewesen sein. Der Kaiser der Tang-Dynastie soll daraufhin die Lehren und Werte des Islams untersucht und durchleuchtet haben, woraufhin er zu dem Schluss gekommen ist, dass der Islam Gemeinsamkeiten mit dem Konfuzianismus aufweist. Daher erteilte er die Befugnis für die Errichtung von Moscheen in seinem Territorium. Nach einer weiteren Legende soll der Kaiser der Tang-Dynastie von drei muslimischen Gelehrten geträumt haben, von deren Wissen und Weisheit er begeistert war. Daraufhin habe er weitere Muslime in sein Land eingeladen und ihnen zugestimmt sich dort anzusiedeln, Moscheen zu bauen und ihre Religion zu verbreiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Uiguren als Minderheit in China ein und umreißt die Forschungsfrage sowie die Struktur der vorliegenden Arbeit, die sich mit der Geschichte, Identität und aktuellen Lage der Uiguren beschäftigt.

2. Die Geschichte der Uiguren und die Entstehung der Konflikte in China: Hier wird die historische Entwicklung der Uiguren beleuchtet, einschließlich der Entstehung ihres Reiches, ihrer Islamisierung, der Identitätsbildung und der Auswirkungen des Sturzes der Qing-Dynastie.

3. Die Uiguren nach der Gründung der Volksrepublik China: Dieses Kapitel analysiert die Politik der Volksrepublik China gegenüber den Uiguren, die Einrichtung des Autonomen Gebiets Xinjiang, die Islampolitik und die daraus resultierenden Aufstände sowie die Diskriminierungswahrnehmungen aus Sicht der Uiguren.

4. Einschätzungen aus internationaler Sicht: In diesem Abschnitt werden externe Beurteilungen zu uigurischen Organisationen und internationalen Reaktionen auf den chinesischen Umgang mit den Uiguren diskutiert, um eine distanzierte Perspektive zu bieten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen, betont die historische Bedeutung der Uiguren und die anhaltende Unzufriedenheit sowie die Diskrepanz zwischen wahrgenommener Autonomie und tatsächlicher Unterdrückung.

Schlüsselwörter

Uiguren, China, Xinjiang, Konflikt, Islamisierung, Minderheitenpolitik, Volksrepublik China, Autonomie, Diskriminierung, Terrorismus, Menschenrechte, Geschichte, Identität, internationale Beziehungen, Ostturkestan

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit dem Uiguren-Konflikt in China, seiner historischen Entwicklung, den Ursachen der Spannungen und der aktuellen Lage der Uiguren unter chinesischer Herrschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Geschichte der Uiguren, ihre religiöse und nationale Identität, die Minderheiten- und Islampolitik Chinas, Diskriminierungserfahrungen der Uiguren sowie internationale Einschätzungen und Reaktionen auf den Konflikt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel der Arbeit ist es, den Uiguren-Konflikt in China umfassend vorzustellen und zu durchleuchten, um ein detailliertes Verständnis seiner Entstehung und Dynamik zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Studien und Berichte, um den Uiguren-Konflikt aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und zusammenzufassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Uiguren, ihre Islamisierung und Identitätsbildung, die Minderheitenpolitik der Volksrepublik China in Xinjiang, die Islampolitik und Uiguren-Aufstände sowie Diskriminierungswahrnehmungen und internationale Reaktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter, die die Arbeit charakterisieren, sind Uiguren, China, Xinjiang, Konflikt, Islamisierung, Minderheitenpolitik, Volksrepublik China, Autonomie, Diskriminierung, Terrorismus, Menschenrechte, Geschichte, Identität, internationale Beziehungen und Ostturkestan.

Wie wurde die Identität der Uiguren historisch geprägt?

Die Identität der Uiguren wurde maßgeblich durch Aufstände gegen Unterdrückung und kontinuierliche Bestrebungen nach Unabhängigkeit und Autonomie geformt, wobei historische Ereignisse wie das Reich der Uiguren und die Islamisierung eine zentrale Rolle spielten.

Welche Rolle spielt die Region Xinjiang im Uiguren-Konflikt?

Xinjiang ist das angestammte Uigurische Autonome Gebiet und ist aufgrund seiner strategischen Lage und reichen Ressourcen für China von großer Bedeutung, was zu Spannungen bezüglich Autonomieansprüchen und wirtschaftlicher Ausbeutung führt.

Wie unterscheiden sich internationale Einschätzungen von der chinesischen Regierungsperspektive bezüglich uigurischer Organisationen?

Internationale Beobachter klassifizieren die Mehrheit der uigurischen Organisationen als friedlich und politisch motiviert, während die chinesische Regierung diese oft als terroristisch oder extremistisch einstuft und gewaltsamen Separatismus unterstellt.

Welche konkreten Diskriminierungserfahrungen werden von Uiguren berichtet?

Uiguren berichten von Diskriminierung in Bildungseinrichtungen (Trennung, Sprachbeschränkungen), Verbot religiöser Praktiken, ungleicher Behandlung gegenüber Hui-Muslimen, gezielter Kriminalisierung und einem verzerrten Bild in den Medien.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Uiguren in China
Untertitel
Der Uiguren-Konflikt und seine Entstehungshintergründe
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,0
Autor
Ceyda Celebi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V1665919
ISBN (PDF)
9783389160367
ISBN (Buch)
9783389160374
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Uiguren Minderheiten China
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ceyda Celebi (Autor:in), 2020, Die Uiguren in China, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1665919
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Leseprobe aus  20  Seiten
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