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Zehn Jahre Euro - eine Erfolgsbilanz?

Title: Zehn Jahre Euro - eine Erfolgsbilanz?

Diploma Thesis , 2010 , 50 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Brunnbauer (Author)

Economics - Finance
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Nach der ersten Dekade ist es Zeit für ein Resümee: War die zentralisierte Geldpolitik der EZB erfolgreich? Wurde das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung gesteigert und wie wirkt sich die europäische Gemeinschaftswährung hierbei auf die einzelnen Mitgliedstaaten und deren Politik aus? Welchen Platz nimmt der Euro im internationalen Währungsbankett ein? Aber auch: Wo haben sich Spannungen aufgebaut? Wie schlägt sich der Euro in der Finanzkrise und welche Probleme sind dadurch entstanden und welche können noch auftreten? Wir werden sehen, dass der Euro nicht einseitig positiv oder negativ wirkt, sondern es zwei Seiten ein und derselben Medaille gibt. Die Herausforderungen, vor der die Gemeinschaftswährung steht, müssen ernstgenommen werden um ihren dauerhaften Erfolg zu sichern.
Der Autor beginnt seine Arbeit zunächst mit einer kurzen Geschichte der Europäischen Währungsunion und spricht dabei auch gleich die Problematik des "optimalen Währungsraums" sowie die Ambivalenz des Projektes "Europäische Währungsunion" an.
Im Hauptteil wird zunächst eine Bilanz bezüglich Inflationsrate und Geldmengenwachstum gezogen. Hierbei stellt der Autor seine hohe wirtschaftswissenschaftliche Fachkompetenz (z.B. Balassa-Samuelson-Effekt) dar und stellt unter Beweis, dass er sehr gut in der Lage ist, komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge kompakt und anschaulich darzustellen.
Besonders hervorzuheben ist, dass es dem Autor auch gelingt, direkte Bezüge zum Tätigkeitsbereich der Finanzverwaltung herzustellen: Beispielsweise überprüft er die Stabilität des Preisniveaus unter Bezugnahme auf die Richtsatzsammlung.
Nach einer zunächst positiven Bilanz der europäischen Geldpolitik, in welcher der Autor auch sein eigenes kritisches Urteilsvermögen unter Beweis stellt, beschäftigt er sich auch noch mit den Auswirkungen des Euro auf die wirtschaftliche Entwicklung (Wachstum und Beschäftigung) der Teilnehmerstaaten und untersucht die Bedeutung des Euro als internationale Währung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

- Vorwort des Autors -

A. Vom Beginn der Währungsunion und dessen Entwicklung

B. Fortschritte und Rückschläge - eine Bilanz

I. Die Europäische Zentralbank als federführendes Organ

1. die Strategie der EZB

2. Ergebnis nach zehn Jahren Euro

a) Inflationsrate

b) Geldmengenwachstum

II. Wirtschaftliche Entwicklung des Euroraumes

1. Die Struktur der Wirtschaft

2. Wirtschaftswachstum und Beschäftigung

3. Auswirkungen des Euro auf die Fiskal- und Lohnpolitik

III. Der Euro als internationale Währung

1. Der Euro als Anker- und Referenzwährung

2. Der Euro als Reserve-, Anlage-, Transaktions- und Fakturierungswährung

3. Der Euro als Parallelwährung in Drittländern

4. Der Wechselkurs zum US-Dollar

5. Eine zu starke Währung?

IV. Der Euroraum in der (Finanz-)Krise?

1. Auswirkungen der Finanzkrise

2. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die wirtschaftliche Entwicklung des Euroraums nach den ersten zehn Jahren seines Bestehens und analysiert, inwieweit die gemeinsamen währungspolitischen Rahmenbedingungen zu Erfolg oder Instabilität geführt haben.

  • Analyse der Geldpolitik und Inflationsentwicklung der EZB.
  • Untersuchung der strukturellen wirtschaftlichen Veränderungen in der Eurozone.
  • Bewertung des Einflusses der Gemeinschaftswährung auf Fiskal- und Lohnpolitik.
  • Erörterung der internationalen Bedeutung des Euro als Reserve- und Ankerwährung.
  • Diskussion der Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf den Zusammenhalt der Währungsunion.

