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Maßnahmen und Prävention der Schulsozialarbeit zum Schutz von Mädchen vor weiblicher Genitalverstümmelung

Titre: Maßnahmen und Prävention der Schulsozialarbeit zum Schutz von Mädchen vor weiblicher Genitalverstümmelung

Dossier / Travail , 2024 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Nicole Bäumer (Auteur)

Travail Social
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Diese Hausarbeit untersucht, welche Rolle die Schulsozialarbeit im Schutz von Mädchen vor weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) spielt. Sie zeigt auf, wie Fachkräfte in Schulen durch Prävention, Aufklärung und gezielte Zusammenarbeit mit Behörden zum Kinderschutz beitragen können.

Nach einer Einführung in Formen, Ursachen und rechtliche Grundlagen von FGM legt die Autorin den Fokus auf konkrete Handlungsmöglichkeiten bei Verdacht auf eine drohende Verstümmelung. Dabei werden praxisnahe Hinweise zur Einschätzung von Risikosituationen, zum Vorgehen im Schulalltag und zur Kooperation mit Jugendämtern und Beratungsstellen gegeben.

Die Arbeit verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit Handlungsempfehlungen für die Praxis und sensibilisiert für ein Thema, das in der schulischen Realität oft tabuisiert wird. Sie richtet sich an Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter:innen, Studierende und Fachkräfte im Kinderschutz, die Mädchen wirksam schützen und Prävention im Schulkontext stärken möchten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis
  • 1. Einleitung
  • 2. Weibliche Genitalverstümmelung
    • 2.1 Definition und Formen von FGM
    • 2.2 Allgemeine Folgen und Begründungen
    • 2.3 Verbreitung von FGM weltweit und Deutschland
  • 3. Rechtliche Grundlagen
    • 3.1 Strafrechtliche Konsequenzen von FGM
    • 3.2 Gesetzliche Grundlagen für den Schutz von Kindern
  • 4. Rolle der Schulsozialarbeit bei Verdacht auf FGM
    • 4.1 Definition und Aufgabenfelder der Schulsozialarbeit
    • 4.2 Hinweise auf eine drohende Genitalverstümmelung
    • 4.3 Vorgehensweise bei Verdacht auf FGM in der Schule
    • 4.4 Umgang und Prävention mit FGM an Schulen
  • 5. Fazit
  • II Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit wurde verfasst, um auf die gravierende Problematik der Weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) in deutschen Schulen aufmerksam zu machen und mögliche Handlungsempfehlungen sowie präventive Maßnahmen zu diskutieren. Die zentrale Forschungsfrage ist, welche spezifischen Maßnahmen die Schulsozialarbeit ergreifen kann, um Mädchen bei akuter Gefahr der Weiblichen Genitalverstümmelung effektiv zu schützen.

  • Definition, Formen und Verbreitung von Weiblicher Genitalverstümmelung (FGM)
  • Rechtliche Grundlagen und strafrechtliche Konsequenzen im Kontext von FGM
  • Die Rolle der Schulsozialarbeit im Kinderschutz und bei Verdacht auf FGM
  • Identifizierung von Hinweisen auf drohende Genitalverstümmelung
  • Entwicklung von präventiven Maßnahmen und Handlungsstrategien für Schulen
  • Schutz von Mädchen vor FGM im Kontext zunehmender Migration

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition und Formen von FGM

Laut WHO wird die Verletzung sowie die teilweise oder vollständige Entfernung der weiblichen Genitalien als Genitalverstümmelung bezeichnet (Plan International e.V, 2018, S.5). Die Bezeichnung des Eingriffs wird durch vielfältige Termini ersetzt, die von Begriffen wie 'Beschneidung´ oder 'Weibliche Beschneidung' bis hin zu 'Weibliche Genitalverstümmelung' oder englische Ausdrücke, wie 'Female Genital Mutilation' oder 'Female Genital Cutting' differieren (Ihring, I., 2015, S.12). Im deutschen Sprachgebrauch wird der vergleichsweise lange Begriff 'Weibliche Genitalverstümmelung durch die englische Abkürzung 'FGM' substituiert. Gelegentlich wird auch der Begriff 'FGC´ für 'Weibliche Genitalbeschneidung´ verwendet (Lang, 2021, S.543).

