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Bildung und Management – Zeitgemäße Verbindung oder Widerspruch

Title: Bildung und Management – Zeitgemäße Verbindung oder Widerspruch

Presentation (Elaboration) , 2010 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Maximilian Stangier (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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„Ein Blick in den Alltag von Bildungs- und Wissenschaftsinstitutionen macht deutlich, dass auf beiden Managementebenen ein Professionalisierungsbedarf besteht. Trotz grundlegend veränderter Anforderungen und einem zunehmend betriebswirtschaftlich geprägten Bildungs- und Wissenschaftssystem sind Managementpositionen häufig semi-professionell besetzt“ (Arbeitsbereich Weiterbildung und Bildungsmanagement - Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 2004, Der Masterstudiengang Bildungsmanagement).

1. Einleitung
Das Eingangszitat stammt aus dem Internet-Auftritt der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und bewirbt den dort angebotenen Masterstudiengang „Bildungsmanagement - MBA“. Das Ziel des Studiengangs ist die praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Ausbildung, welche zu professionellem Managementhandeln in Bildungs-, Weiterbildungs- bzw. Hochschul- und Wissenschaftsinstitutionen befähigen soll (vgl. Carl v. Ossietzky Universität 2004, Der Masterstudiengang Bildungsma-nagement). Es wird festgestellt, dass Managementpositionen in den angesprochenen Institutionen oft „semi-professionell“ besetzt sind. Hierauf soll, in Ermangelung empirischer Erkenntnisse, nicht weiter eingegangen werden, subjektiv erscheint aber zumindest die Auffassung nicht verkehrt, dass es, um eine Institution zu leiten, diverser Managementfähigkeiten bedarf. Dass aus einem Managementstudiengang speziell für Bildungsinstitutionen dann das beschriebene „Bildungsmanagement“ wird scheint zunächst logisch. Im „Wörterbuch der Berufs- und Wirtschaftspädagogik“ wird Bildungsmanagement in ähnlicher Weise gefasst, als Organisationssystem einer pädagogischen Einrichtung, bspw. einer Schulverwaltung (vgl. Geißler 2006, S.188f). Lässt sich die Verquickung von „Bildung“ und „Management“ in ihrer reinen Funktionalität aber wirklich so leicht auflösen? Gerade im betrieblichen Kontext findet Aus- und Weiterbildung mehr und mehr auch unter dem Passus des „Bildungsmanagements“ statt, dessen Kritiker einwerfen, dass die innerbetriebliche Ausbildung letztlich nur der Produktivitätssteigerung diene und Aspekte einer echten Menschenbildung vernachlässigt werden (vgl. Dubs 2008, S.29).
...

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Bildungsbegriff nach Humboldt

3. Management

3.1 Management von Wissen

3.2 Lean Management

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Vereinbarkeit der historischen, humanistischen Bildungsauffassung nach Wilhelm von Humboldt mit modernen betriebswirtschaftlichen Managementkonzepten, um den Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz und individueller Persönlichkeitsentwicklung zu klären.

  • Historische Herleitung des Humboldtschen Bildungsbegriffs
  • Strukturelle Analyse moderner Managementtheorien
  • Untersuchung des Wissensmanagements als integrativer Ansatz
  • Kritische Reflexion des Lean Managements hinsichtlich Bildungszielen
  • Bewertung der inhaltlichen Komplementarität von Bildung und Management

Auszug aus dem Buch

3. Management

Als Management im eigentlichen Sinne wird in der heutigen Forschung all jenes Handeln planmäßiger Arbeitsvorbereitung, -einteilung und -überwachung verstanden, dass eine spezifisch ökonomische Orientierung aufweist (vgl. Staehle, Conrad, Sydow 1999, S.3ff). Von der Betriebswirtschaftslehre wird „Management“ synonym zum Begriff „Führung“ verwandt und behandelt, den Umstand, dass die Gestaltung von Unternehmungen mit einer bestimmten Absicht nicht dem Zufall überlassen werden kann, sondern zielorientiert gestaltet werden muss. Nach der neueren betriebswirtschaftlichen Literatur kann Unternehmensführung in die Bereiche Planung, Kontrolle, Organisation und Information zerlegt werden (vgl. Schneck 2007, S.347f), Als Ausgangspunkt der eigentlichen Entwicklung von Management wird die Industrialisierung herangezogen. In vorangegangener Zeit waren zwar ebenfalls Funktionen erkennbar, die man als Management bezeichnen könnte, hier traten aber vor allem religiöse, politische und militärische Ziele in den Vordergrund, welche trotz formaler Strukturen von Großorganisationen ein durchgehend ökonomisches und leistungsorientiertes Denken verhinderten (vgl. Staehle, Conrad, Sydow 1999, S.3). Ausgehend von der industriellen Revolution als Geburtsstunde des industriellen Managements findet die Managementforschung dort ihren Anfang.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der "semi-professionellen" Besetzung von Managementpositionen in Bildungsinstitutionen ein und hinterfragt die Statthaftigkeit der Verbindung von Bildungszielen mit betriebswirtschaftlichen Managementparadigmen.