Auszug aus dem Buch

Die Beweggründe

Was waren die Triebfedern für diese ungewöhnliche staatenübergreifende Aktion? Was erhofften sich die Beteiligten? Der Wirtschaftsraum, den die Mitgliedstaaten bilden, ist alles andere als ein sog. „optimaler Währungsraum“, der die Stabilität der gemeinsamen Währung garantieren würde. In ihm ist eine geringe Flexibilität der Märkte bei den Löhnen und Preisen gegeben, die Wanderung von Arbeitskräften wird, anders als in den USA, durch kulturelle, sprachliche und rechtliche Barrieren erschwert, und die ökonomischen Verflechtungen innerhalb des Euroraumes sind nicht ausreichend homogen und tiefgehend. Ebenso existieren keine Ausgleichsmechanismen, die im Falle externer Schocks die betroffenen Staaten z.B. durch öffentliche Transferleistungen unterstützen. (3)

Die Währungsgeschichte der Welt bzw. in Europa erlaubt hier einen hilfreichen Einblick in die Komplexität von Währungsfragen und die Motive, die für den Euro maßgebend waren.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Vom Beginn der Währungsunion und deren Entwicklung: Das Kapitel erläutert die historische Entstehung der Währungsunion und die Beweggründe für die Einführung des Euro sowie die anfänglichen ökonomischen Rahmenbedingungen.

B. Fortschritte und Rückschläge - eine Bilanz: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der EZB-Strategie, der Inflationsentwicklung, des Geldmengenwachstums, der wirtschaftlichen Struktur des Euroraums sowie der Fiskal- und Lohnpolitik unter dem Euro.

I. Die Europäische Zentralbank als federführendes Organ: Dieses Kapitel betrachtet die geldpolitische Ausrichtung der EZB und bewertet ihre Preisstabilitätsziele sowie deren empirische Ergebnisse nach einer Dekade.

II. Wirtschaftliche Entwicklung des Euroraumes: Dieses Kapitel untersucht, wie der Euro den Handel und die wirtschaftliche Integration zwischen den Mitgliedstaaten sowie das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung beeinflusst hat.

III. Der Euro als internationale Währung: Der Fokus liegt hier auf der Etablierung des Euro als Anker-, Reserve- und Fakturierungswährung auf globaler Ebene sowie seinem Status als Parallelwährung in Drittländern.

IV. Der Euroraum in der (Finanz-)Krise?: Das abschließende Kapitel analysiert den Einfluss der globalen Finanzkrise auf den Euro, die damit verbundenen Herausforderungen für die Mitgliedstaaten und gibt einen Ausblick auf notwendige politische Integrationen.

Schlüsselwörter

Euroraum, Euro, EZB, Geldpolitik, Inflation, Finanzkrise, Währungsunion, Fiskalpolitik, Lohnpolitik, Stabilität, Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, Wechselkurs, Euroisierung, Leistungsbilanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit liefert eine ökonomische Erfolgsbilanz der ersten zehn Jahre der Europäischen Währungsunion unter Berücksichtigung der Geldpolitik und der Auswirkungen der Finanzkrise.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die EZB-Geldpolitik, die wirtschaftliche Konvergenz oder Divergenz der Mitgliedstaaten, die internationale Rolle des Euro sowie die Bewährung der Eurozone in der Finanzkrise.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen und die Herausforderungen der Gemeinschaftswährung nach einer Dekade wissenschaftlich zu beleuchten und zu hinterfragen, ob die gesetzten wirtschaftlichen Erwartungen erfüllt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse ökonomischer Daten, den Vergleich historischer Wachstums- und Inflationsraten sowie die Auswertung von Statistiken zu Handelsvolumina und Leistungsbilanzen.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bewertung der EZB-Geldpolitik, die Analyse der wirtschaftlichen Integration der Mitgliedstaaten und die Untersuchung des Euro als internationale Währung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Euro, EZB, Stabilität, Währungsunion und Konvergenz geprägt.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Finanzkrise auf den Euro?

Der Autor sieht die Krise als Bewährungsprobe, die Schwachstellen in der Fiskalpolitik der Mitgliedstaaten offenbart hat, betont jedoch gleichzeitig die stabilisierende Wirkung der einheitlichen Währung gegenüber nationalen Währungskrisen.

Was bedeutet der Begriff "Perception Gap" in dieser Arbeit?

Der "Perception Gap" beschreibt die Diskrepanz zwischen der von Bürgern subjektiv empfundenen Inflation und der statistisch belegten, tatsächlich moderaten Preisentwicklung nach Einführung des Euro-Bargeldes.

Warum wird Deutschland im Kontext der Lohnpolitik besonders hervorgehoben?

Deutschland wird aufgrund seiner moderaten Lohnpolitik, die als Basis für den exportorientierten Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb des Euroraums gesehen wird, als Fallbeispiel angeführt.

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Details

Title
Zehn Jahre Euro - eine Erfolgsbilanz?
College
University of Applied Administrative Sciences and Judicature Munich
Grade
1,0
Author
Andreas Brunnbauer (Author)
Publication Year
2010
Pages
50
Catalog Number
V166624
ISBN (eBook)
9783640833573
ISBN (Book)
9783640833351
Language
German
Tags
Finanzkrise Wirtschaft Schuldenkrise Währungsunion (Europa) Euroraum EU Volkswirtschaftslehre Betriebswirtschaftslehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Brunnbauer (Author), 2010, Zehn Jahre Euro - eine Erfolgsbilanz?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166624
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