Allerdings stellt dieser Terminus eine Herausforderung dar, denn einerseits soll er die Schwere der Menschenrechtsverletzung reflektieren und andererseits behutsam im Umgang mit betroffenen Mädchen und Frauen respektvoll eingesetzt werden, da Betroffene sich in diesem Kontext unwohl, stigmatisiert und angegriffen fühlen. Verschiedene Hilfsorganisationen wie UNICEF oder UNFPA, kombinieren daher die Begriffe 'FGM' und 'FGC' (Plan International e.V, 2018). Plan International e.V. empfiehlt, den Begriff situationsabhängig und sensibel zu verwenden, ganz besonders im Umgang mit betroffenen Mädchen und Frauen (Plan International e.V, 2018,S.6). In dieser Arbeit wird der Ausdruck 'FGM' verwendet, um die schwere dieser Praktik hervorzuheben. Die Betroffenen sind oftmals Mädchen oder junge Frauen im Alter zwischen sechs und 13 Jahren. Ferner sind Fälle bekannt, wo der Eingriff bei Säuglingen oder erwachsenen Frauen durchgeführt wurde (Plan International e.V.).

Die weibliche Genitalbeschneidung ist eine sehr alte Tradition und hat ihren Ursprung vermutlich in Ägypten (Hulverscheidt, 2002, S.25). Die Weltgesundheitsorganisation hat Genitalverstümmelung definiert und diese in vier verschiedene Typen unterteilt (Ihring, 2015, S.21).

Typ 1: (Klitoriedektomie) Die vollständige oder teilweise Abtrennung der Klitoris.

Typ 2: (Exzision) Teilweise oder vollständige Abtrennung der Klitoris und der inneren Labien.

Typ 3: (Infibulation) die Entfernung der Klitoris, der inneren Labien sowie die inneren Schichten der äußeren Labien. Anschließend werden die Innenseiten derselben miteinander vernäht und es verbleibt eine minimale Öffnung durch die Menstruationsblut und Urin austreten kann.

Typ 4: Hierzu zählen alle weiteren Praktiken, die ohne medizinische Indikatoren, die äußeren Genitalien, z. B. durch Piercen der Klitorishaut oder Dehnen der Labien, verletzen (Ihring, 2015, S.21).

Etwa 80% der weltweit betroffenen Mädchen und Frauen sind nach Typ 1 und 2 beschnitten und von Typ 3 trifft auf ca. 15% der Frauen zu. Hierbei ist die Zahl irreführend, da sie wenig klingen mag,

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) ein, beleuchtet ihre gesellschaftliche Relevanz in deutschen Schulen und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der präventiven Maßnahmen der Schulsozialarbeit.

Kapitel 2: Weibliche Genitalverstümmelung: Es definiert FGM, erläutert die verschiedenen Formen des Eingriffs, beschreibt die allgemeinen gesundheitlichen, psychischen und sozialen Folgen sowie die Begründungen für diese Praktik und ihre weltweite und nationale Verbreitung.

Kapitel 3: Rechtliche Grundlagen: Dieses Kapitel behandelt die strafrechtlichen Konsequenzen von FGM in Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie die gesetzlichen Grundlagen zum Schutz von Kindern im Kontext von Kindeswohlgefährdung.

Kapitel 4: Rolle der Schulsozialarbeit bei Verdacht auf FGM: Hier werden die Definition und Aufgabenfelder der Schulsozialarbeit beschrieben, konkrete Hinweise auf eine drohende Genitalverstümmelung dargelegt und die Vorgehensweise sowie präventive Maßnahmen an Schulen diskutiert.

Kapitel 5: Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, betont die Schwere von FGM als Menschenrechtsverletzung und unterstreicht die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Schutzkonzeptes auf verschiedenen Ebenen.