2. Der Bildungsbegriff nach Humboldt: Das Kapitel erläutert Humboldts humanistische Anthropologie, in der das Individuum als freies Wesen im Mittelpunkt steht und Bildung als zweckfreie Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit definiert wird.

3. Management: Hier wird Management als ökonomisch orientiertes Phänomen der Arbeitsvorbereitung und Steuerung innerhalb von Organisationen hergeleitet und seine historische Entwicklung seit der Industrialisierung skizziert.

3.1 Management von Wissen: Dieses Unterkapitel analysiert das Konzept des Wissensmanagements, das darauf abzielt, individuelles und kollektives Wissen in produktive Prozesse zu integrieren, wobei der Mensch als entscheidender Faktor stärker in den Mittelpunkt rückt.

3.2 Lean Management: Der Abschnitt stellt Lean Management als effizienzsteigernde Strategie vor, die durch Verschlankung von Strukturen und Fokus auf Wertschöpfung geprägt ist, und diskutiert deren mögliche Konflikte mit dem ganzheitlichen Bildungsansatz.

4. Resümee: Das Resümee stellt fest, dass eine pauschale Vereinbarkeit von Bildung und Management nicht möglich ist, betont jedoch, dass je nach Managementansatz – etwa beim Wissensmanagement – eine größere inhaltliche Komplementarität bestehen kann als bei rein effizienzgetriebenen Modellen.

Schlüsselwörter

Bildungsmanagement, Wilhelm von Humboldt, Managementtheorie, Lean Management, Wissensmanagement, Humankapital, Bildungsbegriff, Ökonomisierung, Betriebswirtschaftslehre, Persönlichkeitsentwicklung, Effizienzsteigerung, Industrialisierung, Organisationstheorie, Bildungsziel, Wertschöpfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob sich der historische Bildungsbegriff nach Wilhelm von Humboldt und moderne betriebswirtschaftliche Managementmodelle widerspruchsfrei miteinander verbinden lassen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die klassische Bildungstheorie, die Geschichte und Systematik des Managements sowie die kritische Analyse von Organisationen im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz und humanistischem Anspruch.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Fragestellung lautet, ob sich eine ökonomische Zielsetzung mit den Zielen einer ganzheitlichen, zweckgebundenen Bildung verträgt und ob die Kombination dieser Begriffe in der Praxis konsistent ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem er Konzepte aus der pädagogischen Klassik und der Betriebswirtschaftslehre gegenüberstellt und durch Zielkomplementarität auf ihre inhaltliche Konsistenz prüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Humboldtsche Bildungsbegriff, die allgemeinen Grundlagen des Managements sowie zwei spezifische Modelle (Wissensmanagement und Lean Management) detailliert dargestellt und analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Bildungsmanagement, Humboldtscher Bildungsbegriff, Wissensmanagement, Lean Management, Ökonomisierung von Bildung und ethische Zielsetzung charakterisiert.

Warum wird Wissensmanagement als passenderer Ansatz für Bildung angesehen als Lean Management?

Wissensmanagement stellt den Menschen und seine Kompetenzentwicklung stärker in den Fokus und ähnelt somit eher dem humanistischen Ideal der aktiven Wechselwirkung, während Lean Management primär auf Kostensenkung und strukturelle Verschlankung ausgerichtet ist.

Welches Fazit zieht der Autor zur Kombination von Bildung und Management?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Verbindung begrifflich trivial ist, inhaltlich jedoch eine ethische Diskussion erfordert; eine allgemeingültige Aussage ist nicht möglich, da es auf den jeweiligen Kontext und das gewählte Managementmodell ankommt.

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Details

Title
Bildung und Management – Zeitgemäße Verbindung oder Widerspruch
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,3
Author
B.A. Maximilian Stangier (Author)
Publication Year
2010
Pages
17
Catalog Number
V166605
ISBN (eBook)
9783640828302
ISBN (Book)
9783640828029
Language
German
Tags
bildung management zeitgemäße verbindung widerspruch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Maximilian Stangier (Author), 2010, Bildung und Management – Zeitgemäße Verbindung oder Widerspruch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166605
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