Schlüsselwörter

Weibliche Genitalverstümmelung, FGM, Schulsozialarbeit, Kinderschutz, Prävention, Migration, Deutschland, Rechtliche Grundlagen, Folgen, Intervention, Pädagogik, Menschenrechte, traditionelle Praktiken, Aufklärung, UNICEF.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit thematisiert die Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und analysiert, welche Maßnahmen die Schulsozialarbeit zum Schutz von Mädchen vor dieser gravierenden Menschenrechtsverletzung ergreifen kann, insbesondere im Kontext deutscher Schulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition, Formen und Verbreitung von FGM, ihre rechtlichen Grundlagen und strafrechtlichen Konsequenzen, die Rolle der Schulsozialarbeit beim Kinderschutz sowie präventive Maßnahmen und Interventionsstrategien an Schulen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, auf die Problematik von FGM aufmerksam zu machen und Handlungsempfehlungen für die Schulsozialarbeit zu diskutieren. Die Forschungsfrage lautet: Welche Maßnahmen kann die Schulsozialarbeit ergreifen, um Mädchen bei akuter Gefahr der Weiblichen Genitalverstümmelung zu schützen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die relevante Fachartikel und vorhandene Fachliteratur zum Thema FGM, Kinderschutz und Schulsozialarbeit analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Definition und Formen von FGM, ihre globalen und deutschen Verbreitungsdaten, die allgemeinen Folgen und Begründungen, rechtliche Grundlagen wie strafrechtliche Konsequenzen und Kinderschutzgesetze sowie die spezifische Rolle der Schulsozialarbeit bei Verdacht und Prävention von FGM.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Weibliche Genitalverstümmelung, FGM, Schulsozialarbeit, Kinderschutz, Prävention, Migration, Deutschland, Rechtliche Grundlagen, Folgen, Intervention, Pädagogik, Menschenrechte, traditionelle Praktiken und Aufklärung.

Welche Formen der Weiblichen Genitalverstümmelung werden in der Arbeit unterschieden?

Die Arbeit unterscheidet vier Typen von FGM nach WHO: Typ 1 (Klitoriedektomie), Typ 2 (Exzision), Typ 3 (Infibulation) und Typ 4 (alle weiteren Praktiken, die die äußeren Genitalien ohne medizinische Indikation verletzen).

Welche Hinweise können auf eine drohende Genitalverstümmelung hindeuten?

Hinweise können sein, dass die Mutter oder Schwester FGM erlitten hat, eine geplante Reise ins Herkunftsland mit Äußerungen über eine bevorstehende Feierlichkeit, eine starke Orientierung der Familie an traditionellen Sitten oder die Bagatellisierung der Praktik durch die Familie.

Welche rechtlichen Konsequenzen drohen bei der Durchführung von FGM in Deutschland?

In Deutschland ist FGM ein eigenständiger Straftatbestand (§226a StGB), der mit Freiheitsstrafen von bis zu 15 Jahren geahndet werden kann, auch wenn die Praktik im Ausland durchgeführt wird und Täter oder Betroffene die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

Warum ist interkulturelle Sensibilität in der Präventionsarbeit von FGM so wichtig?

Interkulturelle Sensibilität ist entscheidend, da FGM ein sensibles und emotionales Thema ist, das oft mit kulturellen und traditionellen Werten verbunden ist. Ein behutsamer, respektvoller und vorurteilsfreier Umgang fördert das Vertrauen und ermöglicht eine effektive Aufklärung und Unterstützung der Betroffenen und ihrer Familien.

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Résumé des informations

Titre
Maßnahmen und Prävention der Schulsozialarbeit zum Schutz von Mädchen vor weiblicher Genitalverstümmelung
Note
1,0
Auteur
Nicole Bäumer (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
16
N° de catalogue
V1665984
ISBN (PDF)
9783389161371
ISBN (Livre)
9783389161388
Langue
allemand
mots-clé
Schulsozialarbeit FGM weibliche Genitalverstümmelung Prävention
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nicole Bäumer (Auteur), 2024, Maßnahmen und Prävention der Schulsozialarbeit zum Schutz von Mädchen vor weiblicher Genitalverstümmelung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1665984
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Extrait de  16  pages
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